DE12182C - Tascheninstrument zumNivelliren und Messen von Vertikalwinkeln - Google Patents

Tascheninstrument zumNivelliren und Messen von Vertikalwinkeln

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DE12182C
DE12182C DENDAT12182D DE12182DA DE12182C DE 12182 C DE12182 C DE 12182C DE NDAT12182 D DENDAT12182 D DE NDAT12182D DE 12182D A DE12182D A DE 12182DA DE 12182 C DE12182 C DE 12182C
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DE
Germany
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leveling
instrument
vertical angles
measuring vertical
center
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Application number
DENDAT12182D
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C. F. BOHNE in Charlottenburg, Bismarckstr. 88
Publication of DE12182C publication Critical patent/DE12182C/de
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C5/00Measuring height; Measuring distances transverse to line of sight; Levelling between separated points; Surveyors' levels
    • G01C5/02Measuring height; Measuring distances transverse to line of sight; Levelling between separated points; Surveyors' levels involving automatic stabilisation of the line of sight

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Telescopes (AREA)
  • A Measuring Device Byusing Mechanical Method (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 25. März 1880 ab. Längste Dauer: 3. Januar 1891.
In der beiliegenden Zeichnung stellt dar:
AA' eine im erforderlichen Grade sensibel gearbeitete Cardanische Aufhängung, deren aus Rothgufs bestehende Ringe sich in feinen cylindrischen Stahlzapfen mit geringstem todten Gange bewegen.
BB' einen an dem Innern dieser Ringe symmetrisch durch die Schräubchen b b' so befestigten Bügel, dafs die Verbindungslinie des letzteren mit den Drehungsaxen der Aufhängung Winkel von 45° bildet.
CC1 ein zwischen diesem Bügel fest verschraubtes Röhrchen mit den messenden Theilen, nämlich enthaltend:
c eine in ein besonderes Auszugsröhrchen als Ocularglas geschraubte biconvexe Linse von etwa i cm Oeffnung, deren links- und rechtsseitiger Rand so weit abgeschliffen, dafs der übrige centrale Streifen ca. 4 mm Breite enthält, und dafs zwischen demselben und der Fassung auf beiden Seiten eine klare Durchsicht erreicht wird.
An Stelle der biconvexen Linse c kann auch ein biconcaves Crownglasocular mit feiner centrischer Bohrung angewendet werden, vor welchem dann eine planconvexe Linse angebracht wird, die durch jene Durchbohrung hindurch gleichzeitig als Visirlupe dient.
e' ein innerhalb der Brennweite und mehr am Brennpunkt der Linse befindliches Glasmikrometer von 1 cm Durchmesser, dessen 40 von einem senkrechten Durchmesser gekreuzte Theilstriche bei der freischwebenden Lage des inneren Apparats waagrecht stehen und durch Schwärzung und alternirende Länge auf dem terrestrischen Bilde leicht ablesbar, sowie ohne Parallaxe und sphärische Abweichung erscheinen, während der mittlere über das ganze Plättchen als Durchmesser geführte Theilstrich für die Horizontale besonders markirt ist.
D D' eine an das untere Ende des Bügels geschraubte Metallplatte, deren Gewicht, die Reibung der Aufhängung überwindend, die Fernrohraxe präcisirt und deren Rand und Boden eine elastische Bekleidung trägt.
d d' das Correctionsschräiibchen, parallel der Visiraxe, dessen Drehung das an der Objectivseite befindliche Justirgewicht auf der Bodenplatte D fortgleiten und so die Visiraxe. durch den Schwerpunkt des beweglichen Apparats rectificiren läfst.
E E' ein cylindrischer Behälter, in dessen aufzuschraubenden Deckel der äufsere Cardanische Ring geschraubt ist und welcher bei annähernd lothrechter Richtung die genannten beweglichen Theile mit hinreichendem Spielraum so umgiebt, dafs eine Berührung des Behälters nur in der elastischen Randbekleidung der Platte D möglich.
e e' zwei in dessen Wandung parallel eingesetzte Scheiben von ausgesuchtem Spiegelglas, welche bei der freien Functionirung des inneren Apparats eine ungehinderte Durchsicht durch das zwischen ihnen schwebende Fernrohr ohne störende Ablenkung der Lichtstrahlen gestatten.
FF' eine durch den Griff E" gehende Schraube zur Arretirung des inneren Apparats,
deren geringe Zurückdrehung ihn zum Wiedergebrauch sofort auslöst.
Die Umschliefsung durch den Behälter geschieht behufs Abhaltung von Staub und atmosphärischen Störungen hermetisch. Die geringe Reibung der Cardanischen Aufhängung compensirt die auf Oscillationen des beweglichen Apparats hinwirkenden Impulse, so dafs die Visiraxe des Instruments, auch wenn es in freier Hand gebraucht wird, sich sofort waagrecht einstellt, während es jedoch zu genaueren Messungen eines Stativs bedarf, auf welchem diese Axe sich durch feine, elastische, mittelst eines leisen Anschlags des Fingers erzeugte Vibrationen so scharf dirigirt, als ermangelte die Cardanische Aufhängung der Reibung gänzlich.
Bei den nur schwachen Vergröfserungen des Fernrohrs erscheinen die optischen Bilder naher und ferner Gegenstände ohne Verschiebung des für eine mittlere Entfernung von 50 m berechneten Oculars fast gleich günstig, und mufs das nicht normale Auge bei der Durchsicht das zur normalen Sehweite erforderliche Augenglas, das auch unmittelbar an Stelle des Ocularplanglases eingesetzt werden kann, benutzen.
Je nach der Vergröfserung des Fernrohrs läfst das richtig gearbeitete und gebrauchte Instrument beim Nivelliren die Zielhöhen von einer in ganze oder halbe Decimeter getheilten Latte noch 50 bis über 100 m weit in Centimetern ablesen.
Die durch den ersten Hauptpunkt der Mikrometerlinse gehenden Visirlinien nach den Y4 mm von einander entfernten Theilstrichen, speciell nach der Oberkante der 1., 2., 3. bis 20. Linie ober- oder unterhalb der Mittellinie des von ihm 20 mm entfernten Mikrometers, steigen oder fallen im Verhältnifs 1, 2, 3 bis 20 : 80 und repräsentiren dieselben daher, dazwischen noch Interpolationen gestattend, bei dem Vergröfserungscoefficienten des Fernrohrs:
I. C=I1J1 die Steigungen und Gefälle 10, 20, 30 bis 200 pro mille,
II. c=. 2!/2 die Steigungen und Gefalle 5, 10, 15 bis 100 pro mille,
III. c = 5 die Steigungen und Gefälle 2,5,
5, 7,5 bis 50 pro mille,
sowie dieselben Zahlenwerthe die Tangenten der zugehörigen Verticalwinkel für den" Radius ^= 1000 bezeichnen und letztere sich für ί = ι yt, 2 Y2 oder 5, und für die 11 £i Visirlinie durch
W=
«•34
60 60
m Gradmafs ergeben.
oder =
11' 17
120
Zugleich ergiebt das Instrument als Distanzmesser bei Aufnahme von Querprofilen etc. aus dem auf der Nivellirlatte, je nachdem c = 1Y4, 2 Y2 oder 5, von 1, 2 oder 4 der Mikrometerintervalle abgeschnittenen Höh'enmafse H, die horizontale Entfernung E = 100 H und die Höhe eines von der η OB Mikrometerlinie geschnittenen terrestrischen Punkts, dessen Horizontalentfernung E' bekannt; für £=1 Y4, 2 Y2
oder = 5 H=
E' 11 E' 11
oder
E'
400
m über
oder unter der Horizontalen.
Endlich kann es mittelst der freischwebenden Kreuzungslinie des Mikrometers zum Ablothen und nach centrischer Arretirung des inneren Apparats in waagrechter Lage mittelst der Mikrometertheilung zum Messen kleiner Horizontalwinkel dienen.
Die bezeichnete mannigfache und bequeme Verwendbarkeit des compendiösen Instruments, dessen Construction I. vorzugsweise zum Gefällmessen in gebirgigem, II. im Hügel- und III. in mehr ebenem Terrain und speciell zum Nivelliren sich eignet, während die Construction II. den Vorzug der allgemeineren Brauchbarkeit bietet, hat den praktischen Werth des sachgemäfs ausgeführtenimdbehandelten Taschenniveaus für den Bau-, Maschinen-, Berg- und Cultur-Ingenieur, für den Bauhandwerker, Land- und Forstwirth,. sowie für militärische Zwecke bereits allgemeiner constatirt.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Das Princip, durch eine geringe, der automatischen Einstellung der Visiraxe. nicht nachtheilige Reibung in den Drehungsaxen der Cardanischen Aufhängung Oscillationen des beweglichen Apparats zu vermeiden.
2. Durch möglichste Verminderung des todten Ganges dieser Zapfenbewegung und seines nachtheiligen Einflusses, sowie durch feste Verbindung der übrigen beweglichen Theile unter sich die constante Lage des freischwebenden Schwerpunkts zum Mittelpunkt des äufseren Cardanischen Ringes und dadurch die genaue automatische Functionirung des annähernd lothrecht stehenden Instruments um so vollständiger zu erreichen.
3. Die ganze Combination der Theile zu einem compendiösen, mannigfach und bequem zu benutzenden, billigen und im Aeufsern gefälligen Taschenniveau und Gradientenmesser.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT12182D Tascheninstrument zumNivelliren und Messen von Vertikalwinkeln Active DE12182C (de)

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