DE50670C - Entfernungsmesser - Google Patents
EntfernungsmesserInfo
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- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01C—MEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
- G01C3/00—Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders
- G01C3/10—Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders using a parallactic triangle with variable angles and a base of fixed length in the observation station, e.g. in the instrument
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Description
PATENTAMT^
KLASSE 42: Instrumente.
Entfernungsmesser.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein Entfernungsmesser, durch welchen man in
den Stand gesetzt wird, die Entfernung schnell und genau zu bestimmen, ohne dafs eine Berechnung
oder die Anwendung besonderer Tabellen nothwendig ist, indem die gesuchte Entfernung unmittelbar von entsprechenden
Theilungen des Instrumentes abgelesen werden kann. Aufserdem gewährt das vorliegende Mefsgeräth
den Vortheil, dafs "der Beobachter, wie bei einem gewöhnlichen Doppelglas, durch zwei
Fernrohre hindurch beobachtet, wodurch eine Schonung der Augen erzielt bezw. einer ungleichen
Inanspruchnahme derselben vorgebeugt wird.
Die Fig. ia und 2 a zeigen zwei unter rechtem
Winkel zu einander stehende Ansichten des Entfernungsmessers, Fig. 3A ist eine obere Ansicht
desselben; Fig. 1,2,3 un<^ 4 zeigen in
oberer, unterer und Seitenansicht und im senk- . rechten Schnitt die Anordnung des Kopfprismas
und dessen Gehäuse; Fig. 5 bis 8 verdeutlichen in derselben Weise die Anordnung des auf der
Verticalröhre A befindlichen Ringes a4, der zur Aufnahme seitlicher Stützen mit entsprechenden
Aushöhlungen versehen ist; Fig. 9 ist eine Seitenansicht und Fig. 10 ein Querschnitt der Vorrichtungen
zum Einstellen des Instrumentes und zum Messen des Winkels; Fig. 10a ist ein
Schnitt nach Linie 1 - 2, Fig. ι ο; die Fig. 11
und 12 stellen in Seiten- und Endansicht eine Abänderung derselben dar; Fig. 13 zeigt einen
Theil des Verticalrohres mit dem festen Fernrohr und dem Fufsprisma; Fig. 14 und 15
zeigen das Lager für das bewegliche Fernrohr, welches letztere in Fig. 16 in besonderer Ansicht
dargestellt ist.
Das senkrechte Rohr A dient als Gestell des Instrumentes und besteht entweder aus einer
einzigen Röhre oder ist teleskopartig aus mehreren Theilen zusammengesetzt. Die Röhret.
ist an ihrem oberen Ende mit einer waagrechten Oeffhung versehen, durch welche die
einfallenden Strahlen, mittelst des Kopfprismas rechtwinklig gebrochen, in die Röhre A geleitet
werden. Das untere Rohrende trägt eine eiserne Spitze a1, mit welcher das Instrument
im Boden befestigt wird. Eine seitliche Absteifung des Instrumentes erfolgt durch die in
den Ring ß4 eingesetzten Stützen. In der Röhre A befindet sich in entsprechender Höhe
vom Erdboden das Objectivglas α2, Fig. 13,
und unterhalb des letzteren ein zweites . oder Fufsprisma a3, durch welches die vom Objectiv
kommenden Strahlen rechtwinklig abgebrochen und in das Fernrohr B geleitet werden. Die
obere Fläche des Prismas a3 ist zu diesem Zweck convex, die dem Fernrohr B zugewendete
concav geformt. Seitlich und parallel zu dem Fernrohr B befindet sich ein zweites
Fernrohr C angebracht, so dafs für jedes Auge des Beobachters ein Glas vorhanden ist. Das
Fernrohr C dient zum unmittelbaren Beobachten des betreffenden Gegenstandes und kann dasselbe
um die Zapfen c in den Lagern des am Verticalrohr A befestigten Trägers c2 in senkrechter
Richtung parallel zur Röhre A gedreht werden.
Aus der Gröfse der Winkelbewegung, welche man mit dem Fernrohr C beim Einstellen ausführen
mufs, damit das unmittelbar beobachtete und das durch das Fernrohr B gesehene Bild
des betreffenden Objectes möglichst übereinstimmen, läfst sich nun auf die zugehörige
Entfernung schliefsen. Ueberträgt man daher in zweckentsprechender Weise die Winkelbewegung
des Fernrohres C auf eine am Instrument angebrachte und für den. Mafsstab
passende Theilung, so kann man für jeden beliebigen Winkel unmittelbar die Entfernung
ablesen.
Um die Ocularlinse des Fernrohres C in dieselbe Ebene mit dem Ocular des Fernrohres
B zu bringen, ist das Fernrohr C mit einer passenden Schiebevorrichtung C2, Fig. 16,
versehen. Ebenso kann durch eine Stellvorrichtung bei C3 die Stellung der Objectivlinse geregelt
werden. Zum schärferen Beobachten sind beide Fernrohre mit Fadenkreuzen ' ausgerüstet.
Das durch B gesehene Bild des Gegenstandes erscheint umgekehrt, das durch C unmittelbar
beobachtete dagegen in aufrechter Stellung. Die Uebereinstimmung beider Bilder ist 'daher
sehr schnell bestimmbar, und die Vertheilung des Lichtes wird genauer ausgeglichen, als
dies bei irgend einer anderen Einrichtung der Fall ist.
Um die Entfernung mit grofser Genauigkeit und Schnelligkeit anzugeben, sind zwei Scalen
vorgesehen, von denen die eine z. B. Meter, die andere Hunderte von Metern anzeigt.
An dem Rohr A ist der Träger D angebracht, der zur Aufnahme zweier Gleitstücke
dient. Das erste Gleitstück E gleitet mit seinem Ansatz e in der schwalbenschwanzförmigen,
durch die Theüe d d gebildeten Führung des Trägers Z), Fig. io. Die Bewegung geschieht
mittelst des Schraubenkopfes /2, an welchem
die Schraube f befestigt ist. Die Feder d2
wirkt auf die Schraube f und verhindert dadurch unnöthigen Spielraum des Gleitstückes E.
Das zweite Gleitstück F wird durch die Schraubef3 unter rechtem Winkel zum Gleitstück
E lothrecht zwischen den Führungen e2 bewegt, die sich an dem Theil E befinden.
Die feste und sichere Führung wird durch die auf die Schraube f3 wirkende Feder e5 erreicht.
Die Schraube f trägt eine auf ihrer Stirnfläche
mit spiralförmiger Nuth versehene Scheibe g. In die Nuth greift der Zapfen h,
welcher auf der mit dem Träger D verbundenen Führungsstange /z2 gleitet. Der mit
Fernrohr C verbundene Gitterträger i drückt vermittels der Führungen e1 und der auf den
Ansatz e4 wirkenden Feder e3 mit seinem einstellbaren
Ansatz i2 gegen das geneigte Druckstück J, Fig. ioa. Die Führungen e1 und Ansatz
e4 sind am Gleitstück E befestigt, während J von dem Gleitstück F getragen wird.
Wird die Schraube f gedreht, so bewegt das Gleitstück E das Gleitstück F in ■ Richtung
der Schraube f. Hierdurch drückt die in F befindliche Druckplatte J gegen den mit dem
Fernrohr C verbundenen Gilterträger, so dafs die Winkelrichtung des Fernrohres geändert
wird, und zwar um ein Mafs, welches mit dem Schraubenweg der Schraube f in bestimmtem
Verhältnifs steht. Sind die Fernrohre C und B einander parallel, so befindet
sich der Zapfen h in der a'ufsersten Wandung der Spiralnuth der Scheibe g, nimmt dagegen
das Fernrohr C in Bezug auf Fernrohr B seine gröfste Winkelstellung ein, so steht der Zapfen h
in der innersten Windung der Scheibe g. Im ersten Falle befindet sich der Entfernungsmesser
in der Stellung, unendlich weit entfernte Objectezu beobachten, im zweiten in der zur
Beobachtung der kürzesten, mit dem Instrument mefsbaren Entfernungen geeigneten Stellung.
Infolge dieser Beziehungen zu einander läfst sich an der Spirale der Scheibe g eine Eintheilung
anbringen, welche angenähert die Entfernung des betreffenden beobachteten Objectes
anzeigt, vielleicht in hunderten von Metern.
Die Scheibe g mag ferner mit Vertiefungen ausgerüstet sein, in welche der als Springkegel
ausgerüstete Zapfen h . eingreift, um die Scheibe, während die genaueren Einstellungen gemacht
werden, in ihrer Stellung festzuhalten. Zur Herstellung einer genauen Untereintheilung (in
Metern) dient das mit schräger Fläche versehene Druckstück J, welches von dem Träger _/4,
welcher in den Führungen e2 des Gleitstückes F gleitet, in der Weise getragen wird, dafs das
Druckstück mittelst der Schraube /3 in einer
Ebene rechtwinklig zur Bewegung des Gleitstückes E eingestellt werden kann. Durch die
Verschiebung des. Druckstückes J wird mittelst des Trägers i und des Ansatzes z'2 das Fernrohr
um einen Winkel verschoben, der- mit dem Winkel, um den das Druckstock verstellt
worden ist, in Uebereinstimmung steht. Wenn der Betrag der Bewegung des Fernrohres
C, um eine genaue Uebereinstimmung der beiden Bilder zu erhalten, sich in umgekehrtem
Verhältnifs zur Entfernung des beobachteten Gegenstandes ändert, so verändert man
den Winkel des Druckstückes gemäfs der Entfernung in hunderten von Metern, auf welche
das Instrument vorher durch die Scheibe g eingestellt ist. Zu diesem· Zweck ist das Druckstück
J in dem mittelst Bolzen j2 centrirten Mittelstück j befestigt. Das Mittelstück j ist
durch Federstangen η mit der Platte ρ verbunden, die mit einer entsprechenden Durchlochung
auf dem Zapfen des an der Platte P befestigten Ansatzes p3 gleitet. Die Platte P
ist mittelst des Bolzens pi drehbar an der Führung
e2 befestigt. An der Platte P befindet sich der Hebedaumen /. Derselbe ist so geformt,
dafs er die Stellung des Druckstückes J verändert, wenn das erste Gleitstück' für die
kürzeren Entfernungen eingestellt wird. Der Hebedaumen drückt auf die an dem Rahmen,
in welchem sich das erste Gleitstück E bewegt, befestigte Zunge m, und zwingt dadurch die
drehbar aufgehängte Platte P (und folglich auch durch die Platten ρ und Federstangen η das
Druckstück mit seinem Träger J) sich um den
erforderlichen Betrag zu bewegen, um der Druckplatte J die nothwendige Neigung zu
geben. Durch die Anordnung einer auf dem Ansatz pB der Platte P wirkenden Druckfeder ρ6
wird der Contact des Hebedaumens mit der Zunge m gesichert. Die Federstangen η und
die Führung der Platte ρ auf dem Zapfen p2
bewirken eine genaue und sichere Bewegung des Druckstückes J, sobald dessen Stellung geändert
wird.
Bei einer Beobachtung hat man zunächst eine Einstellung zu machen, welche durch die
Scheibe g angezeigt wird und die man durch die Bewegung des ersten Gleitstückes JE, wodurch
das Fernrohr C geneigt wird, erlangt. Während dieser Einstellung hat das Druckstück
J infolge der Anordnung des Hebedaumens I und der Zunge m eine Winkelbewegung
ausgeführt, welche der Entfernung in hunderten von Metern entspricht, für welche
das Instrument adjustirt wird. Der Schraubenkopf/3 ist mit einer Scala ausgerüstet, auf
welcher durch den Zeiger s die genaueren Eintheilungen vermittels der Bewegung des Gleitstückes
F angezeigt werden.
In den Fig. 11 und 12 ist eine veränderte
Anordnung gezeigt, in welcher das zweite Gleitstück fortgelassen ist. Der Arm / ist an dem
Theil q befestigt, der seinerseits mit dem Gleitstück E verbunden ist. Das Verbindungsstück q
besteht aus zwei Theilen, die durch eine Blattfeder <jf2 mit einander in Verbindung stehen,
um eine Verdrehung der festen Theile zu verhüten. An Stelle der Scheibe g kann auch
ein Cylinder oder. Konus angewendet werden, in dessen Oberfläche eine schraubenförmig gewundene
Nuth eingeschnitten ist.
Nachdem die erste Einstellung des Instrumentes durch Verschiebung des Gleitstückes E
geschehen ist, wird die Schraube/ des zweiten Gleitstückes F gedreht. Hierdurch wird das
das Druckstück .. tragende Mittelstück j verschoben'. Ersteres drückt mit seiner geneigten.
Seitenwand gegen den Gitterträger i und neigt das Fernrohr C noch weiter, und zwar für
jeden Meter um einen Betrag, gemäfs der Hunderte, um welchen das Instrument durch
das Gleitstück E geneigt ist.
Die Scalen für"die Entfernungen können auch an anderen, als an den angegebenen Stellen
am Instrument angebracht werden. Die Herstellung der Eintheilungen geschieht am besten
durch unmittelbare Beobachtung. Man verwendet hierzu eine Latte, die mit einer Eintheilung
versehen ist, welche die Schnittpunkte der Visirlinien nach verschieden weit entfernten
Gegenständen mit einer zweiten constanten Visirlinie anzeigt.
Diese Latte wird in entsprechender Entfernung vom Instrument aufgestellt und darauf
die Eintheilung derselben durch das bewegliche Fernrohr des feststehenden Instrumentes beobachtet.
Die jeweiligen Stellungen ergeben die Mittel und Wege, eine entsprechende Eintheilung
am Instrument selbst anzubringen.
Der Entfernungsmesser eignet sich sowohl zum Gebrauch auf dem Lande als· auch auf
See. Z. B. würden die hohlen Eisenmasten zweckmäfsig verwendet werden können, um in
ihnen und an ihnen die übrigen Theile in passender Weise anzubringen.
In Fällen, in denen die Basis veränderlich ist, z. B. wenn die eine Visirlinie vom Meeresspiegel
erhalten wird, empfiehlt es sich, die Verbindung zwischen dem Mefsapparat und dem beweglichen Fernrohr verstellbar einzurichten.
Die genaue Einstellung gemäfs den verschiedenen Horizonthöhen wird durch eine mit den einstellbaren Theilen in Verbindung
stehende Scala. angezeigt.
Claims (2)
1. Ein Entfernungsmesser, bestehend aus einem senkrechten Rohr A in Verbindung mit
zwei Fernrohren, von denen das feststehende das Bild mittelst Kopfprismas durch die
Röhre A erhält, das andere beweglich angeordnete aber zum unmittelbaren Beobachten
des Gegenstandes dient, in der Weise, dafs aus dem auf eine Theilung
übertragenen Winkelunterschied beider die Entfernungen unmittelbar abgelesen werden
können.
2. Bei diesem Entfernungsmesser die Vorrichtungen zum Einstellen und zum Messen
des Winkelunterschiedes der beiden Fernrohrachsen zu einander, bestehend aus zwei
sich rechtwinklig zu einander verschiebenden einstellbaren Gleitstücken, in Verbindung
mit einer mit schraubenförmiger Nuth versehenen Scheibe oder Cylinder, zum
Zwecke des ersten Einstellend und der ungefähren Bestimmung des Winkelunterschiedes
und in Verbindung mit einem geneigten, auf den das bewegliche Fernrohr tragenden Träger wirkenden Druckstück
behufs feinerer Einstellung der Mefsvorrichtung und genauer Bestimmung des Winkels,
aus welchem sich auf der Theilung die Entfernung ergiebt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE50670C true DE50670C (de) |
Family
ID=325496
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT50670D Expired - Lifetime DE50670C (de) | Entfernungsmesser |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE50670C (de) |
-
0
- DE DENDAT50670D patent/DE50670C/de not_active Expired - Lifetime
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