DE119968C - - Google Patents

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DE119968C
DE119968C DENDAT119968D DE119968DA DE119968C DE 119968 C DE119968 C DE 119968C DE NDAT119968 D DENDAT119968 D DE NDAT119968D DE 119968D A DE119968D A DE 119968DA DE 119968 C DE119968 C DE 119968C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21DWORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D7/00Bending rods, profiles, or tubes
    • B21D7/06Bending rods, profiles, or tubes in press brakes or between rams and anvils or abutments; Pliers with forming dies

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Forging (AREA)

Description

PATENTAMT.
Vr 119968 KLASSE 49/f
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Neuerungen an Maschinen zum Biegen, Schmieden, Schweifsen und Formen von Metall, welche bei Verwendung geeigneter, auswechselbarer "Werkzeuge jede Schmiedearbeit auszuführen gestattet. Die Maschine ist auch im Stande, Metall von beliebiger Form mittelst Schmiedens, Nietens, Biegens, Schweifsens, Pressens und Formens in Gegenstände von den verschiedensten Formen umzuwandeln. Sie besitzt alle Vorrichtungen einer Schmiedemaschine, einer Nietmaschine u. s. w. Aufserdem besitzt sie Gesenke und Vorrichtungen zum Auswechseln sowohl als auch andere Vortheile den bisher bekannten Maschinen dieser Art gegenüber.
Ein weiterer Zweck der Erfindung ist, eine Maschine von so einfacher Construction herzustellen, dafs ein einziger Arbeiter sie leicht handhaben kann, und dafs sie sowohl seitlich als auch der Längsrichtung nach Schläge auf das zu bearbeitende Metall ausüben kann, und zwar mit veränderlicher Stärke. Aufserdem kann sie, leicht regelbar durch den Arbeiter, sowohl mit Schlagen als mit Pressung arbeiten. Ferner ist die Maschine mit einer Vorrichtung zur Anbringung einstellbarer Gesenke versehen, welche verschiedene Gröfsen und Formen haben können, auch können ihre Backen, wie die Backen eines Schraubstockes gebraucht werden, um Schläge oder Pressung auf das zu bearbeitende Material auszuüben.
Die beiliegende Zeichnung zeigt die Vorrichtungen, durch welche die Maschine die erwähnten Eigenschaften erhält.
Fig. ι giebt einen Grundrifs derselben,
Fig. 2 einen verticalen Längsschnitt nach Linie 2-2 der Fig. 1,
Fig. 3 einen Querschnitt nach Linie 3-3 der Fig. i, gesehen in der Pfeilrichtung,
Fig. 4 einen Querschnitt nach Linie 4-4 der Fig. i, gesehen in der Pfeilrichtung;
Fig. 5 ist ein Grundrifs ähnlich der Fig. 1 und zeigt die Gesenke für verschiedene Arbeits-Verrichtungen.
Fig. 6 ist eine Einzelansicht und zeigt die Einrichtung zum Schweifsen bei abgenommener Deckplatte.
Fig. 7, 8, 9 und 10 sind Einzelansichten verschiedener Theile der Maschine, welche später beschrieben werden.
Fig. 11, 12, 13, 14 und 15 sind Einzelansichten von verschiedenen Werkzeugen, welche in Verbindung mit der Maschine gebraucht werden, und
Fig. 16, 17, 18 und 19 geben Ansichten von Musterstücken, die mit der Maschine hergestellt werden.
Die Maschine kann durch irgend eine Kraft, insbesondere durch Druckflüssigkeit betrieben werden, jedoch wird comprimirte Luft vorzugsweise angewendet, da dieselbe verhältnifsmäfsig billig herzustellen und wegen der Schnelligkeit, mit der sie arbeitet und welche natürlich die Arbeit der Maschine erleichtert, besonders geeignet ist. In den Fig. 1 bis 6 bezeichnen A und B die zwei Theile der Unterlagplatte, welche in einer Ebene zweckentsprechend in einer T-Form verbunden sind, so dafs A die Leiste und B den Kopf bildet. In. der Mitte des Theiles A der Unterlagplatte ist der Länge
nach ein Cylinder C montirt mit einem Kolben von gebräuchlicher Construction, der deshalb nicht dargestellt ist. Die Kolbenstange D geht aus Gründen, die später erklärt ■werden, durch beide Enden des Cylinders. Das gegen den Theil B gekehrte Ende der Kolbenstange dient zum Betriebe und ist mit Hülsen versehen zur Aufnahme der verschiedenen Arbeitswerkzeuge.
So ausgestattet ist die Kolbenstange im Wesentlichen ein pneumatischer Hammer, der seine Bewegung und Wirkung von irgend einer Kraft, wie z. B. comprimirter Luft, herleitet, die an beiden Enden des Cylinders C zutritt. Im rechten Winkel zu dem erwähnten pneumatischen Werkzeug ist an der vorderen Kante des Theiles B der Grundplatte B ein verticaler Flantsch E, der von Gufs sein kann, angebracht, welcher ein Widerlager für das Arbeitsstück , auf welches das Werkzeug einwirkt, bildet. Der mittlere Theil dieses Widerlagers, welches direct den durch das pneumatische Werkzeug verursachten Stofs auszuhalten hat, ist. durch Stützen F zwischen dem Widerlager E und der Grundplatte B verstärkt und zweckentsprechend aus einem Stück mit Widerlager und Platte B gegossen, doch kann diese Verstärkung auch aus einem besonderen Stücke bestehen und mit den anderen Theilen fest verbunden sein. Das Widerlager E ist in seiner Mitte mit einem abnehmbaren Theil G, einer Füllplatte, versehen, welche in einer Ebene mit dem Widerlager liegt und mit diesem durch Falze an den seitlichen Kanten verbunden ist und in den Flantschen oder Stützen F einen Anhalt gegen den Stofs oder Druck der Maschine während der Arbeit hat. Bei einigen Arbeitsverrichtungen, wie beim Schweifsen oder Aufstauchen von Stangen, mufs die Füllplatte entfernt werden, wie.dies später näher beschrieben wird.
An den gegenüberliegenden Enden des Kopfstückes B der Grundplatte sind verstellbar vorzugsweise rechteckig geformte Backen H angeordnet, welche durch Schwalbenschwanz und Nuth bei J (Fig. ι, 2 und 6) mit der Platte B verbunden sind, um verticale Verschiebung zu verhindern. Die Backen sind zwischen Führungen vor- und rückwärts verschiebbar, letztere werden durch das Widerlager E und die parallelen aufrechten Flantschen J gebildet, die in geeigneter Stellung an den entgegengesetzten Seiten der Grundplatte sitzen. Der Raum zwischen diesen Flantschen und dem Widerlager, in welchem sich die Backen bewegen, wird zweckmäfsig mit abnehmbaren Deckeln K versehen, um Schmutz, Hammerschlag und andere fremde Substanzen abzuhalten. Auch helfen diese Deckel die verschiedenen Theile während der Arbeit in der richtigen Stellung zu halten. Die Backen G sind unabhängig gegen einander verstellbar mittelst Schrauben L (Fig. i, 3, 5 und 6), welche in entsprechenden, an der Grundplatte befestigten Endplatten M geführt sind und an den anderen Enden abnehmbare Platten N haben, wie Fig. 8 zeigt, und . welche in Nuthen (Fig. 6) eingreifen, die sich in den gegenüberliegenden Flächen entsprechender Hülsen an den'Enden der Backen befinden. Die Enden der Schrauben L sind mit ringförmigen Nuthen versehen und die abnehmbaren Platten N besitzen Schlitze 0, die nicht unten offen sind, und deren Weite dem kleinen Durchmesser der Schraubennuthen entspricht. Die Schrauben sind mit geeigneten Handgriffen, wie ein solcher in Fig. 17 gezeichnet ist, versehen. Die Schraubenspindeln sind frei in den Platten JV drehbar und theilen diesen sowie den Backen eine mit der Endbewegung der Schrauben in den Platten M entsprechende Bewegung mit, so dafs durch die Verbindung die Backen unabhängig gegen einander verschoben werden können.
Für verschiedene Arbeitsverrichtungen, z. B. Schweifsen und Schmieden, ist es jedoch zweckmäfsig, eine der Backen als pneumatischen Hammer zu gebrauchen und die andere in geeigneter Stellung fest zu halten. Zu diesem Zweck ist ein Hülfscylinder Q (Fig. 2 und 3) vorgesehen, welcher unter dem Kopfstück B der Grundplatte in der Längsrichtung derselben oder quer zur Längenachse der Maschine angebracht ist. Dieser Cylinder hat einen Kolben gewöhnlicher Construction, und eine Kolbenstange jR, welche mit einem geeigneten Hebel S drehbar verbunden ist, und in gleicher Weise mit der Grundplatte, sowie mit einer der Backen, die mit Blöcken T versehen ist. Diese Blöcke T besitzen auf ihrer oberen Seite Abschnitte U (Fig. 1, 3 und 6) für die Dreh-, zapfen des Hebels, um die Backen verstellen zu können, je nachdem man diese Drehzapfen in den einen oder anderen Ausschnitt bringt. Um die Backen in dieser Weise zu bethätigen mufs die Stellschraube L gelöst werden, was leicht und rasch durch Abnehmen der Platte JV geschieht, oder, wenn nöthig, durch Zurückschrauben der Stellschraube, wie in Fig. 6 rechts gezeigt.
Es ist demnach ersichtlich, dafs, wenn Luft an den gegenüberliegenden Seiten des Cylinders Q. abwechselnd eingelassen wird und auf den Kolben wirkt, der Hebel S zum Schwingen gebracht wird und die mit ihm verbundene Backe zu entsprechenden- Bewegungen Veranlafst, so dafs die Backe als Hammer dient, um auf das zwischen den Backen befindliche Werkstück seitliche Schläge auszuüben.
Die Vorrichtungen zur Erzeugung der wechselseitigen Bewegung der Cylinderkolben C und Q., sowie die dadurch veranlafste wechselseitige Arbeit der Werkzeuge und der Backe, welche mit dem ersten bezw. mit dem zweiten
Cylinder verbunden sind, sind nachfolgend beschrieben. Es ist dabei die Einrichtung getroffen, dafs bei einer Art von Arbeitsverrichtung der Cylinder C allein gebraucht wird, um mit dem pneumatischen Hammer der Kolbenstange zu arbeiten, wobei die Backen zuerst richtig gesetzt werden und dann feststehend bleiben, während bei anderen Verrichtungen beide Cylinder C und Q mit den damit verbundenen Theilen abwechselnd arbeiten, indem man zuerst die entsprechende Backe setzt oder dieselbe als Hammer benutzt und dann das pneumatische Werkzeug in Verbindung mit Cylinder C anwendet, oder umgekehrt. Für andere Verrichtungen, z. B. Schweifsen kann der Cylinder Q. in Verbindung mit der entsprechenden Backe gebraucht werden. Alle diese verschiedenen Methoden werden nachfolgend näher beschrieben werden.
Bezugnehmend auf Fig. i, 2 und 4 sind die Vorrichtungen, um die Kolbenstange des Cylinders C zu bethätigen, folgende:
In Fig. 2 bezeichnet V einen Behälter, der zweckmäfsig unter dem Theil A der Grundplatte angeordnet ist, doch kann er auch an irgend einem anderen geeigneten Platz aufge stellt werden. Das Hauptzuflufsrohr χ ist mit einer Zweigröhre y verbunden, welche mit dem Behälter V frei communicirt, um einen gleichmäfsigen Druck darin zu halten, und ferner mit einer Zweigröhre ^, welche nach der Rückseite des Cylinders C führt und mit einem Abschlufshahn (einer Abschlufsklappe) von entsprechender Construction versehen ist, um den Luftzutritt zu reguliren. Mit der Röhre Z ist zwischen dem Cylinder C und dem Hahn eine Auspuffröhre α angebracht, die nach einer passenden Stelle führt und einen Hahn b hat, um die Ausströmung aus dem entsprechenden Ende des Cylinders zu regeln. Vom entgegengesetzten Ende des Cylinders führt eine weite Auspuffröhre c, die durch einen Hahn d geregelt wird, ins Freie, e bezeichnet den Austrittspunkt am Hahngehäuse, der nach Belieben mit einer Röhre verbunden werden kann, welche beliebig nach irgend einem entsprechenden Punkt geführt werden kann. Die Röhre c hat den gleichen Durchmesser wie die Röhre Z, um eine genügende und.zuverlässige Ausströmung der Luft aus dem Cylinder zu gestatten, nachdem ihr Druck den Rückgang des Kolbens auf die Anfangsstellung am Einströmungsende des Cylinders bewirkt hat. Von der Röhre c führt, zwischen Cylinder C und Hahn d angebracht, eine enge Röhre f nach dem Behälter V. Auch diese Röhre hat einen Hahn g, um den Luftzutritt nach dem Cylinder C während des Rückganges (nach jedem Harnmerschlag) in seine Anfangsstellung zurückzubringen. Der Kegel des Hahnes d ist durch eine Stange h mit einem Hebel i verbunden, der am hinteren Ende des Cylinders drehbar angebracht ist, und dessen freies Ende so weit vorsteht, dafs es von dem hinteren Ende der Kolbenstange D, die durch beide Cylinderdeckel geht, bei der Rückwärtsbewegung derselben gefafst wird und dadurch den Hahn selbstthätig öffnet. Wenn der Kolben in seiner hinteren Stellung im Cylinder sich befindet und der Hahn geöffnet wird, so tritt die Druckluft durch die Röhre Z in das hintere Ende des Cylinders C ein und drückt den Kolben nach dem entgegengesetzten Ende des Cylinders und ebenso den pneumatischen Hammer am Ende der Kolbenstange gegen das zwischen den Gesenken befindliche Werkstück. Geschieht das Oeffnen des Hahnes plötzlich und voll, oder beinahe voll, so kommt der volle Druck im Cylinder zur Geltung und bewirkt einen heftigen Schlag auf das zu bearbeitende Metall. Wird dagegen der Hahn langsam geöffnet, so wirkt auch der Drück im Cylinder entsprechend langsam und der Hammer wird lediglich einen Druck auf dasWerkstück ausüben. Dieser Druck kann im Cylinder also auch auf das Arbeitsstück so lange als wünschenswerth ist, ausgeübt werden. Wenn nun der Hahn geschlossen und Hahn b geöffnet wird, so wird die Luft am hinteren Theil des Cylinders durch die im Verhältnifs zu der Zufiufsröhre enge Röhre y ausströmen. Die verschiedenen Weiten dieser Röhren sind von praktischem Vortheil, da der Auspuffhahn b fortwährend etwas geöffnet bleiben kann, so lange hämmernde Schläge gegeben werden, da nur wenig und nicht genug Luft durch den wenig geöffneten Hahn entweichen kann, um die Schläge irgendwie abzuschwächen, so lange mit vollem, plötzlichem Druck gearbeitet wird. Wenn mit langsamem Druck gearbeitet wird oder wenn der Druck andauernd ausgeübt werden soll, ist es nothwendig, den Hahn b vollkommen zu schliefsen. Wenn nun der Luftdruck. am hinteren Ende des Cylinders aufhört, kann sich der Kolben ungehindert zurückbewegen, der Hahn d wird durch Anziehen der Stange h oder auf sonstige Weise geschlossen, der Hahn g wird geöffnet und lä'fst die Luft am vorderen Ende des Cylinders zutreten, so dafs der Kolben nach dem hinteren Ende zurückgetrieben wird. Wenn der Kolben sich seiner äufsersten hinteren Stellung nähert, trifft das hintere Ende der Kolbenstange auf das Ende des Hebels i und durch die Stange h wird sofort der Hahn d für den Luftzutritt geöffnet und bläst die Luft aus dem vorderen Cylinder aus. Die Wiederholung dieser Vorgänge bewirkt die Wiederholung der Bewegungen des Kolbens, des pneumatischen Hammers und dessen Thätigkeit, und die dabei entwickelte Arbeit, ob schlagend oder pressend, ist leicht durch den Arbeiter zu controliren.
Die Bethätigung der hin- und hergehenden Backen geschieht folgendermafsen: .
Der Luftzutritt erfolgt am hinteren Ende des Cylinders Q. durch die weite Röhre k (Fig. ι und 2), welche mit dem Cylinder und mit dem Behälter V verbunden ist und einen Dreiweghahn / besitzt, von dessen einer Oeffnung m entweder direct oder auch durch eine weiter geführte Röhre das Ausblasen der Luft erfolgt. Bei einer Stellung des Hahnes /, etwa der verticalen, wie in der Zeichnung gezeigt, ist die Communication zwischen dem Behälter V und Cylinder Q. geschlossen, und zwischen dem hinteren Ende des Cylinders und der freien Luft offen. Wird der Hahn / in horizontale Stellung gedreht, so ist die Communication zwischen Cylinder Q. und Behälter V hergestellt und zwischen dem hinteren Cylinderende und der Luft geschlossen. Die Druckluft hat also Zutritt zum hinteren Cylinderende und treibt den Kolben vorwärts gegen das vordere Ende des Cylinders. Die Kolbenstange R (Fig. 3) bewegt den Hebel 5 und durch diesen die Backen gegen. das Werkstück, plötzlich oder langsam, je nachdem der Hahn / geöffnet wird, doch wird diese Bewegung entsprechend der Art der Arbeit gewöhnlich eine rasche und heftige sein, um heftige Schläge auf das Werkstück in einer Richtung von 90° gegen die Richtung der pneumatischen Hammerschläge auszuüben.
Wenn der Hahn / in seine normale Stellung zurückgedreht wird, so wird der Luftstrom abgeschnitten und das hintere Cylinderende sofort ausgeblasen. Um den Kolben nach rückwärts zu treiben, wird die Druckluft am vorderen Cylinderende durch eine enge Röhre η eingelassen, die entweder direct mit dem Behälter V oder mit einer Röhre f, wie in der Zeichnung gezeigt, verbunden ist, so dafs sie freie Communication mit dem Cylinder Q. ermöglicht. In der Röhre η ist ein anderer Dreiweghahn, ο angebracht, dessen Auslafsöffnung . mit einer Auspuffröhre α durch eine Röhre ρ entweder direct oder besser mittelst eines Ausblasehahnes b verbunden ist. Der Dreiweghahn 0 wird in jeder Beziehung ebenso wie der Hahn / bethätigt. In einer Stellung schliefst er die Verbindung zwischen Auslafsöffnung und Cylinder Q. ab, während die Verbindung zwischen Cylinder und Behälter hergestellt ist; in der anderen Stellung ist letztere abgeschlossen und erstere offen. Bei richtiger und wiederholter Handhabung der Hähne / und ο werden daher der Kolben des Cylinders Q mit Kolbenstange R und folglich die Backen in entsprechender Weise arbeiten.
Soll nun ein Stück Biegearbeit ausgeführt werden, um z. B. aus Stangenmetall ein Stück q (Fig. 14) zu formen, so wird ein Werkzeug, wesentlich wie r (Fig. 1) am Ende der Kolbenstange D eingesetzt, dessen Breite dem inneren Abstand der Seitenarme des Stückes 43 entspricht. Die Backen werden sodann mit eingesetzter Füllplatte G gegen die Mitte der Maschine so gestellt, dafs ihr Abstand dem äufseren Abstand der Arme des Stückes q entspricht. In abgerundeten Hülsen der Backen nahe dem Werkzeug r sind lose gelagerte Rollen oder Walzen angeordnet, um welche das Metall gebogen wird. Die Metallstange wird dann entsprechend warm central auf die Grundplatte B gegen die Rollen gelegt, so dafs sie den Raum dazwischen ausfüllt. Durch entsprechende Handhabung des Druckluftzutritts am hinteren Cylinderende wird sodann der pneumatische Hammer zu einem raschen Schlag vorwärts getrieben und der mittlere Theil der Metallstange wird zwischen die Backen geprefst, indem er sich frei um die Rollen s und das Werkzeug r anlegt und so das Querende des Stückes q bildet. Dieser Procefs ist äufserst einfach und rasch und geschieht so geschwind, als es möglich ist, die Stangen in die geeignete Lage zu bringen und abzunehmen, da die Arbeit des Formens fast keine Zeit in Anspruch nimmt. Natürlich sind mehrere Arbeiter nöthig, um das warme Metall zu handhaben, während ein einziger Mann genügt, um die Maschine in Thätigkeit zu setzen. Die Bildung des Bügels nach Fig. 16 geschieht in der gleichen Weise wie die des Stückes q (Fig. 14), indem anstatt des Werkzeuges r das Werkzeug t in den pneumatischen Hammer eingesetzt wird (Fig. 5), während die Rollen durch Blöcke u (Fig. 9 und 10) ersetzt werden. Diese bilden eine rechtwinklige Ecke in den Ecken der Backen und sind natürlich nicht drehbar. Die Stellung der Theile zum Formen des hufeisenartigen Bügels (Fig. 16) ist aus Fig. 5 ersichtlich, worin die punktirten Linien sowohl die Stange zeigen, aus welcher der Bügel geschmiedet wird, als auch den fertigen Bügel und die Stellung des pneumatischen Hammers nach der Fertigstellung desselben.
Um das Stück' (Fig. 19) zu formen, wird das Werkzeug ν (Fig. 12) anstatt t angewendet, das zweitheilige Gesenk w (Fig. 11 und 12) wird eingesetzt und zwischen den Backen befestigt, die nun als Schraubstock arbeiten. Das eine Ende des Werkstückes wird durch eine Oeffnung in dem Widerlager in eine Oeffnung des Gesenkes w eingeschoben, nachdem dieses Ende mittelst eines geeigneten Werkzeuges seitlich abgebogen ist, wie die punktirten Linien in Fig. 11 zeigen, um das schmale Ende des Werkzeuges ν zwischen den beiden Theilen des Gesenkes n> an einem seitlichen Ende des Werkstückes einführen zu können. Das Werkzeug ν wird nun eingetrieben und ein einziger Schlag biegt das Werkstück in gewünschter Weise so, dafs es die Schulter oder den Kopf χ bildet. Dieses Ende des Werkstückes wird so-■ dann abgenommen und das andere Ende in
gleicher Weise behandelt. Nachdem dies geschehen, wird das Gesenk n> abgenommen, das Werkstück wird central .zwischen die entsprechend eingestellten Backen gebracht und das Werkzeug r oder ein ähnliches von entsprechender Form und Gröfse wird in die Kolbenstange eingesetzt und mit einem entsprechenden Schlag gegen die Mitte des Werkstückes getrieben, so dafs es eine U-Form annimmt, wobei die Schultern χ über das hintere Ende des Werkzeuges überstehen, wenn das Werkstück fertig geformt ist.. Um eine Platte oder Stange im Winkel abzubiegen, wird die Füllplatte "wieder eingesetzt, das Gesenk y (Fig. 15) wird zwischen den als Schraubstock dienenden Backen befestigt, und das Werkzeug 3 wird am Ende der Kolbenstange eingesetzt. Die gerade Stange wird warm gemacht, central zwischen das Gesenk y gebracht und durch Eintreiben des Werkzeuges 3 im rechten Winkel abgebogen, wie die punktirten Linien in Fig. 1 5 zeigen, oder in irgend einem anderen Winkel, je nach der Neigung der entgegengesetzten Flächen am Gesenk und am Werkzeug.
Um das Schmiedestück (Fig. 17 und 18) zu formen, mufs die Füllplatte G weggenommen und entsprechend geformte Gesenke zwischen den Backen in den pneumatischen Hammer eingesetzt werden, um durch Anstauchen des Metalles die Ansätze zu bilden, wobei die Backen H zweckmäfsig in Verbindung mit dem pneumatischen Hammer benutzt werden, indem der Hammer gegen das Werkstück angehalten wird, während die Backen, mit denen die Gesenke fest verbunden sind, arbeiten. Um das Stück q (Fig. 14) mit irgend einem anderen Stück zu vernieten, werden die Stücke entsprechend gebohrt zur Aufnahme der Niete, welche, wie gewöhnlich, mit einem Kopf versehen sind, und der Block 1, welcher concave Einsenkungen zur Aufnahme der Nietköpfe hat, wird zwischen die Backen eingesetzt. Das Nietwerkzeug 2, das ebensolche Einsenkungen gegenüber den freien Enden der Niete besitzt, wird in die Kolbenstange D eingesetzt. Hierbei mufs die Füllplatte ebenfalls eingesetzt sein und ein Schlag des mit Werkzeug 2 versehenen pneumatischen Hammers wird sofort die anderen Nietköpfe anstauchen; Bei einzelnen Arbeitsverrichtungen und besonders beim Nieten kann das Werkzeug nicht auf der Unterlagplatte ruhen und es wird daher nöthig, Vorrichtungen gegen etwaiges Drehen des Werkzeuges zu treffen. Eine solche Vorrichtung zeigen Fig. 2 und 4 in einem Arm 3, der an der Kolbenstange aufgehängt ist und einen Kopf 4 hat, welcher in einer Nuth 5 der Unterlagplatte unter der Kolbenstange geführt wird.
In Fig. 6. ist das Schweifsverfahren in einem einfachen Beispiel gezeigt, nämlich an einem geraden Stab 6 ein kurzes Stück 7 anzuschweifsen, anstatt das Ende des Stabes aufzustauchen, was, wie bekannt, häufig gethan wird. Zum Zweck des Schweifsens wird die Füllplatte G abgenommen, entsprechende Gesenke 8 und 9 werden zwischen den Backen angebracht, eine Backe wird festgelegt, während die andere eingerichtet wird, um sich pneumatisch hin und her zu bewegen. Das Werkzeug 10 wird an der Kolbenstange eingesetzt. Das Gesenk 8 ist an der verstellbaren ■ Backe angebracht und hat eine Verlängerung am hinteren Ende, welches den Schlag des pneumatischen Hammers 10 aufnimmt. Die hin- und hergehende Backe und der pneumatische Hammer werden nun abwechselnd gehandhabt, um Schläge auf die zwei Metallstücke auszuüben, welche natürlich auf entsprechende Temperatur erhitzt sein müssen und durch die Einwirkung der beiden Werkzeuge, in sehr kurzer Zeit geschweifst werden.
Es ist aus dem Vorstehenden ersichtlich, dafs im Rahmen der Erfindung eine Menge Vorrichtungen und mancherlei Abänderungen in der Art und Folge der Handhabung und in der Formgebung der verschiedenen Theile und Vorrichtungen gebraucht werden können. Die Maschine kann zum Nieten irgend welcher Theile oder zur Verbindung von Theilen, zum Schweifsen von irgend welchen Stücken oder .zum Aufstauchen von Balkenenden, wie z. B. Querbalken für Wagengestelle oder Achsenstühle und vieler anderen Stücke benutzt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Maschine zum Biegen und Formen von Metall mit auswechselbaren Werkzeugen, bei welcher das zur Aufnahme der verschiedenen Werkzeuge dienende Hauptwerkzeug durch ein in Cylinder einströmendes Druckmedium gegen und von einem Widerlager hin- und herbewegt wird, dadurch gekennzeichnet, dafs einerseits der Cylinder (C), in welchem die mit dem Hauptwerkzeug versehene Kolbenstange (DJ angetrieben wird, mit einem zweckmäfsig unter der Grundplatte der Maschine angeordneten Behälter (VJ durch Zuführungsleitungen (x y % und f) in Verbindung steht und Auspuffleitungen (a und c) besitzt, in welche Hähne (b d und gj zur Regelung des Luftstromes eingeschaltet sind, während andererseits durch die Kolbenstange (RJ eines zweiten Cylinders (QJ vermittelst des Hebels (S) Formbacken (H), welche unabhängig von einander durch Schrauben (L) gegen einander verstellbar in der Bahn des Hauptwerkzeuges unweit des Widerlagers angebracht sind, bewegt werden, indem der Cylinder (QJ durch Rohrleitung (kj ebenfalls mit dem Behälter (V)
    und durch Rohrleitung (n) mit denjenigen des Cylinders (C) verbunden ist, wobei desgleichen Hähne (I und o) vorgesehen sind, — das Ganze zu dem Zweck, die Arbeitscylinder (C und Q) durch plötzliche oder allmähliche Oeffnung bezw. Schliefsung der entsprechenden Hähne so zu steuern, dafs die mit denselben in Verbindung stehenden Werkzeuge sowohl hammerartig als auch nur pressend zur Wirkung gebracht werden können.
    Eine Ausführungsform der Maschine nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen drehbaren Hebel (i) am hinteren Ende des Cylinders (C), welcher mit dem Hahn (d) durch eine Stange (Vj,) derart verbunden ist, dafs derselbe durch die Rückwärtsbewegung der sich durch beide Cylinderdeckel erstreckenden Kolbenstange (D) gedreht wird, zu dem Zweck, den Hahn (d) selbstthätig zu öffnen.
    Eine Ausführungsform der Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet,, dafs die eine oder die andere der Formbacken (H) von ihrer Stellschraube (L) abnehmbar ist und von der anderen oder gegen die andere dafs die Grenze des Schlages
    Formbacke durch ein in den zweiten Cylinder (Q) einströmendes Druckmedium abwechselnd mit dem Hammer- bezw. Hauptwerkzeuge hin- und herbewegt wird.
    4. Eine Ausführungsform der Maschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dafs der Hebel (S), durch welchen eine der Formbacken (H) hin- und herbewegt wird, verstellbar mit dieser Formbacke so verbunden ist,
    dadurch bestimmt werden kann.
    5. Eine Ausführungsform der Maschine nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dafs die Formbacken (H) mit ihren Enden nach dem Hauptwerkzeuge zu mit auswechselbaren, drehbaren oder nicht drehbaren Eckstücken versehen sind.
    6. Eine Ausführungsform der Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs eine die Prefsform abschliefsende Platte (G) in dem Widerlager (E) dem Hauptwerkzeug gegenüber vorgesehen ist, welche abgenommen werden kann, um das zwischen den Formbacken (H) gehaltene Werkstück bei gewissen Arbeitsverrichtungen über das Widerlager vorstehen zu lassen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2693842A (en) * 1947-09-16 1954-11-09 Houdaille Hershey Corp Evaporator forming machine

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US2693842A (en) * 1947-09-16 1954-11-09 Houdaille Hershey Corp Evaporator forming machine

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