DE119464C - - Google Patents
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- DE119464C DE119464C DENDAT119464D DE119464DA DE119464C DE 119464 C DE119464 C DE 119464C DE NDAT119464 D DENDAT119464 D DE NDAT119464D DE 119464D A DE119464D A DE 119464DA DE 119464 C DE119464 C DE 119464C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H05—ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H05B—ELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
- H05B3/00—Ohmic-resistance heating
- H05B3/60—Heating arrangements wherein the heating current flows through granular powdered or fluid material, e.g. for salt-bath furnace, electrolytic heating
Landscapes
- Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
: Bei elektrischen Schmelzöfen, namentlich bei solchen für die Herstellung von Carbid, bietet
die Stromzuführung infolge der grofsen Stärke der zur Verwendung gelangenden Ströme
nicht unerhebliche Schwierigkeiten, so dafs es wünschenswerth erscheint, die Zahl der Zuleitungen
möglichst zu beschränken. Dieses wird nach der vorliegenden Erfindung dadurch
erreicht, dafs mehrere Reaktionsherde in einem Ofen hinter einander geschaltet werden, wobei
blanke Kohlenelektroden ohne jede Verbindung mit Metallen die Stromleitung von dem einen
zum nächsten Herde vermitteln. Elektrische Schmelzöfen mit mehreren Reaktionsherden sind
zwar bereits vorgeschlagen worden, dieselben waren jedoch stets in der Weise angeordnet,
dafs die Reaktionsherde parallel geschaltet wurden, so dafs jeder derselben eine besondere
Stromzuführung von der Maschine oder der den Ofen speisenden Hauptleitung erhalten
mufste. Demgegenüber besteht das Wesentliche der vorliegenden Anordnung darin, dafs
die einzelnen Reaktionsherde in einem Stromkreis hinter einander geschaltet werden, wodurch
die Anordnung directer Stromzuführungen von der Maschine zu den mittleren Elektroden
in Wegfall kommt. Die Elektroden wirken hierbei entsprechend' den doppelpoligen Elektroden
in der Elektrolyse.
Da das in der Carbidfabrikation verwendete Kokskalkgemisch bei gewöhnlicher Temperatur
nicht leitet, so werden zweckmäfsig innerhalb der Beschickung zwischen den mit der Stromquelle
verbundenen Endelektroden Kohlenklötze mit ihrer Längsachse parallel zu den Stromlinien
eingebettet, so dafs deren Stirnseiten einen für den Reaktionsherd passenden gegenseitigen
Abstand besitzen. Der Zwischenraum zwischen den Elektroden wird mit dem Kokskalkgemisch
gefüllt, wobei auch die Elektroden von demselben ganz bedeckt werden.
Die Erhitzung des Ofens wird am besten dadurch eingeleitet, dafs man zwischen den
einander in der Richtung der Stromlinien zugekehrten Enden zweier Kohlenklötze in bekannter
Weise einen kleinen Widerstand, z. B. ein Kohlenstäbchen, einschaltet, das beim Stromdurchgang
erhitzt wird, die Wärme dem ihm benachbarten Theil der Beschickung mittheilt
und diese dadurch leitend macht. Im weiteren Verlauf , des Processes sind diese Widerstände
überflüssig und können durch Zerstören entfernt werden.
Der Ofen theilt sich nun von selbst entsprechend dem Widerstand der verschiedenen
Abschnitte
ι. in Reaktionsherde für Calciumcarbid mit sehr hoher Temperatur zwischen den Kohlenelektroden,
2. in verhältnifsmäfsig kühlere Abschnitte längs den Kohlenelektroden.
Auch nach längerem Betriebe beschränken sich die höchsten Temperaturen auf die Stellen
zwischen den Kohlenelektroden in der Richtung der Stromlinien, wenigstens oberhalb der Elektroden.
Längs der Kohlenelektroden bleibt das Kokskalkgemisch so kühl, dafs es nicht leitend
wird; die Auflage der Elektroden auf nicht
leitenden Stoff in der nachbeschriebenen Weise verhindert den Stromdurchgang unterhalb der
Elektroden, so dafs der ganze Strom gezwungen ist, seinen Weg ausschliefslich durch die Kohlenelektroden
und die Reaktionsherde zunehmen.
Der hohen Temperatur in der Umgebung der Bildungsstelle des Carbids widersteht Kohle,
Es ist daher bei wagerechter Anordnung der Elektroden vortheilhaft, die Reaktionsherde
zwischen zwei einander zugekehrten Elektrodenenden gegen den Boden durch eine
Kohlenplatte abzuschliefsen, die sich in entsprechender Entfernung unter den erwähnten
Elektroden befindet und selbst als Zwischenelektrode wirkt. Die höher gelegenen Elektroden
werden zweckmäfsig durch eine Stütze aus nicht leitendem Stoff in ihrer Lage festgehalten.
Die beiliegende Zeichnung veranschaulicht eine Ausführungsform des Schmelzofens.
Auf einem Sockel α aus feuerbeständigem Stoff sind die Elektroden in zwei Reihen angeordnet.
Die eine Reihe von Elektroden r, s, t liegt unmittelbar auf dem Boden α auf. . Ueber
derselben ist die zweite Reihe von Elektroden m, nyo,p derart angeordnet, dafs jede Elektrode
der unteren Reihe unterhalb des Zwischenraums zwischen je zwei Elektroden der oberen
Reihe liegt. Die Elektroden der oberen Reihe werden durch Klötze c, d getragen.
Der Strom wird durch die Endelektroden m und ρ dem Ofen zugeführt, die Elektroden η
und ο wirken hierbei als Zwischenelektroden.
Der ganze Ofen wird mit dem Kokskalkgemisch bis über die Elektroden angefüllt.
Der Strom nimmt bei Inbetriebsetzung des Ofens den durch die Pfeile angedeuteten Weg,
indem er aufser den Kohlen alles Material, das er durchfliefst, über Weifsglut erhitzt. Das
gewonnene flüssige Calciumcarbid kann ■ durch geeignet angebrachte Oeffhungen abgelassen
werden.
Der vorbeschriebene Schmelzofen ist sowohl für Gleichstrom, wie für ein- oder mehrphasigen
Wechselstrom verwendbar.. Bei Gleichstrom oder einphasigem Wechselstrom dienen nur die beiden Endelektroden m und ρ als
Stromzuführung, bei Mehrphasenströmen kann der Strom aufser den Endelektroden auch
passenden Zwischenelektroden zugeführt werden, z. B. bei Dreiphasenstrom den Elektroden η
und o, bei Zweiphasenstrom der Bodenelektrode s.
In gleicher Weise kann der neue Schmelzofen Anwendung finden., auf alle elektrischen
Schmelzprocesse, bei welchen das der Reaktion unterworfene Material erst bei so hohen Temperaturen
leitend wird, dafs sich die durch Widerstandserhitzung eingeleitete Reaktion nicht
weit über den ursprünglichen Herd ausdehnt.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche:ι . Elektrischer Schmelzofen mit mehreren von • einander getrennten Reaktionsherden, dadurch gekennzeichnet, dais man in das Schmelzgut zwischen die den Strom zu- und abführenden Endelektroden, in der Richtung der Stromlinien mit ihrer Längsachse parallel zu diesen angeordnete Kohlenstücke bettet, deren Stirnseiten passenden gegenseitigen Abstand besitzen, so dafs sich zwischen denselben in bekannter Weise durch einen Erhitzungswiderstand die Reaktion einleiten läfst.
- 2. Eine Ausführung des Schmelzofens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dafs die Elektroden in zwei zu einander parallelen, über einander liegenden Reihen angeordnet sind, in der Weise, dafs die Elektroden der einen Reihe dem Zwischenraum zwischen je zwei Elektroden der anderen Reihe entsprechen.
- 3. Ein elektrischer Schmelzofen nach Anspruch 1 zum Betriebe mit Zwei- oder Mehrphasenströmen, dadurch gekennzeichnet, dafs man den Strom aufser den Endelektroden einer bezw. mehreren geeigneten Mittelelektroden zuführt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE119464C true DE119464C (de) |
Family
ID=388595
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT119464D Active DE119464C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE119464C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1059130B (de) * | 1955-03-11 | 1959-06-11 | Union Carbide Corp | Elektrischer Widerstandsofen |
-
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|---|---|---|---|---|
| DE1059130B (de) * | 1955-03-11 | 1959-06-11 | Union Carbide Corp | Elektrischer Widerstandsofen |
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