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Einrichtung zur Messung und Überwachung des Salzgehaltes von temperaturveränderlichen
Lösungen Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur Messung und Überwachung
des Salzgehaltes von temperaturveränderlichen Lösungen mittels einer in die Lösung
eintauchenden Leitfähigkeits-Meßstelie, deren Elektroden in Serie mit einem Stromstärke-Meßinstrument
an eine konstante Spannungsquelle angeschlossen sind. Bei derartigen Einrichtungen
spricht eine Alarmvorrichtung an, wenn der Salzgehalt einer Flüssigkeit einen bestimmten
Wert erreicht.
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Anzeigevorrichtungen und Alarmsysteme überwachen Tag und Nacht, Jahr
um Jahr Destillationseinrichtungen, um zu verhindern, daß Salzwasser in die Kessel
rohre von Dampfmaschinenanl agen eintritt. Die Alarmvorrichtung muß sofort ausgelöst
werden, wenn der Salzgehalt einen bestimmten Wert erreicht. Mit der Alarmvorrichtung
läßt sich ein Steuer system koppeln, so daß unerwünschtes Wasser, dessen Maximalwert
an Salz oder festen Chloriden überschritten ist, sofort abgeführt wird. Derartige
Anzeigevorrichtungen und Alarmsysteme sollen möglichst genau und zuverlässig bei
dauerndem Gebrauch arbeiten.
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Die Erfindung besteht darin, daß parallel zu den Elektroden ein in
Serie mit einem festen Widerstand liegender, ebenfalls in die Lösung eintauchender
Widerstand mit negativen Temperaturkoeffizienten geschaltet ist, dem seinerseits
ein Spannungsteiler parallel geschaltet ist, zwischen dessen Abgriff und dem Endanschluß
des festen Widerstands eine von der Temperatur der Lösung unabhängige und nur von
der Leitfähigkeit der Lösung beeinflußte Spannung steht, die als Speisespannung
einem spannungsempfindlichen, mit einer Alarmvorrichtung verbundenen Grenzwertschalter
zugeführt wird.
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Durch die Erfindung wird das obenerwähnte Alarmsystem zu einem einheitlichen
System kombiniert, und die Alarmvorrichtung wird bei einer bestimmten Salzgehalteinstellung
ausgelöst, unabhängig von Temperaturänderungen der Flüssigkeit in einem Temperaturbereich
von 4,5 bis 1200 C.
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Die elektrische Leitfähigkeit des Wassers ist derart, daß sie bei
Temperaturanstieg zunimmt und aufgetragen eine logarithmische Kurve darstellt. Umgekehrt
nimmt die Leitfähigkeit des Wassers ab, oder der Widerstand nimmt zu, wenn die Temperatur
ab sinkt, vorausgesetzt der Salzgehalt blieb konstant. Da das vorliegende System
auf der Messung des Salzgehaltes in Werten der Leitfähigkeit beruht, müssen Änderungen
der Leitfähigkeit, die auf Änderungen der Temperatur zurückzuführen sind, ausgeschaltet
werden. Das vorgeschlagene System bewirkt die erforderliche Beseitigung der Leitfähigkeitsänderungen,
die durch Temperaturänderungen herbeigeführt werden.
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Bei der erfindungsgemäßen Alarmvorrichtung kann der Wert, bei dem
der Alarm ausgelöst wird, von Hand in Bezug zu einer kalibrierten Skala eingestellt
und, falls erforderlich, später geändert werden, ohne daß die Genauigkeit der Ablesung
oder des Punktes, an dem der Alarm ausgelöst wird, beeinträchtigt wird.
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Das erfindungsgemäße System erfordert nur einfachs zuverlässige elektrische
Schaltungen, die keine teuren Transformatoren oder unzuverlässige und komplizierte
elektronisohe Schaltkreise umfassen, die hohe Wartungskosten haben und wertlos werden,
wenn Röhrenschäden auftreten, was verhältnismäßig häufig vorkommt. Derartige elektronische
Schaltungen sind auch deshalb unbefriedigend, weil sie nicht stabil sind auf Grund
der Änderungen der Röhreneigenschaften bei zunehmendem Alter oder verschiedener
Röhreneigenschaften, die durch Auswechseln von Röhren bedingt sind.
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Das erflndungsgemdße Alarmsystem arbeitet außerordentlich präzise,
da die Ablesungen und die Auslösung des Alarms unabhängig von Änderungen in der
Spannung und in der Frequenz erfolgen.
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Außerdem ist es billig herzustellen, d. h. sowohl hinsichtlich des
erforderlichen Materials als auch hinsichtlich der Montage. Dadurch sind auch die
allgemeinen Überwachungskosten niedrig. Diese fertigungstechnischen Fortschritte
sind erreicht worden, ohne daß die Genauigkeit und die Zuverlässigkeit des Systems
geopfert oder beeinträchtigt ist.
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Das erfindungsgemäße Alarmsystem kann gleichzeitig mehrere Zellen
enthalten, wobei ein einziges Meßinstrument verwendet wird, wobei Einrichtungen
vorgesehen sind, mit denen Ablesungen an irgendeiner ausgewählten Zelle durchgeführt
werden können, ohne dadurch die Alarmschaltung für irgendeine der anderen Zellen,
die dem System angeschlossen sind, zu stören.
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Die Erfindung wird nun an Hand in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele
näher erläutert.
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F i g. 1 zeigt den Grundschaltplan des elektrischen Systems bei Verwendung
einer Zelle; F i g. 2 ist ein Schaltdiagramm, das die Verwendung der Erfindung für
mehrere Zellen zeigt, wobei die Figur in drei Teile unterteilt ist, die der Übersicht
wegen mit F i g. 2a, 2b und 2c bezeichnet sind.
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In F i g. 1, die die Grundschaltung zeigt, mit der die obenerwähnten
außerordentlich wertvollen Ergebnisse erzielt werden, zeigt die Schaltung in stromlosem
Zustand, und die Bezugszeichen 5 und 7 bezeichnen Leiter, die mit einer Wechselspannungsquelle,
beispielsweise von 115 V und 60 Hz verbunden sind. Eine die Spannung regelnde Röhre
VR ist in den Leiter 5 in Serie eingeschaltet. Die Röhre VR dient dazu, die Alarmgenauigkeit
von Stromschwankungen unabhängig zu machen. Wenn jedoch die Eingangsspannung konsatant
ist, kann diese Röhre wegfallen. An Stelle der Röhre und des nicht regelbaren Transformators
kann ein Transformator für konstante Spannung verwendet werden. TR ist ein Isoliertransformator,
von dessen Sekundärseite ein Leiter 9 ausgeht, der an dem Punkt C mit einem Leiter
11 verbunden ist, an dessen einem Ende eine Elektrode 13 zweier Elektrodenl3,15
befestigt ist, die ein Teil der Leitfähigkeitszelle darstellen und in einem bestimmten
Abstand zueinander in die Flüssigkeit, deren Salzgehalt gemessen werden soll, eingetaucht
werden.
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Der Leiter 11 geht über den Anschlußpunkt C hinaus und ist an dem
Anschluß X mit einem Leiter 17 verbunden, der mit einem Thermistor R3 verbunden
ist, der selbstverständlich in der Leitfähigkeitszelle untergebracht ist, so daß
er in unmittelbar thermischer Nachbarschaft mit dem Wasser ist, dessen Wi*and sich
rríit der Temperatur ändert.
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Zwei Widerstände R6 und R7 liegen in Serie in einem Kreis parallel
zum Thermistor R3, und zwar einmal vermittels eines Leiters 19, der mit dem Anschlußpunkt
X und mit dem Leiter 17 verbunden ist, und einmal vermittels eines Leiters 21, der
über den Anschlußpunkt V mit einem Leiter 23 verbunden ist, der wiederum mit dem
Thermistor R3 verbunden ist.
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Ein Leiter 25 geht von dem Anschlußpunkt Z zwischen den beiden Widerständen
R6 und R7 aus und verbindet diese mit einem Relais R über Leiter 31, einem Gleichrichter
33 und ein Relais R rnit einem drahtgewickelten linearen Potentiometer veränderlichen
Widerstandes R8 über einen Leiter 35.
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Der Widerstand R8 ist mit dem Widerstand R9 über einen Leiter37 verbunden
und mit dem Anscilußpunkt Y vermittels eines Leiters 39. Ein Widerstand R10 ist
parallel zum Relais R geschaltet, damit eine größere Relaisstabilität gegen Vibrationen
und Stromschwankungen erzielt wird. Der Widerstand R10 ist über Leitungen 41 und
43 in die Schaltung einbezogen.
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Eine Leitung 45 ist bei 47 mit dem Leiter 19 verbunden und bei 49
rnit dem Leiter 29. In der Leitung 45 liegt ein Druckschalter S. Der Zweck des Druck-
schalters
wird weiter unten besohrieben. Die Anschlußpunkte V und Y werden durch einen Leiter
51 verbunden, in dem der Widerstand R4 liegt.
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Das Relais R besitzt eine Kontaktfeder 53, die durch eine Feder 55
belastet ist und den Alarmkreis emschließlich einer Glocke BL oder einem anderen
Signalgerät, welches in den einen Leiter 59 der Leiter 57 und 59 geschaltet ist,
schließt, Die Stromquelle für die Glocke ist durch die Leiter 57 und 59 angeschlossen.
Das Meßinstrument ist ein Leistungsmesser und wird zum Messen eines Stromverhältnisses
verwendet. Es mißt weder den Leistungsfaktor noch die Phasenlage. Der Schaltkreis
des Meßinstrumen,tes enthält LeitungenA und B für seine Feldspule61, deren Anschlußleitungen
mit einer getrennten Sekundärwicklung des Transformators TR durch die Leiter 63
bzw. 65 verbunden sind. Das Meßinstrument enthält zwei innere Luftspulen 67 und
67A, die mechanisch mit einem Zeiger 69 und magnetisch mit der Feldspule 61 verbunden
sind, so daß ein Drehfeld entsteht. Dadurch werden die Luftspulen 67 und 67A so
lange in Drehung versetzt, bis ein statischer Punkt erreicht ist, bei dem die magnetischen
Kraftlinien der Rotor- und Feldspulen keine Drehung mehr bewirken. Dieser Punkt
ist durch die Lage des Zeigers 69 in Bezug zu der kalibrierten Skala bestimm,t.
Es ist zu erkennen, daß die Richtung der Drehung durch die relative Strommenge in
den Spulen 67 und 67A bestimmt wird. Eine Eingangsleitung 1 ist über den Leiter
71 und den Strombegrenzungswiderstand R 2 mit der ElektrodelS verbunden. Die Eingangsleitung
1 ist ferner über die beiden Leiter 75 und 73 mit den beiden Luftspulen 67 und 67A
verbunden. Eine Eingangsleitung 2 ist mit der Anschlußstelle Y des Thermistorkreises
durch den Leiter 77 verbunden, mit der Luftspule 67 und weiterhin mit der Luftspule
67A vermittels der Leiter 79, 75 und 73, wobei die Luftspule 67A durch einen Leiter
81 mit einem Widerstand R5 verbunden ist, der wiederum mit einer Anschlußleitung3
des Meßinstrumentes verbunden ist.
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Die Anschlußleitung 3 ist durch den Leiter 83 mit dem Transformator
verbunden. Falls mehr als eine Zelle verwendet wird, aber nur ein Meßinstrument,
so wird eine Schalteinrichtung verwendet, mit der das Meßinstrument von Zelle zu
Zelle weitergeschaltet wird, indem die Eingangsleitungen 1 und 2 jeweils der Zellenschaltung,
die abzulesen ist, angelegt werden. Für die anderen Stellun,gen, die nicht in der
Meßstellung sind, werden zwei Widerstände als Ersatz für die entsprechenden Meßgerätsimpedanzen
zwischen den Eingangsleitungen 1 und 3 und zwischen 2 und 3 ausgeschaltet. Auf diese
Weise werden die Alarmvorrichtungen immer bei jeder Zelle belassen und durch die
Anlegung oder Wegnahme des Meßinstrumentes nicht berü,hrt.
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Ausgezeichnete und genaue Ergebnisse sind durch Schaltelemente mit
den folgenden ungefähren Werten erhalten worden. Diese Werte sind nur beispielsweise
angegeben und sollen keine beschränkende Wirkung haben.
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R2 ............... 400 # R4 ............... 1 000 # R5 ...............
1 625 # R6 ............... 3 000 # R7 ............... 8 500 # R9 ... 20 000 Q R
10 ... 20 000 Q
Es sind vorgesehen ein »The-rTnistorkreis« XVY,
ein »Alarmrelaiskreis« ZWY und ein »Zellenkreis« CAQ.
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Löst das Alannsystem ein Warnsignal aus, wenn der Salzgehalt des
Wassers einen bestimmten Wert erreicht, arbeitet das System in folgender Weise.
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R 6 und R 7 sind parallel zum Thermistor gesshaltet, so daß eine
Teilspannung zwischen X-V abgegriffen wird, die der Spannung an R4 zwischen den
Punkten V-Y zugeführt wird. Somit wird die dem AlarmrelaiskreisZY zugefiibrte Spannung
teilweise sowohl von dem Thennistor R 3 und dem Widerstand R 4 abgenommen. Aus Berechnungen
und Versuchen hat sich ergeben, daß für die besten Ergebnisse R 7 ungefahr 226/o
der Summe von R6 und R7 betragen sollte. Dieser Wert erzeugt eine Spannung zwischen
Z und Y, die sich nicht merklich ändert, wenn der Temperaturbereich des zu prüfenden
Wassers in der Nähe des Thlermistors sich zwischen 4,5 und 1200 C ändert bei irgendeinem
Salzgehalt. Damit ist die Spannung des Relais praktisch unabhängig von Temperaturänderungen
und wird nur durch Änderungen im Salzgehalt beeinflußt.
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Wenn die Wassertemperatur zunimmt, nimmt der Widerstand des Thermistors
R 3, der in der Zelle in unmittelbarer wärmeaustauschender Nachbarschaft mit dem
Wasssr liegt, ab und gestattet einen proportional größeren Stromdurchfluß in dem
Kreis XVY.
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Der Widerstandswert von R 4 ändert sich jedoch nicht. Die Spannung
am Thermistor oder an den Punkten X-V nimmt ab, und ein entsprechender Spannungsanstieg
tritt an R 4 oder zwischen V und Y auf. Die resultierende Summe erzeugt keine Spannungsänderungen
an XVY und demzufolge keine Änderungen an dem Alarmrelaiskreis ZWY, in dem das Relais
R liegt. Durch diese ausgleichende Funktionsweise der Zufügung und Wegnahme von
Spannungen innerhalb des XVY-Kreises durch Spannungsänderungen an dem Widerstand
R 3 (Thermistor) und dem festen Widerstand R 4 durch Temperaturänderungen werden
die gleichen Spannungen an dem Alarmrelaiskreis ZWY über den gesamten Temperaturbereich
aufrechterhalten bei allen Salzgehalten im Alarmbereich. Dadurch werden die Relaisspamungen
nur durch Stromänderungen auf Grund der Salzgehaltänderungen hervorgerufen, so daß
der Alarm nur ausgelöst wird bei zu hohem Salzgehalt.
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Die Alarmvorrichtung wird auch durch Frequenzänderungen nicht beeinträchtigt,
da der Relaiseingang einen Selengleichrichter besitzt, dessen Ausgangsspannung über
einen großen Frequenzbereich unverändert bleibt.
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Das Relais ist sehr empfindlich und hat eine hohe Eingangsimpedanz.
Ein vorgeschalteter Gleich richter gestattet den Betrieb an einer Gleichspannung.
Das Potentiometer R 8 ist einstellbar, so daß der Relaisstrom und der Spannungsabfall
an dem Relais R auf einen entsprechenden Salzgehalt eingestellt werden können, bei
dem das Relais den Alarm auslöst. R 9 ist ein laastwterstand, damit der Potentiometerwiderstand
auf einem Minimum gehalten werden kann und eine große Drehung der Skala zur Einstellung
des Alarmpunktes möglich wird. Die Impedanz des Alarmkreises ist ausreichend hoch,
damit irgendwelche Änderungen weder den Thermistorkreis noch die Relaisgenauigkeit
beeinträchtigen. Der Widerstand R 10 ist parallel zum Relais R geschaltet, wo-
durch
eine höhere Stabilität gegen Vibration und Stromschwankungen erzielt wird.
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Beim Messen eines Salzgehaltes 0 ist der Widerstand an den Elektroden
praktisch unendlich, während bei einem maximalen Salzgehalt der Widerstand in der
Größenordnung einiger 100 Q liegt. Die Schaltung ist so ausgelegt, daß bei niedrigen
Salzgehalten, wenn niedrige Salzgehalte wünschenswert und erforderlich sind, das
Zellenrelais R unter Strom ist und den Glockenkreis offen hält, so daß die Glocke
nicht läutet. Wenn bei irgendeiner Temperatur ein überhöhter Salzgehalt auftritt,
so wird der Widerstand an den Elektroden beträchtlich verringert. Diese liegen parallel
zu dem Thermistor und dem Widerstand R4 (Schaltung XVY), denn beide Kreise sind
innerhalb des Meßinstrumentes verbunden. Dadurch überbrückt der Kreis CAQ den KreisXVY.
Die Zellensohaltung wird den meisten Strom in der Schaltung XVY überbrücken, wodurch
sich der Strom in XVY verringern und der Strorniluß in CQ verstärken wird. Die Stromverringerung
in XVY bewirkt einen proportionalen Spannungsabfall an ZWY bis zu einem Punkt, an
dem die Federspannung der Kontaktfeder in dem Relais R die magnetische Kraft überwindet
und die Relaiskontakte schließt. Die Alarmglocke wird dadurch unter Strom gesetzt
und läutet. Die Auslösung der Kontaktfeder kann auf irgendeinen Salzgehalt durch
Drehen des Knopfes des Potentio meters R 8 (veränderlicher Widerstand) eingestellt
werden. Für irgendeine gewünschte Alarmspannung an ZWY bewirkt eine Änderung des
Widerstandes von R8 eine proportionale Änderung im Spannungsabfall an dem Relais
R und den Widerständen R 8 und R9. Demgemäß verringert eine Zunahme im Widerstand'
R 8 den Strom und den Spannungsabfall an dem Relais R und umgekehrt. Die kleinen
Änderungen im Widerstand von R8 innerhalb des hohen Gesamtwiderstandes des Kreises
ZWY haben keine Wirkung auf die Spannung oder den Strom in XVY und A Q. Deswegen
tritt kein Fehler bei der Ablesung des Meßinstrumentes auf. Eine Veränderung von
R8 von einem Ende seines Widerstandsbereiches zum anderen bewegt den Zeiger des
Meßinstrumentes nicht merklich. Ein Zeiger auf der Welle von R8 gleitet über eine
kalibrierte Skala, um eine genaue Alarmeinstellung zu ermöglichen. Diese Skala kann
auf der Potentiometerwelle verdreht und festgesetzt werden, damit eine konzentrische
Verschiebung möglich ist, die eine Kompensation verschiedener Relaischarakteristiken
gestattet.
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Dadurch, daß das Relais unter Strom ist, wenn ein zulässiger oder
niedriger Salzgehalt gemessen wird, wird ein weit zuverlässigeres System geschaffen,
welohes auch bei Zerstörung eines Schaltungselementes oder bei Stromausfall z. B.
beim Durchbrennen des Relais oder einer unterbrochenen Sekundärwicklung usw. den
Alarm auslöst. Hinsichtlich der Ablesung des Meßinstrumentes ändert sich der Widerstand
des Thermistors R 3 umgekehrt mit der Temperatur, so daß mehr oder weniger Strom
in der Spule des Meßinstrumentes, die mit der Leitung 2 verbunden ist, fließt, so
daß eine ähnliche Zunahme oder Abnahme des Stromes in der mit der Leitung 1 verbundenen
Spule des Meßinstrumentes ausgeglichen wird, die durch umgekehrte Änderungen im
Widerstand des Wassers zwischen den Elektroden auf Grund von Temperaturänderungen
bewirkt wird.
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Dieser Stromausgleich zwischen den Kreisen ermöglicht
die
gleiche Ablesung des Salzgehaltes und schaltet Fehler auf Grund von Temperaturänderungen
aus.
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Der Druckschalter S dient zum momentanen Unterstromsetzen des Relais
durch eine höhere Spannung, indem der Widerstand kurzgeschlossen wird und die volle
Spannung von XVY an ZWY gelegt wird, wobei die Spannung des ersteren Kreises höher
ist als die des letzteren. Dadurch wird die Kontaktfeder angezogen und der Glockenkreis
geöffnet. Falls der abgelesene Salzgehalt kleiner ist als die Einstellung der Alarmvorrichtung,
wird die Kontaktfeder angezogen bleiben, nachdem der Druckschalter losgelassen wird.
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Ist die Ablesung des Salzgehaltes höher, wird die Kontaktfeder nach
Loslassen des Druckschalters wieder abfallen, und die Glocke wird weiterläuten.
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Dieser Schalter ist erforderlich, da es praktisch unmöglich ist, das
Relais so auszubilden, daß die Differenz zwischen Anzugs- und Abfallspannung Null
oder vernachlässigbar ist. Daraus folgt auch, daß die Relaisarmatur nicht angezogen
wird, um das Läuten zu unterbrechen, wenn sich der Salzgehalt von einem oberhalb
der Einstellung der Alarmvorrichtung liegenden Wert auf einen Wert eben unterhalb
der Alarmeinstellung verringert. Durch Kurzschließen von R6 durch den Druckschalter
wird eine viel höhere Spannung vurübergehend an das Relais angelegt, wodurch das
Anziehen der Armatur bewirkt wird. Danach wird in dem angenommenen Fall die normale
Relaisspannung die Armatur festhalten.
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Ohne diesen Schalter würde erst bei einem sehr viel niedrigeren Salzgehalt
der Alarm unterbrochen, was unnötigen Zeitaufwand und Mühe kostet, da das Bedienungspersonal
annehmen würde, daß ein Fehler zwischen der Alarmeinstellung und der Ablesung des
Meßinstrumentes besteht, was aber nicht der Fall ist, da in Wirklichkeit die Differenz
nur in dem Unterschied zwischen Anzug und Abfall der Kontaktfeder liegt, wenn sich
die Arbeitsweise des Relais umkehrt.
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Die Widerstände R2 und R4 sind so ausgewählt, daß eine nichtlineare
oder logarithmische Skalenablesung erzielt wird, d. h., bei niedrigen Salzgehaltwerten
ist die Skala anseinandergezogen und bei hohen Werten zusammengedrängt. Nur die
niedrigen Ablesunge in dem Arbeitsbereich sind von Bedeutung, während ale hohen
Werte selten vorkommen, so daß dieser Skalenbereich nur zur Information und Übersicht
dient.
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In F i g. 2 der Zeichnung ist beispielsweise eine abgeänderte Schaltung
der F i g. 1 dargestellt, und zwar für die Verwendung mehrerer Zellen zusammen mit
einer Schalteranordnung. Obgleich F i g. 2 die Erfindung an sechs Zellen darstellt,
kann sie auch gleichermaßen für eine größere oder geringere Anzahl von Zellen verwedet
werden.
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Bei der Beschreibung der Schaltung nach F i g. 2 werden für ähnliche
Teile die gleichen Bezugszeichen verwendet wie bei der Beschreibung der F i g. 1.
Die Schaltung nach F i g. 2 ist im stromlose Zustand gezeigt.
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In F i g. 2 ist ein System dargestellt, welches sechs Leitfhigkeitszellen
C1, C2, C3, C4, C5 und C6 aufweist, die mehr oder weniger schematisch dargestellt
sind mit Ausnahme der Zelle C3, bei der die Elektroden 13 und 15 und der Thermistor
R3 gezeigt sind. Der Schaltkreis der Zelle C3 wird ausführlich beschrieben. Alle
Zellenkreise sind ähnlich. Die Bezugszeichen 5 und 7 bezeichnen Leiter, die die
Ver-
bindung zwischen einer elektrischen Spannungsquelle, beispielsweise von 115V
und 60 Hz, in Form der Primärwicklung eines Isoliertransformators TR herstellen.
Eine Röhre VR zur Spannungsregelung ist in Serie zur Leitung 5 eingeschaltet.
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Jede der Leitfähigkeitszellen kann in die zu messenden Flüssigkeiten
eingetaucht werden, wobei eine Zelle an einer Meßstelle liegt und eine andere an
einer anderen Meßstelle. Bezugnehmend auf Zelle C3 ist zu erkennen, daß die Elektrode
13 in die Schaltung durch den Leiter 11 einbezogen ist, der die Elektrode mit zwei
Widerständen R6 und R7, welche in Serie liegen, verbindet. Der Thermistor R3 ist
mit dem Leiter 11 bei 85 verbunden und liegt parallel zu den Widerständen R6 und
R7 über dem Leiter 19 und 19'. Ein weiterer Widerstand R4 ist an dem Anschlußpunkt
87 mit dem Leiter 19 verbunden und an seinem anderen Ende mit einem drahtgewickelten
Potentiometer R8, das mit seinem anderen Anschluß mit der Wicklung eines empfindlichen
Alarmrelais R verbunden ist. Der andere Anschluß des Relais ist über den Leiter
89 mit einem Druckschalter SW5 verbunden, der für jede Zelle einen Kontakt besitzt.
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Die Schaltung führt über den Schalter SW5 und die Leitung 91 hinaus
zur Sekundärwicklung des Isoliertransformators TR, und eine Leitung 93 führt von
dem anderen Ende der Sekundärwicklung zu der Eingangsleitung 3 des Meßinstrumentes
M, welches oben bereits beschrieben wurde. Ein veränderlicher Widerstand R18 ist
parallel zu den Leitern 91 und 93 geschaltet. Der Leiter 95 ist mit der Eingangsleitung
1 des Meßinstrumentes M und mit dem Widerstand R2 verbunden, der durch den Leiter
97 mit einem Anschluß des Druckschalters SW2 verbunden ist, damit die Schaltung
zur Ablesung eines festen Wertes auf einer Skala geprüft werden kann, um sicherzustellen,
daß die Schaltung ordnungsgemäß arbeitet. Die Widerstände R11 und R12 sind Blindlastwiderstände
und bestimmen den abgelesenen Wert. Der Widerstand R11 kann verändert werden, damit
er mit dem erforderlichen Ablesewert übereinstimmt. Dieser Wert kann zahlenmäßig
0,261 ppm oder 1,0 g Salz/ 3,8 cbm betragen. Ein Kontakt des Schalters SW2 ist über
den Leiter 127 mit einem Anschluß der Ebene C des Schalters SW (der noch beschrieben
werden wird) verbunden. Ein Leiter 129 führt von dem Leiter 127 zu einer Anschlußleitung
des Schalters SW2. Die Widerstände R11 und R12 sind an dem Punkt 99 durch den Leiter
101 mit dem Leiter 91 verbunden.
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Ein weiterer Widerstand R13 ist durch den Leiter 102 mit dem Schalter
SW2 und dem Leiter 103 verbunden, wobei der Leiter 103 den Anschluß 3 des Meßinstrumentes
mit der Ebene D eines Drehschalters SW1 verbindet, der vier Ebenen A, B, C, D besitzt.
Der Schalter SW2 ist durch die Leitung 105 mit der Ebene A verbunden, während der
Kontakt 3 der Ebene A mit der Leitung 107 durch den Leiter 109 und mit der Elektrode
15 durch den Leiter 111 verbunden ist. In der Schaltung ist eine Anzeigelampe LR1
enthalten, die durch das Relais R gesteuert wird, ähnlich wie bei einer Transformatoralarmanlage.
Die Lampe LR1 gibt ein optisches Signal, wenn der Salzgehalt der Flüssigkeit an
der Zelle C3 einen bestimmten Wert erreicht hat. Die eine Seite der Primärwicklung
von LR1 ist mit dem Relais R über den Leiter 111' verbunden, während die andere
Seite der Primärwicklung über den Leiter 112 mit einer Anschlußleitung eines Schalters
SW3 verbunden
ist, durch den die Glocke abgeschaltet werden kann.
Die andere Seite des Schalters SW 3 ist über den Leiter 141 mit dem Alanasteuerrelais
RS verbunden. Eine weitere Leitung des Schalters SW3 ist über den Leiterll4 mit
der Primärwicklung eines Transformators für die Lampe LR 2 verbunden, während die
andere Seite der Primärwicklung über den Leiter 139 mit dem Leiter 135 verbunden
ist, der mit dem Relais R verbunden ist und sich zwischen diesem und der Leitung
137 erstreckt, die mit dem einen Ende an die Stromversorgungsleitung angeschlos
sen ist.
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Das Alarmsteuerrelals RS liegt in dem Leiter 141 zur Alarmlampe.
Parallel zur Spule des Relais ist ein fester Widerstand R14 angeordnet, der so bemessen
ist, daß an ihm ein solcher Spannungsabfall auftritt, damit das Relais, als Folge
des Stromes einer Lampe, erregt wird, so daß die Glocke läutet. Irgendwelche Einschaltung
weiterer Lampen bewirkt eine Erhöhung der Spannung, die jedoch keine Auswirkung
mehr besitzt, da das Relais bereits unter Strom ist. Eine Rückkopplung tritt nicht
auf, da dieses Relais nicht mit einbezogen ist, sondern nur die Spule, die allen
Lampen gemeinsam ist.
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Wenn der Schalter SW3 in der »Glocke-eingeschaltet« -Stellung ist
(das Relais R ist wieder stromlos), wird die Schaltung bei hohem Salzgehalt über
den Leiter 141 mit dem Alarmsteuerrelais R 1 verbunden, so daß demselben und damit
auch über die Kontakte 143 bis 145 der Alarmglocke B1 Strom zugeführt wird, wodurch
diese in Tätigkeit tritt. Der Strom fließt auch durch die Leiter 147, 149, 151 und
153 zum Leiter 5.
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Bei niedrigem Salzgehalt ist das Relais CR 1 erregt.
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Über den Leiter 155 wird das Ableserelals DR ebenfalls erregt, so
daß es angezogen bleibt und damit auch das elektromagnetische Ventil V über den
Leiter 156 unter Strom steht und geschlossen ist. Die Glocke und die Lampe LR 1
sind stromlos, wenn DR über den Leiter 155 mit Strom versorgt wird. Die gemeinsame
Verbindung von DR erhält über den Leiter 158 Strom und führt über den Leiter 107
zur Strom versorgung. Ist das Relais DR stromlos, werden die Blitzvorrichtung FL
und die Lampe LR 1 über den Leiter 159, Schalter SW4 und Leiter 160 betrieben.
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Wenn die Anzeigevorrichtung für den Salzgehalt ausfällt, wird der
SchalterSW4 durch Hand betätigt, um Wasserverlust zu vermeiden. Wenn SW4 für Handbetätigung
geschaltet ist, leuchtet die Lampe LR 3 auf, um diese Situation anzuzeigen. Die
bes schriebene Relais- und Alarmschaltung gestattet die Verwendung von nur einer
Glocke zur Erzeugung eines akustischen Alarmsignals für irgendeine oder alle Zellenstellungen,
wenn ein übermäßig hoher Salzgehalt vorhanden ist. Sie kann auch für irgend eine
Zelle arbeiten, ohne daß irgendwelche elektrischen Rückwirkungen auftreten, die
auch jene Lampen aufleuchten lassen, die mit solchen anderen Alarmzellen verbunden
sind, an denen keine Alarmbedingungen herrschen.
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SW1 ist ein Wählschalter mit Ebenen A, B, C und D, der mehrere Funktionen
erfüllt. Er wählt die Zelle aus, die abgelesen werden soll, legt das Meßinstrument
an die ausgewählte Zelle zum Ablesen an und ersetzt entsprechende Impedanzen des
Meßinstrumentes an jenen Zeilen, von denen das Meßinstrument abgenommen worden ist,
um eine genaue
Alarmgabe zu gewährleisten, da eine Wegnahme des Meßinstrumentes die
Zellenschaltwerte verändert.
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Die Alarmrelais werden in allen Schaltstellungen in ihrem Betriebszustand
gehalten, unabhängig davon, ob das Meßinstrument an eine bestimmte Zelle angelegt
ist oder nicht. Fehler auf Grund des Ersatzes der Meßinstrumentenimpedanz in einem
Kreis, nachdem das Meßinstrument weggenommen ist, bewirken beträchtliche Unterschiede
in der Alarmeinstellung zwischen der Überwachungsstellung (wenn das Meßinstrument
nicht eingeschaltet ist) und der Ablese stellung. Der Widerstand R 19 ist ein drahtgewickelter
justierbarer Widerstand, der so eingestellt ist, daß er die beiden Spulen innerhalb
des Meßinstrumentes und den inneren begrenzenden Widerstand des Meßinstrumentes
ersetzt. R20 ersetzt R 19, der in Serie mit dem Meßinstrument liegt um den Strom
in dem Zellenkreis zu begrenzen.
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Die Ebene A des Schalters SW 1 dient zur Auswahl des gewünschten
Zellen-Elektroden-Kreises und zum Einschalten des Meßinstrumentes in diesen bestimmten
Kreis, damit der Salzgehalt abgelesen werden kann. Das ist oben in Verbindung mit
Zelle 3 bes schrieben worden, wo;bei die Kontakte der Ebene den Leiter 105 der Meßschaltung
mit dem Leiter 111 des Kreises der Zelle C3 verbinden. Die EbeneB des Schalters
SW1 kann einen oder so viele Kontakte haben, wie Zellen vorhanden sind, um die Widerständers9
und R 20 in jene Kreise einzuschalten, aus denen das Meßinstrument herausgenommen
ist, so daß die Meßinstrumentimpedanzen ersetzt werden.
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Die Widerstände R 19 und R 20 sind in Serie durch die Leiter 113 verbunden
und die entsprechenden Kontakte der Ebene B durch die Leiter 115.
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Die EbeneC des SohaltersSW1 dient zur Herstellung einer Verbindung
zwischen dem Thermistorkreis und dem Meßinstrument und den zum Messen ausgewählten
Zellen. Diese Verbindung wird z. B. bei der Zelle C 3 durch die Leiter 19, 117 und
119 hergestellt, welch letzterer mit dem Kontakt3 des Schalters verbunden ist. Die
EbeneD des Schalters SW1 ist zur Einschaltung von Ersatzwiderständen R 19 und R
20 in jene Zellenkreise bestimmt, an welche das Meßinstrument nicht angeschlossen
ist.
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Diese Ebene ist so konstruiert und angeordnet, daß der V-Ausschnitt
121 die Leitungsführung unterbricht, so daß der Schaltkreis, an den das Meßinstrument
angelegt ist, keine Verbindung zu den Ersatzwiderständen R 19 und R 20 hat. Durch
die Verwendung dieser Ersatzeinrichtung lassen sich immer sehr genaue Alarmemstellungen
erzielen, und außerdem können die genauen Alarmeinstellungen über den ge samten
Temperaturbereich vorgenommen werden.
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Die Leiter 123 sind wie die Leiter 125 mit den Kontakten des Schalters
verbunden und stellen eine Verbindung mit den ErsatzwiderständenRfl9 her. Der Kreis,
der mit dem Kontakt 1 verbunden ist, enthält, wie in den Zeichnungen gezeigt, keine
Widerstände 19 und 20.
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Der Schalter SW5 dient dazu; daß sich die Unterschiede des Relais
zwischen Anzug und Abfall nicht auswirken. Der Schalter SW3 dient zur Ausschaltung
des akustischen, aber nicht des optischen Signals.
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Er bringt eine zusätzliche Alarmlampe zum Aufleuchten, die anzeigt,
daß die akustische Anzeige abgeschaltet ist. Zur Vereinfachung der Zeichnung ist
ein solcher Alarmschalter in den Kreisen C1 und C2 nicht dargestellt.