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Drucktastenschalter mit wahlweise Schwenk-oder verschiebbaren Tastenkörpern
Die Erfindung bezieht sich auf einen Drucktastenschalter mit wahlweise schwenk-
oder verschiebbaren Tastenkörpern, die je über eine seitliche Verlängerung mit Schubstangen
von Schaltereinheiten kraftschlüssig gekuppelt sind.
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Tastenschalter werden bekanntlich bei elektrischen Nachrichtengeräten
für vielfältige Zwecke verwendet. Bei Rundfunkempfängern dienen sie insbesondere
zur Bereichsumschaltung., als Klangtasten, zum Umschalten auf Tonabnehmer von Schallplattenspielern
u. dgl. Sehr häufig sollen nun die gleichen Grundchassis sowohl zum Einbau in Tischgehäusen
als auch in Musiktruhen verwendet werden, jedoch ist die Art des Einbaues nicht
immer für beide Gehäusearten so, daß dabei auch der gleiche Schaltersatz für die
Bereichsschaltung verwendet werden kann. Bei Tischgehäusen ist es zweckmäßiger,
wenn die Schaltertasten senkrecht nach unten gedrückt werden, damit beim Betätigen
des Schalters das Gehäuse nicht auf der Unterlage verschoben wird. Bei einer Musiktruhe
ist es dagegen vielfach bequemer, die Tasten in Richtung auf die Skala, d. h. in
Richtung der Schaltebene, zu betätigen. Es wären hier also sogenannte Schiebetasten
vorteilhafter. Um diese Gesichtspunkte jeweils berücksichtigen zu können, müssen
demnach für im Aufbau und in der Schaltung sonst gleiche Chassis je nach Verwendungszweck,
d. h. also ob für Tischgeräte oder Musiktruhen, unterschiedliche Tastenschaltersätze
vorgesehen werden. Das ist jedoch fertigungstechnisch sowie vom Standpunkt der Lagerhaltung
aus gesehen unzweckmäßig und außerdem relativ teuer.
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Es sind Tastenschalter bekannt, bei denen der mit den Schaltereinheiten
bzw. den Schalterkontakten gekuppelte Tastenkörper, der einen breiten Kopf besitzt,
wahlweise geschwenkt oder verschoben werden kann. Die Betätigung der Tastenkörper
ist aber bei diesen bekannten Schaltern nur in zwei parallelen Richtungen vorgesehen,
und zwar, um wahlweise Tastbetrieb oder eine Verriegelung der Einschaltstellung
zu erreichen. Die Aufgabe, einen Tastbetrieb in zwei senkrecht aufeinanderstehenden
Betätigungsrichtungen zu ermöglichen, ist dort nicht erwähnt.
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Mit der Erfindung wird nun eine vorteilhafte Lösung dieser Aufgabe
in der Form vorgeschlagen, daß bei einem Schalter der eingangs erwähnten Art der
Tastenkörper durch Druck entlang seiner Achse mit Hilfe eines Langloches und einer
an seinem Boden angeordneten Nase durch einen Stift und eine der Nase angepaßte
Kulisse geführt ist und daß er durch Druck quer zu seiner Achse in seiner oberen
Stellung um den Stift schwenkbar ist, während seine Nase mit ihrem Ende über ein
Querteil der Kulisse verschwenkt wird. Mit einem solchen Universalschalter versehene
Rundfunkempfängerchassis können nun sowohl waagerecht im Tischgehäuse als auch senkrecht
im Truhengehäuse eingebaut werden. Der Tastenschalter kann dann jeweils von der
Richtung her betätigt werden, von der es am bequemsten und handlichsten ist. Gemäß
einer vorteilhaften Weiterbildung des Erfindungsgegenstandes ist zur Sperrung des
Tastenkörpers eine die Stellwege seiner oberen Nase blockierende, von außen her
einstellbare Sperrklinke angeordnet. Diese Sperrmöglichkeit ist insbesondere dann
von Nutzen, wenn man in einem Drucktastenschaltersatz bestimmte Tasten sperren will,
wenn eine andere beliebige Taste gedrückt worden ist.
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Tastenschalter mit diesen Eigenschaften können beispielsweise auch
für Tonbandgeräte brauchbar sein.
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An Hand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels
ist die Erfindung nachstehend näher beschrieben.
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F i g. 1 zeigt eine schematische Schnittzeichnung eines erfindungsgemäßen
Schalters. Mit 1 ist der Rahmen des Schalters bezeichnet und mit 2 der Schalterschieber,
an dessen hier nicht mitgezeichnetem Ende in bekannter Weise verschiedene Umschaltkontakte
angeordnet sind. Durch Drücken der Taste 3 wird über das mit ihr fest verbundene
Kupplungsorgan 4 der Schalterschieber 2 betätigt.
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Das Kupplungsorgan 4 ist hier als Flachschieber ausgebildet, der durch
ein Langloch 5 an einer am Schalterrahmen 1 befestigten Achse 6 aufgehängt ist.
Der Flachschieber 4 besitzt an seinem Steuerende ein exzentrisch angeordnetes Gabelteil
? und daran anschließend
einen länglichen Fortsatz 8, der in eine
Aussparung 9 ain Ende 10 des Schaltschiebers 2 eingreift. Damit eine elastische
Einstellverbindung zwischen dem Schaltfortsatz 8 und dem Schalterschieber
2,10 gewährleistet ist, wurde hier eine Feder 11 in die Aussparung 9 eingesetzt.
Zur Steuerung des Kupplungsorgans 4 ist am Schalterrahmen 1 eine Kulisse
12 dem Gabelteil 7 gegenüber angeordnet, die mäanderartig gebogen ist und die außerdem,
wie aus der Abwicklung in F i g. Z zu ersehen ist, noch Führungsschlitze
13 aufweist. Je nach Art der Betätigung der Taste 3 schiebt sich dann das
obere Gabelteil 7 a in die Schleife 12a der Kulisse 12 hinein, oder das Gabelteil
7a gleitet an der Kulissenfläche 12b entlang, und das Gabelteil 7 b schiebt
sich von unten her in einen Kulissenschlitz 13. Mit Hilfe einer von außen her, beispielsweise
über einen Seilzug 14 entgegen der Kraft einer Feder 15, verstellbaren Sperrklinke
16 kann das Gabelteil 7 gesperrt und damit das Kupplungsorgan 4 in
der gezeichneten Lage blockiert werden. Damit ist dann auch der ganze Schalter
blockiert und kann nicht betätigt werden. Diese ist dann von Nutzen, wenn es darum
geht, zwei oder mehrere in einem Satz angeordnete Schalter dieser Art derart voneinander
abhängig zu machen; daß beim Betätigen eines Schalters der oder die anderen Schalter
des Satzes gesperrt werden.
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in F i g. 3 und 4 ist nochmals dargestellt, in welcher Art und Weise
die Drucktaste 3 betätigt werden kann und wie damfit das Kupplungsorgan 4 gesteuert
wird. Gemäß der Darstellung nach F i g. 3 wird der Schalter als Srhiebetasienschalter
benutzt. Es wird dann in der gezeichneten Pfeilrichtung auf die Taste 3 gedrückt,
also in der Richtung, in der sich auch der Schalterschieber 2 bewegt. Das Gabelteil
7a bewegt sielt dabei in Pfeilrichtung in die Schleife 12 a der Steuerkulisse 12
hinein. Von dem Augenblick an, in dem die Gabelspitze des Teiles 7 a in die Schleife
12 a eingreift, kann die Schaltertaste 3 durch die so entstandene feste Führung
ganz zwangläufig nur in Richtung des gezeichneten Pfeiles gedrückt werden. Dabei
nimmt dann der Fortsatz 8 den Schieber 2,10 in Pfeilrichtung mit; und der
beabsichtigte Schaltvorgang findet statt. Der Taste 3 dient die Achse 6 als fester
Bezugspunkt für ihre Lagerung und Führung.
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in F i g. 4 ist die zweite Möglichkeit, die Schaltertaste 3 zu betätigen,
schematisch dargestellt. Hier wird die Taste 3 mit ihrem freien Ende in Pfeilrichtung
nach unten gedrückt. Dadurch wird das Kupplungsorgan 4 um die Achse
6 geschwenkt und mit ihm die Gabel 7 zusammen mit ihren Teilen 7a und 7b
in Pfeilrichtung nach oben bewegt. Es tritt dabei das Gabelteil 7 b in einem ihm
zugeordneten Schlitz 13 (s. F i g. 2) der Steuerkulisse 12 ein, durch
den es dann besonders seitlich geführt wird. Das Gabelteil 7a setzt sich dagegen
vor die Fläche 12b der Steuerkulisse 12. Dadurch kann die Taste 3 zwangläufig nur
noch in dieser Richtung weitergedrückt und nicht mehr in anderer Richtung verschoben
werden. Der Fortsatz 8, der mit großem Spielraum und unter Zwischenfügung
der Feder 11 mit dem Schalterschieber 2, 10 in Einstellverbindung steht,
schwenkt ebenfalls in größerem Bogen um die Achse 6 als Drehpunkt und verschiebt
dabei den Schalterschieber 2,10 in der gezeichneten Pfeilrichtung. Der erfindungsgemäße
Schalter kann also durch Druck aus zwei senkrecht zueinander stehenden Richtungen
betätigt werden, wodurch er sehr vielseitig verwendbar ist.