DE1180397B - Sicherheitsfahrschaltung fuer Eisenbahn-fahrzeuge, insbesondere Triebfahrzeuge - Google Patents

Sicherheitsfahrschaltung fuer Eisenbahn-fahrzeuge, insbesondere Triebfahrzeuge

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DE1180397B
DE1180397B DEW23905A DEW0023905A DE1180397B DE 1180397 B DE1180397 B DE 1180397B DE W23905 A DEW23905 A DE W23905A DE W0023905 A DEW0023905 A DE W0023905A DE 1180397 B DE1180397 B DE 1180397B
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DE
Germany
Prior art keywords
pressure medium
driving circuit
dead man
driver
safety driving
Prior art date
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Pending
Application number
DEW23905A
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English (en)
Inventor
Laurence James Roberts
Arthur William Simmons
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Mobility Ltd
Original Assignee
Westinghouse Brake and Signal Co Ltd
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Filing date
Publication date
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Pending legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60LPROPULSION OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; SUPPLYING ELECTRIC POWER FOR AUXILIARY EQUIPMENT OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRODYNAMIC BRAKE SYSTEMS FOR VEHICLES IN GENERAL; MAGNETIC SUSPENSION OR LEVITATION FOR VEHICLES; MONITORING OPERATING VARIABLES OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRIC SAFETY DEVICES FOR ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES
    • B60L3/00Electric devices on electrically-propelled vehicles for safety purposes; Monitoring operating variables, e.g. speed, deceleration or energy consumption
    • B60L3/02Dead-man's devices
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60LPROPULSION OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; SUPPLYING ELECTRIC POWER FOR AUXILIARY EQUIPMENT OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRODYNAMIC BRAKE SYSTEMS FOR VEHICLES IN GENERAL; MAGNETIC SUSPENSION OR LEVITATION FOR VEHICLES; MONITORING OPERATING VARIABLES OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRIC SAFETY DEVICES FOR ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES
    • B60L2200/00Type of vehicles
    • B60L2200/26Rail vehicles

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Power Engineering (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Systems And Boosters (AREA)

Description

  • Sicherheitsfahrschaltung für Eisenbahnfahrzeuge, insbesondere Triebfahrzeuge Die Erfindung bezieht sich auf eine Sicherheitsfahrschaltung für Eisenbahnfahrzeuge, insbesondere Triebfahrzeuge, die dadurch, daß sie von dem Fahrzeugführer während der Fahrt laufend eine bestimmte Tätigkeit verlangt, um zu verhindern, daß die Sicherheitsfahrschaltung eine selbsttätige Stillsetzung des Triebfahrzeuges bewirkt, gewährleisten soll, daß der Triebfahrzeugführer sich in einem solchen Zustand befindet, daß er das Triebfahrzeug steuern kann und daß anderenfalls das Triebfahrzeug nicht ohne Steuerung weiterläuft.
  • Die allgemein bekannten Ausführungen von Totmanneinrichtungen, die auf Eisenbahnfahrzeugen vorgesehen sind, sind Beispiele für solche Sicherheitsfahrschaltungen. Bei diesen ist entweder ein Handgriff oder ein Fußhebel oder irgendein anderes vom Fahrzeugführer zu betätigendes Element im Führerstand vorgesehen, und während sich die Sicherheitsfahrschaltung im Betrieb befindet, muß der Fahrzeugführer dieses Element dauernd in seiner Arbeitsstellung halten. Wenn dagegen das Element, weil der Fahrzeugführer irgendwie behindert ist, freigegeben wird, legt sich die Fahrzeugbremse nach einem kurzen Zeitraum von etwa sechs Sekunden selbsttätig an.
  • Der Fahrzeugführer kann jedoch, wenn er ausfällt, in einer Stellung zusammenbrechen, in der er das Element der Totmanneinrichtung in seiner Arbeitsstellung hält, und auch dann, wann er sich irgendeinem Dämmerzustand befindet, d. h., wenn er für eine zuverlässige Erfüllung seiner Pflichten nicht genügend wachsam ist, kann er nichtsdestoweniger das Element in seiner Arbeitsstellung halten. Es ist daher, insbesondere in Europa, eine Sicherheitsfahrschaltung vorgeschlagen worden, die von dem Fahrzeugführer verlangt, daß er periodisch seine uneingeschränkte Wachsamkeit zur Erfüllung seiner Pflichten unter Beweis stellt. Eine Einrichtung dieser Art besitzt beispielsweise einen Behälter für ein Druckmittel, das normalerweise mit einer regelbaren Geschwindigkeit aus dem Behälter entweicht. Von Hand od. dgl. kann der Fahrzeugführer diesen Behälter von Zeit zu Zeit wieder mit dem Druckmittel beschicken lassen, um dessen Abgabe auszugleichen und so zu verhindern, daß der Druck in dem Behälter unter einen vorbestimmten Wert fällt. Unterhalb dieses Wertes wird der verringerte Druck des Druckmittels wirksam, und das Triebfahrzeug wird durch selbsttätigen Einsatz der Bremsen zum Stillstand gebracht. Die erforderliche Tätigkeit zur Wiederaufladung des Behälters mit dem Druckmittel kann die Betätigung eines Elementes sein, das einzig und allein hierfür vorgesehen ist; es können aber auch vorhandene Antriebssteuerungen so ausgebildet werden, daß sie die Wiederaufladung des Behälters einleiten, wenn sie in neue Arbeitsstellungen bewegt werden, so daß also der Fahrzeugführer nicht mit zusätzlichen Arbeiten belastet wird, wenn er bereits mit den Antriebssteuerungen beschäftigt ist. Die Bedienung dieser Antriebssteuerungen gibt dann nämlich bereits einen genügenden Beweis für die Wachsamkeit des Fahrzeugführers.
  • Bei einer Sicherheitsfahrschaltung für Eisenbahnfahrzeuge, insbesondere Triebfahrzeuge, beider der in einem Druckmittelbehälter herrschende Druck, falls er zu weit absinkt, wirksam wird, um fortschreitend eine zeitlich festgelegte Folge von Sicherheitsmaßnahmen auszulösen, ist--nach der Erfindung eine Vorrichtung vorgesehen, die beim Anstieg des Druckes im Druckmittelbehälter auf einen vorbestimmten Wert anspricht und eine Umschaltung von einem Zustand, in dem die Füllung des Druckmittelbehälters selbsttätig vor sich geht, auf einen Entladungszustand, in dem das Druckmittel aus dem Druckmittelbehälter mit einer regelbaren Geschwindigkeit entweicht, bewirkt.
  • Das Druckmittel kann aus dem Druckmittelbehälter stetig mit einer ,regelbaren Geschwindigkeit entweichen. Hierbei erfolgt die Füllung des Druckmittelbehälters mit einer höheren Geschwindigkeit als die Entladung. Jedoch ist es vorzuziehen, daß die tatsächliche Entladung nur im Entladungszustand erfolgt, um an Druckmittel zu sparen.
  • Vorzugsweise ist die genannte Vorrichtung ein von dem Druckmittel betätigter Schalter, dessen normalerweise geschlossene elektrische Kontakte in einen Stromkreis eingeschaltet sind, durch den die Erregung der Spule eines elektromagnetisch betätigten Ventils eingeleitet und aufrechterhalten werden kann, so daß das Ventil die Auffüllung des Druckmittelbehälters zuläßt. Wenn jedoch die Kontakte des Schalters durch den ihn beeinflussenden Druck, sobald der den vorbestimmten Wert erreicht, geöffnet werden, wird dadurch die Spule des elektromagnetisch betätigten Ventils stromlos, so daß das Ventil nunmehr die Entladung des Druckmittelbehälters zuläßt.
  • Bei einem Triebfahrzeug mit zwei Führerständen oder einem Triebfahrzeug mit nur einem Führerstand in einem Zuge mit weiteren Führerständen, von denen jeder mit der Sicherheitsfahrschaltung nach der Erfindung ausgerüstet ist, können die Bremseinrichtungen, die von den einzelnen Führerständen des Triebfahrzeuges bzw. des Zuges aus gesteuert werden und die im Rahmen der ergriffenen Sicherheitsmaßnahmen Bremsvorgänge einleiten können, so miteinander verbunden sein, daß alle Bremseinrichtungen in Abhängigkeit von dem Druck in dem Druckmittelbehälter der zu diesem Zeitpunkt gerade wirksamen Sicherheitsfahrschaitung gesteuert werden. Dadurch erübrigen sich besondere Abschaltvorrichtungen für die Bremseinrichtungen anderer Führerstände, wenn irgendein Führerstand unbesetzt ist.
  • Vorzugsweise arbeitet jede Bremseinrichtung mit der Bremsleitung der durch ein Druckmittel betätigten Bremsanlage zusammen und wird durch ein elektromagnetisches Ventil gesteuert, das normalerweise erregt ist und das beim Stromloswerden die Bremsleitung entlüftet und damit eine Bremsung herbeiführt. Hierfür ist die Verbindung zwischen den einzelnen Bremseinrichtungen lediglich eine elektrische Leitung, die, falls notwendig, ähnlich wie die Bremsleitung von einem Fahrzeug zum anderen über die ganze Länge des Zuges verläuft.
  • Eine Totmanneinrichtung kann in Verbindung mit der Sicherheitsfahrschaltung nach der Erfindung beibehalten werden, weil die letztere mit einer verhältnismäßig großen zeitlichen Verzögerung zwischen der völligen Auffüllung des Druckmittelbehälters und der Anlegung der Bremsen beim Ausbleiben einer Quittierung durch den Fahrzeugführer arbeitet. Daher stellt die Sicherheitsfahrschaltung nach der Erfindung mehr eine Art zusätzlicher Sicherung zu der Totmanneinrichtung als einen Ersatz für sie dar. Bei einer bekannten Totmanneinrichtung ist zur Einleitung einer Bremsung bei der Freigabe der Totmanneinrichtung eine Bremseinrichtung vorgesehen, die die Bremsleitung entlüftet. In diesem Fall kann die Bremseinrichtung der Totmanneinrichtung zusätzlich für die Sicherheitsfahrschaltung verwendet werden. Wenn in einem Triebfahrzeug oder in einem Zug von Triebfahrzeugen mehrere Führerstände vorhanden sind, ist es üblich, die Totmann-Bremseinrichtungen durch eine elektrische Leitung miteinander zu verbinden, die ebenfalls für die Sicherheitsfahrschaltung nutzbar gemacht wird.
  • Die Bremsanlage, mit der die Sicherheitsfahrschaltung verbunden ist, kann entweder durch Druck oder durch Unterdruck betätigt werden. Nachstehend sei an Hand der schematischen Zeichnung ein Ausführungsbeispiel einer Sicherheitsfahrschaltung nach der Erfindung in Anwendung auf ein Triebfahrzeug, z. B. ein elektrisch angetriebenes Schienenfahrzeug, beschrieben, das mit einer Vakuumbremsanlage und mit einer Druckmittelquelle ausgerüstet ist. Das Triebfahrzeug besitzt eine Totmanneinrichtung, die mit einem elektromagnetisch gesteuerten Bremsventil versehen ist. Eine solche Totmanneinrichtung ist für beide Führerstände vorgesehen, sofern zwei vorhanden sind. Da das Triebfahrzeug für Züge bestimmt ist, die ähnliche Triebfahrzeuge enthalten, ist auch eine Totmann-Verbindungsleitung zwischen den einzelnen Totmann-Bremsventilen vorgesehen.
  • Zu der für jeden Führerstand vorgesehenen Sicherheitsfahrschaltung gehört ein Druckmittelbehälter 11. Dieser ist einerseits über eine Einlaßdrosselblende 12 zu seiner AuffülIung mit der Druckmittelquelle, z. B. mit einem hier nicht dargestellten Hauptvorratsbehälter, und andererseits über eine Auslaßdrosselblende 13 zu seiner Entladung in die freie Atmosphäre verbunden. Zur Einregelung der Geschwindigkeit, mit der das Druckmittel in den bzw. aus dem Druckmittelbehälter 11 strömt, dient ein elektromagnetisch betätigtes Ventil 14, das im erregten Zustand die Auffüllung und im stromlosen Zustand die Entladung des Druckmittelbehälters 11 ermöglicht.
  • Ein von dem Druckmittel betätigter Schalter 15 spricht auf den Druck im Druckmittelbehälter 11 so an, daß er seine normalerweise geschlossenen Kontakte öffnet, wenn steigender Druck im Druckmittelbehälter 11 einen vorbestimmten Wert erreicht. Wie weiter unten im einzelnen auseinandergesetzt werden wird, bewirkt die Öffnung dieser Kontakte die Beendigung des Füllvorganges, so daß der vorbestimmte Wert des Druckes dem gefüllten Zustand des Druckmittelbehälters 11 entspricht. Dieser Wert des Druckes kann kleiner oder im wesentlichen gleich dem Speisedruck der Druckmittelquelle sein; letzteres ist vorzuziehen, weil ein Druckmittelbehälter für höheren Druck kleinere Abmessungen haben kann.
  • Die Kontakte des durch das Druckmittel betätigten Schalters 15 sind mit der nicht näher bezeichneten Erregerspule eines Relais 16 und weiteren Schaltelementen, zu denen ein Druckknopf-Impulsschalter 17 gehört, in Reihe geschaltet. Diese Schaltelemente sind am Führerstand angeordnet, wo sie durch den Fahrzeugführer betätigt werden können, um die Auffüllung des Druckmittelbehälters 11 einzuleiten. Das Relais 16 hat Arbeitskontakte 18 und Haltekontakte 19, die bei Erregung des Relais geschlossen werden. Die Arbeitskontakte 18 liegen im Erregerstromkreis des elektromagnetisch betätigten Ventils 14, während die Haltekontakte 19 in einem Haltestromkreis für die Erregerspule des Relais 16 angeordnet sind.
  • Um die Füllung des Druckmittelbehälters 11 einzuleiten, muß der Fahrzeugführer eines der vorerwähnten Schaltelemente betätigen. Außer dem bereits erwähnten Druckknopf-Impulsschalter 17 kann die Totmanneinrichtung als ein solches Schaltelement dienen, indem ihre vorübergehende Freigabe dieselbe Wirkung hat wie das Niederdrücken des Druckknopf-Impulsschalters 17.
  • Die Totmanneinrichtung besitzt im dargestellten Fall zwei Fußschalter 20 und 21, deren jeder, wenn er in seine Arbeitsstellung niedergedrückt wird, ein ununterbrochenes freies Fahren des Triebfahrzeuges gestattet. Parallel zu dem Druckknopf-Impulsschalter 17 liegen die miteinander in Reihe geschalteten Kontaktsätze 22 und 23 der Totmann-Fußschalter 20 und 21, die in der Freigabestellung geschlossen sind, und in Reihe mit diesen Kontaktsätzen 22 und 23 ein Kontaktsatz 24, der durch den üblichen Fahrtrichtungswender geschlossen wird, wenn dieser in der Stellung für Vor- oder Rückwärtsfahrt steht. Der Kontaktsatz 25 des Fahrtrichtungswenders ist dagegen nur dann geschlossen, wenn dieser in der Nullstellung steht. Durch den Kontaktsatz 25 des Fahrtrichtungswenders kann die Totmanneinrichtung in dessen Nullstellung stillgelegt werden, so daß also keine Totmann-Bremsung verursacht wird und auch kein Fahrtüchtigkeitsnachweis des Fahrers zu erbringen ist.
  • Durch Betätigung eines der Schaltelemente wird der Erregerspule des Relais 16 ein Stromimpuls zugeführt, durch den das Relais 16 erregt wird, so daß es seine Arbeitskontakte 18 und seine Haltekontakte 19 schließt. Dadurch wird das die nicht näher bezeichnete Zuleitung zum Druckmittelbehälter 11 steuernde Ventil 14 elektromagnetisch so betätigt, daß es die Stellung zur Auffüllung des Druckmittelbehälters 11 einnimmt. Der Haltestromkreis für das Relais 16 ist über die geschlossenen Kontakte des durch das Druckmittel betätigten Schalters 15 geschlossen. Solange diese Kontakte geschlossen bleiben, bleibt auch der Füllungszustand des Druckmittelbehälters 11 bestehen. Sobald jedoch die Kontakte des Schalters 15, wenn der Druck im Druckmittelbehälter 11 den vorbestimmten Wert erreicht, geöffnet werden, wird der Haltestromkreis für das Relais 16 unterbrochen, so daß das Relais 16 und damit auch die Magnetwicklung des Ventils 14 stromlos werden und dadurch eine Umschaltung des Ventils 14 von »Füllung« auf »Entladung« des Druckmittelbehälters 11 bewirkt wird. Bei »Entladung« entweicht das Druckmittel aus dem Druckmittelbehälter 11 mit einer Geschwindigkeit, die durch den Querschnitt der Auslaßdrosselblende 13 bestimmt ist.
  • Damit die Sicherheitsfahrschaltung eine Bremsung herbeiführt, sind in dem Stromkreis eines elektromagnetisch betätigten Totmann-Bremsventils 26 die Kontakte eines weiteren, durch das Druckmittel beeinflußten Schalters 27 angeordnet, die sich öffnen, sobald der Druck im Druckmittelbehälter 11 unter einen vorbestimmten Wert sinkt. Die Öffnung der Kontakte dieses durch das Druckmittel beeinflußten Schalters 27 hat die Wirkung daß die Magnetwicklung des Totmann-Bremsventils 26 stromlos wird, und zwar unabhängig davon, in welcher Stellung sich die Totmann-Fußschalter befinden, so daß nach einer vorbestimmten Zeit, die durch die gewöhnlich in solchen Ventilen vorgesehenen Verzögerungsmittel bestimmt ist, die (nicht dargestellte) Bremsleitung so belüftet wird, daß eine Bremsung herbeigeführt wird. Durch die Verbindung der Magnetwicklung des Bremsventils 26 mit der elektrischen Leitung 28 wird gewährleistet, daß weitere entsprechende Totmann-Bremsventile, die sich auf dem gleichen Triebfahrzeug und auf den übrigen Triebfahrzeugen des Zuges befinden und ebenfalls an die Leitung 28 angeschlossen sind, gleichzeitig stromlos werden.
  • Parallel zur Magnetwicklung des Totmann-Bremsventils 26 liegt eine elektrisch betätigte Warnvorrichtung 29, die durch die in Reihe liegenden Kontakte eines weiteren, durch das Druckmittel beeinflußten Warnschalters 30 eingeschaltet wird, sofern die Arbeitskontakte eines noch zu beschreibenden Relais 31 geschlossen sind. Dieser durch das Druckmittel beeinfiußte Warnschalter 30 schließt seine Kontakte, wenn sich der Druck im Druckmittelbehäiter 11 dem unteren Wert des Druckes nähert, und löst ein Warnsignal von angemessener Dauer aus, bevor der Schalter 27 seine Kontakte bei dem unteren Wert des Druckes öffnet. Zu den Sicherheitsmaßnahmen, die eingeleitet werden, wenn der Druck im Druckmittelbehälter 11 auf diesen Wert sinkt, gehören die Betätigung des Warnschalters 30, eine vorzugsweise akustische Warnung von ausreichender Dauer an den Fahrzeugführer und eine Bremsung, die, falls der Fahrzeugführer keinen Fahrtüchtigkeitsbeweis liefert, kurze Zeit nach Abschluß der Warnung eingeleitet wird.
  • Der Fahrzeugführer beweist seine Fahrtüchtigkeit, indem er während der Warnung irgendeine Schalttätigkeit vornimmt. Tut er dies, wenn die Warnung gegeben wird, so wird die Anlegung der Bremsen vermieden. Vorzugsweise werden die Kontakte des durch das Druckmittel beeinflußten Schalters 27 bei steigendem Druck im Druckmittelbehälter 11 bei einem Druck wieder geschlossen, der gleich demjenigen ist, bei dem die Kontakte des Warnschalters 30 wieder geöffnet werden, so daß die Warnung nicht unnötigerweise bei der Auffüllung des Druckmittelbehälters 11 gegeben wird.
  • Obwohl die Totmann-Bremsventile aller Führerstände vom Druck in dem am besetzten Führerstand befindlichen Druckmittelbehälter 11 abhängig sind, ist es vorzuziehen, daß dies bei der Warnvorrichtung nicht der Fall ist. Daher sind mit den Kontakten des Warnschalters 30 und der Warnvorrichtung 29 nicht näher bezeichnete Arbeitskontakte eines Relais 31 in Reihe geschaltet, dessen Erregerspule nur dann erregt wird, wenn der Führerstand durch Schließung eines Trennschalters 32, der die Stromzufuhr an diesem Führerstand steuert, in Betrieb genommen wird. Wenn dagegen der Führerstand unbesetzt ist, ist das Relais 31 stromlos, so daß seine Arbeitskontakte geöffnet sind und die Warnvorrichtung 29 von der Totmann-Verbindungsleitung 28 abgetrennt ist.

Claims (5)

  1. Patentansprüche: 1. Sicherheitsfahrschaltung für Eisenbahnfahrzeuge, insbesondere Triebfahrzeuge, bei der der in einem Druckmittelbehälter herrschende Druck, falls er zu weit absinkt, wirksam wird, um fortschreitend eine zeitlich festgelegte Folge von Sicherheitsmaßnahmen auszulösen, g e k e n n -z e i c h n e t d u r c h eine Vorrichtung (15), die beim Anstieg des Druckes im Druckmittelbehälter (11) auf einen vorbestimmten Wert anspricht und eine Umschaltung von einem Zustand, in dem die Füllung des Druckmittelbehälters (11) selbsttätig vor sich geht, auf einen Entladungszustand, in dem das Druckmittel aus dem Druckmittelbehälter mit einer regelbaren Geschwindigkeit entweicht, bewirkt.
  2. 2. Sicherheitsfahrschaltung nach Anspruch 1 mit einem Absperrventil zwischen dem Druckmittelbehälter und einer Druckmittelquelle, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil (14) durch einen durch .das Druckmittel beeinflußten Schalter (15) unter Vermittlung eines elektrischen Stromkreises und eines Elektromagneten gesteuert wird.
  3. 3. Sicherheitsfahrschaltung nach Anspruch 1 oder 2 für Eisenbahn-Triebfahrzeuge mit mehreren Führerständen oder Eisenbahn-Triebfahrzeuge mit nur einem Führerstand in einem Zug mit weiteren Führerständen, von denen jeder mit einer Sicherheitsfahrschaltung ausgerüstet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremseinrichtungen (Totmann-Bremsventile 26), die von den einzelnen Führerständen des Triebfahrzeuges bzw. des Zuges aus gesteuert werden und die im Rahmen der ergriffenen Sicherheitsmaßnahmen Bremsvorgänge einleiten können, so miteinander verbunden sind (Totmann-Verbindungsleitung28), daß alle Bremseinrichtungen (Totmann-Bremsventile 26) in Abhängigkeit vom Druck in dem Druckmittelbehälter (11) der zu diesem Zeitpunkt gerade wirksamen Sicherheitsfahrschaltung gesteuert werden.
  4. 4. Sicherheitsfahrschal.tung nach Anspruch 3 für Triebfahrzeuge mit elektromagnetisch zu betätigenden pneumatischen Bremseinrichtungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremseinrichtungen (Totmann-Bremsventile 26) der einzelnen Führerstände über eine elektrische Totmann-Verbindungsleitung (28) miteinander verbunden sind.
  5. 5. Sicherheitsfahrschaltung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die gleichen Bremseinrichtungen (Totmann-Bremsventile 26) auch auf die Freigabe der Totmanneinrichtungen (Fußschalter 20, 21) der einzelnen Führerstände ansprechen.
DEW23905A 1957-08-23 1958-08-13 Sicherheitsfahrschaltung fuer Eisenbahn-fahrzeuge, insbesondere Triebfahrzeuge Pending DE1180397B (de)

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