DE118019C - - Google Patents

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DE118019C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A41WEARING APPAREL
    • A41DOUTERWEAR; PROTECTIVE GARMENTS; ACCESSORIES
    • A41D27/00Details of garments or of their making
    • A41D27/12Shields or protectors
    • A41D27/14Shields or protectors on the underedge of the garment
    • A41D27/145Piping edges; Protectors for the edges of trouser legs

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die als Velours-Kleiderschutzborde, Besenlitze u. s. w. seit einigen Jahren bekannt gewordene Schutzborde mit kurzhaariger, dichtstehender Bürste hat sich bei Verwendung guten Materials im Allgemeinen vorzüglich bewährt und ist heute sozusagen ein unentbehrliches Zubehör zu jedem Frauenkleide, nur über einen Uebelstand ist hin und wieder Klage geführt worden: Die auf die Erde aufstofsende »Bürste« saugt bei nassem Wetter die Feuchtigkeit auf und trocknet, weil die Bürstenhaare durchweg gleich lang von dem fest gewebten Annähstreifen abstehen, langsam.
In feuchtem Zustande haben aber die einzelnen Bürstenfäden nicht mehr die Elasticität, vermöge deren sie, wenn trocken, beim Aufstofsen auf die Erde den Staub und Schmutz selbstthätig ausstoisen; im Gegentheil, in einer gerade abgegrenzten nassen Bürste bleibt der Schmutz leicht haften, und wenn sich auch «rfahrungsgemäfs nach erfolgtem Trocknen die Bürste allemal in der bewährten Weise wieder selbstthätig reinigt, so verdichtet sich doch der Schmutz, so lange die Bürste nicht völlig trocken ist, nicht selten in und mit ihr. Hierdurch bildet sich dann eine scharfe Kruste, die beim Aufstofsen, namentlich auf den Fufs, ,dem oft aus sehr empfindlichem Leder gearbeiteten Schuhwerk äufserst nachtheilig ist.
Ein weiteres Merkmal der bisher in Gebrauch befindlichen Kleiderschutzborden, der Veloursschutzborden, sowie der Chenilleschutzborden, das zwar nicht ohne Weiteres als Fehler bezeichnet werden kann, immerhin aber in der gleichen Richtung besserungsfähig ist, ist, dais dieselbe der ganzen Länge nach an allen Punkten den Boden berührt und so überall gleich viel oder gleichmäfsig Schmutz oder Staub aufnimmt, sowie beim Hinstreichen über das Schuhwerk dieses auch überall angreift.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist es nun, eine Schutzborde zu schaffen, die, ohne Preisgabe der bewährten guten Eigenschaften der bisherigen Kleiderschutzborden, die oben geschilderten Mängel nicht hat.
Erreicht wird dieser Zweck dadurch, dafs einerseits alle Theile der Bürste möglichst allseitig gleichmäfsigen Luftzutritt erhalten, wodurch sie rascher trocknen, andererseits dadurch, dafs dem aufgenommenen Staub leichteste Gelegenheit gegeben wird, auf kürzestem Wege und nach jeder Seite hin durch die Federkraft der elastischen Polhaare ausgestofsen werden und sich entfernen zu können.
Das Mittel zur Erreichung dieses Zweckes besteht darin, dais die Bürsten- oder Polhaare' des Plüschrandes nicht mehr wie bisher gleiche Länge erhalten, d. h., dafs ihr freies Ende nicht mehr überall gleich lang vom unteren Rande des gewebten oder geflochtenen Annähstreifens absteht, also die offene Bürsten- oder Plüschkante nicht mehr eine gerade Linie bildet, sondern zacken- oder wellenförmig verläuft.
Auf der Zeichnung ist die neue Kleiderschutzborde nach Art ihrer Herstellung (als gewebte Borde), sowie in ihrer Gestalt als fertige Borde in verschiedenen Beispielen dargestellt, und zwar ist:
Fig. ι eine Ansicht des bekannten Vorproductes, aus dem die Kleiderschutzborde geschnitten wird, mit Andeutung des bisherigen und des neuen Schnittes,
Fig. 2 eine Schutzborde mit bogen- oder wellenförmig verlaufender Plüschkante,
Fig. 3. eine solche mit Rechteckzacken am äufseren Rande der Plüschkante,
Fig. 4 eine Schutzborde mit spitzzackigem Rande,
Fig. 5 eine solche mit wellenförmig verlaufendem Chenillenrande.
Wenn die Kleiderschutzborde, wie es meistens geschieht, in bekannter Weise im Bandstuhl gewebt wird, wird zuerst das Vorproduct für zwei Schutzborden hergestellt, bestehend aus den beiden Annähstreifen A A, die in irgend einer geeigneten Bindung gewebt sind, und dem mittleren Theile B mit den flott liegenden Schufsfäden, mit einfachem oder vermehrtem Schufs. Das ist an sich bekannt und wird in verschiedenen Formen oder Bindungen ausgeführt.
■ Nach bisheriger Methode wird ein solches Vorproduct in gerader Linie, wie I-I andeutet, in der Mitte der Länge nach getheilt und man erhält dann die bekannte Velours-Kleiderschutzborde mit geradlinigem Rande und überall gleich lang von einem Rande des Annähstreifens vorstehenden kurzen Polfäden.
Statt nun die Trennung in gerader Linie vorzunehmen, schneidet man nach vorliegender Erfindung das Vorproduct in gebrochener, zacken- oder wellenförmig verlaufender Linie der Länge nach durch, wie durch die Linien ΊΙ-ΙΙ, III-III oder IV-IV angedeutet ist.
Der Schnitt nach II-II ergiebt eine Schutzborde nach Fig. 2; der nach Linie III-III eine solche nach Fig. 3 und endlich bei Theilung nach Linie IV-IV erhält man eine Schutzborde nach Fig. 4.
Die Fig. 2,3 und 4 lassen nun erkennen, dafs eine Schutzborde mit so gestaltetem Plüschrand an weniger Stellen mit dem Erdboden in Berührung kommt, also weniger Schmutz aufnehmen kann, während sie andererseits aus dem gleichen Grunde und weil eine ausgebuchtete Bürste infolge der Unterbrechungen weicher ist, Schuhwerk, auf das sie aufstöfst, weniger beschädigen kann.
Sehr wichtig ist es ferner, dafs die längeren Bürstenhaare, welche, wie oben erwähnt, vorwiegend nur mit dem Boden in Berührung kommen und daher vornehmlieh Schmutz aufnehmen, nicht nur seitlich den Schmutz auszustofsen im Stande sind, sondern sich auch in der Längsrichtung nach den Ausbuchtungen der Bürste hin spreizen und infolge' dessen leichter selbstthätig reinigen können.
Diese bessere Selbstreinigung wird namentlich aber auch bei der nafs gewordenen Borde dadurch gefördert, dafs infolge des Zackenrandes es der Luft ermöglicht ist, in alle Theile der Bürste leichter und wirksamer einzudringen, die Trocknung also zu beschleunigen, eine Wirkung, deren NichtVorhandensein, wie oben ausgeführt worden, gerade bei der alten Schutzborde Ursache zu Klagen gegeben hat.
Es ist nun leicht einzusehen, dais die gleichen Wirkungen des leichteren Lufteintrittes und rascheren Trocknens nafs gewordener Schutzborden, sowie des besseren und stärkeren Selbstausstofsens von Staub und Schmutz auch bei der Schutzborde mit Chenillenrand erreicht werden können, wenn man die Chenille, wie Fig. 5 zeigt, mit verschieden langen Polhäaren oder Fäden anfertigt, so dafs sie mit dem Annähstreifen vereinigt ·— angewebt, geflochten oder genäht — ebenfalls einen zackenförmigen oder wellenförmigen Rand ergiebt.
Der Erfindungsgedanke mit seinen neuen Wirkungen und die Ausnutzung zum gleichen Zweck ist bei den verschiedenen Herstellungsarten derselbe: er liegt in der Gestaltung des Randes oder offenen Bürsten- oder Plüschkante, so dafs dieser Rand nicht geradlinig verläuft. . .

Claims (1)

  1. PATENT-Anspruch:
    Kleiderschutzborde mit kurzhaariger dichter Bürste, dadurch gekennzeichnet, dafs ihre Pol-, Plüsch- oder Bürstenhaare ungleich lang vom Rande des Annähstreifens abstehen und eine zacken- oder wellenförmige Kante bilden, um die Berührungspunkte der Borde mit dem Erdboden und dem Schuhzeug zu vermindern, das Trocknen bei nafs gewordener Borde zu fördern und ein leichteres Austreten und Ausstofsen aufgenommenen Staubes und Schmutzes zu ermöglichen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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