DE1180098B - Verfahren und Vorrichtung zum Ausformen von Trichtern in einem Formkasten - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Ausformen von Trichtern in einem Formkasten

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DE1180098B
DE1180098B DEE22780A DEE0022780A DE1180098B DE 1180098 B DE1180098 B DE 1180098B DE E22780 A DEE22780 A DE E22780A DE E0022780 A DEE0022780 A DE E0022780A DE 1180098 B DE1180098 B DE 1180098B
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DE
Germany
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funnel
nozzles
molding
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blow
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DEE22780A
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English (en)
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Dipl-Ing Ludwig Hankowetz
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Dueker GmbH
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Eisenwerke Fried Wilh Dueker GmbH and Co KGaA
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C9/00Moulds or cores; Moulding processes
    • B22C9/08Features with respect to supply of molten metal, e.g. ingates, circular gates, skim gates
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C21/00Flasks; Accessories therefor

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Casting Devices For Molds (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Ausformen von Trichtern in einem Formkasten Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Ausformen von Trichtern in einem Formkasten bei intermittierend oder kontinuierlich arbeitenden Formanlagen, wie Standbahn-, Rollenbahn- oder Karussellanlagen.
  • Zur Ausformung von Eingußtrichtern, Gießtümpeln, Steigern oder Luftpfeifen sind die folgenden Arbeitsweisen bekannt: Einmal ist es bekannt, den Trichterformkörper von Hand zu setzen. Dabei handelt es sich zumeist um einen Trichterformkörper mit Federbolzen, der vor Beginn des Formvorganges von Hand auf die Modellplatte aufgesetzt und nach dem Formen, aber vor dem Abheben von Hand wieder gezogen wird. Der entstandene Trichterraum wird anschließend ausgeblasen. Bei Formanlagen, die auf eine kontinuierliche Fertigung abgestimmt sind, wie Standbahnen mit übersetzgeräten oder Durchlaufformmaschinen, ist diese Trichterausformung mit einem Zeitverlust verbunden. Um die erforderlichen Arbeitsgänge (Trichtersetzen und Trichterziehen) durchführen zu können, muß die Anlage oder das betreffende Gerät stillgesetzt werden, so daß der kontinuierliche Arbeitsablauf an dieser Stelle unterbrochen wird. Bei automatisch gesteuerten Anlagen liegt darüber hinaus Unfallgefahr vor, weil sich der jeweilige Arbeiter in den Arbeitsbereich der Maschine begeben muß, um die genannten Arbeitsgänge auszuführen.
  • Weiterhin ist es bekannt, den gesamten Trichter als formgerecht konischen Federbolzen fest auf der jeweiligen Modellplatte zu befestigen. Diese Art der Trichterform hat gegenüber einem normalen Eingußtrichter den Nachteil, daß dadurch ein höherer Kreislaufanteil anfällt. Dies ergibt sich aus der Forderung nach einem bestimmten Eingußquerschnitt, der so groß sein muß, daß er den zum Füllen der Form erforderlichen Gießstrahl fassen kann. Von diesem Querschnitt muß der Trichterbolzen formgerecht konisch zur Modellplatte ausgeführt werden, was eine Verbreiterung des Querschnittes zum Anschnitt hin erfordert und unter Umständen für das Gießen ungünstige Strömungsverhältnisse mit sich bringt. In formtechnischer Hinsicht ist diese Trichterformmethode für den Einsatz an kontinuierlich arbeitenden Formanlagen geeignet, weil bei ihrer Anwendung der Arbeitsablauf nicht unterbrochen werden muß. Beim Pressen wird der Federbolzen komprimiert. Sobald die Preßkraft nachläßt, wird das Oberteil des Federbolzens durch die Federkraft nach oben gedrückt. Dabei wird eine eventuell über den Einguß gepreßte Sandschicht durchbrochen und kann ohne Mühe von Hand weggeblasen werden. Bei dieser Trichterkonstruktion wirkt sich jedoch eindringender Sand und nachlassende Federkraft nachteilig aus. Nach einer bestimmten Zahl von Formgängen muß die Feder ausgewechselt und der Bolzen überholt werden. Zur Vermeidung von Störungen ist eine ständige Überwachung unerläßlich.
  • Schließlich ist es bekannt, den Trichter in zwei ineinander übergehende Abschnitte zu unterteilen, d. h. Trichterschaft und Trichtermündung getrennt auszuformen. Der dazu verwendete Trichterschaftkörper ist dabei fest auf der Modellplatte befestigt, während der Trichtermündungskörper mit der Preßplatte verbunden ist. Dieser Trichtermündungskörper ist hohl ausgebildet und schiebt sich beim Pressen über den auf der Modellplatte befestigten Trichterschaftkörper. Eine derartige Formeinrichtung ist besonders bei kontinuierlich arbeitenden Anlagen sehr störanfällig, weil der Hohlraum des Trichtermündungskörpers oft durch eingepreßten Sand verstopft und gereinigt werden muß, damit der Trichterschaftkörper beim nachfolgenden Arbeitsgang nicht verbogen oder abgebrochen wird. Dieser Nachteil kann dadurch behoben werden, daß man den Hohlraum des Trichtermündungskörpers durch die Preßplatte hindurchführt, um das Verstopfen zu vermeiden und ein eventuell erforderliches Reinigen zu erleichtern. In diesem Fall ist der Nachteil vorhanden, daß die Preßplatte nur für eine einzige oder eine sehr begrenzte Anzahl von Modelleinrichtungen geeignet ist, weil jede Trichteranordnung auf der Modellplatte eine entsprechende Bohrung in der Preßplatte erfordert. Bei einem Modellwechsel auf der Formmaschine muß folglich die Trichterplatte ebenfalls mit gewechselt werden, was einen erheblichen zusätzlichen Zeitaufwand erfordert.
  • Weiterhin ist eine Vorrichtung zum Bohren eines oder mehrerer Eingußtrichter in die Oberkastenform bei automatischen Formanlagen bekannt (deutsche Patentschrift 1051464), die nur als zusätzliches Aggregat in neue Anlagen eingeplant werden kann und in nachteiliger Weise eigenen Raum und eigene Arbeitszeit in Anspruch nimmt. Die Folge beim Einsatz einer derartigen Bohrvorrichtung ist eine Verlängerung der gesamten Taktzeit.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Ausformen von Trichtern in einem Formkasten bei intermittierend oder kontinuierlich arbeitenden Formanlagen zu schaffen, die die vorgenannten Nachteile bekannter Verfahren bzw. Vorrichtungen nicht aufweisen.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren ist im wesentlichen gekennzeichnet durch eine derartige Verformung des Trichterschaftes einerseits und der Trichtermündung andererseits, daß nach dem Pressen des Formmaterials zwischen dem Trichterschaft und der Trichtermündung eine dünne Materialtrennschicht verbleibt, die anschließend durchstoßen und entfernt wird. Die im Zusammenhang mit den bekannten Verfahren erwähnten Nachteile, wie Unterbrechung des Arbeitsablaufes, erhöhter Kreislaufanteil oder Störung des Arbeitsablaufes durch Verstopfen des hohlen Trichtermündungskörpers, fallen bei dem erfindungsgemäßen Verfahren fort. Das erfindungsgemäße Verfahren ist weiterhin gekennzeichnet durch Verwendung eines Trichterschaftkörpers und eines Trichtermündungskörpers, deren addierte Höhe kleiner ist als der Abstand der parallelen Ebenen des Formkastens, von denen aus sich die beiden Körper jeweils in das Kasteninnere erstrecken. Gemäß einem besonders zweckmäßigen Vorschlag nach der Erfindung beträgt die Differenz zwischen der Höhe des Formkastens und der Höhe der beiden Trichterkörper bei Verwendung von unnachgiebigem Material zur Herstellung der Trichterkörper 3 bis 8 mm. Bei Verwendung hartelastischer Materialien zur Herstellung der Trichterkörper kann sie geringer sein.
  • Eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zeichnet sich dadurch aus, daß der feste und formgerecht konische Trichterschaftkörper auf der Modellplatte befestigt ist und daß der Trichtermündungskörper als Massivkörper ausgebildet und an der Preßplatte befestigt ist. Zweckmäßigerweise besitzt der Trichtermündungskörper eine etwa halbkugelförmige Gestalt.
  • Gemäß einem weiteren wesentlichen Merkmal der Erfindung ist eine Ausblas- und Durchstoßvorrichtung zur Entfernung der zwischen dem Trichterschaft und der Trichtermündung verbleibenden Materialtrennschicht mit einer der Zahl der Trichter entsprechenden Anzahl von Düsen vorgesehen. Die Düsen sind in besonders vorteilhafter Weise an einem Rahmen oder Gitter in ihrer jeweiligen Lage verstellbar angebracht. Sie sind zweckmäßigerweise an ihrem Ende konisch ausgebildet und besitzen einen scharfen Rand zum Durchstoßen der Materialtrennschicht.
  • Bei Anpassung des Außendurchmessers der rohrförmigen Düse an den Durchmesser des zu bildenden Durchbruches zwischen Trichterschaft und Trichtermündung läßt sich mit der Düsenaußenseite der nach dem Durchstoßen verbleibende rauhe Rand leicht glattpressen.
  • Jede Düse ist in vorteilhafter Weise in ihrem oberen Bereich mit einer oder mehreren schräg nach unten gerichteten Ausblasöffnungen zum Ausblasen der Trichtermündung versehen. Als besonders zweckmäßig hat sich eine gleichmäßige Verteilung der Ausblasöffnungen am Umfang der Düsen in Form eines Blaskranzes herausgestellt. Zur Erzielung eines Luftstaues in den Düsen ist eine durch eine Querschnittsverengung begrenzte Düsenkammer vorgesehen, an die die Ausblasöffnungen angeschlossen sind.
  • Weitere wesentliche Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung. In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise veranschaulicht, und zwar zeigt F i g. 1 eine Seitenansicht der Vorrichtung nach der Erfindung mit einem Oberkasten, in dem die Trichtermündungen und die Trichterschäfte zweier Trichter ausgeformt sind, vor dem Entfernen der zwischen Mündung und Schaft gebildeten Trennschicht, F i g. 2 eine entsprechende Ansicht, in der die gemäß der Erfindung ausgebildete, einem Formkastenübersetzgerät zugeordnete Ausblas- und Durchstoßvorrichtung zur Entfernung der Trennschicht dargestellt ist, und F i g. 3 eine der Düsen der Ausblas- und Durchstoßvorrichtung in vergrößertem Maßstab.
  • Aus F i g. 1 ist ein Formkasten 1 ersichtlich, in dem die beiden im Schnitt dargestellten Trichter 2 jeweils zwei Abschnitte 3 und 4 umfassen, die durch eine Formsandtrennschicht 5 voneinander getrennt sind.
  • Diese Trichtergestalt ergibt sich nach Durchführung des ersten Verfahrensschrittes. Auf in der Zeichnung nicht näher veranschaulichte Weise wird zu diesem Zweck auf der Modellplatte ein fester, formgerecht konischer Trichterschaftkörper angebracht. An der Preßplatte ist der Trichtermündungskörper als Massivkörper angebracht. Die Form des Trichterschaftkörpers entspricht selbstverständlich der in F i g. 1 angedeuteten Form des zu bildenden Trichterschaftes 4, und die Form des Trichtermündungskörpers stimmt dementsprechend mit der Gestalt der zu bildenden Trichtermündung 3 überein. Gemäß der Erfindung ist die Summe der Höhe des Trichterschaftkörpers und des Trichtermündungskörpers etwa 3 bis 5 mm kleiner als die Höhe des Formkastens 1, d. h. als der Abstand der parallelen Ebenen 6,7 des Formkastens, von denen aus sich die beiden Körper jeweils in das Kasteninnere erstrecken. Diese Höhendifferenz ist erforderlich, damit sich die beiden Formkörper beim Pressen nicht berühren. Beim begrenzten Pressen soll die Differenz etwa 3 mm, beim Pressen in den Kasten ohne Begrenzung mindestens 5 mm, höchstens aber 8 mm betragen, damit auch hier mit Sicherheit eine Berührung beim Pressen vermieden wird. Dies gilt insbesondere bei Verwendung von metallischen, d. h. aus unnachgiebigem Material hergestellten Trichterkörpern. Beim Einsatz von hartelastischen Materialien zur Bildung der Trichterkörper, wie z. B. Hartgummi oder Kunststoff, können die Differenzmaße geringer gehalten werden, weil ein elastischer Trichterkörper beim Pressen immer etwas nachgiebt.
  • Die Entfernung der Trennschicht 5 geschieht in einem nachfolgenden Arbeitsgang, und zwar mit Hilfe der in F i g. 2 veranschaulichten Ausblas- und Durchstoßvorrichtung B. Diese Vorrichtung weist eine Reihe von Düsen 9 auf, die in einem Rahmen oder Gitter 10 so verstellbar angebracht sind, daß sie in der erforderlichen Anzahl und Größe auf jeden beliebigen Punkt des Formkastens 1 gerichtet werden können. Diese Düsen 9 stehen über nicht näher dargestellte Ventile mit einer Druckluftquelle in Verbindung. Wie sich aus der Zeichnung (F i g. 3) ergibt, sind die zylindrischen Düsen an ihrem unteren Drittel konisch verjüngt. Der verjüngte Abschnitt der Düsen läuft in einen scharfen Rand zum Durchstoßen der beim Formen verbleibenden Sandtrennschicht 5 bei möglichst geringem Druck auf die Sandoberfläche aus. Beim Einfahren der Düse 9 in den vorgeformten Hohlraum der Trichtermündung 3 wird die Sandtrennschicht 5 teilweise durchgestoßen und teilweise herausgeschnitten. Der verbleibende rauhe Sandrand wird durch den oberen zylindrischen Teil der Düse 9 glattgepreßt. Zu diesem Zweck ist der Außendurchmesser der Düse 9 dem Durchmesser des zu bildenden Durchbruches zwischen Trichterschaft 4 und Trichtermündung 3 angepaßt. Etwa in der Trichtermündung 3 verbleibende lose Sandreste werden ausgeblasen. Zu diesem Zweck weist jede Düse 9 in ihrem oberen Bereich einen Kranz am Düsenumfang gleichmäßig verteilter, schräg nach unten gerichteter Ausblasöffungen 11 auf. Unterhalb der Ausblasöffnungen 11 ist im Düseninneren eine Querschnittsverengung zur Erzielung eines Luftstaues in einer von ihr begrenzten Düsenkammer 12 vorhanden, an die die Ausblasöffnungen 11 angeschlossen sind.
  • Bei dem in F i g. 2 veranschaulichten Ausführungsbeispiel ist die Ausblas- und Durchstoßvorrichtung 8 dem Formkastenübersetzgerät 13 der Zulegestation zugeordnet. Der die Düsen 9 tragende Rahmen 8 könnte statt dessen auch über der Abrollstrecke einer Rollenbahn vertikal beweglich befestigt sein. In dem veranschaulichten Beispiel fährt die Ausblas- und Durchstoßvorrichtung immer mit dem übersetzgerät 13 mit.
  • Der Arbeitsablauf der Ausblas- und Durchstoßvorrichtung nach der Erfindung ist wie folgt: Der geformte Kasten sitzt abgehoben auf den aufgefahrenen Abhebestiften der Formmaschine. Das Formkastenübersetzgerät fährt über die Formmaschine, senkt ab, greift den Formkasten, fährt auf und aus zur Zulegestation. Das ist der normale Arbeitsablauf eines übersetzgerätes. Die Durchstoß- und Ausblasarbeit der erfindungsgemäß dem Übersetzgerät 13 zugeordneten Ausblas- und Durchstoßvorrichtung erfolgt während des Absenkens, Greifens und Auffahrens des übersetzgerätes. Die Befestigungshöhe und die Baulänge der Düsen 9 sind so gewählt, daß sie beim Greifen des auf den aufgefahrenen Abhebestiften liegenden Formkastens 1 etwa zur Hälfte in die durchzustoßende Sandtrennschicht 5 einfahren. Beim Zulegen des Oberkastens können dann die Düsen mit dem Sand im geformten Kasten nicht mehr in Berührung kommen, weil dieser unterhalb der Düsen in der Haltevorrichtung des betreffenden übersetzgerätes 13 liegt.
  • Ist die Ausblas- und Durchstoßvorrichtung an einer Abrollstrecke angebracht, so wird der geformte Kasten vor dem Einlauf in die Zulegestation angehalten, die Ausblasvorrichtung senkt ab, stößt die Sandtrennschicht 5 durch, bläst dabei den Trichter 3, 4 aus und fährt auf. Beim Auffahren der Ausblas- und Durchstoßvorrichtung wird dann für den Formkasten der Weg in die Zulegestation freigegeben. Zweckmäßigerweise erfolgt die Steuerung der Arbeitsvorgänge des Ausblas- und Durchstoßgerätes auf elektrischem oder pneumatischem Wege. Das Gerät kann so mit Hilfe einer vollautomatischen Folgeschaltung, z. B. der des Kastenübersetzgerätes, parallel zu einem anderen Arbeitstakt ausgelöst werden. Bei Einsatz des Gerätes an einer Rollenbahnanlage löst der ablaufende Formkasten selbst das Ausblas- und Durchstoßgerät aus, indem er einen elektrischen oder pneumatischen Endschalter anfährt.
  • Bei pneumatischer Steuerung wird ein Relaisventil, das die Hauptluft absperrt, durch einen Luftimpuls geöffnet und läßt die Druckluft durch die Ausblasdüsen ausströmen. Bei elektrischer Steuerung wird durch einen elektrischen Impuls entweder ein Magnetventil, das direkt in der Hauptluftleitung angeordnet ist und einen ausreichenden Durchgangsquerschnitt besitzt, geöffnet, oder es wirkt nur als pneumatischer Impulsgeber zur Steuerung eines pneumatischen Relaisventils. Es gibt somit mehrere Steuermöglichkeiten unter Verwendung eines elektrischen oder pneumatischen Impulsgebers, der zu einem bestimmten Zeitpunkt automatisch oder von Hand betätigt wird und mittels des Impulses ein in der Hauptluftleitung gelegenes Ventil öffnet, wodurch der Austritt der Druckluft aus den Düsen ausgelöst wird.
  • Zusammenfassend ist festzustellen, daß sich beim Einsatz der erfindungsgemäßen Vorrichtung in vollautomatischen Formanlagen folgende Vorteile ergeben: keine . Unterbrechung eines kontinuierlichen Arbeitsablaufes, hohe Betriebssicherheit, geringe Wartung, kein störender Aufenthalt beim Modellplattenwechsel durch zusätzlichen Preßplattenaustausch, keine Unfallgefahr, kein zusätzlicher Arbeitstakt, so daß die Taktzeit der Formanlage nicht beeinträchtigt wird.

Claims (16)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zum Ausformen von Trichtern in einem Formkasten bei intermittierend oder kontinuierlich arbeitenden Formanlagen, wie Standbahn-, Rollenbahn- oder Karussellanlagen, g e -kennzeichnet durch eine derartige Formung des Trichterschaftes (4) einerseits und der Trichtermündung (3) andererseits, daß nach dem Pressen des Formmaterials zwischen dem Trichterschaft und der Trichtermündung eine dünne Materialtrennschicht (5) verbleibt, die anschließend durchstoßen und entfernt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Verwendung eines Trichterschaftkörpers und eines Trichtermündungskörpers, deren summierte Höhe kleiner ist als der Abstand der parallelen Ebenen (6, 7) des Formkastens (1), von denen aus sich die beiden Körper jeweils in das Kasteninnere erstrecken.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Differenz zwischen der Höhe des Formkastens (1) und der Höhe der beiden Trichterkörper bei Verwendung von unnachgiebigem Material zur Herstellung der Trichterkörper 3 bis 8 mm beträgt und bei Verwendung hartelastischer Materialien zur Herstellung der Trichterkörper etwas geringer ist.
  4. 4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der feste und formgerecht konische Trichterschaftkörper auf der Modellplatte befestigt und der Trichtermündungskörper als Massivkörper ausgebildet und an der Preßplatte befestigt ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Trichtermündungskörper eine etwa halbkugelförmige Gestalt besitzt.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, gekennzeichnet durch eine Ausblas- und Durchstoßvorrichtung (8) zur Entfernung der zwischen dem Trichterschaft (4) und der Trichtermündung (3) verbleibenden Materialtrennschicht (5) mit einer der Zahl der Trichter (2) entsprechenden Anzahl von Düsen (9). 7.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsen (9) an einem Rahmen oder Gitter (10) in ihrer jeweiligen Lage verstellbar angeordnet sind. B.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsen (9) an ihrem Ende konisch ausgebildet sind und einen scharfen Rand zum Durchstoßen der Materialtrennschicht (5) besitzen.
  9. 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Außendurchmesser der rohrförmigen Düse (9) dem Durchmesser des zu bildenden Durchbruches zwischen Trichterschaft (4) und Trichtermündung (3) angepaßt ist.
  10. 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß jede Düse (9) in ihrem oberen Bereich mit einer oder mehreren schräg nach unten gerichteten Ausblasöffnungen (Il) zum Ausblasen der Trichtermündung (3) versehen ist.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausblasöffnungen (11) am Umfang der Düsen (9) gleichmäßig verteilt und somit in Form eines Blaskranzes angeordnet sind.
  12. 12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzielung eines Luftstaues in den Düsen (9) eine durch eine Querschnittsverengung begrenzte Düsenkammer (12) vorgesehen ist, an die die Ausblasöffnungen (11) angeschlossen sind.
  13. 13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausblas-und Durchstoßvorrichtung (8) an einem Formkastenübersetzgerät (13) angebracht ist.
  14. 14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausblas-und Durchstoßvorrichtung (8) über einer Rollenbahn angebracht ist.
  15. 15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 14, gekennzeichnet durch eine elektrische oder pneumatische Steuerung der Ausblas- und Durchstoßvorrichtung.
  16. 16. Vorrichtung nach Anspruch 15, gekennzeichnet durch eine elektrische oder pneumatische Steuerung der in der Druckmittelzuleitung zu den Düsen (9) liegenden Ventilanordnung.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2394346A1 (fr) * 1977-06-15 1979-01-12 Arenco Bmd Maschfab Procede et dispositif pour former des events dans des moules de fonderie en sable de moulage

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FR2394346A1 (fr) * 1977-06-15 1979-01-12 Arenco Bmd Maschfab Procede et dispositif pour former des events dans des moules de fonderie en sable de moulage

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