DE1172002B - Verfahren zur Herstellung von mehrfarbigen, wasser- und wetterfeste UEberzuege ausbildenden Anstrich- bzw. Lackfarben - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von mehrfarbigen, wasser- und wetterfeste UEberzuege ausbildenden Anstrich- bzw. Lackfarben

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DE1172002B
DE1172002B DEA31951A DEA0031951A DE1172002B DE 1172002 B DE1172002 B DE 1172002B DE A31951 A DEA31951 A DE A31951A DE A0031951 A DEA0031951 A DE A0031951A DE 1172002 B DE1172002 B DE 1172002B
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nitrocellulose
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Alton Judson Ward
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Airkem Inc
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Airkem Inc
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    • B05SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05DPROCESSES FOR APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05D5/00Processes for applying liquids or other fluent materials to surfaces to obtain special surface effects, finishes or structures
    • B05D5/06Processes for applying liquids or other fluent materials to surfaces to obtain special surface effects, finishes or structures to obtain multicolour or other optical effects

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  • Paints Or Removers (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: C 09 d
Deutsche KL: 22 g-10/01
Nummer: 1172 002
Aktenzeichen: A 31951IV c / 22 g
Anmeldetag: 29. April 1959
Auslegetag: 11. Juni 1964
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Anstrich- bzw. Lackfarben, die beim Auftragen auf eine Fläche einen Film bilden, der eine Mehrzahl gesonderter Farben bei klarem oder gefärbtem Untergrund aufweist.
Mehrfarbige Anstriche und Überzugsmittel sind bekannt. Sie enthalten im allgemeinen in einem wäßrigen Träger dispergiert eine Anzahl gefärbter Lacke oder Anstrichfarben. Mit solchen bekannten Mitteln hergestellte Überzüge haben den Nachteil einer ge- ίο ringen Wasserbeständigkeit. Außerdem sind solche wäßrigen Überzugsmittel dem Angriff durch Bakterien zugänglich.
Die Erfindung gestattet die Herstellung von nichtwäßrigen mehrfarbigen Überzugsmitteln, die hoch- wasserbeständige Überzüge bilden, welche insbesondere auch eine ausgezeichnete Flammechtheit und hohe Biegsamkeit aufweisen und gegen den Angriff durch Alkohol, siedendes Wasser, Salzwasserspritzer, öl, Waschmittel, Bakterien und Chemikalien beständig sind. Die Erfindung stellt mehrfarbige Überzugsmittel zur Verfügung, die in einem einzelnen, nicht ausgekleideten Behälter verpackt werden können und auf den verschiedensten Oberflächen, z. B. solchen aus Holz, Metall, Glas, Stein oder Gips, gut haftende Überzüge ergeben. Die Überzugsmittel sind langzeitig lagerbeständig, ohne daß sich die in ihnen enthaltenen Farben vermischen. Ein weiterer Vorteil der Überzugsmittel ist ihr rasches Trocknen unter Bildung harter, abriebfester Überzüge.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung von mehrfarbigen, wasser- und wetterfeste überzüge ausbildenden Anstrich- bzw. Lackfarben besteht darin, daß man Suspensionen von Filmbildnern in organischen Lösungsmitteln verwendet, die durch Auflösen eines ersten, in Kohlenwasserstoffen leichtlöslichen Filmbildners in einem einen überwiegenden Anteil an Kohlenwasserstoffen enthaltenden Lösungsmittel als Grundträger und durch Auflösen eines zweiten, in sauerstoffhaltigen Lösungsmitteln, wie Äthern, Ketonen, Alkoholen, Estern und Gemischen derselben, leichtlöslichen, in Kohlenwasserstoffen dagegen unlöslichen Filmbildners in einem organischen Lösungsmittel, welches aus einem Gemisch aus derartigen sauerstoffhaltigen Lösungsmitteln und einer zur Ausfällung des zweiten Filmbildners unzureichenden Menge an Kohlenwasserstoffen besteht, als Lackträger und durch langsames Zusetzen des Lackträgers zum Grundträger unter Rühren, wodurch der Lackträger in Form von unregelmäßigen Flocken oder Fasern ausgefällt wird, hergestellt worden sind und wobei entweder der Grundträger oder Verfahren zur Herstellung von mehrfarbigen,
wasser- und wetterfeste Überzüge ausbildenden
Anstrich- bzw. Lackfarben
Anmelder:
Airkem, Inc., New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter:
Dr.-Ing. W. Abitz, Patentanwalt,
München 27, Pienzenauer Str. 28
Als Erfinder benannt:
Alton Judson Ward, Miami, Fla. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 29. April 1958 (731 634)
der Lackträger oder alle beide pigmentiert bzw. gefärbt sind.
Da bei dem erfindungsgemäßen Verfahren der Lackträger in unregelmäßig geformten und verhältnismäßig großen Flocken oder Fasern ausgefällt wird, können damit Spritzeffekte erzielt werden, die mit bisher bekannten, in einem einzigen Auftrag aufgebrachten Überzugsmitteln nicht erreicht werden konnten. So ist es z.B. bekannt, Wachs als Mattierungsmittel in Nitrocelluloselacken zu verwenden. Dabei wird das Wachs zunächst in einem geeigneten Lösungsmittel, wie Äthylacetat, in der Wärme gelöst. Beim Einrühren dieser wannen Lösung in den Nitrocelluloselack fällt dann das Wachs in feinster Verteilung aus, so daß eine gleichmäßige Mattierungswirkung zustande kommt. Nach einem anderen bekannten Verfahren wird ein Überzugsmittel auf der Basis von Cellulosenitrat hergestellt, indem zu einer Lösung von Cellulosenitrat und Celluloseacetat in einem flüchtigen Lösungsmittel, die die beiden Cellulosederivate in beträchtlicher Konzentration, jedoch keinen mit Celluloseacetat unverträglichen Weichmacher enthält, ein Fällungsmittel für das Celluloseacetat in solchen Mengen zugesetzt wird, daß das Celluloseacetat in Form feiner Teilchen ohne Auftreten größerer Agglo-
409 599/29S
merate ausfällt. Auch hierbei wird im Gegensatz zur vorliegenden Erfindung nur eine gleichmäßige Mattierungswirkung, aber kein Spritzeffekt erzielt.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird die Größe und Form der Lackteilchen durch Variieren der Rührgeschwindigkeit und bzw. oder der Dauer des Rührens des Grundträgers beim Zusatz des Lackträgers, der Viskosität des zweiten Filmbildners und bzw. oder des Feststoffgehaltes des Lackträgers gesteuert.
Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung können dem Grundträger unter Rühren gesondert mehrere Anteile verschieden gefärbter Lackträger zugesetzt werden.
von schwankender Gestalt in Form von Stellen oder »Flecken« in dem gesamten Gemisch ergibt.
Es wurde auch gefunden, daß man die verschiedenen gefärbten Lacke dem Grundträger gleichzeitig zusetzen kann, wenn man die Lackströme nicht zusammentreffen läßt, bevor sie mit dem Grundträger im Tank in Berührung kommen.
Die Mengen des gefärbten Lacks in bezug auf den Grundträger können beträchtlich verändert werden, wobei man verschiedene Mehrfarbeneffekte auf der überzogenen Fläche erhält, sofern nur das Überzugsmittel dünnflüssig genug ist, um eine Auftragung, wie durch Spritzen, zu erlauben.
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren her-
Auch können dem Grundträger und dem Lack- 15 gestellten mehrfarbigen Überzugsmittel können unbe-
träger Weichmacher und Modifizierungsmittel zu- grenzt lange in nicht ausgekleideten Kannen oder
gesetzt werden, die dem daraus entstehenden Film Dosen aufbewahrt werden, ohne daß eine Vermischung
Zähigkeit, Biegsamkeit und Härte verleihen. oder Vermengung der einzelnen Farben eintritt.
Vorzugsweise wird als erster Filmbildner Cellulose- In den folgenden Beispielen beziehen sich die Teile
acetatbutyrat und als zweiter Filmbildner Nitrocellu- 20 auf Gewichtsmengen.
lose verwendet.
Als Lösungsmittel für den Grundträger kommen hauptsächlich Kohlenwasserstoffe, wie Toluol, Lackbenzin usw., in Betracht, während das Lacklösungsmittel ein Gemisch aus Kohlenwasserstoffen und sauerstoffhaltigen Lösungsmitteln, wie Alkoholen, Äthern und Ketonen, ist.
Der die Lösung eines Filmbildners enthaltende Grundträger kann klar oder gefärbt oder pigmentiert sein. In dem Grundträger kann eine beliebige Zahl gefärbter Lacke suspendiert werden, um Zwei- oder Mehrtoneffekte zu erzielen. Die Verwendung von Farbe im Grundträger ermöglicht eine noch größere Vielfalt von Farbeffekten.
Die bei der Herstellung des gefärbten Lackes verwendeten Pigmente können dem Trockentyp angehören oder in einer Lösung eines Alkydharzes oder eines anderen, üblicherweise zur Dispergierung von Pigmenten verwendeten Harzes vordispergiert sein.
Verwendbare Pigmentmengen sind 15,0 g bis 0,24 kg je Liter Lack, was von dem gewünschten Grad an Durchsichtigkeit bzw. Undurchsichtigkeit abhängt.
Die Nichtmischbarkeit der gefärbten Lacke beruht offenbar auf der relativen Unlöslichkeit der Nitrocellulose in den Kohlenwasserstofflösungsmitteln des Grundträgers. Die Pigmente und Farben sind vom Bindemittel des Lackträgers eingekapselt, und beim Eingießen des gefärbten Lackes in den Grundträger wird die Einkapselung vervollständigt, wobei die pigmentierten Lackteile gesonderte Farbteilchen oder -fetzen bilden. Die relative Größe der Farbteilchen hängt sowohl von der Geschwindigkeit, mit der die beiden Träger vermischt werden, und der Rührdauer als auch von der Viskosität der Nitrocellulose ab. So führt die Verwendung einer höherviskosen Nitrocellulose in dem Lack zu größeren Farbteilchen. Die Rührgeschwindigkeit beim Vermischen von Lack und Grundträger kann einen beliebigen Wert von etwa 150 bis 1000 U/Min, haben, wobei die Teilchengröße bei höheren Geschwindigkeiten kleiner ist. Außerdem läßt sich die Größe und zu einem gewissen Grad auch die Form der gefärbten Teilchen durch Verwendung von Lacken verschiedener Viskosität und verschiedenen Feststoffgehaltes beeinflussen. Bei Verwendung von Lacken hoher Viskosität und geringen Feststoffgehaltes erhält man einzelne Farbteilchen, die zerfasert oder faserartig wirken, während ein Lack niedriger Viskosität und hohen Feststoffgehaltes einzelne Farbteilchen Unter dem in den Beispielen genannten »Alkydharz« ist ein nichtmodifiziertes Glycerin-Phthalsäure-Alkydharz zu verstehen.
Beispiel 1
a) Zur Herstellung des Grundträgers dient folgender
Ansatz:
Gewichtsteile
Toluol 65,01
Isopropylalkohol 8,53
Xylol 1,82
Campherharz 2,50
Rizinusöl 0,25
Celluloseacetat-butyrat (20 Sekunden) 2,76
Celluloseacetat-butyrat (V2 Sekunde) 5,04
Alkydharz, mit Rizinusöl modifiziert 10,80
Lackbenzin 3,29
100,00
Litergewicht 0,867 kg
Viskosität nach Gardner — Holt D
b) Zur Lackträgerherstellung dient folgender Ansatz:
Gewichtsteile
Toluol 34,50
Xylol 4,00
Lackbenzin 10,00
Nitrocellulose (V4 Sekunde) 15,00
Polyäthylenglykol-di-2-äthylhexoat
(Weichmacher) 2,50
Butylalkohol 6,00
Methylisobutylketon 10,00
Äthylenglykolmonobutyläther 4,00
Methyläthylketon 14,00
100,00
Litergewicht 0,837 kg
Viskosität nach Gardner A-3
Dieses Beispiel für einen Lackträger dient nur zur Erläuterung des Verfahrens und stellt einen üblichen, herkömmlichen Lackansatz unter Weglassung von Harzen dar; Ansätze dieser Art können sich je nach dem Hersteller eines handelsüblichen Lackes ändern. Von größter Bedeutung ist jedoch die Viskosität der in einem solchen Ansatz enthaltenen Nitrocellulose; durch Veränderung der Viskosität der in dem Ansatz
enthaltenen Nitrocellulose wird die Form und Größe der entstehenden gefärbten Teilchen gelenkt und verändert. Wenn man eine Nitrocellulose mit einer Viskosität von 15 bis 20 Sekunden verwendet, haben die diskreten gefärbten Teilchen eine faserartige Zusammensetzung; sie erscheinen dann in dem Fertigprodukt als faserartige Farbteilchen geringen Durchmessers und geringer Länge. Bei Verwendung einer Nitrocellulose mit einer Viskosität von einer Viertelsekunde im Lackträger bilden die entstehenden farbigen Teilchen entsprechend der Geschwindigkeit der Bewegung beim Mischen eher Farbstellen oder Farbflecken schwankender Form und Größe. Die Verwendung irgendeines handelsüblichen, Harze enthaltenden Lacks führt zu einem gleichartigen Effekt, aber beim Spritzen wird eine Oberfläche mit rauhem »Gefüge« erhalten. Verwendet man handelsübliche Lacke, bei denen die Viskosität der darin enthaltenen Nitrocellulose unbekannt ist, so ist eine derartige Lenkung der Größe und Gestalt der Teilchen unmöglich.
Das verwendete Lackbenzin besitzt die folgenden Kennwerte:
Spezifisches Gewicht 0,739
ASTM-Destillation
Siedebeginn, 0C
50°/0, 0C
Siedeende, 0C
Verdampfungszeit bei 25 °C in Minuten
20%
50%
80%
95%
92 105 128
3,4
9,6
17,7
23,5
35 Schwefelsäure, 10%ige Natronlauge, 10%ige Essigsäure und 10%ige Natriumcarbonatlösung beständig.
Das Überzugsmittel kann auf grundierten oder ungrundierten Flächen aus Holz, Stahl, Aluminium, Geweben, Kunststoffen, Papierprodukten, Beton und Glas verwendet werden, wobei Glas vor der Aufbringung in geeigneter Weise, vorzugsweise mit wäßrigem Ammoniak, zu reinigen ist.
Die folgenden weiteren Beispiele erläutern Ansätze für die Grundträger, die je nach dem Bestimmungszweck in bezug auf die verschiedenen Flächen gewählt werden.
Beispiele 2 bis 12
Gewichtsteüe
2. Toluol 78,65
Campherharz 2,25
Rizinusöl 0,50
Celluloseacetat-butyrat (V2 Sekunde) 4,80
Celluloseacetat-butyrat (20 Sekunden) 3,00
Kolophoniummodifiziertes Alkydharz 10,80
100,00
3. Äthylenglykolmonobutyläther 0,50
Xylol 1,30
Toluol 66,00
Äthylalkohol 0,40
Isopropylalkohol 5,00
Lackbenzin 2,00
Benzin mit hohem Flammpunkt .... 1,00
Dibutylphthalat 2,75
Celluloseacetat-butyrat (V2 Sekunde) 5,30
Celluloseacetat-butyrat (20 Sekunden) 3,40
Abietinsäureester 12,00
Polydimethylsiloxan 0,35
Zur Herstellung eines weißen, eines grauen und eines schwarzen Lacks setzt man zu je 3,79 1 des Lackträgers 0,45 kg weißer, grauer bzw. schwarzer Pigmente zu, die in einem mit nichttrocknendem Öl modifizierten Alkydharz vordispergiert worden sind. Zur Zubereitung von 18,91 eines in Grau, Weiß und Schwarz mehrfarbigen Anstrichmittels werden 16,09 1 des klaren Grundträgers in einen Behälter eingegeben, mit 800 U/Min, gerührt und in den Grundträger langsam in gesonderten Strömen von etwa 1,6 bis 2,4 mm Durchmesser 1,421 des weißen Lacks, 0,95 1 des grauen Lacks und 0,471 des schwarzen Lacks eingegossen.
Da die beiden Träger miteinander nicht mischbar sind, mischen sich auch die Farben nicht miteinander, sondern haben die Form kleiner Farbfetzen oder -schnitzel.
Bei der beschriebenen Arbeitsweise können die Mischgeschwindigkeit und die Stärke der Ströme, in denen das Eingießen in den Grundträger erfolgt, zwecks Erzielung unterschiedlicher Effekte stark verändert werden. So kann die in den Lack eingebrachte Pigmentmenge je nach dem Effekt von 57 bis 910 g reichen. Der Überzug wird durch Spritzen aufgetragen, wobei man mit einem Behälterdruck von 0,7 bis 1,75 kg/cm2 und einem Zerstäubungsluftdruck von 1,75 bis 3,5 kg/cm2 arbeitet. Der Überzug fühlt sich nach etwa 20 Minuten trocken an, trocknet in Stunden zu einem klebfreien Zustand und hat in 35 bis 40 Stunden seine endgültige Härte erreicht. Der mehrfarbige Überzug ist gegen Alkohol, siedendes Wasser, Salzwasserspritzer, öl, Waschmittel, 10%ige 100,00
4. Äthylenglykolmonobutyläther 0,45
Xylol 4,00
Toluol 62,10
Äthylalkohol 2,10
Isopropylalkohol 4,25
Lackbenzin 1,75
Benzin mit hohem Flammpunkt 2,40
Dioctylphthalat 0,20
Acetyltriheptylcitrat 2,00
Dioctyladipat 0,60
Triphenylphosphat 0,25
Celluloseacetat-butyrat (V2 Sekunde) 3,60
Celluloseacetat-butyrat (20 Sekunden) 3,00
Methylmethacrylat 12,00
Harnstoff-Formaldehyd-Harz 1,30
100,00
5. Äthylenglykolmonobutyläther 0,25
Xylol 1,00
Toluol 70,00
Äthylalkohol 4,50
Benzin mit hohem Flammpunkt .... 1,35
Campherharz 2,00
Dicyclohexylphthalat 0,40
Dioctylphthalat 0,70
Celluloseacetat-butyrat (V2 Sekunde) 5,70
Celluloseacetat-butyrat (20 Sekunden) 3,35
Abietinsäureester 3,25
Lackbenzin 3,50
Harnstoff-Formaldehyd-Harz 4,00
100,00
6. Äthylenglykolmonobutyläther
Xylol
Toluol
Äthylalkohol
Isopropylalkohol
Lackbenzin
Benzin mit hohem Flammpunkt ....
Rizinusöl
Dioctylphthalat
Dioctyladipat
Celluloseacetat-butyrat (V2 Sekunde) Celluloseacetat-butyrat (20 Sekunden)
Polyvinylacetat
Lackbenzin
Gewichtsteile
. 0,60
. 1,50
. 67,00
. 5,50
. 1,80
. 0,80
. 0,75
. 0,30
. 1,90
. 0,80
5,90
2,25
9,00
1,90 Gewichtsteile
10. Äthylenglykolmonobutyläther 2,75
Toluol 35,00
Xylol 5,00
Lackbenzin 3,75
Nitrocellulose (V4 Sekunde) 12,00
Nitrocellulose (s/6 Sekunden) 2,00
Dioctylphthalat 3,00
Methylmethacrylat 7,00
Mit Rizinusöl modifiziertes Alkydharz 2,50
Butylalkohol 3,00
Methylisobutylketon 3,00
Butylacetat 8,00
Methyläthylketon 7,00
Isopropylacetat 6,00
7. Xylol
Toluol
Äthylalkohol
Isopropylalkohol
Lackbenzin
Benzin mit hohem Flammpunkt
Campherharz
Dicyclohexylphthalat
Triphenylphosphat
Celluloseacetat-butyrat (1I2 Sekunde) Celluloseacetat-butyrat (20 Sekunden)
Alkydharz
Polymethylphenylsiloxan
Äthylenglykolharzester
100,00
2,25 64,90 1,80 2,75 2,60 0,50 3,00 1,20 0,40 7,10 1,80 1,20 7,50 3,00
100,00
Die folgenden Beispiele erläutern Lackträger, die sich zur Verwendung zusammen mit den Grundträgern gemäß den Beispielen la und 2 bis 7 eignen.
Gewichtsteile
Äthylenglykolmonobutyläther 3,50
Toluol 39,00
Lackbenzin 7,00
Nitrocellulose (V4 Sekunde) 10,00
Nitrocellulose (V2 Sekunde) 4,00
Dioctylphthalat 3,00
Butylalkohol 9,00
Methylisobutylketon 11,00
Methyläthylketon 13,50
100,00
11. Äthylenglykolmonobutyläther 3,25
Toluol 36,40
Xylol 2,25
Lackbenzin 7,00
Nitrocellulose (V4 Sekunde) 5,00
Nitrocellulose (V2 Sekunde) 5,00
Nitrocellulose (5/6 Sekunden) 2,00
Dioctylphthalat 0,75
Dibutylphthalat 1,25
Rizinusöl 0,50
Abietinsäureester 5,00
Alkydharz 4,00
Butylalkohol 3,50
Methylisobutylketon 9,00
Butylacetat 2,00
Methyläthylketon 13,00
45
100,00
9. Äthylenglykolmonobutyläther 3,00
Toluol 33,00
Xylol 7,50
Lackbenzin 2,25
Nitrocellulose (V4 Sekunde) 4,00
Nitrocellulose (5/6 Sekunden) 7,00
Dioctylphthalat 1,25
Rizinusöl 1,00
Sojaölmodifiziertes Alkydharz 8,00
Butylalkohol 8,00
Methylisobutylketon 9,00
Butylacetat 5,00
Methyläthylketon 1,00
Isopropylacetat 10,00
100,00
12. Äthylenglykolmonobutyläther 2,00
Toluol 37,00
Xylol 2,00
Lackbenzin 1,00
Nitrocellulose (V4 Sekunde) 8,00
Nitrocellulose (V2 Sekunde) 3,00
Nitrocellulose (5/e Sekunden) 3,00
Polyäthylenglykol (Weichmacher) ... 1,00
Dioctylphthalat 1,00
Dibutylphthalat 0,50
Alkydharz 8,50
Rizinusölmodifiziertes Alkydharz ... 3,00
Butylalkohol 5,00
Methylisobutylketon 10,00
Butylacetat 1,00
Methyläthylketon 14,00
100,00
Das folgende Beispiel erläutert die Herstellung eines marmorierten Überzugsmittels, in welchem auch der Grundträger selbst pigmentiert ist.
Beispiel 13
Zu 16,58 1 des klaren Grundträgers gemäß Beispiel 2 setzt man 57 g Eisenoxydgelb und 28 g Molybdat-Orange zu. Diesem gefärbten Grundträger wiederum setzt man gesondert 1,42 1 eines weißen Lacks und 0,471 eines gebrannte Umbra enthaltenden Lacks unter Rühren zu. Zur Herstellung der gefärbten Lacke wird nach dem im Beispiel 1 beschriebenen Verfahren der Lackträger gemäß Beispiel 12 verwendet.
Wie die obigen Beispiele zeigen, kann man die 100,00 Zusammensetzung des Grundträgers und des gefärbten
Lacks unter Erzielung wirkungsvoller mehrfarbiger Überzugsmittel in bezug auf weitere Harze, Weichmacher u. dgl. verändern.
Man kann dem Überzug durch Verwendung verschiedener Weichmacher, feuerfestmachender Weichmacher, wie Phosphorsäureester usw., die verschiedensten Eigenschaften erteilen. Außerdem kann man das gesamte Gemisch durch Einführung von Metallpulvern, wie Bronze-, Kupfer-, Aluminiumpulver usw., unter Erzielung mehrfarbiger metallischer Überzugsmittel weiter modifizieren.

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von mehrfarbigen, wasser- und wetterfeste Überzüge ausbildenden Anstrich- bzw. Lackfarben, dadurch gekennzeichnet, daß man Suspensionen von Filmbildnern in organischen Lösungsmitteln verwendet, die durch Auflösen eines ersten, in Kohlenwasserstoffen leichtlöslichen Filmbildners in einem einen überwiegenden Anteil an Kohlenwasserstoffen enthaltenden Lösungsmittel als Grundträger und durch Auflösen eines zweiten, in sauerstoffhaltigen Lösungsmitteln, wie Äthern, Ketonen, Alkoholen, Estern und Gemischen derselben, leichtlöslichen, in Kohlenwasserstoffen dagegen unlöslichen Filmbildners in einem organischen Lösungsmittel, welches aus einem Gemisch aus derartigen sauerstoffhaltigen Lösungsmitteln und einer zur Ausfällung des zweiten Filmbildners unzureichenden Menge an Kohlenwasserstoffen besteht, als Lackträger und durch langsames Zusetzen des Lackträgers zum Grundträger unter Rühren, wodurch der Lackträger in Form von unregelmäßigen Flocken oder Fasern ausgefällt wird, hergestellt worden sind und wobei entweder der Grundträger oder der Lackträger oder alle beide pigmentiert bzw. gefärbt sind.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Größe und Form der Lackteilchen durch Variieren der Rührgeschwindigkeit und bzw. oder der Dauer des Rührens des Grundträgers beim Zusatz des Lackträgers, der Viskosität des zweiten Filmbildners und bzw. oder des Feststoffgehaltes des Lackträgers gesteuert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß dem Grundträger unter Rühren gesondert mehrere Anteile verschieden gefärbter Lackträger zugesetzt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß dem Grundträger und dem Lackträger Weichmacher und Modifizierungsmittel zugesetzt werden, die dem daraus entstehenden Film Zähigkeit, Biegsamkeit und Härte verleihen.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß als erster Filmbildner Celluloseacetat-butyrat und als zweiter Filmbildner Nitrocellulose verwendet wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 701 033;
britische Patentschrift Nr. 516 808;
USA.-Patentschriften Nr. 2 591 904, 2 658 002;
Kraus, Handbuch der Nitrocelluloselacke,
Teil 2, 1952, S. 291/292, und Ergänzungsband 1957, S. 110.
Bei der Bekanntmachung der Anmeldung ist eine Karte mit Proben ausgelegt worden.
409 599/298 6.64 © Bundesdruckerei Berlin
DEA31951A 1958-04-29 1959-04-29 Verfahren zur Herstellung von mehrfarbigen, wasser- und wetterfeste UEberzuege ausbildenden Anstrich- bzw. Lackfarben Pending DE1172002B (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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GB516808A (en) * 1937-07-22 1940-01-11 Du Pont Improvements in or relating to coating compositions for producing a dull or matte finish
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