DE116997C - - Google Patents

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DE116997C
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Germany
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hoof
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01LSHOEING OF ANIMALS
    • A01L15/00Apparatus or use of substances for the care of hoofs

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei Verwendung des bekannten Defaysschen künstlichen Hufhorns ist ein gründliches Entfetten der Hufsohle nöthig, was in den meisten Fällen mit ätzenden Substanzen geschieht und den Gebrauch dieses Hufhorns für den Laien verbietet. Auch mufs die Hufsohle vorher gerauht werden, und ist diese Masse, da sie aus Guttapercha und Ammoniakgummi besteht, niemals widerstandsfähig gegen Nageltritte; auch erhärtet sie viel zu langsam, verdichtet sich im kalten Zustande in sehr hohem Grade und verhindert ein durchaus festes Anhaften an der freien Hufsohle. Auch kann künstliches Hufhorn nur einmal verwendet werden, da es zum zweiten Mal geschmolzen seine Klebefähigkeit verliert.
Ebenso verhält es sich mit dem bekannten Huflederkitt, welcher zu besonderen Sohlen geformt werden mufs, die aber schon nach kurzem Gebrauch fäulnifserregende Schmutzbestandtheile zwischen Sohle und Huf zeigen und demzufolge faule Strahlbildungen herbeiführen, wenn diese Sohle nicht in gewissen Zeiträumen entfernt und der Huf desinficirt wird. Der bekannte Huflederkitt verhindert auch jedes Wachsthum des Hufes, denn seine Bestandtheile haben nicht die Eigenschaft, dafs sie durch die Blutwärme sich je nach Wachsthum des Hufes ausdehnen oder zusammenziehen können.
Dadurch, dafs der Huflederkitt zu einer Sohle geformt werden mufs, welche mehr oder weniger unter das Eisen greift oder in sonst einer Weise gehalten werden mufs, ist es leicht möglich, dafs nach kurzer Zeit diese Sohle verloren geht.
Die bekannten derartigen Massen zeigen also keineswegs solche Eigenschaften, dafs sie an beliebiger Stelle des Hufes aufgestrichen werden können, nach kurzer Zeit unlöslich festhaften und einen sicheren Schutz gegen Nageltritte bieten. Auch sind die bekannten Mittel viel zu kostspielig und umständlich in ihrer Handhabung beim Auftragen auf die Hufsohle.
Diese Uebelstände sollen durch den Hufsohlenkitt vorliegender Erfindung vermieden und eine gegen Nageltritte vollkommen zuverlässige Hufsohle geschaffen werden, welche in jeder Beziehung elastisch wirkt, das Wachsen des Hufes in keiner Weise beeinträchtigt, beim Wiederbeschlagen des Hufes durch einfaches Erwärmen entfernt, beim Abreifsen des abgelaufenen Hufeisens gelöst und ohne den Huf zu entfetten oder zu rauhen aufgestrichen werden kann.
Dieser Hufsohlenkitt besteht aus ungefähr 27 pCt. Gummi, 27 pCt. Pech, 22 pCt. Leinöl, 16 pCt. feinem Schmirgel und 8 pCt. Wasserglas.
Diese Masse wird auf die wie gewöhnlich beschlagene Hufsohle einfach aufgestrichen und mit einem geeigneten Werkzeug festgedrückt. Sie erhärtet, sich hierbei innig mit dem Hufe verbindend, innerhalb 5 bis 6 Minuten.
Eine besondere Vorrichtung am Hufeisen oder eine Aenderung des Beschlagens ist somit unnöthig, auch kann das Verkitten der Hufsohle mit dieser Masse von Jedermann vorgenommen werden.
Ein durch diesen Hufsohlenkitt gegen Eindringen spitzer Gegenstände und Fremdkörper gesicherter Huf ist vollkommen unempfindlich und ungeschmälert in seinem elastischen Auftritt, da dieser Kitt äufserst nachgiebig und elastisch wirkt; derselbe eignet sich ganz besonders für militärische Zwecke.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Kitt, welcher zur Verhinderung von Nageltritten auf die Hufsohle aufgestrichen wird, bestehend aus ungefähr 27 pCt. Gummi, 27 pCt. Pech, 22 pCt. Leinöl, 16 pCt. feinem Schmirgel und 8 pCt. Wasserglas.
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