DE1168464B - Verfahren zum Ausgluehen von Metallbaendern in Rollenform durch Hindurchleiten eines im Kreislauf fliessenden heissen Schutzgases - Google Patents

Verfahren zum Ausgluehen von Metallbaendern in Rollenform durch Hindurchleiten eines im Kreislauf fliessenden heissen Schutzgases

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DE1168464B
DE1168464B DEW22451A DEW0022451A DE1168464B DE 1168464 B DE1168464 B DE 1168464B DE W22451 A DEW22451 A DE W22451A DE W0022451 A DEW0022451 A DE W0022451A DE 1168464 B DE1168464 B DE 1168464B
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Edwin Albert Corns
Lee Wilson
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    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21DMODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
    • C21D9/00Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor
    • C21D9/52Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor for wires; for strips ; for rods of unlimited length
    • C21D9/54Furnaces for treating strips or wire

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Description

  • Verfahren zum Ausglühen von Metallbändern in Rollenform durch Hindurchleiten eines im Kreislauf fließenden heißen Schutzgases Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ausglühen von Metallbändern in Rollenform, bei welchem das Metallband bei aufrecht stehender Bandrollenachse derart umgespult wird, daß zwischen allen Windungen der Rolle ein gleichmäßiger Zwischenraum entsteht und die derart geöffneten Bandrollen auf ihren Stirnflächen ruhend durch Hindurchleiten eines im Kreislauf fließenden heißen Schutzgases erwärmt werden.
  • Bei einem bekannten Verfahren dieser Art, bei dem es sich um Bänder aus Aluminiumlegierungen handelt, werden von der oberen Stirnseite der Bandrolle aus in die Zwischenräume den Windungen die Gänge von Schraubenfedern als Abstandsstücke hineingedrückt, nachdem zuvor eine Schnur zwischen den Windungen der Bandrolle eingewickelt wurde, um auf diese Weise einen gleichmäßigen Zwischenraum zwischen den Windungen zu erzeugen. Diese Schraubenfedern ermöglichen es, die Bandrollen um 180° zu kippen und sie dadurch umzukehren, so daß die Schraubenfedern nach unten zu liegen kommen, worauf die Schnur herausgezogen und die Bandrolle dann in den Ofen eingebracht wird. Bei diesem Verfahren behindern die Schraubenfedern das Hindurchleiten des Schutzgases. und erzeugen daher Flecken an den von den Schraubenfedern gegen den Schutzgasstrom abgeschirmten Stellen der Bandoberfläche. Denn an diesen Stellen herrschen andere Temperaturen als an den vom Schutzgasstrom überspülten Flächen des Bandes. Diese Flecken liegen an der Kante des Bandes. Um sie zu entfernen, muß man diese Kante nachträglich beschneiden, was einen zusätzlichen Arbeitsgang verursacht und zu Materialverlusten führt.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diesen Mangel durch eine solche Ausgestaltung des Verfahrens zu vermeiden, daß das aufgespulte Metallband über seine ganze Fläche hin gleichmäßig den Schutzgasen ausgesetzt wird.
  • Erfindungsgemäß ist diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Windungszwischenräume der Bandrollen von allen Strömungshindernissen vollständig befreit sind und die Bandrollenachsen vom Öffnen an während der gesamten Behandlungszeit dieselbe Richtung beibehalten. Die Bandrolle wird also nicht gekippt oder völlig umgedreht, wie es bei dem bekannten Verfahren geschieht. .Aus diesem Grunde kann auf Abstandshalter verzichtet werden, die im Ofen zwischen den Windungen der Bandrollen verbleiben. Denn da die Bandrollenachsen in der aufrecht stehenden Lage verbleiben, ist eine gegenseitige Verschiebung der Bandwindungen der Rollen nicht zu befürchten. Ein weiterer Vorteil des Verfahrens besteht darin, daß die Windungszwischenräume der Bandrollen den gesamten Schutzgasstrom durchzulassen vermögen, im Gegensatz zum bekannten Verfahren, bei welchem die Windungszwischenräume der Bandrollen nur einen Teil des Gaskreislaufes aufnehmen, ein anderer Teil aber außen rings um die Bandrolle herum tießi. Das Hindurchleiten des gesamten Kreislaufs durch die Windungszwischenräume ergibt den höchsten Grad an Wärmeaustausch und somit höchste Gleichmäßigkeit der Erwärmung.
  • Zweckmäßig werden die Bandwindungen in einem Abstand gehalten, der mindestens gleich der halben und höchstens gleich der dreifachen Banddicke entspricht.
  • Ebenso wie bei dem bekannten Verfahren erfolgt zweckmäßig das Umpulsen durch Zwischenwickeln: einer Litze. Diese bestimmt nach ihrer Entfernung mit ihrem Durchmesser den Abstand der Windungen. Aufrechterhalten wird dieser Abstand lediglich durch Reibungseingriff der unteren Kante des umgespulten Metallbandes mit seinem Träger.
  • Auch das Kühlen nach dem Ausglühen erfolgt zweckmäßig mittels Schutzgas. Zur Durchführung des Verfahrens gelangt erfindungsgemäß eine Vorrichtung mit einem Drehtisch zur Aufnahme der umzuspulenden Bandrolle und mit einem zweiten angetriebenen, auf der gleichen Ebene befindlichen Umspuldrehtisch zur Verwendung, wobei die Achsen der Drehtische lotrecht stehen und dem Umspuldrehtisch eine Spule zum Abgeben und Wiederaufnehmen der Litze oder Schnur mit einer Einrichtung zum Einführen dieser Litze oder Schnur in waagerechter Richtung zwischen die Bandrollenwindungen zugeordnet ist. Gekennzeichnet ist diese Vorrichtung durch eine über der offenen Bandrolle angeordnete Führung zum Herausziehen der Litze oder Schnur aus den Zwischenräumen der Bandrollenwindungen.
  • Die Zeichnungen veranschaulichen die zur Durchführung des Verfahrens erforderliche Einrichtung an einem Ausführungsbeispiel.
  • F i g. 1 zeigt in der Draufsicht einen Umspulapparat, in dem eine dicht gewickelte Rolle dargestellt ist, die zu einer offen gewickelten Rolle umgespult wird; F i g. 2 zeigt in der Draufsicht denselben Apparat beim Zurückspulen einer offenen Spule zu einer dicht gewickelten Spule nach dem Ausglühen; F i g. 3 ist eine der F i g. 1 entsprechende Seitenansicht; F i g. 4 zeigt in einer vergrößerten Ansicht mit Schnitt nach der Linie 4-4 der F i g. 3 die beim Umspulen auf das Band wirkende Bremse; F i g. 5 ist ein senkrechter Schnitt durch einen Glühofen mit Schutzgasumwälzvorrichtung für die Durchführung des neuen Verfahrens; F i g. 6 zeigt im waagerechten Schnitt durch einen Glühofen nach der Linie 6-6 der F i g. 5 einen Tragrost für die Metallbandrolle; F i g. 7 zeigt im waagerechten Schnitt nach der Linie 7-7 der F i g. 5 den unteren Ofenkammerteil; F i g. 8 ist ein Teilschnitt nach der Linie 8-8 der Fig.7; F i g. 9 zeigt in einem waagerechten Schnitt nach der Linie 9-9 der F i g. 5 den Chargenträger und den Gasverteiler des Ofens.
  • Der in F i g. 1 bis 4 dargestellte Apparat, mittels dessen die vom Walzwerk kommende dicht gewickelte, unausgeglühte Metallbandrolle zu einer offenen Rolle umgewickelt und die ausgeglühte offene Rolle wieder zu einer dicht gewickelten Rolle zurückgespult wird, besitzt einen frei drehbaren Ausgabedrehtisch 1 in Form einer flachen Scheibe, die durch eine lotrechte Achse 2 getragen wird, die in einer Grundplatte 3 gelagert ist. Der Drehtisch 1 wird zusätzlich an seinem Umfang durch eine Reihe von auf den Umfang verteilten Gleitrollen 4 geführt, die in Lagern 5 auf dem oberen Teil der Grundplatte 3 frei drehbar gelagert sind, so daß er sich mit einem Mindestmaß von Reibungswiderstand in waagerechter Ebene bewegen kann und dabei die Last einwandfrei abstützt.
  • Ein Tragrost R für die Bandrolle, der weiter unten näher beschrieben ist, ist auf den Drehtisch 1 aufgesetzt und nimmt die dicht gewickelte auszuglühende Bandrolle C mit senkrechter Achse auf. Der Drehtisch 1 trägt eine an ihm befestigte Spindel 6, die sich nach oben durch eine Mittelöffnung des Rollentragrostes R in das Innere der Rolle C hinein erstreckt und sowohl diese als auch den Tragrost auf dem Drehtisch zentriert. Auf der gleichen Ebene wie der Drehtisch 1 befindet sich ein Umspuldrehtisch 7 mit Kraftantrieb, der von der Grundplatte 8 im Abstand von dem frei drehbaren Drehtisch 1 getragen wird. Er sitzt auf einer lotrechten mittleren Welle 9 und wird an seinem äußeren Umfang ebenfalls durch eine Reihe von Gleitrollen 9' abgestützt. Die Welle 9 führt nach unten in einen Getriebekasten 10, von dem sie getragen wird, und wird durch ein in dem Kasten enthaltenes Getriebe, eine Riemenscheibe 11, Riemen 12, Untersetzungsscheiben 13 und 14, Riemen 15 und einen umsteuerbaren Elektromotor 16 angetrieben, so daß der Drehtisch 7 in beiden Richtungen umlaufen kann.
  • Der angetriebene Drehtisch 7 trägt einen in seiner Achse liegenden, sich nach oben erstreckenden, zusammenziehbaren hohlzylindrischen Kern 17 mit einer Zusammenzieh- und Bandenendklemmvorrichtung 18. Beim Umspulen wird das Bandende in der Klemmvorrichtung 18 festgelegt und dann der Drehtisch in Umlauf gesetzt, um das Band auf den Kern 17 aufzuwickeln.
  • Zwischen dem Ausgabedrehtisch 1 und dem .Umspuldrehtisch 7 ist eine Bremse B angebracht, die das Band beim Aufwickeln unter Spannung setzt. F i g. 1, 3 und 4 zeigen die Einstellung dieser Bremse für das Umspulen von dichter zu offener Rolle. F i g. 2 zeigt ihre Einstellung für das dichte Zurückspulen des ausgeglühten Bandes.
  • Gemäß F i g. 4 weist die Bremsvorrichtung eine mit senkrechter Achse angeordnete frei drehbare Führungswalze 19 auf, die in Lager 20 eines Bremsrahmens 21 geführt ist. An einem der senkrechten Stäbe des Rahmens 21 sind drei Winkelhebel 22 auf Bolzen 23 gelagert. An jeden der drei Winkelhebel 22 ist mittels eines Lageransatzes 24 ein Bremsklotz 25 angelenkt. Die Bremsklötze bestehen aus Holz und sind vorzugsweise in ihren Anlageflächen der Bogenform der Walze 19 angepaßt.
  • An das freie Ende eines jeden Winkelhebels 22 ist ein Gewicht 26 angehängt, durch das die Bremsbacke 25 gegen die Walze 19 gedrückt wird. Wenn das Blechband von der dicht gewickelten Rolle C über die Walze 19 läuft, üben die Bremsbacken 25 eine Bremswirkung auf das Band aus, so daß eine Spannung entsteht, die sich beim Aufwickeln des Bandes auf den Kern 17 des Drehtischs 7 so geltend macht, daß das Aufwickeln des Bandes hier in der gewünschten Dichte stattfindet. Die Spannung kann durch Änderung der Bremsgewichte 26 verändert werden.
  • Beim Zurückspulen der offenen Rolle C zu einer dicht gewickelten Rolle C" gemäß F i g. 2 wird das Band über die entgegengesetzte Seite der Walze 19 geführt. Zu diesem Zweck sind für die Winkelhebel Lagerbolzen 27 ähnlich den Bolzen 23 auf der entgegengesetzten Seite des Rahmens 21 vorgesehen. Vor Beginn des Rückspulens werden die Winkelhebel 22 samt ihren Bremsbacken 25 und den Gewichten 26 von den Bolzen 23 abgenommen und auf die Bolzen 27 aufgesetzt, wie aus F i g. 2 ersichtlich ist.
  • Selbstverständlich können auf Wunsch zwei vollständige Sätze von durch Winkelhebel getragenen Bremsbacken auf dem Rahmen 21 angeordnet werden, um das Umsetzen der Bremsvorrichtung von einer Seite der Walze 19 auf die andere beim Umspulen und beim Zurückspulen unnötig zu machen. Die Bremsvorrichtung kann natürlich auch irgendwie anders gestaltet werden. Der Vorgang des obenerwähnten Einrollens einer Abstandslitze oder -schnur zwischen die einzelnen Windungen der auf dem Drehtisch entstehenden offenen Rolle ergibt sich aus F i g. 1 und 4. Der Drehtisch 7 mit dem Kern 17 wird im Uhrzeigersinn (F i g. 1) durch den Motor 16 angetrieben. Zum Aufwickeln des Bandes auf den Kern 17 mit Zwischenräumen zwischen den einzelnen Windungen ist eine Spule 28 vorgesehen, auf die eine Litze oder Schnur 29 aufgewickelt ist. Diese kann runden oder flachen Querschnitt haben, und ihre Dicke kann in radialer Richtung zur Spule C, wie bereits angegeben, vorzugsweise zwischen der halben und dreifachen Dicke des Metallbandes liegen. Die Schnur kann aus Metall oder anderem geeigneten Material bestehen und gesponnen, geflochten oder einfaserig sein. Es kann sich z. B. um einen Nylonfaden von passendem Durchmesser handeln. Ein solcher hat sich als Zwischenlage besonders bewährt, da er von hoher Lebensdauer und großer Festigkeit ist und sich nach dem Wickeln der Metallbandrolle leicht aus dieser herausziehen läßt.
  • Die Spule 28 ist fest auf der waagerechten Welle 30 eines Schnurrückwicklers A angebracht. Bei der Bildung der offenen Metallbandrolle kann die Welle 30 frei umlaufen, so daß die Schnur 29 von der Spule abgezogen werden kann. Eine Führungsöse 31 für die Schnur kann parallel zur Welle 30 und der Spule 28 durch ein Doppelschraubengetriebe 31 hin und her bewegt werden, das synchron mit der Welle 30 durch ein Zwischengetriebe angetrieben wird, das einen Riemen 33 und einen Getriebekasten 34 aufweist. Wenn die Abstandsschnur 29 aus der offenen Metallbandrolle herausgezogen werden soll, wird die Schnurspule 28 in umgekehrter Richtung durch den Motor 35 angetrieben. Zwischen dem Motor und der Spulenwelle 30 ist eine Kupplung angebracht (nicht dargestellt), die bei dem Wickeln der offenen Spule ausgerückt wird, so daß der Motor und die Spule 28 sich unabhängig voneinander drehen können. Wird die Schnur 29 aus der offenen Bandrolle herausgezogen, so wird die Kupplung eingerückt und der Motor in Gang gesetzt, so daß er die Welle 30 mit der Spule 28 antreibt.
  • In F i g. 1 und 3 ist die Schnur 29 beim Einrollen in die offene Bandrolle in vollen Linien dargestellt, während ihre Bahn beim Herausziehen aus der offenen Rolle strichpunktiert angedeutet ist. Bei Beginn des offenen Wickelns wird die Schnur 29 aufwärts durch die Führungsöse 36 geleitet, die einstellbar von einem senkrechten Ständer 37 in der richtigen Höhe entsprechend der Breite des Bandes getragen wird, und sodann quer im wesentlichen in waagerechter Richtung bewegt und zwischen die anfänglichen inneren Bandwindungen eingeführt. Wie aus F i g. 3 ersichtlich, geschieht dies so, daß sie in einem Abstand von z. B. 2,5 bis 5 cm von der oberen Kante des aufgewickelten Bandes verläuft. Während der Motor 16 den Drehtisch 7 mit dem Tragrost R und dem Kern 17 im Uhrzeigersinn dreht, wird das Band auf diesen aufgewickelt und die Abstandsschnur 29 von der Spule 28 abgezogen und zwischen die aufeinanderfolgenden Bandwindungen eingeführt. Auf das Metallband wird während des Aufwickelns durch die Bremsvorrichtung B ein Widerstand ausgeübt mit dem Ergebnis, daß die einzelnen Windungen im wesentlichen in gleichmäßigem Abstand voneinander gehalten werden, der der radialen Abmessung der Abstandschnur 29 entspricht. Nach dem vollständigen Umspulen wird der Motor 16 stillgesetzt. Zwecks Entfernens der Abstandsschnur 29 zwischen den einzelnen Windungen der Rolle C wird ein Teil von ihr zwischen der Führungsöse 36 und der Metallbandrolle C angehoben und in eine obere Führung 39 eingehängt, die von einem senkrechten Ständer 40 sitzenden waagerechten Schwenkarm 39 getragen wird. Der Arm 39 kann um die Achse des Ständers 40 aus der Stellung für das Entfernen der Schnur gemäß F i g. 1 und 3 in eine abseitige Stellung gemäß F i g. 2 geschwenkt werden, um das Laden und Entladen des Drehtisches 7 zu ermöglichen. Befindet sich der Arm 39 in der Stellung für das Entfernen der Schnur, so befindet sich die Führung 38 vorzugsweise unmittelbar über der Mitte der Rolle C. Der Motor 35 wird nun angelassen und die Schnur. 29 aufwärts aus den Windungszwischenräumen ohne übermäßigen Widerstand und ohne übermäßige Spannung über die oberen Kanten des Metallbandes gezogen. Dieses Herausziehen in der Abstandsschnur kann mit großer Geschwindigkeit und ohne Verdrillen der Schnur erfolgen.
  • Ist der beschriebene Umspulvorgang vollendet und die Abstandsschnur aus der offenen Metallbandrolle herausgezogen, so bleibt die Rolle mit dem Tragrost R auf dem Drehtisch 7 zurück. Die einzelnen Windungen des aufgerollten. Metallbandes befinden sich im wesentlichen in gleichmäßigem Abstand voneinander, entsprechend der Dicke der verwendeten Abstandsschnur. Lediglich infolge des Reibungseingriffes der unteren Kante des Metallbandes mit der Oberfläche des Rostes R verharren die einzelnen Windungen in diesen im wesentlichen gleichmäßigen Abständen. Die offene Rolle C wird sodann auf dem Rost R mittels eines Kranes oder eines anderen Beförderungsmittels in den Glühofen befördert, wobei die obere Fläche des Rostes R im wesentlichen waagerecht und die Achse der Rolle im wesentlichen senkrecht gehalten wird. Die Achsen der Bandrollen behalten also ihre lotrechte Richtung bei.
  • Der Rost R besteht aus konzentrischen Ringen 70, 71 und Speichen 72, 72', 72", 72"' und 74. Dieser Rost wird zusammen mit der auf ihm stehenden Bandrolle C in den in F i g. 5 im Längsschnitt veranschaulichten Ofen eingebracht. Er steht dort auf einer Unterlage E, die in F i g. 7 gezeigt ist und aus einer Bodenplatte 52, einem Mantel 54, radialen aufrechten Blechen 55, einer mittleren Deckplatte 57 und geneigten Platten 58 besteht. Unter dem Einsatz E befindet sich ein Gebläse 42, dessen lotrechte Welle 43 bei 44 gelagert und über Riemen 45 angetrieben ist. Unterhalb dieses Gebläses hat der Ofen einen Boden D, der den Ofenmantel G unter Zwischenschaltung einer Labyrinthdichtung 63 bis 67 trägt.
  • Das Gebläse fördert das im Ofen befindliche Schutzgas im Kreislauf, wie es die Pfeile in F i g. 5 zeigen. Dabei fließt der außen aus dem Gebläseläufer austretende Strom zwischen dem oberen Blech 46 des Bodens D und der Bodenplatte 52 des Trägers E nach außen, dann an einer schrägen Wand 48 aufwärts zwischen zylindrischen Mantelwänden 60 und 62 hindurch aufwärts unter einer Haube 61, um von dort abwärts in den Zwischenräumen P der Bandrolle zu fließen. Die unten aus der Bandrolle austretenden Gase werden durch Leitwände 70, 71 und durch die Leitwände 58 der mittleren Öffnung 53 des Trägers E zugeleitet, die sich unmittelbar über dem Gebläse befindet und den Gasstrom von oben in den Gebläse- Läufer eintreten läßt. Durch den mittleren Kanal 77 kann kein Schutzgas fließen, da dieser unten durch das Blech 57 verschlossen ist. Mithin fließt der gesamte Schutzgasstrom durch die Zwischenräume P im wiederholten Kreislauf. Die Beheizung erfolgt durch Brenngasrohre 68 und die Zuführung des Schutzgases durch ein Rohr 75.

Claims (6)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zum Ausglühen von Metallbändern in Rollenform, bei welchem das Metallband bei aufrecht stehender Bandrollenachse derart umgespult wird, daß zwischen allen Windungen der Rolle ein gleichmäßiger Zwischenraum entsteht, und die derart geöffneten Bandrollen auf ihren Stirnflächen ruhend durch Hindurchleiten eines im Kreislauf fließenden heißen Schutzgases erwärmtwerden,dadurch gekennzeichnet, daß die Windungszwischenräume der Bandrollen von allen Strömungshindernissen vollständig befreit sind und die Bandrollenachse vom Öffnen an während der gesamten Behandlungszeit dieselbe Richtung beibehalten.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bandwindungen in einem Abstand gehalten werden, der mindestens gleich der halben und höchstens gleich der dreifachen Banddicke entspricht.
  3. 3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Umspulen durch Zwischenwickeln einer Litze erfolgt, die nach ihrer Entfernung mit ihrem Durchmesser den Abstand der Windungen bestimmt.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der Windungen beim Umspulen der stirnseitig auf ebenen Platten aufstehenden Bandrollen lediglich durch Reibungseingriff der unteren Kante des offenen Bandes mit seinem Träger aufrechterhalten wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auch das Kühlen nach dem Ausglühen mittels Schutzgas erfolgt.
  6. 6. Vorrichtung zum Ausführen des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 3, mit einem Drehtisch zur Aufnahme der umzuspulenden Bandrolle und mit einem zweiten angetriebenen auf der gleichen Ebene befindlichen Umspuldrehtisch, wobei die Achsen der Drehtische lotrecht stehen und dem Umspuldrehtisch eine Spule zum Abgeben und Wiederaufnehmen der Litze oder Schnur mit einer Einrichtung zum Einführen dieser Litze oder Schnur in waagerechter Richtung zwischen die sich bildenden freien Räume zwischen den Bandrollenwindungen zugeordnet ist, gekennzeichnet durch eine über der offenen Bandrolle angeordnete Führung (38) zum Herausziehen der Litze oder Schnur (29) aus den Zwischenräumen der Bandrollenwindungen. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 922 587; deutsche Patentanmeldung H 4097 VI 18 c (bekanntgemacht am 16. 7. 1953); britische Patentschrift Nr. 718109; USA.-Patentschriften Nr. 2 580 283, 2 409 384, 2489012.
DEW22451A 1957-02-13 1957-12-20 Verfahren zum Ausgluehen von Metallbaendern in Rollenform durch Hindurchleiten eines im Kreislauf fliessenden heissen Schutzgases Pending DE1168464B (de)

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DE922587C (de) * 1951-11-29 1955-02-28 Lee Wilson Verfahren und Vorrichtung zum Waermebehandeln von gewickelten Eisen- und Metallbaendern

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