DE116802C - - Google Patents

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DE116802C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65GTRANSPORT OR STORAGE DEVICES, e.g. CONVEYORS FOR LOADING OR TIPPING, SHOP CONVEYOR SYSTEMS OR PNEUMATIC TUBE CONVEYORS
    • B65G51/00Conveying articles through pipes or tubes by fluid flow or pressure; Conveying articles over a flat surface, e.g. the base of a trough, by jets located in the surface
    • B65G51/04Conveying the articles in carriers having a cross-section approximating that of the pipe or tube; Tube mail systems
    • B65G51/26Stations
    • B65G51/30Stations for delivery

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Quick-Acting Or Multi-Walled Pipe Joints (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die auf der Zeichnung dargestellte Empfangsstelle für Rohrpostanlagen, welche mit Luftüberdruck oder -Unterdruck betrieben werden, ist so eingerichtet, dafs der ankommende Wagen selbstthätig nach dem Einlauf die Verbindung mit der Hauptrohrleitung schliefst und unmittelbar darauf den Auslafshahn öffnet, so dafs der Wagen oder die Laufbüchse ohne irgend welche Bedienung nach aufsen tritt.
Fig. ι zeigt einen Längsschnitt durch die Anlage.
Fig. 2 ist eine Ansicht von unten.
Fig. 3 stellt eine Hülfsstelle zur Zuführung frischer Druckluft dar.
Die Ankunftsstelle bildet die geradlinige Fortsetzung des Hauptleitungsrohres 11. An dem inneren, d. h. dem dem Hauptrohre 1 i zunächst liegenden Ende des Rohres 52, ist ein Hahn 53 und an dem äufseren oder Auslafsende ein ähnlicher Hahn .54 angebracht. Beide Hähne werden von einem Luftdruckmotor bewegt, der aus einem Cylinder 55 mit Kolben 56 besteht, dessen Kolbenstange 57 mittelst der Arme 58 mit einer Stellstange. 59 verbunden ist. Das Küken des Hahnes 53 ist mit einem excentrischen Stift oder einem Kurbelarm 60 versehen. Die Stellstange endigt in einen L-förmigen Schlitz 62, von dem ein Theil senkrecht und der .andere wagerecht liegt, wie die punktirten Linien in Fig. 1 erkennen lassen. Am anderen Ende ist die Stellstange 59 mit einem ähnlichen L-förmigen Schlitze 65 versehen, der jedoch umgekehrt wie der Schlitz 62 angeordnet ist. Auch in diesem Schlitz gleitet ein excentrischer Zapfen 63 des Hahnkükens 54.
Von einem Punkte des Rohres 52 in der Nähe des Hahnes 54, und zwar zwischen diesem und dem Hahn 53, führt ein Rohr 66 nach dem Cylinderinnern; es endigt in dem Deckel des Cylinders. Von dem anderen Deckel des Cylinders führt ein Rohr 67 nach einem Gehäuse 68, in welchem sich der Dreiweghahn 69 befindet. Von dem Gehäuse 68 führt die Leitung 70 nach einem geeigneten Punkte der Hauptleitung, wo ein gleichmäfsiger Betriebsdruck herrscht, beispielsweise nach dem Rohr 15, das mit der Hauptleitung 11 durch ein T-Stück verbunden ist, während ein zweites Rohr 71 nach dem Rohr 52 führt, und zwar an eine Stelle aufserhalb des Hahnes 53. Der Dreiweghahn 69 ist so beschaffen, dafs das Rohr 67 mit einer der beiden Leitungen 70 oder 71 in Verbindung gebracht werden kann.
Das Rohr 71 enthält ferner ein Rückschlagventil 72, durch welches die Luft von dem Rohr 67 durch das Rohr 71 nach dem Rohr 52 strömen kann, jedoch nicht umgekehrt. Zur selbstthätigen Bewegung des Dreiweghahnes 69 ist dieser Hahn mit einem Kurbelarm 73 verbunden, an welchen die hin- und hergehende Stange 74 angelenkt ist, die durch
eine entsprechende Oeffnung am unteren Ende, eines der Arme 58 gleiten kann. Die Stange 74 ist - mit verstellbaren Anschlägen 75 und 76 versehen, und zwar in der Weise, dafs, wenn der Arm 58 die Anschläge trifft, die Stange 74 und folglich auch der Dreiweghahn 69 nach der einen oder anderen Richtung verstellt wird.
Die Empfangsstelle arbeitet in folgender Weise:
In der Ruhelage nehmen alle Theile der Anlage die in den Figuren dargestellte Stellung ein. Sobald eine Laufbüchse ankommt, geht sie durch den Hahn 53 in das Rohr 52 and preist die Luft vor dem geschlossenen Hahn 54 zusammen. Der entstehende Druck ist abhängig von der lebendigen Kraft der Laufbüchse. Die erzeugte Druckluft geht durch das Rohr 66 in den Cylinder 55 und treibt den Kolben 58 vorwärts nach dem anderen Ende des Cylinders. Während dieser Bewegung strömt die auf der anderen Kolbenseite befindliche Luft durch das Rohr 67, das Rückschlagventil 72 und das Rohr 71 in das Rohr 52 hinter die Laufbüchse.
Die Bewegung des Kolbens 56 wird durch die Kolbenstange 57 und die Arme 58 auf die Stellstange 59 übertragen. Anfänglich befindet sich der Zapfen 60 des Hahnes 53 in dem senkrechten Theil des Schlitzes 62; infolge der Bewegung der Stellstange dreht sich der Hahn 53 um 90 ° und schliefst die Verbindung zwischen 11 und 52 ab. Während dieser Bewegung des Hahnes 53 und der Stange 59 bleibt der Hahn 54 unbeweglich, weil dessen Zapfen 63 in dem wagerechten Theile des Schlitzes 65 gleitet. Wenn aber der Hahn.53 geschlossen ist, so befindet sich dessen Kurbelzapfen 60 in einer Linie mit dem wagerechten Theil des Schlitzes 62, so dafs die weitere Bewegung der Stange .59 in derselben Richtung keine weitere Bewegung des Hahnes 53 verursacht. Dieser Hahn bleibt also während der weiteren Bewegung der Stange geschlossen. In derselben Zeit hat aber das rechte Endstück 64 sich bis zu einem Punkte bewegt, wo der senkrechte Theil des Schlitzes 65 den Kurbelzapfen 63 des Hahnes 54 erfafst. Bei der Weiterbewegung der Stange 59 dreht sich nun dieser Hahn 54 um einen Winkel von 900; der Hahn wird also vollständig geöffnet und läfst die Büchse nach aufsen austreten. Es ist zu beachten, dafs der Hahn 53 vollständig geschlossen ist, bevor der Hahn 54 geöffnet wird, so dafs keine oder nur eine geringe Menge Luft aus der Leitung verloren geht, und in keinem Augenblick eine freie Verbindung : zwischen der Hauptleitung und der Aufsenluft stattfindet. Man erkennt auch, dafs die Bewegung der Hähne behufs Auslasses der Büchse lediglich durch die Druckänderungen in dem Endrohrstück erfolgt, die ihrerseits durch die Bewegung der Büchse hervorgerufen werden.
Nach dem Austritt der Büchse gehen die Hähne 53 und 54 selbstthä'tig in ihre anfängliche Lage zurück, und zwar in folgender Weise:
Der Arm 58, welcher auf der Stange 74 gleitet, kommt in Berührung mit dem Anschlage 75 auf dieser Stange, sobald der Kolben 56 an das Ende seines Hubes nach links gelangt ist. Hierbei wird die Stange 74 verschoben und der Dreiweghahn 69 gedreht, so dafs jetzt eine Verbindung zwischen den ■ Röhren 70 und 67 hergestellt und die Verbindung zwischen den Röhren 71 und 67 aufgehoben ist. Hierdurch wird Druckluft aus der Hauptrohrleitung an dasjenige Ende des Cylinders 55 geleitet, welches dem mit dem Rohr 66 verbundenen Ende gegenüberliegt. Da in der Zwischenzeit die Lauf büchse aus dem Endrohr ausgetreten ist, so wird jetzt der Kolben 56 nach rechts zurückgetrieben, und die auf der rechten Seite vor dem Kolben befindliche Luft entweicht frei durch die Röhre 66 nach aufsen. Diese Bewegung des Kolbens 56 dient zunächst dazu, den Hahn 54 zu schliefsen und dann den Hahn 53 zu öffnen. Am Ende der Kolbenbewegung gelangt der Arm 58, in Berührung mit dem Anschlage 76 auf der Stange 74,. nimmt diesen Anschlag und die Stange mit und dreht dadurch den Dreiweghahn 69 wieder in die in Fig. 1 dargestellte Anfangsstellung. Hierdurch wird die Druckluft aus dem Rohre 70 abgeschnitten. Ein: ausgleichender Druck wirkt durch das Rohr 71 gegen . das . Rückschlagventil 72, so dafs der Kolben 56 trotz des auf ihn wirkenden Druckes durch das Rohr 66 in seiner anfänglichen Lage verbleibt, wie es in Fig. 1 dargestellt ist. Man. erkennt, dafs die Gesammtthätigkeit der Endstelle, und zwar sowohl die Bewegung der beiden Hähne zum Zwecke des Austritts der Laufbüchse, als auch die Rückkehr in die Anfangs- oder Ruhelage, vollständig selbstthätig erfolgt und lediglich durch die Lauf büchse bewirkt wird.
Genau nach derselben Anordnung kann man auch eine Hülfsstelle zur Zufühung von frischer Druckluft mitten in der Leitung einrichten. Die Fig. 3 zeigt diese Einrichtung, bei welcher ein Hülfsgebläse oder eine Druckpumpe 86 in einem Nebenzweige 85 der Hauptleitung eingeschaltet ist, und bei welcher genau dasselbe Zwischenrohr mit den dazugehörigen Einzelheiten, wie sie in den Fig. 1 und 2 beschrieben sind, in der Hauptleitung liegt. Mit 81. ist ein Theil der Hauptleitung bezeichnet^ die mit den Hähnen 82 und 83 an jedem Ende aus-
gerüstet ist. Einer dieser Hähne ist stets offen, während der andere geschlossen ist; ihre Bewegungen werden durch den Luftdruckcylinder 84 geregelt, welcher seinerseits durch den Druck bewegt wird, den die Lauf büchse in dem Rohr 81 erzeugt. Eine Nebenleitung 85 führt von der Hauptleitung auf der einen Seite des Rohres 81 nach der anderen Seite desselben und enthält eine Pumpe 86. Diese soll als Vorspann dienen und den ununterbrochenen Luftstrom in der Hauptleitung auf der Höhe erhalten. Die Pumpe entnimmt die Luft aus der Leitung auf der Seite vor dem Hahn 82 und drückt sie in die Leitung auf der Seite hinter dem Hahn 83. Einer dieser beiden Hähne 82 oder 83 ist immer geschlossen, so dafs also die Luft aus der Hauptleitung nicht unmittelbar durch das Rohr 81 hindurchströmen kann, vielmehr stets durch die Leitung 85 und die Hülfspumpe 86 streichen mufs. Geht die Laufbüchse durch das Rohr, so wird der Hahn 83 selbstthätig so bewegt, dafs er den Durchtritt der Laufbüchse gestattet, er kehrt alsdann in seine Anfangslage zurück, ohne dafs gleichzeitig die dauernde Verbindung der Hülfspumpe 86 mit der Hauptleitung irgendwie unterbrochen wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Ankunftsstelle einer Luftdruck-Rohrpost mit Empfangsrohr (52), welches in der normalen Stellung nach dem Abgabeende durch einen Hahn (54) verschlossen ist, während ein zweiter für gewöhnlich offener Hahn (53) zwischen dem Empfangsrohr und der Hauptleitung (11) eingebaut ist, dadurch gekennzeichnet, dafs die von der ankommenden Büchse verdichtete Luft in einem Stellcylinder einen Kolben (56) verschiebt, mit weLchem eine Stellstange (59) fest verbunden ist, an deren Enden L-förmige Schlitze zur Aufnahme von excentrischen Zapfen der beiden Hahnküken in der Weise angeordnet sind, dafs sich hinter einer einlaufenden Büchse zunächst der Hahn (53) schliefst und erst nach dessen völligem Schlufs die Oeffnung des Hahnes (54) erfolgt, worauf nach Abgabe der Büchse die Zurückführung aller Theile in die Anfangslage selbstthätig durch Umstellen eines Dreiweghahnes (69) am Ende des Kolbenhubes erfolgt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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