DE115292C - - Google Patents
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- DE115292C DE115292C DENDAT115292D DE115292DA DE115292C DE 115292 C DE115292 C DE 115292C DE NDAT115292 D DENDAT115292 D DE NDAT115292D DE 115292D A DE115292D A DE 115292DA DE 115292 C DE115292 C DE 115292C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H85/00—Protective devices in which the current flows through a part of fusible material and this current is interrupted by displacement of the fusible material when this current becomes excessive
- H01H85/02—Details
- H01H85/36—Means for applying mechanical tension to fusible member
Landscapes
- Fuses (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, in ähnlicher Weise wie die in der Elektrotechnischen
Zeitschrift 1897, S. 29 und 44, sowie 1898,
. S. 57i und 575 beschriebene Schmelzsicherung mit Fallschieber (D. R. P. 86616 und 101848),
den beim Durchbrennen einer elektrischen Schmelzsicherung entstehenden Lichtbogen mit
Hülfe eines mechanischen ,Spannwerks zu zerstören.
Der Hauptvorzug dieser Anordnung liegt in der Anwendbarkeit kurzer Abschmelzdrähte
(oder -Streifen), welche nicht nur einen geringen Spannungsabfall und Energieverbrauch
bedingen, sondern auch wenig Metalldampf entwickeln und somit auch nur geringe Explosionserscheinungen
verursachen können.
Um die Abschmelzdrähte in ihrer elektrischphysikalischen Wirkungsweise durch mechanische
Beanspruchung nicht zu beeinflussen, erfolgt auch hier die Sperrung des Spannwerks
nicht durch den eigentlichen Abschmelzdraht selbst, sondern durch einen ihm benachbarten,
erst secundär durch ihn beeinflufsten Körper oder eine entsprechend verstärkte Stelle des
Abschmelzdrahtes.
Während bei der oben erwähnten Fallschiebersicherung zur Abschneidung des Lichtbogens
mindestens zwei gegen einander bewegliche Körper von bestimmter Gestalt und aus geeignetem Isolirstoff (Cement, s. D. R. P.
99537) erforderlich sind, sollen bei der vorliegenden Anordnung zur Erzielung möglichster
Einfachheit die Enden des Schmelzstreifens im gegebenen Augenblicke selbstthätig aus einander
gerissen werden, um so die Funkenstrecke des Lichtbogens zu vergröfsern und diesen zum sofortigen
Erlöschen zu bringen.
In der amerikanischen Patentschrift 445217 ist eine Schmelzsicherung beschrieben, bei
welcher der in seiner ganzen Länge gleich starke Sicherungsstreifen bei übermäfsiger Zunahme
der Stromstärke durch eine Feder zerrissen wird, die im normalen Zustande durch
eine besondere Vorrichtung gesperrt wird.
Im Gegensatz hierzu nimmt bei vorliegender Erfindung im normalen Zustande ein stärker
gehaltener Theil des Schmelzdrahtes die Spannung der Zerreifsfeder auf und entlastet den
schwächeren, die Durchschmelzstelle bildenden Theil.
Die Anordnung wird in den Fig. 1 bis 4 in ihren verschiedenen Hauptstellungen gezeigt.
Fig. ι (Ansicht von der Seite) zeigt zunächst die Gesammtanordnung der Sicherung, bevor
sie in Thätigkeit getreten ist. Der Schmelzstreifen 5 ist links an die feste Elektrode e und
rechts an die bewegliche Elektrode b angeschlossen. Letztere ist mit der zweiten festen
Elektrode α leitend verbunden durch eine auf Zug gespannte Feder f, welche das rechte
Ende des Schmelzdrahtes s von dem linken zu entfernen sucht. Jenes ist daher, um den Zug
der Feder aufzunehmen, mit einer ösenförmigen Verstärkung 0 versehen und wird auf den
gegen e und α feststehenden Dorn d aufgeschoben.
Auf diese Weise wird der Schmelz-
streifen s von Zug völlig entlastet, wie durch seine wellenförmige Biegung (in Fig. i) angedeutet
werden soll.
Wenn nun die Stromstärke übermäfsig zunimmt, so schmilzt zunächst, wie Fig. 2 (Ansicht
von oben) zeigt, an der schwächsten Stelle ein Stückchen aus dem Schmelzstreifen 5
ab und es entsteht hier ein Lichtbogen. Dieser wird nun infolge der hierbei auftretenden
grofsen Hitze auch die benachbarten stärkeren Theile des Schmelzstreifens abschmelzen, wie
in Fig. 3 (Seitenansicht) angedeutet ist.
Wenn bisher der Lichtbogen noch nicht infolge seiner vergröfserten Länge von selbst
erloschen ist, so bringt er auch die Aufhängeöse 0 zum Abschmelzen. Diese läfst infolge
dessen das bewegliche Stromschlufsstück b, dem Zug der Feder/ folgend, mit grofser Heftigkeit
nach rechts schnellen, wodurch der Weg für den Lichtbogen plötzlich unüberspringbar
wird, die Folge ist also, dafs der Lichtbogen erlischt und der Stromkreis unterbrochen wird.
Die praktischen Verhältnisse und Anordnungen können natürlich auf mannigfache Weise
getroffen werden.
Insbesondere können, wie in den zusammengehörigen Fig. 5 und 6 angedeutet ist, beide
Enden des Schmelzstreifens beweglich gemacht werden, in welchem Fall dann auch die Sperrdorne
dl und d2 (s. Fig. 5), anstatt am Gestell
fest zu sein, nur unter sich verbunden zu sein brauchen und beispielsweise zu einem
Porcellanringe d° (Fig. 6) vereinigt werden könnten. Auch können die mechanisch beanspruchten
Federn /: und /2 elektrisch völlig
entlastet werden durch besondere biegsame Kupferseile k1 und k2, welche einerseits an die
Enden des Schmelzdrahtes und andererseits an die festen Elektroden a1 und ä2 angeschlossen
werden. Ferner läfst sich anstatt des in den Fig. ι bis 4 gezeichneten Schmelzstreifens s
ein Schmelzdraht sl anwenden, der an beiden Enden zu Aufhängeösen o1 und o2 doppeltgeschlagen und verknotet, sowie bei bl und b2
mit den Kupferseilen k1 und k2 verschlungen
und an die Enden der Federn f1 und f'2 angehängt
werden kann.
Schliefslich können, wie in Fig. 7 angedeutet ist, anstatt der Oesen ο und der Dorne d umgekehrt
auch knotenförmige Verstärkungen vl und v2 und schlitz- oder ringförmige Körper
v1 und r2 zur Sperrung benutzt werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Elektrische Schmelzsicherung mit mechanischer Zerreifsung des Lichtbogens durch eine im normalen Zustande gesperrte Spannfeder, dadurch gekennzeichnet, dafs ein stärker gehaltener Theil des Schmelzdrahtes die Spannung der Zerreifsfeder aufnimmt und den schwächeren, die Durchschmelzsteile bildenden Theil entlastet.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE115292C true DE115292C (de) |
Family
ID=384720
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT115292D Active DE115292C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE115292C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19952888A1 (de) * | 1999-11-03 | 2001-05-10 | Abb Cmc Carl Maier Ag Schaffha | Thermisch auslösbare Schaltstelle |
-
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- DE DENDAT115292D patent/DE115292C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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