DE1136841B - Einspaltiger Magnetkopf - Google Patents
Einspaltiger MagnetkopfInfo
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Description
DEUTSCHES
INTERNAT. KL. (3"4θί
PATENTAMT ff C-Λ Κ
'ty. L
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UNDAUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT:
E16672 IXa/42g
4. NOVEMBER 1958
20. SEPTEMBER 1962
Die Erfindung bezieht sich auf einspaltige Magnetköpfe zum Schreiben oder Lesen von Aufzeichnungen,
die auf einem magnetisierbaren Medium, wie einem Band oder einer Trommel, aufgezeichnet werden oder
aber von diesem Medium abgenommen werden.
Bei derartigen Magnetaufzeichnungen, insbesondere in Recheneinrichtungen zum Übertragen digitaler
Informationen, liegt die Information häufig in einer Serie gesonderter Spuren auf dem magnetisierbaren
Medium vor. Es ist üblich, das Schreiben und Lesen einer derartigen Information über einen einzigen
Magnetkopf, der sowohl schreibt wie liest, vorzunehmen.
Bei vielen derartigen Magnetköpfen wird jede vorhergehend aufgezeichnete Information während des
Schreibens des neuen Information gelöscht. Es wird häufig festgestellt, daß die vorhergehend aufgezeichnete
Information nicht vollständig gelöscht worden ist, so daß während des nachfolgenden Lesens manchmal
auch die nicht gelöschten Teile der früheren Aufzeichnungen mitgelesen werden. Entsprechende Schwierigkeiten
treten auch auf, wenn mehrere Übertragungsköpfe auf der gleichen Spur laufen, wie dies beispielsweise
bei Umlaufregistern der Fall ist. Diese unerwünschten Wirkungen können, wenn verschiedene
Köpfe angewendet sind, von einer geringen Abweichung in der genauen Ausrichtung zwischen einem
Schreibkopf und dem oder den zugeordneten Leseköpfen herrühren.
Zur Verringerung dieser Störungen ist es bereits vorgeschlagen worden, die beiden in Aufzeichnungs-•
richtung hintereinander angeordneten Luftspalte eines kombinierten Schreib- und Lesekopfes in ungleicher
Breite auszuführen, indem der breitere Spalt zum Schreiben benutzt wird. Dadurch arbeitet der Lesespalt
auch bei einer Abweichung von der genauen Justierung noch innerhalb des voll gelöschten Bereiches der
Schreibspur. Dieser Kopf ist jedoch relativ kompliziert in der Herstellung und in der Justage des Abstandes
der Spalte von der Bandkante.
Der Magnetkopf nach der Erfindung vermeidet die obenerwähnten Schwierigkeiten, indem nur ein einziger
Spalt vorgesehen ist, dessen Bandablaufspaltkante breiter ist als die Bandzulaufspaltkante. Da die Breite
der bandablaufenden Spaltkante im wesentlichen die Spurbreite bestimmt, für den Lesevorgang dagegen die
mittlere zwischen den verschieden breiten Kanten befindliche Spurbreite wirksam ist, wird auf diese Weise
mit einem einzigen Spalt beim Schreiben eine größere wirksame Breite als beim Lesen erzielt.
Wenn ein solcher Magnetkopf in einer Übertragungsvorrichtung so angebracht wird, daß im Bandlauf die
Einspaltiger Magnetkopf
Anmelder:
Electric & Musical Industries Limited, Hayes, Middlesex (Großbritannien)
Vertreter: Dr. K.-R. Eickenberg, Patentanwalt, Hannover, Am Klagesmarkt 10/11
Beanspruchte Priorität: Großbritannien vom 6. November 1957 (Nr. 34 543)
Henry Milburn Harrison, Wells, Somerset
(Großbritannien), ist alls Erfinder genannt worden
breitere Polspitze der schmaleren Polspitze nachfolgt, werden die vorhergehend aufgezeichneten Signale
während einer Schreiboperation in einer Breite ausgelöscht, die der Breite der breiteren Polspitze entspricht.
Während der Leseoperation werden jedoch
Signale in einer Breite vom Übertragungsmedium abgenommen, die geringer ist als die Breite der breiten
Polspitze, so daß die Möglichkeit des Ablesens von Signalen, die durch das vorhergehende Aufzeichnen
nicht vollständig gelöscht worden sind, verringert wird.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden nachfolgend in Ausführungsbeispielen an Hand
der Zeichnungen näher erläutert. In den Zeichnungen stellt dar
Fig. 1 schematisch einen Magnetkopf gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung,
Fig. 2 eine vergrößerte Seitenansicht der Polspitzen des Magnetkopfes gemäß Fig. 1, und zwar von der
rechten Seite der Darstellung in Fig. 1 aus gesehen, Fig. 3 einen Grundriß der Polspitzen in dem Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 1 und 2,
Fig. 4 die Seitenansicht der Kernes eines Magnetkopfes gemäß einem anderen Ausführungsbeispiel
der Erfindung,
Fig. 5 eine Unter*ansicht des Beispieles gemäß Fig. 4, Fig. 6 die Seitenansicht des Kernes eines Magnetkopfes gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel der Erfindung,
Fig. 5 eine Unter*ansicht des Beispieles gemäß Fig. 4, Fig. 6 die Seitenansicht des Kernes eines Magnetkopfes gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel der Erfindung,
209 657/133
Claims (1)
- 3 4Fig. 7 eine Unteransicht des Beispieles gemäß Fig. 6. gebildet wird, mit nichtmagnetisierbarem Material aus-Die in Fig. 1, 2 und 3 dargestellte Ausführungsform gefüllt werden.der Erfindung ist auf einen einspaltigen Schreib- oder Die Erfindung wurde bislang in der Anwendung aufLesemagnetkopf abgestellt. Der in Fig. 1, 2 und 3 eine besondere Form des Kernes beschrieben. Selbstgezeigte Magnetkopf besitzt einen Magnetkern 1, der 5 verständlich ist die Erfindung unabhängig von einer aus einem Band aus magnetisierbarem Material be- besonderen Kernform und kann auf andere Kerne ansteht, welches zu der in Fig. 1 gezeigten Form gebogen gewandt werden. Eine alternative Form des Kernes ist ist. Hierbei sind zwei etwa parallele Schenkel 2 und 3 in Fig. 4 und 5 erläutert. Dieser Kern besteht aus gebildet, deren untere Enden gegeneinandergebogen mehreren Lamellen 8, die etwa ringförmig angeordnet sind und nebeneinanderliegend etwa parallel zueinan- io sind. In jeder Lamelle ist ein radialer Schlitz vorhander in Polspitzen 4 und 5 auslaufen. Zwischen den Pol- den, und die Lamellen sind so zusammengesetzt, daß spitzen 4 und 5 befindet sich ein Arbeitsspalt, der mit die radialen Schlitze zusammen den Arbeitsspalt bilden, einem geeigneten Spaltfüller aus nichtmagnetisierbarem Bei dieser Ausführungsform der Erfindung kann die Material ausgefüllt sein kann. Der Magnetkern 1 kann schmalere Polspitze dadurch gebildet werden, daß die aus einem einzigen Streifen aus magnetisierbarem 15 äußeren Lamellen etwas gekürzt werden, wie dies bei 9 Material bestehen, er kann aber auch aus Lamellen in Fig. 5 angedeutet ist. Die gekürzten Stücke in den ausgebildet sein. Der Schenkel 2 wird von einer Spule 6 beiden äußeren Lamellen können durch nichtmagneti- und der Schenkel 3 von einer Spule 7 umgeben. sierbares Material ersetzt sein, so daß durch die EinWenn der in Fig. 1 gezeigte Magnetkopf zum fügung des nichtmagnetisierbaren Materials die seit-Schreiben benutzt wird, werden die Signale, die dem 20 liehen Ausnehmungen wieder verschwinden, magnetisierbaren Medium zugeführt werden sollen, in In Fig. 6 und 7 ist ein weiterer Kern erläutert, derdie Spulen 6 und 7 so eingespeist, daß ein Magnetfeld eine dritte Ausführungsform der Erfindung darstellt, über dem Arbeitsspalt zwischen den Polspitzen 4 und 5 Bei diesem Kern sind zwei Lamellensätze 10 und 11 entsteht. Das magnetisierbare Medium kann ein Band vorhanden, die aus magnetisierbarem Material bemit einem magnetisierbaren Überzug oder eine 25 stehen. Sie sind so zusammengebaut, daß sich ein Trommel mit einem magnetisierbaren Überzug sein. geschlossener magnetischer Kreis ergibt, jedoch besteht Wenn der Magnetkopf zum Lesen benutzt wird, werden an der Vorderseite ein Arbeitsspalt 12 und an der durch den Lauf des magnetisierten Bandes oder der Rückseite ein Rück- oder Scherungsspalt 13. Bei magnetisierten Trommel an den Spitzen 4 und 5 vorbei dieser Ausführungsform der Erfindung kann die in den Spulen 6 und 7 in bekannter Weise Signale er- 30 schmalere Polspitze durch entsprechende Verkürzung zeugt. Während einer Schreiboperation kann die An- der äußeren Lamellen in dem Lamellensatz 11 gebildet Ordnung so getroffen werden, daß die vorher auf gezeich- werden. Es ist auch möglich, die beiden äußeren neten Signale auf dem magnetisierbaren Medium ge- Lamellen 14 in den Lamellensatz 11 durch Lamellen aus löscht werden. Wie bereits erwähnt, tritt hierbei bei nichtmagnetisierbarem Material zu ersetzen, wie beibekannten Ausbildungen der Magnetköpfe häufig die 35 spielsweise Kupfer. Derartige Lamellen wirken als Schwierigkeit auf, daß beim Lesen Signale von den Wirbelstromabschirmungen.Rändern der Spur abgelesen werden, die während der Die Anwendung der Erfindung ist besonders dannSchreiboperation nicht vollständig gelöscht worden vorteilhaft, wenn Signale, die eine digitale Information sind. darstellen, auf mehreren parallelen (schmalen) SpurenUm diese Schwierigkeit zu vermindern, ist die Breitex 4° in einem magnetisierbaren Medium aufgezeichnet werder einen Polspitze 5 größer als die Breite y der anderen den sollen. Bei derartigen Vorrichtungen können sämt-Polspitze 4 (Fig. 3). Wenn der Kern des Magnetkopfes liehe verwendeten Magnetköpfe gemäß der Erfindung aus einem Band geformt ist, kann die schmalere Pol- ausgebildet sein und können entweder nur als Lesespitze 4 durch Abarbeiten der gegenüberliegenden köpfe oder nur als Schreibköpfe oder als Köpfe sowohl Kanten der Polspitze hergestellt sein, wie dies aus Fig. 2 45 zum Schreiben wie zum Lesen verwendet werden, hervorgeht. Diese Bearbeitung erfolgt so, daß die Natürlich kann die Erfindung auch auf Magnetköpfe Mittellinie der Polspitze 4 mit der Mittellinie der Pol- für mehrere Spuren angewandt werden, spitze 5 in einer Ebene liegt. Weiterhin läßt sich die Erfindung auch anwenden.In Fig. 3 ist die Bewegungsrichtung des magnetisier- bei Übertragungsvorrichtungen, bei denen ein magnetibaren Mediums durch einen Pfeil angedeutet. Bei der 50 sierbares Medium sich sowohl in die eine als auch in die Verwendung des Übertragungskopfes bildet die Pol- entgegengesetzte Bewegungsrichtung bewegen kann spitze 5 die nachlaufende Polspitze. Beim Schreiben ist und bei welchen eine Information in jeder Bewegungsdie effektive Breite der aufgezeichneten Spur gleich der richtung aufgezeichnet oder abgelesen werden soll. Bei Breite x. Die effektive Breite der Spur beim Lesen ist einer derartigen Anordnung wird für jede Bewegungs-. , , . , , .... ,, .. , . x—y 55 richtung ein Paar von erfindungsgemäßen Magnet-jedoch geringer und betragt theoretisch y + -^-. köpfen B vorgeseheIl5 von denen der 8 eme Magnetkopf dieDa somit die effektive Breite der Spur beim Lesen Anordnung gemäß Fig. 3 besitzt und der andere Mageringer ist als die effektive Spur der Breite beim gnetkopf so angeordnet ist, daß seine breitere Polspitze Schreiben, ist die Gefahr, daß beim Lesen von dem der breiten Polspitze des in Fig. 3 gezeigten Magnet-Übertragungskopf nicht ausgelöschte und früher auf- 60 kopfes benachbart liegt. Dieser zweite Magnetkopf gezeichnete Signale abgenommen werden, ebenfalls arbeitet bei der entgegengesetzten Bewegungsrichtung vermindert. Die Breite des Spaltes kann etwa 2,5 · 10"~3 des magnetisierbaren Mediums, bis 5 · 10"3cm betragen. Die breitere Polspitze kannetwa 76- 10-3cm und die schmalere Polspitze etwa PATENTANSPRÜCHE:· 10-3cm betragen, so daß siel? als Verhältnis der 65 1. Einspaltiger Magnetkopf zum Schreiben oderBreiten der beiden Polspitzen ein Wert von etwa 3 : 2 Lesen, insbesondere für Rechenmaschinen, dadurchergibt. Falls es gewünscht wird, können die Aus- gekennzeichnet, daß die Bandablaufspaltkante (x)nehmungen, durch welche die schmalere Polspitze 4 breiter ist als die Bandzulaufspaltkante (y).2. Magnetkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Magnetkern (1) des Magnetkopfes aus einem bandförmigen magnetisierbaren Material besteht, dessen einander benachbarte Breitseiten parallel nebeneinanderliegen und die Polspitzen (4, 5) bilden.3. Magnetkopf nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Magnetkern aus Lamellen (8) besteht und die schmaleren Polspitzen durch Verkürzungen der Lamellen in der Nachbarschaft der Polspitzen gebildet sind.4. Magnetkopf nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die schmalere Polspitze durch Ausfüllen der Ausnehmungen mit nichtmagnetischem Material auf die gleichen Umrisse wie die breite Polspitze gebracht ist.In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschrift Nr. 2 469 266;
Journ. of the SMPE, Vol. 48, Nr. 1, S. 14 bis 28; Siemens-Zeitschrift, November 1954, S. 405 bis 408.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen209 657/133 9.
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