DE113293C - - Google Patents

Info

Publication number
DE113293C
DE113293C DENDAT113293D DE113293DA DE113293C DE 113293 C DE113293 C DE 113293C DE NDAT113293 D DENDAT113293 D DE NDAT113293D DE 113293D A DE113293D A DE 113293DA DE 113293 C DE113293 C DE 113293C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
powder
combustion
shape
prisms
tongue
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT113293D
Other languages
English (en)
Publication of DE113293C publication Critical patent/DE113293C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B5/00Cartridge ammunition, e.g. separately-loaded propellant charges
    • F42B5/02Cartridges, i.e. cases with charge and missile
    • F42B5/16Cartridges, i.e. cases with charge and missile characterised by composition or physical dimensions or form of propellant charge, with or without projectile, or powder

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Developing Agents For Electrophotography (AREA)
  • Air Bags (AREA)
  • Feeding, Discharge, Calcimining, Fusing, And Gas-Generation Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die seit mehreren Jahren begonnenen Versuche, die Verbrennung des Pulvers fortschreitend zu gestalten, stützen sich vorwiegend auf die Zusammensetzung des Pulvers. Obgleich bereits bekannt ist, dafs eine Regelung der Verbrermungsgeschwindigkeit durch Veränderung der Oberfläche des Pulvers stattfinden kann (vergl. z. B. Wille, Waffenlehre 1896, Seite2i6,und englische Patentschriften 17994 v.J. 1894 und 7178 v. J. 1897) sind die Versuche, diese Erkenntnifs praktisch zu benutzen, gering gewesen. Es ist nur ein Pulver aus Prismen mit dreieckiger Grundfläche vorgeschlagen worden (D.R.P. 88100 und Romocki, Geschichte der Explosivstoffe, Band II, Seite 3 1 5). Eine derartige Form war jedoch nicht im Stande, den Anforderungen, welche an die Regelung der Verbrennungsgeschwindigkeit gestellt wurden, zu genügen. Es bestand der Nachtheil, dafs in der ersten Zeit der Verbrennung dieselbe zu weit vorschritt,, so dafs in den letzten Perioden der Verbrennung zu wenig Pulver vorhanden war.
Die erwähnten Uebelstände werden durch die Form, welche das Pulver nach der vorliegenden Erfindung erhalten soll, vermieden.
Die neue Form besteht in einem flachen Prisma mit Grundflächen von Rhomboederform, so dafs die Pulverelemente die Form einer dünnen Waagenzunge annehmen.
Eine derartige Grundfläche ist in Fig. 1 der beiliegenden Zeichnung dargestellt.
Die Spitzen des Rhomboeders können abgestumpft sein, wie es beispielsweise in Fig. 2 der beiliegenden Zeichnung gezeigt ist.
Die' nach der gewählten Form ausgeschnittenen Zungen können (Fig. 3 und Fig. 4) durch kleine Bänder vereinigt werden, um ein mehr oder weniger zusammengedrücktes Bündel zu bilden.
Dieselben können auch in einander übergehen, so dafs beim Rollen oder Aufeinanderlegen ein Kern erhalten wird.
Die Grundlage der vorliegenden Erfindung bildet die Erkenntnifs, dafs die Verbrennung des Pulvers unter Druck durch die Oberfläche der Elemente des Pulvers stattfindet. Man kann also, indem man in einer Ladung Würfel einer gegebenen Abmessung durch andere gröfserer Abmessung ersetzt, in umgekehrtem Verhältnifs der Schnitte die Fläche eines gleichen Gewichts Pulver verringern und so das Volumen der in einer gegebenen Zeit durch das gleiche Gewicht gelieferten Gase vermindern.
Wenn man in einer Ladung Prismen mit rechtwinkligen Grundflächen eines bestimmten Schnittes durch andere eines höheren Querschnittes ersetzt, so kann man gleichfalls in dem umgekehrten Verhältnifs der Querschnitte das Volumen der in der gleichen Zeit und mit dem gleichen Gewicht Pulver erzeugten Gase vermindern.
Die Richtigkeit der mitgetheilten Grundsätze haben die praktischen Ergebnisse bestätigt. Dieselben führten zu der Pulverform der vorliegenden Erfindung.
Anstatt die Ladung mit Hülfe eines Bündels Prismen oder Cylinder zusammenzusetzen, werden Blättchen, die in Form von Rhomben
in einem Blatt geschnitten sind, verwendet. Die Dicke dieses Blattes ist derartig, dafs die Verbrennung für die herbeizuführenden Bedingungen des Schusses vollständig ist. Es wird in dieser Weise ein wirkliches Fortschreiten erreicht, welches von der Form der Elemente der Ladung abhängt, gleichgültig, wie sonst die Zusammensetzung und Natur des benutzten Pulvers ist.
Die Zungen- oder Rhombenform gestattet eine vollständige Verbrennung aller Elemente der Ladung und infolge dessen eine bessere Ausnutzung derselben, wenn man den Zungen oder Rhomben die gesammte in der Patrone verfügbare Länge giebt und die Spitze gegen die Zündung richtet.
Die Bestimmung der Abmessungen der Blättchen kann leicht für eine bestimmte Schufsbedingung, welche einer Waffe, einem Geschofs, einem gegebenen· Pulvergewicht oder ,.einer gegebenen Pulversorte entspricht, ausgeführt werden. Man bestimmt durch eine gewisse Zahl vorbereitender Schüsse mit rechtwinkligen Prismen den höchsten Querschnitt dieser Prismen. Zu diesem Zwecke verwendet man hinter einander Prismen mit Seiten von verschiedener Gröfse und hört in dem Augenblick auf, wo infolge der unvollkommenen Verbrennung ein Schirm aus weifser Seide, der in einer geringen Entfernung von der Mündung der Waffe aufgestellt ist, von den unverbrannten Pulverresten anfängt, beschmutzt zu werden. Der äufserste so bestimmte Umfang wird für die Dicke, welche dem Rhombus zu geben ist, angenommen.
In den ausgeschnittenen Elementen der Ladung ist die Höhe immer gleich der verfügbaren Länge für die Ladung, und die Grundfläche ist ebenfalls möglichst grofs, so dafs eine vollkommene Verbrennung stattfindet. Um das gewünschte Ergebnifs zu erhalten, mufs man mehrere Formen von Rhomben versuchen, deren Grundfläche steigt, und hört bei der letzten Form auf, bei welcher die Gase keine unverbrannten Pulverreste mit sich führen.
Die Abstumpfung der Zungenspitzen gestattet eine Regelung der Verbrennung.
Im Gegensatz zu der bisher in Vorschlag gebrachten Prismenform des Pulvers bewirkt die Zungenform eine fortschreitende Verbrennung des Pulvers derartig, dafs in den letzten Perioden der Verbrennung die Menge des verbrannten Pulvers fast die gleiche ist, wie in den ersten Perioden. Bei der Prismenform blieben bis zum Schlufs beträchtlich geringere Pulvermengen zu verbrennen übrig. Dementsprechend erzeugt die Zungenform eine beträchtliche Vermehrung des Volumens der erzeugten Gase in der letzten Verbrennungs-'pefiode. Hierdurch wird bei der Zungenform der Maximaldruck verringert und die Geschwindigkeit vermehrt.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüch:
    Form der die Pulverladungen zusammensetzenden Elemente, welche eine Verlangsamung der Verbrennung gestattet, bestehend in spitzigen Zungen, welche in Blättern nach Dreiecken geschnitten sind, oder in Rhomben, welche an ihrer Spitze abgestumpft sein können.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT113293D Active DE113293C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE113293T

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE113293C true DE113293C (de)

Family

ID=5653294

Family Applications (2)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT129328D Active DE129328C (de)
DENDAT113293D Active DE113293C (de)

Family Applications Before (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT129328D Active DE129328C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (2) DE113293C (de)

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102004038938B4 (de) * 2004-08-11 2006-10-12 Diehl Bgt Defence Gmbh & Co. Kg Pulverkörper für hülsenlose Munition

Also Published As

Publication number Publication date
DE129328C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2402431A1 (de) Treibmittelladung fuer eine patrone
DE7719490U1 (de) Projektil
DE2901517A1 (de) Brandmasse
DE2202304A1 (de) Verfahren zum Verringern der Arbeitsgeraeusche einer Diesel-Ramme od.dgl und nach diesem Verfahren arbeitende Ramme
DE69210926T2 (de) Treibladung bestehend aus kombinierbaren Teilladungen um eine bestimmte Anfangsgeschwindigkeit zu erreichen
DE113293C (de)
DE544856C (de) Befiedertes Geschoss
DE211778C (de)
DE2606966C2 (de) Rauchmunition
EP0086382A2 (de) Treibladung für Hülsenmunition und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE1943529B1 (de) Leinenwurfrakete
DE248419C (de)
DE199366C (de)
DE60825C (de) Geschofs mit mehreren in demselben angeordneten Treibladungen
DE214020C (de)
DE225213C (de)
DE734500C (de) Brennkraft-Pfahlzieher, Ramme, Aufreiss-Bohrhammer o. dgl.
DE113927C (de)
DE2059626A1 (de) Einrichtung zum Verbessern der Lichtausbeute eines pyrotechnischen Leuchtkoerpers
DE472910C (de) Geschoss mit voller Spitze und sich im Querschnitt verjuengendem Bodenansatz
DE305967C (de)
DE532C (de) Gasmotor
DE167919C (de)
DE65350C (de) Mantelgeschofs für kleinkalibrige Schufswaffen
AT145737B (de) Regelverfahren für Freiflugkolben-Treibgaserzeuger und Einrichtung hiezu.