DE1124971B - Druckvorrichtung an einer Giessmaschine fuer Rund-Stereotypplatten mit stehender Giessform - Google Patents

Druckvorrichtung an einer Giessmaschine fuer Rund-Stereotypplatten mit stehender Giessform

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DE1124971B
DE1124971B DESCH27993A DESC027993A DE1124971B DE 1124971 B DE1124971 B DE 1124971B DE SCH27993 A DESCH27993 A DE SCH27993A DE SC027993 A DESC027993 A DE SC027993A DE 1124971 B DE1124971 B DE 1124971B
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Germany
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casting
pouring
valve
piston
metal
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Georg Hetzer
Dipl-Ing Roland Von Angerer
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Schnellpressenfabrik Koenig and Bauer AG
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Schnellpressenfabrik Koenig and Bauer AG
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41DAPPARATUS FOR THE MECHANICAL REPRODUCTION OF PRINTING SURFACES FOR STEREOTYPE PRINTING; SHAPING ELASTIC OR DEFORMABLE MATERIAL TO FORM PRINTING SURFACES
    • B41D3/00Casting stereotype plates; Machines, moulds, or devices therefor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Molds, Cores, And Manufacturing Methods Thereof (AREA)

Description

  • Druckvorrichtung an einer Gießmaschine für Rund-Stereotypplatten mit stehender Gießform Bei bekannten Gießmaschinen mit stehender Gießform und daran unten angeordnetem Gießventil erfolgt der Guß unter hydrostatischem Druck des Schmelzkesselinhaltes wie bei kommunizierenden Röhren. Dadurch bieten sie eine Möglichkeit zur Herstellung gleichmäßig dichter, blasenfreier Stereotypplatten. Nun spielt dabei der Stand des flüssigen Metallspiegels im Schmelzkessel eine gewisse Rolle. Bei Platten mit nur kleinem verlorenem Kopf bzw. Anguß kann es vorkommen, das Seigerungen im Plattenkopf auftreten. Auch wäre es nicht ausgeschlossen, daß das Schriftbild und das Gußgefüge im oberen Bereich der Platte zu wünschen übriglassen. Deshalb befaßt sich die Erfindung mit dem Gießen unter Anwendung von zusätzlichem Druck.
  • Dieser Gedanke ist an sich nicht neu. An einer bekannten Bauart von Gießmaschinen zur Herstellung runder Stereotypplatten mit liegender, nach unten gewölbter Gießform wird das Metall von oben in die Gießform eingespritzt und dabei über eine längere Steigleitung mittels Metallpumpe zugeführt, deren Zylinder mit Kolben in einer unterhalb der Gießformoberkante liegenden Vorkammer zwischen Schmelzkessel und Steigleitung angeordnet ist. Beim Spritzgießen jedoch wird die Form sehr rasch mit Gußmetall gefüllt, so daß insbesondere auch an Gießmaschinen mit stehender Gießform keine unbedingte Gewähr für eine ordentliche Luftverdrängung und für porenfreien Guß bestünde.
  • An Gießwerken für Stereotypplatten ist es ferner bekannt, beim Gießvorgang vom Eingießen bis zum Erstarren des Metalls in der Gießform zusätzlichen Druck anzuwenden. Zu diesem Zweck wird z. B. der als geschlossene Vorkammer ausgebildete Eingußtrichter unter pneumatischen Druck gesetzt. Dabei erfordert der über ein praktisch mögliches Gefälle hinaus gesteigerte Druck ein dem Gießmetall fremdes Medium als Puffer zwischen Pumpe und Gießmetall. Auch der Aufwand für die Pneumatik ist recht erheblich. Zudem führt eine solche Einwirkung von Luft auf das Gießmetall zu vermehrter Oxydation, so daß auch schon vorgeschlagen wurde, statt atmosphärischer Luft besondere Gase, wie Kohlensäure od. dgl., als Medium zu verwenden. Insbesondere aber sind die bekannten Vorrichtungen zur Erzielung eines gesteigerten Druckes wenig geeignet bei Gießmaschinen mit senkrecht stehender Gießform zum Guß von unten her.
  • Die Erfindung behandelt Gießmaschinen mit stehender Gießform und daran unten angeordnetem Gießventil für das Gießen unter hydrostatischem Druck des im Schmelzkessel befindlichen Metalls. Sie bringt den Vorschlag, auf das mit mikroskopischen Luft- bzw. Gasblasen durchsetzte flüssige Metall in der Gießform jeweils erst nach dem unter hydrostatischem Druck erfolgten Eingießen noch zusätzlichen Druck unmittelbar vor dem Schließen der Gießform einwirken zu lassen. Diesem Zweck dient erfindungsgemäß eine bei Schmelzkesseln an Gießmaschinen an sich bekannte Vorkammer mit Zylinder für einen Kolben mit Absperrmitteln am Kolben zum Pressen des flüssigen Metalls in der Gießform, jeweils erst nach erfolgtem Eingießen unmittelbar vor dem Schließen des Gießventils.
  • Die Erfindung beruht auf der durch Versuche erhärteten Erkenntnis, daß eine im Gefüge sehr dichte Stereotypplatte entsteht, wenn man eia kombiniertes Gießverfahren anwendet, das mehrere an sich bekannte Verfahren in zeitlicher Reihenfolge benutzt. Merkmale sind also der stehende Guß unter hydrostatischem Druck mit Einfüllung von unten und anschließendes Nachdrücken des Metalls in der Gießform beim Abkühlen. Durch den stehenden Guß mit Füllung von unten unter hydrostatischem Druck wird eine Vorbedingung für zuverlässig porenfreie Platten erfüllt, weil hier das einströmende Metall die Luft im Gießraum ruhig hochsteigend verdrängt, während vergleichsweise beim Guß von oben die Luft durch einfließendes Metall hindurch entweichen muß. Um außerdem einen besonders scharfen Ausguß der Mater zu erzielen, wird die an sich schon porenfrei gegossene, noch flüssige Metallplatte durch einen Preßkolben unter Druck gesetzt, wobei die Einwirkung eines fremden Mediums auf das Gießmetall vermieden ist. Die Kombination des stehenden Gusses bei hydrostatischer Füllung von unten mit anschließender Verdichtung gewährleistet somit eine im Gefüge besonders dicht gegossene blasenfreie Stereotypplatte, was sich daraus erklären läßt, daß Gas-bzw. Luftbläschen, feinstverteilt, in dem flüssigen Metall in der Form eingeschlossen sein können und durch zusätzlichen Druck zusammengedrückt werden. Dabei verbürgt der zusätzliche Druck nicht nur ein besonders inniges Anpressen der Matrize an die Gießschale, sondern auch ein sehr scharfes Ausgießen der Matrize. Insbesondere verhindert er auch bei sehr kleinem verlorenem Kopf schädliche Seigerungen des oberen Plattenrandes.
  • Die Zeichnung (Abb. 1 und 2) veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in schematischer Darstellung der wesentlichen Teile der Gießform und des Schmelzkessels. Dabei zeigt Abb.2 in Draufsicht die gegenseitige Lage der Antriebswelle für den Stöpsel und der Kolbenstange.
  • Der heizbare Schmelzkessel 1 besitzt am Boden eine konische Ausmündung 3, die durch den Stöpsel bzw. Ventilkegel 2 als Gießventil verschließbar ist und zum senkrecht stehenden Gießraum 4 führt. Die Gießform wird durch den selbsttätig abschwenkbaren Gießkern 5 und die ortsfeste Gießschale 6 mit dem Gießring 7 am Boden gebildet. Sie ist auch oben durch einen Gießring abgeschlossen, der durch feine Kanäle das Entweichen der beim Gießen verdrängten Luft ermöglicht. Die Ausmündung 3 des Schmelzkessels ist durch eine Bohrung 8 des Gießringes 7 mit dem Gießraum 4 verbunden. Der axial bewegliche Ventilkegel bzw. Stöpsel 2 trägt zum Verschieben in seiner rückwärtigen Verlängerung 9 eine Zahnstange 10 für ein Zahnrad 11, dessen lotrecht im Schmelzkessel gelagerte Spindel 12 im Gießtakt selbsttätig verdrehbar ist. Der Stöpsel 2 ist in seiner zurückgezogenen Stellung gezeichnet. Seine Verschlußstellung ist durch den konischen Sitz des Gießmundes 3 bestimmt.
  • Der zum Gießmund führende Ausfluß des Schmelzkessels ist hinten als Pumpenstiefel ausgebildet, der als Zylinderführung 13 für einen im Gießtakt selbsttätig heb- und senkbaren Verschiebe- oder Druckkolben 14 dient. Die Kolbenstange 15 ist im Deckel 16 des Zylinders 13 gelagert und an ihrem aus dem Schmelzkessel herausragenden Kopf an Treibgestänge aasgelenkt. Der Kolben 14 und der Deckel 16 besitzen je drei Durchbohrungen 17 bzw. 18 als Durchfluß für das Gießmetall. An seiner Sohle trägt der Kolben 14 mit drei Kopfstiften 19 einen Ventilteller 20. Dieser befindet sich beim Gießen in der gezeichneten Stellung in gewissem Abstand vom Kolben und ermöglicht dabei durch seine CSffnung 21 den Metalldurchfluß; beim Niederdrücken legt er sich an den Kolben 14 und schließt dessen Durchbohrungen 18, beim Hebel entfernt er sich durch den Staudruck des Metalls vom Kolben.
  • Auf dem Deckel 16 ist in einer Ringscheibe 22 ein Drehschieber 23 geführt, dessen Durchbohrungen 24 beim Gießen mit denen des Deckels 16 fluchten. Die Hohlwelle 25 des Drehschiebers umschließt die Kolbenstange 15 und ist durch eine an ihrem Kopfende befestigte Griffstange 26 von Hand oder selbsttätig verdrehbar, um durch überdecken der Durchbohrungen 17 des Deckels 16 den Zylinderraum 13 bzw. Kolben 14 gegen den Schmelzkessel zu verschließen. Auf diese Weise kann jederzeit oder selbsttätig die Verbindungsleitung zwischen Gießform und Schmelzkessel vom hydrostatischen Druck des Schmelzkesselinhaltes durch Abdrosseln entlastet und ein unerwünschter Metallfluß oder kesselseitiger Metalldruck am Ventilkegel 2 unterbunden werden.
  • Diese Einrichtung eignet sich besonders für vollautomatische Gießmaschinen. Bei vorzugsweise hydraulischer Steuerung der Vorgänge ergibt sich auch eine gute Möglichkeit, den abschwenkbaren Gießkern 5 außerordentlich sicher mit der Gießschale zu verriegeln und so den großen Druck zuverlässig aufzufangen, den der Druckkolben 14 auf die Gießform 5, 6 ausüben kann. Zu diesem Zweck trägt der Gießkern 5 an jeder Stirnseite einen Gegenkonus 27 bzw. 28 für einen hydraulisch verschiebbaren Verriegelungsbolzen 29 bzw. 30. Der Führungszylinder 31 des unteren Bolzens 29 ist am Sockel der Gießmaschine verschraubt. Für den oberen Bolzen 30 ist der Führungszylinder 32 an der Gießschale befestigt. Die konischen Bolzen bilden einfache und stabile Riegel. Ihre hydraulische Betätigung läßt sich beim vollautomatischen Ablauf der Vorgänge gut in den vorbestimmten Zeitplan einfügen.
  • Sobald der Gießkern in die Gießschale eingefahren und mit ihr verriegelt ist, kann der Guß beginnen. Zum Gießen sind sämtliche zur Ausmündung 3 des Schmelzkessels führenden Verbindungskanäle im Pumpenstiefel offen. Durch selbsttätiges Öffnen des vorzugsweise hydraulisch bewegten Gießventils 2, 3 fließt das Metall in den Gießraum 4, in dem die Matrize 33 an der Gießschale anliegt. Das unter hydrostatischem Druck des Schmelzkesselinhaltes ruhig aufsteigende Metall schiebt die Luft vor sich her und verdrängt sie aus der Gießform, so daß ein Vermischen von Luft mit dem Gießmetall vermieden wird.
  • Sobald die Form gefüllt ist, wird der Druckkolben 14 hydraulisch selbsttätig nach unten bis in die strichpunktiert gezeichnete Lage 14', 20' bewegt. Dabei legt sich der Ventilteller 20 durch den Gegendruck des im Pumpenstiefel befindlichen Gießmetalls an den Kolben 14. Der somit verschlossene Kolben übt über das im Pumpenstiefel befindliche Gießmetall unmittelbar einen vorbestimmbaren und regelbaren gesteigerten Druck auf den noch flüssigen Gießforminhalt aus. Der im Schmelzkessel eingebaute Kolben 14 bewirkt also unmittelbar ein besonderes Verdichten des Gießmetalls der Stereotypplatte beim Abkühlen bis zum beginnenden Erstarren. Auch trägt der Preßdruck zur vollkommenen Ausfüllung der Form bei. Nach einstellbarer Zeit wird die Gießform durch das Gießventil 2, 3 selbsttätig geschlossen und der Kolben 14 in seine Ausgangsstellung zurückbewegt. Dabei kann die Druckwirkung des Kolbens zweckmäßig kurz nach dem Schließen des Gießventils beendet werden.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Vorrichtung an einer Gießmaschine für das Gießen von Rund-Stereotypplatten unter Anwendung von Druck, dadurch gekennzeichnet, daß an einer Gießmaschine für das Gießen unter hydrostatischem Druck mit stehender Gießform (5, 6, 7) und daran unten angeordnetem Gießventil (2) eine an sich bekannte Vorkammer (13, 16) mit Zylinder (13) für einen achsparallel durchbohrten Kolben (14, 15, 18) mit Absperrmitteln (Ventilteller 20, 21) am Kolben (14) angeordnet ist zum Pressen des mit mikroskopischen Luft- bzw. Gasblasen durchsetzten flüssigen Metalls in der Gießform jeweils nach erfolgtem Eingießen unter hydrostatischem Druck unmittelbar vor dem Schließen des Gießventils (2).
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein am Druckkolben (14) durch Kopfstifte (19) axial verschiebbar geführter und in seiner Ruhelage gehaltener Ventilteller (20) für den Metalldurchfluß beim Eingießen durchbohrt (21) ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zylinder (13) einen durchbohrten Deckel (16, 17) aufweist, der durch einen Drehschieber (23, 24) verschließbar ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Welle des Drehschiebers (23) als Hohlwelle (25) die Kolbenstange (15) umschließt.
  5. 5. Vorrichtung nach obigen Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorkammer (13, 16) mit Metallpumpe (13 bis 18) in räumlich dichter Nähe des Gießventils (2) vor der Ausmündung (3) des Schmelzkessels (1) angeordnet ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 104 311; USA.-Patentschriften Nr. 980 419, 1816 946.
DESCH27993A 1960-06-04 1960-06-04 Druckvorrichtung an einer Giessmaschine fuer Rund-Stereotypplatten mit stehender Giessform Pending DE1124971B (de)

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE104311C (de) *
US980419A (en) * 1907-02-19 1911-01-03 Charles Edward Hopkins Apparatus for casting curved stereotypes.
US1816946A (en) * 1927-06-30 1931-08-04 Wood Newspaper Mach Corp Metal pump

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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US980419A (en) * 1907-02-19 1911-01-03 Charles Edward Hopkins Apparatus for casting curved stereotypes.
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