DE112200C - - Google Patents

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DE112200C
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    • GPHYSICS
    • G11INFORMATION STORAGE
    • G11BINFORMATION STORAGE BASED ON RELATIVE MOVEMENT BETWEEN RECORD CARRIER AND TRANSDUCER
    • G11B7/00Recording or reproducing by optical means, e.g. recording using a thermal beam of optical radiation by modifying optical properties or the physical structure, reproducing using an optical beam at lower power by sensing optical properties; Record carriers therefor

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  • Audible-Bandwidth Dynamoelectric Transducers Other Than Pickups (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 42 #.
Es ist bekannt, dafs die mangelhafte Wiedergabe der Töne bei den bis jetzt vorkommenden Phonographen hauptsächlich darin zu suchen ist, dafs schon die Aufnahme der zur Wiedergabe bestimmten Schallwellen eine unvollkommene ist. Der Membranstift gräbt in eine rotirende Asphalt-, Seife- oder Wachsrolle die aufgenommenen Schallwellen ein. Da eine weiche Masse zu diesem Zwecke gänzlich unbrauchbar ist, mufs der Ueberzug der Aufnahmewalze eine gewisse Härte besitzen. Der Membranstift erfährt infolge der Härte der Masse beim Eingraben der Schallwellen einen unverhältnifsmäfsig grofsen Widerstand, so dafs der Stift nicht so tief in die Masse eindringen kann, als es der Schallwelle entspricht. Da beim Herausziehen des Membranstiftes aus der Masse erst die Adhäsion überwunden werden mufs, geschieht das Herausziehen des Membranstiftes mit einer um die Adhäsion verminderten Kraft und daher viel langsamer. Ein anderes Verfahren, Phonogramme herzustellen, ist das in Patentschrift 45048 beschriebene. Hier geschieht die Registrirung dadurch, dafs der Stift auf einer festen Stütze den angebrachten Oelüberzug und eine über letzterem abgelagerte Schicht von Lampenrufs abstreift. Es hat hierbei der Membranstift die Adhäsion zwischen Stift, Oelüberzug und der festen Stütze zu überwinden. Aufserdem ballt sich beim Wegstreifen der Rufs, so dafs die Schwingungsweite niemals voll registrirt werden kann. Diese Uebelstände, die sich dem Membranstifte bei dessen vibrirender Bewegung entgegenstellen, fallen bei der kleinen Kraft, mit der er bewegt wird, sehr ins Gewicht und verursachen erklärlicherweise in erster Linie die Undeutlichkeit der Töne bei der Wiedergabe.
Bei den bisher bekannten Verfahren, Phonogramme auf photographischem Wege herzu-, stellen (Patentschrift 53641, Kl. 42) wird ein parallel zur Schwingungsrichtung geführtes Band oder Streifen mittelst einer künstlichen Lichtquelle durch einen im Gehäuse angebrachten Schlitz belichtet, wobei die Schwingung der Membrane bezw. des Membranstiftes durch ein Hebelwerk auf einen cylindrischen Hohlspiegel übertragen wird. Man erhält hierbei durch die Anordnung eines zur Schwingungsrichtung parallel geführten Bandes, bei Aufnahme langandauernder Gespräche u. s. w. sehr lange Streifen, die zur Wiedergabe praktisch nicht verwendbar sind, weil hierfür sehr grofse Gehäuse und Apparate benöthigt würden. In eine andere Form, z. B. Schraubenform, kann der die erzeugte Schwingungscurve aufnehmende Streifen nicht gebracht werden, weil es unbedingt nothwendig ist, dafs die Schwingungscurve, deren Form sich dabei ändern würde, völlig unverändert zur Wiedergabe benutzt wird.
Es ist bei diesem Verfahren unmöglich, die Phonogramme bei Tageslicht herzustellen, man mufs hierzu erst eine künstliche Lichtquelle im dunklen Räume anwenden. Einer der Hauptübelstände dabei ist jedoch der, dafs der Membranstift einen Hebelmechanismus und den

Claims (1)

  1. cylindrischen Hohlspiegel in Bewegung setzen mufs und dabei ein grofser Theil seiner bewegenden Kraft verloren geht.
    Alle diese Uebelstände werden gemäfs vorliegender Erfindung dadurch vermieden, dafs die Aufnahme der Schallwellen auf einer schraubengangförmig gewundenen, mit einer lichtempfindlichen Schicht überzogenen Fläche bewerkstelligt wird, wobei der Membranstift ohne jeden Reibungswiderstand frei sich auf- und abbewegen kann und zum Zwecke der Belichtung geschlitzt ist.
    Auf der Zeichnung ist:
    α das Gehäuse,
    b die Membrane,
    c der Membranstift,
    - d die Membranstiftspalte,
    d' der oberste Punkt der Membranstiftspalte, e die Aufnahmewalze,
    f die schraubengangförmig gewundene, mit einer lichtempfindlichen Schicht überzogene Fläche, .
    g eine Abbildung der Vibration des Membranstiftes, die bei schraubengewindeartigen, lichtempfindlichen Platten entsteht,
    h Schlitz am Gehäuse,
    ν prismatische Aussparung im Gehäuse.
    Der Vorgang ist folgender:
    Die Aufnahmewalze e ist in einem gegen Eindringen von Licht geschützten Gehäuse untergebracht, und nur an der der Membrane zugekehrten Seite befindet sich ein feiner Schlitz für den Membranstift d. Der untere Theil dieses Stiftes d besteht aus einer sehr dünnen Platin- oder Aluminiumplatte, die eine feine Aussparung hat, durch welche das Licht auf die mit einer lichtempfindlichen Schicht überzogene Fläche einfällt. Eine dieser Aussparung des Membranstiftes vorgesetzte Kapsel verhindert, so lange Aufnahmen nicht stattfinden, das Eindringen des Lichtes; sie wird erst bei Beginn einer Aufnahme abgenommen.
    Durch Hervorrufen von Tönen im Schalltrichter wird eine Schwingung der Membrane b und infolge dessen auch des Membranstiftes c bewirkt. Durch Abnehmen der vor die Membranstiftspalte gesetzten Kapsel tritt das Licht durch die Spalte d ein, und die lichtempfindliche Fläche wird belichtet. Der Auf- und Niedergang des Membranstiftes wird auf der lichtempfindlichen, gleichmäisig rotirenden, schraubengangartig gewundenen Fläche f naturgetreu, weil der Stift keine Reibungswiderstände zu überwinden hat, wiedergegeben. Es entstellt auf der Fläche ein dunkler Theil, das Bild g, dessen gegen den Umfang gekehrte Abgrenzungslinie die Schwingungscure darstellt. Die Schwingungscurve ist aus langen und kurzen, flachen und steilen, geraden und krummen Linien zusammengesetzt und zeigt das genaue Mafs der einer Schallwelle entsprechenden Schwingung der Membrane. Wird nach einer solchen Schwingungscurve mittelst bekannten Verfahrens eine Walze hergestellt und läfst man über deren Erhebungen und Vertiefungen einen Membranstift hinweggehen, so macht dieser Stift bezw. die Membrane, weil die Schwingungscurve in unveränderter Form zur' Wiedergabe der Schallwellen verwendet wird, als wie sie erzeugt wurde, genau dieselbe vibrirende Bewegung, wie dies bei der Aufnahme der Fall war, und die Töne werden in ihrer vollkommenen Natürlichkeit wiedergegeben.
    Auf Grund der erzeugten Schwingungscurve wird die Phonogrammwalze wie nachstehend beschrieben hergestellt:
    Die auf der schraubengangartigen Fläche photographirte Schwingungscurve wird mit der Hand und einem hierzu geeigneten Instrumente (Diamantstift oder dergl.) ausgeschnitten bezw. ausgefeilt, . ■
    Nimmt man einen Streifen, dessen Breite kleiner ist als die Gewindesteigung der schraubengangartig gewundenen, lichtempfindlichen Fläche und verwendet zu diesem Streifen ein anfangs weiches, nachgiebiges, später hart und widerstandsfähig werdendes Material, z. B. Kautschuk, so entsteht durch Abrollen der mit der ausgeschnittenen Schwingungscurve versehenen Walze auf diesem Streifen ein Negativ der Schwingungscurve, einer Zahnstange ähnlich. Läfst man über diesem mit den negativen Erhebungen und Vertiefungen der Schwingungscurve versehenen und hart gewordenen Streifen eine aus präparirtem Wachs hergestellte Walze unter der Neigung eines Schraubengewindes abrollen, so entstehen auf dieser Walze die positiven Vertiefungen und Erhebungen, genau wie sie die Aufnahmewalze aufweist. Es läfst sich eine beliebige Anzahl Wralzen auf diese Art herstellen.
    Pa tent-Α ν Spruch:
    Vorrichtung zur photographischen Aufnahme, von Schallwellen, dadurch gekennzeichnet, dafs der frei und ohne jeden Reibungswiderstand schwingende Membranstift zum Zwecke der Belichtung mit einer Aussparung versehen und innerhalb eines lichtdichten Gehäuses, in das der Membranstift vermöge eines Spaltes hineinreicht, eine schraubengangartig gewundene, lichtempfindliche Fläche angeordnet ist, auf der die Bewegungen des Membranstiftes photographisch verzeichnet werden.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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