DE1116319B - Direkt anzeigendes Ventilspannungs-Messgeraet fuer Stromrichter - Google Patents

Direkt anzeigendes Ventilspannungs-Messgeraet fuer Stromrichter

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DE1116319B
DE1116319B DEB53377A DEB0053377A DE1116319B DE 1116319 B DE1116319 B DE 1116319B DE B53377 A DEB53377 A DE B53377A DE B0053377 A DEB0053377 A DE B0053377A DE 1116319 B DE1116319 B DE 1116319B
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DE
Germany
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voltage
measuring device
valve
valve voltage
cathode
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DEB53377A
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Kurt Mueller-Luebeck
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BBC BROWN BOVERI and CIE
BBC Brown Boveri AG Germany
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BBC BROWN BOVERI and CIE
Brown Boveri und Cie AG Germany
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02HEMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H7/00Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions
    • H02H7/10Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for converters; for rectifiers
    • H02H7/12Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for converters; for rectifiers for static converters or rectifiers
    • H02H7/1209Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for converters; for rectifiers for static converters or rectifiers for converters using only discharge tubes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Testing Electric Properties And Detecting Electric Faults (AREA)

Description

  • gendes Ventilspannungs-Direkt anzei-Meßgerät für Stromrichter Die als Brennspannung bezeichnete Lichtbogenspannung einer Entladungsstrecke eines gesteuerten oder unge-steuerten Gasentladungsstromrichters und ebenso der Spannungsabfall einesVentils einesHalbleitergleichrichters in der Durchlaßrichtung sind Meßgrößen, deren Höhe und deren zeitlicher Verlauf von großem betrieblichem Interesse sind. Die Höhe dieser Spannungen, die zur allgemeinen Kennzeichming als Ventilspannung benannt werden sollen, ist wesentlich mitbestimmend für den Wirkungsgrad einer Stromrichteranlage, während ihr zeitlicher Verlauf einen Einblick in die richtige oder gestörte Arbeitsweise einer Entladungsstrecke oder einer Ventilstrecke eines Halbleiterventils gewähren k Die Ventilspannungen einer Stromrichteranlage sind indessen nießtechnisch schwer zugänglich, da die periodisch wiederkehrende Spannung einer Entladungsstrecke bzw. eines Halbleiterventils nur während der mehr oder weniger kurzen Brenndauer bzw. Stromflußdauer die interessierende Meßspannung darstellt. Während der übrigen Zeitabschnitte der Periode der Wechselspannungen des Stromrichters herrschen dort ganz andere Spannungen, nämlich zeitlich anschließend an die Stromflußdauer die sogenannte negative Sperrspannung und gegebenenfalls zeitlich vorangehend die sogenannte positive Sperrspannung, die but Zündverzögerung der Entladung auftritt.
  • Zum Verstehen dieser Zusammenhänge ist in Fig. 1 der typische Verlauf der Spannung an einer Ventilstrecke, beispielsweise eines sechspulsigen gesteuerten Gasentladungsgleichrichters mit 1201 iZ,4 Brenndauer wiedergegeben. Darin ist die der De lichkeit wegen maßstäblich vergrößert dargestellte mit UL bezeichnete Ventilspannung durch Schra r, A, hervorgehoben. Die Zündverzögerung ist mit a, ddlie Brenndauer der Entladung mit A bezeichnet. Während der Zündverzögerung besteht die mit dem Wert Null einsetzende und positiv ansteigende positive Sperrspannung, nach Verlöschen der Entladung von der Brenndauer # die negative Sperrspannung.
  • Zur Messung der Ventilspannung sind bisher zwei grundsätzlich verschiedene Meßmethoden bekannt-, geworden. Die eine Methode beruht auf der Bestimmung der Verlustleistung der Entladung der Ventilstrecke, beispielsweise mittels eines Wattmeters, dessen Stromspule direkt oder über einen Stromwandler von dem Entladungsstrom durchflossen ist und dessen Spannungsspule direkt oder über Ventile zum Schutz gegen die Sperrspannungen an den Polen der Entladungsstrecke liegt. Diese Verlustleistung ergibt, dividiert durch den mittleren Ventilstrom, den sogenannten wattmetrischen Mittelwert der Brennspannung.
  • Eine ähnliche bekanntgewordene Meßmethode beruht auf der Messung der Verlustleistung unter Anwendung des Hall-Effektes.
  • Einen ganz anderen Weg beschreiten weitere bekanntgewordene auf dem Prinzip von reinen Spannungsmessungen Beruhende-Meginethoden--der Ventilspannung. Bei diesen erfolgt, beispielsweise durch Anwendung von Hochvakaum - Gleichrichterröhren und Verstärkerröhren, wie Trioden oder Pentoden, ...eine meßtechnische Abtrennung der Ventilspannung ügd eine anschließende Vermessung dieser Spannung Üiispielsweise auf Mittelwert oder Höchstwert.
  • "l# Diese somit auf einer unmittelbaren Spannungsmessung beruhenden Meßmethoden ermöglichen es nicht nur, die Höhe der Ventilspannung direkt zur Anzeige mittels eines Voltmeters zu machen, sondern auch den Verlauf der Ventilspannung -abgetrennt von positiver und negativer Sperrspannung, mit einem Oszillographen, vorzugsweise einem KathodenstrahlosziRographen unter möglichster Ausnutzung der Größe seines Bildschirines sichtbar zu machen.
  • Da derartige Messungen sowie der Anschluß eines Oszillographen mit einer, wenn auch kleinen Stromaufnahme verbunden sind, ist es zur Erzielung genauer Meßergebenisse und einer ungefälschten oszillographischen Wiedergabe der Brennspannung oder Ventilspannung notwendig, daß der Eingangskreis der Meßeinrichtung, der die Stufen zur meßtechnisehen Abtrennung der Sperrspannungen enthält, eine Spannungsquelle mit niedrigem Innenwiderstand abgibt. Bei einigen bekanntgewordenen Meßanordnungen wird dies durch Zwischenschaltung eines Kathodenverstärkers erzielt, der aus einer Verstärkerröhre und einem an die Kathode angeschlossenen, als Arbeitswiderstand dienenden ohmschen Widerstand enthält. Zur weiteren Messung und Auswertung steht dann die Spannung zwischen der Kathode und einer festen Hilfsspannung zur Verfügung, die so gewählt werden kann, daß die abgenommene Spannung proportional der Eingangsspannung der ganzen Meßeinrichtung ist, wobei der Proportionalitätsfaktor einen festen, wenig unter 1 betragenden Wert hat. Damit ist die Brennspannung oder Ventilspannung genau meßbar.
  • Hierbei tritt indessen eine besondere Schwierigkeit auf, die bei der Mittelwertmessung der Ventilspannung, einen Meßfehler verursachen und bei der Höchstwertmessung der Ventilspannung zu völlig falschen Meßwerten führen kann, so daß ihr ein besonderes Augenmerk zu schenken ist. Die Brennspannung einer Gasentladung weist nämlich, wie Fig. 2 veranschaulicht, zu Beginn der Brenndauer unter Umständen eine sogenannte Zündspitze auf. Ebenso kann auch bei Halbleiterventilen zu Beginn der Stromflußdauer eine Spannungsspitze in dem Spannungsabfall in der Stromflußrichtung auftreten. Jedoch beruht letzteres, wie Fig. 3 beispielsweise deutlich macht, auf Einschwingvorgängen, hervorgerufen durch das periodisch wiederkehrende Anstoßen eines Schwingungskreises, der aus der Sperrschichtkapazität des Halbleiterventils und gegebenenfalls der Streuinduktivität des Transformators der Gleichrichteranordnung gebildet ist.
  • Eine weitere Spannung, die sich der Ventilspannung überlagern und dadurch einen Meßfehler verursachen kann, ist die bei Gasentladungs-Stromrichtergefäßen möglicherweise vorhandene und während der sogenannten Kommutierungsdauer zu Beginn und Ende der Stromflußdauer entstehende Induktionsspannung, die auf der Magnetisierung beispielsweise eines Anodenschutzrohres oder -bei Einanodenstromrichtern des Gefäßmantels beruht. Sie besteht aus einer positiven Spannungsspitze zu Beginn und einer negativen Spannungsspitze am Ende der Stromflußdauer, wobei indessen die letzigenannte Spannung infolge ihres negativen Vorzeichens mit der negativen Sperrspannung unwirksam gemacht ist.
  • Während nun einerseits erwünscht ist, den Verlauf der Ventilspannung beispielsweise im Kathodenstrahloszillographen mit allen Feinheiten des Kurvenverlaufes, also einschließlich der eben beschriebenen Anfangs-Spannungsspitze und eventuell noch überlagerten Hochfrequenzschwingungen wiederzugeben, muß zur richtigen Beurteilung des Betriebszustandes der Ventilstrecke die Messung des Mittelwertes oder Höchstwertes der Ventilspannung bei meßtechnisch unterdrückten Anfangs-Spannungsspitzen erfolgen. Hierbei ist weiter erwünscht, daß die oszillographische Wiedergabe und die Meßwertanzeige gleichzeitig und ohne gegenseitige Störung der Meßvorgänge stattfinden.
  • Um dies zu ermöglichen ist bei einem direkt anzeigenden Ventilspannungs-Meßgerät für Gasentladungsstromrichter und Halbleitergleichrichter, bei dem die positive Sperrspannung im Bereich der Zündverzögerung und die negative Sperrspannung i -a-7en Sperrbereich meßtechnisch unterdrückt sind und die Übertragung der verbleibenden Ventilspannung auf die auswertende Meßanordnung mittels eines der Impedanzwandlung dienenden Kathodenverstärkers erfolgt, erfindungsgemäß der Kathodenverstärker in zwei Verstärkerstufen aufgeteilt ist, deren Verstärkerröhren parallelgeschaltete Steuergitter aufweisen, an die die gegebenenfalls eine Anfangs-Spannungsspitze enthaltende Ventilspannung angeschlossen ist, dagegen getrennte Kathoden besitzen, an die je ein als Arbeitswiderstand dienender ohmscher Widerstand angeschlossen ist, wobei der erste für den Anschluß eines Oszillographen vorgesehene Widerstand unmittelbar als Spannungsquelle dient, während dem zweiten für den Anschluß einer Meßeinrichtung zur Auswertung der Ventilspannung vorgesehenen Widerstand ein Kondensator zur Unterdrückung der Anfangs-Spannungsspitze parallel geschaltet ist.
  • Eine Prinzipschaltung eines beispielsweise an ein Stromrichtergefäß angeschlossenen Ventilspannungs-Meßgerätes nach der Erfindung ist in Fig. 4 dargestellt. Die vollständige Schaltung eines derartigen Ventilspannungs-Meßgerätes zur Höchstwertmessung der Ventilspannung ist beispielsweise in Fig. 5 wiedergegeben.
  • In Fig. 4 stellt 1 ein mehranodiges Stromrichtergefäß dar, dessen Ventilspannung zwischen einer Anode A und der Kathode K gemessen werden soll. Mit 2 ist -das Ventilspannungs-Meßgerlät als Geräteeinheit gekennzeichnet, dessen Eingangsklemmen 3 und 4 mit der Anode A und der Kathode K des Stromrichtergefäßes 1 verbunden sind. Unter den Bestandteilen des Gerätes bedeutet 5 eine an sich bekannte Anordnung zur meßtechnischen Unterdrückung der negativen Sperrspannung und der positiven Sperrspannung im Bereich der Zündverzögerung. Im Ausgang dieser Anordnung erscheint daher die meßtechnisch abgetrennte Brennspannung mit ihrer Zündspitze, wie durch die neben den Leitungen gezeichneten Oszillogramme deutlich gemacht ist.
  • Diese Ventilspannung ist den Steuergittern zweier Kathodenverstärker zugeführt, die im wesentlichen aus den Trioden 6 und 8 und den Kathodenwiderständen 7 und 9 bestehen. Zu dem Kathodenwiderstand 9 des einen Kathodenverstärkers ist ein Kondensator 10 parallel geschaltet, dessen Verbindung noch durch einen Schalter 11, beispielsweise einen Ruhestrom-Druckknopfschalter, vorübergehend aufgetrennt werden kann.
  • Die beiden Kathodenverstärker dienen einerseits einer Impedanzwandlung, d. h. der Umwandlung der gegebenenfalls hochohmigen Spannungsquelle im Ausgang von 5 in eine niederohmige und damit rückwirkungsfreie belastbare Spannungsquelle für die anschließenden Meßprozesse und andererseits zur gegenseitigen Entkopplung der beiden Meßprozesse, wobei in diesem Zusammenhang das Oszillographieren im weiteren Sinne ebenfalls als Meßprozeß bezeichnet ist.
  • Die Kathode der Triode 6 und damit das eine Ende des Kathodenwiderstandes 7 ist mit der einen der beiden Ausgangsklemmen 13 des Gerätes verbunden, an die ein Oszillograph 14 angeschlossen ist. Die andere Ausgangsklemme führt an ein Festpotential.
  • Die Kathode der Triode 8 und damit das eine Ende des Kathodenwiderstandes 9 und des Kondensators 10 ist mit einer an sich bekannten Meßeinrichtung 12 zur Auswertung des Mittelwertes oder des Höchstwertes der Ventilspannung verbunden. Wie in Fig. 4 weiter deutlich gemacht ist, ist in der Eingangsspannung 12 die Anfangs-Spannungsspitze der Ventilspannung nicht mehr vorhanden, während sie in der dem Oszillographen 14 zugeführten Signalspannung mit enthalten ist.
  • Für die Bemessung des Kondensators 10 kann als Richtlinie gelten, daß die Zeitkonstante T, gebildet aus der Kapazität C des Kondensators 10 und dem Innenwiderstand des Kathodenverstärkers Ri =lIS, worin S die Steilheit der Triode 8 bedeutet, etwa gleich der Wechselspannung des zu vermessenden Stromrichters sein muß. Dies ergibt beispielsweise für S 5 mA/V und einer Netzfrequenz 50 Hz einen Wert C 0,1 [tF. Mit diesem Wert sind die Anfangs-Spannungsspitze und etwaige Hochfrequenzschwingungen beschnitten, ohne daß die kurvenmäßige Struktur der Ventilspannung merklich verändert ist.
  • Die vollständige Schaltung eines Ventilspannungs-Meßgerätes nach der Erfindung für eine Höchstwertmessung ist beispielsweise in Fig. 5 wiedergegeben.
  • Darin dient die Anordnung der Widerstände 15, 16 und der Dioden 17, 18 der meßtechnischen Unterdrückung der negativen Sperrspannung, während die Pentode 19, die über den Widerstand 20 und die Kopplungskapazität 21 angesteuert ist, die meßtechnische Unterdrückung der positiven Sperrspannung im Zeitbereich der Zündverzögerung bewirkt. Zu diesem Zweck ist beispielsweise die Zeitkonstante, aebildet aus der Kapazität 21, dem Widerstand 20 bzw. diesem Widerstand in Verbindung mit dem Ableitwiderstand 22 so klein im Verhältnis zur Periodendauer der Wechselspannungen des zu vermessenden Stromrichters gewählt, daß die Gitterspannung etwa dem Differentialquotient der ansteigenden Sperrspannung proportional ist, der im Bereich der Zündverzögerung positiv ist, so daß die Pentode nur in diesem Bereich stromführend wird, während sie im übrigen Zeitbereich gesperrt ist.
  • Die Anodenspannung der Pentode ist damit die Ventilspannung einschließlich ihrer Anfangs - Spannungsspitze. Diese ist nun in der in Fig. 4 bereits angegebenen Weise den Steuergittern von zwei Kathodenverstärkern mit den Trioden 6 und 8 und den Kathodenwiderständen 7 und 9 zugeführt. Letzterem Widerstand ist die Kapazität 10 parallel geschaltet, deren Verbindung in der bereits erwähnten Weise mittels eines Schalters 11, beispielsweise eines Ruhestrom-Druckknopfes, nach Bedarf aufgetrennt werden kann.
  • Die beiden Trioden 6 und 8 sind zur Verringerung des Röhrenaufwandes in einer handelsüblichen Doppeltriode vereinigt, was bei den hier in Betracht kommenden Spannungsdifferenzen zwischen den Kathoden und dem gemeinsamen Heizfaden zulässig ist.
  • Die Meßrichtung zur Auswertung der Ventilspannung, die an die Kathode des Triodensystems 8 angeschlossen ist, kann zur Mittelwerts- oder zur Höchstwertmessung der Ventilspannung ausgebildet sein. Bei der Mittelwertsmessung kann man beispiels-Weise so vorgehen, daß man die Ventilspannung auf eine feste Zeit von beispielsweise 120' C oder einem anderen Festwert austastet und von dieser so gebildeten Signalspannung die Spannungszeitsumme auswertet. Oder man bestimmt die Spannungszeitsumme der Ventilspannung in ihrer ganzen zeitlichen Ausdehnung und ermittelt außerdem die Brenndauer und bildet dn--qn den Quotienten der beiden Meßgrößen.
  • Die in Fig. 5 beispielsweise wiedergegebene Höchstwert-Meßeinrichtung beruht auf einer Kondensatoraufladung auf diesen Höchstwert. Sie besteht aus einer Doppeldiode 23, einem Kondensator 24, einem hochohmigen Entladewiderstand 25 und einer weiteren Kathodenverstärkeranordnung 26 in symmetrischer Brückenschaltung sowie dem anzeigenden Spannungsmesser 27. Auch bei dieser Verstärkeranordnung sind die beiden Triodensysteme in einer Doppeltriode vereinigt. Die Brückenschaltung ist mittels des Potentiometers 26 so einstellbar, daß bei Eingangsspannung Null an den Klemmen 3 und 4 der Spannungsmesser den Skalenwert Null anzeigt. Die zweite Diodenstrecke der Doppeldiode 23 dient der Kompensation der Spannung der ersten Diodenstrecke derselben Doppeldiode.
  • An der zweiten Diodenstrecke entsteht eine an der Anode geg genüber der Kathode negative Spannung, die durch zwei Spannungsabfälle an dem Parallelwiderstand dieser Diodenstrecke bestimmt ist, von denen der eine durch den Anlauf-Elektronenstrom und der zweite durch den über den Widerstand25 abfließenden Entladegleichstrom des Kondensators 24 hervorgerufen wird. An der ersten Diodenstrecke entsteht in Abhängigkeit von den Ladestromstößen durch die Ventilspannung bzw. durch die Spannung an dem Widerstand9 eine Diodenspannung, deren Vorzeichen und Höhe bei vorgegebener Stromzeitsumme des Ladestroms durch die zeitliche Länge dieser Ladestromstöße bestimmt ist. Richtet man es nun so ein, daß bei einer mittleren Länge der Ladestrornimpulse, beispielsweise von 120' el., die erste Diodenstrecke ebenso wie die zweiteimAnlaufstromgebiete arbeitet und ihre Spannung der Spannung der zweiten Diodenstrecke etwa gleich ist so wird die erste Spannung durch die zweite kompensiert. Bei einer anderen Länge der Ladestromimpulse entsteht ein kleiner positiver oder negativer Meßfehler.
  • Der Spannungsmesser zeigt den Höchstwert der Ventilspannung ohne ihre Anfangs-Spannungsspitze an. Durch Drücken der Taste 11 wird indessen diese Anfangs - Spannungsspitze meßtechnisch miterfaßt -, und es läßt sich an dem Anstieg des Ausschlages des Spannungsmessers wahrnehmen, daß die Ventilspannung eine Anfangs-Spannungsspitze oder gegebenenfalls eine überlagerte Hochfrequenzschwingung besitzt.
  • Die angewendeten Kathodenverstärker bewirken nicht nur eine Impedanzwandlung bei einem Spannungs-übersetzungsverhältnis wenig unter 1, sondern auch eine Verriegelung der Meßschaltung 12 und des Oszillographen 14 gegen überspannungen, da nach überschreitung einer bestimmten positiven Eingangsspannung an den Klemmen 3 und 4, beispielsweise oberhalb 150 V bei einem Verstärker mit etwa 250 V Anodengleichspannung ein Gitterstromeinsatz stattfindet, womit die überschüssige Eingangsspannung in den Eingangswiderständen der Anordnung 5 aufgezehrt wird.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Direkt anzeigendes Ventilspannungs-Meßgerät für Gasentladungs- und Halbleitergleichrichter, bei dem die positive Sperrspannung im Bereich der Zündverzögerung und die negative Sperrspannung im ganzen Sperrbereich meßtechnisch unterdrückt sind und die Übertragung der verbleibenden Ventilspannung auf die auswertende Meßanordnung mittels eines der Impedanzwandlung dienenden Kathodenverstärkers erfolgt, da. durch gekennzeichnet, daß der Kathodenverstärker in zwei Verstärkerstufen aufgeteilt ist, deren Verstärkerröhren parallelgeschaltete Steuergitter aufweisen, an die die gegebenenfalls eine Anfangs-Spannungsspitze enthaltende Ventilspannung angeschlossen ist, dagegen getrennte Kathoden besitzen, an die je ein als Arbeitswiderstand dienender ohmscher Widerstand angeschlossen ist, wobei der erste für den Anschluß eines Oszillographen vorgesehene Widerstand unmittelbar als Spannungsquelle dient, während dem zweiten für den Anschluß einer Meßeinrichtung zur Auswertung der Ventilspannung vorgesehenen Widerstand ein Kondensator zur Unterdrückung der Anfangs-Spannungsspitze parallel geschaltet ist.
  2. 2. Ventilspannungs-Meßgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Trioden der beiden Kathodenverstärker aus den beiden Triodensystemen einer Doppeltriode gebildet sind. 3. Ventilspannungs-Meßgerät nach Ansprach 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßeinrichtung zur Auswertung der Ventilspannung eine Meßschaltung zur Mittelwertmessung an sich bekannter Wirkungsweise ist. 4. Ventilspannungs-Meßgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßeinrichtung zur Auswertung der Ventilspannung eine Meßschaltung zur Höchstwertmessung an sich bekannter Wirkungsweise ist. 5. Ventilspannungs-Meßgerät nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schalter, beispielsweise ein Ruhestrom-Druckknopf, in die Verbindungsleitung des dem einen Arbeitswiderstandes parallel geschalteten Kondensators eingeschaltet ist, mittels dessen diese Verbindungsleitung aufgetrennt werden kann. In Betracht gezogene Druckschriften: Müller-Lübeck, »Der Kathodenverstärker in der elektronischen Meßtechnik«, 1956, S. 130 bis 152.
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