DE11060C - Verfahren und Einrichtungen zum Richten und Härten von Eisenbahnschienen u. dergl - Google Patents
Verfahren und Einrichtungen zum Richten und Härten von Eisenbahnschienen u. derglInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C21—METALLURGY OF IRON
- C21D—MODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
- C21D9/00—Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor
- C21D9/04—Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor for rails
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Description
PATENTSCHRIFT
1880.
Klasse
GEORGE WEBB in JOHNSTOWN (Grafschaft Cambria, Pennsylvanien, V. S, A.).
Verfahren und Einrichtungen zum Richten und Härten von Eisenhahnschienen u. dergl.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. Januar 1880 ab.
Der Apparat hat den Zweck, die das Walzwerk verlassenden Schienen aufzunehmen, um
sie zu richten und gleichzeitig den Kopf derselben behufs Härtens abzukühlen, während Fufs
und Steg, sowie die beiden Enden der Schiene verdeckt sind.
Fig. ι ist ein Querschnitt des Apparates mit zu richtenden und abzukühlenden Schienen besetzt.
Fig. 2 und 4 sind Endansichten der eingespannten Schienen.
Fig. 3 und 5 sind Grundrisse einzelner Theile des Apparats.
In einem Behälter A von halbkreisförmiger Aushöhlung ist eine waagrechte Axe Z drehbar
gelagert; auf dieser Axe sind radartige Gestelle Z' angebracht, welche durch starke Eisenplatten Z2, die parallel zur Axe Z laufen, mit
einander verbunden sind.
Auf diesen Eisenplatten sind die Langschienen Z3 und Z4 angebracht, die zusammen
eine Klammer zum Festhalten der zu richtenden und zu härtenden Schiene m bilden.
Die Langschienen Z3 sind auf der Eisenplatte Z2 festgeschraubt, die Langschienen Z4
sind dagegen beweglich und mittelst der Stellschrauben Z5 zu verstellen bezw. gegen die
eingezogene Schiene m anzudrücken. Beide Langschienen können auch verstellbar eingerichtet
sein, um für verschiedene Schienenprofile als Halteklammern zu dienen. Die Langschienen Z3 und Z4 haben solche Höhe,
dafs Fufs und Steg der eingefügten und festgestellten Schiene m von ihnen vollständig bedeckt
wird und nur der Schienenkopf vorsteht. Beim Einschieben der Schienen m in ihre
Klammern Z3 und Z4, was durch ein Paar nicht gezeichnete Zuführungswalzen erfolgen
kann, passiren die Schienen ni zunächst die Schaber SS, welche alle Schlacken als auch die
Rauhheiten, die beim Abschneiden der Schienenenden mittelst der Circularsäge entstehen, von
den Schienen entfernen. Die Eisenplatten Z2 und die Klammern Z3 und Z4 sind länger als
die zu richtenden Schienen; der leere Raum, der hierdurch an den Schienenenden entsteht,
wird durch eingelegte kurze Schienenstücke ausgefüllt, und es wird dann das Ende durch kleine
Verschlufsplatten Z6, Fig. 2, die um/1 drehbar sind, geschlossen.
Auf diese Weise ist die ganze Schiene bis auf den Kopf eingepackt, d. h. fest eingeschlossen,
so dafs sie ihre gerade Form während der Abkühlung behalten mufs.
In den Kränzen der äufseren radartigen Gestelle sind die Löcher / angebracht, um durch
Stangen, die man hineinsteckt, das Ganze drehen zu können.
Durch Drehung des Rahmenwerks um seine Axe Z taucht der Schienenkopf behufs Härtens
in die in A enthaltene Flüssigkeit, die aus Wasser, OeI, einem salzhaltigen Wasser oder
irgend etwas anderem bestehen kann.
Wird gewöhnliches Wasser zum Kühlen angewendet, so läfst man fortwährend einen
frischen Strahl zulaufen und ein entsprechendes Quantum ablaufen. Wird dagegen präparirtes
Wasser oder eine andere Flüssigkeit zum Abkühlen verwendet, so können mechanische Einrichtungen
angewendet werden, um eine lebhafte Circulation der Flüssigkeit in dem Behälter A zu veranlassen.
Die Niveauhöhe der Flüssigkeit in dem Reservoir ist dabei nicht wesentlich. Sie kann
so hoch stehen, dafs nur die Schienenköpfe eintauchen; sie kann aber auch das Reservoir zur
Hälfte füllen, da die umschlossenen Theile der Schiene infolge ihrer Umhüllung unter normalen Bedingungen abkühlen werden.
Das Besetzen des Apparates mit Schienen kann der Reihe nach auf den Platten Z2 erfolgen,
in welchem Falle eine gewisse Zeit vorstreicht, ehe die verpackte Schiene in die Abkühlungsflüssigkeit
gelangt.
Der Apparat kann aber auch so gehandhabt werden, dafs man die Schiene in ihre Klammern
feststellt und nach Verdecken der Enden durch lose Stücke und Schliefsen der kleinen Platten Z °
die Drehung sofort so weit bewirkt, dafs die Schiene ganz oder theilweise sofort eintaucht.
Sollen die Schienenköpfe nicht durch Eintauchen in Flüssigkeit gehärtet werden und soll der
Apparat nur dazu dienen, die Schienen fest einzuspannen und zu richten und sie bei gleichmäfsigem
Abkühlen eingespannt zu halten, so kann das Reservoir A durch einen halbkreis-
Claims (2)
- runden Deckel geschlossen und auf diese Weise ein geschlossener Cylinder gebildet werden, in den an dem einen Ende durch ein Loch in der Nähe der Axe ein Luftstrom von entsprechender Temperatur eingeführt werden kann, der am anderen Ende des Cylinders wieder austritt.Paten τ-Ansprüche:ι . In einem Apparat die Anordnung, um Schienen, wenn sie vom Walzwerk kommen und auf ihre Längen durch Circularsäge abgeschnitten sind, in der beschriebenen Weise einzuspannen, zum Zweck der Verhinderung einer Form veränderung während des Abkühlens.
- 2. Das drehbare Rahmenwerk mit den Einspannvorrichtungen und drehbaren Endverschlufsplatten an seiner Peripherie und die Anordnung der Schaber, um die Schiene bei ihrem Einziehen in die Einspannvorrichtung von Schlacken und Unebenheiten zu reinigen.Die Combination des drehbaren Rahmenwerks, seiner Einspannvorrichtungen, En(J-schlufsplatten und der losen Einsatzstücke an den Schienenenden mit einem Reservoir, welches eine Flüssigkeit zum Härten der aus der Einspannvorrichtung herausragenden Schienenköpfe enthält.Das Verfahren, Schienen gleich nach dem Auswalzen im eingespannten Zustande abzukühlen, wobei Fufs und Steg der Schienen gegen zu schnelle Abkühlung durch umgebende Theile geschützt sind, dagegen der freie Schienenkopf in eine Flüssigkeit behufs Härten eingetaucht wird.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE11060C true DE11060C (de) |
Family
ID=288340
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT11060D Active DE11060C (de) | Verfahren und Einrichtungen zum Richten und Härten von Eisenbahnschienen u. dergl |
Country Status (1)
| Country | Link |
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