-
Brennstoffeinspritzpump e für Brennkraftmaschinen Die Erfindung betrifft
eine Brennstoffeinspritzpumpe für Brennkraftmaschinen mit selbsttätig erfolgender
Regelung der Förderleistung, welche außer einem Hauptkolben, der mit der die Regelgröße
bildenden Geschwindigkeit angetrieben wird, einen Hilfskolben aufweist, der das
eigentliche Regelglied bildet, und der bei seinem zugleich mit dem Hingang (Druckhub)
des Hauptkolbens erfolgenden Hingang hydraulisch angetrieben wird, während sein
Rückhub durch eine Rückstellkraft herbeigeführt wird, wobei der Hilfskolben während
seines Rückhubes die von ihm hierbei verdrängte Flüssigkeit durch eine in einem
Bremskanal vorgesehene Drosselstelle hindurchfördert und auf diese Weise einer Bremswirkung
unterworfen wird und wobei ferner in dem Bremskanal ein durch ein zyklisch arbeitendes
Absperrglied gesteuerter Durchlaß vorgesehen ist.
-
Eine derartige Pumpe ist Gegenstand einer älteren Patentanmeldung.
Bei dieser Pumpe hängt die Rückgangsgeschwindigkeit des beweglichen Hilfskolbens
praktisch einzig und allein von der auf ihn wirkenden Rückholkraft und von der auf
einen bestimmten Wert eingestellten Drosselung ab. Solange die Einstellung dieser
Drosselung nicht verändert wird, hat daher die Rückgangszeit T des Hilfskolbens
einen festen, von der Antriebsgeschwindigkeit des Hauptkolbens der Pumpe unabhängigen
Wert. Die eigentliche Regelwirkung setzt dann ein, wenn die Zeit O des Rückganges
des Hauptkolbens der Pumpe (wobei (9 eine Funktion der Antriebsgeschwindigkeit
der Pumpe ist) kleiner als die praktisch konstante, aber einstellbare Zeit T wird.
In diesem Augenblick bildet sich unter dem Hilfskolben ein Flüssigkeitsanschlag,
welcher seinen Rückgang verkürzt und um so wirksamer ist, je kleiner die Zeit 0
gegenüber der Zeit T wird.
-
Zur weiteren Verbesserung der Selbstregelung wird gemäß der vorliegenden
Erfindung das in dem Bremskanal zyklisch arbeitende Absperrglied bei seiner die
Öffnung des Durchlasses bewirkenden Bewegung, wenigstens während eines Teils ihrer
Dauer, seinerseits einer Bremswirkung unterworfen, welche die genannte Bewegung
vom Gleichlauf mit der Rückkehrbewegung des Hauptkolbens unabhängig macht. Diese
Bremsung der Rückkehrbewegung des Absperrgliedes kann verschiedene Wirkungen haben.
In dem Maße, in dem die Bremswirkung in der Periode wirksam ist, in der das Absperrglied
den Bremskanal aufsteuert, hat die Bremsung der Rückbewegung ein allmähliches Aufsteuern
zur Folge, durch das die Bremswirkung des Bremskanals allmählich verringert und
die Rückbewegung des Hilfskolbens beschleunigt wird.
-
Wenn das Absperrglied von seiner die Absperrung bewirkenden Endstellung
bis zum Beginn der Rufsteuerung des Bremskanals einen gewissen Hub zurückzulegen
hat und wenn die Bremsung während dieses Hubteils wirksam ist, so hat dies zur Folge,
daß der Beginn der Aufsteuerung des Bremskanals wesentlich später erfolgt als der
Beginn des Rückhubes des Hilfskolbens. In diesem Falle kann die Bremsung dazu führen,
daß jede Nutzförderung der Pumpe nach außen aufhört. wenn eine bestimmte größte
Drehzahl (Höchstdrehzahl) überschritten wird.
-
In dem letztgenannten Falle ist vorzugsweise der Hub, den das Absperrglied
zurücklegen muß, um von seiner Endstellung, bei der es den Bremskanal abschließt,
in diejenige Stellung zu gelangen, bei der es beginnt, den Bremskanal aufzusteuern,
ein Vielfaches des Hubes, der zur völligen Öffnung oder völligen Schließung des
Bremskanals notwendig ist.
-
Die Erfindung ist unter Bezugnahme auf die Zeichnung beispielshalber
erläutert.
-
Fig. 1 bis 5 und 7 bis 12 zeigen schematisch in einem Axialschnitt
ebenso viele verschiedene Ausführungsformen von erfindungsgemäßen Einspritzpumpen.
-
Fig. 6 zeigt bei a, h, c, d verschiedene einander zugeordnete
Formen des Kanals des Schiebers und der von diesem gesteuerten Leistung.
-
Wie bei der obengenannten älteren Patentanmeldung enthält die Vorrichtung
einen Zylinder 1, in welchem
ein Hauptkolben 2 arbeitet, welcher
auf beliebige geeignete Weise angetrieben wird, z. B. durch einen Nocken, welcher
nicht dargestellt ist, außer in Fig. 12, wo er mit 70 bezeichnet ist. Dieser Kolben
steuert einen Schlitz 3, durch welchen die Speiseleitung 4 in den Zylinder 1 der
Pumpe mündet. Diese Leitung 4 wird durch eine nicht dargestellte Zubringerpumpe
gespeist, welche den Brennstoff einem Vorratsbehälter entnimmt.
-
Zur Erzielung einer selbsttätigen Regelung der Fördermenge in Abhängigkeit
von der Drehzahl oder, genauer, von einer bestimmten Drehzahl an derart, daß für
den mit der betreffenden Pumpe versehenen Motor eine Höchstdrehzahl festgelegt wird,
welche dieser nicht überschreiten kann, wird von wenigstens einem Teil des von dem
Kolben 2 bei seinem Förderhub (Aufwärtshub) geförderten Brennstoffs und nach der
Schließung des Schlitzes 3 ein beweglicher Hilfskolben 5 gesteuert, welcher entgegen
der Einwirkung einer Rückholfeder 6 in einem Zylinder 7 gleiten kann; der während
des Ansaugehubes (Abwärtshub) des Pumpenkolbens 2 erfolgende Rückgang des Kolbens
5 wird mittels einer regelbaren Drosselstelle 8 gebremst, welche in den Kanal 9
eingeschaltet ist, welchen der Brennstoff, welcher vorher die Verstellung des Kolbens
5 im Sinne des Hingangs bewirkt hatte, während des Rückgangs des Kolbens 5 durchströmen
muß. Mit der so hergestellten regelbaren Dämpfung hängt die Rückgangsgeschwindigkeit
des Kolbens 5 praktisch nur von der durch die Feder 6 ausgeübten Rückholkraft und
dem Ouerschnitt der Drosselstelle 8 ab. Der Schlitz, durch welchen der Kanal 9 in
die untere Kammer 7a des Zylinders 7 mündet, kann dauernd offen sein (Fig. 1 und
3 bis 5) oder so liegen, daß der Kolben 5 ihn in seiner untersten Stellung verschließt
(Fig.2).
-
Das Innere des Zvlinders 1 ist durch einen ein durch eine Feder 11
a belastetes Rückschlagventil 11 enthaltenden Kanal 10 mit der unteren Kammer 7a
des Zylinders 7 verbunden. Die Kammer 7 o wird durch den die Drosselstelle 8 enthaltenden
Kanal g entweder (Fig. 1, 2 und 3) mit der über dem Kolben 5 liegenden Kammer 7
b des Zylinders 7 oder (Fig. 4) mit der sich in dem Zylinder 1 über dem Kolben 2
befindenden Druckkammer oder (Fig. 5) mit einer Leitung 9 u für den Rückfluß des
zu dem nicht dargestellten Vorratsbehälter verbunden.
-
In dem Kanal 9 ist außerdem ein Absperrorgan vorgesehen, welches den
Kanal 9 während des Aufwärtshubes 2 schließt und ihn nur während des Abwärtshubes
desselben öffnet. Das Absperrorgan kann unter Umständen gleichzeitig auch die Rolle
des Drosselorgans spielen, wie weiter unten näher ausgeführt werden wird.
-
Zur Steuerung des Absperrorgans in der oben angegebenen `'eise kann
dieses die Form eines in einem Zylinder 19 gleitenden Schiebers 12 erhalten, auf
dessen Unterseite über einen Kanal 13 der in dem Zylinder 1 herrschende Druck und
auf dessen Oberseite eine Rückholfeder 14 wirkt. Außerdem enthält der Schieber einen
Kanal 12a (Fig. 1 und 2), welcher so angeordnet ist, daß er in der Verlängerung
des Kanals 9 liegt, wenn die Feder 14 den Schieber in seine in Fig. 1 und 2 dargestellte
unterste Stellung und gegen einen Anschlag 20 gedrückt hat. Der Kanal 12a kann natürlich
durch eine auf dem Umfang des Schiebers 12 angebrachte Nut 12b (Fig. 3) ersetzt
werden, deren Querschnitt so klein sein kann, daß die obenerwähnte Drosselstelle
entsteht (Fig. 9). Wenn infolge des Aufwärtshubes des Kolbens 2 ein Überdruck innerhalb
des Zylinders 1 auftritt, verschiebt er den Schieber 12 nach oben und bewirkt so
die Schließung des Kanals 9.
-
In den Fällen der Fig. 4 und 5 wird ein mit einer Drosselstelle 28
versehener Kanal 27 zur Verbindung der Druckkammer des Zylinders 1 mit der Kammer
7 b vorgesehen.
-
Bei allen diesen Ausführungsformen (Fig. 1 bis 5)
sind an den
Zylinder 7 noch die Förderleitung 15. welche gegebenenfalls durch ein Rückschlagventil
16 gesteuert wird und mit der Einspritzdüse oder den Einspritzdüsen verbunden ist,
welche von der betreffenden Pumpe gespeist werden, sowie ein Auslaßkanal 17 angeschlossen,
welcher von dem Kolben 5 geöffnet wird, wenn dieser einen gewissen Hingang innerhalb
des Zylinders 7 ausgeführt hat.
-
Schließlich enthält der Zylinder 7 in der Nähe seines unteren Endes
eine Schulter 18, gegen welche der Kolben 5 durch die Feder 6 gedrückt wird, wenn
er sich in seiner Ruhestellung befindet.
-
Die oben beschriebenen Vorrichtungen arbeiten so, daß der Nutzrückgang
des Kolbens 5 unterhalb der Mündung des Auslaßkanals 17 mit zunehmender Antriebsdrehzahl
der Pumpe abnimmt, wodurch die in der erwähnten älteren Patentanmeldung beschriebene
Selbstregelungswirkung erzielt wird.
-
Solange nämlich die Rückgangszeit T des Kolbens 5 kleiner als die
Zeit O des Abwärtshubes des Pumpenkolbens 2 oder höchstens gleich dieser ist (wobei
0 eine Funktion der Drehzahl des Motors ist, an welchem die betreffende Einspritzpumpe
angebracht ist), kann der Kolben 5 seinen gesamten Rückgang ausführen. Wenn jedoch
die Drehzahl des Motors so weit zunimmt, daß O kleiner als T wird, wird der Kolben
5 vor Ausführung seines vollen Rückgangs von neuem von dem durch den aufwärts gehenden
Kolben 2 geförderten Brennstoff getroffen, so daß dieser vorzeitig die Wiederaufwärtsbewegung
des Kolbens 5 und somit eine Verkürzung seines Hubes bewirkt, welche um so größer
ist, je größer die Differenz T- 0 wird. Anders ausgedrückt, sobald O kleiner als
T wird, bildet der von dem Kolben 2 geförderte Brennstoff eine Art Flüssigkeitsanschlag
für den Kolben 5, welcher diesen bei seinem Rückhub um so früher anhält, je größer
die Geschwindigkeit des Kolbens 2 der Pumpe und somit die Drehzahl des Motors selbst
ist. Diese Verkürzung des Hubes des Kolbens 5 wird ausgenutzt zur Verringerung der
von der Einspritzpumpe zu der betreffenden Einspritzdüse oder den betreffenden Einspritzdüsen
geförderten Brennstoffmenge, um zu verhindern, daß der Motor eine vorausbestimmte
Grenzdrehzahl überschreitet.
-
Erfindungsgemäß wird nun die Wirksamkeit der so erzielten Regelwirkung
dadurch beträchtlich verbessert, daß in dem Kanal 9, durch welchen die Flüssigkeit
infolge der Bewegung des Kolbens 5 während seines Rückhubes gedrückt wird, ein verengter,
zyklisch veränderlicher Durchlaß vorgesehen wird, dessen Ouerschnitt zeitlich während
wenigstens eines wesentlichen Teils der Dauer dieses Rückhubes zunimmt. Dieser verengte
Durchlaß kann mit der obenerwähnten Drosselstelle 8 kombiniert oder in Reihe mit
dieser angeordnet werden.
-
Bei Verwendung der erwähnten Drosselstelle 8 zugleich mit einem während
des Rückhubes des Kolbens 5 in seinem Ouerschnitt veränderlichen, verengten Durchlaß
bestimmt die Drosselstelle 8 den größten Drosselquerschnitt in der Leitung 9, der
beliebig regelbar ist, aber während eines Arbeitsspiels konstant bleibt, während
sich der Querschnitt des verengten
Durchlasses während eines jeden
Arbeitsspiels verändert, indem er sich während des Hingangs des Kolbens 5 schließt
und während seines Rückgangs immer weiter öffnet.
-
Dieser verengte zyklisch veränderliche Durchlaß wird zweckmäßig mittels
eines quer zu einem Teil des Kanals 9 gleitenden Schiebers A gebildet, welcher in
Fig. 1 mit dem Schieber 12 zusammenfällt. Auf die Unterseite dieses Schiebers wirkt
während des Arbeitshubes des Kolbens 2 der in dem Zylinder 1
herrschende Druck,
und in entgegengesetzter Richtung wirkt auf den Schieber eine Rückholfeder B, welche
in Fig. 1 mit der Feder 14 zusammenfällt. Der Schieber enthält einen Kanal C (welcher
in Fig. 1 auch mit 12a bezeichnet ist), welcher mit den beiden einander gegenüberliegenden
Mündungen des Kanals 9 in den Zylinder D (welcher mit 19 zusammenfällt) zusammenwirkt,
in welchem der Schieber A gleitet.
-
Der Übergang der Flüssigkeit aus dem Zylinder 1 bis unterhalb des
Schiebers A wird durch ein durch eine Feder e belastetes Rückschlagventil E ermöglicht,
welches in einem den Zylinder 1 mit der Basis des Zylinders D verbindenden Kanal
F vorgesehen ist, während ein Umgehungskanal G, welcher mit einer verengten, zweckmäßig
durch eine Körnerschraube 22 regelbaren Öffnung H versehen ist, den Zylinder 1 mit
einer zwischen dem Ventil E und dem Zylinder D liegenden Stelle des Kanals F verbindet.
-
Die Öffnungen des Schiebers A (Mündungen des Kanals C) bzw. des Zylinders
D (Mündungen des Kanals 9) erhalten entsprechende Formen, derart, daß während der
Abwärtsbewegung des Schiebers (welche durch die verengte regelbare Öffnung H gebremst
wird) das Gesetz der Veränderung des Querschnitts des verengten, zyklisch veränderlichen
Durchlasses eine solche Form hat, daß die für die Abwärtsbewegung des Kolbens 5
gewünschte Gesetzmäßigkeit erhalten wird.
-
Hierfür können die Formen und die Abmessungen dieser Öffnungen z.
B. unter den in Fig. 6 dargestellten ausgewählt werden, in welcher a,
b, c und d vier mögliche Anordnungen zeigen.
-
Es kann ein Anschlag 21 vorgesehen werden, welcher so angeordnet ist,
daß die Öffnung des Kanals 9 beginnt, sobald der Schieber A diesen Anschlag verläßt.
-
In gewissen Fällen wird jedoch zweckmäßig, wie in den Figuren dargestellt,
die Lage des die höchste Stellung des Schiebers A bestimmenden Anschlags 21 so gewählt,
daß der Schieber A von seiner höchsten Stellung aus bis zu Beginn der Öffnung des
Kanals 9 durch den Kanal C eine gewisse durch die Punkte m und ra (Fig. 1) angegebene
Strecke durchlaufen muß, welche vorzugsweise ein Vielfaches der Höhe des Kanals
9 oder, wenn dieser kreisförmig ist, des Durchmessers desselben und des Kanals C,
dessen Querschnitt dem des Kanals 9 entspricht, ist. Ferner werden die Kraft der
Feder B und der Querschnitt der Drosselstelle H so gewählt, daß, sobald der Hauptkolben
2 der Pumpe mit einer über der höchstzulässigen Geschwindigkeit (Höchstdrehzahl)
liegenden Geschwindigkeit angetrieben wird, der Schieber A aus seiner höchsten Stellung
nicht mehr so weit abwärts gehen kann, daß er den Kanal 9 selbst teilweise öffnet.
-
Unter der Annahme, daß die Schieber 12 und A zusammenfallen, arbeitet
dann die Vorrichtung folgendermaßen Es sei zunächst die Arbeitsweise der Vorrichtung
für eine Antriebsdrehzahl der Pumpe betrachtet, welche erheblich unter der Höchstdrehzahl
liegt und bei welcher die Zeit 0 des Rückgangs (Abwärtshub) des Hauptkolbens 2 der
Pumpe größer als die Zeit T des Rückgangs (Abwärtshub) des Schiebers 12 ist. Es
ist hier zu bemerken, daß die Zeit 0 die Stillstandszeit des Kolbens 2 in seiner
untersten Stellung und die Zeit umfaßt, welche erforderlich ist, damit der Kolben
2 zu Beginn seines Aufwärtshubes den Schlitz 3 der Speiseleitung 4 schließt.
-
Nach der Schließung des Schlitzes 3 drückt der Kolben 2 während seines
Aufwärtshubes den Brennstoff gleichzeitig unter den Kolben 5 und den Schieber 12.
Nach der Schließung des Schlitzes 3 wird der Schieber gegen den Anschlag 21 gedrückt,
wodurch der Kanal 9 verschlossen wird. Erst nach diesem Vorgang beginnt der Kolben
5 seine Aufwärtsbewegung, während welcher er einen Teil des in der Kammer 7 b befindlichen
Brennstoffs zu der Düse oder den Düsen fördert. Die auf das durch eine Kugel gebildete
Rückschlagventil 11 wirkende Feder 11a ist nämlich auf einen größeren Druck eingestellt
als die Feder e des Rückschlagventils E und die Feder 14 des Ventils 12. Die Aufwärtsbewegung
des Kolbens 5 hört auf, nachdem dieser die Auslaßleitung 17 geöffnet hat.
-
Wenn der Kolben 2 in seiner Bewegung umkehrt und in seinem Zylinder
abwärts zu gehen beginnt, beginnt der Schieber 12 seine Abwärtsbewegung. Der Kolben
5 bleibt dagegen zunächst in seiner obersten Stellung, da während der Abwärtsbewegung
des Kolbens 2 das Rückschlagventil 11 auf seinen Sitz gedrückt bleibt und da der
Kanal 9 infolge der Bremsung der Abwärtsbewegung des Schiebers durch die Drosselstelle
H nicht sofort geöffnet wird. Erst von dem Augenblick an, von welchem der Schieber
12 bei seiner Abwärtsbewegung die Strecke m/n durchlaufen hat, beginnt der Schieber
den Kanal 9 zu öffnen, was dem Kolben 5 gestattet, ebenfalls seine Abwärtsbewegung
zu beginnen und den in der Kammer 7a befindlichen Brennstoff in die Kammer 7 b (Fig.
1 bis 3), den Zylinder 1 (Fig. 4) oder den Vorratsbehälter (Fig. 5) zu fördern.
Infolge des Zusammenwirkens der einander entsprechenden Formen des Kanals 9 und
des Kanals 12a des Schiebers 12 und infolge der Bremsung der Abwärtsbewegung des
Schiebers 12 mittels der Drosselstelle H entsteht, wie oben erwähnt, eine allmähliche
Vergrößerung des von dem Schieber 12 freigegebenen Querschnitts des Kanals 9, was
eine allmähliche Vergrößerung der Geschwindigkeit des Kolbens 5 bei seiner Abwärtsbewegung
zur Folge hat.
-
Wenn die Antriebsdrehzahl der Pumpe und somit die Geschwindigkeit
des Kolbens 2 zunehmen, wird von einer gegebenen Geschwindigkeit an die Zeit 0 kleiner
als die Zeit T, und der Schieber 12 kann nicht mehr seine durch seine Anlage an
dem Anschlag 20 bestimmte unterste Stellung erreichen, da der Schieber, bevor er
in dieser Stellung ankommt, von neuem von dem von dem Kolben 2 während seines nächsten
Aufwärtshubes geförderten Brennstoff getroffen wird. Anders ausgedrückt, es bildet
sich unter dem Schieber 12 ein »Flüssigkeitsanschlag«, welcher um so größer ist,
je größer die Differenz zwischen T und 0 ist.
-
Solange die Zeit T nur wenig größer als die Zeit 0 ist, verhindert
der sich unter dem Schieber 12 bildende Flüssigkeitsanschlag diesen, am Ende seiner
Abwärtsbewegung den Kanal 9 vollständig zu öffnen. Infolgedessen kann der Kolben
5 noch um eine gewisse Strecke unter die Mündung des Auslaßkanals 17 heruntergehen
und eine gewisse Brennstoffmenge in die Kammer 7 b (Fig. 1 und 3) fördern, aus welcher
sie bei der nächsten Aufwärtsbewegung des Kolbens 5 in
die Druckleitung
15 ausgeschoben wird, doch ist diese Brennstoffmenge bereits stark verringert.
-
Wenn die Antriebsdrehzahl der Pumpe noch weiter zunimmt, wodurch die
Differenz zwischen der Zeit T und der Zeit U vergrößert wird, wird schnell eine
Geschwindigkeit erreicht, bei welcher der Flüssigkeitsanschlag unter dem Schieber
12 so groß wird, daß er den Abwärtshub des Schiebers unter den Wert der Strecke
3m31 bringt, so daß sich der Kanal 9 überhaupt nicht mehr öffnet und der Kolben
5 nicht mehr unter die Stellung heruntergehen kann, in welcher er gerade den Kanal
17 schließt. Von dieser Geschwindigkeit aus wird kein Brennstoff mehr zu der Leitung
15 und der Düse oder den Düsen gefördert. Diese Drehzahl bildet scmit eine Höchstdrehzahl,
welche der mit der in der obigen Weise ausgebildeten Einspritzpumpe versehene Motor
keinesfalls überschreiten kann.
-
Aus obigem geht hervor, daß von dem Augenblick der Bildung des Flüssigkeitsanschlags
unter dem Schieber 12 an dieser Anschlag die Selbstregelung der Pumpe bestimmt.
-
Die durch den Schieber 12 erzielte durch einen Höchstwert begrenzte
Selbstregelung kann durch Veränderung der Geschwindigkeit, mit welcher der Schieber
seine Abwärtsbewegung ausführt, eingestellt werden. Hierfür kann der Querschnitt
der DrosselstelleH z. B. mittels einer Körnerschraube 22 (s. Fig. 1, 4 und 5) eingestellt
werden, oder es kann die Kraft der Feder 14 verändert werden, z. B. mittels eines
Gewindestopfens 14a (Fig. 3), wobei dann die Drosselstelle H1 einen unveränderlichen
Querschnitt haben kann.
-
Die Feinheit der Regelung hängt von dem Verhältnis zwischen dem Hub
min des Schiebers 12 und dem zur vollständigen Öffnung des Kanals 9 erforderlichen
Hub desselben ab, welch letzterer der Breite des Kanals an der Stelle des Schiebers
entspricht. Diese Feinheit ist uni so größer, je größer dieses Verhältnis ist. Es
wird zweckmäßig größer als 3 gewählt. Zur @-eränderuiig der Feinheit kann die Länge
der Strecke 111f11 dadurch geregelt werden, daß die axiale Lage des Anschlags 21
mit Hilfe von in der Zeichnung nicht dargestellten Einrichtungen verändert wird.
-
Der allmählichen Öffnung des Kanals 9 kann man jede gewünschte Gesetzmäßigkeit
geben, indem man den Querschnitten der einander entsprechenden Öffnungen des Kanals
9 und des Kanals 12c eine beliebige geeignete runde, dreieckige, ovale usw. Form
(s. Fig. 6) gibt. Es ist zu bemerken, daß es im allgemeinen wichtig ist,
daß die allmähliche Öffnung des Kanals 9 durch den Schieber 12 nach einer Gesetzmä
ßigkeit (Abhängigkeit von dem Hub des Schiebers) verläuft, deren Ableitung noch
positiver ist. Falls wenigstens eine der miteinander zusammenwirkenden Öffnungen
einen teilweisen kreisförmigen Querchnitt hat. bedeutet dies. daß die größte Öffnung
des Kanals creicht wird und daß der Schieber 12 seine Abwärtsbewegung beendet, wenn
der erhaltene freie Querschnitt die Form eines Halbkreises hat (Fall der beiden
halbkreisförmigen Öffnungen der Fig. 6a).
-
Bei der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung ist in dem Kanal 9 hinter
den von dem Schieber 12 gesteuerten, einander entsprechenden Öffnungen eine Drosselstelle
8 vorgesehen, welche von der durch den Schieber 12 bewirkten Drosselung verschieden
und vorzugsweise mittels einer Körnerschraube 25 regelbar ist. Normalerweise muß
der freie Querschnitt der Drosselstelle 8 wenigstens gleich dem größten freien Querschnitt
des Kanals 9 an der Stelle der miteinander zusammenwirkenden Öffnungen sein, damit
das Gesetz der durch das Zusammenwirken dieser Öffnungen erzielten allmählichen
Öffnung nicht verändert wird.
-
Bei der vorstehend beschriebenen Ausführungsform hat die Bremsung
der Rückkehrbewegung des Schiebers 12 einerseits zur Folge, daß der Beginn der Öffnung
des Kanals 9 gegenüber dem Beginn der Rückkehrbewegung des Kolbens 5 erheblich verzögert
wird, und bewirkt andererseits, daß nach Beginn der Öffnung des Kanals 9 dieser
nur allmählich aufgesteuert wird, so daß während eines erheblichen Teils der Rückkehrbewegung
des Kolbens 5 eine fortschreitende Erweiterung des von dem Schieber 12 freigegebenen
Durchtrittsquerschnitts erzielt wird, was zu einer Beschleunigung der Rückkehrbewegung
des Kolbens 5 führt. In manchen Fällen kann man sich jedoch damit begnügen, auf
die Verzögerung des Beginns der Rückkehrbewegung des Schiebers 12 gegenüber dem
Beginn der Rückkehrbewegung des Kolbens 5 zu verzichten, diese beiden Rückkehrbewegungen
vielmehr gleichzeitig beginnen zu lassen und nur für das auf der Bremsung des Schiebers
12 beruhende allmähliche Rufsteuern des Kanals 9 zu sorgen. In anderen Fällen wiederum
kann es wünschenswert sein, nur den Beginn der Öffnung des Kanals 9 mit Bezug auf
den Beginn der Rückkehrbewegung des Kolbens 5 zu verzögern, aber die allmähliche
Öffnung des Kanals 9 am Ende der Abwärtsbewegung des Schiebers 12 durch eine plötzliche
Öffnung zu ersetzen und die zur Bremsung der Abwärtsbewegung des Kolbens 5 erforderliche
Drosselung nicht durch die miteinander zusammenwirkenden Öffnungen vorzunehmen,
sondern durch die Drosselstelle 8, deren freier Querschnitt mittels einer Körnerschraube
25a einstellbar ist. Eine derartige Ausführungsform ist in Fig. 2 dargestellt. Bei
dieser ist zur Erzielung einer plötzlichen Öffnung des Kanals 9 in dein Schieber
12 ein Kanal 23 vorgesehen, welcher mit einem Kanal 24 zusammenwirkt, welcher in
dem Pumpenkörper vorgesehen ist und unmittelbar in den Zylinder 1 mündet. Diese
beiden Kanäle 23 und und 24 sind so angeordnet, daß sie in einem gewünschten Zeitpunkt,
z. B. etwas vor dem Zeitpunkt, an welchem der Schieber 12 den Kanal 9 zu öffnen
beginnt, die Drosselstelle II, kurzschließen, deren Verzögerungswirkung hierdurch
aufgehoben wird. Der Schieber 12 öffnet daher plötzlich den Kanal 9, indem er unverzögert
auf seinen Anschlag 20 zurückfällt, nachdem er den ersten Teil seines Abwärtshubes
mit der gewünschten Verzögerung durchlaufen hat. Es ist zu bemerken, daß in diesem
Fall die Drosselstelle H1 unveränderlich sein kann (wie in Fig. 2 angegeben) oder
daß sie ein für allemal vor der Inbetriebsetzung des Motors eingestellt werden kann.
-
Die Öffnung, durch welche der Kanal 23 in die Seitenwand des
Schiebers 12 mündet, hat vorzugsweise eine solche axiale Länge, daß sich dieser
Kanal nicht nur vor dem Kanal 9 öffnet, sondern daß er auch während der ganzen übrigen
Abwärtsbewegung des Schiebers 12 offen gehalten wird.
-
Der Abstand A1 Bi (Fig. 2) ist größer als der Hub a1 bi des Schiebers
12, damit in der obersten Stellung des Schiebers 12 der Kanal 23 nicht mit dem Kanal
9 in Verbindung treten kann.
-
Die Arbeitsweise der in Fig.2 dargestellten Vorrichtung ist folgende:
Der die Selbstregelung bewirkende Hauptflüssigkeitsanschlag bildet sich unter dem
Kolben 5 in der in der obenerwähnten älteren Patentanmeldung beschriebenen Weise.
Die anfängliche Bremsung der Abwärtsbewegung des Schiebers 12 bewirkt hier nur eine
Begrenzung der Höchstdrehzahl durch eine einzige
Höchstgrenze. Diese
Höchstgrenze verhindert, daß der Motor eine Drehzahl überschreitet, jenseits welcher
er beschädigt werden würde.
-
Bei der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung ist die für die Überführung
der Flüssigkeit aus der Kammer 7 a in die Kammer 7 b verfügbare Zeit
um so kürzer, je größer die »Feinheit« der Regelung ist, wie dies aus den obigen
Ausführungen hervorgeht. Bei der in Fig. 2 dargestellten Vorrichtung ist jedoch
die für die Überführung der Flüssigkeit aus der Kammer 7ct in die Kammer 7 b verfügbare
Zeit erheblich länger. Die Vorrichtung der Fig.2 ist daher insbesondere für Motoren
mit hoher Drehzahl oder mit einer großen Zylinderzahl (sechs oder mehr) interessant,
vorausgesetzt, daß nicht ein für alle Drehzahlen wirksamer Regler erforderlich ist.
-
Die oben für selbstregelnde Pumpen, in welchen der Brennstoff durch
den Kolben 5 bei dem Rückgang desselben in die Kammer 7 b und von dort beim nächsten
Hingang zu der Düse oder den Düsen gefördert wird (Fig. 1, 2 und 3), beschriebene
Arbeitsweise ist auch auf Pumpen der in Fig. 4 und 5 dargestellten Art anwendbar,
bei welchen der durch den Kolben 5 geförderte Brennstoff entweder in den Zylinder
1 der Pumpe (Fig. 4) oder in den Vorratsbehälter (Fig. 5) zurückkehrt.
-
Bei den obigen Ausführungen war angenommen, daß der Durchlaß G in
den Zylinder 1 mündet. Der Druck hinter der Drosselstelle H ist daher veränderlich,
da er von dem durch den Kolben 2 während seines Rückgangs erzeugten Vakuum abhängt,
welches mit der Antriebsdrehzahl der Pumpe veränderlich ist, was die Gefahr einer
Störung der Arbeitsweise der auf den Schieber wirkenden Dämpfung mit sich bringt.
-
Um diesem Nachteil abzuhelfen, kann man den Durchlaß G durch einen
Kanal 30 verlängern, welcher zu einer Kammer mit praktisch konstantem Druck führt,
insbesondere dem obenerwähnten Vorratsbehälter, wie schematisch in Fig. 7 und 8
dargestellt ist.
-
Die die Rückkehr des Schiebers 12 verzögernde Bremswirkung der mit
der Drosselstelle H versehenen Dämpfung wird hierdurch sicherer, da sie für eine
gegebene Einstellung der Schraube 22 nicht mehr von dem in dem Zylinder 1 herrschenden
veränderlichen Vakuum abhängt.
-
Der Kanal 30 wird zweckmäßig durch einen Schieber 31 gesteuert, welcher
ihn während des Ansaugehubes des Kolbens 2 freigibt, aber während des Förderhubes
verschließt, um einen Austritt durch die Drosselstelle H zu verhindern, was die
Gefahr einer Drucksenkung in dem Zylinder 1 und einer Störung der Einspritzung mit
sich bringen würde. Hierfür arbeitet z. B. der Schieber 31 in einem Zylinder 32
und unterliegt auf einer Seite dem in dem Zylinder 1 herrschenden, durch einen Kanal
33 übertragenen Druck, während auf die andere Seite des Schiebers 31 eine
Feder 34 wirkt, welche ihn gegen einen Anschlag 35 drückt, wobei der den Schieber
durchdringende Kanal 31 a den Kanal 30 offen hält, wenn der Schieber an dem Anschlag
anliegt.
-
'?5elanntlich führt der Kolben 5 einen Hin- und Rückgang mit dem Kolben
2 aus, wobei die Amplitude der Bewegung wenigstens in gewissen Betriebsbereichen
in Abhängigkeit von der Antriebsgeschwindigkeit abnimmt. Der Hingang des Kolbens
5 wird ausgenutzt, um den in die obere Kammer 7 b des Zylinders eingeführten Brennstoff
durch die Druckleitung 15 auszutreiben.
-
Bei den obigen Ausführungsformen (Fig. 1 bis 3 und 4 und 5) sowie
bei den Ausführungsformen der Fig. 7 und 8 sind zwei verschiedene Lösungen zur Speisung
der Kammer 7 b vorgesehen.
-
Gemäß der ersten Lösung wird der Brennstoff von dem Kolben 5 bei seinem
Rückgang-in die Kammer 7 b gefördert, wofür der Kanal 9 in die Kammer 7 b mündet
(Fig. 7). Bei der zweiten Lösung wird der Brennstoff durch den Kolben 2 gefördert,
wofür der Zylinder 1 mit der Kammer 7 b. durch einen mit einer Drosselstelle 28
versehenen Kanal 27 verbunden ist (Fig. 8), während der Kanal 9 dann entweder zu
dem Vorratsbehälter führt, wie in Fig. 8 angenommen, oder zu dem Zylinder 1.
-
Gemäß einer dritten, in Fig. 9 dargestellten Lösung wird der Brennstoff
der Kammer 7 b durch die Zubringerpumpe geliefert (welche, wie oben erwähnt, zur
Speisung der Leitung 4 dient), indem diese Kammer mit der Speiseleitung 4 durch
einen Kanal 36 verbunden wird, welcher mit einem Rückschlagventil 37 versehen ist.
Der Kanal 9 wird dann wie bei der zweiten obigen Lösung ausgebildet.
-
Die Arbeitsweise ist dann folgende: Wenn der Kolben 2 aufwärts geht,
geht der oben beschriebene Arbeitsgang vor sich: Schließung des Kanals 9 durch den
Schieber 12, Füllung der Kammer 7a, Unterdrucksetzung der Flüssigkeit in der Kammer
7 b durch den aufwärts gehenden Kolben 5 und Einspritzung durch die Leitung 15,
da das Ventil 37 geschlossen ist. Wenn der Kolben 2 wieder abwärts geht, öffnet
der Schieber 12 den Kanal 9, der Kolben 5 geht abwärts, und die Kammer 7 b wird
durch den Kanal 36 gefüllt.
-
Wie aus den obigen Ausführungen hervorgeht, muß die Steuerung des
Schiebers 12 seine Andrückung gegen den Anschlag 21 zu Beginn der Aufwärtsbewegung
des Kolbens 2 bewirken und diese Andrückung bis zum Ende des Abwärtshubes des gleichen
Kolbens aufrechterhalten. Diese Vorgänge sind nachstehend »Herstellung der Betriebsbereitschaft
des Schiebers 12« genannt.
-
Gemäß den oben beschriebenen Ausführungsformen erfolgt die Herstellung
der Betriebsbereitschaft durch einen Teil der durch den Hauptkolben 2 der Pumpe
unter Druck gesetzten Flüssigkeit, wodurch der Schieber den sehr hohen Drücken der
Pumpe ausgesetzt wird.
-
Um den Schieber von derartigen Drücken zu entlasten, kann es zweckmäßig
sein, die Herstellung der Betriebsbereitschaft durch ein anderes Druckmittel als
das durch den Kolben 2 der Pumpe unter Druck gesetzte vorzunehmen, wobei man es
so einrichtet, daß die Wirkung dieses anderen Druckmittels auf den Schieber 12 während
des Aufwärtshubes des Kolbens 2 der Pumpe entweder durch einen Hilfsteil bewirkt
wird, welcher z. B. durch den Kolben einer Hilfspumpe gebildet wird, welcher so
angetrieben wird, daß er mit dem Kolben der Pumpe 2 in Phase ist, d. h. daß seine
Totpunkte mit denen des Pumpenkolbens zusammenfallen, oder daß diese Wirkung durch
den Hauptkolben gesteuert wird.
-
Das für die Herstellung der Betriebsbereitschaft benutzte Druckmittel
kann mit dem durch den Kolben 2 der Pumpe unter Druck gesetzten gleichartig sein,
d. h., es kann durch den gleichen Brennstoff gebildet werden, oder es kann verschiedenartig
sein, d. h., es kann eine von dem durch den Kolben der Pumpe unter Druck gesetzten
Brennstoff verschiedene Flüssigkeit oder auch ein Gas sein. Dieses Druckmittel kann
entweder durch Druck oder durch Unterdruck wirken.
-
Die in Fig. 10 dargestellte Vorrichtung entspricht der ersten obenerwähnten
Möglichkeit, d. h. bei dieser
Figur wird die Wirkung des zur Herstellung
der Betriebsbereitschaft des Schiebers 12 dienenden Druckmittels durch einen Hilfskolben
45 hervorgerufen, welcher in einem Zylinder 46 arbeitet, in welchen das betreffende
Druckmittel durch einen Kanal 47 eintritt, welcher in den Zylinder 46 durch eine
Öffnung 48 mündet, welche unmittelbar über der Oberseite des Kolbens 45 liegt, wenn
sich dieser in seiner untersten Stellung befindet. Wenn das den Zylinder 46 speisende
Druckmittel durch den gleichen Brennstoff gebildet wird wie der den Zylinder 1 speisende,
kann die gleiche Zubringerpumpe gleichzeitig die Leitung 4 und den Kanal 47 speisen.
-
Der Zylinder 46 steht in der gleichen Weise wie der Zylinder 1 der
Fig. 1 mit dem unteren Ende des Zylinders 19 in Verbindung. Außerdem ist an dem
Zylinder 46 eine Auslaßleitung 50 vorgesehen, in welche ein Rückschlagventil51 eingeschaltet
ist. welches sich in der Richtung von dem Zylinder 46 nach außen öffnet, wenn der
Druck innerhalb des Zylinders 46 die eingestellte Kraft der Feder 52 übersteigt,
welche das Ventil 51 auf seinem Sitz zu halten sucht.
-
Da die zum Zurückdrücken des Ventils E und zur Herstellung der Betriebsbereitschaft
des Schiebers 12 erforderliche Kraft verhältnismäßig klein sein kann, z. B. zwischen
'l2 und 12 kg, wird die Feder 52 auf eine etwas größere Kraft eingestellt, z. B.
zwischen 2 und 20 kg.
-
Der Hilfskolben 45 wird auf beliebige Weise so gesteuert, daß eine
Übereinstimmung zwischen den unteren und oberen Totpunkten der beiden Kolben 2 und
45 entsteht. Bei Benutzung eines Nockens zur Steuerung des Kolbens 45 kann dieser
Nocken der gleiche wie der den Kolben 2 steuernde sein, ohne daß <ües jedoch
unbedingt erforderlich ist.
-
Sobald der Kolben 45 bei seiner Aufwärtsbewegung die Öffnung 48 verschließt,
wird der Schieber 12 nach oben gegen den Anschlag 21 gedrückt und schließt den Kanal
9. Hierauf öffnet sich das Rückschlagventi151 und läßt den L:berschuß des von dem
Kolben 45 geförderten Druckmittels austreten, wobei jedoch in dem Zylinder 46 und
unter dem Schieber 12 ein Druck aufrechterhalten wird, welcher hinreicht, um den
Schieber während des ganzen Aufwärtshubes des Kolbens 45 gegen den Anschlag 21 gedrückt
zu halten. In dem Augenblick, in welchem der Kolben 45 seinen Rückgang beginnt,
wobei dieser Augenblick mit dem Beginn des Rückgangs des Kolbens 2 zusammenfällt,
wird der Schieber 12 durch die Feder 14 in Richtung auf den Anschlag 20 zurückgedrückt
und öffnet so allmählich den Kanal 9.
-
Anstatt der in Fig. 10 dargestellten Vorrichtung könnte zur Bildung
der Kolben 2 und 45 auch ein einziger Stufenkolben benutzt werden.
-
Bei der in Fig. 11 dargestellten Pumpe kommt das die Betriebsbereitschaft
des Schiebers 12 bewirkende Druckmittel von einer Einrichtung, welche ein unter
Druck stehendes nicht pulsierendes Mittel liefert und von dein Kolben 2 der Pumpe
gesteuert wird. Die dieses Druckmittel liefernde Einrichtung kann die auch den Zylinder
1 der Pumpe speisende Zubringerpumpe selbst oder eine beliebige andere Pumpe, z.
B. eine Zahnradpumpe oder eine andere Pumpe geeigneter Bauart, sein. Die das Druckmittel
liefernde Einrichtung kann auch durch eine Membranpumpe oder eine Kolbenpumpe gebildet
werden, welche einen Druckspeicher speist, welcher eine nicht pulsierende Druckmittellieferung
herstellt. Für die Lieferung des betreffenden Druckmittels kann auch eine durch
die Schwerkraft erfolgende Speisung verwendet werden. Bei Benutzung der Zubringerpumpe
als Einrichtung zur Lieferung des Druckmittels zur Herstellung der Betriebsbereitschaft
des Schiebers 12 muß die Förderleistung derselben ausreichen, um gleichzeitig den
Schieber betriebsbereit zu machen und die Kammer des Zylinders 1 zu füllen, wenn
die Herstellung der Betriebsbereitschaft und die Füllung gleichzeitig erfolgen.
Diese Bedingung hinsichtlich der Förderleistung braucht jedoch nicht erfüllt zu
werden, wenn man es so einrichtet, wie dies bei der in Fig. 11 dargestellten Pumpe
der Fall ist, daß die Öffnung 3 der Speiseleitung -4 vor der Schließung des das
Druckmittel zur Herstellung der Betriebsbereitschaft zuführenden Kanals geschlossen
wird.
-
Die Kanäle zur Zufuhr und Abfuhr des Druckmittels zur Herstellung
der Betriebsbereitschaft und ihre Steuerung können natürlich auf verschiedene Weise
ausgebildet werden. Eine vorteilhafte Ausführungsform ist in Fig. 11 dargestellt.
Bei dieser wird das z. B. durch von der Zubringerpumpe geförderten Brennstoff gebildete
Druckmittel zur Herstellung der Betriebsbereitschaft durch einen Kanal
53 einer Öffnung 54 zugeführt, durch welche der Kanal 53 in den unteren Teil
des Pumpenzylinders 1 mündet, in welchem der Kolben 2 arbeitet. Ein zweiter das
Druckmittel zur Herstellung der Betriebsbereitschaft unter den Schieber 12 führender
Kanal 55 mündet ebenfalls in diesen unteren Teil des Zylinders 1 durch eine Offnung
56, welche etwas höher als die Öffnung 54 liegt. Ferner ist eine Nut 57 in der Seitenwand
des Kolbens 2 vorgesehen, welche so liegt, daß sie die Kanäle 53 und 55 miteinander
in Verbindung setzt, wenn sich der Pumpenkolben 2 in seiner in Fig. 11 dargestellten
untersten Stellung befindet. Die Höhe der Nut 57 wird zweckmäßig so gewählt, daß
diese Verbindung bei der Aufwärtsbewegung (Förderhub) des Kolbens 2 kurz nach der
Schließung des Schlitzes 3 durch den gleichen Kolben unterbrochen wird. Infolge
der Herstellung dieser Verbindung zwischen den Kanälen 53 und 55 bringt das Druckmittel
zur Herstellung der Betriebsbereitschaft den Schieber 12 in die Stellung, in welcher
er gegen den Anschlag 21 gedrückt ist, d. h. in welcher er den Kanal 9 verschließt.
-
Zur Bremsung des Rückgangs des Schiebers 12 wird eine der in Fig.7
dargestellten Vorrichtung entsprechende Vorrichtung vorgesehen. Ferner ist an den
zwischen der Öffnung 56 und dem Ventil E liegenden Abschnitt des Kanals 55 ein Auslaßkanal
64 angeschlossen, welcher in den Zylinder 1 mündet und mit einem Auslaßkanal 65
über eine Nut 66 in Verbindung gesetzt wird, welche in der Seitenwand des Kolbens
2 an einer solchen Stelle angebracht ist, daß diese Verbindung in dem Augenblick
hergestellt wird, in welchem der Kolben 2 seinen oberen Totpunkt in dem Zylinder
1 erreicht.
-
Wie bereits ausgeführt, wird der Schieber 12 in seine Stellung der
Betriebsbereitschaft gebracht, in welcher er den Kanal 9 verschließt und sich gegen
den Anschlag 21 legt, wenn die Nut 57 des Kolbens 2 in der untersten Stellung desselben
die Kanäle 53 und 55 miteinander in Verbindung setzt. Vor der Herstellung der Betriebsbereitschaft
des Schiebers 12 ist der Schieber 31 in die Stellung gekommen, in welcher er den
Auslaßkanal G schließt, wobei die Feder 34 auf einen etwas kleineren Druck eingestellt
ist als die Feder 14, so daß das Druckmittel zur Herstellung der Betriebsbereitschaft
nicht durch den Kanal G austreten konnte. Der Schieber 12 bleibt daher in seiner
Stellung der Betriebsbereitschaft, solange der Schieber 31 den Kanal G schließt.
In dem Augenblick, in
welchem der Pumpenkolben 2 seinen oberen Totpunkt
erreicht, entleert er den vor dem Ventil E liegenden Teil des Kanals 55 durch die
Kanäle 64 und 65. In diesem Augenblick kehrt der Schieber 31 in die Stellung zurück,
in welcher er den Auslaßkanal G öffnet. Das zwischen dem Ventil E und dem Schieber
12 eingeschlossene Druckmittel zur Herstellung der Betriebsbereitschaft kann jetzt
durch den Kanal G ausströmen. Dieses Ausströmen und somit der Rückgang des Kolbens
12 wird jedoch durch das Vorhandensein der Drosselstelle Hin dem Kanal G gebremst.
-
Das Druckmittel zur Herstellung der Betriebsbereitschaft des Schiebers
12 könnte statt durch den Kolben 2 der Pumpe auch durch ein von diesem getrenntes
Steuerorgan gesteuert werden, welches so angetrieben wird, daß seine Steuerwirkung
auf dieses Druckmittel der entspricht, welche von dem Kolben in der oben beschriebenen
Weise ausgeübt wird.
-
Bei den oben beschriebenen Ausführungsformen erfolgt die Herstellung
der Betriebsbereitschaft des Schiebers durch den Druck einer Flüssigkeit. Dies kann
in gewissen Fällen (z. B. bei kleinen, sehr schnell laufenden Pumpen) einen Nachteil
darstellen.
-
Um diesem Nachteil abzuhelfen, kann es zweckmäßig sein, die Herstellung
der Betriebsbereitschaft des Schiebers 12 durch mechanische Einrichtungen zu steuern,
welche synchron mit dem Kolben 2 der Pumpe angetrieben werden. Dieser wird z. B.
durch einen auf einer sich drehenden Welle 71 sitzenden Nocken 70 betätigt, gegen
welchen er durch eine Feder 72 gedrückt wird.
-
Bei der in Fig. 12 dargestellten Ausführungsform werden die mechanischen
Einrichtungen durch einen Nocken 74 gebildet, welcher mit einer zu der Drehzahl
der Welle 71 proportionalen Drehzahl angetrieben wird und auf die Basis des Schiebers
12 einwirkt, z. B. über eine mechanische Übertragung, welche z. B. durch einen unter
der Einwirkung einer Rückholfeder 76 stehenden Stößel 75 gebildet wird. Der Nocken
74 kann entweder an der Welle 71 der Pumpe angebracht sein, wie dargestellt, oder
an einer von dieser verschiedenen Welle, welche dann in der Nähe des Schiebers 12
angeordnet werden kann, so daß der Nocken 74 unmittelbar den Schieber 12 betätigen
kann, d. h. ohne Zwischenschaltung einer mechanischen Übertragung. Die Schulter
20 kann fortfallen, wenn der Nocken 74 die Aufgabe eines Anschlags für den Schieber
12 übernimmt, wobei dann der Stößel 75 mit dem Schieber starr verbunden sein kann.
-
Der Nocken 74 erhält ein solches Profil, daß der Schieber 12 den Kanal
9 vorzugsweise während der Öffnungsperiode des Schlitzes 3 durch den Kolben 2 verschließt
und ihn freigibt, nachdem er ihn während des ganzen Förderhubes des Kolbens verschlossen
gehalten hat, wenn dieser etwa seinen oberen Totpunkt erreicht.
-
Hierfür werden zweckmäßig zwei getrennte Nocken 70 und 74 benutzt,
wobei das Profil des Nockens 74 so ausgebildet ist, daß die Verstellung des Schiebers
12, welcher die Verschließung des Kanals 9 bewirkt, schnell vor dem Ende der Ruheperiode
des Kolbens 2 an seinem unteren Totpunkt erfolgt. Die Profile und die Winkelstellungen
der Nocken 70 und 74 sind dann nicht identisch.
-
Zur Bremsung des Rückgangs des Schiebers 12 erhält dieser einen Kopf
77, welcher in einem Zylinder 78 liegt, an welchen der die Drosselstelle H enthaltende
Auslaßkanal 30 sowie ein mit einer geeigneten Einrichtung zur Lieferung der Verzögerungsflüssigkeit
verbundener Speisekanal 79 angeschlossen sind. Diese Einrichtung kann durch
einen hochliegenden Behälter (aus welchem die Flüssigkeit durch ihr Eigengewicht
ausfließen kann) oder durch eine Pumpe gebildet werden. Als Flüssigkeit wird zweckmäßig
der zu fördernde Brennstoff und als diese Flüssigkeit liefernde Einrichtung die
Zubringerpumpe der Anlage benutzt, wobei dann der Kanal 30 zu dem Brennstoffbehälter
(oder auch zu dem Zylinder 1) führt. Zur Herstellung einer Strömung in nur einer
Richtung in dem Kanal 79 ist in diesem ein Rückschlagventi180 vorgesehen,
und/oder dieser Kanal mündet in den Zylinder 78 an einer solchen Stelle, daß er
von dem Kopf 77 erst freigelegt wird, wenn sich der Schieber an seinem oberen Totpunkt
befindet.
-
Die Pumpe der Fig. 12 arbeitet folgendermaßen: Während des Förderhubes
des Kolbens 2 ist der Kanal 9 geschlossen, und die von dem Kolben 2 geförderte Flüssigkeit
verschiebt den Kolben 5, welcher die in der Kammer 7 b enthaltene Flüssigkeit durch
die Leitung 15 fördert. Während des Rückgangs des Kolbens 2 bleibt der Kanal 9 zunächst
verschlossen, worauf er allmählich durch die Nut 12 b des Schiebers 12 geöffnet
wird, und der Brennstoff wird durch den Kanal 9 aus der Kammer 7 a in die
Kammer 7 b übergeführt.
-
Wenn der durch die Drosselstelle H gebremste Schieber 12 an seinem
Anschlag 20 ankommt, ist der Kanal 9 vollständig offen.
-
Die Bremsung des Rückgangs des Schiebers 12, welche die allmähliche
Öffnung des Kanals 9 bestimmt, wird folgendermaßen erreicht. Wenn der Schieber in
seiner obersten Stellung ankommt, legt sein Kopf 77 Kanal 79 frei, so daß Verzögerungsflüssigkeit
in den Zylinder 78 unter dem Kopf 77 eingelassen wird. Der durch die Feder 14 bestimmte
Rückgang des Schiebers wird durch die Verzögerungsflüssigkeit gebremst, welche der
Kopf 77 durch die Drosselstelle H des Kanals 30 hindurchdrücken muß.
-
Der Rest des Arbeitsspiels geht aus der obigen Beschreibung bereits
hervor.