DE110323C - - Google Patents

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DE110323C
DE110323C DENDAT110323D DE110323DA DE110323C DE 110323 C DE110323 C DE 110323C DE NDAT110323 D DENDAT110323 D DE NDAT110323D DE 110323D A DE110323D A DE 110323DA DE 110323 C DE110323 C DE 110323C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06FLAUNDERING, DRYING, IRONING, PRESSING OR FOLDING TEXTILE ARTICLES
    • D06F61/00Ironing machines using two or more co-operating pressing rollers
    • D06F61/08Ironing machines using two or more co-operating pressing rollers with one central roller co-operating with a plurality of circumferential rollers

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 34: Hauswirthschaftliche Geräthe.
Plättmaschine.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 2. Februar 1899 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Plättmaschine, die namentlich zum Plätten von grofsen Wäschestücken — wie Betttücher, Tischtücher und dergl. —· geeignet ist, und welche ein rasches Plätten solcher Stücke unter gleichzeitiger gründlicher Austrocknung und Fertigmachen (Poliren) auf beiden Seiten ermöglicht.
Die Plättmaschine ist auf beiliegender Zeichnung dargestellt: Fig.'1 ist eine Seitenansicht der Maschine, Fig. 2 eine Vorderansicht eines Theiles derselben und Fig. 3 ein schematisch gezeichneter Schnitt durch die Dampftrommel, Prefswalzen, Secundärerhitzer und die zum Transport des Wäschestückes dienenden Schurzbänder.
Das Hauptgestell der Maschine besteht aus zwei Seitenrahmen A, in. denen die verschiedenen Walzen und Maschinentheile gelagert sind. In der Mitte der Maschine ist auf einer Welle D1 eine grofse, hohle Trommel D derart angeordnet, dafs ihr Inneres durch Gas oder Dampf geheizt werden kann. Die zum Drehen dieser Trommel dienenden Vorrichtungen sind der Einfachheit halber in den Zeichnungen weggelassen. Gegen diese Trommel legen sich eine Anzahl von. kleineren Walzen R, die mit Tuch, Filz oder dergl. überzogen sind und durch Federn gegen den Umfang der Dampftrommel geprefst werden. Diese Walzen R sind in geschlitzten und radial gerichteten Ständern α mittelst geeigneter Gleitklötzchen al gelagert; zwischen dem oberen Theil dieser Klötzchen und den unteren Enden der Ständer sind Preisschrauben s1 mit Federn s vorgesehen, unter deren Vermittelung der durch die Walzen R auf die geheizte Trommel ausgeübte Druck geregelt werden kann. An dem vorderen Theil der Maschine sind zwei kleine Walzen b1 b2 gelagert, über welche ein Führungstuch b läuft, so dafs ein auf dieses Tuch gelegtes Wäschestück auf die Trommel D geführt und gegen diese durch die erste Walze Rx und dann durch die Plättwalzen R geprefst wird.
Der untere Theil der Trommel D wird durch ein endloses Schurzband C umspannt, welches aus Filz, Leinewand oder Canevas bestehen kann. Das Band wird durch geeignete Führungswalzen C1, C2 und 2, 3, 4, 5, 6 und 7 so geführt, dafs es die untere Hälfte der Trommel umspannt. Die genannten Führungswalzen sind in passenden Lagerungen der beiden Seitenständer gelagert, während das Band C in Richtung des dort gezeichneten Pfeiles 10 bewegt wird. Die Bewegung kann auf beliebige Weise, beispielsweise durch Antreibung der Walze C1 geschehen, und sie erfolgt mit einer Geschwindigkeit, die ungefähr der Umfangsgeschwindigkeit der grofsen Trommel D gleich ist. Das eingeführte Wäschestück geht somit zunächst über die obere Hälfte der geheizten Trommel hinweg, gegen welche es durch die Walzen R geprefst wird. Das Wäschestück ist somit nicht nur dem Drucke, sondern auch der bedeutenden Wärme der Trommel ausgesetzt; hierbei entweicht die in dem Wäschestück vorhandene Feuchtigkeit in der Form von Dampf, so dafs das Wäschestück gleichzeitig getrocknet wird und eine glatte Oberfläche erhält
Hierauf gelangt das Wäschestück zur weiteren Austrocknung zwischen den unteren Um-
fang der Trommel D und das Schurzband C, welches es um die untere Hälfte der Trommel herumführt.
Soweit die Maschine bisher beschrieben ist, ist sie beispielsweise aus der englischen Patentschrift 629/92 bekannt.
Bei den daselbst bekannt gemachten Maschinen bringt jedoch ein zweites Schurzband das Fabrikat an die hintere Seite der Maschine, ohne dafs diejenige Seite des Wäschestückes, welche nicht mit der Trommel in Berührung gekommen ist, vollständig getrocknet wäre.
Um diesen Zweck zu erreichen, wird vorliegender Erfindung gemäfs ein zweiter Erhitzer angeordnet, über dessen polirte Metalloberfläche das Wäschestück geleitet wird, nachdem es um die Haupttrommel herumgegangen ist.
Diese zweite Trocknung oder Polirung geschieht auf einem grofsen, hohlen, segmentartig gekrümmten Metallkörper F, der vortheilhaft aus Constructionsrücksichten aus einzelnen Theilen gebildet wird und mit Oeffnungen f zur Aufnahme der Dampf- oder Gaszuleitungen versehen ist. Auch. dieser zweite Erhitzer wird unter Vermittelung von Dampf oder heifsen Gasen erwärmt. Das eine Ende dieses Ueberhitzers ist bei F1 vertical nach oben gebogen, und dieses nach oben gebogene Stück ist in inniger Berührung mit einer Führungswalze M1; die untere Hälfte dieses secundären Erhitzers ist polirt. .
An dem anderen Ende des secundären Erhitzers befindet sich eine Walze Ai2 und über . diese und die erwähnte Walze M1 führt um den Körper F herum ein Schurzband M, welches auf der Walze C1 über das Schurzband C und dann über eine kleinere, sich gegen die Trommel D legende Walze m geführt ist. Von letzterer Walze geht das Schurzband M nach der Walze M'2 zurück, indem es noch auf diesen Rückweg durch eine Anzahl von Walzen m1, m2, mB, m4, m5 und me geführt und in Spannung gehalten wird; die Schurzbänder C und M haben ungefähr dieselbe Geschwindigkeit.
Wenn das Wäschestück zwischen der Trommel D, dem Schurzband C und dem unteren Umfang der Trommel D herumgeführt ist, wird es somit um die Walze C1, zwischen beiden Schurzbändern C und M liegend, herumgeleitet und gelangt dann zwischen das letztere und dem nach oben gebogenen Ende F1 des zweiten Erhitzers; hier wird es um die convexe Fläche des Erhitzers F in der Richtung des Pfeiles 20 bewegt und gelangt nach der Walze M2 und von hier nach dem Abgabetisch Ai5 (Fig. 1), während das Schurzband M von hier weiter in der Richtung des Pfeiles 15 über die Walze m nach C1 zurückgeleitet wird.
Es geht namentlich bei Beachtung der Fig. 3 hervor, dafs diejenige Seite des Wäschestückes, welche nicht mit der Oberfläche der Heiztrommel in Berührung gebracht ist, mit der Fläche des Hülfserhitzers F in Berührung kommt, und dafs infolge dessen nunmehr auch die zweite Seite des Wäschestückes fertig gemacht und polirt oder glatt gemacht wird. Natürlich trägt auch die weitere Zuführung der Wärme noch zum vollständigen Trocknen des Wäschestückes bei.
Die Maschine ermöglicht aufserdem noch ein rascheres Arbeiten, da der Hauptcylinder bei der Verwendung des Nebenerhitzers bedeutend rascher als ohne Verwendung des letzteren getrieben werden kann.
Es ist nämlich bei den bisher vorhandenen Maschinen als ein grofser Uebelstand empfunden worden, dafs die Wäschestücke noch viel zu nafs die Plättmaschine verlassen, sofern die Maschine mit einigermafsen hoher Geschwindigkeit getrieben wurde.
Ferner wird auch durch die neue Maschine ein bedeutend besseres Aussehen erreicht, da beide Seiten des Wäschestückes der glättenden oder polirenden Wirkung von Metallflächen ausgesetzt sind.
Das Herumwandern des Schurzbandes M1 um die Walze m bezweckt ein Abnehmen der Wäsche von der Trommel D, sofern die durch das Band C1 um die untere Hälfte der Trommel geführte Wäsche nicht auf dem Band C liegen bleiben, sondern auf der Trqmmel haften bleiben sollte. Ueber der Walze AZ2 kann, wenn dies als wünschenswerth erscheinen sollte, ein besonderes Schutzblech G angebracht werden. \
Die kleineren Plättwalzen R werden, wie dies bei den bisher vorhandenen Maschinen gebräuchlich war, durch Reibung mitgenommen. Die langsamere Rotation der WTalzen verzögert das Vorwärtsgehen der Wäsche derart, dafs die Polirwirkung der Walzen auf das Wäschestück ausgeübt wird. Die Walzen können auch allmälig an Durchmesser grofser werden, unter gleichzeitiger Vergröfserung des Prefsdruckes. Auf diese Weise wird ein Spannen und Ausbreiten des Wäschestückes erreicht.
Die erwähnten Walzen bl und b2 und m sind in geeigneten Consolen Ae und die Walzen C1, M1 und m1 sind in Consolen A1 gelagert, während an der Rückseite entsprechend andere Console .A8 angeordnet sind, welche zur Lagerung der Walzen Cz Cz Mz m5 m6, wie namentlich aus Fig. 1 hervorgeht, dienen. Die Console A6, A1 und A& sind mit den Seitenständern in passender Weise verbunden.

Claims (4)

  1. Patent-AnSprüche:
    i. Eine Plättmaschine, bei welcher aufser einer geheizten Trommel (D) mit Plättwalzen (R) auf der oberen und einem Schurzband (C)
    auf der unteren Seite noch ein zweiter muldenförmiger Heizkörper (F) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dafs das Wäschestück nach Verlassen des Hauptcylinders (D) über die convexe Fläche des in gröfserem Abstande unter letzterem liegenden Heizkörpers (F) durch ein zweites ·■ Schurzband (M) geleitet wird, welches mit dem anderen Schurzband (C) über eine gemeinschaftliche Walze (C1) und von hier über die convexe Heizfläche nach der Abgabewalze (M2J und schliefslich zurückgeleitet ist, derart, dafs das Wäschestück mit derjenigen Seite über die Fläche des zweiten Erhitzers (F) läuft, welche auf der ersten Heiztrommel nach aufsen gerichtet war.
  2. 2. Bei der unter Anspruch ι gekennzeichneten Plättmaschine die besondere Gestaltung des zweiten Heizkörpers (F) in der Weise, dafs derselbe bei (F1) nach aufwärts gebogen ist und sich mit diesem Theil gegen eine Walze (M1) legt, welche das Schurzband (M) von der Walze (C1) auf den feststehenden Heizkörper (F) leitet.
  3. 3. Bei der durch Anspruch 1 und 2 gekennzeichneten Plättmaschine die besondere Anordnung des zweiten Schurzbandes (M) in der Weise, dafs es über eine Walze (m) geführt ist, die unterhalb der Wäschezuführung auf den Cylinder (C) gegen letztere sich so legt, dafs das Schurzband (M) auch gleichzeitig ein Abstreifen der Wäsche von der Trommel (D) bewirkt.
  4. 4. Bei der durch Anspruch 1 bis 3 gekennzeichneten Plättmaschine die besondere Anordnung eines dritten Schurzbandes (b), welches über zwei besondere Walzen (b1 und b^) geführt ist, von welchen die letztere so an der geheizten Trommel (D) liegt, dafs das auf die Walze (b1) gelegte Wäschestück von der Trommel erfafst wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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