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Vorrichtung zum Strichziehen, Vermaßen und Beschriften von Zeichnungen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Strichziehen, Vermaßen und Beschriften
von Zeichnungen unter Verwendung einer gegenüber der Zeichenebene auf einer Führungsschiene
verschiebbar angeordneten Vermaßungs-und Beschriftungsmaschine, ähnlich einer Schreibmaschine.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine derartige zum Strichziehen,
Vermaßen und Beschriften von Zeichnungen geeignete Vorrichtung zu schaffen, die
sich auch insbesondere bei der Anfertigung von Zeichnungen auf kleinen Zeichenbrettern
oder auf Zeichentischen eignet und sich somit durch ihre universelle Verwendbarkeit
auszeichnet. Die Vorrichtung ist in gleicher Weise auf einem Reißbrett wie auch
auf sonstigen ebenen Unterlagen verwendbar.
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Die obengenannten Aufgaben werden erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß die zur Führung der Vermaßungs- undBeschriftungsmaschinevorgeseheneFührungsschiene
als Zeichenlineal ausgebildet ist. Somit ist die Möglichkeit gegeben, die Vermaßungs-
und Beschriftungsmaschine jederzeit in die gewünschte Lage einzustellen und gleichzeitig
auch das Zeichenlineal, das zu diesem Zweck mit einem Maßstab versehen sein kann,
zu Vermaßungszwecken zu verwenden. Insbesondere wird dadurch die nachträgliche Kontrolle
einer angefertigten Zeichnung, die ja bekanntlich bei der Beschriftung erfolgt,
wesentlich erleichtert.
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Das Zeichenlineal weist weiterhin erfindungsgemäß eine Verzahnung
auf. Eine derartige als Lineal verwendbare Führungsschiene läßt sich leicht aus
geeigneten Materialien herstellen, wobei die mit der Fortschalteinrichtung der Vermaßungs-
und Beschriftungsmaschine zusammenwirkende Verzahnung im gleichen Arbeitsgang mitgefertigt
-beispielsweise gegossen -werden kann. Bei der Herstellung aus Kunststoff wird weiterhin
das Schaltgeräusch vorteilhaft verringert.
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Gemäß Weiterbildung der Erfindung wird vorgesehen, daß das Zeichenlineal
eine Laufbahn für mindestens eine an der Vermaßungs- und Deschriftungsmaschine vorgesehene
Führungsrolle trägt. Weiterhin ist an der Vermaßungs- und Beschriftungsmaschine
mindestens eine auf der Zeichenebene aufliegende Führungsrolle vorgesehen. Die Führungsrollen
bilden eine Dreipunktunterlage der Vermaßungs- und Beschriftungsmaschine, deren
einwandfreieLage damit erreicht wird. An dem Zeichenlineal ist außerdem ein zur
Erzeugung der Vorschubbewegung der Vermaßungs- und Beschriftungsmaschine verwendetes
federbelastetes Zugseil angeordnet. Außerdem trägt das Zeichenlineal einen dessen
Anbringung an einer Zeichenmaschine bekannter Ausführungsform ermöglichenden Halter.
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Auf die Anbringung eines Zugseiles zur Erzeugung der Vorschubbewegung
kann verzichtet werden, falls ein bereits vorgeschlagenes Fortschaltwerk Verwendung
findet, bei dem eine Fortschaltbewegung auch ohne Zugkraft erzeugt wird.
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Weitere Einzelheiten der Erfindung sowie der durch diese erzielten
Vorteile sind der nachfolgenden Beschreibung eines in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiels zuentnehmen. Es zeigt Fig. 1 die Draufsicht auf ein eine Vermaßungs-
und Beschriftungsmaschine tragendes Zeichenlineal unter Auslassung aller zum Verständnis
der Erfindung nicht erforderlichen Einzelheiten, Fig. 2 einen vergrößerten Schnitt
im wesentlichen nach der Linie II-II gemäß Fig. 1 unter Einfügung einer kompletten
Fortschalteinrichtung, Fig.3 eine vergrößerte Darstellung des Schnittes durch die
Führungsrolle nach Linie III-III aus Fig. 1 unter Auslassung der Typenfärbeeinrichtung.
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Eine in bekannter Weise ausgeführte, einer Schreibmaschine ähnliche
Vermaßungs- und Beschriftungsmaschine 1 trägt an den Stirnseiten ihres Segmentes
2 zwei Führungsplatten 3, 4 die mit ihren abgewinkelten Enden 5, 6 einen an einem
Zeichenlineal 7 angeordneten Führungssteg 8 untergreifen und somit eine Führung
der Vermaßungs- und Beschriftungsmaschine 1 in Längsrichtung des Zeichenlineals
7 ermöglichen. Der Führungssteg 8 trägt -auf seinen einander gegenüberliegenden
Längsseiten jeweils eine Verzahnung 9, 10. Auf der Oberseite des Führungssteges
8 ist eine Laufbahn 11 für zwei an der Führungsplatte 3 bzw. 4 angeordnete B'ührungsrollen
12, 13 vorgesehen.
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In dem Segment 2 sind in bekannter Weise Tastenhebel 14 sowie von
diesen in geeigneter Weise angetriebene Typenhebel 15 angeordnet, von denen jeweils
einer in Fig. 1 dargestellt ist. Unterhalb der Tastenhebel
14 ist
eine bekannte Schaltschiene 16 vorgesehen, die auf eine Fortschalteinrichtung einwirkt.
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Letztere besteht im wesentlichen aus einer Schaltklinke 17 sowie aus
einer Sperrklinke 18, die gemeinsam auf einer Achse 19 an der Vermaßungs- und Beschriftungsmaschine
1 angeordnet sind. Im Ruhezustand, d. h. solange kein Tastenhebel 14 niedergedrückt
wird, greift die Sperrklinke 18 (Fig. 2) in die Verzahnung 9 ein. Beim Niederdrücken
des Tastenhebels 14 wird die Schaltklinke 17 über die Schaltschiene 16 nach unten
gedrückt, wobei gleichzeitig die Sperrklinke 18 durch den an dieser angeordneten
Stift 20 von der Schaltklinke 17 aus der Verzahnung 9 herausgedrückt wird. Dabei
greift die Schaltklinke 17 in bekannter Weise in die Verzahnung 9 ein.
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Nach Freigabe des Tastenhebels 14 wird die Schaltklinke 17 durch eine
an dieser angreifende Rückstellfeder 21 in die Ruhelage gegen einen Anschlag 22
verstellt, der in geeigneter Weise an dem Segment 2 angeordnet ist (in Fig. 1 nicht
dargestellt). Bei dieser Rückstellbewegung der Schaltklinke 17 wird die Sperrklinke
18 von einer sich zwischen den Klinken 17 und 18 erstreckende Feder 23 mitgenommen,
so, daß sie nunmehr, wie bei bekannten Forschaltgetrieben üblich, um eine Zahnteilung
versetzt in die Verzahnung 9 wieder eingreift. Die zur Erzeugung der Fortschaltbewegung
erforderliche Zugkraft wird von einem an der Vermaßungs- und Beschriftungsmaschine
1 angreifenden federbelasteten Zugseil 24 geliefert, das in einem von dem Zeichenlineal
7 getragenen Gehäuse 25 vorgesehen ist. Auf dem Zeichenlineal 7 sind Maßeinteilungen
26, 27 vorzugsweise -verschiedener Teilung vorgesehen, die bei der Durchführung
der Vermaßung und Beschriftung mit Hilfe der Vermaßungs- und Beschriftungsmaschine
1 eine Kontrolle der Zeichnung ermöglichen.
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Um eine einwandfreie Führung der Vermaßungs-und Beschriftungsmaschine
1 auf der Zeichenebene 28 zu gewährleisten, ist an einem Halter 30 in der Nähe der
Typenaufschlagstelle eine weitere Führungsrolle 31 vorgesehen, die an dieser Stelle
das Zeichenpapier fest auf die Zeichenebene 28 drückt und somit einen einwandfreien
Typenabdruck ermöglicht. Der Führungsrolle 31 vorgelagert ist eine in bekannter
Weise ausgebildete Typenfärbvorrichtung 32, die von einem Halter 33 getragen wird.
Außerdem ist eine die Einstellung der Vermaßungs- und Beschriftungsmaschine .l erleichternde
Abdeckplatte 34 an dem Halter 33 angeordnet, die vorteilhaft ein mit der Typenaufschlagstelle
übereinstimmendes, nicht dargestelltes Fadenkreuz aufweist und gleichzeitig in der
Umgebung der Aufschlagstelle eine Verschmutzung vermeidet. Sie trägt eine in der
Zeichnung nicht ersichtliche Ausnehmung, durch die der Typenhebel 15 auf
die Zeichenebene 28 schlägt. An dem Zeichenlineal 7 ist ein in bekannter Weise ausgebildeter
und dessen Anbringung an einer Zeichenmaschine ermöglichender Halter 35 vorgesehen.
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Es besteht auch die Möglichkeit, die Vermaßungs-und Beschriftungsmaschine
1 sowie das Gehäuse 25 mit dem Zugseil 24 von dem Zeichenlineal 7 abzuziehen und
seitenverkehrt wieder aufzusetzen, wobei in diesem Falle die Schaltklinke 17 und
die Sperrklinke 18 mit der Verzahnung 19 zusammenwirken. Dieser Fall kann beispielsweise
notwendig werden, wenn die Maßeinteilung 27 bei der Durchführung der Vermaßung benötigt
wird.