DE10740C - Neuerungen an selbstthätigen Feinspinnmaschinen für Streichgarn - Google Patents

Neuerungen an selbstthätigen Feinspinnmaschinen für Streichgarn

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DE10740C
DE10740C DENDAT10740D DE10740DA DE10740C DE 10740 C DE10740 C DE 10740C DE NDAT10740 D DENDAT10740 D DE NDAT10740D DE 10740D A DE10740D A DE 10740DA DE 10740 C DE10740 C DE 10740C
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Germany
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winder
roller
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carriage
quadrant
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DENDAT10740D
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English (en)
Original Assignee
E. KÖSTER in Neumünster (Holstein)
Publication of DE10740C publication Critical patent/DE10740C/de
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H3/00Spinning or twisting machines in which the product is wound-up intermittently, e.g. mules
    • D01H3/02Details
    • D01H3/16Spindle-driving arrangements
    • D01H3/22Spindle-driving arrangements during taking-in
    • D01H3/24Quadrant motions; Nosing motions

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Tension Adjustment In Filamentary Materials (AREA)

Description

1879.
Klasse 76.
EDUARD RÖSTER in NEUMÜNSTER (Holstein). Neuerungen an selbsttätigen Feinspinnmaschinen für Streichgarn.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 19. November 1879 ab.
Die neuen Constructionen sind für solche Art selbsttätiger Spinnmaschinen bestimmt, bei welchen das Vorgarn auf einem Wagen hin- und herbewegt wird.
Fig. ι und 2 stellen die' Maschine von der Seite gesehen dar; Fig. 3 stellt dieselben Theile von oben und Fig. 4 von vorn gesehen dar, unter Weglassung des Wagens zur besseren ■Veranschaulichung der darunter befindlichen Theile. Ferner ist aus den Fig. 3 und 4 die Anordnung der Hauptbetriebstheile ersichtlich.
A deutet den Stuhl der Maschine an, auf welchem ein Wagen B mit dem Vorgarn, dem Abtreibezeug und Cylinder C aus- und einfährt.
In der Stellung Fig. 1 ist der Wagen JS am Ende der Ausfahrt angelangt, also am weitesten von den Spindeln entfernt. E sind die Spindeln und F stellt die Schnurtrommel dar, von welcher die Spindeln getrieben werden.
Wagen B wird durch ein Seil, welches von zwei ganz gleichförmigen Seilschnecken a' und a1 auf7 oder abgewickelt wird, hin- und hergefahren.
Das an der Seilschnecke α' befestigte Seil geht um eine vorn bei den Spindeln befindliche breite Rolle b mehrmals herum und dann nach dem Wagen, woselbst es durch ein Sperrzeug gehalten und gespannt wird. Das an der Seilschnecke «2 befestigte Seil geht um eine hinten am Stuhl befindliche breite Rolle c nach dem Wagen, wo es ebenfalls durch ein Sperrzeug gehalten und gespannt wird.
Die Seile sind derart an den Schnecken befestigt, dafs das eine Seil stets in der Abwickelung von der Schnecke begriffen ist, wenn das andere sich auf der anderen Schnecke aufwickelt.
Wird die Welle d,, auf welcher beide Seilschnecken a' und a2 befestigt sind, in der Richtung des Pfeiles gedreht, so wird Schnecke al ihr Seil aufwickeln, Schnecke a~ hingegen ihr Seil abwickeln, wobei die Seile sich um die Rollen b und c bewegen und den Wagen vorwärtsziehen. Wird Welle d in entgegengesetzter Richtung gedreht, so fährt der Wagen in ähnlicher Weise wieder aus.
Die Seilschnecken sind beide gleichartig, vom kleinsten* Excenter bis zum gröfsten Durchmesser hin ansteigend und dann wieder bis zum kleinsten Excenter abfallend geformt. Der Wagen mufs daher in seinen beiden Bewegungsrichtungen zu Anfang sich langsam, in der Mitte seiner Bahn sich schnell und am Ende seiner Bahn sich wieder langsam bewegen.
Wird nun bei der Wageneinfahrt wie Ausfahrt die Welle d mit entsprechender Geschwindigkeit bewegt, so ist eine für die Praxis passende Bewegung in dem Wagen vorhanden. Die richtige Bewegung der Spindeln während der Wageneinfahrt wird in folgender Weise erzielt:
Auf der Axe der Rolle b sitzt ein kleines Rad e fest. Dasselbe greift mit seinen Zähnen in ein Viertelrad oder einen Quadranten f ein, welcher auf Welle g festsitzt. Die Gröfsenverhältnisse der Rolle b, des Rades e und des Quadranten f sind so gewählt, dafs bei ganzer Wagen-Einfahrt oder -Ausfahrt der Quadrant f stets nur eine Viertelumdrehung macht.
Bei ganzer Ausfahrt des Wagens hat Quadrant / die in Fig. 1, und bei ganzer Einfahrt die in Fig. 2 gezeichnete Stellung.
Quadrant / mufs sich also stets in eine der beiden gezeichneten Stellungen begeben, weil derselbe durch das den Wagen bewegende Seil mittelst der Rolle b und Rad e getrieben wird, also seine Bewegung und Stellung von derjenigen des Wagens durchaus abhängig ist.
Der unten am Quadranten befindliche Arm K steht bei ganzer Wagenausfahrt in ziemlich verticaler, bei ganzer Wageneinfahrt jedoch in ziemlich horizontaler Lage. Dieser Arm h ist gabelförmig geschlitzt und in diesem Schlitz befindet sich ein ab- und aufwärts verschiebbarer Kloben i.
Ferner befindet sich der Länge nach in dem Arm h eine Schraube k, welche mit ihrem Gewinde durch den Kloben i geht. Schraube k ist in dem Quadrantenarm derart gelagert, dafs dieselbe sich wohl darin bei dem darauf befindlichen kleinen Zahnrade drehen läfst, jedoch nicht aus ihrer Lage kommen kann, so dafs bei der Drehung von Schraube k Kloben i sich bewegen mufs und entweder auf- oder abwärts steigt. Es läfst sich mittelst Schraube k der Kloben i bis zum äufsersten Ende des Armes h und ebenfalls bis dicht an den Drehpunkt des Quadranten bringen.
Am Kloben i sitzt auf einem runden Zapfen die lange Stange /, die nach dem Hebelarm m geht und an diesem ebenfalls auf einem runden
Zapfen festsitzt. Hebelarm m ist bei η mit seiner Nabe auf einem Zapfen drehbar.
Die Bewegungen, die demnach Kloben i macht, werden also stets durch Stange / auf den Hebel in übertragen. Befindet sich der .Kloben i in der Nähe der Axe des Quadranten, so wird bei der Wageneinfahrt jener auch nur einen kleinen Viertelkreis beschreiben und dementsprechend auch den Hebelarm m mittelst Stange / nur wenig bewegen. Befindet sich hingegen Kloben i am äufsersten Ende des Quadrantenarmes h, so wird jener dem Hebelarm m eine entsprechend gröfsere Bewegung ertheilen. Die Bewegungen, die Hebelarm m macht, besitzen dasselbe Geschwindigkeitsverhältnifs, wie die Bewegungen vom Kloben i. Kloben i bewegt sich nur im Viertelkreis, und zwar von seiner gröfsten Bewegung bis zum todten Punkte, und hiernach bewegt sich auch Hebelarm m anfangs schnell, jedoch mit stets abnehmender Geschwindigkeit bis zum todten Punkte oder gänzlichen Stillstand. Durch Verschieben des Klobens i kann man Hebelarm m eine gröfsere oder kleinere Bewegung, aber immer nach obengesagtem Geschwindigkeitsverhältnifs machen lassen.
Oben am Hebel m sitzt, auf einem Zapfen drehbar, die Rolle o, welche eine breite, runde Rille im Umfang hat. Um Rolle ο geht eine Kette, deren eines Ende bei / am Wagen befestigt und deren anderes Ende mehrfach um eine breite Trommel r, welche sich lose auf der Welle s drehen kann, geschlungen und an dieser Trommel befestigt ist.
Wird der Wage'n nach den Spindeln hin bewegt, so zieht derselbe die Kette über Rolle ο hinweg von der Trommel r ab, wodurch letztere in Drehung versetzt wird.
Die Anzahl der Drehungen, die Rolle r macht, und die Geschwindigkeit derselben, würde genau von der Bewegung des Wagens abhängen, wenn Hebelarm m mit Rolle ο keine Bewegung machte, also feststände. Es würde in diesem Falle Rolle r genau so viel an Weg zurücklegen, wie der Wagen. Würde jedoch Hebelarm m mit Rolle ο eine Bewegung von 2 cm in der Richtung des Wagenlaufs mitmachen, so würde dadurch das Doppelte, also 4 cm an Kette weniger von der Trommel oder Rolle r abgewickelt werden und r sich um so viel weniger drehen. Wird dem Hebelarm m während der Einfahrt durch Quadrant/eine solche Bewegung ertheilt, dafs Rolle ό sich 50 cm. in der Richtung des Wagenlaufs mitbewegt, so wird dadurch 100 cm Kette weniger von Trommel r abgewickelt; um so viel wird sich letztere auch weniger drehen.
Da der Wagenlauf im Ganzen ca. 160 bis 170 cm beträgt, so würde Trommel r nur 60 bis 70 cm an Weg zurücklegen.
Da durch Verschieben des Klobens / dem Hebelarm m mit Rolle ο jede beliebige Bewegung in der Richtung des Wagenlaufs ertheilt werden kann, so kann man auch Trommel r eine beliebige Anzahl Umdrehungen geben. Die Geschwindigkeit der Bewegungen von Trommel r verhält sich stets entgegengesetzt zur Bewegung von Hebelarm m, denn aus der anfangs schnellen und stets gleichmäfsig abnehmenden Bewegung von m folgt, dafs Trommel r sich anfangs langsam, jedoch mit stets zunehmender Geschwindigkeit drehen mufs, bis bei ziemlich vollendeter Wageneinfahrt, wenn Hebel m fast keine Bewegung mehr macht, weil Stange / über den Drehpunkt des Quadranten/ zu liegen kommt, der Wagen gerade so viel an Kette von Trommel r abzieht, als derselbe an Weg zurücklegt und r sich mit gleicher Geschwindigkeit wie der Wagen bewegt.
Die Trommel r dreht sich lose auf Welle s, jedoch kann dieselbe durch ein Verschieben nach seitwärts mit der auf Welle f festsitzenden Riemscheibe t zusammengekuppelt werden. Von Scheibe t geht ein Riemen nach der auf der Schnurtrommel F festsitzenden Riemscheibe u.
Vor Beginn der Wageneinfahrt wird Rolle r mit Welle s zusammengekuppelt, wodurch die jedesmalige Bewegung von r auf die Schnurtrommel und von dieser auf die Spindeln übertragen wird.
Bei Beendigung der Wageneinfahrt wird die Kupplung der Trommel r mit der Welle ί wieder aufgehoben.
Damit während der Wagenausfahrt die Kette, welche vom Wagen zurückgegeben wird, stets mit einer gewissen Spannung sich auf Trommel r wieder aufwickelt, sitzt eine Schnurscheibe ν auf der Axe von Rolle c.
Ferner befindet sich in der Nabe von Trommel r eine Schnurrille. Von Schnurscheibe ν geht eine sich kreuzende · runde Schnur nach der Nabe von Trommel r und ist bestrebt, letztere schneller zu treiben, als die mit dem Wagen zurückkehrende Kette dieses zuläfst, weshalb die Schnur stets etwas in den Rillen von ν und r gleitet, aber die Kette mit einer je nach der Straffheit der Schnur sich richtenden Spannung wieder auf Trommel r aufwickelt. Während der Wageneinfahrt verhält sich dieses umgekehrt, indem die Schnur die Trommel r wieder schneller treiben möchte, als die Kette dieses thu't, und da die Trommel jetzt die Spindeln zu treiben hat, die Schnur dieses jedoch nicht vermag, so gleitet dieselbe ebenfalls in den Rillen, hilft jedoch mit aufwinden.
Bei der Aufwindung des ersten Garnes auf die leeren Spindeln wird Kloben i nahe dem Drehpunkt des' Quadranten gebracht. Hieraus folgt, dafs fast so viel Kette von Trommel r abgezogen wird, als der Wagen an Weg zurücklegt und die Spindeln ihren schnellsten Lauf haben.
Ist nun das Verhältnifs der treibenden Theile ein richtiges, so können die Spindeln gerade das Garn aufnehmen, welches der Wagen ihnen zuführt. Bei der zweiten Einfahrt und Aufwindung des Garnes wird Kloben i etwas tiefer, also' weiter vom Drehpunkt des Quadranten gestellt, wodurch die Spindeln anfangs einen etwas
langsameren Lauf bekommen, welches nothwendig ist, weil die Garnkegel auf den Spindeln von der ersten Aufwindung an durch den Aufwinder gebildet werden.
Bei jeder ferneren Aufwindung mufs Kloben i etwas tiefer gestellt werden, damit der anfängliche Spindellauf ein langsamerer wird, weil die Garnkegel unten immer dicker werden; dieses Verstellen von i mufs so lange stattfinden, bis der Grundkegel der üblichen Garnschläuche vorhanden ist.
Die schwingende Bewegung, die Schraube k mit dem Quadranten / macht, wird dazu benutzt, um die auf k befindliche kleine Zahnscheibe bei jeder Drehung des Quadranten etwas nachzudrehen, so dafs sich Schraube k selbstthätig nachstellt.
Beschreibung der Führung des Aufwinders und der Hauptbetriebstheile. Die Führung des Aufwinders w während der Aufwindung geschieht von der Axe g des Quadranten / aus. Auf Axe g und am Ende derselben sitzt eine kleine Kurbel χ fest, welche einen langen, sogenannten Kurbel- oder Krummzapfen hat. Letzterer liegt bei ganzer Wagenausfahrt mit der Axe g in horizontaler Ebene. An diesem Kurbelzapfen ist eine Kette befestigt, welche von dort um die horizontal liegende Rolle y und weiter um die vertical stehende Rolle ζ nach dem Aufwinder w geht, und an einer auf diesem befindlichen halbkreisförmigen Scheibe mit Rille befestigt ist.
Rolle ζ befindet sich an dem zweiarmigen Hebel q, welcher in der Mitte um einen Zapfen drehbar ist. Wird der Hebel q so gedreht, dafs Rolle ζ sich nach unten bewegt, so drückt ζ die Kette nieder und zieht den Aufwinder mit nach unten. Mittelst Hebels q kann also der Aufwinder niederbewegt werden, weil Rolle ζ die Kette anziehen kann, und in ähnlicher Weise kann mittelst Rolle y der Aufwinder niederbewegt werden, wenn dieselbe in horizontaler Richtung derart bewegt wird, dafs sie die Kette anzieht. Die Bewegungen der beiden Rollen y und ζ müssen also stets an dem Aufwinder w eine Bewegung hervorbringen, weil die Kette mit ihren beiden Enden bezw. an dem Aufwinder w und an der Kurbel χ befestigt ist.
Am Aufwinder wirkt eine Feder derart, dafs sie denselben stets aufwärts zu ziehen bestrebt ist, jedoch dem Anziehen der Kette nachgiebt.
Unter dem freien Arm des Hebels q liegt eine Welle η' mit der Kurbel η 2.
Wenn der Wagen ausgefahren und das Garn zur Aufwindung fertig ist, so dafs .der sogenannte Aufschlag beginnen soll, wird Welle nl mit. der Kurbel η 2 gezwungen, eine Umdrehung zu machen. Dadurch drückt Kurbel «2 den einen Arm von q aufwärts, wodurch der andere Arm mit Rolle ζ abwärts geht und der Aufwinder nach unten gezogen wird.
Damit dieser in der jetzigen Stellung verbleibt, befindet sich hinter Hebel q ein kleiner Winkelhebel n3, auf einem Zapfen drehbar, und fällt dieser mit dem einen abwärts zeigenden Arm, der hakenförmig ist, über einen Stift des Hebels q und hält dadurch letzteren fest, . so dafs der Aufwinder niedergezogen bleibt.
Fährt nun der Wagen ein, so macht die Axe des Quadranten bekanntlich eine Viertel-Umdrehung, und der an jener befindliche Kurbelzapfen, an welchem die Kette befestigt ist, bewegt sich von seinem todten Punkte bis zum Punkte seiner gröfsten Geschwindigkeit, d. h. derselbe giebt anfangs wenig Kette nach, jedoch mit zunehmender Geschwindigkeit immer mehr, so dafs der Aufwinder dementsprechend auch anfangs langsam, jedoch immer schneller steigen kann, welche Bewegung nothwendig ist, weil die ersten Aufwindungen des Garnes auf den leeren Spindeln und bei Beginn der Wageneinfahrt sich dichter an einander legen müssen, als später bei Beendigung der Wageneinfahrt, damit sich ein Kegel auf den Spindeln bildet.
Ist der Wagen an die Spindeln herangefahren, so wird durch geeignete Einrichtung die hinter Hebel q placirte gerade Stange »4, welche aufdem einen Ende um einen Zapfen drehbar ist, auf dem entgegengesetzten Ende ihres Drehpunktes etwas aufgehoben, wodurch diese Stange den kleinen Winkelhebel nz an dessen einem Arm etwas bewegt, so dafs der andere Arm desselben den Hebel q losläfst und der Aufwinder frei wird, also durch die Feder gezogen, ganz zurückschlagen kann.
Bei jeder Wageneinfahrt wiederholt sich dieses Spiel, und wird nur noch erforderlich, dafs nach Herstellung des kleinen Grundkegels auf den Spindeln der Aufwinder bei jeder Aufwindung etwas steigt, also seine Bewegung immer etwas höher ausführt, damit das Garn auf dem Grundkegel , allmälig höher steigend, die üblichen Schläuche bildet.
Zu diesem Zweck wird Rolle y, welche an einem drehbaren Hebel sitzt, durch die Schraube η 5 bei jedem Auszuge etwas weiter nach Rolle ζ hin bewegt, wodurch Rolle y stets etwas. Kette nachgiebt und der Aufwinder dementsprechend steigt, und dieses so lange, bis die Spindeln mit Garn gefüllt sind.
Das gleichmäfsige Nachschrauben der Schraube »5 geschieht bei der kleinen darauf befindlichen Zahnscheibe durch eine Sperrklinke, welche durch die Quadrantenaxe g bewegt wird.
Die Stange »4 hat ihren Drehpunkt an dem Zapfen von Rolle y. Wird Rolle y durch Schraube »5 allmälig etwas weiter nach Rolle ζ bewegt, damit der Aufwinder stets etwas höher aufwindet; so bewegt sich die Stange «4 ebenfalls gleichzeitig mit Rolle y weiter, und da auf der Stange «4 ein keilförmiger Kloben sitzt, welcher beim Aufheben von «4 den Winkelhebel Tz3 bewegt, damit derselbe den Aufwinder wieder frei läfst, so wird der Winkelhebel n* durch die geneigte Oberfläche des Keils nach
und nach etwas später bewegt werden, also der Aufwinder auch stets etwas später frei werden und zurückschlagen. .
Je höher der Aufwinder das Garn auf die Spindeln wickelt, desto später wird derselbe bei der Wagenanfahrt an die Spindeln auch zurückschlagen, und dieses ist nothwendig, weil die Spindeln immer mehr mit Garn bewickelt werden, so dafs weniger von deren Spitzen frei bleibt und ein immer kleineres Ende Garn nachbleiben mufs, welches sich auf dem noch freien Ende der Spindeln aufwickelt. Ein Gegenwinder ist in bekannter Weise mit dem Aufwinder verbunden.
Die Welle s, welche die Trommel r trägt, steht durch einen Riemen mit der Schnurtrommel in Verbindung, woraus folgt, dafs alle Bewegungen, die i- macht, auch auf die Spindeln übertragen werden.
Von der Haupt- und Antriebswelle G gehen noch die drei Riemen 6, 7 und 8 nach Welle s, Fig. 3, und können diese drei Riemen während der Ausfahrt Welle s und mithin auch den Spindeln drei verschiedene Geschwindigkeiten erth eilen.
Von der Antriebswelle geht ferner der Trieb zur Bewegung des Wagens nach der Welle d. Dadurch nun, dafs Welle i- ein Vorgelege bildet und alle für die Spindeln nöthigen Bewegungen zuerst empfängt und dieselben durch einen Riemen auf die Spindeltrommel F überträgt, wird es möglich, dafs die Spindelfront nur wenig Unterbrechung bedarf, und zwar nur 30 cm, so dafs für das Betriebswerk wenig Raum erforderlich wird. : : .

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Der Quadrant mit abwärts stehendem Arm, worin die zur Verstellbarkeit für den Spindeltrieb dienende Schraube befindlich ist, sowie dessen Trieb und Lagerung mit seiner Axe vorn bei den Spindeln in der durch Zeichnung und Beschreibung dargestellten Weise.
2. Die Bewegung des Hebels mit Rolle, worüber die Kette für den Spindeltrieb vom Wagen gezogen wird, durch eine Stange vom Quadranten aus in der durch Zeichnung und Beschreibung dargestellten Weise.
3. Die Anordnung des Triebes der Kettentrommel zum Wiederaufwinden der Kette bei der Ausfahrt mittelst Schnur von hinten aus durch das Wagenseil in der durch Zeichnung und Beschreibung dargestellten Weise. .
4. Die Verbindung des Aufwinders mit der Quadrantenaxe durch eine ununterbrochene und an beiden Theilen befestigte Kette, auf welche ein Hebel mit Rolle wirkt, um den Aufwinder beim Aufschlag abwärts zu ziehen, sowie die Mechanismen zum Festhalten und Freimachen des Aufwinders, in der durch Zeichnung und Beschreibung dargestellten Weise.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT10740D Neuerungen an selbstthätigen Feinspinnmaschinen für Streichgarn Active DE10740C (de)

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