DE1069651B - - Google Patents

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DE1069651B
DE1069651B DENDAT1069651D DE1069651DA DE1069651B DE 1069651 B DE1069651 B DE 1069651B DE NDAT1069651 D DENDAT1069651 D DE NDAT1069651D DE 1069651D A DE1069651D A DE 1069651DA DE 1069651 B DE1069651 B DE 1069651B
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    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21DMODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
    • C21D1/00General methods or devices for heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering
    • C21D1/74Methods of treatment in inert gas, controlled atmosphere, vacuum or pulverulent material
    • C21D1/773Methods of treatment in inert gas, controlled atmosphere, vacuum or pulverulent material under reduced pressure or vacuum
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21DMODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
    • C21D1/00General methods or devices for heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering
    • C21D1/74Methods of treatment in inert gas, controlled atmosphere, vacuum or pulverulent material
    • C21D1/76Adjusting the composition of the atmosphere
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C21D8/00Modifying the physical properties by deformation combined with, or followed by, heat treatment
    • C21D8/12Modifying the physical properties by deformation combined with, or followed by, heat treatment during manufacturing of articles with special electromagnetic properties
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Description

DEUTSCHES
Es ist bekannt, die elektromagnetischen Eigenschaften von Dynamo- und Transformatorenblechen, insbesondere die Wattverluste, dadurch zu verbessern, daß die Bleche in neutraler oder reduzierender strömender Atmosphäre geglüht werden. Als besonders vorteilhaft hat sich hierbei Wasserstoff erwiesen. Ferner ist bekannt, daß die elektromagnetischen Eigenschaften durch langzeitiges Glühen im Hochvakuum bei sehr hohen Temperaturen verbessert werden. Schließlich ist bekannt, technisch reines Eisen, ζ. B. Carbonyleisen, zwecks Beeinflussung der Korngröße und damit unter anderem der Permeabilität in ruhender Wasserstoffatmosphäre bei geringem Unterdruck abzukühlen.
Beim Glühen der Elektrobleche im \Aakuum hat es sich gezeigt, daß nicht nur der Kohlenstoff und Stickstoff aus ihnen entfernt wurden, sondern daß auch noch zahlreiche andere Elemente, wie Kupfer, Zinn, Zink, Mangan, Chrom, Vanadin und Gallium, aus dem Stahl herausdestilliert werden, die meisten von ihnen in Form von Oxyden. Eine derartige Glühbehandlung muß wahrscheinlich deshalb bei sehr hohen Temperaturen und bei langer Glühzeit durchgeführt werden, weil die Metalloxyde einen sehr kleinen Dampfdruck besitzen. Bekanntlich sind aber bis auf wenige Ausnahmen, die Dampfdrücke der Metalle wesentlich größer als diejenigen der entsprechenden Oxyde bei gleicher Temperatur.
Um die Glühzeit herabzusetzen und um die Glühtemperaturen auf das normale Maß zu reduzieren, wird vorgeschlagen, den Glühprozeß in einem strömenden reduzierenden Schutzgas gemäß der Erfindung unter einem Druck durchzuführen, der wesentlich kleiner als der Normaldruck ist, wobei der Druck im Bereich zwischen 0,001 und 50 Torr, vorzugsweise 0,01 bis 10 Torr, in kleinen Zeiträumen periodisch geändert wird.
Diese periodische Änderung des Unterdrucks ist etwas anderes als das bekannte intermittierende Durchspülen eines luftdicht abgeschlossenen Glühbehälters mit Transformatorenblechen bei hohen Temperaturen mit Argon.
Besonders bewährt sich erfindungsgemäß eine Glühung bei 800 bis 1200° C, vorzugsweise bei 950 bis 1050° C in strömendem Wasserstoff bei einem Unterdruck von etwa 0,01 bis 10 Torr, wie er bereits envähnt wurde. Die mechanischen Eigenschaften der Bleche werden dadurch verbessert, daß im Anschluß an die crfmdungsgemäße Glühbehandlung die Bleche in an sich bekannter Weise im Vakuum ohne Schutzgas abgekühlt werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann z. B. in folgender Weise durchgeführt werden:
Nachdem die gestapelten Blechtafeln oder die Blech-Verfahren zum Glühen von Dynamo- und Transformatorenblechen
Anmelder:
Mannesmann Aktiengesellschaft, Düsseldorf, Mannesmannufer 1 b
Dr.-Ing. Gerhard Naeser, Duisburg-Huckingen, ist als Erfinder genannt worden
rollen in die. Glühkiste eingebracht worden sind, wird der Druck- des Wasserstoffes in kleinen Zwischenräumen durch Drosseln oder Schließen des Ventils der Vakuumleitung periodisch geändert. Die gleiche Änderung kann durch entsprechende Einstellung der Wasserstoffzuleitung erfolgen. Durch diese periodischen Druckschwankungen in der Glühkiste wird erreicht, daß der Wasserstoff auch zwischen die gestapelten oder zwischen Windungen der Blechrollen eindringt und daß der sich gebildete Wasserdampf sofort wieder abgepumpt wird.
Das erfindungsgemäße Glühverfahren liefert Elektrobleche mit sehr guten elektromagnetischen Eigenschaften. So wurden bei einer Glühzeit yon 6 Stunden
bei 1000° C folgende Wattverluste bei 10000 Gauß/1 kg gemessen:
Glühung V10 in "Watt/kg
Unter Stickstoff
Unter Wasserstoff
Unter Vakuum
Unter Vakuum = Wasserstoff,
pulsierend
0,91
0,84
0,78
0,58 bis 0,62

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Glühen von Transformatoren- und Dynamoblechen in strömender reduzierender Atmosphäre, dadurch gekennzeichnet, daß die Glühung unter einem Druck, der wesentlich kleiner
909 650/337
als der Normaldruck ist, erfolgt, wobei der Druck im Bereich zwischen 0,001 und 50 Torr, vorzugsweise 0,01 bis 10 Torr, in kleinen Zeiträumen periodisch geändert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als reduzierende Atmosphäre Wasserstoff benutzt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Glühung bei Temperaturen zwischen 800 und 1200° C, vorzugsweise 950 bis 1050° C, vorgenommen wird.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Bleche im Anschluß an das Glühen in reduzierender Atmosphäre unter Vakuum ohne Schutzgas abgekühlt werden.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 476 513, 881 671;
deutsche Patentanmeldung B25731VI/18c (bekanntgemacht am 3. 6. 1955);
F. Pawlik, »Magnetische Werkstoffe«, 1952. S.155, 156, 158;
»Chemisches Zentralblatt«, 1942, II, S. 2372 (Referat über Arbeit von A. L. Goldmann und A.W. Grechow) sowie S. 2531 (Referat über Deutsches Patent 724 105).
DENDAT1069651D Pending DE1069651B (de)

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DE1069651B true DE1069651B (de) 1959-11-26

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE476513C (de) * 1926-04-30 1929-05-18 Sigurd Westberg Verfahren zur Waermebehandlung von Metallen und Metallegierungen, insbesondere von Eisen und Stahl in Form von Platinen, Blechen, Bandeisen, Draehten u. dgl. in einer Wasserstoffatmosphaere
DE881671C (de) * 1942-01-27 1953-07-02 Aeg Verfahren zur Verbesserung der Anfangspermeabilitaet von Eisen-Silizium-, Eisen-Aluminium- und Eisen-Silizium-Aluminium-Legierungen

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE476513C (de) * 1926-04-30 1929-05-18 Sigurd Westberg Verfahren zur Waermebehandlung von Metallen und Metallegierungen, insbesondere von Eisen und Stahl in Form von Platinen, Blechen, Bandeisen, Draehten u. dgl. in einer Wasserstoffatmosphaere
DE881671C (de) * 1942-01-27 1953-07-02 Aeg Verfahren zur Verbesserung der Anfangspermeabilitaet von Eisen-Silizium-, Eisen-Aluminium- und Eisen-Silizium-Aluminium-Legierungen

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