DE1069202B - Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen milfr batterielosen Hör- und Sprechgeräten und zentralem Rufstromgenerator - Google Patents
Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen milfr batterielosen Hör- und Sprechgeräten und zentralem RufstromgeneratorInfo
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- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
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- H04Q5/00—Selecting arrangements wherein two or more subscriber stations are connected by the same line to the exchange
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Description
In Fernsprechanlage!! mit einer mehreren Teilnehmern
gemeinsamen Leitung werden häufig batterielose Flor- und Sprechgeräte eingesetzt. Diese Geräte
bieten den Vorteil, daß weder örtliche Batterien noch eine grol.ie Zentralbatterie zur Speisung der Mikrophone
erforderlich sind. Dies bringt einmal eine Geu ichtsersparnis an den Geräten selbst und vermeidet
/um anderen jegliche Wartung der Batterien. Außerdem bieten die batterielosen Fernsprechanlagen noch
den Vorteil, da 1.1 bei ihrem Betrieb keine Ströme bzw.
Spannungen auftreten, die bei Kurzschluß oder Leitungsunterbrechung zündfähige Funken erzeugen
können. Batterielose Fernsprechanlagen sind daher besonders zum Einsatz in explosionsgefährdeten Betrieben
und in schlagwettergefährdeten Gruben, aber auch auf Schiffen geeignet.
Die Sprachübertragung bei diesen Geräten ist einwandfrei. Stationen, die ständig besetzt sind und bei
denen der Teilnehmer den Hörer dauernd am Ohr hat, können sofort ohne jegliches Anrufsigual angesprochen
werden. Der Anruf von Stationen, die nicht dauernd besetzt sind, stellt aber ein besonderes Problem dar.
Es ist eine. Anordnung K'kanntgeworden, bei der
;.iidere vorhandene Betriebsmittel zur Anrufsignalisierung verwendet werden. Hierzu dienen beispielsweise
Kloptsignale an Rohrleitungen oder mehrfaches Aus- und Ein.-chalten der Beleuchtung im Abbaustreb.
Durch diese Signale wird einem Teilnehmer angezeigt, daß er angerufen wird und sich in die Leitung
einschalten soll. In anderen bekannten Anlagen werden getrennte Leitungen verlegt, die nur für Ani'u(zwecke
dienen und über die z. B. Summer betätigt werden. Man hat auch schon Kurbelinduktoren eingesetzt, die als Heulgeneratoren dienen und einen tontrequenten
Wechselstrom erzeugen, der durch die Hörgeräte unmittelbar abgestrahlt wurde. Auch
Röhren- oder Traiisistorgeneratoren werden zur Erzeugung eines Anrufsignals verwendet. Diese Generatoren
benötigen zur Speisung eine Batterie oder einen .Vetzaiischlui.i. Wenn derartige Generatorschaltiingen
oder Kurbelinduktoren an jedem Gerät der Fernsprechanlage vorhanden sein müssen, um jeder
Station die Anrufmöglichkeit zu geben, so stellt dies einen hohen Aufwand dar, und gegebenenfalls muß
'ede Station ihre gesonderte Stromversorgung haben.
In einer anderen bekannten Anordnung wird der Anruf dadurch erzeugt, daß durch Anschalten eines
batterielosen Hör- und Sprechgeräts eine. Unsymmetrie des Netzwerkes hervorgerufen und dadurch ein
zentraler Verstärker zum Pfeifen gebracht wird. Sobald der Teilnehmer in der Zentrale in die Verbindung
eintritt, wird durch besondere Schaltmittel die Unsymmetrie wieder ausgeglichen und das Anruf-Signal
beendet. Bei dieser bekannten Anordnung ist es Schaltungsanordnung
für Fernsprechanlagen
mit batterielosen Hör- und Sprechgeräten und zentralem Rufstromgenerator
Anmelder:
Standard Elektrik Lorenz
Standard Elektrik Lorenz
Aktiengesellschaft,
Stuttgart-Zuffenhausen,
Hellmuth-Hirth-Str. 42
Dipl.-Ing. Richard Günther, Kettwig/Ruhr,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
auch möglich, die Pfeif töne, des Verstärkers wieder
auf die Leitung zurückzugeben und über die Hörkapseln abzustrahlen. Auf diese Weise ist es möglich,
einen beliebigen Teilnehmer anzurufen.
Eine weitere bekannte Anordnung sieht eine dreiadrige Leitung vor. wobei über ein Adernpaar die
Sprechverbindung verläuft und über eine der Sprechadern, die zusätzliche dritte Ader, ein zentraler Rufstromgenerator
eingeschaltet wird. Es ist auch schon vorgeschlagen worden, über die beiden zur Sprachverständigung
dienenden Adern durch Kurzschließen oder niederohmiges Überbrücken der Adern in einer
zentralen Stelle ein Schaltgerät, z. B. Relais, zu erregen,
das einen zentralen Rufstromgenerator an die beiden Sprechadern anschaltet. Diese Anordnung
kann in vereinfachter Form auch mit einer Ader und Erdrückleitung eingesetzt wredcn. Die Ströme bzw.
Spannungen bei dieser bekannten Anordnung und die Ausbildung des Schaltgeräts sind so dimensioniert,
daß die gesamte Anlage eigensicher ist, d. h. daß in keinem Fall zündgetährliche Funken entstehen
können.
Alle diese Anordnungen, bei denen das Rufsignal von der Hörkapsel abgestrahlt wird, haben aber einen
Nachteil, der besonders dann schwer wieset, wenn die
3 4
Hörer in unmittelbarer Nähe des Ohres liegen. Wenn Kontakt des I lakenumsehalter^ C und die Hörkapsel
nämlich hei derartigen Anordnungen das Rufsignal 112 geschlossen. Der in seiner Stärke anschwellende
einsetzt, dann >et/.t es .-oiort mit voller Stärke ein. Rutstrom erzeugt in dem Hörer 112 ein in seiner
to daß leicht Schädigungen des Ohres auftreten akustischen Intensität allmählich zunehmendes Signal.
können. 5 I\ach dem Abnehmen des Hörers 112 ist der Sprccii-
Die Erfindung hat .sich die Aufgabe gestellt, bei Stromkreis für den Hörer nur noch über den Kon-Fernsprechanlagen
mit an eine mehreren Teilnehmern densator C 3 an die Leitung angeschlossen. Nach Losgerneinsame zweiadrige Leitung anschaltbaren Hör- lassen der Taste T1 in der Station/7I fällt in der
und Sprechgeräten, von di-nen aus über ein dauernd Zentrale Z das Relai>
I\ ab und beendet das Rman die Leitung angeschaltetes Schaltgerät ein zcntra- io signal. Die Sprechverbindung zwischen den beiden
ler Rufstromgenerator einsehaltbar ist, dessen Ruf- Stationen verläuft nun vom Hör- und Sprechgerät
signal auf die an die Leitung angeschalteten Hör- //1 über den Kondensator Cl, die Doppelleitung, den
geräte wirkt, diese Xachteile zu vermeiden. Das Ziel Hakenumschalter L' und den Kondensator C3 zur
Avird ernndungsgemäl.i dadurch erreicht, daß dem ein Hör- und Sprecheinrichtung 112.
tonfrequentes Rufsignal liefernden Generator die In- 15 Der Anruf von der Station/-'2 aus erfolgt in der-
tensität des Rufsignals steuernde Schalteinrichtungen selben Weise, wie oben beschrieben, durch Betätigen
zugeordnet sind, unter deren Einfluß jedesmal beim der Taste 12. Die Tasten Tl und T2 können al>
Einschalten des Rufstromgenerators das Rufsignal Druckknöpfe ausgebildet und auf verschiedene Weise
erst allmählich an Stärke oder Frequenz zunimmt. angeordnet sein. Beispielsweise kann der Rufknopf
Dabei ist von der Tatsache Gebrauch gemacht, daß 20 in der Steckdose oder auch im Stecker der Steckvertiefe Töne das menschliche Ohr nicht stören, daß aber bindung 5 der Station Fl untergebracht sein; ζ weckandererseits
bei steigender Tonhöhe die Wahrnehm- lnäßigerweise wird dann auch der Ankoppelungskonbarkeit
größer wird. densator dort angeordnet. Diese Bauteile können aber
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung sei nach- auch im Hör- und Sprechgerät selbst untergebracht
stehend an Hand der Zeichnung beschrieben. An die 25 sein.
Sprechleitung mit den beiden Adern α und b sind die Der Kondensator Cl in der Station Fl und die
Fernsprecheinrichtungen Fl und F2 angeschlossen. Kondensatoren C2 und C3 in der Station F2 werden
Dabei ist angenommen, daß die Fernsprecheinrich- vorteilhafterweise so gewählt, daß sie zusammen mit
tung F 1 tragbar ausgebildet ist und über eine Steck- den Induktivitäten der Hör- und Sprechgeräte auf die
verbindung S an die Sprechleitung angeschlossen wer- 3° Signalfrequenz abgestimmt sind. Auf diese Weise
den kann. Die Station F2 ist als stationär wird der Sprechkreis durch ein nichtabgehobenes
angenommen und demzufolge fest mit der Sprech- Mikrotelephon nicht wesentlich belastet,
leitung verbunden. Ferner besteht noch der Unter- Die ganze Anlage ist eigensicher; denn die Ruf- und schied zwischen den beiden Stationen, daß die Fern- Sprechströme reichen zur Bildung zündgefährlicher sprecheinrichtung Τ72 mit einem Hakenumschalter U 35 Funken nicht aus. und die Batterie für das Schaltfür den Hörer H2 ausgerüstet ist. Die Station Fl gerät bzw. Relais R braucht nur eine so geringe Spanist nicht mit einem derartigen Umschalter versehen. nung aufzuweisen, daß auch sie ungefährlich ist.
Ferner ist an die Sprechleitung die Zentrale Z ange- Die Einrichtung l~ in der Zentrale Z kann auch in schlossen, in der eine kleine Batterie B vorgesehen ist. an sich bekannter Weise derart ausgebildet sein, daß
leitung verbunden. Ferner besteht noch der Unter- Die ganze Anlage ist eigensicher; denn die Ruf- und schied zwischen den beiden Stationen, daß die Fern- Sprechströme reichen zur Bildung zündgefährlicher sprecheinrichtung Τ72 mit einem Hakenumschalter U 35 Funken nicht aus. und die Batterie für das Schaltfür den Hörer H2 ausgerüstet ist. Die Station Fl gerät bzw. Relais R braucht nur eine so geringe Spanist nicht mit einem derartigen Umschalter versehen. nung aufzuweisen, daß auch sie ungefährlich ist.
Ferner ist an die Sprechleitung die Zentrale Z ange- Die Einrichtung l~ in der Zentrale Z kann auch in schlossen, in der eine kleine Batterie B vorgesehen ist. an sich bekannter Weise derart ausgebildet sein, daß
Es sei nun ein Anruf von der Station Fl aus be- 40 sie eine Veränderung der ausgesandten Frequenz des
schrieben. Normalerweise fließt in den Sprechadern α Generators G bewirkt. Wird durch die Einrichtung f*
und b kein Gleichstrom, da in den Stationen Fl bzw. wieder eine allmählich ansteigende Spannung für den
F2 die Kondensatoren C1. C2, und C3 den Gleich- Gleichstromteil des Generators zur Verfügung gestrom
sperren. Will nun der Teilnehmer der Station stellt, so ist z. B. bei einem umlaufenden Rufstrom-
Fl einen Anruf aussenden, so steckt er sein tragbares 45 generator die Drehzahl und damit auch die erzeugte
Gerät in die Steckdose .S". Daraufhin betätigt er seine Frequenz von der angelegten Spannung abhängig.
Taste Tl. Dadurch kommt ein Gleichstromkreis von Auch bei anderen Schwingungserzeugern, z. B. Kippder
Batterie B über die fr-Ader, die Taste TX, die Schwingungsgeneratoren, ist die Frequenz stark von
niederohmige Hörkapsel III, über die α-Ader und das den Betriebsspannungen abhängig. Das Rufsignal beRelais
R zurück zur Batterie zustande. In diesem 50 ginnt dann mit einem tiefen Ton. der in seiner Höhe
Stromkreis wird das Relais R erregt. Durch seinen allmählich ansteigt. Die tiefen Töne wirken auf das
Kontakt r schaltet es über die Einrichtung V den Ohr weniger störend, wogegen die höheren Töne be-Gleichstromteil
eines Rufgenerators G an die Batte- sonders gut wahrnehmbar sind. Die Wirkung kann
rie B an. Die Ausbildung dieses Generators ist für die noch erhöht werden, wenn besondere Rufabstrahier
Erfindung nicht von Bedeutung und daher hier auch 55 verwendet werden, die durch ihre Baufortn für eine
nicht weiter erwähnt. Der Wechselstromteil des Gene- bestimmte Tonhöhe Resonanz aufweisen. Insbesondere
rators G ist einerseits über einen Kondensator C und bei Anrufen über Lautsprechersysteme ist diese Anden
Kontakt/" an die /.»-Ader und andererseits an die Ordnung brauchbar; denn dann erhält auch eine an-
<7-Ader der Sprcchleitung angeschlossen. Die Einrich- gerufene Person, die nicht in unmittelbarer Nähe des
tung V stellt ein veränderliches Glied an sich be- 60 Rufabstrahlers steht, ein gut erkennbares Signal. Stets
kannter Art, z. B. ein /?C-Glied dar, das ein allmäh- setzt aber der Ruf mit einer solchen akustischen Inliches
Anschwellen des Rufstromes bewirkt. Beim tensität ein, daß keine Ohrschädigungen auftreten.
Einschalten wird nicht sofort die volle Spannung an dann erst schwillt der Ton zur vollen Lautstärke an
den Generator angelegt, sondern durch das RC-GUed bzw. steigt die Tonhöhe allmählich an. Eine den
wird ein allmähliches Ansteigen der Spannung be- 65 Hörer bereits am Ohr haltende Person hat jedenfalls
wirkt. Mit den Betriebsspannungen ändert sich dann ausreichend Zeit, den Hörer vom Ohr zu nehmen oder
in entsprechender Weise auch die Intensität des im ■ aber sich an das allmählich stärker werdende Ruf-Uenerator
erzeugten Rufstromes. signal zu gewöhnen. Dies ist vor allem dann wichtig.
In der Station/·"2 ist der Rufstromkreis über die wenn versehentlich einmal ein Teilnehmer in ein
Kondensatoren C2 und C3 sowie über den unteren 70 zwischen anderen Teilnehmern über die gemeinsame
Claims (5)
1. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit an eine mehreren Teilnehmern gemeinsame
zweiadrige Leitung anschaltbaren Hör- und Sprechgeräten, von denen aus über ein dauernd an
die Leitung angeschaltetes Schaltgerät ein zentraler Rufstromgenerator einschaltbar ist, dessen
Rufsignal auf die an die Leitung angeschalteten Hörgeräte wirkt, dadurch gekennzeichnet, daß
dem ein tonfrei|uentes Rufsignal liefernden Generator (G) die Intensität des Rufsignals steuernde
Schalteinrichtungen (F) zugeordnet sind, unter deren Einfluß jedesmal beim Einschalten des Rufstromgenerators
(C) das Rufsignal erst allmählich an Stärke oder Frequenz zunimmt.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ankopplungskapazitäten
an den Sprechstellen zusammen mit den Induktivitäten der Hör- und Sprechgeräte auf
die Signalirequenz abgestimmt sind.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß die Rufabstrahier durch
besondere bauliche Ausbildung auf die Signalfrequenz abgestimmt sind.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 bis 3. dadurch gekennzeichnet, daß die Ruftaste und die
Ankopplungskapazitäten in dem Hör- und Sprechgerät untergebracht sind.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 bis 3. dadurch gekennzeichnet, daß die Ruftaste und die
Ankopplungskapazitäten in der Steckdose oder im Stecker untergebracht sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 909 649/78 11.59
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1069202B true DE1069202B (de) | 1959-11-19 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1069202D Pending DE1069202B (de) | Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen milfr batterielosen Hör- und Sprechgeräten und zentralem Rufstromgenerator |
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|---|---|
| DE (1) | DE1069202B (de) |
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- DE DENDAT1069202D patent/DE1069202B/de active Pending
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