DE1069151B - Verfahren zur Herstellung von S-MethyW-mcthoxyphenol - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von S-MethyW-mcthoxyphenol

Info

Publication number
DE1069151B
DE1069151B DENDAT1069151D DE1069151DB DE1069151B DE 1069151 B DE1069151 B DE 1069151B DE NDAT1069151 D DENDAT1069151 D DE NDAT1069151D DE 1069151D B DE1069151D B DE 1069151DB DE 1069151 B DE1069151 B DE 1069151B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
methyl
methoxyphenol
preparation
ecm
phenol
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DENDAT1069151D
Other languages
English (en)
Inventor
Bad Soden Dr. Walter Siedel (Taunus), Dr. Helmut Nahm und Johann König, Frankfurt/M.-Unte'rliiedlerbach
Original Assignee
Farbwerke Hoechst Aktiengesellschaft vormals Meister Lucius &. Bruning, Frankfurt/M
Publication date
Publication of DE1069151B publication Critical patent/DE1069151B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

DEUTSCHES
3-Methyl-4-methoxyphenol wurde erstmalig von Nietzki (Liebigs Ann. Chem., 215 [1882], S. 167) beschrieben, der es in unreiner Form durch partielle Methylierung von Toluhydrochinon erhielt. In J. org. Chem., 21 (1956), S. 925, wird die gleiche Reaktionsfolge zur Herstellung dieses Phenols vorgeschlagen; die Ausbeute wird mit 35 % angegeben. Offenbar war das so gewonnene Produkt nicht rein, da es nur schwierig zur Kristallisation zu bringen war. Tatsächlich entsteht das isomere 2-Methyl-4-methoxyphenol als Hauptprodukt. Bamberger (Lie- ίο bigs Ann. Chem., 390 [1912], S. 176) konnte das 3-Methyl-4-methoxyphenol aus dem 3-Methyl-4-methoxyanilin durch Diazotierung und Verkochen in etwa 40%iger Ausbeute gewinnen. Auch im J. pharm. Soc. Japan, 72 (1952) S. 223 bis 227 bzw. Chem. Abstr., 47 (1953), S. 1638, ist die Herstellung von 3-Methyl-4-methoxyphenol nach dem gleichen Verfahren beschrieben. Die Nacharbeitung der bekannten Verfahren ergab nur eine sehr wechselnde geringe Ausbeute. Schließlich ist im J. chem. Soc, 1948, S. 2303 bis 2307, die Oxydation von o-Kresol mit Kaliumpersulfat und Methylierung des Kaliumsalzes des entstandenen Schwefelsäurehalbesters angegeben, wobei nach Spaltung mit Mineralsäuren das 3-Methyl-4-methoxyphenol in 27°/oiger Ausbeute erhalten werden soll. Alle bekannten Methoden zur Herstellung von 3-Methyl-4-methoxyphenol haben den Nachteil, daß sie mehrere Stufen umfassen und zu geringen Ausbeuten führen.
Es wurde nun gefunden, daß sich das 3-Methyl-4-methoxyphenol in einfacher Weise und mit sehr guter Ausbeute herstellen läßt, wenn man 3-Methyl-4-methoxyacetophenon mit Hilfe von Peressigsäure zu 3-Methyl-4-methoxyphenylacetat oxydiert und das erhaltene Produkt der Verseifung unterwirft. Die Verseifung wird zweckmäßig alkalisch vorgenommen. Nach Abtrennen von wenig nicht umgesetztem Keton und Ansäuern fällt das gewünschte Produkt in 80°/0iger Ausbeute an.
Das als Ausgangsmaterial verwendete 3-Methyl-4-methoxy-acetophenon ist beispielsweise nach der im J. Am. Chem. Soc, 46 (1924), S. 1892, angegebenen Methode zugänglich.
Man arbeitet nach den Verfahren gemäß der Erfindung vorteilhaft in nachstehender Weise:
Das 3-Methyl-4-methoxyacetophenon wird unter Rühren in der fünffachen Menge Essigsäureanhydrid gelöst und mit einer geringen Menge konzentrierter Schwefelsäure versetzt. Bei mäßig erhöhter Temperatur, vorzugsweise zwischen + 20 und + 50° C läßt man nun 30%ige Wasserstoffperoxydlösung derartig zutropfen, daß keine hohe Konzentration an Peressigsäure entsteht und die 5a gebildete Persäure im statu nascendi sofort reagiert. Dadurch kann die Reaktion auch bei größeren Ansätzen völlig gefahrlos durchgeführt werden. Nach etwa 12 Stunden ist die Reaktion beendet. Man gießt das Verfahren zur Herstellung
von 3-Methyl-4-methoxyphenol
Anmelder:
Farbwerke Hoechst Aktiengesellschaft
vormals Meister Lucius & Brüning,
Frankfurt/M., Brüningstr. 45
Dr. Walter Siedel, Bad Soden (Taunus),
Dr. Helmut Nahm und Johann König,
Frankfurt/M.-Unterliederbach,
sind als Erfinder genannt worden
Reaktionsgemisch in Wasser und zerstört eventuell überschüssige Per essigsäure, vorteilhaft mit wäßriger Natriumhydrogensulfitlösung. Mit einem mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmittel wird das Reaktionsgemisch extrahiert und anschließend das entstandene rohe 3-Methyl-4-methoxyphenylacetat mit wäßrigem Alkali verseift. Die wäßrige Phenolatlösung wird mit einer Mineralsäure angesäuert. Das ausgeschiedene 3-Methyl-4-methoxyphenol wird isoliert und durch Destillation gereinigt.
Das Verfahrensprodukt stellt ein wertvolles Zwischenprodukt dar, welches besonders zur Herstellung von Heilmitteln geeignet ist.
Beispiel
In 1200 ecm Essigsäureanhydrid werden 240 g 3-Methyl-4-methoxyacetophenon unter Zugabe von 1 ecm konzentrierter Schwefelsäure gelöst. Bei + 35 bis + 50° C läßt man nun 280 ecm 30°/0ige Wasserstoffsuperoxydlösung in der Weise zutropfen, daß das Reaktionsgemisch 4 Stunden lang bei den obigen Temperaturen gehalten wird. Nach 12 Stunden wird die Reaktionslösung in 41 Wasser eingerührt. Überschüssige Peressigsäure zerstört man durch Zugabe wäßriger Natriumhydrogensulfitlösung. Das ausgeschiedene Öl wird abgetrennt, die wäßrige Lösung je viermal mit 250 ecm Methylenchlorid ausgeschüttelt. Das abgetrennte Öl und die vereinigten Extrakte werden zusammen in eine Lösung von 800 ecm 45%iger Natronlauge und 800 ecm Wasser unter Kühlung eingerührt. Nach dem Abdestillieren des Methylenchlorids gibt man dem Rückstand 500 ecm Methanol
909 649/410

Claims (1)

  1. 3 4
    u und erhitzt 1 Stunde am Rückfluß zum Sieden. An- Kp.15 135 bis 136° C; der Schmelzpunkt beträgt 44° C
    chließend wird das Methanol abgedampft und die (unkorr.).
    [ekühlte alkalische Lösung dreimal mit je 200 ecm Iso- p
    wopyläther ausgeschüttelt. Di-- wäßrige Phenolatlösung Patentanspruch:
    vird mit konzentrierter Salzsäure auf pn 5 eingestellt. 5 Verfahren zur Herstellung von 3-Meth.yl-4-metb.oxy-
    Das ausgeschiedene Phenol wird dreimal mit 500 ecm phenol, dadurch gekennzeichnet, daß man 3-Methyl-
    üäthyläther extrahiert. Nach Verdampfen des Äthers 4-methoxyacetophenon mit Hilfe von Peressigsäure
    vird der Rückstand im Vakuum destilliert. Man erhält zu S-MethyM-methoxyphenylacetat oxydiert und
    60 g 3-Methyl-4-methoxyphenol (79,2 °/0 der Theorie); das erhaltene Produkt der Verseifung unterwirft.
    © 909 649/410 11.59
DENDAT1069151D Verfahren zur Herstellung von S-MethyW-mcthoxyphenol Pending DE1069151B (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1069151B true DE1069151B (de) 1959-11-19

Family

ID=594349

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT1069151D Pending DE1069151B (de) Verfahren zur Herstellung von S-MethyW-mcthoxyphenol

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1069151B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3942358A1 (de) Verfahren zur herstellung von sclareolid
DE1518117B1 (de) Verfahren zur Herstellung von 3-Methylflavon-8-carbonsaeure
DE2051269C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 3-Propionylsalicylsäure
EP0176026B1 (de) Verfahren zur Herstellung von 2,4-Dichlor-5-fluor-benzoesäure
DE1069151B (de) Verfahren zur Herstellung von S-MethyW-mcthoxyphenol
DE574838C (de) Verfahren zur Darstellung von cyclischen Glykolen und ihren Derivaten bzw. von Ketonen
DE1695136B2 (de) Verfahren zur Herstellung von 3-Amino-5-methylisoxazol
DE1243194B (de) Verfahren zur Durchfuehrung der Carboxylierung von Grignard-Verbindungen mit Kohlendioxyd
DE2536503A1 (de) 1,1-dichlor-4-methyl-3-hydroxy- penten-(1)
DE749146C (de) Verfahren zur Herstellung von ªŠ-Oxycarbonsaeuren
DE2936416C2 (de)
DE1518246C (de) Verfahren zur Herstellung von Saccharose estern von substituierten Stearinsäuren
DE2654851C2 (de) Verfahren zur Herstellung von α, β-ungesättigten cycloaliphatischen Ketoximen mit 6 Kohlenstoffatomen im Ring
DE1168408B (de) Verfahren zur Herstellung von ª‰-Methylmercaptopropionaldehyd
DE556458C (de) Verfahren zur Darstellung von Brenzcatechinarsinsaeuren
DE1643281C (de) Verfahren zur Herstellung von Zearalan
AT224820B (de) Verfahren zur Herstellung von α, β-ungesättigten Säuren der Vitamin A-Reihe
DE2316203A1 (de) Verfahren zur herstellung von azelainund pelargonsaeure
AT38203B (de) Verfahren zur Darstellung von Kamphen und dessen Überführung in Kampfer.
DE956502C (de) Verfahren zur Herstellung von trans-trans-Muconsaeure und ihren Estern
DE3249552C2 (de) Verfahren zur Herstellung von 3-Methyl-3-(O-methoxyphenoxy)-benzo-2,4-dioxacyclohexanon
DE1036242B (de) Verfahren zur Herstellung von 4,4,4-Trihalogen-tritanolen und deren Aluminium- und Eisenkomplexsalzen
DE1254141B (de) Verfahren zur Herstellung von alpha-Chlor- oder alpha-Bromderivaten gesaettigter aliphatischer Mono- oder Dicarbonsaeuren
DE1030327B (de) Verfahren zur Herstellung des als Aromatisierungsmittel dienenden ª€-Oxydekansaeurelactons (ª€-Oxycaprinsaeurelactons)
DE1088950B (de) Verfahren zur Herstellung von hydrierten Anthracenderivaten