DE1069097B - Streckenausbau - Google Patents

Streckenausbau

Info

Publication number
DE1069097B
DE1069097B DENDAT1069097D DE1069097DA DE1069097B DE 1069097 B DE1069097 B DE 1069097B DE NDAT1069097 D DENDAT1069097 D DE NDAT1069097D DE 1069097D A DE1069097D A DE 1069097DA DE 1069097 B DE1069097 B DE 1069097B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cladding
expansion
members
rock
mountains
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DENDAT1069097D
Other languages
English (en)
Original Assignee
F. W. Moll Söhne Maschinenfabrik, Witten
Publication date
Publication of DE1069097B publication Critical patent/DE1069097B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D11/00Lining tunnels, galleries or other underground cavities, e.g. large underground chambers; Linings therefor; Making such linings in situ, e.g. by assembling
    • E21D11/14Lining predominantly with metal
    • E21D11/15Plate linings; Laggings, i.e. linings designed for holding back formation material or for transmitting the load to main supporting members
    • E21D11/155Laggings made of strips, slats, slabs or sheet piles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Buildings Adapted To Withstand Abnormal External Influences (AREA)

Description

DEUTSCHES
Die übergeordnete Patentanmeldung betrifft einen Streckenausbau, dessen Leitgedanke darin besteht, daß die zwischen aufeinanderfolgenden Ausbaurahmen angeordneten Verkleidungsglieder an beiden Enden mit ■den Ausbaurahmen durch Kupplungen von vergleichsweise geringem Verformungswiderstand derart verbunden sind, daß die Verkleidungsglieder gegen einen von den Kupplungen gebildeten Widerstand relativ zum Ausbaurahmen zum Streckeninneren hin — vorzugsweise parallel zu sich selbst — verschiebbar sind. Bei einer bevorzugten Ausführungsform der übergeordneten Zusatzanmeldung sollen die als besondere Teile ausgebildeten und gegen den Ausbaurahmen abgestützten Kupplungen an den Verkleidungsgliedern auf etwa einer dem Entspannungsweg des Gebirges entsprechenden Länge verschieblich geführt sein, wobei die Kupplungsglieder am vorteilhaftesten als Stäbe oder Bänder von geringem Biegungswiderstand ausgebildet sind. Der wesentliche Vorteil dieser Anordnung besteht darin, daß durch die sich streckeneinwärts verschiebenden und gleichzeitig als Verzug dienenden Verkleidungselemente eine Art »Sicherheitsventil« geschaffen ist, welches 'die Ausbaurahmen selbst während der Phase des größten Gebirgsdruckes weitgehend entlastet. Dabei ist jeweils der »Hub« der Verkleidungsglieder, ebenso die Größe des Verformungswiderstandes der Kupplungen der jeweiligen Beschaffenheit des Gebirges anzupassen.
Bei den Ausführungsbeispielen der übergeordneten Zusatzpatentanmeldung ist hinter dem Ausbau und den Verkleidungsgliedern ein mit Füllstoff ausgefüllter Hohlraum vorgesehen, der ein Polster bildet, welches eine gleichmäßige Verteilung des Gebirgsdruckes bewirkt und eine zusätzliche Nachgiebigkeit unter Entlastung von Ausbaurahmen und Verkleidungsgliedern durch die Möglichkeit seiner Kompression durch den Gebirgsdruck während der ersten Druckphase mit sich bringt.
Die Erfindung betrifft eine solche Ausfülirungsform der übergeordneten Zusatzpatentanmeldung, die vorzugsweise für die Anwendung bei Gestein von plastischer Beschaffenheit mit Vorteil verwendbar ist, und kennzeichnet sich dadurch, daß unter Verwendung von Kupplungen mit einer etwa dem Entspannungsweg des Gebirges entsprechenden Schlupflänge in bezug auf die Verkleidungsglieder die Ausbaurahmen und Verkleidungsglieder mit ihrer Rückseite im wesentlichen unmittelbar am Gebirge anliegen. Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß es bei gewisser Gebirgsbeschaffenheit möglich ist, auf jegliches Polster für den Ausbaurahmen und die Verkleidungsglieder bzw. auf die Anbringung eines Hohlraumes zu verzichten, ohne daß das von der Erfindung angestrebte Ziel der Entlastung der Ausbaurahmen nennenswert beeinträchtigt wird.
Zusatz zur Zusatz-Patentanmeldung M 21005 VI/5c
.(Auslegesdnift I 064903)
Anmelder:
F. W. Moll Söhne Maschinenfabrik,
Witten, Augustastr. 85
Auf Grund von Versuchen wurde nämlich festgestellt, daß die streckeneinwärts verschiebbaren Verkleidungsglieder auch hierbei ihre Funktion als »Sicherheitsventil« erfüllen, weil die diesem Gestein durch die Erfindung gegebene Möglichkeit, unter Überwindung vergleichsweise geringer Widerstände im Bereich zwischen den Ausbaurahmen zum Streckeninneren auszuweichen, zu einer ausreichenden Entlastung der Ausbaurahmen selbst führt, wobei die letzteren ebenfalls gegen Verkanten weitgehend gesichert sind.
Die Verkleidungsglieder und Verformungselemente können dabei in verschiedener Art, z. B. derjenigen der Ausführungsbeispiele der übergeordneten Zusatzpatentanmeldung ausgebildet sein. Wichtig ist nur, daß der zwischen Kupplungsteilen und Verkleidungsgliedern vorhandene »Schlupf« den letzteren einen ausreichenden »Hub« zum Streckeninneren gestattet, um die erforderliche Entspannung des Gebirges unter Entlastung der Ausbaurahmen selbst zu gewährleisten.
Im übrigen bilden diese Kupplungen auch nach erfolgter Ausnutzung der Schlupf länge bei etwaiger weiterer Steigerung des Gebirgsdruckes insofern ein »Sicherheitsventil«, als sie bei einer gewissen Beanspruchung zerstört werden und dadurch Überlastungen
+5 der Ausbaurahmen selbst verhindern.
Der Erfindungsgedanke ist außer für den Streckenausbau und Tunnels auch für Luftschutzräume verwendbar.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung an einem Ausführungsbeispiel schematisch dargestellt. Fig. 1 und 2 zeigen einen waagerechten Schnitt durch zwei aufeinanderfolgende Ausbaurahmen die erfindungsgemäß mit Verkleidungsgliedern ausgerüstet sind;
M9 649/58

Claims (4)

Fig. 3 zeigt im Schaubild ein Verkleidungsglied mit zugeordneten Kupplungen; Fig. 4 und 5 zeigen eine Ausführungsform, die insbesondere für den Ausbau von Luftschutzräumen von Vorteil ist. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel bestehen die Ausbaurahmen 1 aus Doppel-T-Eisen ähnlichen Profilen. Zwischen den Ausbaurahmen sind Verkleidungsglieder 2 angeordnet, die aus einem gebogenen Blechprofil gemäß Fig. 3 bestehen. Die Kupplungen sind durch Bänder 3 gebildet, deren äußeres Ende 4 hakenartig umgebogen ist und das zugehörige Ausbauelement umfaßt. Die Bänder 3 sind durch ein Halteglied 5 an den Verkleidungsgliedern 2 geführt bzw. festgeklemmt, derart, daß eine Relativverschiebung zwischen den Teilen 3 und dem Verkleidungsglied 2 möglich ist. Die Schlupflänge ist so gewählt, daß sie dem Entspannungsweg des Gebirges etwa entspricht. Aus der Stellung der Kupplungen in bezug auf die Verkleidungsglieder kann der Bergmann Rückschlüsse auf den Grad der Entspannung des Gebirges ziehen, insbesondere, wenn die Bänder so angeordnet sind, daß sie von der Strecke her sichtbar sind. Wie Fig. 1 schematisch veranschaulicht, liegt das durch gekreuzte Schraffur angedeutete plastische Gestein im wesentlichen unmittelbar an der Rückseite der Ausbaurahmen 1 und der Verkleidungsglieder 2 an. Bei einsetzendem Gebirgsdruck werden gemäß Fig. 2 die Verkleidungsglieder 2 unter entsprechender Verformung der bandförmigen Kupplungsglieder 3 zum Streckeninneren, parallel zu sich selbst, verschoben, wobei die Bänder 3 einer entsprechenden Biegeverformung unterworfen werden. Die Verkleidungsglieder 2 selbst besitzen relativ zu den Bändern 3 eine erhebliche Biegungssteifigkeit, so daß sie während des beschriebenen Vorganges selbst nicht verformt werden. Fig. 4 und 5 zeigen in verchiedenen Stellungen eine Ausführungsform, bei welcher das aus Blech oder einem Profileisen gebildete Verkleidungsglied 2 an beiden Enden Führungsnasen 6 besitzt, welche in der Ausgangsstellung in die zwischen Flanschen und Stegen der Ausbaurahmen gebildete Rinne 7 eingreifen und die Einwärtsbewegung der Verkleidungsglieder begrenzen. In Fig. 5 ist mit ausgezogenen Linien die Stellung veranschaulicht, in welcher dieFührungsnasen sich auf den einwärts gerichteten Flansch des Ausbauprofils 1 auflegen; dabei soll nach diesem »Hub« der Verkleidungsglieder die Entspannung des Gebirges erreicht sein. Sollte aber eine weitere Steigerung des Gebirgsdruckes eintreten, so wird der von den Nasen 6 gebildete Verformungswiderstand ebenfalls überwunden, und es können sich die Verkleidungsglieder noch weiter zum Streckeninneren hin vorschieben. Bei dieser Bewegung findet eine allmähliche Vergrößerung des Verformungswiderstandes der Nasen statt. Die in Fig. 5 dargestellte Stellung der Verkleidungsglieder entspricht noch nicht der erreichbaren Endstellung. Die Ausführungsform der Fig. 4 und 5 eignet sich insbesondere für die Verwendung für den Ausbau von Luftschutzräumen, weil diese Bauart in besonders hohem Maße geeignet ist, Beanspruchungen durch Druckwellen von Explosionen elastisch aufzufangen. Infolge der Führungsnasen werden dabei die nach einwärts drehenden Kippmomente auch bei der durch die Explosionswelle verursachten radialen Verschiebung aufgehoben. Gleichzeitig werden auch die in Streckenrichtung auftretenden Kräfte aufgenommen, da die Verzugselemente und ihre Kupplungen sowohl radiale Druckkräfte als auch innerhalb gewisser Grenzen Zugkräfte aufnehmen können. Wird die Bauart nach Fig. 4 und 5 für den Ausbau von Luftschutzräumen benutzt, so kann man mit dem gezeichneten verhältnismäßig geringen »Hub« der Verkleidungsglieder auskommen, da dieser »Hub« beim Streckenausbau zweckmäßig größer — als in der Zeichnung dargestellt — gewählt wird. Selbstverständlich ist es nicht erforderlich, besondere Vorkehrungen zu treffen, um überall von vornherein einen glatten Anschluß des Gebirges gegen Ausbaurahmen und Verkleidungsglieder herbeizuführen, da etwa vorhandeneHohlräume schon in der erstenDruckphase durch das plastische Gestein ausgefüllt werden, welches dann teilweise die Funktion des Polsters nach dem übergeordneten Zusatzpatent übernimmt. Die Verkleidungsglieder können auch aus Holz oder Beton oder eisenarmiertem Beton gebildet werden. Die Erfindung ist bei Ausbaurahmen beliebiger Art anwendbar. Patentansprüche:
1. Streckenausbau nach Patentanmeldung M 21005 VI/5 c, vorzugsweise für plastisches Gebirge, dadurch gekennzeichnet, daß unter Verwendung von Kupplungen mit einer etwa dem Entspannungsweg des Gebirges entsprechenden Schlupflänge in bezug auf die Verkleidungsglieder die Ausbaurahmen und Verkleidungsglieder mit ihrer Rückseite im wesentlichen unmittelbar am Gebirge anliegen.
2. Streckenausbau, insbesondere für den Ausbau von Luftschutzräumai, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verkleidungsglieder (2) Führungsnasen (6) besitzen, welche bereits in der Ausgangsstellung in die zwischen Flanschen und Stegen gebildete Rinne (7) des Ausbauprofils (1) eingreifen und die Einwärtsbewegung der Verkleidungsglieder (2) begrenzen.
3. Streckenausbau nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Verformungswiderstand der Führungsnasen (6) derart bemessen ist, daß in einer zweiten Belastungsstufe durch das Gebirge die Verkleidungsglieder (2) um ein weiteres Maß zum Streckeninneren hin ausweichen können.
4. Streckenausbau nach Anspruch 2 oder 3, insbesondere für den Ausbau von Luftschutzräumen, dadurch gekennzeichnet, daß der »Hub« der Verkleidungsglieder vergleichsweise gering bemessen ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 582 681, 804 918.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
909 649/58 11.59
DENDAT1069097D Streckenausbau Pending DE1069097B (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1069097B true DE1069097B (de) 1959-11-19

Family

ID=594306

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT1069097D Pending DE1069097B (de) Streckenausbau

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1069097B (de)

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE582681C (de) * 1933-08-18 Hugo Herzbruch Gebogener Keilverzug fuer Grubenausbau
DE804918C (de) * 1949-09-25 1951-05-04 Emil Wachter Verzugbolzen fuer den Grubenausbau

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE582681C (de) * 1933-08-18 Hugo Herzbruch Gebogener Keilverzug fuer Grubenausbau
DE804918C (de) * 1949-09-25 1951-05-04 Emil Wachter Verzugbolzen fuer den Grubenausbau

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2338879B2 (de) Geländer
DE3719117C2 (de)
DE1069097B (de) Streckenausbau
DE1425902C3 (de) Rohrmantelwalze, insbesondere für Foulards
DE542656C (de) Stossauffangstange fuer Kraftfahrzeuge
DE3231327C2 (de)
EP0007496B1 (de) Verfahren zur Herstellung eines wärmegedämmten Metallprofils
DE606635C (de) Torsionsstaebe zur Aufnahme von Stoessen aus dem Fahrgestelldruck
DE2209310C3 (de) Vorrichtung zum Abfangen des Förderbandes einer Förderbandanlage
DE2409012C2 (de) Windenstütze
DE2748264C2 (de)
DE2134273C3 (de) Verbinder für die Kappe mit Streckenstempeln beim Türstockausbau in Abbaustrecken
DE1575108C (de) Winkelstück fur die Verbindung der Langs und Querstreben eines dreiteiligen Stutzrahmens insbesondere als bogenförmi ge Stutze fur faltbare Sonnenschutzblenden Verdecke, Markisen, Schutzdacher \on Geru sten od dgl
DE1064903B (de) Streckenausbau
AT203987B (de) Verbindung von stumpf gegeneinanderstoßenden Ausbausegmenten des bogen- oder ringförmigen Strecken- bzw. Schachtausbaues
DE1859206U (de) Ausbauprofil.
DE1069096B (de) Streckenausbau
DE637679C (de) Stempel fuer Strecken unter Tage
AT124335B (de) Sitz, insbesondere für Kraftfahrzeuge.
DE1081634B (de) Schachtfuehrung
DE959760C (de) Stossverbindung fuer die Saeulen von Saeulendrehkranen mittels Klammern
DE1627812C (de) Pressenrahmen
DE939262C (de) Verbindung fuer den Gleitbogenausbau, insbesondere von Grubenstrecken
DE2425473B2 (de) Lisenen oder Riegel für Fassaden
DE1875511U (de) Verbolzungsvorrichtung fuer grubenausbau.