DE10684C - Neuerungen an Gasspritzen - Google Patents
Neuerungen an GasspritzenInfo
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- A62C13/00—Portable extinguishers which are permanently pressurised or pressurised immediately before use
- A62C13/003—Extinguishers with spraying and projection of extinguishing agents by pressurised gas
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Description
MTENTSCHRiFT
1879.
HEINRICH BOHLE in SPANDAU. Neuerungen an Gasspritzen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 9. November 1879 ab.
Die vorliegenden Neuerungen an Gasspritzen (Extincteuren) betreffen einestheils die Construction der in denselben verwendeten Säuregefäfse
aus Glas oder ähnlichem spröden Material, das von Schwefelsäure nicht angegriffen
wird, sowie die Anbringung desselben in der Gasspritze, und anderntheils eine eigentümliche
Einrichtung des Gasspritzenkörpers, der eine leichte Reinigung der Gasspritze ermöglichen
soll.
Auf beiliegender Zeichnung stellt Fig. 1 die
Gasspritze im Durchschnitt dar, Fig. 2 zeigt den Einsatz mit der Säureflasche in vergröfsertem
Mafsstabe. Der Säurebehälter α, welcher meistens
aus Glas hergestellt wird, zeigt im Längsschnitt nach dem Halse zu eine bedeutende Wandverstärkung,
während der Boden der Flasche die kleinste Wandstärke besitzt. Dieser Behälter, der durch einen eingeschliffenen, mit
Paraffin bestrichenen Stöpsel luftdicht verschlossen wird, findet in einer cylindrischen
Metallhülse b Platz, welche an der in den Deckel der Spritze eingeschraubten Deckelschraube
A befestigt ist. Im unteren Theil ist diese Hülse b mit mehreren Durchbohrungen
versehen und mit Messing - Drahtgaze c ausgefüttert. Die Deckelschraube A bildet zugleich
die Mutter für die Druckschraube d, deren oberer cylindrischer Theil durch eine Stopfbüchse
gedichtet wird und eine Kurbel/ trägt.
Beim Gebrauch übt man durch Einschrauben der Druckschraube d auf den Säurebehälter a
einen Druck aus, wodurch letzterer in seinem unteren schwächsten Theile zersprengt wird.
Dieses Zersprengen kann man noch dadurch erleichtern, dafs man nahe an dem Boden der
Flasche eine ringförmige Einschnürung anbringt, wie Fig. 2 zeigt, oder dafs man in ähnlicher
Weise die Wandung durch Eindrücke derart verändert, dafs an diesen Stellen leicht und
zuerst ein Bruch eintreten mufs, wenn auf die obere Mündung der Flasche ein Druck ausgeübt
wird.
Die Drahtgaze soll die Glasflasche federnd tragen und in Gemeinschaft mit der Hülse b
verhindern, dafs die Trümmer des zersprengten Säurebehälters in den Spritzenkörper gelangen,
während die Löcher in der Hülse ein allmäliges Eintreten der Säure in den aus einer Lösung
von doppeltkohlensaurem Natron in Wasser bestehenden Inhalt der Spritze und somit ein
allmäliges Entwickeln der Kohlensäure etc. bewirken.
Damit bei der Aufbewahrung nicht von Un-' befugten die Druckschraube niedergeschraubt
werden kann, wird um den oberen Theil derselben ein Arretirstück g gelegt, welches sich
auf die Ueberwurfmutter der Stopfbüchse stützt und durch einen Bindfaden mit Plombe zusammengehalten
wird. Löst man letztere, so kann man das Arretirstück, dessen Theile sich
scharnierartig aus einander klappen lassen, von der Druckschraube entfernen und die Druckschraube
nieder drehen. Hierbei ist noch die Vorkehrung getroffen, dafs die Nabe k der Kurbel
/ beim Niederschrauben auf den Stopfbüchsendeckel / wirken und so die Stopfbüchse
auch dann noch tadellos dichten mufs, wenn ihre Asbestpackung durch fehlerhaftes Einlegen
derselben nicht dicht anliegen sollte
■ *. Die Reinigung der Gasspritze erfolgte bisher
durch das obere Einfülllocb des Spritzenkörpers und konnte daher immer nur in unvollständiger
Weise geschehen. Der Boden der Spritze ist ebenfalls klein und würde die Anbringung einer
besonderen Reinigungsöffnung in demselben weitläufig, schwierig und kostspielig sein.
Um nun doch bequem in das Innere der Spritze gelangen zu können, wird der Boden/
nicht an den Mantel genietet und verlöthet, wie bisher, sondern mit demselben verschraubt,
wie Fig. 3 und 4 zeigen. Zugleich ist der Boden mit einem nach unten hervorstehenden
Flantsch r versehen, der ein Aufstellen der Spritze ermöglicht. Der gegen das Innere des
Mantels wirkende Druck begünstigt hierbei die Dichtung des Bodens mit dem Kessel.
Auf der Zeichnung sind zwei Modificationen, welche jedoch im Princip nicht von einander
abweichen, dargestellt. Der Flantsch oder Rand r des Bodens ist mit zwei gröfseren Einschnitten
versehen, um ein Fest- und Losdrehen des Bodens zu ermöglichen. Eine ähnliche Verschraubung kann aueh am Deckel vorgenommen
werden.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:An Gasspritzen die Anwendung eines Säurebehälters aus Glas oder ähnlichem spröden Material, dessen Wandung nach dem Boden hin schwächer wird Und event, in der Nähe des Bodens mit Einschnürungen etc. versehen ist, welcher Behälter in einer Metallhülse untergebracht ist und beim Inbetriebsetzen des Apparates durch Druck zertrümmert wird.An Gasspritzen, wie unter i. angegeben, die Anordnung der Kurbel/, deren Nabe beim Gebrauch die Stopfbüchse bezw. einen sonstigen Dichtungsgegenstand nachzieht, wesentlich wie beschrieben.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10684C true DE10684C (de) |
Family
ID=287977
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT10684D Active DE10684C (de) | Neuerungen an Gasspritzen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10684C (de) |
-
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- DE DENDAT10684D patent/DE10684C/de active Active
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