DE104841C - - Google Patents

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DE104841C
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    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30—PRESSES
    • B30B—PRESSES IN GENERAL
    • B30B15/00—Details of, or accessories for, presses; Auxiliary measures in connection with pressing
    • B30B15/0052—Details of, or accessories for, presses; Auxiliary measures in connection with pressing for fluid driven presses

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Actuator (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Patentschrift
KLASSE 47»LMaschinenelemente.
E. KRUSE in BARMEN. Tauchkolben.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 5. Oktober 1898 ab.
Die Abdichtung der Prefskolben bei hydraulischen Pressen wird bei den bisher bekannt gewordenen Constructionen entweder durch eine Stopfbüchse oder durch eine in eine Ringnuth des Cylinders eingelegte Leder- oder Kautschukmanschette bewirkt.
Beide Dichtungsarten haben ihre Mangel und ihre Unannehmlichkeiten.
Bei der ersteren Methode müssen infolge der sehr starken Beanspruchung die Stopfbüchsenschrauben ganz erhebliche Dimensionen erhalten , und bei ungleichmä'fsigem Anziehen derselben tritt ein Klemmen des Kolbens ein, was ein Rissig- und Rauhwerden desselben zur Folge hat.
Im zweiten Falle ist die Auswechselung einer solchen Manschette, wenn sie z. B. schadhaft geworden, nur mit erheblichen Unkosten und Betriebsstörungen möglich, da hierzu bei der bisherigen Construction das völlige Herausnehmen des Kolbens erforderlich ist, was z. B. bei Appreturpressen mit Dampfplatten nur nach Herausnehmen der letzteren ausgeführt werden kann.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet nun eine solche Kolbenconstruction, die bei der letztgenannten Dichtungsart das Einlegen und Auswechseln einer solchen Manschette ohne gröfsere Störungen und Kosten ermöglicht und die im Wesentlichen darin besteht, dafs der Kolben zweitheilig ausgeführt ist und deshalb nur der kleinere, obere Theil desselben abgehoben zu werden braucht.
Auf beiliegender Zeichnung ist diese Einrichtung dargestellt. Es zeigt:
Fig. ι einen achsialen Schnitt durch Cylinder und Kolben, letzteren fertig zur Arbeit,
Fig. 2 einen Schnitt, wie- in Fig. 1, aber mit abgenommenem, oberem Kolbentheil,
Fig. 3 eine Draufsicht auf Fig. 1 nach Wegnahme des Prefstisches und
Fig. 4 eine Detailconstruction in gröfserem Mafsstabe.
Bei dem dargestellten Beispiel ist der Prefscylinder A in geeigneter Weise in dem einen Theil des betreffenden Maschinengestelles bildenden Rahmen B gelagert. Derselbe zeigt die bekannte Gestaltung und ist unterhalb seines oberen Randes in seiner Innenwandung mit der zur Aufnahme der Dichtungsmanschette C aus Leder oder Kautschuk bestimmten Ringnuth D versehen.
Der hohle Kolben besteht aber in neuer Weise aus zwei Theilen, einem unteren, meistens längeren Theil E und einem oberen, meistens kürzeren, derrPrefstisch F tragenden Aufsatzstück G. Diese Theile können mit Hülfe der zwischen Knaggen an den Innenwandungen beider Theile gehaltenen Traversen H und J und des Bolzens K fest mit einander verbunden werden und passen genau auf einander. Das Aufsatzstück G trägt einen angegossenen Ring L, der, sich auf die obere Fläche des Cylinders aufstützend, das Herabsinken des Kolbens bis auf den Boden des Cylinders hindert.
Die Längendimensionen der beiden Kolbentheile E und G sind dabei so gewählt, dafs der letztere G, wenn mit dem Ring L auf der oberen Cylinderfläche aufruhend, mit seiner
unteren Kante bis an den oberen Rand der Nuth D in der Cylinderwand, der. untere Theil E dagegen, wenn auf dem Boden des Cylinders aufstehend, bis an den unteren Rand jener Nuth reicht. Durch das Zusammenschrauben beider Theile wird dann der untere um die Höhe der Manschette emporgehoben.
Durch diese Einrichtung des Kolbens ist nun die Möglichkeit gegeben, die Manschette auswechseln zu können, ohne dafs ein Herausnehmen des ganzen Kolbens erforderlich wäre. Es ist nur nöthig, die Kolbentheile aus einander zu schrauben und den oberen Theil desselben mit dem Prefstisch wegzunehmen, was in allen Fällen ohne gröfsere Demontirungsarbeiten an der betreffenden Maschine selbst möglich ist. Der untere Kolbentheil sinkt dann von selbst so weit nach unten, dafs die Manschette frei liegt und ohne jede Mühe ausgewechselt werden kann.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Tauchkolben, aus zwei Theilen bestehend, dadurch gekennzeichnet, dafs deren Trennungsstelle so gewählt ist, dafs nach Entfernen des oberen Theiles die Dichtungsnuth zum Auswechseln der Dichtung frei wird, ohne dafs man den ganzen Kolben heben müfste, während beide Kolbentheile durch geeignete Verbindungsstücke zu einem einheitlichen, festen Ganzen, vereinigt werden können.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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