DE1045552B - Elektrisches Entladungsgefaess mit vom Atmosphaerendruck abweichendem innerem Gasdruck - Google Patents
Elektrisches Entladungsgefaess mit vom Atmosphaerendruck abweichendem innerem GasdruckInfo
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- H—ELECTRICITY
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Landscapes
- Gas-Filled Discharge Tubes (AREA)
Description
Der Gegenstand der Erfindung betrifft ein elektrisches Entladungsgefäß, in dem ein vom Atmosphärendruck
abweichender Gasdruck herrscht. Diese. Gefäße bestehen im allgemeinen aus Glas oder Keramik, in
denen, z. B. bei Verwendung als Überspannungsableiter, zur Bildung der Entladungsstrecke Elektroden
oder Elektrodenpaare angeordnet sind. Zur Halterung der Elektroden und zugleich zur Stromzuführung von
außen dienen Drähte oder Stäbe, die durch die Wandung des Gefäßes hindurch geführt und mit ihr in bekannter
Weise mittels Metallglasverschmelzung vakuumdicht verbunden sind.
Es zeigt sich aber, daß diese Verschmelzungen auf die Dauer nicht vakuumdicht bleiben. Es bilden sich an
oder in der Nähe der Drahtdurchführungen z. B. Haarrisse, durch die in das Gefäß Luft eindringt.
Auch durch zu hohe oder ungleichmäßig auftretende thermische Belastungen des Ableiters kommt es zur
Bildung von Glassprüngen. Durch diesen Lufteintritt wird aber der Gasdruck im Entladungsgefäß, der im
allgemeinen in der Größenordnung zwischen 20 bis 40 Torr liegt, unzulässig verändert. Der vorbestimmte
Wert der Ansprechspannung wird infolgedessen nicht nur in zunehmendem Maße beinflußt, sondern führt
zum völligen Unbrauchbarwerden des Ableiters, so daß er seine Schutzaufgabe nicht mehr erfüllen kann.
Es sind nun schon Entladungsgefäße bekanntgeworden, bei denen im Innern ein elastischer, mit Luft
atmosphärischen Druckes gefüllter Hohlkörper angeordnet ist, der sich infolge des im Gefäß herrschenden
niederen Gasdruckes ausgedehnt hat. Bei Druckanstieg durch Lufteintritt in das Entladungsgefäß zieht sich
der Hohlkörper wieder zusammen, wobei durch diese mechanische Bewegung elektrische Kontakte betätigt
werden, die die Entladungsstrecke des Ableiters kurzschließen. Naturgemäß können jedoch diese Hohlkörper
verhältnismäßig nur klein bemessen werden, da die Unterbringung im Entladungsgefäß räumlich
Schwierigkeiten bereitet, zumal die Funktion des Innenaufbaues nicht gestört werden darf. DieDehnungs-
bzw. Zusammenziehungsfähigkeit derartiger eingesetzter Hohlkörper ist daher allein nicht ausreichend,
die Kontakte zu betätigen. Diese sind ja in der Edelgasfüllung des Gefäßes untergebracht und müssen im
getrennten Zustand einen größeren Abstand voneinander haben, als die Entladungsstrecke des Ableiters.
Es sind deswegen lange Hebelarme vorgesehen worden, um den Kontakten die erforderliche Bewegungsweite
zu geben. Der Aufbau solcher Anordnungen innerhalb des Gefäßes aber wird dadurch schwierig
und umständlich.
Die Erfindung vermeidet die durch den Einbau zusätzlicher Teile in das Gefäß entstehenden Nachteile,
indem ein Teil der Gefäßwand selbst elastisch aus-Elektrisch.es Entladungsgefäß
mit vom Atmosphärendruck
abweichendem innerem Gasdruck
Anmelder:
Wickmann -Werke Aktiengesellschaft,
Witten-Annen, Annenstr. 113
Witten-Annen, Annenstr. 113
Dr.-Ing. Frank Arno Lenze
und Dipl.-Phys. Christian Gutzmer, Witten-Annen,
sind als Erfinder genannt woxden
sind als Erfinder genannt woxden
geführt wird. Zu diesem Zweck wird ein Teil der Gefäß wandung, vorzugsweise z. B. eine Stirnseite
eines Glasrohres, mit einer elastischen Membran oder Metallfolie verschlossen, die sich infolge des Druckunterschiedes
zwischen äußerer Atmosphäre und innerem Gasdruck im Verlauf des Pumpvorganges in das
Gefäßinnere durchbiegt. Bei eintretendem Druckausgleich führt die Membran eine rückläufige Bewegung
zur Einnahme der entspannten Lage durch. Diese Bewegung wird zum Betätigen einer mechanischen oder
elektrischen Anzeigevorrichtung benutzt. Auf diese Weise wird der durch Lufteintritt verminderte oder
gestörte Funktionszustand des Entladungsgefäßes sichtbar gemacht.
Die Anordnung der elastischen Membran als Teil der Gefäßwand ist vorteilhaft, da weder der Innenaufbau
des Ableiters räumlich eingeengt, noch die Funktion des Ableiters gestört oder beeinflußt wird.
Das Bewegungsvermögen der Membran, auf die die freie Atmosphäre direkt einwirkt, ist im Gegensatz
zum eingebauten Hohlkörper, dessen Leistung allein von seinem Volumen abhängig ist, ausreichend groß,
um die außerhalb des Gefäßes angeordneten Kontakte ohne Übersetzung bzw. Hebelarme zu betätigen.
An Hand der Zeichnung soll ein Beispiel der erfindungsgemäßen Anordnung erläutert werden. In Abb. 1
ist ein Entladungsgefäß 1, ζ. Β. aus Glas bestehend, dargestellt, bei dem an einer Seite in bekannter Weise
die Halte- und Zuführungsdrähte 2 eingeschmolzen sind, die im Innern des Gefäßes die Elektroden 3
tragen. Über das Pumpröhrchen 4 wird das Gefäß evakuiert. Am anderen Ende des Gefäßes ist ein
Metallring 5 durch Metallglasverschmelzung vakuum-
509 697/449·
dicht befestigt. Die Membran 6 schließt das Gefäß ab und ist mit dem Metallring z. B. durch Lotung verbunden.
Die Membran ist mit konzentrischen Wellen 7 versehen, wie aus Abb. 2 hervorgeht. Im Verlauf des
Auspumpeijs des Gefäßes nimmt die Membran infolge
des atmosphärischen Druckes die in Abb. 1 gezeichnete Form an. Bei eintretendem Druckausgleich führt
die Membran eine rückläufige Bewegung aus, durch die mittels des Stiftes 8 aus Metall oder Isolierstoff
eine mechanische oder, wie in der Zeichnung veranschaulicht ist, eine elektrische Kontakteinrichtung 9
betätigt wird. Die Kontakteinrichtung ist als Schließer ausgebildet und kann der Fernmeldung wie auch dem
Kurzschließen einer oder mehrerer Entladungsstrecken dienen. Es ist ebenso möglich, die Kontakteinrichtung
als öffner oder auch Umschalter auszubilden. Die Einrichtung ist in einer aus der Isolierscheibe 10 und
der Metallhaube 11 bestehenden Kappe untergebracht. Durch die Öffnungen 12 steht die Membran mit der
Atmosphäre in Verbindung.
Durch besondere Formgebung kann die Bewegungsstrecke der Membran auch vergrößert werden. Wie in
Abb. 3 gezeigt, weist die Membran bereits bei fehlendem Druckunterschied eine einseitige Durchbiegung 22
auf, so daß sie bei einer Steigerung des Druckunterschiedes auf den beiden Seiten sich nicht kontinuierlich
durchbiegt, sondern erst bei Erreichen eines bestimmten kritischen Wertes sprunghaft die Lage 23
einnimmt. Bei entsprechendem Druckausgleich schnellt die Membran in die Ausgangsform zurück. Die Bewegungsstrecke
der Membran ist damit gegenüber der Ausführung nach Abb. 2 vergrößert worden.
Die Ausbildung des sich bewegenden Teiles ist jedoch nicht auf eine Membran oder Folie beschränkt.
Mit gleicher Wirkung läßt sich z. B. eine hohle Glasspirale oder auch eine Bourdonfeder am oder im Entladungsgefäß
anordnen, deren Hohlräume mit dem Gefäßinnern in Verbindung stehen.
Der Erfindungsgedanke ist noch mannigfacher Abwandlung
fähig, z. B. indem mehrere Teile mechanisehe Bewegungen ausführen oder mehrere Kontakte
betätigt werden.
Claims (10)
1. Elektrisches Entladungsgefäß mit vom Atmosphärendruck abweichendem innerem Gasdruck,
dadurch gekennzeichnet, daß im Falle einer beabsichtigten oder unbeabsichtigten Druckänderung
im Innern des Entladungsgefäßes ein Teil der Gefäßwandung eine mechanische Bewegung
ausführt.
2. Elektrisches Entladungsgefäß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das sich bewegende
Teil eine mechanische Anzeigevorrichtung betätigt.
3. Elektrisches Entladungsgefäß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das sich bewegende
Teil einen elektrischen Kontakt betätigt, der als Schließer, öffner oder Umschalter ausgebildet ist.
4. Elektrisches Entladungsgefäß nach Anspruch 1
bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der elektrische Kontakt zur Signalisierung oder/und zur Veränderung
der elektrischen Eigenschaften des Entladungsgefäßes dient.
5. Elektrisches Entladungsgefäß nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der elektrische
Kontakt eine oder mehrere Entladungsstrecken kurzschließt.
6. Elektrisches Entladungsgefäß nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das sich bewegende
Teil als elastische Abschlußmembran eines zylindrischen Entladungsgefäßes ausgebildet
ist.
7. Elektrisches Entladungsgefäß nach Anspruch 1
bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das sich bewegende Teil als Bourdonfeder ausgebildet ist.
8. Elektrisches Entladungsgefäß nach Anspruch 1
bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das sich bewegende Teil als hohle Glasspirale ausgebildet ist.
9. Elektrisches Entladungsgefäß nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das sich bewegende
Teil von den stromführenden Teilen elektrisch isoliert oder selbst aus einem elektrisch
isolierenden Stoff hergestellt ist.
10. Elektrisches Entladungsgefäß nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das
sich bewegende Teil stromführend ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Schweizerische Patentschrift Nr. 257 232.
Schweizerische Patentschrift Nr. 257 232.
In Betracht gezogene ältere Patente:
Deutsche Patente Nr. 1 019 767, 1 024 643.
Deutsche Patente Nr. 1 019 767, 1 024 643.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 8oa 6W/449111.5a
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW19763A DE1045552B (de) | 1956-09-15 | 1956-09-15 | Elektrisches Entladungsgefaess mit vom Atmosphaerendruck abweichendem innerem Gasdruck |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEW19763A DE1045552B (de) | 1956-09-15 | 1956-09-15 | Elektrisches Entladungsgefaess mit vom Atmosphaerendruck abweichendem innerem Gasdruck |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1045552B true DE1045552B (de) | 1958-12-04 |
Family
ID=7596585
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DEW19763A Pending DE1045552B (de) | 1956-09-15 | 1956-09-15 | Elektrisches Entladungsgefaess mit vom Atmosphaerendruck abweichendem innerem Gasdruck |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1045552B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1093913B (de) * | 1959-09-26 | 1960-12-01 | Werner Kluge Dr Ing | Gasentladungsroehre zur Anzeige der Druckaenderung im Innern der Roehre |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH257232A (de) * | 1945-08-02 | 1948-09-30 | Oerlikon Buehrle Ag | Elektronische Vorrichtung zur Umwandlung einer mechanischen Grösse in eine elektrische Grösse. |
| DE1019767B (de) * | 1954-11-23 | 1957-11-21 | Werner Kluge Dr Ing | Entladungsgefaess mit hohlen, gasgefuellten, metallischen Elektroden und mit diesen in Verbindung stehenden hohlen, gasgefuellten, metallischen Elektrodenzufuehrungen |
| DE1024643B (de) * | 1956-08-09 | 1958-02-20 | Werner Kluge Dr Ing | Gasentladungsroehre zur Anzeige der Druckaenderung im Innern der Roehre |
-
1956
- 1956-09-15 DE DEW19763A patent/DE1045552B/de active Pending
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH257232A (de) * | 1945-08-02 | 1948-09-30 | Oerlikon Buehrle Ag | Elektronische Vorrichtung zur Umwandlung einer mechanischen Grösse in eine elektrische Grösse. |
| DE1019767B (de) * | 1954-11-23 | 1957-11-21 | Werner Kluge Dr Ing | Entladungsgefaess mit hohlen, gasgefuellten, metallischen Elektroden und mit diesen in Verbindung stehenden hohlen, gasgefuellten, metallischen Elektrodenzufuehrungen |
| DE1024643B (de) * | 1956-08-09 | 1958-02-20 | Werner Kluge Dr Ing | Gasentladungsroehre zur Anzeige der Druckaenderung im Innern der Roehre |
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|---|---|---|---|---|
| DE1093913B (de) * | 1959-09-26 | 1960-12-01 | Werner Kluge Dr Ing | Gasentladungsroehre zur Anzeige der Druckaenderung im Innern der Roehre |
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