DE1036601B - Einrichtung zur selbsttaetigen Regelung der Glimmentladung in Entladungsgefaessen fuer technische Prozesse, beispielsweise zur Oberflaechenbehandlung von Werkstuecken - Google Patents

Einrichtung zur selbsttaetigen Regelung der Glimmentladung in Entladungsgefaessen fuer technische Prozesse, beispielsweise zur Oberflaechenbehandlung von Werkstuecken

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DE1036601B
DE1036601B DED23083A DED0023083A DE1036601B DE 1036601 B DE1036601 B DE 1036601B DE D23083 A DED23083 A DE D23083A DE D0023083 A DED0023083 A DE D0023083A DE 1036601 B DE1036601 B DE 1036601B
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Dr-Ing Helmut Knueppel
Dipl-Phys Klaus Foerster
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Dortmund Hoerder Huettenunion AG
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Dortmund Hoerder Huettenunion AG
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J37/00Discharge tubes with provision for introducing objects or material to be exposed to the discharge, e.g. for the purpose of examination or processing thereof
    • H01J37/32Gas-filled discharge tubes
    • H01J37/32009Arrangements for generation of plasma specially adapted for examination or treatment of objects, e.g. plasma sources
    • H01J37/32018Glow discharge
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J19/00Chemical, physical or physico-chemical processes in general; Their relevant apparatus
    • B01J19/08Processes employing the direct application of electric or wave energy, or particle radiation; Apparatus therefor
    • B01J19/087Processes employing the direct application of electric or wave energy, or particle radiation; Apparatus therefor employing electric or magnetic energy
    • B01J19/088Processes employing the direct application of electric or wave energy, or particle radiation; Apparatus therefor employing electric or magnetic energy giving rise to electric discharges
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23CCOATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
    • C23C8/00Solid state diffusion of only non-metal elements into metallic material surfaces; Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive gas, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals
    • C23C8/06Solid state diffusion of only non-metal elements into metallic material surfaces; Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive gas, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals using gases
    • C23C8/36Solid state diffusion of only non-metal elements into metallic material surfaces; Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive gas, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals using gases using ionised gases, e.g. ionitriding

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Description

  • Einrichtung zur selbsttätigen Regelung der Glimmentladung in Entladungsgefäßen für technische Prozesse, beispielsweise zur Oberflächenbehandlung von Werkstücken Bei der praktischen Verwendung von Glimmentladungen in einem evakuierten Entladungsgefäß, beispielsweise bei der Oberflächenbehandlung von in das Gefäß eingebrachten Körpern, ferner auch bei gewissen Formen der Kathodenzerstäubung ist es wichtig, die Ausdehnung der Glimmhaut innerhalb gewisser Grenzen zu halten. Da die Größe und Verteilung der Glimmhaut eine Funktion des Gasdruckes im Entladungsgefäß ist, könnte man deshalb Regler vorsehen, welche den Gasdruck im Gefäß ganz oder nahezu konstant halten. Diese Maßnahme würde indessen nicht ausreichend sein, weil die Ausdehnung und Größe der Glimmhaut nicht nur vom Druck, sondern auch von anderen Einflüssen abhängt, beispielsweise von der Elektrodentemperatur und dem durch das Gefäß fließenden Strom. Schwankungen dieser Größen äußern sich in Anderungen der Ausbreitung der Glimmhaut auch dann, wenn der Gasdruck konstant gehalten werden würde. Man muß deshalb die Entladung fortwährend beobachten und, wenn die Glimmhaut sich unzulässig stark ändert, den Druck neu einstellen. Das ist schwierig und unbequem und überdies nicht zuverlässig, da die Güte der Regelung von menschlicher Aufmerksamkeit abhängt.
  • Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, die Änderungen in der Ausbreitung der Glimmhaut unmittelbar selbst als steuernde Größe zu benutzen.
  • Gemäß der Erfindung wird in dem Entladungsgefäß eine elektrische Sonde im Plasma der Glimmhaut angeordnet, deren Potentialänderungen bei Änderungen in der Ausdehnung der Glimmhaut zur Steuerung des Gasdruckes im Entladungsgefäß in solchem Sinne dienen, daß der Druck bei zunehmender Ausdehnung der Glimmhaut vergrößert und bei abnehmender Ausdehnung verkleinert wird. Die Sonde taucht deshalb an geeigneter Stelle in die Entladung, z. B. in das negative Glimmlicht nahe der Kathode oder auch in die positive Säule. Diese selbsttätigen Druckänderungen wirken somit den Änderungen in der Ausdehnung der Glimmhaut entgegen und halten sie in engen Grenzen oder machen sie, wenn die Regelung genügend empfindlich gestaltet wird, praktisch zu Null.
  • Zur Steuerung des Gasdruickes kann man in der vom Entladungsgefäß zur Pumpe führenden Leitung ein Ventil anordnen, welches durch das Sondenpotential (vorteilhaft über einen Verstärker oder ein Relais oder beides) geöffnet und geschlossen wird. Zugleich ist dann das Entladungsgefäß mit einem Gaseinlaß versehen, durch den über eine Drosselstelle fortwährend Gas eintritt. Die Drosselung ist so bemessen, daß die in der Zeiteinheit eintretende Gasmenge kleiner ist als die bei offenem Ventil in der Zeiteinheit abgesaugte Gasmenge.
  • Umgekehrt kann man die Anordnung auch so treffen, daß aus dem Entladungsgefäß ständig Gas über eine Drosselstelle abgesaugt wird, während ein vom Sondenpotential gesteuertes Ventil in der Gaseinlaßleitung liegt. Die Drosselstelle in der Saugleitung ist dann so groß gewählt, daß die in der Zeiteinheit abgesaugte Gasmenge kleiner ist als die durch den Gaseinlaß bei offenem Ventil zuströmende Menge.
  • Die beiden obenerwähnten Arten der Steuerung haben den Vorteil großer Einfachheit und geringen Aufwandes im Aufbau der Anlage. Dafür ist jedoch der Gasverbrauch verhältnismäßig groß. Der Verbrauch an Gas kann aber wesentlich herabgesetzt werden, wenn man Ventile, die durch das Sondenpotential gesteuert werden, sowohl in der Saugleitung als auch in der Gaseinlaßleitung vorsieht. Zieht sich die Glimmhaut zurück, so wird das Ventil in der Saugleitung geöffnet, dehnt sie sich aus, so öffnet sich das Ventil im Einlaß. Dabei kann man so verfahren, daß das Saugventil erst öffnet, wenn die Glimmhaut eine Ausdehnung angenommen hat, die kleiner ist als die Ausdehnung, bei der das Einlaßventil öffnet. Man läßt also bewußt einen gewissen, vorteilhaft engen Bereich zu, innerhalb dessen sich die Glimmhaut verändern kann, ohne daß die Steuerung im einen oder anderen Sinn anspricht, mit dem Vorteil, daß die Steuerungs- und Schaltorgane sich nicht in fortwährender Bewegung befinden, sondern nur dann in Tätigkeit treten, wenn die zulässigen Grenzen in der Ausdehnung der Glimmhaut über schritten oder unterschritten werden.
  • Es ist zweckmäßig, die Steuerung so zu gestalten, daß sie nicht kontinuierlich arbeitet, sondern die Ventile stets nur entweder voll öffnet oder voll schließt.
  • Dies kann in einfacher Weise dadurch erreicht werden. daß man zwischen der Sonde und einem ihr nachgeschalteten Elektronenverstärker eine Glimmstrecke mit in Reihe dazu geschaltetem Widerstand anordnet, wobei das Potential, das sich zwischen Glimmstrecke und Widerstand einstellt, am Gitter des R erstärkers liegt. Die verlangte augenblickliche L'mschaltung der Ventile kommt dann dadurch zustande. daß die (;limmstrecke heim Wachsen des Sondenpotentials bei einer bestimmten Spannung zündet. Zweckmäßig wird eine Glimmstrecke gewählt, hei der Zündspai'nung und Löschspannung nabe beieinander liegen.
  • Die Zeichnung veranschaulicht einige Ausführungsbeispiele der Erfindung, und zwar zeigt Fig. t einen Längsschnitt durch einen als Entladungsgefäß dienenden Rohrofen, Fig. 2 ein Schema einer Anlage mit Steuerung der abgesaugten Gasmenge, Fig. 3 ein Schema einer Anlage mit Steuerung der zugeführten Gasmenge Fig. 4 ein Schema einer Anlage mit Steuerung der ahgesaugten und der zugeführten Gasmenge und Fig. 5 eine zur Steuerung der Ventile geeignet Schaltung.
  • Der Rohrofen nach Fig. 1 dient zur Behandlung eines Werlistüclies 10 unter hoher Temperatur und niedrigem Druck. Zur Beheizung dient eine Glimmentladung, die in dem evakuierten Ofen lireniit. Der Ofen besteht aus einem äußeren klantel 11 mit einer Auskleidung 12 aus wärmeisolierendem Stoff und einer inneren Kammer 13 mit zylindrischer Wandung 14, die das Werkstück 10 aufnimmt. An den Enden ist der Niantel 11 durch Platten 15 und 16 geschlossen.
  • Die Kammer 13 ist nach Entfernung eines Deckels 17 von außen zugänglich.
  • In einem Ringraum 18 außerhalb der Wandung 14 I)efindet sich eine gegen die Wandung 14 isolierte zylindrische Anode 19, die über eine Durchführung 20 durch eine Leitung 21 an die positive Klemme einer Gleichstromquelle 22 angeschlossen ist. Die Kathode wird von der Wandung 14 der Kammer 13 gebildet, so daß die Entladung im Ringraum 23 brennt. Die Wandung 14 ist über die Gehäuseteile des Ofens durch eine Leitung 24 mit der negativen Klemme der Stromquelle 22 leitend verbunden. Durch einen Stutzen 25 kann Gas in den Ringraum 18 eingelassen werden.
  • Uher einen Stutzen 26 wird Gas abgesaugt.
  • Nahe der eigentlichen Entladungszone, die vom Ringraum 23 gebildet wird, befindet sich im Ringraum 18 eine elektrische Sonde 27, die an eine Durchführung 28 angeschlossen ist. Brennt die Entladung ausschließlich im Ringraum 23, so liegt die Sonde außerhalb der Entladungszone und hat eine relativ kleine Spannung gegen die Kathode. Breitet sich die Entladung aus, so taucht die Sonde in das negative Gliminlicht, so daß die Spannung zunimmt. Die Zunahme wird dazu benutzt, über den Druck im Entladungsraum Änderungen in der Ausbreitung der Glimmhaut zu begegnen, wie im einzelnen weiter unten erläutert werden wird.
  • In Fig. 2 ist das Entladungsgefäß 11 mit Anode 19, Kathode 14 und Sonde 27 schematisch gezeichnet. Die Gleichstromquelle 22 ist mit der Anode 19 direkt und mit der Kathode 14 über Erde verbunden. Neben dinge, wie Schutzdrosseln, Schalter u. dgl., sind fortgelassen. Zwischen der Sonde 27 und Erde liegt ein Ableitwiderstand 29 parallel zum Eingang eines Verstärkers 30, dessen Ausgangsstrom zur Steuerung eines Relais 31 dient. Das Relais seinerseits schaltet einen elektromagnetischen Antrieli 32 für ein Ventil 33 in einer Saugleitung 34. durch die mittels einer Pumpe 35 Gas aus dem Entladungsgefäß 11 abgesaugt wird. Ein Gasbehälter36 steht über eine Gasdrossel 37 durch eine Speiseleitung 38 mit dem Entladungsgefäß in Verhindung. Der Gasbehälter36 wird aus einem Hauptbellälter 39 über einen Druckregler 40 gespeist, der den Druck ini Behälter 36 wenigstens ein.igerllaaßen koiistaiit hält. Die Drossel 37 ist so eingestellt, daß die bei offenem Ventil 33 pro Zeiteinheit abgesaugte Gasmenge stets größer ist als die pro Zeiteinheit durch die Leitung 38 zuströmende Gasmenge.
  • STimmt die Glimmhaut, gleichgültig aus welchen Griinden, an Ausdehnung zu, so steigen das Sondenpotential und die Spannung am Widerstand 29, die damit über den Verstärker 30 das Relais 31 und den Antrieb 32 das Ventil 33 schließt. Dadurch wird die Förderung der Pumpe 35 unterbrochen, während nach wie vor Gas durch die Gasdrossel 37 in das Gefäß 11 einströmt. Infolgedessen steigt der Druck, so daß die Ausdehnung der Glimmhaut wieder abnimmt.
  • Damit sinkt das Sondenpotential. bis schließlich das Ventil 33 wieder geöffnet wird, mit der Folge. daß der Druck im Behälter erneut vermindert wird. Die Glimmhaut nimmt dadurch an Ausdehnung zu, liis das Sondenpotential so groß wird, daß wieder Schließung des Ventils 33 eintritt und der Regelzyklus sich wiederholt. Auf diese Weise wird die Ausdehnung der Glimmhaut nach oben und unten hegrenzt. Durch geeignete Regelsteilheit kann man erreichen, daß die Grenzen nahe beieinander liegen.
  • Bei der Anordnung nach Fig. 3 wird der Gasdruck nicht durch Steuerung der abgesaugten wiege. sondern dadurch geregelt, daß in der Speiseleitung 38 ein mit Antrieb 41 versehenes Ventil 42 angeordnet ist.
  • Zur Steuerung des Antriebes 41 dient wieder die am Widerstand 29 der Sonde 27 liegende Spannung über den Verstärker 30 und das Relais 31. In der Saugleitung 34, die die Pumpe 35 mit dem Gefäß 11 verbildet, und in der Speiseleitung 38 liegen Gasdrosseln 43 und 44, die so eingestellt werden, daß die bei offenem Ventil 42 in der Zeiteinheit zuströmende Gasmenge stets größer ist als die in der Zeiteinheit von der Pumpe 35 abgesaugte Gasmenge. Die Regelung arbeitet in der Weise, daß das Ventil 42 selbsttätig geöffnet wird, wenn sich die Glimmhaut über eine obere Grenze hinaus ausdehnt, und sich wieder schließt, wenn die Glimmhaut sich zurückgezogen hat.
  • Dabei steigt der Gasdruck bei offenem Ventil 42, während er bei geschlossenem Ventil sinkt.
  • Bei der Anordnung nach Fig. 4 ist je ein Steuerventil 45 und 46 in der Saugleitung 34 und in der Speiseleitung 38 vorgesehen. Ein Verstärker 47 steuert nach Maßgabe der Spannung am Ableitwiderstand 29 der Sonde 27 die Relais 48 und 49, die die Antriebe 50 und 51 der Ventile 45 und 46 betätigen. Die ein zelnen Steuerelemente sind so abgestimmt, daß das Ventil 45 liei geschlossenem Ventil 46 selbsttätig geöffnet wird. wenn die Ausdehnung der Glimmhaut eine zulässige obere Grenze unterschreitet, während umgekehrt bei geschlossenem Ventil 45 das Ventil 46 geöffnet wird, wenn die Ausbreitung der Glimmhaut eine zulässige obere Grenze überschreitet. Die Anlage nach Fig. 4 erfordert zwar größeren Aufwand, hat aber den Vorteil geringeren Gasverbrauchs.
  • Der Zweck der Schaltung nach Fig. 5 ist, die Relais und Ventile jeweils so zu steuern, daß die Ventile stets vollkommen öffnen oder vollkommen schließen.
  • Dies wird durch die Anordnung einer Glimmstrecke 52 zwischen der Sonde 27 und dem Ableitwiderstand 29 erreicht. Das Potential an dem nicht geerdeten Ende des Widerstandes 29 liegt am Steuergitter 53 einer Verstärkerröhre 54 mit Kathodenwiderstand 55 und Spannungsquelle 56 zur Steuerung eines der bereits erwähnten Relais, beispielsweise des Relais 31 nach Fig. 2. Steigt das Potential der Sonde 27 über die Zündspannung der Glimmstrecke52, so wird das Potential des Gitters 53 plötzlich erhöht, und das Relais 31 spricht an. Fällt das Sondenpotential unter die Löschspannung der Glimmstrecke, so fällt das Potential des Steuergitters 53 plötzlich auf Null, und das Relais 31 fällt ah. Zweckmäßig wird eine Glimmstrecke verwendet, bei der Zündspannung und Löschspannung nahe beieinander liegen.
  • Es ist grundsätzlich gleichgültig, an welcher Stelle im Entladungsraum die Sonde 27 angeordnet wird, sofern man nur eine Stelle wählt, an der das Sondenpotential sich entsprechend der Ausbreitung der Glimmhaut ändert. Es ist also nicht erforderlich, daß die Sonde in das negative Glimmlicht taucht. Vielmehr genügt es beispielsweise auch, die Sonde in die positive Säule tauchen zu lassen.
  • Der in Fig. 2 gezeichnete Regler 40, durch den der Druck im Gasbehälter 36 konstant gehalten wird, kann auch bei den übrigen gezeichneten Anlagen verwendet werden. Er soll verhindern. daß der Druck im Entladungsgefäß heim Einströmen des Gases übermäßig stark ansteigt. da ene Glimmentladung gegen f'berschreitung des Solldruckes verhältnismäßig empfindlich ist.
  • PATENTANSPR f CHE 1. Einrichtung zur sellesttätigen Regelung der Glimmentladung in Entladungsgefäßen für technische Prozesse, beispielsweise zur Oberflächenl>ebandlung von Werkstücken, durch Steuerung des Gasdruckes, gekennzeichnet durch eine im Plasma der Glimmhaut angeordnete elektrische Sonde, deren Potentialänderungen bei Änderungen in der Ausdehnung der Glimmhaut zur Steuerung des Gasdruckes im Entladungsgefäß in solchem Sinne dienen, daß der Druck bei zunehmender Ausdehnung der Glimmhaut vergrößert und bei ahnehmender Ausdehnung verkleinert wird.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung nach Anspruch 1. dadurch gekemizeichnet, daß die Sonde derart angeordnet ist, daß sie bei Übersdreitung der zulässigen Ausdehnung der Glimmhaut in das negative Glimmlicht der Entladung taucht.
    3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sonde derart angeordnet ist, daß sie bei Überschreitung der zulässigen Ausdehnung der Glimmhaut in die positive Säule der Entladung taucht.
    4. Einfichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine an das Gefäß angeschlossene Saugleitung mit einem durch das Sondenpotential gesteuerten Ventil und eine Gaseinlaßleitung, die derart gedrosselt ist, daß die in der Zeiteinheit eintretende Gasmenge kleiner ist als die bei offenem Ventil in der Zeiteinheit abgesaugte Gasmenge.
    5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine an das Gefäß angeschlossene Gaseinlaßleitung mit einem durch das Sondenpotential gesteuerten Ventil und eine Saugleitung. die derart gedrosselt ist, daß die in der Zeiteinheit abgesaugte Gasmenge kleiner ist als die bei offenem Ventil in der Zeiteinheit einströmende Gasmenge.
    6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine ventilgesteuerte Saugleitung und eine ventilgesteuerte Gaseinlaßleitung mit dem Gefäß verbunden sind, deren Ventile durch das Sondenpotential derart gesteuert werden, daß das Ventil in der Saugleitung geöffnet wird. wenn die Ausdehnung der Glimmhaut abnimmt, während das Ventil in der Gaseinlaßleitung geöffnet wird, wenn die Ausdehnung der Glimmhaut zunimmt.
    7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung so abgestimmt ist, daß das Ventil in der Saugleitung erst öffnet, wenn die Glimmhaut sich auf eine Ausdehnung zurückgezogen hat, die kleiner ist als die Ausdehnung, bei der das Einlaßventil öffnet.
    8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Gasvorratsbehälter, den die Gaseinlaßleitung mit dem Gefäß verbindet, mit einer auf annähernd konstanten Behälterdruck regelnden Vorrichtung versehen ist.
    9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, gekennzeichnet durch ein von dem Sondenpotential gesteuertes Schaltorgan für die Ventile, das voll anspricht. wenn das Sondenpotential durch einen bestimmten Wert geht.
    10. Vorrichtung nach Anspruch 9. gekennzeichnet durch eine im Stromkreis der Sonde liegende Glimmstrecke mit Reihenwiderstand und einen Verstärker, der durch die bei Zündung und Löschung der Glimmstrecke im Sondenstromkreis entstehenden Stromänderungen gesteuert wird und seinerseits die Ventile betätigt.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2297927A1 (fr) * 1975-01-17 1976-08-13 Anvar Perfectionnements aux
FR2386227A1 (fr) * 1977-03-28 1978-10-27 Mitsubishi Electric Corp Appareil de chauffage a decharge luminescente
DE3611492A1 (de) * 1986-04-05 1987-10-22 Leybold Heraeus Gmbh & Co Kg Verfahren und vorrichtung zum beschichten von werkzeugen fuer die zerspanungs- und umformtechnik mit hartstoffschichten

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