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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erhöhung der
Schneidhärte
eines Formkörpers enthaltend
ein kristallines Alumosilikat und chemische Syntheseverfahren in
Gegenwart eines kristallinen Alumosilikat-Katalysators, hierunter
insbesondere ein Verfahren zur Herstellung von Triethylendiamin
(TEDA) durch Umsetzung von Ethylendiamin (EDA) und/oder Piperazin
(PIP).
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Chemische
und physikalische Eigenschaften von kristallinen Alumosilikaten
(Zeolithen) sind z.B. allgemein beschrieben in Ullmann's Encyclopedia of
Industrial Chemistry, 6th Ed., 2000 Electronic
Release, Kap. 3.2 (dort auch Verweis auf Ref. [46]). In Kap. 8.3.2.
wird die Möglichkeit
erwähnt,
in Alumosilikaten durch ,Steaming' bei ca. 600°C das Aluminium abzureichern.
Vgl. auch Kap. 7.6.
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Die
Dealuminierung von Alumosilikaten durch ,Steaming' ist auch aus Ullmann's Encyclopedia of
Industrial Chemistry, 6th Ed., 2000 Electronic
Release, Kap. 6.3.2, und J. Weitkamp et al. (Eds.), Catalysis and Zeolites,
Fundamentals and Applications, Kap. 3.3.3.3 (S. 142–144), Springer
Verlag, und Studies in Surface Science and Catalysis, Vol. 51, „New solid
acids and bases",
Seite 152, Elsevier 1989, bekannt.
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Aus
G.W. Huber et al., Studies in Surface Science and Catalysis, Vol.
139 (2001), Seiten 423–430, (table
4, Seite 427), ist bekannt, dass die BET-Oberfläche von mikroporösem Silica
(SiO2) nach Behandlung mit Wasserdampf deutlich
abnimmt und der durchschnittliche Porendurchmesser größer wird.
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EP-A1-130 407 (Nitto)
betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Dimethylamin (DMA) aus
Ammoniak und Methanol unter Verwendung von bestimmten Zeolith-Katalysatoren, ausgewählt aus
Mordenit, Clinoptilolit und Erionit, die zuvor bei 250 bis 700°C mit Wasserdampf,
bevorzugt für
eine Dauer von 10 bis 30 Stunden, kontaktiert wurden. Verfahrensgemäß wird die
Katalysatoraktivität
und Selektivität
der Reaktion zugunsten von DMA und zuungunsten von Mono- und Trimethylamin
erhöht.
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EP-A1-1 192 993 (Tosoh
Corp.) betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Katalysator-Formkörpern durch
Mischen von bestimmten Mengen an amorphem Silica mit einer mittleren
Partikelgröße von 6
bis 60 nm mit einem kristallinen Alumosilikat, das ein SiO
2/Al
2O
3 – Molverhältnis von
mindestens 12 aufweist, und anschließender Formgebung in einer
,molding machine'.
Die so hergestellten Formkörper
sollen sich durch eine Härte
von mindestens 1 kg ausweisen.
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JP-B-313 20 61 (Tosoh
Corp.) beschreibt das Sintern von Alumosilikat-Katalysatorformkörpern bei 500 bis 950°C und mindestens
einer Stunde, z.B. 4 Stunden gemäß Katalysatorbeispiel
1, in einer Wasserdampf-Atmosphäre
zur Erhöhung
der Selektivität
bei der Herstellung von Triethylendiaminen und Piperazinen.
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Triethylendiamin
(TEDA = DABCO® =
1,4-Diazabicyclo-[2,2,2]-octan) ist ein wichtiges Zwischen- und Endprodukt
und findet unter anderem Verwendung bei der Herstellung von Pharmazeutika
und Kunststoffen, insbesondere als Katalysator bei der Herstellung
von Polyurethanen.
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Zur
Herstellung von TEDA existiert eine große Zahl verschiedener Syntheseverfahren,
die sich hauptsächlich
in der Wahl der Edukte und der eingesetzten Katalysatoren unterscheiden:
Siehe z.B.
EP-A1-382
055 , WO 01/02404,
EP-A1-1
215 211 und WO 03/004499.
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EP-A1-842 936 (Äquivalent:
US-A-5,741,906 )
(Air Products) beschreibt die Herstellung von TEDA an ZSM-5-Zeolithen,
die mit einem Chelatisierungsagens vorbehandelt wurden. Diese Vorbehandlung
kann mit ,Steaming' kombiniert
werden (Seite 4, 1. Zeile).
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Für eine weitere Übersicht
zum Stand der Technik zur TEDA-Herstellung siehe z.B.
EP-A1-1 215 211 (BASF AG).
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Der
vorliegenden Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes
Verfahren zur Erhöhung
der Schneidhärte
eines Formkörpers
enthaltend ein kristallines Alumosilikat zur Verwendung als Katalysator
in bekannten zeolithkatalysierten Reaktionen, insbesondere zur Verwendung
als Katalysator in einem Verfahren zur Herstellung von Triethylendiamin
(TEDA) durch Umsetzung von Ethylendiamin (EDA) und/oder Piperazin (PIP),
aufzufinden, das einfach durchzuführen ist, und eine gegenüber dem
Stand der Technik erhöhte
Katalysatorstandzeit und Katalysatorstabilität bewirkt. Gleichzeitig soll
durch das Verfahren keine Desaktivierung des Katalysators eintreten
und auch die Selektivität
in der jeweiligen zeolithkatalysierten Reaktionen, insbesondere
die Selektivität
bezüglich
TEDA im o.g. Verfahren zur Herstellung von TEDA, nicht beeinträchtigt werden.
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Die
Schneidhärte
eines Katalysatorformkörpers
ist ein Maß für dessen
mechanische Stabilität.
Für industrielle
Anwendungen in den bekannten zeolithkatalysierten Reaktionen, darunter
in dem o.g. Verfahren zur Herstellung von TEDA, ist es im allgemeinen
wünschenswert,
dass die Katalysatorformkörper
eine Schneidhärte
von minimal 9,8 N (entsprechend 1,0 kg), bevorzugt > 10 N, insbesondere > 20 N, besitzen.
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Demgemäß wurde
ein Verfahren zur Erhöhung
der Schneidhärte
eines Formkörpers
enthaltend ein kristallines Alumosilikat gefunden, welches dadurch
gekennzeichnet ist, dass der Formkörper mit einem Gas enthaltend
Wasserdampf bei einer Temperatur von 100 bis 600°C und einem Absolutdruck von
0,1 bis 10 bar über
einen Zeitraum von mindestens 20 Stunden behandelt wird.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
ermöglicht
es erstmals, die mechanischen Eigenschaften eines Katalysatorformkörpers, insbesondere
nach der Kalzination, zu verbessern und die Schneidhärten um
mindestens 20 %, insbesondere mindestens 50 %, zu erhöhen.
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Die
erfindungsgemäße Behandlung
des Formkörpers
erfolgt bevorzugt über
einen Zeitraum von mindestens 50 Stunden, besonders bevorzugt mindestens
100 Stunden.
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Bevorzugt
erfolgt die erfindungsgemäße Behandlung
des Formkörpers
kontinuierlich mit einer WHSV (weight hourly space velocity) von
0,05 bis 5 g, insbesondere 0,1 bis 1 g, Wasserdampf pro Gramm Formkörper und
pro Stunde (gWasserdampf/(gFormkörper·h)). Die
erfindungsgemäße Behandlung
des Formkörpers
erfolgt bevorzugt bei Temperaturen von 200 bis 450°C, insbesondere
300 bis 400°C.
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Bevorzugt
erfolgt die erfindungsgemäße Behandlung
des Formkörpers
bei einem Absolutdruck von 0,1 bis 5 bar, insbesondere von 0,1 bis
2 bar.
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Vorteilhafterweise
ist der Formkörper
bei der Behandlung mit Wasserdampf fest angeordnet (Festbett), z.B.
in einem Rohrreaktor.
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Bevorzugt
weist das kristalline Alumosilikat im Formkörper ein SiO2/Al2O3-Molverhältnis von
größer 10 :
1, besonders bevorzugt größer 50 :
1, insbesondere größer 100
: 1, ganz besonders größer 200
: 1, ganz besonders bevorzugt größer 400
1, auf. Die Obergrenze des SiO2/Al2O3 – Molverhältnisses
liegt jeweils im allgemeinen bei 2400 : 1, insbesondere bei 2000
: 1, ganz besonders bei 1200 : 1.
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Die
kristallinen Alumosilikate sind durch dem Fachmann bekannte Verfahren
herstellbar und/oder kommerziell im Handel erhältlich.
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Als
verfestigende Formgebungsprozesse für die erfindungsgemäß einzusetzenden
kristallinen Alumosilikate können
im Prinzip alle Methoden zur Erlangung einer entsprechenden Formung
verwendet werden. Bevorzugt werden Verfahren, bei denen die Formgebung
durch Extrusion in üblichen
Extrudern, beispielsweise zu Strängen
mit einem Durchmesser von üblicherweise
1 bis 10 mm, insbesondere 2 bis 5 mm, erfolgt. Werden Bindemittel
und/oder Hilfsmittel benötigt,
ist der Extrusion zweckmäßigerweise
ein Mischungs- oder Knetprozess vorgeschaltet. In der Regel erfolgt
nach der Extrusion noch ein Kalzinierungsschritt. Die erhaltenen Stränge werden
gewünschtenfalls
zerkleinert, vorzugsweise zu Granulat oder Splitt mit einem Partikeldurchmesser
von 0,5 bis 5 mm, insbesondere 0,5 bis 2 mm. Dieses Granulat oder
dieser Splitt und auch auf anderem Wege erzeugte Katalysatorformkörper enthalten
praktisch keine feinkörnigeren
Anteile als solche mit 0,5 mm Mindestpartikeldurchmesser.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
enthält
der erfindungsgemäß einzusetzende
Formkörper
bis zu 80 Gew.-% Bindemittel, bezogen auf die Gesamtmasse des Katalysators.
Besonders bevorzugte Bindemittelgehalte sind 1 bis 50 Gew.-%, insbesondere
3 bis 35 Gew.-%. Als Bindemittel eignen sich im Prinzip alle für derartige
Zwecke eingesetzte Verbindungen, bevorzugt werden Verbindungen,
insbesondere Oxide, des Siliciums, Aluminiums, Bors, Phosphors und/oder
Zirkoniums. Von besonderem Interesse als Bindemittel ist Siliciumdioxid,
wobei das SiO2 auch als Kieselsol oder in
Form von Tetraalkoxysilanen in den Formgebungsprozess eingebracht
werden kann. Auch als Bindemittel verwendbar sind Oxide des Berylliums
sowie Tone, z.B. Montmorrillonit, Kaolinit, Bentonit, Halloysit,
Dickit, Nacrit und Anauxit.
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Als
Hilfsmittel für
die verfestigenden Formgebungsprozesse sind beispielsweise Verstrangungshilfsmittel
für die
Extrusion zu nennen, ein übliches
Verstrangungsmittel ist Methylcellulose. Derartige Mittel werden in
der Regel in einem nachfolgendem Kalzinierungsschritt vollständig verbrannt.
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Besonders
bevorzugt wurde der im erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzte Förmkörper zuvor
bei Temperaturen von 100 bis 600°C,
insbesondere 200 bis 450°C,
ganz besonders 300 bis 400°C,
calciniert. Die Calcinierungsdauer liegt dabei im allgemeinen bei
mindestens einer Stunde, bevorzugt bei 2 bis 24 Stunden, insbesondere
2 bis 10 Stunden. Die Calcinierung erfolgt in einer Gasatmosphäre, enthaltend
z.B. Stickstoff-, Luft- und/oder ein Edelgas. In der Regel wird
in sauer stoffhaltiger Atmosphäre
calciniert, wobei der Sauerstoffgehalt 0,1 bis 90 Vol.-%, bevorzugt
0,2 bis 22 Vol.-%, besonders bevorzugt 10 bis 22 Vol.-%, beträgt.
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Besonders
bevorzugt liegt im erfindungsgemäßen Verfahren
das kristalline Alumosilikat im Formkörper zumindest teilweise in
der H+ und/oder NH4 +-Form vor.
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Im
erfindungsgemäßen Verfahren
ist das kristalline Alumosilikat im Formkörper bevorzugt vom Pentasil-Typ,
d.h. es weist eine kristalline Skelett-Struktur aus Siliciumdioxid
und Aluminiumoxid auf.
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Für das kristalline
Alumosilikat, bevorzugt vom Pentasil-Typ, bestehen weder zusätzliche
Erfordernisse bezüglich
des Materials als solchem noch bezüglich des Verfahrens nach dem
dieses erhältlich
ist.
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Als
erfindungsgemäß einzusetzende
kristalline Alumosilikate des Pentasil-Typs sind z. B. folgende
Typen geeignet: ZSM-5 (wie z. B. in
US-A-3,702,886 offenbart), ZSM-11 (wie z.
B. in
US-A-3,709,979 offenbart), ZSM-23,
ZSM-53, NU-87, ZSM-35, ZSM-48 und Mischstrukturen aus mindestens
zwei der oben genannten Zeolithe, insbesondere ZSM-5 und ZSM-11,
sowie deren Mischstrukturen.
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Bevorzugt
wird im erfindungsgemäßen Verfahren
der Formkörper
mit einem Gas enthaltend 2 bis 98 Gew.-%, insbesondere 30 bis 90
Gew.-%, Wasserdampf oder bestehend aus Wasserdampf behandelt. In
einer weiteren Ausführungsform
enthält
das Gas Wasserdampf in den o.g. Mengen und 2 bis 80 Gew.-%, insbesondere
10 bis 50 Gew.-%, EDA.
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Weiterhin
betrifft die Erfindung chemische Syntheseverfahren in Gegenwart
eines kristallinen Alumosilikat-Katalysators, welche dadurch gekennzeichnet
sind, dass man als Katalysator einen Formkörper einsetzt, bei dem zuvor
mit dem oben genannten Verfahren die Schneidhärte erhöht wurde.
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Bei
den Syntheseverfahren handelt es sich besonders um Alkylierungen
(z.B. von Aromaten mit Alkenen), Disproportionierungen (z.B. von
Alkylbenzolen), Acylierungen, Isomerisierungen (z.B. von Alkylbenzolen;
z.B. Aris-Verfahren), Oligomerisierungen, Aminierungen (wie z.B.
Hydroaminierungen oder Bildung von Aminen aus Alkoholen und Ammoniak),
Alkoxylierungen, Epoxidierungen von Alkenen, Zyklisierungen, Hydroxylierungen,
Kondensationen, Hydratisierungen (z.B. von Alkenen) oder Dehydratisierungen.
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Solche
Syntheseverfahren sind dem Fachmann z.B. aus G. Perot et al., J.
Molecular Catalysis, 61 (1990), Seiten 173–196,
K. Weissermel, H.-J.
Arpe, Industrielle organische Chemie, Wiley Verlag, 5. Aufl. 1998,
(z.B. Seiten 365–373),
J.
Weltkamp, L. Puppe, Catalysis and Zeolites, Springer Verlag, Berlin,
1999, Seiten 438–538,
und
R. Eckehart, P. Kleinschmit, Zeolites – Applications of Synthetic
Zeolites, Ullman's
Encyclopedia of Industrial Chemistry, 6. Auflage (elektronisch),
2000, Kapitel 7.3, bekannt.
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Insbesondere
wurde ein Verfahren zur Herstellung von Triethylendiamin (TEDA)
durch Umsetzung von Ethylendiamin (EDA) und/oder Piperazin (PIP)
in Gegenwart eines kristallinen Alumosilikat-Katalysators gefunden,
welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man als Katalysator einen
Formkörper
einsetzt, bei dem zuvor mit dem oben genannten Verfahren die Schneidhärte erhöht wurde.
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Zur
Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens
zur TEDA-Herstellung unter Verwendung des erfindungsgemäß hergestellten
Katalysators mit erhöhter
Schneidhärte
wird hiermit ausdrücklich
verwiesen auf die Lehren der WO 01/02404,
EP-A1-1 215 211 und WO 03/004499.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
zur TEDA-Herstellung kann diskontinuierlich oder bevorzugt kontinuierlich
durchgeführt
werden.
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Die
erfindungsgemäße Umsetzung
kann in der Flüssigphase
oder bevorzugt in der Gasphase durchgeführt werden.
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Bevorzugt
wird die Umsetzung in Gegenwart eines Lösungs- oder Verdünnungsmittels
durchführt.
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Als
Lösungs-
oder Verdünnungsmittel
eignen sich z. B. acyclische oder cyclische Ether mit 2 bis 12 Kohlenstoffatomen,
wie Dimethylether, Diethylether, Di-n-Propylether oder dessen Isomere,
MTBE, THF, Pyran, oder Lactone, wie gamma-Butyrolacton, Polyether,
wie Monoglyme, Diglyme etc., aromatische oder aliphatische Kohlenwasserstoffe,
wie Benzol, Toluol, Xylol, Pentan, Cyclopentan, Hexan und Petrolether,
oder deren Gemische und besonders auch N-Methylpyrrolidon (NMP)
oder Wasser oder wässrige
organische Lösungs-
oder Verdünnungsmittel
der oben genannten Art. Weiterhin ist Ammoniak als Lösungs- oder
Verdünnungsmittel
geeignet.
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Besonders
bevorzugtes Lösungs-
oder Verdünnungsmittel,
insbesondere Lösungsmittel,
ist Wasser.
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Als
Verdünnungsmittel
bei Durchführung
der Umsetzung in der Gasphase sind auch Inertgase wie Stickstoff
(z. B. über
die Sättigung
des Reaktorzulaufs hinaus) oder Argon geeignet. Bevorzugt wird die
Umsetzung in der Gasphase in Gegenwart von Ammoniak durchgeführt.
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Beispielsweise
wird die Umsetzung in Gegenwart von 2 bis 1200 Gew.-%, besonders
12 bis 1200 Gew.-%, insbesondere 14 bis 300 Gew.-%, ganz besonders
23 bis 300 Gew.-%, Lösungs-
oder Verdünnungsmittel,
bezogen auf eingesetztes EDA, durchgeführt.
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Beispielsweise
enthält
das im Verfahren eingesetzte Ausgangsgemisch oder der Reaktorzulauf
(= Eduktstrom bei kontinuierlicher Fahrweise) 5 bis 80 Gew.-%, besonders
10 bis 80 Gew.-%, besonders bevorzugt 20 bis 70 Gew.-%, ganz besonders
bevorzugt 20 bis 65 Gew.-%, EDA und 2 bis 60 Gew.-%, besonders 10
bis 60 Gew.-%, besonders bevorzugt 15 bis 60 Gew.-%, insbesondere
20 bis 50 Gew.-%, des oder der Lösungs-
und Verdünnungsmittel.
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In
einer besonderen Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens
werden EDA und eine oder mehrere Amin-Verbindungen, die jeweils
eine 2-Aminoethyl-Gruppe,
-HN-CH2-CH2-, aufweisen,
umgesetzt.
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Solche
Amin-Verbindungen sind vorzugsweise Ethanolamine (wie z. B.:
Monoethanolamin
(MEOA), Diethanolamin (DEOA), Triethanolamin (TEOA)), Piperazin
(PIP), Diethylentriamin (DETA), Triethylentetramin (TETA), Tri(2-aminoethyl)amin,
Morpholin, N-(2-Aminoethyl)ethanolamin (AEEA) und Piperazin-Derivate,
wie z. B. N-(2-Hydroxyethyl)piperazin
(HEP), N-(2-Aminoethyl)piperazin (AEPIP), N,N'-Bis(2-Aminoethyl)piperazin, N,N'-Bis(2-Hydroxyethyl)piperazin
und N-(2-Aminoethyl)-N'-(2-Hydroxyethyl)piperazin.
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PIP
ist besonders bevorzugt.
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Der
Gehalt dieser Amin-Verbindungen im Reaktorzulauf beträgt in dieser
besonderen Ausführungsform
(in Summe) im allgemeinen 1 bis 1000 Gew.-%, vorzugsweise 3 bis
250 Gew.-%, insbesondere 7 bis 250 Gew.-%, jeweils bezogen auf eingesetztes
EDA.
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Beispielsweise
enthält
das im Verfahren eingesetzte Ausgangsgemisch oder der Reaktorzulauf
(= Eduktstrom bei kontinuierlicher Fahrweise) (in Summe) 0,5 bis 50
Gew.-%, vorzugsweise 2 bis 50 Gew.-%, insbesondere 5 bis 50 Gew.-%,
dieser Amin-Verbindungen.
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Da
in dieser besonderen Ausführungsform
im Falle von eingesetztem MEOA im Ausgangsgemisch oder im Reaktorzulauf
es zur Bildung von aus dem Reaktoraustrag (= Produktstrom bei kontinuierlicher
Fahrweise) schwer abtrennbaren Nebenprodukten führen kann, beträgt im Fall
dieser Amin-Verbindung der Gehalt im Ausgangsgemisch oder Reaktorzulauf
bevorzugt 1 bis 50 Gew.-%, bezogen auf eingesetztes EDA.
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Nach
der Umsetzung werden die entstandenen Produkte durch übliche Verfahren,
z. B. durch Destillation und/oder Rektifikation, aus dem Reaktionsaustrag
isoliert; nicht umgesetzte Ausgangsstoffe können in die Umsetzung zurückgeführt werden.
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So
kann im Reaktionsaustrag des erfindungsgemäßen Verfahrens anfallendes
PIP aus diesem, z. B. destillativ, abgetrennt und in die Umsetzung
zurückgeführt werden.
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Ein
Vorteil des Verfahrens besteht auch darin, dass man bei der Aufarbeitung
des Reaktionsaustrags erhaltene Zwischenfraktionen, die sowohl TEDA
als auch Piperazin enthalten, und Fraktionen, die z. B. N-(2-Hydroxyethyl)-piperazin
(HEP), N-(2-Aminoethyl)-piperazin
(AEPIP), Diethylentriamin (DETA), Triethylentetramin (TETA), Tri(2-aminoethyl)amin
und/oder N-(2-Aminoethyl)ethanolamin (AEEA) enthalten, erneut in die
Umsetzung zurückführen kann.
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Weiterhin
können
Zwangsabfälle
anderer Aminverbindungen aus anderen Amincyclisierungs-/Kondensationsreaktionen
der erfindungsgemäßen Umsetzung
zugeführt
werden, ohne dass sich die Ausbeuten an TEDA wesentlich verschlechtern.
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In
einer besonders bevorzugten Ausführungsform
ist das erfindungsgemäße Verfahren
so zu führen, dass
man, insbesondere bei kontinuierlicher Durchführung (stationärer Zustand),
EDA und 14 bis 300 Gew.-% Wasser und 7 bis 250 Gew.-% PIP, jeweils
bezogen auf EDA,
vorzugsweise EDA und 23 bis 300 Gew.-% Wasser
und 8 bis 250 Gew.-% PIP, jeweils bezogen auf EDA,
besonders
bevorzugt EDA und 33 bis 250 Gew.-% Wasser und 17 bis 250 Gew.-%
PIP, jeweils bezogen auf EDA,
ganz besonders bevorzugt EDA
und 110 bis 185 Gew.-%. Wasser und 25 bis 100 Gew.-% PIP, jeweils
bezogen auf EDA, umsetzt.
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In
dieser Ausführungsform
kann der Anteil des PIPs oder des EDAs auch in einem Ausmaß von 0,01 bis
20 Gew.-%, beispielsweise 0,01 bis 10 Gew.-%, zugunsten des Einen
und zu Lasten des Anderen erniedrigt oder erhöht werden.
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Beispielsweise
enthält
das im Verfahren eingesetzte Ausgangsgemisch oder der Reaktorzulauf
in dieser besonders bevorzugten Ausführungsform 10 bis 60 Gew.-%
Wasser, 20 bis 70 Gew.-% EDA und 5 bis 50 Gew.-% PIP,
vorzugsweise
15 bis 60 Gew.-% Wasser, 20 bis 65 Gew.-% EDA und 5 bis 50 Gew.-%
PIP,
besonders bevorzugt 20 bis 50 Gew.-% Wasser, 20 bis 60
Gew.-% EDA und 10 bis 50 Gew.-% PIP,
ganz besonders bevorzugt
45 bis 55 Gew.-% Wasser, 30 bis 40 Gew.-% EDA und 10 bis 30 Gew.-%
PIP,
wobei der Anteil des PIPs oder des EDAs auch in einem
Ausmaß wie
oben beschrieben zugunsten des Einen und zu Lasten des Anderen erniedrigt
oder erhöht
werden kann.
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In
dieser besonders bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens enthält der Reaktorzulauf
neben EDA, PIP und Wasser in den oben angeführten Mengenverhältnissen
oder Mengen bevorzugt weniger als 10 Gew.-%, besonders weniger als
5 Gew.-%, insbesondere weniger als 2 Gew.-%, weiterer Komponenten.
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In
dieser besonders bevorzugten Ausführungsform kann man bei den
oben angeführten
Mengenverhältnissen
oder Mengen der Einsatzstoffe die Reaktion, insbesondere bei kontinuierlicher
Fahrweise (im stationären
Zustand), so führen,
dass sich EDA fast vollständig
(d.h. Umsatz größer 95 %,
insbesondere größer 97 %)
zu TEDA und PIP mit einer Selektivität größer 90 %, insbesondere größer 95 %,
umsetzt.
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Das
Verfahren wird vorzugsweise durch Einstellung eines entsprechenden
EDA/PIP Verhältnisses
im Reaktorzulauf (= Eduktstrom bei kontinuierlicher Fahrweise) in
den o.g. Bereichen so durchgeführt,
dass der Verbrauch an PIP durch Abtrennung von PIP aus dem Reaktionsaustrag
und Rückführung in
den Reaktorzulauf in der Gesamtbilanz gegen Null geht (z. B. 0 bis
30 kg, insbesondere 0 bis 15 kg, ganz besonders 0 bis 10 kg, pro
100 kg TEDA im Reaktionsaustrag), insbesondere Null ist, und gleichzeitig
das eingesetzte EDA vollständig
(> 95 %, insbesondere > 97 %, ganz besonders > 99 %) umgesetzt wird.
D.h. im Ergebnis während der
kontinuierlichen Fahrweise im wesentlichen kein zusätzliches
PIP dem Verfahren zugeführt
wird.
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Da
bei einer solchen Reaktionsführung
die Menge an ausgetragenem EDA gegen Null geht, ist die Auftrennung
des Reaktoraustrages, z. B. durch Destillation und/oder Rektifikation,
nach dieser Verfahrensvariante besonders einfach.
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Die
Reaktionstemperatur im erfindungsgemäßen Verfahren beträgt bevorzugt
270 bis 400°C,
besonders bevorzugt 310 bis 390°C,
insbesondere 310 bis 350°C.
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Die
Eduktkomponenten oder der Reaktorzulauf werden vorteilhafterweise
vortemperiert.
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Für die Durchführung des
Verfahrens haben sich weiterhin folgende Reaktionsbedingungen als
günstig
erwiesen:
- – eine
WHSV (weight hourly space velocity) bezogen auf in die Umsetzung
eingesetzte Amine von 0,05 bis 6 h–1,
vorzugsweise von 0,1 bis 1 h–1, besonders bevorzugt
von 0,3 bis 1 h–1, und
- – ein
Druck (absolut) von 0,01 bis 40 bar, besonders 0,1 bis 10 bar, vorzugsweise
von 0,8 bis 2 bar.
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Als
Reaktoren, in denen das erfindungsgemäße Verfahren durchgeführt wird,
eignen sich Rührbehälter, insbesondere
Rohrreaktoren und Rohrbündelreaktoren.
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Der
Zeolith-Katalysator ist im Reaktor bevorzugt als Festbett angeordnet.
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Die
Umsetzung in der Flüssigphase
kann z. B. in der Suspensions-, Riesel- oder Sumpffahrweise erfolgen.
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Die
bevorzugte Umsetzung in der Gasphase kann in einem Katalysator-Wirbelbett
oder bevorzugt -Festbett erfolgen.
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Im
Folgenden Absatz wird zusätzlich
beispielhaft geschildert, wie das erfindungsgemäße Verfahren durchgeführt werden
kann: Der Reaktorzulauf (Zusammensetzung: wie oben beschrieben)
wird in einem Verdampfer, der gegebenenfalls Bestandteil des eigentlichen
Reaktors sein kann, bei einer Temperatur von 250 – 500°C in die
Gasphase überführt und
auf den Katalysator geleitet. Der am Reaktorausgang gasförmig anfallende
Reaktionsaustrag wird durch im Kreislauf gepumpten verflüssigten
Reaktionsaustrag bei Temperaturen von 20 – 100°C, bevorzugt bei 80°C gequencht.
Dieser verflüssigte
Reaktionsaustrag wird wie folgt aufgearbeitet: In einer ersten Destillationsstufe
werden Leichtsieder wie Acetaldehyd, Ethylamin, Ammoniak und Wasser
sowie heterocyclische Verbindungen, die als Nebenkomponenten in
der Synthese gebildet werden, abgetrennt. In einer zweiten Destillationsstufe
wird der Reaktionsaustrag von Piperazin befreit, welches erneut
dem Reaktorzulauf zugeführt
wird. Der Strom des abgetrennten Piperazins kann dabei bis zu 20
Gew-% TEDA enthalten. (Alternativ ist auch die gleichzeitige Abtrennung
von Wasser und Piperazin möglich,
die gemeinsam in den Reaktorzulauf zurückgeführt werden können). In
einer dritten Destillationsstufe wird das Wertprodukt TEDA destillativ
aus dem Reaktionsaustrag gewonnen und bei Bedarf, z. B. in einer
nachfolgenden Kristallisationsstufe (z. B. wie weiter unten beschrieben),
weiter aufgearbeitet.
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Beispiele
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Die
Schneidhärten
wurden gemessen an einem Apparat der Firma Zwick (Typ: BZ2.5/TS1S;
Vorkraft: 0,5 N, Vorkraft Geschwindigkeit: 10 mm/Min.; Prüfgeschwindigkeit:
1,6 mm/Min.) und sind die Mittelwerte von jeweils 10 gemessenen
Katalysatorsträngen.
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Die
Schneidhärte
wurde im Detail wie folgt bestimmt:
Extrudate wurden durch
eine Schneide von 0,3 mm Stärke
mit zunehmender Kraft belastet, bis das Extrudat durchtrennt war.
Die dazu benötigte
Kraft ist die Schneidehärte
in N (Newton). Die Bestimmung erfolgte auf einem Prüfgerät der Firma
Zwick, Ulm, mit festsitzendem Drehteller und frei beweglichem, vertikalem
Stempel mit eingebauter Schneide von 0,3 mm Stärke. Der bewegliche Stempel
mit der Schneide war mit einer Kraftmessdose zur Kraftaufnahme verbunden
und bewegte sich während
der Messung gegen den festsitzenden Drehteller, auf der das zu messende
Extrudat lag. Das Prüfgerät wurde
durch einen Computer gesteuert, der die Meßergebnisse registrierte und
auswertete. Aus einer gut durchmischten Katalysatorprobe wurden
10 gerade, möglichst
rissefreie Extrudate mit einer mittleren Länge von 2 bis 3 mal dem Durchmesser
entnommen, deren Schneidhärten
ermittelt und anschließend
gemittelt.
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In
den folgenden Ergebnistabellen ist die weight hourly space velocity
(WHSV) angegeben in g EDA+PIP (= gorg) pro
g Katalysator und pro Stunde.
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Das
EDA/PIP/H2O – Verhältnis bezieht sich auf das
Gewicht (Gew.-%) Das Modul ist das molare SiO2/Al2O3 – Verhältnis.
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U
= Umsatz in Gew.-% bezogen auf die eingesetzte Menge des in der
Tabelle genannten Stoffs (EDA bzw. PIP); S = Selektivität der Reaktion
für das
angegebene Produkt bezogen auf umgesetzte -CH
2-CH
2- -Einheiten stammend aus EDA und PIP. Die
folgende Tabelle 1 zeigt Ergebnisse aus Versuchen zur Umsetzung von
gasförmigen
Ethylendiamin/Piperazin/Wasser-Gemischen zu Triethylendiamin (TEDA).
Man erkennt, dass die ,Ausbau-Katalysatoren' A und B eine im Vergleich zum eingebauten
Katalysator deutliche erhöhte
Schneidhärte
aufweisen. Durch die Erhöhung
der Schneidhärte
wird im Rahmen der Messgenauigkeit (+/– 1 %) keinerlei Desaktivierung
bei einer gleichen Selektivität
bezüglich
TEDA beobachtet. Tabelle
1
-
Die
folgende Tabelle 2 zeigt Versuchsergebnisse bezüglich der mechanischen Eigenschaften
des Katalysators C (H-ZSM-5, Modul 1000, 20 Gew.-% SiO
2 als
Bindemittel, verstrangt) nach einer Behandlung mit Wasserdampf bei
350°C [WHSV
= 0,3 g
Wasserdampf/(g
Kath)].
Es ergibt sich eine deutliche Zunahme der Schneidhärte der
Katalysatorformkörper
von 16 auf 26 N nach 259 Stunden (h). Nach 452 h erreicht man eine
Schneidhärte
von 28 N. Der Performance dieses Katalysators bei der TEDA-Synthese [U(EDA),
U(PIP) und S(TEDA)] bleibt im Vergleich zu den Ausgangswerten im
Rahmen der Messgenauigkeit (+/– 1
%) unverändert. Tabelle
2
-
Die
folgende Tabelle 3 zeigt Versuchsergebnisse für die Wasserdampfbehandlung
[T = 350°C,
WHSV = 0,3 g
Wasserdampf/(g
Kath)]]
von Katalysatorsträngen
auf Basis von ZrO
2 als Bindermaterial (Kat.
D). Wie ersichtlich, kann mit dem erfindungsgemäßen Verfahren unter den beschriebenen
Bedingungen im Falle von ZrO
2 als Bindermaterial
(= Bindemittel) eine Zunahme der Schneidhärte von 2,6 N auf 3,6 N erreicht
werden kann. Tabelle
3
-
Die
Versuchsergebnisse der folgenden Tabelle 4 zeigen, dass die mit
dem erfindungsgemäßen Verfahren
erzielte Erhöhung
der Schneidhärte
nicht beschränkt
ist auf die Verwendung von H-ZSM-5 als Aktivkomponente eines Katalysatorformkörpers. Z.B.
auch ein Katalysator bestehend aus 80 Gew.-% H-Mordenit [Si/Al-Verhältnis =
7,8] und 20 Gew.-% SiO
2 (Kat. E) zeigt eine
signifikante Zunahme der Schneidhärte nach hier 50 h unter den
Behandlungsbedingungen [T = 350°C
und einem WHSV = 0,3 g
Wasserdampf/g
Kath] Tabelle
4