DE102730C - - Google Patents

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DE102730C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F21/00Devices for conveying sheets through printing apparatus or machines
    • B41F21/08Combinations of endless conveyors and grippers

Landscapes

  • Feeding Of Articles By Means Other Than Belts Or Rollers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
pi KLASSE 15: Druckerei.
cylinder geführten Greifern.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. August 1898 ab.
■ Vorliegende Erfindung betrifft eine Papierführung für Druckmaschinen insbesondere derjenigen Art, bei welchen behufs Herstellung von Mehrfarbendruck die einzelnen Papierbogen während eines Umlaufs der Papierführungs-Organe mehrere Aufdrucke erhalten sollen und bei denen folglich das genaue Registerhalten der Papierbogen bei der jedesmaligen Druckwirkung wesentlich ist. Als bekannte Hülfsmittel hierfür gelten biegsam verbundene (von einem Kettenpaar gehaltene) Führungsorgane, an welchen die Papiergreifer angebracht sind, denen jedoch der Uebelstand anhaftet, dafs die Tragstücke der Greiferschienen, um diesen ein genaues Registerhalten zu ermöglichen, nur ziemlich schwierig zum unbedingt gleichmäfsigen Einpassen in die zugehörigen Ausschnitte der Führungsrollen bezw. der Laufflansche an den Enden der Druckcylinder gebracht werden können. Zur Erfüllung des Zweckes der Erfindung, nämlich jede Ungenauigkeit des Registerhaltens möglichst auszuschliefsen, besteht die vorliegende Erfindung in der Hinzufügung einer Vorrichtung, mittelst deren die genannten Tragstücke der Greiferschienen zeitweise eine Sperrung innerhalb der Ausschnitte an den Cylinderlaufflanschen erfahren, wobei zugleich eine sichere Festtreibung dieser Tragstücke in den Ausschnitten herbeigeführt wird. Hierdurch hält man die Greiferschienen wirksam in ihrer bestimmten Lage in Beziehung zu den Druckflächen, die den von den Greifern zwischen genannten Endstücken gefafsten Papierbogen bedrucken. Obgleich schon die gewöhnlich angewendeten Ketten oder biegsamen Verbindungen in der Regel einen Dehnungsspielraum ergeben, der genügend ist, um das Festsetzen der Endstücke in den Ausschnitten zu ermöglichen, so wird es dem Zwecke der Erfindung gemäfs vorgezogen, dafs man für eine gewisse Nachgiebigkeit in der Verbindung benachbarter Greiferschienen Vorkehrung trifft, indem man beispielsweise eine Federung zwischen den anschliefsenden Ketten und den Greiferschienen-Tragstücken anordnet. Unter diesen Umständen sind letztere befähigt, sich selbst in den Ausschnitten unter genügender Eintreibkraft festzustellen.
Auf den Zeichnungen stellt dar:
Fig. ι eine Seitenansicht einer Druckpresse, die gemäfs der Erfindung eingerichtet ist,
Fig. 2 eine stückweise Oberansicht des einen Druckcylinders, an welchem eine Greiferschiene nebst Zubehör und die Feststellvorrichtung für dieselbe ersichtlich ist,
Fig. 3 eine auf Fig. 2 bezogene stückweise Endansicht des Druckcylinders mit den Hülfsmitteln der Feststellvorrichtung,
Fig. 4 eine vergröfserte Ansicht des einen den Greiferschienenkopf bildenden Endstückes nebst der federnden Verbindung mit den Ketten;
Fig. 5 zeigt einen Druckcylinder, an welchem die Vorrichtung zum Festhalten der Greiferschienen-Endstücke in abgeänderter Anordnung ausgeführt ist, und
Fig. 6 ist eine zugehörige Endansicht des so eingerichteten Druckcylinders;
Fig. 7 und 8 sind Endansichten des Druckcylinders für fernere Ausführungen des Erfindungsgegenstandes.
Das Gestell A der Druckpresse umfafst die Ständer A1, in welchen die Druckcylinder gelagert sind, und die Verbindungsteile A2A2, welche Träger der Führungsrollen und anderer Bestandtheile der Maschine sind. Mit B ist das hin- und hergehende Bett bezeichnet, auf welchem die Druckformen B1 B1 befestigt sind; letztere werden durch die Farbwerke C in üblicher Weise eingefärbt. Von dem Tisch D aus legt man die Papierbogen an die Greifer der Papierführung an.
Die Stirnseiten der Druckcylinder EE sind als Führungsflanschen ausgebildet, über welche die biegsamen Führungsorgane der Greifer bezw. Ketten G laufen. In diesen Flanschen sind die Aussparungen E1E1 angebracht, die in Gröfse und Form den Tragstücken H der Greiferschienen entsprechen, so dafs die übereinstimmend gestalteten Theile H1 genannter Endstücke dicht in die Ausschnitte hineinpassen. Zur Stützung der Papierführungsketten G dienen ferner noch die Führungsrollen FF.
Wie aus Fig. 4 ersichtlich, sind die Papierführungsketten an in Schlitzen H2 H2 der Greiferschienen-Tragstücke gleitbar angeordneten Blöcken II befestigt, welche durch eingeschaltete Federn JJ entgegen dem Zuge der Ketten beeinflufst werden. Zwischen zwei gegenüberliegenden Tragstücken H erstreckt sich die Greiferschiene K (Fig. 4); ferner ist parallel zur letzteren in denselben Endstücken H eine Welle L angeordnet, an welcher die Greiferfinger M M befestigt sind. Letztere streben, von den Federn L1 beeinflufst (Fig. 2), sich in die Schliefslage gegen die Schiene K zu legen, und öffnen sich rechtzeitig, wenn entsprechende Daumen oder Anschläge gegen am einen Ende der Greiferwellen L angeordnete Hebelarme N treffen.
Abgesehen von den elastischen Verbindungen zwischen den Tragstücken H und Ketten G ist die Maschine nebst Papierführung, wie sie bisher beschrieben ist, als bekannt vorausgesetzt.
Die in Fig. 1, 2 und 3 abgebildete neue Vorrichtung zur rechtzeitigen Festlegung des Greiferschienen-Tragstückes H an dem zugehörigen Ausschnitt E1 besteht aus folgenden Theilen. An den Stirnenden der Druckcylinder sind um Zapfen O drehbare Winkelhebel O1 O2 angeordnet; der Arm O1 jedes solchen Winkelhebels ist hakenförmig gekrümmt, um über die Greiferwelle L zu fassen und hierdurch die Tragstücke H in die Ausschnitte E1 der Druckcylinderflanschen hineinzudrücken. Die Bewegung erfolgt dadurch, dafs rechtzeitig mit dem anderen Arm O2 der Hebel ein art der Gestellwand befestigter Anlaufsteg P in Berührung kommt, welcher die Hebel niederdrückt. Auf diese Weise werden die Tragstücke H in einer Stellung, die dem Registerhalten der Papierbogen auf den Druckcylindern entspricht, in die für sie bestimmten Ausschnitte E1E1 hineingepreist. Federn Q. bewirken die Zurückziehung der Hebel, wenn sie von den Anlaufstegen P freigegeben werden.
Dieselbe Wirkung wird mittelst der Ausführungsform der Vorrichtung in Fig. 5 und 6 erzielt. Hier sind Winkelhebel R1R2 an den Slirnenden des Druckcylinders bei R drehbar angeordnet und die Hakenenden der Arme Pv1 greifen über Vorsprünge /2 an, den Tragstücken H. Die Arme R2 werden rechtzeitig durch einen Anlaufsteg P1 bewegt, wobei Federn Q.1 dahin wirken, die Hebel aufser Eingriff" mit den Vorsprüngen zu bringen. Diese Vorrichtung ist weniger geeignet, eine wirksame Festschliefsung der Theile H zu veranlassen, sondern bewirkt nur die Feststellung nach erfolgter Eindrückung, wie sie durch andere Mittel bewerkstelligt werden.
Die in Fig. 7 und 8 dargestellten Vorrichtungen haben das Gemeinsame, dafs die Endstücke H mit Rollen £ 5 an ihren auswärts gelegenen Theilen versehen sind. Dieselben wirken mit Anlaufführungen P3 oder P2 zusammen in der Weise, dafs sich die Feststellung der Tragstücke in den Ausschnitten E1 während der erforderlichen Zeit ergiebt. In Fig. 8 stellt sich die Anlaufführung P2 als ein festliegender Bogensteg, der unnachgiebig ist, dar; in Fig. 7 hingegen ist veranschaulicht, wie die Anlaufführung P3 aus einem elastischen oder federnden Metallstreifen hergestellt sein kann.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Papierführung für Druckmaschinen mit von Transportbändern oder Ketten über den Druckcylinder geführten Greifern, dadurch gekennzeichnet, dafs die in den Transportbändern federnd eingeschalteten , die Greiferschienen tragenden Glieder behufs sicheren Registerhaltens zwangweise in die entsprechenden Aussparungen des Druckcylinders eingedrückt und festgehalten werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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