-
Vorrichtung zum Abgeben von Platten von einem Stapel, insbesondere
von Zells-toffplatten Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abgeben. von Platten,
insbesondere von Zell- oder Faserstoffplatten, von einem Stapel. Die Vorrichtung
soll vor allen Dingen bei der Viskoseherstellung zur gleich mäßigen Zuführung der
Zellstoffplatten oder -blätter in den Auflöser bzw. die Alkalisiervorrichtung Verwendung
finden; sie kann aber auch überall dort aogewendet werden, wo es sich um eine gleichmäßige
Abförderung von einzelnen zu einem Stapel zusammengefaßten Platten handelt.
-
Derartige Vorrichtungen sind grund.sätzlicll lçekannt. Sie bestehen
beispielsweise aus einem Schwenkarm, der an seinem freien Ende eine Welle trägt,
die vorzugsweise als Zahnscheiben ausgebildete Förderscheiben aufweist, welche während
des Arbeitens der Vorrichtung immer das jeweils oberste Zellstoffblatt von dem in
der Maschine befindlichen Stapel ah,ziehen un.d in den Einwerferschacht des Zellstoffauflösers
fördern. Hierbei besteht die Aufgabe zu verhindern, daß während des Betriebes mehrere
Zellstoffplatten gleichzeitig in den Binlauftrichter gefördert werden.
-
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß vor dem Plattenpaket
eine während des Entstapels sich selbsttätig in ihrer Höhenlage stufenweise um die
Stärke der jeweils zuletzt abgegebenen Platte abwärts verstellende Schürze für die
noch gestapelt zu haltenden Platten angeordnet ist.
-
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Eriindung ist die Schürze
an einem in seiner Höhenlage verstellbaren Gestell befestigt, welches mit dem die
Förderscheiben tragenden Arm zwangläufig gekuppelt ist, so daß der Abstand zwischen
der Unterkante der Förderscheibe und der Oberkante der Schürze unahgängig von der
jeweiligen Stellung der Förderscheibe im wesentlichen stets unverändert bleilfl.
Die Kuppjung kann beispielsweise derart erfolgen, daß der die Förderscheibe tragende
Arm an seinem Drehpunkt ein Kettenrad trägt, das über eine Kette mit einem Zahni
rad verbunden ist, welches in eine die Schürze tragende Zahnstange eingreift. Je
nach der Drehung der miteinander verbundenen Kettenräder wird die Schürze entsprechend
der ihr einmal gegebenen Einstellung in Abhängigkeit von der Änderung der Höhenlage
der Förderscheibe nach ohen oder unten verschoben.
-
Bei einer bekannten Vorrichtung zulm Beschicken eines Rollganges
mit Blechen, welche das zuoberst liegende Bllech eines Stapels vorschieben.de Greifer
aufweist und bei welcher der Auflagertisch des Stapels bei jedesmalijgemVorschieben
eines Bleches um dessen Stärke angehoben wird, muß bei verschiedenen Plattenstärken
das Hubgetriebe nachgestellt werden.
-
Zum Abgeben von zur Verälzung neigenden Platten, wie Zellstoffplatten,
ist diese Vorrichtung nicht
brauchbar. Sollten, was Irei Platten dieser Art leicht
einmal vorkommen kann, gleichzeitig zwei Platten von den Greifern vorgeschoben werden,
so wird der den Stapel tragende Tisch jedoch nur um die Stärke einer Platte angehoben,
was beim nächsten Hub des Tisches zwangläufig zu einer Blockierung der Vorrichtung
führt. Demgegenüber ist bei der erfind.ullgsgemäßen Vorrichtung die Plattenstärke
ohne Einfluß auf die Arbeitsweise der Schürze, so daß sich d.iese, falls zufolge
Verfilzung der Platten einmal gleichzeitig zwei Platten abgegeben werden sollten,
automatisch auch um einen der Stärke dieser zwei Platten entsprechenden Betrag abwärts
verstellt und eine Blockierung der Vorrichtung daher nicht eintreten kann, Nähere
Einzellheiten der Erfindung ergeben sich. aus der Zeichnung, in der eine Ausführungsform
der Erfindung im Schnitt dargestellt ist.
-
Die Fördereinrichtung besteht aus einem Arm 1, der um eine waagerechte
Welle 2 schwenkba.r gelagert ist. An seinem einen Ende trägt der Arm 1 eine vorzugsweise
als Zahnscheibe ausgebildete Förderscheibe 3, die auf ein.em Stapel 4 aus Zellstoffplatten
aufliegt. Um einen zu starken Druck der Förderscheibe 3 auf den Stapel 4 zu vermeiden.
ist der Schwenkarm 1 mit einem Gegengewicht 5 versehen, mit dessen Hilfe der Druck
der Förderscheibe 3 auf
den Transportstapel 4 beliebig geregelt
werden kann.
-
Um ein sicheres Mitnehmen der einzelnen Zellstoffplatten zu erreichen
sind mehrere Förderscheiben 3 hintereinander auf der gleichen Achse angeordnet.
Die Förderscheiben werden durch eine in der Zeichnung nicht dargestellte Antriebsvorrichtung
in Drehung versetzt (in der Zeichnung im Uhrzeigersinn). Sie erfassen das jeweils
obenliegende Zellstoffblatt des Stapels und ziehen oder schieben es in. den Einlauftrichter
6 des Zellstoffauflösers. Die Fördergeschwindigkeit der Förderscheiben kann dabei
durch entsprechende Regelvorrich.tungen. einstellbar sein.
-
Um bei dieser Arbeitsweise die Mitnahme mehrerer Zellstoffplatten
im gleichen Arbeitsgang zu verhüten, was unter Umständen zu einer Verstopfung des
Einlauftrichters führen könnte, ist vor der Stapelkante eine Schürze 7 angeordnet,
deren Oberkante einen. einstellbaren Höhenabstand a von der Unterkante der Förderscheibe
aufweist, welcher genau der Dicke einer Zellstoffplatte entspricht. Dadurch, daß
der Plattenstapel 4 während des Arbeitens der Vorrichtung in seiner Höhe abnimmt,
bewegt sich die Förderscheibe 3 allmählich nach unten. Die Schiirze 7 muß dieser
Bewegung zwangläufig folgen, um ein kontinuierliches reibungsloses Fördern der Platten
zu ermöglichen. Dabei soll der Abstand a zwischen der Oberkante der Schürze und
der Unterkante der Förderscheibe im wesentlichen ständig gleichbleiben.
-
Gemäß der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform wird diese
Forderung dadurch erfüllt, daß auf der Schwenkachse 2 des Armes 1 ein Kettenrad
8 angeordnet ist, welches durch eine Kette 9 mit einem Zahnrad 10 gekuppelt ist,
das fest auf einer Welle 11 sitzt, welche gleichzeitig ein darauf fest angeordnetes
Zahnrad 12 trägt. Das Zahnrad 12 greift in eine Zahnstange 13 ein, die in entsprechenden
Lagern höhenverschiebbar ist und an einem Gestell 14 die Schürze 7 trägt. Senkt
sich die Förderscheibe 3 mit Abnahme der Stapelhöhe, so dreht sich der Arm 1 um
die Schwenkachse 2 und überträgt seine Drehung auf das Kettenrad 8, welches seinerseits
das Kettenrad: 10 und damit das Zahnrad 12 in Drehung versetzt, wodurch die Zahnstange
13 und damit die Schürze7 stufen-
weise gesenkt wird, und zwar genau in dem Maße,
in dem die Abnahme der Stapelhöhe erfolgt.
-
PATENTANSPRCHE: 1. Vorrichtung zum Abgeben von Platten von einem
Stapel, insbesondere von Zellstoffplatten, betstehend aus einem um eine waagerechte
Welle schwenkbaren Arm, der an seinem stapelseitigen Ende eine mit vorzugsweise
als Zahnscheiben. ausgebildeten Förderscheiben versehene Welle trägt, dadurch gekennzeichnet,
daß vor dem Plattenstapel (4) eine während des Entstapelns sich selbsttätig in ihrer
Höhenlage stufenweise um die Stärke der jeweils zuletzt abgegebenen Platte abwärts
verstellende Schürze (7) für die noch gestapelt zu haltenden Platten angeordnet
ist.