DE1024992B - Siemens-Martin-Ofen fuer metallurgische Zwecke - Google Patents

Siemens-Martin-Ofen fuer metallurgische Zwecke

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DE1024992B
DE1024992B DES32300A DES0032300A DE1024992B DE 1024992 B DE1024992 B DE 1024992B DE S32300 A DES32300 A DE S32300A DE S0032300 A DES0032300 A DE S0032300A DE 1024992 B DE1024992 B DE 1024992B
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Germany
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furnace
inner walls
walls
siemens
furnace according
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DES32300A
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Cockerill Ougree Providence et Esperance Longdoz
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Cockerill Ougree SA
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Pending legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27DDETAILS OR ACCESSORIES OF FURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS, IN SO FAR AS THEY ARE OF KINDS OCCURRING IN MORE THAN ONE KIND OF FURNACE
    • F27D1/00Casings; Linings; Walls; Roofs
    • F27D1/18Door frames; Doors, lids or removable covers
    • F27D1/1808Removable covers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)
  • Furnace Housings, Linings, Walls, And Ceilings (AREA)

Description

  • Siemens-Martin-Ofen für metallurgische Zwecke Die Erfindung bezieht sich auf einen Siemens-Martin-Ofen für metallurgische Zwecke.
  • Die bekannten Siemens-Martin-Öfen mit den notwendigen großen Abmessungen besitzen bei nicht kreisförmigem Querschnitt Seitenwandungen, worunter auch die Vorder- und Rückwand des Ofens zu verstehen sind, die nach außen geneigt verlaufen, so daß die in waagerechten Querschnitten gemessene Breite von der Ofensohle zum Gewölbe stetig zunimmt.
  • Hierdurch ergeben sich insbesondere folgende \Tachteile: Die oberen Enden der Stützwände bilden in der Nähe des Gewölbes tote Räume. An diesen Stellen bilden sich wirbelnde Gasströme, die örtlichen Verschleiß der feuerfesten Verkleidung hervorrufen und den Wärmeübertragungswirkungsgrad zwischen den zu erhitzenden Stoffen und den heißen Gasen verringern. Außerdem können die Bestandteile des Gewölbes teilweise schmelzen und in Tröpfchenform auf die Stützwände fallen, die hierdurch angegriffen werden, weil sie häufig eine andere chemische Zusammensetzung aufweisen.
  • Die Erfindung schafft dadurch Abhilfe, daß die die Vorderwand und die Rückwand des Siemens-Martin-Ofens bildenden Wände nach der Innenseite des Ofens hin geneigt und von dem sie überdachenden abnehmbaren Gewölbe unabhängige Bauteile sind. Hierdurch schafft die Erfindung die Möglichkeit, den Neigungswinkel dieser Wände in jedem Einzelfalle derart zu wählen, daß man die geringste Spannweite für das Gewölbe erhält, die gerade noch mit einem Maximum von Wärmestrahlung der inneren Ofenauskleidung über dem Einsatz vereinbar ist.
  • Für Öfen mit kreisförmigem Querschnitt, nämlich Spezialöfen verhältnismäßig geringen Fassungsvermögens für metallurgische Zwecke und Elektrostahlöfen, ist es bekannt, die kreisförmige Seitenwandung unterhalb der Ofenhaube ganz oder teilweise nach innen zu neigen. Es wurde dabei nicht erkannt, daß dieAnwendung einer solchen Neigung auf dieVorder-und Hinterwand eines Siemens-Martin-Ofens nicht nur den vorgenannten Übelstand behebt, sondern überraschende Vorteile mit sich bringt. Dadurch näm-lich, daß bei dem Siemens-Martin-Ofen gemäß der Erfindung die Projektion des Gewölbes auf eine waagerechte Ebene kleiner ist als die Projektion der Ofensohle auf die gleiche Ebene, werden tote Räume für die Strömung der Heizgase vermieden und diese zum Teil zur Ofensohle hin zurückgeworfen. Dies hat eine verringerte Beanspruchung des Gewölbes zur Folge, aus der sich eine Erhöhung der Lebensdauer des Gewölbes um etwa 60% ergibt. Außerdem zeigt überraschenderweise der Ofen gemäß der Erfindung eine um etwa 12% erhöhte Ausbeute bei gleichzeitiger Verringerung des Brennstoffverbrauchs gegenüber entsprechend großen bekannten Siem.ens-Martin-Öfen, die bis zu 20°/o erreichen kann.
  • Weitere Vorteile der Erfindung werden nachstehend im Anschluß an das Ausführungsbeispiel aufgeführt. Die Innenflächen der Ofenwandungen können eben oder gekrümmt ausgeführt sein und erstrecken sich, abgesehen von den Öffnungen für die Arbeits- bzw. Beschickungstüren, stetig von der Sohle bis zum Gewölbe. Sind die Innenflächen eben, so bilden sie vorzugsweise mit einer in der Höhe der Ofensohle verlaufenden waagerechten Ebene einen Winkel, der von der Bauart der Einrichtung unterschiedlich abhängt und sich ferner nach den Arbeitsbedingungen und sonstigen Bedingungen richtet. Der Neigungswinkel dieser inneren Oberflächen gegenüber der Horizontalen liegt im allgemeinen zwischen 45 und 85°. Sind diese Oberflächen der Seitenwandungen gekrümmt bzw. gewölbt, so liegt die Hohlseite der Wölbung nach dem Innern des Ofens zu. Gemäß Ausführungsform der Erfindung besitzen die einander gegenüberliegenden gewölbten Flächen in gleicher Höhenlage gleiche Krümmungsradien; die Krümmungsradien können auch voneinander verschieden sein, und die Seitenwandungen und das von diesen unabhängige Gewölbe können auch gleiche Krümmungsradien erhalten.
  • Bei einer vorteilhaften Ausführungsform des Ofens nach der Erfindung haben die Innenwandungen parabolische Form. Der Vorteil dieser Form liegt darin, daß der Höchstbetrag der von der Feuerung und dem Bade ausgestrahlten Wärme von den Ofenwandungen auf die Ofensohle reflektiert wird. Ähnlich günstige Reflexionsverhältnisse ergeben sich, wenn die Innenwandungen längs einer aus einer ungeraden Anzahl von Kreisbogen gebildeten Korbbogenlinie verlaufen, deren beide äußeren Kreisbögen den gleichen Krümmungsradius besitzen. Ein solcher Verlauf des Ofenquerschnittes an den Innenwandungen läßt sich einfacher als ein parabolischer Verlauf herstellen.
  • Die Zeichnung zeigt beispielsweise schematisch und schaubildlich, teilweise im Schnitt, einen abgebrochenen Teil eines Siemens-Martin-Ofens gemäß der Erfindung, dessen Vorderseite weggenommen ist.
  • Gemäß der Zeichnung besitzt der Siemens-Martin-Ofen eine Ofensohle 2, die z. B. auf Trägern 2 a. ruht. Auf der Sohle sind die Seitenwandungen 3 abgestützt, die gemäß der Erfindung nach dein Innern des Ofens zu geneigt sind, d. h., die Innenflächen 3 a. nähern sich einander in dem Maße, in dem sie sich dem Gewölbe 4 nähern. Das von den Wandungen 3 unabhängige Gewölbe ist aus einer Vielzahl getrennter Bauelemente, z. B. (feuerfesten) Mauerziegeln, gebildet, die durch einen nicht gezeichneten Rahmen zu einer Einheit zusammengehalten werden. Beiderseits des die Stützwandungen 3 überdachenden Gewölbes 4 sind Träger 4a zur Aufhängung des Gewölbes angebracht, an denen Stangen 4 b od. dgl. angelenkt sind. In einer der Seitenwandungen 3 sind Beschickungstüren 3 b angebracht, und diesen gegenüber befinden sich in der anderen Seitenwand Ausgußöffnungen 3c. In der Zeichnung sind die Innenwandungen 3 a gekrümmt dargestellt und erstrecken sich stetig von der Sohle zum Gewölbe.
  • Unter den verschiedenen Vorteilen eines Ofens gemäß der Erfindung ist vor allem noch die sehr erhebliche Verringerung der Größe bzw. Breite des Gewölbes zu nennen, die sich in einer Verringerung des Gewichtes des feuerfesten Werkstoffs, einer erhöhten Festigkeit und darin auswirkt, daß Ausbesserungen schneller und leichter durchgeführt werden können.
  • Zu beachten ist ferner, daß, wenn die feuerfesten Werkstoffe des Gewölbes und der Seitenwandungen voneinander unterschiedliche chemische Eigenschaften besitzen, schädliche Reaktionen zwischen dem einen und dem anderen Teil auftreten könnten. Die Gestaltung eines Ofens gemäß der Erfindung verhindert indessen eine unmittelbare Berührung der Schmelzprodukte der feuerfesten Bestandteile dieser Teile und demzufolge auch eine chemische Reaktion zwischen diesen, so daß der durch Ausschmelzen des Gewölbes bedingte Verschleiß der Auskleidungen dieser Teile herabgesetzt wird.
  • Außerdem weisen die feuerfesten Auskleidungen, die die Ofensohle überdachen, bezogen auf ein und dieselbe Oberflächengröße der Sohle, eine geringere äußere abstrahlende Oberfläche als hei den bekannten Ofen auf, so daß der Wärmeverlust bei einem Ofen gemäß der Erfindung gegenüber den bekannten Ofen wesentlich geringer ist.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Siemens-Martin-Ofen für metallurgische Zwecke, dadurch gekennzeichnet, daß die die Vorderwand und die Rückwand bildenden Wände nach der Innenseite des Ofens hin geneigt und von dem sie überdachenden abnehmbaren Gewölbe unabhängige Bauteile sind.
  2. 2. Ofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenwände eben sind.
  3. 3. Ofen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenwände mit einer in Höhe der Ofensohle liegenden waagerechten Ebene einen Winkel zwischen 45 und 85° bilden. -1. Ofen nach Anspruch 1, dadurch gekenn7eichnet, daß die Innenwände konkav sind. 5. Ofen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenwände parabolische Form haben. 6. Ofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenwände Teile einer aus einer ungeraden Zahl von Kreisbögen gebildeten Korbbogenlinie sind, deren beide äußeren Kreisbögen den gleichen Krümmungsradius besitzen. 7. Ofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die innere Oberfläche der einen Wandung gekrümmt ist, während die gegenüberliegende Oberfläche eben ist. In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr. 2 -102 190; Schnabel, Handbuch der Metallhüttenkunde, 2. Auflage, Bd. 1, S. 735 bis 739, 741, 791; Sommer und Pollack, Elektrostabl-Erzeugung, 1950, S. 113 ff.
DES32300A 1952-03-07 1953-02-23 Siemens-Martin-Ofen fuer metallurgische Zwecke Pending DE1024992B (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2402190A (en) * 1944-08-11 1946-06-18 Norton Co Furnace hood construction

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2402190A (en) * 1944-08-11 1946-06-18 Norton Co Furnace hood construction

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