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Vorrichtung zum Ubertragen eines photographischen Bildes Die Erfindung
bezieht sich auf Vorrichtungen zum Übertragen eines photographischen Bildeis.
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Im Laufe der letzten Jahre sind verschiedene Ausführungsformen ein-,r
Vorrichtung zum Handhaben einer verhältnismäßig neuen. Art photographischen Materials
entwickelt worden, das die Entwicklung und Übertragung eines. in dem Material erzeugten
Bildes auf ein zum Aufnehmen des Bildes dienendes Blatt durch kurzzeitiges Benetzen
und Aufeinanderdrücken der beiden. Schichtträger ermöglicht. Solche Materialien,
bei welchen beispielsweise das Übertragungsmaterial eine Farbstoffschicht trägt,
deren UThertragbarkeit unter der Einwirkung von Wasser durch photographische Belichtung
beeinflußt wird. sind z. B. in dein britischen Patentschriften 740165 und 740 166
beschrieben. Bei derartigen. Materialien ist es lediglich erforderlich, auf das
belichtete, Übertragungsblatt Wasser aufzubringen und das befeucht.-te Übertragungsblatt
mit dem aufnehmenden Blatt unter einem geregelten Druck kurzzeitig in Berührung
zu bringen, um die Bildübertragung herbeizuführen.
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Eine solche Vorrichtung umfa.ßt im wesentlichen folgende Teile: eine
Einrichtung zum Führen des Übertragungsma.texials durch eine Zone, in welcher das
Bild durch Benetzen übertragungsfähig gemacht #.vird. ,eine Einrichtung zum Führen
des aufnehmenden Blattes, um es mit dem benetzten Übertragungsblatt in Berührung
zu bringen, und. ein Paar von Walzen, durch welche das Übertragungsmaterial und
das aufnehinende Blatt. in Berührung miteinander unter einem geregelten Druck hindurchgehen,
wobei das auf dein Übertragungsblatt befindliche Bild auf das a.ufnehmende Blatt
übertragen. wird.
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Früher vorgeschlagene Ausführungen, einer solchen Vorrichtung sind
im allgemeinen ziemlich kompliziert in ihrer Ausbildung gewesen und hatten verschiedene
Nachteile. Insbesondere ist es vorgekommen, daß das Übertragungsblatt und. das aufnehmende-
Blatt nach dem Verlassen der Preßwalzen zusammenklebten., so daß sie von Hand getrennt
werden mußten. Da bei diesen Übertragungsverfahren die Güte; des übertragenen Bildes
von der Zeitdauer, während welcher die Blätter zusammengepreßt werden, sowie von
der Gleichmäßigkeit, finit der die, Blätter getrennt werden, abhängig ist, erfordert
die Bedienung solcher Vorrichtungen geschultes Personal.
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Bei einigen früher vorgeschlagenen Vorrichtungen ist das Wasser in.
cinem Trog enthalten gewesen, und das Wasser wurde schließlich durch von den. Blättern
aufgenommene Chemikalien so, verunreinigt, daß es unbrauchbar wurde.
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Zweck der Erfindung ist, eine Ausbildung einer solchen Vorrichtung
zu schaffen, bei welcher die Trennung der Blätter, nachdem sie zwischen den PrLßwa.lzen
hindurchgegangen sind, unter geregelten Bedingungen, selbsttätig bewirkt wird und
bei welcher gemäß besonderen Ausführungsformen der Erfindung neuartige; Mittel zum
Benetzen des Bildes verwendet werden, mit denen das Wasser oder eine andere Entwicklungsflüssigkeit
der Aufbringungsstelle kontinuierlich zugeführt werden kann, so daß an dieser Stelle
stets frische Flüssigkeit vorhanden ist.
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Gemäß der Erfindung ist bei der Vorrichtung zum Übertragen eines photographischen
Bildes von einem Blattmaterial, auf welchem es erzeugt ist (nachstehend mit Übertragungsblatt
bezeichnet), auf ein anderes Blatt (nachstehend als aufnehmendes Blatt bezeichnet)
ein. Paar von Preßwa,lzen vorgesehen, deren Umfang größer als die, Länge der Blätter
ist und die, mit Einrichtungen zum lösbaren Befestigen der Vorderkante des Übertragungsblattes
an der einen Walze; und. der Vorderkante des aufnehmenden Blattes an der anderen
Walze versehen sind.
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Beim Gebrauch der beschriebenen Vorrichtung werden das Übertragungsblatt
und das aufnehmende Blatt mit ihren. Vorderkanten an den betreffenden Walzen befestigt
und die Walzen in Umdrehung versetzt, wobei deren Wirkung darin besteht, die den
Vorderkanten der beiden, Blätter unmittelbar folgenden Bereliche@, wenn. sie durch
die; Andruckzone der Walzen hindurchgehen, kurzzeitig zusammenzubringen und. aufeina.nderzupressen.
Da die hinteren Kanten der Blätter nicht befestigt sind, werden sie
frei,
sobald, sie aus der Walzena,ndruckzo.ne heraustreten, und die Blätter können dann,
von den Walzen entfernt werden, indem ihre vorderen Kanten von den Walzen abgenaminen
werden.
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Es ist ersichtlich, daß auf Grund der Erfindung ein völlig gleichmäßiger
Druck auf die Blätter ausgeübt wird und da13 die! Blätter durch einen Drehvorgang
der Walzen selbst in völlig regelmäßiger Art voneinander getrennt werden, Denn die.
Zeitdauer von dem Augenblick. in welchem ein Teil der Blätter zusamine-ngedrückt
wird, bis zu dem Augenblick, in welchem sie getrennt werden, ist über die- gesamte
Länge der Blätter genau gleich und bei einer vorli@r eingestellten Vorrichtung für
jeden nachfolgenden Übertragungsvorgang konstant. Die genauen Bedingungen das Druckes
und der Zeitdauer ergeben sich einfach aus der Einstellung des Druckeis zwischen
den. Walzen und ihrer Drehgeschwindigkeit.
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Es ist natürlich, wie oben erwähnt, erforderlich, daß das auf dem
Übertragungsblatt befindliche Bild vor seinem Durchgang durch die Walzenandruckzone
übertragungsfähig gemacht wird. Es ist möglich, eine geeignete Entwicklungsflüssigkeit
auf das Übertragungsblatt und, wenn dies als erforderlich oder erwünscht angesehen
wird, ebenso auf das aufnehmende Blatt aufzubringen, indem die Walzen in einem Bad
der Ent`vicklungsflüssigkeit umlaufen. Es ist jedoch in der Praxis zweckmäßiger,
die Entwicl;lungsfliissiglzeit auf die Walzen an einer geeigneten Stelle bei ihrer
Drehbewegung aufzubringen. So kann die Ruhestellung der Walzen so gewählt sein,
daß die Einrichtungen zum Befestigen der Butter an den Walzen in einem ausreichenden
Abstand von der Andruckzone der Walzen liegen, und die Einrichtung zum Zuführen
von Flüssigkeit zu den Walzen zwischen den Befestigungseinrichtungen und der Andruckzone
der 'falzen angeordnet sein. Die Flüssigkeit kann erfindungsgemäß über eine Dochtvorrichtung
zugeführt werden, die sich quer über die Breite der. Walzen erstreckt und die aus
einer Ruhestellung, in der sie auf den Walzen nicht aufliegt, in eine Stellung bewegbar
ist, in welcher der Docht in Berührung mit dem Übertragungsblatt steht, nachdem
dieses auf seiner Walze befestigt und die Walzendrehung eingeleitet: worden ist.
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Es ist jedoch vorzuziehen, die Entwiclclun-sfliissigkeit an oder in
nächster Nähe der Andruckzone- der Walzen aufzubringen. Dies kann mittels eines
ortsfesten. Dochtes erreicht werden., der mit der Flüssigkeit versorgt wird und
in unmittelbarer Nähe der Walzenandruckzone angeordnet ist. Gegebenenfalls kann
die Anordnung so getroffen werden, daß die Achsen der Walzen in einer waagerechten
Ebene liegen, so, daß die Walzen an der Andruckzone eine Mulde bilden, welcher dauernd
Entwicklungsflüssig-]zeit zugeführt wird. In diesem FaIle laufen dieBlätter unter
dieser Flüssigkeitsquelle und durch den Flüssigkeitsvorrat hindurch, kurz bevor
sie in die Andruckzone eintreten. Die Verwendung eines Dochtes ist jedoch vorteilhafter,
da er nicht nur als Filter für die Flüssigkeit wirkt, sondern, auch auf Grund seiner
auf die Oberfläche! des Blattes bzw. der Blätter ausgeübten Bürstenwirkung geeignet
ist, eine gleichmäßige Befeuchtung der Blattoberfläche zu gewährleisten. Gewünschtenfalls
kann bei Verwendung einer wa,a,gerechten Anordnung sowohl die Doehtvarrichtung als
auch die Mulde zum Aufbringen der Flüssigkeit verwendet werden. Die Flüssigkeit
kann der Mulde bzw. dem Docht durch Schwerkraft oder durch eine Pumpe zugeführt
werden. Falls die Flüssigkeit einfaches Wasser ist, ist es zweckmäßig, die Dochtleitung
finit der Wasserleitung zu verbinden.
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Es können verschiedene Einrichtungen. zur lösbaren Befestigung der
Vorderkanten der Blätter verwendet werden, jedoch ist es im allgemeinen zweckmäßig,
eine Art Klemmeinrichtung vorzusehen, welche in die 11-Iantelfläche jeder t#W'alze
eingelassen und derart ausgebildet ist, daß sie über den Umfang der betreffenden
Walze nicht nach außen vorstellt. Zwecki nälig H haben die Falzen, die in bekannter
Weise mit einem Hartkautschuküberzug versehen sein können, in ihrem Umfang einen
Längsschlitz, in welchem eine Einrichtung zum Festhalten der in den Schlitz gesteckten
Vorderkante des Übertragungsblattes bzw. des aufnehmenden Blattes angeordnet ist;
die Walzen sind dabei derart angeordnet, daß bei ihrer Drehung die beiden Schlitze
durch die Andruckzone der Walzen gleichzeitig hindurchgehen. Gemäß einer besonderen
Ausführungsform der Vorrichtung kann der Schlitz eine Längsstange aufnehmen, und
es sind Mittel vorgesehen., um diese- Stange aus einer Stellung, in welcher sie
an einer Begrenzungsfläche des Schlitzes anliegt, in eine. Stellung zu bewegen,
in welcher sie von der genannten Fläche entfernt liegt. Die Stange dient dann dazu,
wenn sie an der Schlitzwand anliegt, die Vorderkante des Übertragungsblattes bzw.
des aufnehmenden Blattes zwischen sich und der genannten Wand einzuklemmen. Die
Stange ist zweckmäßig an jeweils eitlem Ende eines Paares von schwenkbaren Hebeln
angebracht, die an den Enden der1@"alzen angeordnet sind und unter Federspannung
@i%ilell. und #2s fiel e.Il z:07 1-Tand 7L? l@@:atig-ndr \ocken zum Verstellen der
Hebel und damit der Lage der Stange in dem Schlitz vorgesehen. Bei der vorstehend
bescliriebeneii Vorrichtung ist es zweckmäßig, daß a?1 den Enden der Walzeis Platten
in solcher Lage Lind Form vorgesehen sind, daß, wenn die Schlitze zusammen durch
die Walzenandruckzone hindurchgehen, der zwischen den Walzen bestehende Druck von
diesen Endplatten und nicht von der Kautschukoberfläche der Walzen selbst aufgenommen
wird.
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Vorteilhaft ist der Antriebsmechanismus der gesamten Vorrichtung derart
ausgebildet, daß bei der Betätigung der Vorrichtung die Walzen eine einzige volle
Umdrehung ausführen, d. h. jedesmal in ihre Ausgangslage zurückkehren. Es können
dann in der Ruhestellung der Befestigungseinrichtungen zweckentsprechende Führungsbohne
bzw. Rutschen für die Blätter vorgesehen sein, so daß die Blätter über diese Führungsbahnen
selbsttätig zugeführt Lind in sehr einfacher Weise an, den Walzen befestigt werden
könncii. Am Ende einer Utndrchung können die Blätter, nachdem also die: Übertragung
vollendet ist, von den Walzen von Hand abgenommen oder selbsttätig freigegeben werden,
um auf getrennte Führungsbahnen oder Rutschen herabzufallen.
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Eine besondere Ausführungsform der Vorrichtung gemäß der Erfindung
wird an Hand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert.
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Fig. 1 ist eine Stirnansicht der Vorrichtung, teilweise im Schnitt;
Fig. 2 ist eine Vorderansicht der Vorrichtung.
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Die Vorrichtung weist zwei Preßwalzen 1 und 2 von gleichen Abmessungen
auf. Diese Walzen sind in Lagern in einem Traggestell 3 angeordnet, und es ist ein
nicht dargestellter Elektromotor oder eine andere Kraftquelle vorgesehen, um die
Walzen über Zahnräder 33 anzutreiben. Das Gestell 3 trägt eine Druckplatte 4 und
Stellschrauben 5, mittels deren der Druck zwischen den t@'alzen 1 und 2 .eingestellt
werden kann.
Die Walzen 1 und 2 sind je mit einem Kautschulzü 13t#rzug
32 versehen und haben eine allgemein glatte t'lnfangsfläcbe. Es ist jedoch in jeden
Kautscbulcüberzug ein Schlitz 6 bzw. 7 eingeschnitten. In diesen Schlitzen 6 bzw.
7 sind Klemmstangen 8 bzw. 9 angeordnet, deren Enden an. Hebeln 10, 12 bzw. 11,
13 befestigt sind. Diese: Hebe il sind auf Schwenkzapfen 14., 16 bzw. 15, 17 an
dem Enden der Walzen angeordnet. Den Hebeln 10, 12 bzw. 11, 13 sind Nocken 18, 20
bzw. 19, 21 zugeordnet, wobei die Nocken 18 und 19 mit Verlängerungsarmen 34 für
eine Betätigung von Hand versehen sind.
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An dell Enden der Walzen. sind ferner Stützplatten 22, 24 bzw. 23,
25 vorgesehen, die derart gestaltet sind, da.ß, wenn sich die Schlitze 6 und 7 in
der Andruckzone der Walzen befinden, der zwischen den U'alzen bestehende: Druck
im wesentlichen von den betreffenden. Führungsplatten. aufgenommen wird. Diese -
Platten dienen außerdem als Gehäuse: für Federn ?6, 27, 2" bzw. 29, weelche auf
die Hebel 10, 11, 12 bzw. 13 einwirken. Eine Leitung 30 zum Zuführen von Entwicklungsflüssigkeit
ist in unmittelbarer Nähe 1vr Andruckzone der Walzen angeordnet und mit einem Aufbringungsdocht
31 versehen.
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fuim Gebrauch. der Vorrichtung Zierden, die Nocken 18, 19, 20, 21
mittels der Arme 34 gedreht, um die H eb:.110, 11, 12, 13 entgegen den Federn.
26, 27, 28 2'^ zu schv-enlseli, nachdem die Vorderkante des Übertragungsblattts
zwischen die Klemmstange" und die eill:c Seitenwandung des Schlitzes 6 und die Vorderkante
des aufnehmenden Blattes zwischen die Klemmstange 9 und die eine Seitenwandung des
Schlitzes ? gebracht worden sind. Hierbei werden die Klemmstange 8 zwecks Erfassung
des Übertragungsblattes g:-.gen die Seitenwandung des Schlitzes 6 und die hlenlmstange
9 zwecks Erfassung des aufnehmenden Blattes gegen die Seitenwandung des Schlitzes
7 gedrückt. Die Walzen 1 und 2 werden dann in den durch Pfeile an-,deuteten Richtungen
synchron g°-drelrt, wodurch das Übertragungsblatt und das aufnehmende Blatt durch
die Walzenandruckzone geführt werden. Kurz bevor der frei liegende vordere Teil
d°s Übertragungsblattes in diese Zone eintritt, gelangt er in Berührung mit dem
Aufbringungsdocht 31 und wird auf diese Weise, mit En.twicklungsflüssigheit befeuchtet.
Sobald die Blätter vollständig durch die Walzenandruckzone hindurchgezogen worden
sind, sind ihre hinteren Enden frei, und die Blätter können nun aus den Schlitzen
entfernt werden, nachdem lediglich die Lage der Nocken umgekehrt wird, um die Stangen
8 und 9 von der Seitenwandung der Schlitzß6 bzw. 7 wegzuziehen.