DE102452C - - Google Patents
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- G—PHYSICS
- G04—HOROLOGY
- G04B—MECHANICALLY-DRIVEN CLOCKS OR WATCHES; MECHANICAL PARTS OF CLOCKS OR WATCHES IN GENERAL; TIME PIECES USING THE POSITION OF THE SUN, MOON OR STARS
- G04B15/00—Escapements
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- G04B15/04—Cylinder escapements
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 83: Uhren
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Gangwerk (Hemmung) für Uhren, bei
welchem die Vortheile des Ankerganges mit denen des Cy linderganges verbunden werden.
Wie bekannt, wirkt der. sogen. Cylinder an Cylindergängen in zweierlei Weise mit den
Zähnen des Gangrades zusammen, derart nämlich, dafs der Cylinder theils als Hemmung
wirkt, wobei eine Zahnspitze an dessen inneren oder äufseren Fläche während der Drehung
des Cylinders anliegt, theils als Impulsempfänger dadurch, dafs die schräge oder excentrische
Aufsenfläche der Gangradzähne gegen die Endfläche des Cylinders drückt, so dafs der Cylinder
einen drehenden Antrieb erhält. Die Einfachheit des Cylinderganges giebt diesem
vor allen anderen Hemmungen bedeutende Vorzüge, dagegen leidet er an dem Uebelstand,
dafs er während des Hemmens eine ziemlich grofse Bewegung der einander berührenden
Theile (der Zahnspitze und der Cylinderfläche) hat, wodurch die Theile sich reiben und stark
abgenutzt werden.
Nach vorliegender Erfindung wird nun der Cylinder nur als Impulsempfänger benutzt,
während die Hemmung mittelst eines besonderen Hemmhakens, der von der Cylinderachse
aus getrieben oder gesteuert wird, bewirkt wird. Während der Hemmzeit (sowohl rechts
wie links) berührt also der Gangradzahn nicht die Cylinderfläche, obwohl die Bewegung genau
dieselbe ist. Der erwähnte Hemmhaken wirkt mit einem Zahnkranz zusammen und tritt mit demselben in Eingriff jedesmal, wenn
die Berührung des Gangradzahnes mit dem Cylinderende aufgehört hat.
Die Wirkungsweise des neuen Ganges geht aus der beiliegenden Zeichnung hervor. Fig. 1
zeigt die Lage der Theile kurz vor Abschlufs eines Antriebes und Fig. ι die Lage kurz nach
Eintritt einer Hemmung. In dem dargestellten Beispiel umfafst der Cylinder A, was bisher
nicht üblich war, zwei Zähne B des Gangrades. Der Zweck dieser Anordnung soll weiter
unten näher angegeben werden; die Arbeitsweise des Cylinders ist unverändert. Auf der
Gangradachse ist ein zweites Zahnrad mit Zähnen C befestigt; solche Zähne können auch
direct auf dem Gangrad angebracht sein oder die Gangradzähne selbst als solche Hemmzähne
dienen. Mit diesen Zähnen wirkt der Hemmhaken D zusammen, auf dessen Achse.is
der Arm F ebenfalls sitzt, welcher Arm mit einem kleinen . Stift G einer an der Cylinderachse
befestigten Scheibe H zusammenspielt. Eine Feder hält den Arm F gegen den
Stift bezw. gegen einen Anschlagstift S angedrückt. Wenn der Stift G den Arm F abdrückt,
wird der Hemmhaken D vom Eingriff mit den Zähnen C abgehalten. Wenn aber
der Cylinder sich weiter gedreht hat (Fig. 2), hat auch der Stift den Arm verlassen, und der
Hemmhaken wird von der Feder in den Zahnkranz C eingedrückt, die Hemmung ist zu
Stande gebracht. Der Cylinder dreht sich weiter, wie bei Cylindergangwerken üblich,
aber die Spitze X des Gangradzahnes ist durch die Hemmung daran verhindert, sich gegen
die Cylinderfläche anzulegen, und die Bewegung des Cylinders ist daher frei.
Durch die gezeigte Anordnung, bei welcher der Cylinder zwei Gangradzähne umfafst, kann
das Centrum des Cylinders so weit aufserhalb des Zahnkreises verlegt werden, dafs der Cylinder in bekannter Weise 'eine durchgehende
Achse erhalten kann (Fig. 3). Bei dieser Ausführungsweise kann man nun den Cylinder
zugleich mehr als eine Umdrehung schwingen lassen, also gröfseren Schwung geben als üblich,
was unter Umständen vorfheilhaft ist. Auch darf bei diesem Gangwerk der Ausschnitt
aus dem Cylinder kleiner sein; der Ausschnitt braucht z. B. nur ungefähr ein Drittel des
Kreisbogens zu betragen, und hierdurch erreicht man, dafs ein gutes Werk hergestellt
werden kann, ohne besonders grofse Genauigkeit der Ausführung. Noch mufs erwähnt
werden, dafs sich bei der einfachen Form des eigentlichen Cylinders dieser sehr leicht aus
Stein herstellen läfst. Ob der Cylinder über einen, zwei oder mehrere Zähne des Gangrades
greifen soll, ist eine handwerksmäfsige Sache, die erfahrungsgemäfs bestimmt werden mufs;
ebenso verhält es sich mit der Anzahl und Form der Gangradzähne. Die letzteren können
auch mehr nach Art der Ankergangzähne ausgeführt werden, wobei die Hebungsflächen
zur Hälfte an den Zähnen, zur Hälfte an dem Cylinder angeordnet sein können.
Claims (2)
1. Cylindergang für Uhren, dadurch gekennzeichnet, dafs ein von der Cylinderachse
aus bewegter Hemmhaken D, der in einen Zahnkranz C auf dem Gangrade eingreift,
das- Gangrad so in der Ruhelage hält, dafs der Cylinder A während des Hemmens die
Gangradzahnspitzen B nicht berührt.
2. Ein Cylindergang nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dafs der Cylinder A
statt, wie üblich, einen Zahn zwei oder mehr Gangradzähne B umfafst, um dadurch
einen gröfseren Spielraum für die Schwingung zu erhalten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE102452C true DE102452C (de) |
Family
ID=373049
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT102452D Active DE102452C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE102452C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH715589A1 (fr) * | 2018-11-27 | 2020-05-29 | Lvmh Swiss Mft Sa | Echappement à repos frottant. |
-
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- DE DENDAT102452D patent/DE102452C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH715589A1 (fr) * | 2018-11-27 | 2020-05-29 | Lvmh Swiss Mft Sa | Echappement à repos frottant. |
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