DE1024483B - Verfahren zum Faerben und Bedrucken von Faeden, Fasern, Baendern oder Geweben aus Polyacrylnitril und acrylinitrilhaltigen Mischpolymerisaten - Google Patents

Verfahren zum Faerben und Bedrucken von Faeden, Fasern, Baendern oder Geweben aus Polyacrylnitril und acrylinitrilhaltigen Mischpolymerisaten

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DE1024483B
DE1024483B DEB41760A DEB0041760A DE1024483B DE 1024483 B DE1024483 B DE 1024483B DE B41760 A DEB41760 A DE B41760A DE B0041760 A DEB0041760 A DE B0041760A DE 1024483 B DE1024483 B DE 1024483B
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Germany
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polyacrylonitrile
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dyeing
tapes
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DEB41760A
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Dr Rolf Zeidler
Dr Otto Stichnoth
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BASF SE
Original Assignee
BASF SE
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P3/00Special processes of dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the material treated
    • D06P3/70Material containing nitrile groups
    • D06P3/704Material containing nitrile groups using metallisable or mordant dyes or dyeing by cupro-ionic method

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Verfahren zum Färben und Bedrucken von Fäden, Fasern, Bändern oder Geweben aus Polyacrylnitril und acrylnitrilhaltigen Mischpolymerisaten Gegenstand der Patentanmeldung B 39 339 IV c/8 m ist ein Verfahren zum Färben und Bedrucken von Gebilden aus Polyacrylnitril und bzw. oder acrylnitrilhaltigen Mischpolymerisaten mit basischen Farbstoffen unter Mitverwendung von Verbindungen, die mindestens eine über eine Alkylengruppe an ein Stickstoffatom gebundene Cyangruppe enthalten.
  • Es wurde nun gefunden, daB man Polyacrylnitril und bzw. oder acrylnitrilhaltige Mischpolymerisate enthaltende Gebilde, wie Fäden, Fasern, Bänder oder Gewebe, auch mit sulfonsäuregruppenfreien Metallkomplexverbindungen in vorteilhafter Weise färben und bedrucken kann, wenn man dabei Verbindungen der obengenannten Art mitverwendet.
  • Für das neue Verfahren geeignete Farbstoffe sind sulfonsäuregruppenfreie Azo- und Azomethinfarbstoffe, die als Substituenten z. B. Halogenatome, Alkyl-, Oxy-, Alkoxy-, Nitro- oder Sulfonsäureamidgruppen enthalten können und die - allein oder in Form ihrer Gemische - durch Behanäelri beispielsweise mit Chrom- oder kobaltabgebenden Mitteln in ihre Metallkomplexe übergeführt worden sind.
  • Die Wasserstoffatome der Alkylengruppen der erfindungsgemäßen Verbindungen können wie beim Verfahren der Hauptpatentanmeldung durch Alkyl-, Cycloall-yl-, Aryl- oder Aralkylgruppen, die der Aminostickstoffatome durch eine oder zwei - gegebenenfalls weitere Substituenten, wie z. B. Sulfonsäuregruppen tragende Alkyl-, Cycloalliyl-, Aryl-, Aralkyl- oder Acylgruppen, substituiert sein. Man kann sie beispielsweise durch Umsetzung von Ammoniak, von Aminen oder von Carbonsäureamiden mit Acrylnitril oder mit Methacrylnitril, gegebenenfalls unter nachfolgender Acylierung, herstellen. Ferner können die Aminostickstoffatome auch Glieder eines heterocyclischen - gegebenenfalls kondensierten -Ringsystems sein.
  • Vor ihrer Verwendung, d. h. ihrer wie beim Verfahren der Hauptpatentanmeldung vorgenommenen Beimischung zu den in üblicher Weise hergestellten Klotzlösungen oder Druckpasten, lassen sich die cyangruppenhaltigen Verbindungen auch durch Zusatz üblicher Mittel lösen, dispergieren oder emulgieren; auch die Druckpaste kann als Emulsionspaste vorliegen. Die verwendeten Gebilde, wie Fasern, Gewebe usw., können auch mit primären aliphatischen Aminen, die noch mindestens eine - gegebenenfalls substituierte -Amino-, Hydroxyl-, Äther-, Thio- oder Thioäthergruppe enthalten, vorbehandelt sein.
  • Man erhält bei Mitverwendung der Cyanalkylenamine auf Gebilden wie Fasern, Flocken, Fäden, Geweben, Bändern oder Gewirken aus Polyacrylnitril oder aus Mischpolymerisaten des Acrylnitrils beispielsweise mit Vinylchlorid, Vinylidenchlorid, Vinylfluorid, Vinylacetat und -propionat, Vinylpyridin, Vinylimidazol, Vinylalkohol, Acryl- und Methacrylsäureestern und bzw. oder -amiden sowie auf Mischgespinsten oder -geweben dieser Fasern mit solchen aus natürlichen oder künstlichen Polyamiden Färbungen und Drucke von wesentlich verbesserter Farbtiefe und von guter Farbtongleichheit und guten Echtheitseigenschaften. Es bedarf bei diesem Verfahren nicht des zum Fixieren sonst meist notwendigen Dämpfprozesses unter Überdrucken von mehr als einer Atmosphäre, dessen Vornahme besondere, in vielen Färbereien nicht vorhandene Apparaturen erfordert und der den Griff des Färbeguts bis zu einem gewissen Grade ungünstig beeinflussen kann. Dagegen erzielt man beim neuen Verfahren eine genügende Fixierung bereits durch relativ kurzzeitiges Dämpfen bei Drucken unterhalb von einer Atmosphäre Überdruck, also in technisch vereinfachter Weise und unter Bedingungen, die das Fasergut schonen.
  • Die in den folgenden Beispielen genannten Teile sind Gewichtsteile.
  • Beispiel 1 30 Teile des durch Chromieren einer Mischung der Azofarbstoffe 2-Aminobenzol-4-sulfonsäureamid -+- 1-Phenyl-3-methylpyrazolon-(5) und 1-Oxy-2-amino-4-nitrobenzol -r 1-Phenyl-3-methylpyrazolon-(5) erhaltenen Gemisches von Chromkomplexen, in denen j e Atom Chrom 2 Moleküle Azofarbstoff enthalten sind, werden in einer Mischung von 30 Teilen ß-(Formylamino)-propionitril, 50 Teilen Thiodiglykol und 150 Teilen Wasser von 70° gelöst, mit 650 Teilen Kristallgummi verdickt und mit weiteren 90 Teilen Wasser zu einer druckfähigen Paste verarbeitet. Mit ihr bedruckt man Stapelfasergewebe aus einem Mischpolymerisat von 94 Teilen Acrylnitril.und 6 Teilen Methacrylsäuremethylester und dämpft nach dem Trocknen 30 Minuten in einem Sterndämpfer bei 0,2 Atmosphären Überdruck. Nach dem üblichen Spülen und Seifen erhält man kräftige orangefarbene Drucke. Beispiel 2 Aus 30 Teilen der Kobaltkomplexverbindung des Azofarbstoffs 1-Oxy-2-amino-4-nitrobenzol -@ 2-Oxynaphthalin, in der 1 Atom Kobalt auf 2 Moleküle Azofarbstoff enthalten ist, 30 Teilen N-(ß-Cyanoäthyl)-caprolactam und 50 Teilen Thiodiglykol wird, wie im Beispiel 1 beschrieben, eine druckfähige Paste hergestellt, mit der man mit 65 °/@gem wäBrigem, siedendem Äthanolamin und danach mit 10 °/jger Schwefelsäure behandeltes und gewaschenes Gewebe aus Polyacrylnitril-Langfäden bedruckt. Nach 30 Minuten Dämpfen bei 0,5Atmosphären Überdruck und der üblichen Aufarbeitung erhält man kräftige Bordodrucke. Beispiel 3 Aus 30 Teilen der Chromkomplexverbindung des Azofarbstoffs aus diazotiertem 1-Oxy-4-chlor-2-aminobenzol und der Kupplungskomponente der Formel die auf 2 Moleküle Azofarbstoff je 1 Atom Chrom enthält, wird mit 30 Teilen N,N-Bis-(ß-cyanoäthyl)-formamid und 50 Teilen Thiodiglykol, wie im Beispiel 1 beschrieben, eine druckfähige Paste hergestellt. Mit ihr wird ein Mischgewebe von 50 Teilen Wolle und 50 Teilen eines Mischpolymerisats aus 90 Teilen Acrylnitril, 5 Teilen Methacrylsäuremethylester und 5 Teilen Vinylpyridin bedruckt und 30 Minuten in einem Sterndämpfer gedämpft. Nach dem Spülen und Seifen erhält man kräftige blaue Drucke. In gleicher Weise kann ein Mischgewebe von 50 Teilen Wolle und 50 Teilen eines Mischpolymerisats aus 94 Teilen Acrylnitril und 6 Teilen Methacrylsäuremethylester bedruckt werden. Man dämpft hier mit Vorteil 15 Minuten bei 0,5 Atmosphären Überdruck in einem Dämpfkessel. Beispiel 4 30 Teile der Chromkomplexverbindung des Azofarbstoffs 1-Oxy-2-amino-3-nitrobenzol -r 2-Oxynaphthalin, die auf 1 Atom Chrom 2 Moleküle Azofarbstoff enthält, 30 Teile ß-(Phenylamino)-propionitril und 10 Teile einer Alkylnaphthalinsulfonsäure werden in 50 Teilen Thiodiglykol gelöst, mit 100 Teilen einer Verdickung aus 8 Teilen Tragant und 92 Teilen Wasser verrührt und mit 780 Teilen Wasser zu einer Klotzlösung verarbeitet. Mit ihr klotzt man Gewebe aus Stapelfasern von reinem Polyacrylnitril, dämpft es danach 30 Minuten bei 0,5 Atmosphären Überdruck in einem Sterndämpfer und arbeitet es, wie üblich, auf. Man erhält so eine kräftige blaugraue Färbung. In gleicher Weise kann auch eine mit Hilfe einer 0l-in-Wasser-Emulsion hergestellte Klotzlösung verwendet werden.
  • Zum Herstellen von Ätzungen werden die so behandelten Gewebe zweckmäBigerweise vor oder auch nach dem Dämpfen mit den üblichen reduzierenden Ätzpasten bedruckt.
  • Beispiel 5 Aus 30 Teilen der Chromkomplexverbindung des Azofarbstoffs 1-Oxy-2-amino-4-chlorbenzol-5-sulfonsäureamid ->- 1-Phenyl-3-methylpyrazolon-(5), die 2 Molekiile Azofarbstoff je Atom Chrom enthält, 30 Teilen Formylaminoacetonitril und 50 Teilen Thiodiglykol stellt man, wie im Beispiel 1 beschrieben, eine druckfähige Paste her und bedruckt damit Gewebe aus einem Mischpolymerisat von 40 Teilen Acrylnitril und 60 Teilen Vinylchlorid. Danach wird 30 Minuten in einem Sterndämpfer gedämpft, und, wie üblich, aufgearbeitet. Man erhält so kräftige rote Drucke.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Weitere Ausbildung des Verfahrens zum Färben und Bedrucken von Fäden, Fasern, Bändern oder Geweben aus Polyacrylnitril und bzw. oder acrylnitrühaltigen Mischpolymerisaten unter Mitverwendung von Verbindungen, die mindestens eine über eine Alkylengruppe an ein Stickstoffatom gebundene Cyangruppe enthalten, nach Patentanmeldung B 39339 IV c/8 m, dadurch gekennzeichnet, daB man an Stelle von basischen Farbstoffen sulfonsäuregruppenfreie Metallkomplexfarbstoffe verwendet.
DEB41760A 1956-09-14 1956-09-14 Verfahren zum Faerben und Bedrucken von Faeden, Fasern, Baendern oder Geweben aus Polyacrylnitril und acrylinitrilhaltigen Mischpolymerisaten Pending DE1024483B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1196620B (de) * 1961-06-22 1965-07-15 Basf Ag Verfahren zum Bedrucken von Gebilden aus synthetischem und halbsynthetischem Fasergut

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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