DE102438C - - Google Patents

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DE102438C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41LAPPARATUS OR DEVICES FOR MANIFOLDING, DUPLICATING OR PRINTING FOR OFFICE OR OTHER COMMERCIAL PURPOSES; ADDRESSING MACHINES OR LIKE SERIES-PRINTING MACHINES
    • B41L9/00Apparatus for indirectly duplicating from hectographic originals by means of hectographic intermediaries or transfer surfaces, i.e. "dry duplicators"
    • B41L9/04Apparatus for indirectly duplicating from hectographic originals by means of hectographic intermediaries or transfer surfaces, i.e. "dry duplicators" with flat supports over which gelatin-paper is stretched

Landscapes

  • Screen Printers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 15: Druckerei.
NOEL PONSOLLE in PARIS. Vervielfältigungsapparat.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 8. März 1898 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft einen Vervielfältigungsapparat derjenigen Art, welche unter dem Namen Autocopist bekannt sind und welche als Vervielfältigungsmittel für Schriftstücke, Pläne, Zeichnungen u. s. w. ein feuchtes Gelatineblatt benutzen.
Bei dem neuen Apparat findet die beständige und selbstthätige Anfeuchtung der Gelatine bezw. des mit Gelatine versehenen Gewebes, Papiers oder dergl. mittelst eines porösen Steines statt, dessen unterer Theil in einen mit Wasser gefüllten Behälter taucht.
Der Erfindungsgegenstand ist auf der beiliegenden Zeichnung dargestellt.
Fig. ι zeigt den Apparat im senkrechten Schnitt durch die Mitte.
Fig. 2 zeigt den Apparat von der Seite gesehen.
Fig. 3 zeigt den Apparat in der Draufsicht ohne Behälter und Befeuchtungsstein.
Die Vorrichtung zur beständigen Befeuchtung der Gelatine besteht aus dem künstlichen und porösen Stein P. Die Zusammensetzung dieses Steines kann verschiedener Art sein, ohne dafs dadurch das Wesen vorliegender Erfindung berührt wird. Es kommt nach dieser Erfindung lediglich darauf an, dafs der Stein sehr porös ist und eine vollkommen glatte und gleichmäfsige Druckfläche bietet. Für die Zusammensetzung des Steines kann man z. B. 90 Theile gebrannten Gyps, 3 Theile Bariumsulfat, 5 Theile Natriumchlorat und 2 Theile Aluminiumsilicat verwenden. Auch kann man den porösen Stein in geeigneter Weise aus anderen Stoffen in veränderlichen Mengen herstellen. Der Stein P ist in dem vorher mit Wasser gefüllten Behälter C angeordnet. Wegen der Capillarität der verwendeten Platte wird das Wasser aus dem Behälter allmälig angezogen und zur Oberfläche geführt, um dort das auf den Stein ausgespannte Gelatineblatt dauernd in dem Zustande der für die Vervielfältigung erforderlichen Feuchtigkeit zu erhalten.
Die Zuführung bezw. Nachfüllung von Wasser kann in jedem beliebigen Augenblick durch einen Zuführbehälter bewirkt werden, dessen Rohr durch ein in einer Ecke des Tisches angeordnetes Loch hindurchgeht. Selbstverständlich kann auch jedes andere Mittel zum Nachfüllen von Wasser verwendet werden.
Der den Stein enthaltende Behälter C wird auf einen von dem Gestell E getragenen Rahmen A gestellt, der nach Belieben in der senkrechten Richtung verschoben werden kann. Letzteres geschieht zweckmä'fsig durch vier Excenter S, welche mittelst einer Mutter und Schraube R bethätigt werden. Die Schraube R wirkt auf das Ende eines waagrechten Schiebers T, in dessen Schlitzen t sich die an den Achsen ί der Excenter befestigten Hebel L befinden. Je gröfser die Bewegung dieser Hebel ist, desto fester legt sich die Oberfläche des Steines P gegen die untere Fläche des Gelatineblattes, so dafs die Spannung des Blattes entsprechend verstärkt wird.
Das Anspannen der Gelatinehaut durch Heben des Steines wird nicht als neu beansprucht, da ein derartiges Anspannen durch Heben einer Platte bereits bekannt ist.
Von oben wird über den Stein oder Tisch P
ein beweglicher Rahmen D aus Metall oder sonst geeignetem Material geschoben. Dieser Rahmen ist an seinen vier Wänden mit Kehlen versehen, die zur Aufnahme der Gelatinehaut dienen, welche dort durch Lineale d festgehalten wird. Diese Lineale üben auf die Ränder der Gelatinehaut einen Druck aus. Das Festhalten geschieht mittelst Schrauben d1, kann aber auch auf beliebige andere Weise bewirkt werden.
Die Beweglichkeit des Rahmens D gestattet, ohne beschwerliche Arbeit den Apparat zu öffnen oder den Rahmen auszuwechseln. Für das Drucken wird derselbe auf dem Gestell des Apparates mittelst vier Schraubenbolzen G und Muttern g befestigt, welche an den vier Ecken des Rahmens angebracht sind.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Vervielfältigungsapparat mit beständiger Befeuchtung der Gelatinehaut, gekennzeichnet durch einen porösen Kunststein, dessen unterer Theil beständig in einen mit Wasser gefüllten Behälter taucht und über dessen Oberfläche die Gelatinehaut ausgespannt ist, so dafs die Feuchtigkeit allmälig durch den Stein hindurch zum Gelatineblatt gelangt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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