DE1024178B - Betriebsschaltung fuer Kathodenstrahlroehren mit elektromagnetischer Strahlablenkung - Google Patents
Betriebsschaltung fuer Kathodenstrahlroehren mit elektromagnetischer StrahlablenkungInfo
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Description
Eric John Gargini, Yiewsley, Middlesex
(Großbritannien), ist als Erfinder genannt worden
Bei solchen Zeilenablenkschaltungen tritt bekanntlich während jedes Sägezahnrücklaufes in der Ablenkspule
eine große Spannungsspitze auf, die unerwünschte, bis in den Sägezahnhinlauf hinein fort- 20
dauernde Schwingungen erregen und so die Synchronisation des Empfängers stören kann. '
dauernde Schwingungen erregen und so die Synchronisation des Empfängers stören kann. '
Es ist bereits vorgeschlagen worden, die Wicklun- 9
gen oder Wicklungsteile des Transformators auf eine
ein Vielfaches der Rücklauf frequenz betragende Eigen- 25 denkreis der Röhre 4 enthält die Parallelschaltung
frequenz abzustimmen, um die bei Beginn der Rück- eines Widerstandes 7 und eines Kondensators 8, die
laufzeit angestoßenen freien Schwingungen durch die der Röhre die erforderliche Vorspannung geben. Die
Rücklauf spannung wieder abzuerregen. Bei dieser Ablenkspule 1 ist durch einen Linearisierungskondenvorgeschlagenen
Anordnung sind jedoch die Schwin- sator 9 überbrückt und mit einer Energierückgewingungsformen
der freien Schwingungen und der Rück- 3° nungsschaltung 10 verbunden. Diese Schaltung 10 entlaufschwingungen
verschieden, so daß keine völlige hält einen Gleichrichter 11, der durch einen Metall-Auslöschung
der freien Schwingungen nach Beendi- gleichrichter oder eine Diodenröhre dargestellt wergung
des Rücklaufes erzielt werden kann. den kann, deren Kathode mit dem Ende der Spule 1
• Gemäß der Erfindung ist mit einer zur Speisung verbunden ist, das näher zur Anode der Röhre 4 liegt
der Ablenkspulen mit sägezahnförmigen Strömen im 35 (Dämpfungsdiode). Der Anodenkreis des Gleichrich-Anodenstromkreis
der Steuerröhre angeordneten ters 11 enthält die Fokussierungsschaltung 12, 13, 14,
15 und einen Speicherkondensator 16, die an ihren oberen Enden mit der Anodenspannungsleitung 2 verbunden
sind.
Zur Erzeugung der Hochspannung EHT für die Kathodenstrahlröhre ist eine Spule 17 vorgesehen,
deren eines Ende mit der Anode der Röhre 4 und deren anderes Ende mit der Anode eines weiteren
Gleichrichters 18 verbunden ist und die mit der Spule 3 der die Ablenkschaltung, die Hochspannungserzeu- 45 induktiv gekoppelt ist. Die Kathode des Gleichrichters
gung und die Fokussierungsschaltung enthält. Dabei 18 führt über einen Widerstand 20 zum Verbraucher
ist 1 die Zeilenablenkspule der nicht gezeichneten und ist mit einem Ladekondensator 19 gegen Erde
Kathodenstrahlröhre, die zwischen der Anodenspan- verbunden. Die Kopplung der Spule 17 mit der Spule 3
nungsleitung 2 und einer weiteren Spule 3 eingeschal- ist — wie durch den Pfeil 21 angedeutet — zur Vertet
ist, die ihrerseits mit der Anode der Verstärker- 5° ringerung unerwünschter, freier Schwingungen in ge
Spule der Ablenkschaltung ein zusätzlicher Resonanzkreis gekoppelt, in der Weise, daß sich während des
Sägezahnriicklaufs angeregte Schwingungen, die sich während des Sägezahnhinlaufs fortsetzen wollen,
gegenseitig auslöschen.
Im folgenden soll ein Ausführungsbeispiel der Erfindung an Hand der Zeichnung näher erläutert werden.
Diese zeigt den Teil eines Fernsehempfängers,
röhre 4 verbunden ist. Die Röhre 4 wird an ihrer Steuerelektrode von Synchronisiersignalen aus einer
nicht gezeigten Quelle über einen Kondensator 5 und einen Gitterableitwiderstand 6 gesteuert. Der Katho-
eigneter Weise variabel gemacht. Mit 22 ist die Streukapazität der Anordnung bezeichnet, während der
Kondensator 23 aus der Streukapazität der Spule 3 und einem zusätzlichen Kondensator zusammengesetzt
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ist und die ganze Hochspannungsschaltung in Reihenresonanz auf dieselbe Frequenz abstimmt wie die
Resonanzfrequenz des durch die Ablenkspule 1 und die angeschlossene Kapazität gebildeten Kreises.
Soweit es die Zeilenablenkung des Strahles der Kathodenstrahlröhre betrifft, arbeitet die beschriebene
Schaltung in bekannter Weise, so daß ein sägezahnförmiger Strom in der Ablenkspule 1 durch Steuerung
mittels einer geeigneten Spannungswelle am Eingang der Röhre 4 erzeugt wird. Das der Röhre 4 zugeführte
Steuersignal enthält periodische, negative Impulse, welche die Röhre 4 zeitweilig sperren und dadurch die
kurzen Flanken des Sägezahnstromes in der Ablenkspule bewirken. Jeweils während der kurzen Flanke
steigt die Spannung an der Anode der Röhre 4 zu einem sehr hohen positiven Wert an, so daß der Gleichrichter
11 ebenfalls gesperrt wird. Das untere Ende der Spule 17 folgt dieser positiven Spannungsänderung,
wobei der Kopplungssinn zwischen den Spulen 3 und 17 so gewählt ist, daß ein zusätzlicher Spannunganstieg
am oberen Ende der Spule 17 erfolgt. Der Gleichrichter 18 wird dadurch in den leitenden
Zustand gesteuert und schaltet den Kondensator 19 an die Spule 17, wodurch der Kondensator 19 auf die
Spannung am oberen Ende der Spule 17 aufgeladen wird. Diese Spannung wird in bekannter Weise als
Hochspannung für die zweite Anode der Kathodenstrahlröhre verwendet.
Am Ende des Sägezahnrücklaufs hat die Spannung an der Anode 4 und ebenfalls am Verbindungspunkt
der Spulen 1 und 3 das Bestreben, zu negativen Werten durchzuschwingen. Der Gleichrichter 11 wird
leitend und dämpft die negativen Spannungsausschläge in der Ablenkspule 1 in bekannter Weise, während
die freien Schwingungen in der Spule 3 durch den relativ großen Widerstand der Steuerröhre 4 kaum
geschwächt werden. Durch die Kopplung zwischen den Spulen 3 und 17 entsteht an der Hochspannungsspule
17 bei Sperrung der Röhre 4 ein großer Spannungsimpuls, der weitere, unerwünschte Schwingungen
erregt. Die Ausgangsspannung der Hochspannungsspule 17 besteht daher aus dem Spannungsimpuls
und den entsprechenden folgenden Impulsen, die jeweils an der Ablenkspule und der Spule 3 entstehen.
Eine weitere in dieser Spannung enthaltene Komponente rührt von der Streuinduktivität der Hochspannungsspule
her. Diese Streuinduktivität muß man sich zwischen dem Ende der Hochspannungsspule und dem
Hochspannungsgleichrichter eingeschaltet denken. Diese Streuinduktivität bildet mit den Streukapazitäten·
der Gleichrichterschaltung einen weiteren Schwingungskreis, der gegenüber dem aus der Spule 3
der Kapazität 23 gebildeten Schwingkreis mit einer Phasenverschiebung von 90° schwingt. Durch die
Kopplung der Spulen 3 und 17 entstehen dadurch in der Spule 3 zusätzliche Schwingungen, die gegenüber
denen des Schwingkreises aus Streuinduktivität und den angeschlossenen Kapazitäten eine Phasenverschiebung
um weitere 90° haben, so daß diese Schwingungen mit den ursprünglichen unerwünschten Schwingungen
in der Spule 3 eine Phasenverschiebung von 180° haben. Durch entsprechende Dimensionierung
der veränderbaren Kopplung der Spulen 3 und 17 ist es möglich, die unerwünschten Schwingungen in der
Spule 3 auszugleichen.
Claims (3)
1. Betriebsschaltung für Kathodenstrahlröhren mit elektromagnetischer Strahlablenkung durch
sägezahnförmige Ströme mit Ableitung einer Betriebsspannung durch Rückgewinnung der am
Ende des Sägezahnhinlaufs in der Ablenkschaltung gespeicherter Energie, dadurch gekennzeichnet,
daß mit einer zur Speisung der Ablenkspulen mit sägezahnförmigen Strömen im Anodenstromkreis
einer Steuerröhre (4) angeordneten Spule (3) der Ablenkschaltung ein zusätzlicher Resonanzkreis
(17, 22) gekoppelt ist in der Weise, daß sich während des Sägezahnrücklaufs angeregte Schwingungen,
die sich während des Sägezahnhinlaufs fortsetzen wollen, gegenseitig auslöschen.
2. Betriebsschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ankopplung des Resonanzkreises
an die Ablenkschaltung veränderbar ist.
3. Betriebsschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ablenkspule (1) mit einer
zusätzlichen Spule (3) in Serie direkt in den Anodenstromkreis der Steuerröhre (4) eingeschaltet
ist und daß der Resonanzkreis mit der zusätzlichen Spule (3) gekoppelt ist.
Entgegengehaltene ältere Rechte: Deutsches Patent Nr. 893 370.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 709 879/325 2.58
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