Zur Aufhellung der Haarfarbe werden
meist stark prooxidative Verfahren angewandt, die das Haar stark
schädigen
können.
Bekannt ist hier vor allem die Blondierung von Haaren mit Wasserstoffperoxid.
Diesem Übelstande abzuhelfen, war Aufgabe
der vorliegenden Erfindung.
8-Hexadecen-1,16-dicarbonsäure (Dioic
acid, CAS-Nummer 20701-68-2; vorläufige INCI-Bezeichnung Octadecendioic acid) ist
ein Stoffwechselprodukt von Hefezellen des Candida Stammes. Sie
ist durch folgende Struktur gekennzeichnet:
Als Ausgangssubstanz dient eine Fettsäure rein
pflanzlichen Ursprungs. Diese wird in die Hydroxy- Fettsäure umgesetzt,
die dann zum Fettsäurealdehyd
und letztendlich zur Dicarboxysäure
oxidiert wird. Die Hefezellen stammen aus selektierten Mutanten-Stämme. Das
Handelsprodukt hat eine Reinheit von 95%. 8-Hexadecen-1,16-dicarbonsäure liegt
dabei als Gemisch des cis- und trans-Isomeren vor, wobei das cis-Isomere mengenmäßig überwiegt. Ölsäure kann
in dem Produkt ungefähr
in einer Konzentration von 3% mitenthalten sein.
Ursolsäure ist eine triterpenische
Carbonsäure,
die in zahlreichen Pflanzen vorkommt wie in Bärentraubenblättern, im
wachsüberzug
von Äpfeln,
Birnen, in Fruchtschalen von Preissel- oder Heidelbeeren, in Gewürz- oder
Heilflanzen wie Rosmarin, Salbei, Thymian, Majoran, Weißdorn, Melisse
und auch in verschiedenen Gemüsearten.
Ihr werden antikarzinogene Wirkungen zugeschrieben.
Das Agouti Signalprotein wurde zuerst
aus zentralamerikanischen Nagetieren (Agoutis aus der Familie der
Dasyproctidae, Vorkommen in ca. 20 Arten in den Wäldern Mittelamerikas)
in seiner murinen und humanen Form isoliert. WO-97/00892 offenbart
eine hautaufhellende Wirkung dieser Formen.
Süßholz ist
eine holzige Staude, die etwa 1 bis 1,5 Meter hoch wird. Die Pflanze
hat ihren Namen von dem süßen Geschmack
ihrer Wurzeln. Der Süßholzwurzelextrakt
wird auch Lakritze genannt. Süßholz fand bereits
im alten Ägypten
Anwendung als Heilpflanze bei Erkrankungen der oberen Atemwege.
In Indien und China wird Süßholz traditionell
als Heilpflanze mit krampflösender
Wirkung verwendet und kultiviert. Süßholz wirkt auswurffördernd,
entzündungswidrig
und krampflösend
und wird deshalb vor allem bei Husten und Magenreizungen angewendet.
Studien haben auch einen Bestandteil der Süßholzwurzel nachgewiesen, der
als wirksam bei Hepatitis C angesehen wird. Der Süßholzwurzelextrakt
enthält
3-8% Glycyrrhizin (Ammonium- und Calciumsalze der Glycyrrhizinsäure (20 β-Carboxy-11-oxo-30-norolean-12-en-3β-yl-2-0-β-D- glucopyranuronoxyl-α-D-glucopyranosiduronsäure)), das
den süßen Geschmack
verursacht. Glycyrrhizin (C42H62O1
6), ist etwa 150
mal süßer als
der Rohrzucker und hydrolysiert zu dem Aglycon Glycyrrhetinsäure (C30H46O4)
und zwei Molekülen
Glucuronsäure.
Weitere Inhaltsstoffe sind Cumarine, Flavonoide, verschiedene Zucker,
Harze und Sterine Hydrochinon wird als Antioxidans, als Photoentwickler
und als Polymerisationsinhibitor. In der Natur kommt es in Blattknospen
der Birne und in Brombeerblättern
vor.
In Japan hat Grüner Tee fast zweitausend Jahre
Tradition. Ihm wird eine positive Wirkung auf die Gesundheit attributiert.
Durch die schonende Verarbeitung bleiben bei dieser Teevariante
die Inhaltstoffe Carotinoide, Koffein, die Vitamine A, B2, B12,
C und E, sekundären
Pflanzenstoffe wie Polyphenole, Flavonoide, Saponine erhalten. Regelmäßig getrunken
soll Grüntee
das Immunsystem stärken
und sogar vor Krebs schützen. Zur
topischen Anwendung kann Grüntee-Extrakt
verwendet werden.
Arbutin kommt in der Natur in Bärentrauben,
Preiselbeeren und Heidelbeeren vor und wirkt als Antioxidans. Chemisch
handelt es sich um Hydrochinon-β-D-glucopyranosid.
Es verhindert die Entstehung des Hautfarbstoffs Melanin, indem es
das Enzym Tyrosinase blockiert.
Biotin (D-cis-Hexahydro-2-oxothieno[3,4-d]imidazol-4-valeriansäure) wird
auch als Coenzym R bezeichnet und wirkt im Organismus bei Carboxylierungsreaktionen
mit. Es wird von der menschlichen Darmflora synthetisiert. Es wird
zur Behandlung von seborrhoischer Dermatitis von Kleinkindern eingesetzt.
Die Bärentraube Arctostaphylos uva-ursi
(Mehlbeere, Moosbeere, Sandbeere, Wilder Buchsbaum, Wolfstraube)
gehört
zu den Heidekrautgewächsen
und ist in Europa und Amerika weit verbreitet. Die getrockneten,
ganzen oder geschnittenen Blätter
wiesen einen hohen Gehalt an Hydrochinon-Derivaten auf: bis 12, gelegentlich
bis 15 % Phenolglykoside, darunter insbesondere Arbutin und Methylarbutin
sowie weitere Hydrochinonderivate (Gallussäureester von Arbutin, freies
Hydrochinon). Sie weisen antibakterielle Aktivität gegen verschiedene Mikroorganismen
auf und werden bei entzündliche
Erkrankungen zur Teebereitung verwendet.
Plazentaextrakte werden für die Herstellung
kosmetischer Mittel verwendet. Hierbei handelt es sich um lipoid-
oder wasserlösliche
Extrakte aus tierischen Placenten. Diese Extrakte (Einsatzkonz.
2–5%)
haben einen regenierenden Einfluß auf die alternde oder durch
stärkere
Sonnenstrahlung vorgeschädigte
Haut und stimulieren das Haarwachstums nachgesagt.
Ascorbylglucosid ist ein synthetisches
Ascorbinsäurederivat
und kann als Vorstufe der Ascorbinsäure bezeichnet werden. Die
Freisetzung der aktiven Ascorbinsäure erfolgt z.B. enzymatisch
in den Zellen oder biologischen Geweben. Chemisch handelt es sich
hier um Ascorbinsäure-2- β-D-glucopyranosid.
Die Glycosylierung in der 2-Position der Enolfunktion der Ascorbinsäure führt führt genauso
wie die Einführung
der Phosphatschutzgruppe an dieser Position (Ascorbylphosphat) zu
einer Steigerung der Stabilität
gegenüber
Abbaureaktionen in. wässiger
Lösung.
Auch das entsprechende Ascorbinsäure-3-β-D-glucopyranosid
ist bekannt und steigert die Stabilität der Ascorbinsäure vor
chemischem Abbau.
Kamillenextrakt enthält Stoffe,
die als Endothelin-Antagonisten wirken. Endothelin aktiviert über den Endothelinrezeptor
indirekt die Hautpigmentierung durch Verstärkung der UV-B-induzierten
Hautbräunung.
In Pigment Cell Res. 10: 218–228,
1997 wird die depigmentierende Wirkung verschiedener Endothelin-Antagonisten
(z.B. Kamillenextrakt) beschrieben. Dennoch konnte diese Veröffentlichung
nicht den Weg zu der vorliegenden Erfindung weisen.
Wasserlösliche Flavonoide wie Alpha
Glucosyl Rutin werden zwar in
JP
08099859 ,
JP 6321759 als whitening
Wirkstoffe beschrieben, dennoch konnten diese Veröffentlichungen
nicht den Weg zu der vorliegenden Erfindung weisen.
MSH-Antagonisten inhibierert die
Melanogenese-fördernde
Wirkung des α-Melanozyten
Stimulierenden Hormon (α-MSH).
Kompetitiv inhibitorisch wirksame Peptid-Derivate der aktiven α-MSH-Sequenz (His-Phe-Arg-Trp)
sind dem Fachmann über
Peptidsynthesen leicht zugänglich.
Weitere physiologische α-MSH-Antagonisten
sind die Produkte des Agouti-Locus (siehe dort) oder das γ3-MSH.
Als pH-Blocker werden Substanzen
bezeichnet, die die ATP-abhängige
Protonenpumpe in Melanosomen blockieren und so die für die Melanogenese
notwendige pH-Wert-Erniedrigung
auf Werte von 3–5
verhindern (JID 105:3-7, 1995) Dennoch konnte diese Veröffentlichung
nicht den Weg zu der vorliegenden Erfindung weisen. Solche pH-Blocker
sind beispielsweise die Verbindungen 2,4-Dinitrophenol sowie Carbonylcyanid-ptrifluoromethoxyphenylhydrazon.
Über
den Einsatz all dieser Stoffe in Kombination mit 8-Hexadecen-1,16-dicarbonsäure ist
bisher nichts bekannt geworden.
Es war überraschend und für den Fachmann
nicht vorherzusehen, daß topische
Zubereitungen enthaltend 8-Hexadecen-1,16-dicarbonsäure und
mindestens einen weiteren Wirkstoff gewählt aus der Gruppe Ursolsäure, Agouti-Peptide,
Süßholzwurzelextrakt,
Hydrochinon, Grüntee-Extrakt,
Arbutin, Biotin, Maulbeerextrakt (Uvae Ursü), Glycyrrhizin, Plazentaextrakt,
Ascorbylglucosid, Endothelin-Antagonisten, MSH-Antagonisten, pH-Blocker
den Nachteilen des Standes der Technik abhelfen.
All diese Kombinationen wirken synergistisch
in Bezug auf die Einzelkomponenten. Daher kann die eingesetzte Menge
an Depigmentierungsmitteln in depigmentierenden Zubereitungen verringert
werden. Außerdem
kann durch eine Kombination dieser Stoffe ein gleichmäßigerer
hellerer Hautton erreicht werden.
Dabei ist es besonders bevorzugt,
wenn 8-Hexadecen-1,16-dicarbonsäure
in einer Gesamtkonzentration 0,001–10 Gew.-%, bevorzugt 0,005–8 Gew.-%,
insbesondere 0,05 –5
Gew.-% bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen, vorliegt.
Weiterhin ist es besonders bevorzugt,
wenn der weiteren Wirkstoff in einer Gesamtkonzentration 0,001–3 Gew.-%,
bevorzugt 0,005–1
Gew.-%, insbesondere 0,01–0,2
Gew.% bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen, vorliegt.
Es ist bevorzugt, erfindungsgemäße Zubereitungen
gegen unerwünschte
Pigmentierung der Haut und/oder zur Behandlung von Pigmentierungsstörungen oder
gegen unerwünschte
Pigmentierung der Haare und/oder zur Aufhellung der Haare zu verwenden.
Vorteilhaft ist es, 8-Hexadecen-1,16-dicarbonsäure auch
in Form eines ihrer Enantiomere zu verwenden.
8-Hexadecen-1,16-dicarbonsäure und
mindestens ein weiterer oben angegebener Wirkstoff, im folgenden
als „erfindungsgemäßer Wirkstoff'
bezeichnet, hat sich als hervorragend wirksam gegen unerwünschte Pigmentierung,
insbesondere lokale Hyperpigmentierung sowie gegen die durch UV-Strahlung
hervorgerufene Hautbräunung,
und zwar sowohl präventiv
als auch im Sinne einer Behandlung, erwiesen. Es ist aber auch erfindungsgemaß äußerst vorteilhaft,
den erfindungsgemäß verwendeten
Wirkstoff bzw. kosmetische oder topische dermatologische Zubereitungen
mit einem wirksamen Gehalt an erfindungsgemäß verwendetem Wirkstoff zur
kosmetischen oder dermatologischen Behandlung unerwünschter
Hautpigmentierung, also beispielsweise inhomogene Pigmentierung
der Altershaut, Lentigines seniles oder postinflammatorische Hyperpigmentierung
zu verwenden.
Die hautaufhellende Wirkung von Ascorbylglucosid
ist bekannt und wird in
EP 478404 beschrieben. Im
Gegensatz zur reinen Ascorbinsäure
ist das Glucosid lagerstabil und daher vorteilhaft mit Dioic Acid
zu kombinieren.
Die depigmentierende Wirksamkeit
kurzer Oligopeptide (Länge
4–9 Aminosäuren) aus
den aktiven Sequenzen Pos. 42–48
(SMNSLDFSS) und insbesondere Pos. 83–89 (WRPRTP) des humanen Agouti-Signalproteins
wurde ebenfalls beschrieben Die Peptide sowie ebenfalls wirksame
Derivate dieser Peptide (Austausch einzelner Aminosäuren, Stabilisierung
durch Acetylierung und Amidierung) lassen sich leicht synthetisch
oder biotechnologisch herstellen.
Vorteilhafte Agouti-Peptide im Sinn
der Erfindung sind eine oder mehrere monomere oder homo- oder heterodimere
oder homo- oder heterotrimere oder homo- oder heterotetramere Oligopeptide,
- (1) wobei diesen Oligopeptiden als Homo- bzw.
Heteromonomeres eine Struktur Val-Val-Arg-Pro (bzw. WRP) zugrundeliegt,
- (2) oder wobei in den monomeren oder homo- oder heterodimeren
oder homo- oder heterotrimeren oder homo- oder heterotetrameren
Oligopeptide Strukturen wie vorgenannt vorliegen mit dem Unterschiede,
daß der
C-Terminus und/oder der N-Terminus
um bis zu 5 Aminosäuren
ergänzt
ist, gemäß der Struktur wobei Ψ und Ω unabhängig voneinander Aminosäuresequenzen
von bis zu 5 Aminosäuren
darstellen können,
- (3) oder wobei in monomeren oder homo-/hetero-di-, -tri-, oder
tetrameren Oligopeptide oder Proteinen mit einem Molekulargewicht
zwischen ca. 0,5 und 100 kDalton unter den Punkten (1) und (2) angegebenen Aminosäuresequenzen
als einfach vorliegende oder sich mehrfach wiederholende Strukturmotive
auftreten,
- (4) oder wobei die monomeren oder homo-/hetero-di-, -tri-, oder
tetrameren Oligopeptide oder Proteine am N-Terminus acyliert sind,
gemäß der Struktur wobei Ψ und Ω unabhängig voneinander Aminosäuresequenzen
von bis zu 5 Aminosäuren
darstellen können
und R einen verzweigten oder unverzweigten, gesättigten oder ungesättigten.
Kohlenwasserstoffrest, insbesondere einen Alkylrest mit 1 bis 30
Kohlenstoffatomen darstellen,
- (5) oder wobei die monomeren oder homo-/hetero-di-, -tri-, oder
tetrameren Oligopeptide oder Proteine am C-Terminus amidiert sind,
gemäß der Struktur wobei Ψ und Ω unabhängig voneinander Aminosäuresequenzen
von bis zu 5 Aminosäuren
darstellen können,
und wobei R' und R" unabhängig
voneinander gewählt
werden können
aus der Gruppe bestehend aus Wasserstoff und der verzweigten oder
unverzweigten, gesättigten
oder ungesättigten
Kohlenwasserstoffreste, insbesondere der Alkylrest mit 1 bis 30
Kohlenstoffatomen.
- (6) oder wobei die monomeren oder homo-/hetero-di-, -tri-, oder
tetrameren Oligopeptide oder Proteine am C-Terminus amidiert und
am N-Terminus acyliert sind, gemäß der Struktur
wobei Ψ und Ω unabhängig voneinander Aminosäuresequenzen
von bis zu 5 Aminosäuren
darstellen können,
R einen verzweigten oder unverzweigten, gesättigten oder ungesättigten
Kohlenwasserstoffrest, insbesondere einen Alkylrest mit 41 bis 30
Kohlenstoffatomen darstellt, und wobei R' und R" unabhängig voneinander
gewählt
werden können
aus der Gruppe bestehend aus Wasserstoff und der verzweigten oder
unverzweigten, gesättigten
oder ungesättigten
Kohlenwasserstoffreste, insbesondere der Alkylrest mit 1 bis 30
Kohlenstoffatomen.
- (7) oder wobei in monomeren oder homo-(hetero-di-, -tri-, oder
tetrameren Oligopeptiden oder Proteinen Aminosäuresequenzen als einfach vorliegende
oder sich mehrfach wiederholende Strukturmotive auftreten, gemäß den Strukturen wobei Ψ eine Einfachbindung
oder eine Aminosäurensequenz
bis zu 5 Aminosäuren
darstellen kann, Ω eine
Aminosäurensequenz
bis zu 15 Aminosäuren
darstellen kann, n eine Zahl von 1 bis 25 darstellt, R einen verzweigten
oder unverzweigten, gesättigten
oder ungesättigten
Kohlenwasserstoffrest, insbesondere einen Alkylrest mit 1 bis 30
Kohlenstoffatomen darstellt, und wobei R' und R" unabhängig voneinander
gewählt
werden können
aus der Gruppe bestehend aus Wasserstoff und der verzweigten oder
unverzweigten, gesättigten
oder ungesättigten
Kohlenwasserstoffreste, insbesondere der Alkylrest mit 1 bis 30
Kohlenstoffatomen.
Als vorteilhafte Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Agouti-Peptide
werden ebenfalls angesehen ein oder mehrere monomere oder homo-
oder heterodimere oder homo- oder heterotrimere oder homo- oder
heterotetramere Oligopeptide,
- (1) wobei diesen
Oligopeptiden als Homo- bzw. Heteromonomeres eine Struktur Val-Val-Arg-Pro
(bzw. WRP) zugrundeliegt,
- (2) oder wobei in den monomeren oder homo- oder heterodimeren
oder homo- oder heterotrimeren oder homo- oder heterotetrameren
Oligopeptide Strukturen wie vorgenannt vorliegen mit dem Unterschiede,
daß der
C-Terminus und/oder der N-Terminus
um bis zu 5 Aminosäuren
ergänzt
ist, gemäß der Struktur wobei Ψ und Ω unabhängig voneinander Aminosäuresequenzen
von bis zu 5 Aminosäuren
darstellen können,
- (3) oder wobei in monomeren oder homo-/hetero-di-, -tri-, oder
tetrameren Oligopeptide oder Proteinen mit einem Molekulargewicht
zwischen ca. 0,5 und 100 kDalton unter den Punkten (1) und (2) angegebenen Aminosäuresequenzen
als einfach vorliegende oder sich mehrfach wiederholende Strukturmotive
auftreten,
- (4) oder wobei die monomeren oder homo-/hetero-di-, -tri-, oder
tetrameren Oligopeptide oder Proteine am N-Terminus acyliert sind,
gemäß der Struktur wobei Ψ und Ω unabhängig voneinander Aminosäuresequenzen
von bis zu 5 Aminosäuren
darstellen können
und R einen verzweigten oder unverzweigten, gesättigten oder ungesättigten
Kohlenwasserstoffrest, insbesondere einen Alkylrest mit 1 bis 30
Kohlenstoffatomen darstellen,
- (5) oder wobei die monomeren oder homo-/hetero-di-, -tri-, oder
tetrameren Oligopeptide oder Proteine am C-Terminus amidiert sind,
gemäß der Struktur wobei Ψ und Ω unabhängig voneinander Aminosäuresequenzen
von bis zu 5 Aminosäuren
darstellen können,
und wobei R' und R" unabhängig
voneinander gewählt
werden können
aus der Gruppe bestehend aus Wasserstoff und der verzweigten oder
unverzweigten, gesättigten
oder ungesättigten
Kohlenwasserstoffreste, insbesondere der Alkylrest mit 1 bis 30
Kohlenstoffatomen.
- (6) oder wobei die monomeren oder homo-/hetero-di-, -tri-, oder
tetrameren Oligopeptide oder Proteine am C-Terminus amidiert und
am N-Terminus acyliert sind, gemäß der Struktur wobei Ψ und Ω unabhängig voneinander Aminosäuresequenzen
von bis zu 5 Aminosäuren
darstellen können,
R einen verzweigten oder unveizweigten, gesättigten oder ungesättigten
Kohlenwasserstoffrest, insbesondere einen Alkylrest mit 4 bis 30
Kohlenstoffatomen darstellt, und wobei R' und R" unabhängig voneinander
gewählt
werden können
aus der Gruppe bestehend aus Wasserstoff und der verzweigten oder
unverzweigten, gesättigten
oder ungesättigten
Kohlenwasserstoffreste, insbesondere der Alkylrest mit 1 bis 30
Kohlenstoffatomen.
- (7) oder wobei in monomeren oder homo-/hetero-di-, -tri-, oder
tetrameren Oligopeptiden oder Proteinen Aminosäuresequenzen als einfach vorliegende
oder sich mehrfach wiederholende Strukturmotive auftreten, gemäß den Strukturen wobei Ψ eine Einfachbindung
oder eine Aminosäurensequenz
bis zu 5 Aminosäuren
darstellen kann, Ω eine
Aminosäurensequenz
bis zu 15 Aminosäuren
darstellen kann, n eine Zahl von 1 bis 25 darstellt, R einen verzweigten
oder unverzweigten, gesättigten
oder ungesättigten
Kohlenwasserstoffrest, insbesondere einen Alkylrest mit 1 bis 30
Kohlenstoffatomen darstellt, und wobei R' und R" unabhängig voneinander
gewählt
werden können
aus der Gruppe bestehend aus Wasserstoff und der verzweigten oder
unverzweigten, gesättigten
oder ungesättigten
Kohlenwasserstoffreste, insbesondere der Alkylrest mit 1 bis 30
Kohlenstoffatomen, gegen unerwünschte
Pigmentierung der Haut.
Die die Peptidsequenz am C- bzw. N-Terminus
gewünschtenfalls
ergänzenden
Aminosäuresequenzen
konstituieren sich bevorzugt aus proteinogenen Aminosäuren.
In der Tabelle 1 werden den proteinogenen
Aminosäuren
ihre entsprechenden Drei- und Einbuchstabencodes gegenübergestellt.
Tabelle:
Drei- und Einbuchstabencodes für
Aminosäuren
Dabei können das L-Selenocystein das
L-Cystein und das L-Selenomethionin das L-Methionin ersetzen. Darüberhinaus
können
einzelne, mehrere oder auch alle Positionen auch durch die entsprechend
D-konfigurierten Stereoisomere ersetzt werden.
Erfindungsgemäß besonders vorteilhaft sind
beispielsweise die Oligopeptide Val-Val-Arg-Pro, Val-Val-Arg-Pro-Pro sowie Val-Val-Arg-Pro-Pro-Pro.
Erfindungsgemäß insbesondere vorteilhaft
sind die am N-Terminus acylierten und/oder am C-Terminus amidierten
Produkte der Oligopeptide Val-Val-Arg-Pro, Val-Val-Arg-Pro-Pro sowie Val-Val-Arg-Pro-Pro-Pro.
Bevorzugt sind solche acylierten
Oligopeptide, die am N-Terminus mit unverzweigten Alkanoylgruppen acyliert
sind.
Insbesondere bevorzugt sind
wobei R den Stearoyl oder
den Palmitoylrest darstellt.
Erfindungsgemäß zu verwendende Aminosäuresequenzen
bzw. Oligopeptide sind vorteilhaft nach üblichen, beispielsweise auch
automatisierten Verfahren (z.B. über
sogenannte Peptidsynthesizer) erhältlich.
Einzelpeptide können beispielsweise vorteilhaft
mit Hilfe eines automatischen MilliGen 9050 Peptidsynthesizers, überlappende
Peptide mit Hilfe eines Multiplen Peptidsynthesizers SMPS 350 (ZINSSER
Analytik) durch Festphasensynthese (R.B.Merrifield (1966) J.Am.Chem.Soc.
85, 2149) nach der Fmoc/But-Strategie (E. Atherton, R.C.Sheppard; „Solid
Phase Peptide Synthesis: A Practical Approach", IRL Press, Oxford,
England (1989) hergestellt werden.
Kupplungs-und Abspaltungsschritte
können
dabei mittels eines on-line UV-monitoring kontrolliert werden. Als
Festphasenmatrix für
freie Peptide kann beispielsweise vorteilhaft ein p-Alkoxybenzylalkohol-modifiziertes
Polystyrolharz (S.-S. Wang; J. Am. Chem. Soc. 95 (1973), S.1328),
für Peptidamide
das Rink-Amid-Harz (H.Rink; Tetrahedron Lett. 28 (1987), S.3787)
verwendet werden. Als Kupplungsreagens kann vorteilhaft TBTU (2-(1H-Benzotriatol-1-yl)-1,1,3,3-tetramethyluroniumtetrafluoroborat)
(R.Knorr, A.Trzeciak, W.Bannwarth, D.Gillesen; Tetrahedron Lett.
30 (1989), S. 1927) eingesetzt werden. Übliche Kupplungszeiten betragen
jeweils 10–30,
insbesondere ca. 20 Minuten. Nach Ende der Synthese können die
Peptide beispielsweise mit Hilfe von Trifluoressigsäure und
gewünschtenfalls
Zusatzsubstanzen (z.B. Phenol, Thioanisol, aber auch Wasser) vom
Harz abgespalten sowie gleichzeitig von allen Schutzgruppen befreit.
Die Reaktionslösung kann, z.B. durch Eintropfen
in eiskalten Diethylether ein Rohprodukt ergeben, welches, gewünschtenfalls
unter Waschen mit einer geeigneten Waschflüssigkeit, z.B. kaltem Diethylether,
gereinigt und hernach lyophilisiert werden kann. Das rohe Peptid
wird dann vorteilhaft durch präparative
Reversed-Phase-Hochleistungsfiüssigkeitschromatographie
(RP-HPLC) an einer C18-Säule
(250 x 10 mm) über ein
Acetonitril/ 0,05% Trifluoressigsäure/Wasser-System zu einem
Reinheitsgrad von > 98%
hochgereinigt.
Durch Umsetzung der N-Terminal entschützten harzgebundenen
Peptide mit Säurechloriden
oder Säureanhydriden
(z.B. Palmitoylchlorid bzw. Laurylchlorid) in einem geeigneten Lösungsmittel
(z.B. Dimethylformamid/N-Methylmorpholin) können am N-Terminus acylierte
Peptide in hohen Ausbeuten erhalten werden.
Die erfindungsgemäß verwendeten, kosmetisch oder
pharmazeutisch unbedenklichen Oligopeptide, hernach, ungeachtet,
ob eine Einzelsubstanz oder ein Isomerengemisch oder ein Gemisch
verschiedener Einzelsubstanzen vorliegt, kollektiv auch „erfindungsgemäß verwendeter
Wirkstoff" genannt, haben sich als hervorragende Wirkstoffe gegen
unerwünschte
Pigmentierung, insbesondere lokale Hyperpigmentierung, und zwar
sowohl präventiv
wie auch im Sinne einer Behandlung, erwiesen.
Erfindungsgemäß kann der Gehalt an erfindungsgemäß verwendetem
Wirkstoff in den kosmetischen oder topischen dermatologischen Zubereitungen
1 ppb (= 1 part per billion = 10–7 Gew.-%) – 10 Gew.-%,
bevorzugt 10 ppb (= 0,01 ppm = 0,01 parts per million = 10–6 Gew.-%) – 5 Gew.%,
insbesondere 0,05 ppm–0,1 Gew.-%,
bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen.
Die Prophylaxe bzw. die kosmetische
oder dermatologische Behandlung mit dem erfindungsgemäß verwendeten
Wirkstoff bzw. mit den kosmetischen oder topischen dermatologischen
Zubereitungen mit einem wirksamen Gehalt an erfindungsgemäß verwendetem
Wirkstoff erfolgt in der üblichen
Weise, und zwar dergestalt, daß der
erfindungsgemäßer Wirkstoff
bzw. die kosmetischen oder topischen dermatologischen Zubereitungen
mit einem wirksamen Gehalt an erfindungsgemäß verwendetem Wirkstoff auf
die betroffenen Hautstellen aufgetragen wird. Es hat sich überraschenderweise
herausgestellt, daß der
erfindungsgemäße Wirkstoff die
der Erfindung zugrundeliegenden Aufgaben erfüllt. Vorteilhaft kann der erfindungsgemäßer Wirkstoff
eingearbeitet werden in übliche
kosmetische und dermatologische Zubereitungen, welche in verschiedenen
Formen vorliegen können.
So können
sie z.B. eine Lösung,
eine Emulsion vom Typ Wasser-in-Öl
(W/O) oder vom Typ Öl-in-Wasser
(O/W), oder eine multiple Emulsionen, beispielsweise vom Typ Wasser-in-Öl-in-Wasser (W/O/W)
oder Öl-in-Wasser-in-Öl (O/W/O),
eine Hydrodispersion oder Lipodispersion, ein Gel, einen festen Stift,
ein transdermales therapeutisches System oder auch ein Aerosol darstellen.
Erfindungsgemäße Emulsionen im Sinne der
vorliegenden Erfindung, z.B. in Form einer Creme, einer Lotion,
einer kosmetischen Milch sind vorteilhaft und enthalten z.B. Fette, Öle, Wachse
und/oder andere Fettkörper,
sowie Wasser und einen oder mehrere Emulgatoren, wie sie üblicherweise
für einen
solchen Typ der Formulierung verwendet werden.
Es ist auch möglich und vorteilhaft im Sinne
der vorliegenden Erfindung, den erfindungsgemäß verwendeten Wirkstoff in
wässrige
Systeme bzw. Tensidzubereitungen zur Reinigung und Pflege der Haut
und der Haare einzufügen.
Dies umfasst sowohl Duschgels, Shampoos aber auch Conditioner, Haarpflegekuren,
Haarspülungen,
Haartonics, Sprays etc.
Es ist dem Fachmanne natürlich bekannt,
daß anspruchsvolle
kosmetische Zusammensetzungen zumeist nicht ohne die üblichen
Hilfs- und Zusatzstoffe denkbar sind. Darunter zählen beispielsweise Konsistenzgeber,
Füllstoffe,
Parfum, Farbstoffe, Emulgatoren, zusätzliche Wirkstoffe wie Vitamine
oder Proteine, Lichtschutzmittel, Stabilisatoren, Insektenrepellentien,
Alkohol, Wasser, Salze, antimikrobiell, proteolytisch oder keratolytisch
wirksame Substanzen usw.
Ebenso ist es von Vorteil, den Wirkstoff
8-Hexadecen-1,16-dicarbonsäure
in Form von molekularen Addukten an Cyclodextrine zu verwenden.
Man nimmt an, daß die
Cyclodextringerüste
dabei als Wirtsmolekül und
8-Hexadecen-1,16-dicarbonsäure
als Gastmolekül
fungieren. Zur Herstelllung werden Cyclodextrine in Wasser gelöst und 8-Hexadecen-1,16-dicarbonsäure hinzugegeben.
Das molekulare Addukt fällt
sodann als Festkörper
aus und kann den üblichen
Reinigungs- und Aufbereitungsschritten unterworfen werden. Es ist
bekannt, daß Cyclodextrin-Gast-Komplexe
in einem entsprechenden Lösungsmittel
(z.B. Wasser) in einem Gleichgewicht stehen zwischen dem konkreten
Gast-Cyclodextrin
Komplex und der dissoziierten Form, wobei Cyclodextrin und Gast
zu einem gewissen Anteil separiert sein können. Solche Gleichgewichtssysteme
sind ebenfalls vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung.
Mutatis mutandis gelten entsprechende
Anforderungen an die Formulierung medizinischer Zubereitungen.
Medizinische topische Zusammensetzungen
im Sinne der vorliegenden Erfindung enthalten in der Regel ein oder
mehrere Medikamente in wirksamer Konzentration. Der Einfachheit
halber wird zur sauberen Unterscheidung zwischen kosmetischer und
medizinischer Anwendung und entsprechenden Produkten auf die gesetzlichen
Bestimmungen der Bundesrepublik Deutschland verwiesen (z.B. Kosmetikverordnung,
Lebensmittel- und Arzneimittelgesetz).
Es ist dabei ebenfalls von Vorteil,
den erfindungsgemäß verwendeten
Wirkstoff als Zusatzstoff zu Zubereitungen zu geben, die bereits
andere Wirkstoffe für
andere Zwecke enthalten.
Entsprechend können kosmetische oder topische
dermatologische Zusammensetzungen im Sinne der vorliegenden Erfindung,
je nach ihrem Aufbau, beispielsweise verwendet werden als Hautschutzcréme, Reinigungsmilch,
Sonnenschutzlotion, Nährcréme, Tages- oder Nachtcréme usw.
Es ist gegebenenfalls möglich
und vorteilhaft, die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen als Grundlage
für pharmazeutische
Formulierungen zu verwenden.
Es ist auch vorteilhaft im Sinne
der vorliegenden Erfindung, kosmetische und dermatologische Zubereitungen
zu erstellen, deren hauptsächlicher
Zweck nicht der Schutz vor Sonnenlicht ist, die aber dennoch einen
Gehalt an weiteren UV-Schutzsubstanzen enthalten. So werden z. B.
in Tagescrémes
oder Makeup-Produkten gewöhnlich
UV-A- bzw. UV-B-Filtersubstanzen eingearbeitet. Auch stellen UV-Schutzsubstanzen, ebenso
wie Antioxidantien und, gewünschtenfalls,
Konservierungsstoffe, einen wirksamen Schutz der Zubereitungen selbst
gegen Verderb dar. Günstig
sind ferner kosmetische und dermatologische Zubereitungen, die in
der Form eines Sonnenschutzmittels vorliegen.
Dementsprechend enthalten die Zubereitungen
im Sinne der vorliegenden Erfindung vorzugsweise mindestens eine
weitere UV-A-, UV-B- und/oder Breitbandfiltersubstanz. Die Formulierungen
könnert,
obgleich nicht notwendig, gegebenenfalls auch ein oder mehrere organische
und/oder anorganische Pigmente als UV-Filtersubstanzen enthalten,
welche in der Wasser- und/oder der Ülphase vorliegen können.
Die erfindungsgemäßen Zubereitungen können ferner
vorteilhaft auch in Form von sogenannten ölfreien kosmetischen oder dermatologischen
Emulsionen vorliegen, welche eine Wasserphase und mindestens eine
bei Raumtemperatur flüssige
UV-Filtersubstanz als weitere Phase enthalten.
Besonders vorteilhafte bei Raumtemperatur
flüssige
UV-Filtersubstanzen im Sinne der vorliegenden Erfindung sind Homomenthylsalicylat
(INCI: Homosalate), 2-Ethylhexyl-2-cyano-3,3-diphenylacrylat (INCI: Octocrylene),
2-Ethylhexyl-2-hydroxybenzoat (2-Ethylhexylsalicylat, Octylsalicylat,
INCI: Octyl Salicylate) und Ester der Zimtsäure, vorzugsweise 4-Methoxyzimtsäure(2-ethylhexyl)ester
(2-Ethylhexyl-4-methoxycinnamat, INCI: Octyl Methoxycinnamate) und
4-Methoxyzimtsäureisopentylester
(Isopentyl-4-methoxycinnamat, INCI: Isoamyl p-Methoxycinnamate).
Bevorzugte anorganische Pigmente
sind Metalloxide und/oder andere in Wasser schwerlösliche oder unlösliche Metallverbindungen,
insbesondere Oxide des Titans (TiO2), Zinks
(ZnO), Eisens (z. B. Fe2O3),
Zirkoniums (ZrO2), Siliciums (SiO2), Mangans (z. B. MnO), Aluminiums (Al2O3), Cers (z. B.
Ce20,), Mischoxide der entsprechenden Metalle
sowie Abmischungen aus solchen Oxiden sowie das Sulfat des Bariums
(BaSO4).
Die Pigmente können vorteilhaft im Sinne der
vorliegenden Erfindung auch in Form kommerziell erhältlicher öliger oder
wäßriger Vordispersionen
zur Anwendung kommen. Diesen Vordispersionen können vorteilhaft Dispergierhilfsmittel
und/oder Solubilisationsvermittler zugesetzt sein.
Die Pigmente können erfindungsgemäß vorteilhaft
oberflächlich
behandelt („gecoatet")
sein, wobei beispielsweise ein hydrophiler, amphiphiler oder hydrophober
Charakter gebildet werden bzw. erhalten bleiben soll. Diese Oberflächenbehandlung
kann darin bestehen, daß die
Pigmente nach an sich bekannten Verfahren mit einer dünnen hydrophilen
und/oder hydrophoben anorganischen und/oder organischen Schicht
versehen werden. Die verschiedenen Oberflächenbeschichtungen können im
Sinne der vorliegenden Erfindung auch Wasser enthalten.
Anorganische Oberflächenbeschichtungen
im Sinne der vorliegenden Erfindung können bestehen aus Aluminiumoxid
(Al2O3), Aluminiumhydroxid
Al(OH)3, bzw. Aluminiumoxidhydrat (auch:
Alumina, CAS-Nr.: 1333-84-2), Natriumhexametaphosphat (NaPO3)6, Natriummetaphosphat
(NaPO3)n, Siliciumdioxid
(SiO2) (auch: Silica, CAS-Nr.: 7631-86-9),
oder Eisenoxid (Fe2O3).
Diese anorganischen Oberflächenbeschichtungen können allein,
in Kombination und/oder in Kombination mit organischen Beschichtungsmaterialien
vorkommen.
Organische Oberflächenbeschichtungen im Sinne
der vorliegenden Erfindung können
bestehen aus pflanzlichem oder tierischem Aluminiumstearat, pflanzlicher
oder tierischer Stearinsäure,
Laurinsäure,
Dimethylpolysiloxan (auch: Dimethicone), Methylpolysiloxan (Methicone),
Simethicone (einem Gemisch aus Dimethylpolysiloxan mit einer durchschnittlichen
Kettenlänge
von 200 bis 350 Dimethylsiloxan-Einheiten und Silicagel) oder Alginsäure. Diese
organischen Oberflächenbeschichtungen
können
allein, in Kombination und/oder in Kombination mit anorganischen
Beschichtungsmaterialien vorkommen.
Erfindungsgemäß geeignete Zinkoxidpartikel
und Vordispersionen von Zinkoxidpartikeln sind unter folgenden Handelsbezeichnungen
bei den aufgeführten
Firmen erhältlich:
Geeignete Titandioxidpartikel
und Vordispersionen von Titandioxidpartikeln sind unter folgenden
Handelsbezeichnungen bei den aufgeführten Firmen erhältlich:
Vorteilhafte UV-A-Filtersubstanzen
im Sinne der vorliegenden Erfindung sind Dibenzoylmethanderivate,
insbesondere das 4-(tert.-Butyl)-4'-methoxydibenzoylmethan (CAS-Nr.
70356-09-1 ), welches
von Givaudan unter der Marke Parsol
® 1789
und von Merck unter der Handelsbezeichnung Eusolex
® 9020
verkauft wird.
Vorteilhafte weitere UV-Filtersubstanzen
im Sinne der vorliegenden Erfindung sind sulfonierte, wasserlösliche UV-Filter,
wie z. B.:
- – Phenylen-l,4-bis-(2-benzimidazyl)-3,3'-5,5'-tetrasulfonsäure und
ihre Salze, besonders die entsprechenden Natrium-, Kalium- oder
Triethanolammonium-Salze, insbesondere das Phenylen-1,4-bis-(2-benzimidazyl)-3,3'-5,5'-tetrasulfonsäure-bis-natriumsalz
mit der INCI-Bezeichnung
Bisimidazylate (CAS-Nr.: 180898-37-7), welches beispielsweise unter
der Handelsbezeichnung Neo Heliopan AP bei Haarmann & Reimer erhältlich ist;
- – Salze
der 2-Phenylbenzimidazol-5-sulfonsäure, wie ihr Natrium-, Kalium-
oder ihr Triethanolammonium-Salz sowie die Sulfonsäure selbst
mit der INCI Bezeichnung Phenylbenzimidazole Sulfonsäure (CAS.-Nr.
27503-81-7), welches beispielsweise unter der Handelsbezeichnung
Eusolex 232 bei Merck oder unter Neo Heliopan Hydro bei Haarmann & Reimer erhältlich ist;
- – 1,4-di(2-oxo-10-Sulfo-3-bornylidenmethyl)-Benzol
(auch: 3,3'-(1,4-Phenylendimethylene)bis-(7,7-dimethyl-2-oxo-bicyclo-(2.2.1]hept-1-ylmethan
Sulfonsäure)
und dessen Salze (besonders die entprechenden 10-Sulfato-verbindungen,
insbesondere das entsprechende Natrium-, Kalium- oder Triethanolammonium-Salz),
das auch als Benzol-1,4-di(2-oxo-3-bornylidenmethyl-10-sulfonsäure) bezeichnet
wird. Benzol-1,4-di(2-oxo-3-bornylidenmethyl-10-sulfonsäure) hat die INCI-Bezeichnung
Terephtalidene Dicampher Sulfonsäure
(CAS.-Nr.: 90457-82-2) und ist beispielsweise unter dem Handelsnamen
Mexoryl SX von der Fa. Chimex erhältlich;
- – Sulfonsäure-Derivate
des 3-Benzylidencamphers, wie z. B. 4-(2-Oxo-3-bornylidenmethyl)benzolsulfonsäure, 2-Methyl-5-(2-oxo-3-bornylidenmethyl)sulfonsäure und
deren Salze.
Vorteilhafte UV-Filtersubstanzen
im Sinne der vorliegenden Erfindung sind ferner sogenannte Breitbandfilter,
d.h. Filtersubstanzen, die sowohl UV-A- als auch UV-B-Strahlung
absorbieren.
Vorteilhafte Breitbandfilter oder
UV-B-Filtersubstanzen sind beispielsweise Triazinderivate, wie z.
B.
- – 2,4-Bis-{[4-(2-Ethyl-hexyloxy)-2-hydroxy]-phenyl}-6-(4-methoxyphenyl)-1,3,5-triazin
(INCI: Aniso Triazin), welches unter der Handelsbezeichnung Tinosorb® S
bei der CIBA-Chemikalien GmbH erhäliaich ist;
- – Diethylhexylbutylamidotriazon
(INCI: Diethylhexylbutamidotriazone), welches unter der Handelsbezeichnung
UVASORB HEB bei Sigma 3V erhältlich
ist;
- – 4,4',4"-(1,3,5-Triazin-2,4,6-triyltrümino)-tris-benzoesäure-tris(2-ethylhexylester),
auch: 2,4,6-Tris-[anilino-(p-carbo-2'-ethyl-1'-hexyloxy)]-1,3,5-triazin
(INCI: Ethylhexyl Triazone), welches von der BASF Aktiengesellschaft
unter der Warenbezeichnung UVINUL® T
150 vertrieben wird.
Ein vorteilhafter Breitbandfilter
im Sinne der vorliegenden Erfindung ist auch das 2,2'-Methylenbis-(6-(2H-benzotriazol-2-yl)-4-(1,1,3,3-tetramethylbutyl)-phenol),
welches unter der Handelsbezeichnung Tinosorb® M
bei der CIBA-Chemikalien GmbH erhältlich ist.
Vorteilhafter Breitbandfilter im
Sinne der vorliegenden Erfindung ist ferner das 2-(2H-benzotriazol-2-yl)-4-methyl-6-[2-methyl-3-[1,3,3,3-tetramethyl-1-[(trimethylsilyl)oxy]disiloxanyl]propyl]-phenol (CAS-Nr.: 155633-54-8)
mit der INCI-Bezeichnung Drometrizole Trisiloxane, welches unter
der Handelsbezeichnung Mexoryl® XL bei der Fa. Chimex
erhältlich
ist.
Die weiteren UV-Filtersubstanzen
können öllöslich oder
wasserlöslich
sein.
Vorteilhafte öllösliche UV-B- und/oder Breitband-Filtersubstanzen
im Sinne der vorliegenden Erfindung sind z. B.:
- – 3-Benzylidencampher-Derivate,
vorzugsweise 3-(4-Methylbenzyliden)campher, 3-Benzylidencampher;
- – 4-Aminobenzoesäure-Derivate,
vorzugsweise 4-(Dimethylamino)-benzoesäure(2-ethylhexyl)ester, 4-(Dimethylamino)benzoesäureamylester;
- – Derivate
des Benzophenons, vorzugsweise 2-Hydroxy-4-methoxybenzophenon, 2-Hydroxy-4-methoxy-4'-methyibenzophenon,
2,2'-Dihydroxy-4-methoxybenzophenon
- – sowie
an Polymere gebundene UV-Filter.
- – 3-(4-(2,2-bis
Ethoxycarbonylvinyl)-phenoxy)propenyl)-methoxysiloxan/Dimethylsiloxan-Copolymer welches
beispielsweise unter der Handelsbezeichnung Parsol® SLX bei
Hoffmann La Roche erhältlich
ist.
Vorteilhafte wasserlösliche Filtersubstanzen
sind z. B.:
Sulfonsäure-Derivate
des 3-Benzylidencamphers, wie z. B. 4-(2-Oxo-3-bornylidenmethyl)benzolsulfonsäure, 2-Methyl-5-(2-oxo-3-bornylidenmethyl)sulfonsäure und
deren Salze.
Eine weiterere erfindungsgemäß vorteilhaft
zu verwendende Lichtschutzfiltersubstanz ist das Ethylhexyl-2-cyano-3,3-diphenylacrylat
(Octocrylen), welches von BASF unter der Bezeichnung Uvinul® N
539 erhältlich
ist.
Besonders vorteilhafte Zubereitungen
im Sinne der vorliegenden Erfindung, die sich durch einen hohen
bzw. sehr hohen UV-A- und/oder UV-B-Schutz auszeichnen, enthalten
neben der oder den erfindungsgemäßen Filtersubstanzen)
bevorzugt ferner weitere UV-A- und/oder Breitbandfilter, insbesondere
Dibenzoylmethanderivate [beispielsweise das 4-(tert.-Butyl)-4'-methoxydibenzoylmethan],
Phenylen-1,4-bis-(2-benzimidazyl)-3,3'-5,5'-tetrasulfonsäure und/oder
ihre Salze, das 1,4-di(2-oxo-10-Sulfo-3-bornylidenmethyl)-Benzol und/oder
dessen Salze und/oder das 2,4-Bis-{[4-(2-Ethyl-hexyloxy)-2-hydroxyj-phenyl}-6-(4-methoxyphenyl)-1,3,5-triazin, jeweils
einzeln oder in beliebigen Kombinationen miteinander.
Die Liste der genannten UV-Filter,
die im Sinne der vorliegenden Erfindung eingesetzt werden können, soll
selbstverständlich
nicht limitierend sein.
Vorteilhaft enthalten die erfindungsgemäßen Zubereitungen
die Substanzen, die UV-Strahlung im UV-A- und/oder UV-B-Bereich
absorbieren, in einer Gesamtmenge von z. B. 0,1 Gew.-% bis 30 Gew.-%,
vorzugsweise 0,5 bis 20 Gew.-%, insbesondere 1,0 bis 15,0 Gew.-%,
jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen, um kosmetische
Zubereitungen zur Verfügung
zu stellen, die das Haar bzw. die Haut vor dem gesamten Bereich
der ultravioletten Strahlung schützen.
Die erfindungsgemäßen kosmetischen und dermatologischen
Zubereitungen können
kosmetische Wirk-, Hüfs-
und/oder Zusatzstoffe enthalten, wie sie üblicherweise in solchen Zubereitungen
verwendet werden, z.B. Antioxidationsmittel, Konservierungsmittel,
Bakterizide, Partüme,
Substanzen zum Verhindern des Schäumens, Farbstoffe, Pigmente,
die färbende
Wirkung haben, Verdickungsmittel, oberflächenaktive Substanzen, Emulgatoren,
weichmachende, anfeuchtende und/oder feuchthaltende Substanzen,
Fette, Öle, Wachse
oder andere übliche
Bestandteile einer kosmetischen oder dermatologischen Formulierung
wie, Alkohole, Polyole, Polymere, Schaumstabilisatoren, Elektrolyte,
organische Lösungsmittel
oder Silikonderivate.
Es ist ebenfalls vorteilhaft, den
Zubereitungen im Sinne der vorliegenden Erfindung übliche Antioxidantien
zuzufügen.
Erfindungsgemäß können als
günstige
Antioxidantien alle für
kosmetische und/oder dermatologische Anwendungen geeigneten oder
gebräuchlichen
Antioxidantien verwendet werden.
Vorteilhaft werden die Antioxidantien
gewählt
aus der Gruppe bestehend aus Aminosäuren (z.B. Glycin, Histidin,
Tyrosin, Tryptophan) und deren Derivate, Imidazole (z.B. Uro caninsäure) und
deren Derivate, Peptide wie D,L-Carnosin, D-Carnosin, L-Carnosin
und deren Derivate (z.B. Anserin), Carotinoide, Carotine (z.B. α-Carotin, β-Carotin,
Lycopin) und deren Derivate, Retinoide wie zum Beispiel Retinol,
Retinal und/oder Retinoesäure
und die jeweiligen Ester, α-Liponsäure und
deren Derivate (z.B. Dihydroliponsäure), Aurothioglucose, Propylthiouracil
und andere Thiole (z.B. Thioredoxin, Glutathion, Cystein, Cystin,
Cystamin und deren Glycosyl-, N-Acetyl-, Methyl-, Ethyl-, Propyl-,
Amyl-, Butyl- und
Lauryl-, Palmitoyl-, Oleyl-, γ-Linoleyl-,
Cholesteryl- und Glycenlester) sowie deren Salze, Dilaurylthiodipropionat,
Distearylthiodipropionat, Thiodipropionsäure und deren Derivate (Ester,
Ether, Peptide, Lipide, Nukleotide, Nukleoside und Salze) sowie
Sulfoximinverbindungen (z.B. Buthioninsulfoximine, Homocysteinsulfoximin,
Buthioninsulfone, Penta-, Hexa-, Heptathioninsulfoximin) in sehr
geringen verträglichen
Dosierungen (z.B. pmol bis μmol/kg),
ferner (Metall)-Chelatoren (z.B. α-Hydroxyfettsäuren, Palmitinsäure, Phytinsäure, Lactoferrin), α-Hydroxysäuren (z.B.
Zitronensäure, Milchsäure, Apfelsäure), Huminsäure, Gallensäure, Gallenextrakte,
Bilirubin, Biliverdin, EDTA, EGTA und deren Derivate, ungesättigte Fettsäuren und
deren Derivate (z.B. γ-Linolensäure, Linolsäure, Ölsäure), Folsäure und
deren Derivate, -2-Aminopropionsäurediessigsäure, Flavonoide,
Polyphenole, Catechine, Ubichinon und Ubichinol und deren Derivate,
Vitamin C und Derivate (z.B. Ascorbylpalmitat, Mg-Ascorbylphosphat,
Ascorbylacetat), Tocopherole und Derivate (z.B. Vitamin-E-acetat),
sowie Koniferylbenzoat des Benzoeharzes, Rutinsäure und deren Derivate, Ferulasäure und
deren Derivate, Butylhydroxytoluol, Butylhydroxyanisol, Nordihydroguajakharzsäure, Nordihydroguajaretsäure, Trihydroxybutyrophenon,
Harnsäure
und deren Derivate, Mannose und deren Derivate, Zink und dessen
Derivate (z.B. ZnO, ZnSO4) Selen und dessen
Derivate (z.B. Selenmethionin), Stilbene und deren Derivate (z.B.
Stilbenoxid, Trans-Stilbenoxid) und die erfindungsgemäß geeigneten
Derivate (Salze, Ester, Ether, Zucker, Nukleotide, Nukleoside, Peptide
und Lipide) dieser genannten Wirkstoffe.
Die Menge der Antioxidantien (eine
oder mehrere Verbindungen) in den Zubereitungen beträgt vorzugsweise
0,001 bis 30 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,05–20 Gew.-%, insbesondere 0,1–10 Gew.-%,
bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.
Sofern Vitamin E und/oder dessen
Derivate das oder die Antioxidantien darstellen, ist vorteilhaft,
deren jeweilige Konzentrationen aus dem Bereich von 0,001–10 Gew.-%,
bezogen auf das Gesamtgewicht der Formulierung, zu wählen.
Sofern die kosmetische oder dermatologische
Zubereitung im Sinne der vorliegenden Erfindung eine Lösung oder
Emulsion oder Dispersion darstellt, können als Lösungsmittel verwendet werden:
- – Wasser
oder wäßrige Lösungen
- – Öle, wie
Triglyceride der Caprin- oder der Caprylsäure, vorzugsweise aber Rizinusöl;
- – Fette,
Wachse und andere natürliche
und synthetische Fettkörper,
vorzugsweise Ester von Fettsäuren
mit Alkoholen niedriger C-Zahl, z.B. mit Isopropanol, Propylenglykol
oder Glycerin, oder Ester von Fettalkoholen mit Alkansäuren niedriger
C-Zahl oder mit Fettsäuren;
- – Alkohole,
Diole oder Polyole niedriger C-Zahl, sowie deren Ether, vorzugsweise
Ethanol, Isopropanol, Propylenglykol, Glycerin, Ethylenglykol, Ethylenglykolmonoethyl-
oder -monobutylether, Propylenglykolmonomethyl, -monoethyl- oder- monobutylether,
Diethylenglykolmonomethyl- oder -monoethylether und analoge Produkte.
Insbesondere werden Gemische der
vorstehend genannten Lösungsmittel
verwendet. Bei alkoholischen Lösungsmitteln
kann Wasser ein weiterer Bestandteil sein.
Die Ölphase der Emulsionen, Oleogele
bzw. Hydrodispersionen oder Lipodispersionen im Sinne der vorliegenden
Erfindung wird vorteilhaft gewählt
aus der Gruppe der Ester aus gesättigten
und/oder ungesättigten,
verzweigten und/oder unverzweigten Alkancarbonsäuren einer Kettenlänge von
3 bis 30 C-Atomen und gesättigten
und/oder ungesättigten,
verzweigten und/oder unverzweigten Alkoholen einer Kettenlänge von
3 bis 30 C-Atomen, aus der Gruppe der Ester aus aromatischen Carbonsäuren und
gesättigten
und/oder ungesättigten,
verzweigten und/oder unverzweigten Alkoholen einer Kettenlänge von
3 bis 30 C-Atomen. Solche Esteröle
können
dann vorteilhaft gewählt
werden aus der Gruppe Isopropylmyristat, Isopropylpalmitat, Isopropylstearat,
Isopropyloleat, n-Butylstearat, n-Hexyllaurat, n-Decyloleat, Isooctylstearat,
Isononylstearat, Isononylisononanoat, 2-Ethylhexylpalmitat, 2-Ethylhexyllaurat,
2-Hexyldecylstearat, 2-Octyldodecylpalmitat, Oleyloleat, Oleylerucat,
Erucyloleat, Erucylerucat sowie synthetische, halbsynthetische und
natürliche
Gemische solcher Ester, z.B. Jojobaöl.
Ferner kann die Ölphase vorteilhaft gewählt werden
aus der Gruppe der verzweigten und unverzweigten Kohlenwasserstoffe
und -wachse, der Silkonöle,
der Dialkylether, der Gruppe der gesättigten oder ungesättigten,
verzweigten oder unverzweigten Alkohole, sowie der Fettsäuretriglyceride,
namentlich der Triglycerinester gesättigter und/oder ungesättigter,
verzweigter und/oder unverzweigter Alkancarbonsäuren einer Kettenlänge von
8 bis 24, insbesondere 12–18
C-Atomen. Die Fettsäuretriglyceride
können
beispielsweise vorteilhaft gewählt
werden aus der Gruppe der synthetischen, halbsynthetischen und natürlichen Öle, z.B.
Olivenöl, Sonnenblumenöl, Sojaöl, Erdnußöl, Rapsöl, Mandelöl, Palmöl, Kokosöl, Palmkernöl und dergleichen
mehr.
Auch beliebige Abmischungen solcher Öl- und Wachskomponenten
sind vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung einzusetzen.
Es kann auch gegebenenfalls vorteilhaft sein, Wachse, beispielsweise
Cetylpalmitat, als alleinige Lipidkomponente der Ölphase einzusetzen.
Vorteilhaft wird die Ölphase gewählt aus
der Gruppe 2-Ethylhexylisostearat, Octyldodecanol, Isotridecylisononanoat,
Isoeicosan, 2-Ethylhexylcocoat, C12 – 15-Alkylbenzoat,
Capryl-Caprinsäure-triglycerid,
Dicaprylylether.
Besonders vorteilhaft sind Mischungen
aus C12 – 15-Alkybenzoat
und 2-Ethylhexylisostearat, Mischungen aus C12 – 15-Alkybenzoat
und Isotridecylisononanoat sowie Mischungen aus C12 – 15-Alkybenzoat,
2-Ethylhexylisostearat und Isotridecylisononanoat.
Von den Kohlenwasserstoffen sind
Paraffinöl,
Squalan und Squalen vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung
zu verwenden.
Vorteilhaft kann die Ölphase ferner
einen Gehalt an cyclischen oder linearen Silikonölen aufweisen oder vollständig aus
solchen Ölen
bestehen, wobei allerdings bevorzugt wird, außer dem Silikonöl oder den Silikonölen einen
zusätzlichen
Gehalt an anderen Ölphasenkomponenten
zu verwenden.
Vorteilhaft wird Cyclomethicon (Octamethylcyclotetrasiloxan)
als erfindungsgemäß zu verwendendes Silikonöl eingesetzt.
Aber auch andere Silikonöle
sind vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung zu verwenden,
beispielsweise Hexamethylcyclotrisiloxan, Polydimethylsiloxan, Poly(methylphenylsiloxan).
Besonders vorteilhaft sind ferner
Mischungen aus Cyclomethicon und Isotridecylisononanoat, aus Cyclomethicon
und 2-Ethylhexylisostearat.
Erfindungsgemäß verwendete Gele enthalten üblicherweise
Alkohole niedriger C-Zahl, z.B. Ethanol, Isopropanol, 1,2-Propandiol,
Glycerin und Wasser bzw. ein vorstehend genanntes Öl in Gegenwart
eines Verdickungsmittels, das bei ölig-alkoholischen Gelen vorzugsweise
Siliciumdioxid oder ein Aluminiumsilikat, bei wäßrig-alkoholischen oder alkoholischen
Gelen vorzugweise ein Polyacrlat ist.
Feste Stifte enthalten z.B. natürliche oder
synthetische Wachse, Fettalkohole oder Fettsäureester. Bevorzugt werden
Lippenpflegestifte sowie Stiftformulierungen zur Körperdesodorierung
verwendet.
Übliche
Grundstoffe, welche für
die Verwendung als kosmetische Stifte im Sinne der vorliegenden
Erfindung geeignet sind, sind flüssige Öle (z.B.
Paraffinöle,
Ricinusöl,
Isopropylmyristat), halbfeste Bestandteile (z.B. Vaseline, Lanolin),
feste Bestandteile (z.B. Bienenwachs, Ceresin und Mikrokristalline
Wachse bzw. Ozokerit) sowie hochschmelzende Wachse (z.B. Carnaubawachs,
Candelillawachs).
Als Treibmittel für aus Aerosolbehältern versprühbare kosmetische
und/oder dermatologische Zubereitungen im Sinne der vorliegenden
Erfindung sind die üblichen
bekannten leichtflüchtigen,
verflüssigten Treibmittel,
beispielsweise Kohlenwasserstoffe (Propan, Butan, Isobutan) geeignet,
die allein oder in Mischung miteinander eingesetzt werden können. Auch
Druckluft ist vorteilhaft zu verwenden.
Natürlich weiß der Fachmann, daß es an
sich nichttoxische Treibgase gibt, die grundsätzlich für die Verwirklichung der vorliegenden
Erfindung in Form von Aerosolpräparaten
geeignet wären,
auf die aber dennoch wegen bedenklicher Wirkung auf die Umwelt oder
sonstiger Begleitumstände
verzichtet werden sollte, insbesondere Fluorkohlenwasserstoffe und
Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW).
Kosmetische Zubereitungen im Sinne
der vorliegenden Erfindung können
auch als Gele vorliegen, die neben einem wirksamen Gehalt am erfindungsgemäßen Wirkstoff
und dafür üblicherweise
verwendeten Lösungsmitteln,
bevorzugt Wasser, noch organische Verdickungsmittel, z.B. Gummiarabikum,
Xanthangummi, Natriumalginat, Cellulose-Derivate, vorzugsweise Methylcellulose,
Hydroxymethylcellulose, Hydroxyethylcellulose, Hydroxypropylcellulose,
Hydroxypropylmethylcellulose oder anorganische Ver dickungsmittel,
z. B. Aluminiumsilikate wie beispielsweise Bentonite, oder ein Gemisch
aus Polyethylenglykol und Polyethylenglykolstearat oder -distearat,
enthalten. Das Verdickungsmittel ist in dem Gel z.B. in einer Menge
zwischen 0,1 und 30 Gew.-%, bevorzugt zwischen 0,5 und 15 Gew.-%,
enthalten.
Erfindungsgemäße Zubereitungen, die haarkosmetische
Reinigungszubereitungen für
das Haar bzw. die Kopfhaut darstellen, können in flüssiger oder fester Form vorliegen.
Sie enthalten vorzugsweise mindestens eine anionische, nicht-ionische
oder amphotere oberflächenaktive
Substanz oder Gemische daraus, gegebenenfalls einen Elektrolyten
und Hilfsmittel, wie sie üblicherweise
dafür verwendet
werden. Die oberflächenaktive
Substanz kann in einer Konzentration zwischen 1 und 94 Gew.-% in
den Reinigungszubereitungen vorliegen, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Zubereitungen, insbesondere aber zwischen 1 und 50 Gew.-%.
Insbesondere können erfindungsgemäße wäßrige kosmetische
Reinigungsmittel oder für
die wäßrige Reinigung
bestimmte wasserarme oder wasserfreie Reinigungsmittelkonzentrate
anionische, nichtionische und/oder amphotere Tenside enthalten,
beispielsweise herkömmliche
Seifen, z.B. Fettsäuresalze
des Natriums, Alkylsulfate, Alkylethersulfate, Alkan- und Alkylbenzolsulfonate,
Sulfoacetate, Sulfobetaine, Sarcosinate, Amidosulfobetaine, Sulfosuccinate,
Sulfobernsteinsäurehalbesfer,
Alkylethercarboxylate, Eiweiß-Fettsäure-Kondensate,
Alkylbetaine und Amidobetaine, Fettsäurealkanolamide, Polyglycolether-Derivate
enthalten.
Anionische Tenside werden vorzugsweise
in Konzentrationenzwischen 5 Gew.-% und 20 Gew.-% eingesetzt. In
Frage kommen z.B. Sodium Laureth Sulfate wie es unter der Bezeichnung
Texapon N 70 von der Gesellschaft Henkel angeboten wird oder Disodium
Laureth Sulfosuccinate wie es unter der Bezeichnung Rewopol SBFA
30 von der Gesellschaft Witco angeboten wird. Nichtionische Tenside
werden vorzugsweise in Konzentrationen von 1 Gew.% bis 10 Gew.-%
eingesetzt. Beispiele sind Decyl Glucoside wie es unter der Bezeichnung
Oramix NS 10 von der Gesellschaft Seppic angeboten wird oder Polysorbate
80 wie es unter der Bezeichnung Tween 80 von der Gesellschaft ICI
angeboten wird. Amphotere Tenside werden vorzugsweise in Konzentrationen
von 1 Gew.-% bis 10 Gew.-% eingesetzt. Beispiele sind Cocamidopropyl
Betaine wie es als Tego Betain von der Gesellschaft Goldschmidt
angeboten wird oder Sodium Cocoamphoacetate wie es unter der Bezeichnung
Miranol Ultra von der Gesellschaft Rhone Poulenc angeboten wird.
Die Prozentangaben beziehen sich
auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen.
Weiterhin können in den haarkosmetischen
Reinigungsmitteln Konditionierhilfsmittel enthalten sein, z.B. in
Mengen von 0,001 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der
Zubereitungen. Zu den bevorzugten Konditionierhilfsmitteln gehören polymere
quaternäre
Verbindungen (Quats). Polymere Quats werden vielfach in Shampoos
z.B. mit einer Konzentration von 0,01 bis 2 Gew.-% eingesetzt. Dazu
gehören
Polyquaternium-10 wie es unter der Bezeichnung Polymer JR 400 von
der Gesellschaft Amerchol angeboten wird oder Hydroxypropyl Guar
Hydroxypropyltrimonium Chloride wie es mit der Bezeichnung Jaguar
C 162 von der Gesellschaft Rhone-Poulenc angeboten wird.
Die erfindungsgemäßen Zubereitungen können kosmetische
Hilfsstoffe enthalten, wie sie üblichennreise
in solchen Zubereitungen verwendet werden, z.B. Konservierungsmittel,
Parfüme,
Substanzen zum Verhindern des Schäumens, Schaumstabilisatoren,
Farbstoffe, Pigmente, die eine färbende
Wirkung haben, Verdickungsmittel, oberflächenaktive Substanzen, Emulgatoren,
weichmachende, anfeuchtende und/oder feuchhaltende Substanzen, rückfettende
Agentien, Fette, Öle,
Wachse, Alkohole, Polyole und deren toxikologisch verträglichen
Ether und Ester, verzweigte und/oder unverzweigte Kohlenwasserstoffe,
weitere Antioxidantien, Stabilisatoren, pH-Wert-Regulatoren, Konsistenzgeber,
Bakterizide, Desodorantien, antimikrobielle Stoffe, Antistatika,
UV-Absorber, Komplexierungs- und Sequestrierungsagentien, Perlglanzagentien,
Polymere, Elektrolyte, organische Lösungsmittel, Silikonderivate,
Pflanzenextrakte, Vitamine und/oder andere Wirkstoffe oder andere übliche Bestandteile
einer kosmetischen oder dermatologischen Formulierung. Auch Lösungsvermittler,
z.B. zur Einarbeitung hydrophober Komponenten wie z.B. von Parfümzubereitungen
können
enthalten sein.
Die Gesamtmenge der Hilfsstoffe beträgt beispielsweise
0,001 bis 15 Gew.-%, vorzugsweise 0,01 bis 10 Gew.-%, jeweils bezogen
auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.
Der Wassergehalt der Zubereitungen
beträgt
beispielsweise 50 bis 95 Gew.-%, vorzugsweise 55 bis 90 Gew.-%,
jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.
Der pH-Wert der Zubereitungen kann
in bekannter Weise durch Zugabe von Säuren oder Basen eingestellt
werden, vorzugsweise durch Zugabe von Puffergemischen, z.B. auf
Basis von Citronensäure/Citrat oder
Phosphorsäure
Phosphat-Puffergemischen. Vorzugsweise liegt der pH-Wert unter 10,
z.B. im Bereich von 4–8,
insbesondere im Bereich von 5–7.
Besonders vorteilhafte Zubereitungen
werden ferner erhalten, wenn als Zusatz- oder Wirkstoffe Antioxidantien
eingesetzt werden. Erfindungsgemäß enthalten
die Zubereitungen vorteilhaft eines oder mehrere Antioxidantien.
Als günstige,
aber dennoch fakultativ zu verwendende Antioxidantien können alle
für kosmetische
und/oder dermatologische Anwendungen geeigneten oder gebräuchlichen
Antioxidantien verwendet werden.
Es ist auch von Vorteil, den erfindungsgemäßen Zubereitungen
Antioxidantien zuzusetzen. Vorteilhaft werden die Antioxidantien
gewählt
aus der Gruppe bestehend aus Aminosäuren (z.B. Glycin, Histidin,
Tyrosin, Tryptophan) und deren Derivate, Imidazole (z.B. Urocaninsäure) und
deren Derivate, Peptide wie D,L-Carnosin, D-Carnosin, L-Carnosin
und deren Derivate (z.B. Anserin), Carotinoide, Carotine (z.B. α-Carotin, β-Carotin,
Lycopin) und deren Derivate, Chlorogensäure und deren Derivate, Liponsäure und
deren Derivate (z.B. Dihydroliponsäure), Aurothioglucose, Propylthiouracil
und andere Thiole (z.B. Thioredoxin, Glutathion, Cystein, Cystin,
Cystamin und deren Glycosyl-, N-Acetyl-, Methyl-, Ethyl-, Propyl-,
Amyl-, Butyl- und Lauryl-, Palmitoyl-, Oleyl-, γ-Linoleyl-, Cholesteryl- und
Glycerylester) sowie deren Salze, Dilaurylthiodipropionat, Distearylthiodipropionat,
Thiodipropionsäure
und deren Derivate (Ester, Ether, Peptide, Lipide, Nukleotide, Nukleoside
und Salze) sowie Sulfoximinverbindungen (z.B. Buthioninsulfoximine,
Homocysteinsulfoximin, Buthioninsulfone, Penta-, Hexa-, Heptathioninsulfoximin)
in sehr geringen verträglichen
Dosierungen (z.B. pmol bis μmol/kg),
ferner (Metall)-Chelatoren (z.B. α-Hydroxyfettsäuren, Palmitinsäure, Phytinsäure, Lactoferrin), α-Hydroxysäuren (z.B.
Citronensäure,
Milchsäure,
Apfelsäure),
Huminsäure,
Gallensäure,
Gallenextrakte, Bilirubin, Biliverdin, EDTA, EGTA und deren Derivate,
ungesättigte
Fettsäuren
und deren Derivate (z.B. γ-Linolensäure, Linolsäure, Ölsäure), Folsäure und
deren Derivate, Ubichinon und Ubichinol und deren Derivate, Vitamin
C und Derivate (z.B. Ascorbylpalmitat, Mg-Ascorbylphosphat, Ascorbylacetat),
Tocopherole und Derivate (z.B. Vitamin-E-acetat), Vitamin A und
Derivate (Vitamin-A-palmitat) sowie Koniferylbenzoat des Benzoeharzes,
Rutinsäure
und deren Derivate, a-Glycosylrutin, Ferulasäure, Furfurylidenglucitol,
Carnosin, Butylhydroxytoluol, Butylhydroxyanisol, Nordihydroguajakharzsäure, Nordihydroguajaretsäure, Trihydroxybutyrophenon,
Harnsäure
und deren Derivate, Mannose und deren Derivate, Zink und dessen
Derivate (z.B. ZnO, ZnSO4) Selen und dessen
Derivate (z.B. Selenmethionin), Stilbene und deren Derivate (z.B.
Stilbenoxid, Trans-Stilbenoxid)
und die erfindungsgemäß geeigneten
Derivate (Salze, Ester, Ether, Zucker, Nukleotide, Nukleoside, Peptide
und Lipide) dieser genannten Wirkstoffe.
Besonders vorteilhaft im Sinne der
vorliegenden Erfindung können öllösliche Antioxidantien
eingesetzt werden.
Eine erstaunliche Eigenschaft der
vorliegenden Erfindung ist, daß erfindungsgemäße Zubereitungen sehr
gute Vehikel für
kosmetische oder dermatologische Wirkstoffe in die Haut sind, wobei
bevorzugte Wirkstoffe Antioxidantien sind, welche die Haut vor oxidativer
Beanspruchung schützen
können.
Bevorzugte Antioxidantien sind dabei Vitamin E und dessen Derivate
sowie Vitamin A und dessen Derivate.
Die Menge der Antioxidantien (eine
oder mehrere Verbindungen) in den Zubereitungen beträgt vorzugsweise
0,001 bis 30 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,05–20 Gew.-%, insbesondere 1–10 Gew.-%,
bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.
Sofern Vitamin E und/oder dessen
Derivate das oder die Antioxidantien darstellen, ist vorteilhaft,
deren jeweilige Konzentrationen aus dem Bereich von 0,001–10 Gew.-%,
bezogen auf das Gesamtgewicht der Formulierung, zu wählen.
Sofern Vitamin A, bzw. Vitamin-A-Derivate,
bzw. Carotine bzw. deren Derivate das oder die Antioxidantien darstellen,
ist vorteilhaft, deren jeweilige Konzentrationen aus dem Bereich
von 0,001–10
Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Formulierung, zu wählen.
Die nachfolgenden Beispiele sollen
die vorliegende Erfindung verdeutlichen.
Alle Mengenangaben, Prozentangaben
oder Teile beziehen sich, soweit nicht anders angegeben, auf das
Gesamtgewicht der Zubereitungen oder der jeweiligen Mischungen.
Als Süßholzwurzelextrakt wurde ein öllöslicher
Süßholzwurzelextrakt,
erhältlich
von der Firma Maruzen Pharmaceuticals Ltd., verwendet. Dieser zeichnet
sich durch eine besonders ausgeprägte synergistische Wirkung
mit 8-Hexadecen-1,16-dicarbonsäure
aus.
Beispiele
Beispiele
1–10:
O/W-Cremes
Beispiel
11: W/O-Creme
Beispiel
12: Hydrodispersion/Gelcreme
Beispielrezepturen
Foundations
Beispielrezepturen
Mikroemulsionen
Beispiele
Pickering
Beispiele
W/O Stifte
Beispielrezepturen
Foundations