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Technisches Gebiet
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Die vorliegende Erfindung betrifft ein Fixierelement für eine Stromschnittstelle, das sich insbesondere zur Fixierung von einem oder mehreren elektrischen Kontaktelementen an einem Träger eignet. Des Weiteren betrifft die Erfindung eine Stromschnittstelle für ein Kraftfahrzeug mit einem solchen Fixierelement. Ferner betrifft die Erfindung auch eine Stromschiene als Träger mit einer solchen Stromschnittstelle.
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Stand der Technik
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Beispielsweise aus der
DE 101 49 574 C2 ist ein elektrisches Kontaktelement bekannt, das eine Stromschnittstelle ausbilden kann und sich zur Anbringung an einem Träger in Form einer Stromschiene eignet, die z.B. als Stanzgitter ausgebildet sein kann. Das Kontaktelement ist separat zu dem Stanzgitter ausgeführt und in dieses eingesteckt. Es weist eine gabelförmige Steckkontaktaufnahme auf, die durch zwei Kontaktfedern gebildet ist, die an einem Kontaktelementfuß einstückig damit ausgebildet sind. In einer Ausführungsvariante ist das Kontaktelement von einer Seite her durch eine Durchgangsöffnung des Stanzgitters hindurch gesteckt und schlägt an dieser Seite mit dem Kontaktelementfuß an einer Flachseite des Stanzgitters an. Auf der in Dickenrichtung anderen Seite des Stanzgitters ist dann die Steckkontaktaufnahme angeordnet, in die ein Einsteckkontakt in einer Steckrichtung eingesteckt werden kann. Eine mit dem Kontaktelement ausgestattete Stromschnittstelle weist häufig wenigstens zwei oder mehr Kontaktelemente auf, die mit ihren Flachseiten aneinander liegend paketiert sind, wodurch sich z.B. die Stromtragfähigkeit der Stromschnittstelle einstellen lässt, indem mehr oder weniger Kontaktelemente zu einem Paket zusammengesetzt werden.
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Um eine Verliersicherung für das in das Stanzgitter eingesteckte Kontaktelement zu erreichen, werden die Kontaktelemente abgestützt, damit beim Einstecken des Einsteckkontakts die Kontaktelemente nicht aus der Durchgangsöffnung gedrückt werden. Das Einstecken des Einsteckkontakts erfolgt üblicherweise in einer Steckrichtung, die parallel ist zur Dickenrichtung des Stanzgitters. Die Verliersicherung wird dabei vorzugsweise dadurch erreicht, dass das Stanzgitter häufig in einem Kunststoffgehäuse verbaut wird, wobei Teile des Gehäuses an dem jeweiligen Kontaktelementfuß anliegen bzw. diesen in der Steckrichtung abstützen. Nachteilig daran sind der Materialaufwand für das Gehäuse und die aufwendige Ausgestaltung eines Spritzgusswerkzeugs, das für die Gehäusefertigung eingesetzt wird.
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Die
DE 196 29 422 C1 zeigt eine Kabelklemme. Die Kabelklemme umfasst einen Steg, an den U-förmig zwei parallel beabstandete Schenkel angeschlossen sind. Seitlich von den Schenkeln sind zwei Lappen freigestanzt, die jeweilige Kontaktelemente bilden. Zur Festlegung der Kabelklemme auf einer Kabelabfangschiene sind einzelne hintereinander angeordnete Halteelemente vorgesehen. Die Halteelemente sind von den Schenkeln freigestanzt und nach außen gebogen.
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Gemäß dem US Patent
US 3 613 043 A ist ein U-förmiger elektrischer Verbinder offenbart, der in eine Leiterplatine steckbar zur Erzeugung von Endverbindungen zwischen den Schaltkreisen ist, wobei eine Klinge die Außenseiten des U-förmigen elektrischen Verbinders auseinanderbiegen und somit einen Unterbrecher auf der Leiterplatine bereitstellt. Die
CN 104 701 112 A offenbart ein Leiterplattenmodul mit einem Verbindungsabschnitt zum Verbinden einer Vielzahl von Anschlüssen, einem ersten Unterstützungsabschnitt zur Unterstützung der ersten Oberfläche des Leiterplattenmoduls und einem zweiten Unterstützungsabschnitt zur Verbindung der Anschlüsse mit der zweiten Überfläche des Leiterplattenmoduls. Des Weiteren offenbart die
US 2004/0 097 140 A1 einen elektrischen Kontakt mit einem Kontaktmesser und Kontaktstiften, wobei die Kontaktstifte mit Kontaktarmen durch ein Übergangsstück verbunden sind. Das Übergangsstück ist dabei im wesentlich parallel zur Leiterplatte ausgebildet und hat einen Bogen, der die Kontaktarme von den Kontaktstiften trennt. Gemäß der technischen Lehre der
FR 2 506 526 A1 umfasst ein Randverbinder-Clip einen einzelnen Metallstreifen, der als doppelten Rückenform gefaltet ist. Jede Seite des Clips weist ein Paar Längsschlitze auf, die jeweils mit einer Öffnung am oberen Ende versehen sind. Wenn das Metall gebogen wird, werden die durch die Schlitze begrenzten Abschnitte von dem Rest der äußeren Flächen der Klemmen weggedrückt.
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Beschreibung der Erfindung
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Eine Aufgabe der Erfindung ist es daher, unter Einsatz konstruktiv möglichst einfacher Mittel eine Verliersicherung und/oder Abstützung für ein Kontaktelement zu schaffen, die sich ohne eine aufwendige Gehäuseausgestaltung erreichen lässt.
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Die Aufgabe wird durch die Gegenstände der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen, der Beschreibung und den begleitenden Figuren angegeben.
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Ein erfindungsgemäßes Fixierelement eignet sich insbesondere zum Befestigen von Kontaktelementen einer Stromschnittstelle, die beispielsweise in einem Stromverteiler oder ähnlichem eines Kraftfahrzeugs angeordnet werden kann, an einem Träger, wie etwa einer Stromschiene, die als Stanzgitter ausgeführt sein kann, oder einer Leiterplatte. Das Fixierelement verfügt über einen Fußabschnitt, von dem sich zwei Halteschenkel weg erstrecken, die gemeinsam mit dem Fußabschnitt eine U- oder V-förmige Kontaktelementaufnahme ausbilden. In der Kontaktelementaufnahme lassen sich ein oder mehrere gabelförmige Kontaktelemente der eingangs genannten Art anordnen und vorzugsweise auch zusammenhalten, indem das Fixierelement diese teil- bzw. abschnittsweise umgreift und in der U- oder V-förmigen Kontaktelementaufnahme hält. An jedem der Halteschenkel ist wenigstens eine erste Eingriffszunge, Eingriffslasche oder ähnliches ausgeformt, deren freien Enden jeweils zur Anlage an dem einen oder den mehreren Kontaktelementen zu der Kontaktelementaufnahme hin gerichtet sind. Dabei können die freien Enden der Eingriffszunge auch in die Kontaktelementaufnahme hineinragen. Dadurch werden das oder die Kontaktelemente vorzugsweise zwischen einer Innenfläche des Fußabschnitts und dem freien Ende der ersten Eingriffszunge gehalten. Ferner ist an jedem der Halteschenkel jeweils wenigstens eine zweite Eingriffszunge, Eingriffslasche oder ähnliches ausgeformt, deren freien Enden zur Anlage an einem die Kontaktelemente tragenden Träger, wie etwa einer Stromschiene bzw. eines Stanzgitters oder einer Leiterplatte, von der Kontaktelementaufnahme weg gerichtet sind. Wird die Kontaktelementaufnahme als eine Art U- oder V-förmigen Innenraum des Fixierelements betrachtet, weisen die ersten Eingriffszungen zu diesem hin oder in diesen hinein und die zweiten Eingriffszungen von diesem weg. Die ersten Eingriffszungen werden im Einbauzustand des Fixierelements mit dem oder den Kontaktelementen formschlüssig in Eingriff gebracht, so dass diese über das Fixierelement an dem Träger abgestützt werden, wenn die zweiten Eingriffszungen mit dem Träger, also z.B. der Stromschiene bzw. dem Stanzgitter oder der Leiterplatte, in Eingriff gebracht werden.
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Mit dieser Konfiguration ermöglicht das Fixierelement einen stabilen Sitz des einen oder der mehreren Kontaktelemente in einer Durchgangsöffnung des Trägers, ohne zur Abstützung zusätzlich ein Gehäuse oder eine andere Abstützmöglichkeit vorsehen zu müssen. Das Fixierelement selbst kann als Stanz-/Biegeteil aus einem Blechmaterial gefertigt sein, das sich entsprechend kostengünstig herstellen lässt, zumal es nicht zwingend eine gute elektrische Leitfähigkeit aufweisen muss, da der zu führende elektrische Strom vorrangig über das Träger und das oder die Kontaktelemente geleitet wird. Somit kann das Fixierelement aus einem vergleichsweise kostengünstigeren, z.B. federenden Metallwerkstoff gefertigt sein. Auch kann die Montage auf einfache Weise erfolgen, indem z.B. das Fixierelement zuerst an dem oder den Kontaktelementen und dann die gesamte Anordnung an dem Träger durch Einstecken in die dortige Durchgangsöffnung angebracht werden. Es ist aber auch denkbar, dass zunächst die Kontaktelemente in die Durchgangsöffnung eingesteckt werden und dann nachträglich das Fixierelement dazu gesteckt wird, indem es auf die Kontaktelementfüße aufgesteckt und dann die Halteschenkel durch die Durchgangsöffnung gefädelt werden.
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Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die erste und zweite Eingriffszunge in Längserstreckungsrichtung des Halteschenkels voneinander beabstandet sind. Idealerweise ist der Abstand zwischen den Eingriffszungen an die Materialstärke des Trägers angepasst, so dass die verschiedenen Eingriffszungen im Einbauzustand auf unterschiedlichen Seiten des Trägers angeordnet sind.
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Es hat sich für die Montage des Fixierelements als vorteilhaft erwiesen, wenn die erste Eingriffszunge zwischen dem Fußabschnitt und der benachbart zu einem freien Ende des Halteschenkels angeordneten, zweiten Eingriffszunge angeordnet ist. Dadurch kann die erste Eingriffszunge mit einem Kontaktelementfuß des Kontaktelements auf einer Seite des Trägers und die zweite Eingriffszunge auf einer anderen Seite mit dem Träger in Eingriff gebracht werden.
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Das Fixierelement lässt sich kippstabil an dem oder den Kontaktelementen anbringen, wenn der Halteschenkel zwei in seiner Quererstreckungsrichtung voneinander beabstandete Haltearme aufweist, zwischen denen die erste Eingriffszunge heraus gebogen ist. Durch die auf die Quererstreckungsrichtung bezogene zentrale Anordnung der ersten Eingriffszunge kann der Halteschenkel Kippkräfte und ähnliche Belastungen aufnehmen.
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Nach demselben Prinzip kann auch die zweite Eingriffszunge zwischen zwei Haltearmen ausgebildet sein.
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Um auch zur Stromschiene bzw. zum Stanzgitter oder der Leiterplatte eine gute Kraftübertragung zu gewährleisten, verjüngen sich die Haltearme in Richtung eines freien Endes des Halteschenkels zu einem Zentralsteg, an dem die zweite Eingriffszungen heraus gebogen ist. Erfindungsgemäß sind an jedem Halteschenkel wenigstens zwei zweite Eingriffszungen ausgeformt, wodurch das Fixierelement besonders kippstabil ist. So können durch Kippen bewirkte Relativbewegungen zwischen Kontaktelement und Einsteckkontakt vermieden werden.
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Prinzipiell wäre es denkbar, dass die Eingriffszungen flächig in den Träger eingreifen. Es hat sich für die Montierbarkeit des Fixierelements allerdings als vorteilhaft erwiesen, wenn sich die freien Enden der ersten Eingriffszunge und/oder der zweiten Eingriffszunge in einem spitzen Winkel von dem Halteschenkel weg erstrecken. So können die Eingriffszungen, insbesondere die nach außen gerichteten zweiten Eingriffszungen, zum Einstecken bzw. Einfädeln in die Durchgangsöffnung des Trägers federelastisch eingefedert und im Einbauzustand wieder ausgefedert werden.
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Um mehrere Kontaktelemente flächig aneinanderzuhalten und auch eine Vorfixierung an den Kontaktelementen zu gewährleisten, kann das Fixierelement eine Fixierklammer mit aufeinander zugespannten Halteschenkeln sein. Idealerweise kann das Fixierelement aus einem federenden Metallwerkstoff gefertigt sein.
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Die Erfindung bezieht sich auch auf eine Stromschnittstelle zur Anbringung an einem Träger, z.B. an einer Stromschiene bzw. einem Stanzgitter oder einer Leiterplatte. Die Stromschnittstelle weist eine variable Mehrzahl, also wenigstens zwei, von Kontaktelementen, die flächig aneinander gereiht sind und jeweils eine durch zwei aufeinander zu gerichtete, an einem Kontaktelementfuß einstückig ausgebildete Kontaktarme ausgebildete, gabelförmige Steckkontaktaufnahme haben. Erfindungsgemäß weist die Stromschnittstelle ein Fixierelement auf, das einen Fußabschnitt hat, von dem sich zwei gemeinsam mit dem Fußabschnitt eine U- oder V-förmige Kontaktelementaufnahme ausbildende Halteschenkel zur Aufnahme der Kontaktelemente weg erstrecken. An jedem der Halteschenkel sind jeweils wenigstens eine erste Eingriffszunge, deren freien Enden zur Anlage an einem Kontaktelement zu der Kontaktelementaufnahme hin gerichtet sind, und jeweils wenigstens eine zweite Eingriffszunge ausgeformt, deren freien Enden zur Anlage an dem Träger von der Steckkontaktaufnahme weg gerichtet sind.
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Die Stromschnittstelle ermöglicht es vorteilhafterweise, dass die Kontaktelemente durch das Fixierelement an dem Träger gehalten werden, so dass eine zusätzliche Abstützung durch z.B. ein Gehäuse eines Stromverteilers oder ähnlichem entfallen kann. Auch beim Einstecken von Steckkontakten in die Kontaktelemente kann die Einsteckkraft von dem Fixierelement aufgenommen werden.
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Vorteilhafterweise kann im Einbauzustand eine zur Steckkontaktaufnahme gerichtete Innenfläche des Fußabschnitts des Fixierelements an Stirnflächen der Kontaktelementfüße anliegen und sich der jeweilige Halteschenkel parallel zu Flachseiten der Kontaktelemente erstrecken. Dadurch werden die Kontaktelemente von dem Fixierelement klammerartig umgriffen, so dass die Anordnung aus Fixierelement und damit zusammengehaltenen Kontaktelementen vormontiert werden kann.
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Im Einbauzustand kann die jeweilige erste Eingriffszunge zwischen den Kontaktarmen innen an einem oder mehreren der Kontaktelementfüße anliegen. Hierzu ragt das jeweilige freie Ende in die Kontaktelementaufnahme des Fixierelements hinein, so dass das Fixierelement einfach auf die Kontaktelemente aufgeschoben werden kann und dort über die ersten Eingriffszungen verrastet.
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Des Weiteren betrifft die Erfindung auch eine Stromschiene für ein Kraftfahrzeug, die einen Träger für Kontaktelemente darstellt. Die Stromschiene weist eine Durchgangsöffnung auf, in der die vorstehend beschriebene Stromschnittstelle aufgenommen ist. Dadurch benötigt die Anordnung bestehend aus Stromschiene, eingesteckten Kontaktelementen und befestigendem Fixierelement keine zusätzliche Befestigung durch ein Gehäuse oder ähnliches und hält Einsteckkräften beim Einstecken eines Einsteckkontakts in die Kontaktelemente stand.
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Im Einbauzustand können in Dickenrichtung der Stromschiene eine erste Eingriffszunge eines Fixierelements auf einer ersten Seite und eine zweite Eingriffszunge des Fixierelements auf einer zweiten Seite angeordnet sein. Dabei kann die zweite Eingriffszunge dann vorzugsweise mit einem freien Ende an einer Flachseite der Stromschiene anliegen.
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Figurenliste
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Nachfolgend wird ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel der Erfindung unter Bezugnahme auf die begleitenden Figuren erläutert. Es zeigen:
- 1 in einer perspektivischen Ansicht ein erfindungsgemäßes Fixierelement als Einzelbauteil,
- 2 in einer perspektivischen Ansicht eine erfindungsgemäße Stromschnittstelle mit einer Mehrzahl von Kontaktelementen und einem erfindungsgemäßen Fixierelement,
- 3 in einer perspektivischen Ansicht eine erfindungsgemäße Stromschiene, in der eine erfindungsgemäße Stromschnittstelle aufgenommen ist, und
- 4 in einer perspektivischen Ansicht eine nicht erfindungsgemäße weitere Ausführungsform eines Fixierelements als Einzelbauteil.
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Die Figuren sind lediglich schematische Darstellungen und dienen nur der Erläuterung der Erfindung. Gleiche oder gleichwirkende Elemente sind durchgängig mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
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1 zeigt in einer perspektivischen Ansicht ein Fixierelement 100, das zur Befestigung einer Stromschnittstelle, insbesondere von elektrischen Kontaktelementen 300 (siehe 2 und 3), an einem Träger 400 (siehe 3) dient.
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Das Fixierelement 100 ist aus einem blechförmigen Metallwerkstoff mit federnden Eigenschaften einstückig durch Stanzen und Biegen ausgeformt und stellt somit eine Art federnde Fixierklammer dar. Es weist einen Fußabschnitt 110 auf, von dem sich seitlich jeweils ein Halteschenkel 120, 130 ungefähr rechtwinklig weg erstreckt. Es ist aber in 1 erkennbar, dass der Winkel, unter dem sich die Halteschenkel 120, 130 von dem Fußabschnitt 110 weg erstrecken, geringfügig weniger als 90° beträgt, so dass sich die freien Enden der Halteschenkel 120, 130 einander annähern. Gemeinsam mit dem diese verbindenden Fußabschnitt 110 bilden die Halteschenkel 120, 130 eine im Wesentlichen U-förmige oder, genauer, V-förmige Kontaktelementaufnahme 140 aus, in der ein oder mehrere Kontaktelemente 300 aufgenommen werden können. Bei mehreren Kontaktelementen 300 können die Halteschenkel 120, 130 nach außen gespreizt werden, bei weniger Kontaktelementen 300 spannen sich die Halteschenkel 120, 130 aufeinander zu.
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Jeder der Halteschenkel 120, 130 weist zwei in seiner Quererstreckungsrichtung voneinander beabstandete Haltearme 121, 131 auf. Zum Ausbilden der Haltearme 121, 131 ist das Blechmaterial des Fixierelements 100 in einem Teilabschnitt der Haltearme 121, 131 ausgespart, wobei sich die Aussparung bis zu einem Abschnitt des Fußabschnitts 110 erstreckt. Zwischen jedem der Haltearme 121, 131 ist eine erste Eingriffszunge 150, 160 angeordnet, deren freies Ende unter einem spitzen Winkel in die Kontaktelementaufnahme 140 hineinragt. Hierzu ist die jeweilige erste Eingriffszunge 150, 160 aus dem Blechmaterial ausgestanzt und in Richtung der Kontaktelementaufnahme 140 gebogen. Vom Fußabschnitt 110 aus betrachtet, verjüngen sich die Haltearme 121, 131 nach der jeweiligen ersten Eingriffszunge 150, 160 in Richtung eines freien Endes des jeweiligen Halteschenkels 120, 130 zu einem Zentralsteg 122, 132.
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An jedem der Halteschenkel 120, 130 ist zudem eine zweite Eingriffszunge 170, 180 ausgeformt, deren freies Ende von der Kontaktelementaufnahme 140 weg weist. Auch hier ist zwischen dem jeweiligen Halteschenkel 120, 130 und dem freien Ende der jeweiligen zweiten Eingriffszunge 170, 180 ein spitzer Winkel eingeschlossen. Wie aus 1 hervorgeht, sind jeweils zwei zweite Eingriffszungen 170, 180 an dem jeweiligen Zentralsteg 122, 132 ausgeformt, so dass diese in Längserstreckungsrichtung der Halteschenkel 120, 130 von der jeweiligen ersten Eingriffszunge 150, 160 beabstandet ist. Zudem sind die zweiten Eingriffszungen 170, 180 so angeordnet, dass in Quererstreckungsrichtung der Halteschenkel 120, 130 die jeweilige erste Eingriffszunge 150, 160 zwischen den jeweiligen beiden zweiten Eingriffszungen 170, 180 ausgebildet sind. Andeutungsweise ist in 1 auch erkennbar, dass die Außenflächen der Schmalseiten der Halteschenkel 120, 130 mit den Außenflächen der Schmalseiten der zweiten Eingriffszungen 170, 180 fluchten.
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In 2 ist eine Stromschnittstelle 200 in einem vormontierten Zustand gezeigt, die sich zur Anbringung an dem Träger 400 (siehe 3) eignet. Sie dient insbesondere zum Ausbilden einer elektrischen Steckverbindung durch Einstecken von (nicht gezeigten) Einsteckkontakten, wie etwa Messerkontakten, Kontaktfüßen von Sicherungen oder Relais, oder ähnlichem. So kann elektrischer Strom über die Stromschnittstelle zwischen dem Träger 400 und dem Einsteckkontakt geleitet werden.
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Die Stromschnittstelle 200 weist in diesem Ausführungsbeispiel mehrere Kontaktelemente 300 auf, die aus einem elektrisch leitfähigen Blechmaterial gefertigt sind und mit ihren Flachseiten flächig aneinander anliegen, also aneinander gereiht bzw. paketiert sind. Hier weist das Paket von Kontaktelementen exemplarisch genau drei einzelne Kontaktelemente 300 auf, wobei das Fixierelement 100 hinsichtlich des Abstands der Halteschenkel 120, 130 zueinander und/oder deren Federkraft so ausgelegt ist, dass es als Gleichteil für mehrere Paketstärken, also für ein, zwei, drei, vier oder mehr Kontaktelemente 300, verwendet werden kann. Jedes Kontaktelement 300 weist zwei aufeinander zu gerichtete Kontaktarme 310, 320 auf, die an einem Kontaktelementfuß 330 miteinander verbunden sind und durch ihre Anordnung eine gabelförmige Steckkontaktaufnahme 340 zum einstecken des Einsteckkontakts ausbilden.
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Aus 2 geht weiter hervor, dass das Fixierelement 100 in dem gezeigten vormontierten Zustand das gesamte Paket der Kontaktelemente 300 umgreift und diese dadurch auch zusammenhält. Genauer gesagt, liegt eine zur Kontaktelementaufnahme 140 gerichtete Innenfläche 115 des Fußabschnitts 110 des Fixierelements 100 an den jeweiligen Stirnflächen der Kontaktelementfüße 330 an und die Halteschenkel 120, 130 des Fixierelements 100 liegen mit ihren zur Kontaktelementaufnahme 140 gerichteten, also inneren, Flachseiten an den jeweils äußeren Flachseiten der (im Paket äußeren) Kontaktelemente 300 an und erstrecken sich also parallel dazu. Wie in 2 zudem erkennbar ist, liegt die jeweilige erste Eingriffszunge 150, 160 zwischen den Kontaktarmen 310, 320 der Kontaktelemente 300 innen an dem Kontaktelementfuß 330 an. Dadurch steht das Fixierelement 100 in formschlüssigem Eingriff mit den Kontaktelementen 300 und hat daran einen festen Sitz.
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3 zeigt eine Anordnung aus dem Träger 400, einer Mehrzahl der Kontaktelemente 300 und dem Fixierelement 100. Bei dem Träger 400 handelt es sich hier um eine Stromschiene, die z.B. als Stanzgitter aus einem blechförmigen Metallwerkstoff ausgeführt ist. Der Träger 400 weist eine Durchgangsöffnung 410 auf, in die die Kontaktelemente 300 mitsamt dem daran gehaltenen Fixierelement 100 eingesteckt sind. Es ist erkennbar, dass in dem gezeigten Einbauzustand die ersten Eingriffszungen 150, 160 des Fixierelements in Dickenrichtung des Trägers 400 auf einer ersten Seite desselben und die zweiten Eingriffszungen 170, 180 auf einer zweiten Seite des Trägers 400 angeordnet sind. Dabei liegen die zweiten Eingriffszungen 170, 180 auf derselben Seite des Trägers 400 wie die Steckkontaktaufnahmen 340 der Kontaktelemente 300, in die der Einsteckkontakt in einer Einsteckrichtung S eingesteckt werden kann. Entgegen der Einsteckrichtung S bilden die Kontaktelementfüße 330 einen Anschlag, der an einer Flachseite auf der ersten Seite des Trägers 400 anschlägt. In Einsteckrichtung S bilden die zweiten Eingriffszungen 170, 180 einen Anschlag, der an einer Flachseite auf der zweiten Seite des Trägers 400 anschlägt. Somit ist die Stromschnittstelle 200 sowohl in als auch entgegen der Einsteckrichtung S fixiert.
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Optional können die Durchgangsöffnung 410 des Trägers 400 und die Außenflächen der (zumindest im Paket äußeren) Kontaktelemente 300 profiliert sein, wie dies in 3 zu erkennen ist. So können zur elektrischen Kontaktierung an dem Träger 400 in die Durchgangsöffnung 410 hinein gerichtete Positivkonturen ausgebildet sein, zwischen denen in einem zentralen Abschnitt benachbart dazu ein Freiraum bleibt, um das Fixierelement 100 in die Durchgangsöffnung 410 einzuführen. Benachbart zur Positivkontur kann an dem Träger eine die Durchgangsöffnung 410 dort abschnittsweise eine Negativkontur ausgeformt sein, die von einer komplementären Positivkontur des jeweiligen Kontaktelements 300 ergänzt wird, um hier eine zusätzliche Kontaktfläche zum Träger 400 zu schaffen.
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In 4 ist eine nicht erfindungsgemäße weitere Ausführungsform des Fixierelements 100 als Einzelbauteil dargestellt. Es unterscheidet sich von der vorstehend beschriebenen Ausführungsform hauptsächlich darin, dass sich die Halteschenkel 120, 130 zu ihrem freien Ende hin nicht verjüngen, sondern im Wesentlichen gerade weiterverlaufen. Dementsprechend sind auch nicht jeweils zwei zweite Eingriffszungen 170, 180 ausgeformt, sondern - ähnlich wie bei den ersten Eingriffszungen 150, 160 - nur eine einzige zweite Eingriffszunge 170, 180 pro Halteschenkel 120, 130 ausgeformt ist. Diese befindet sich zwischen Haltearmen 123, 133.
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Bezugszeichenliste
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- 100
- Fixierelement (z.B. Fixierklammer)
- 110
- Fußabschnitt
- 115
- Innenfläche
- 120
- Halteschenkel
- 121
- Haltearm
- 122
- Zentralsteg
- 123
- Haltearm
- 130
- Halteschenkel
- 131
- Haltearm
- 132
- Zentralsteg
- 133
- Haltearm
- 140
- Kontaktelementaufnahme
- 150
- Erste Eingriffszunge
- 160
- Erste Eingriffszunge
- 170
- Zweite Eingriffszunge
- 180
- Zweite Eingriffszunge
- 200
- Stromschnittstelle
- 300
- elektrisches Kontaktelement
- 310
- Kontaktarm
- 320
- Kontaktarm
- 330
- Kontaktelementfuß
- 340
- gabelförmige Steckkontaktaufnahme
- 400
- Träger (z.B. Stromschiene, Stanzgitter, Leiterplatte)
- 410
- Durchgangsöffnung