DE102013100898B4 - Dentale Anwendung zur Behandlung von obstruktiver Schlafapnoe (OSA) und Schlafbruxismus - Google Patents

Dentale Anwendung zur Behandlung von obstruktiver Schlafapnoe (OSA) und Schlafbruxismus

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DE102013100898B4 DE201310100898 DE102013100898A DE102013100898B4 DE 102013100898 B4 DE102013100898 B4 DE 102013100898B4 DE 201310100898 DE201310100898 DE 201310100898 DE 102013100898 A DE102013100898 A DE 102013100898A DE 102013100898 B4 DE102013100898 B4 DE 102013100898B4
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    • A61F5/00Orthopaedic methods or devices for non-surgical treatment of bones or joints; Nursing devices; Anti-rape devices
    • A61F5/56Devices for preventing snoring
    • A61F5/566Intra-oral devices

Abstract

Zweiteilige orale Anwendungsvorrichtung (100, 200) zum Behandeln von obstruktiver Schlafapnoe, umfassend:
einen unteren Einsatz (200) der oralen Anwendungsvorrichtung mit einer im Gebrauchszustand zahnzugewandten Fläche, die an unteren Zähnen (310) anliegt, und mit einer zur zahnzugewandten Fläche entgegengesetzten zahnabgewandten Fläche, wobei die zahnabgewandte Fläche ferner zwei von der zahnabgewandten Fläche nach oben verlaufende Flansche (232, 242) umfasst;
einen oberen Einsatz (100) der oralen Anwendungsvorrichtung mit Anbringungsbereichen (130, 140), die je eine an oberen Zähnen (300) im Gebrauchszustand anliegende zahnzugewandten Fläche und eine zur zahnzugewandten Fläche entgegengesetzten zahnabgewandte Fläche aufweisen, wobei die Anwendungsbereiche (130, 140) nur an Molaren und Prämolaren anliegen, wobei der obere Einsatz Flansche (132, 134) an einer bukkalen Fläche des Anbringungsbereichs mit einer im Wesentlichen zum koronalen Bereich des Anbringungsbereichs (130, 140) rechtwinkligen Fläche aufweist;
wobei jeder der beiden Flansche (232, 242) des unteren Einsatzes im Gebrauchszustand jeweils an der im Wesentlichen rechtwinkligen Fläche des Flansches (132, 142) des oberen Einsatzes (100) anliegt, wobei sich die Flansche (232, 242) des unteren Einsatzes (200) von einem vorderen Bereich des unteren Einsatzes (200) schräg nach oben zu einem hinteren, distalen Bereich der Außenseite des oberen Einsatzes (100) erstrecken,
dadurch gekennzeichnet, dass die Anbringungsbereiche (130, 140) mit einem Draht (110), der im Gebrauchszustand labial der Schneidezähne angeordnet ist, und einer Platte (120) aus Chrom-Kobalt verbunden sind, die im Gebrauchszustand palatinal und kranial der Schneidezähne angeordnet ist.

Description

  • Gebiet der offenbarten Technologie
  • Die offenbarte Technologie bzw. die Erfindung betrifft im Allgemeinen eine orale Anwendung bzw. Vorrichtung, die nachts getragen wird, zur Behandlung von obstruktiver Schlafapnoe. Insbesondere betrifft die offenbarte Technologie eine orale Anwendung bzw. Vorrichtung, die den Unterkiefer nach vorne positioniert, um die Zunge nach vorne zu drücken (mandibulares Vorrücken).
  • Hintergrund der offenbarten Technologie
  • Es gibt drei Arten von Schlafapnoe: zentrale (CSA), obstruktive (OSA) und komplexe oder gemischte Schlafapnoe (d. h. eine Kombination von zentral und obstruktiv), die 0,4%, 84% bzw. 15% der Fälle ausmachen. Bei CSA ist das Einatmen unterbrochen aufgrund des Fehlens eines Atmungsversuchs; bei OSA wird das Einatmen durch eine körperliche bzw. physische Blockierung des Luftflusses trotz Atmungsversuch unterbrochen und Schnarchen ist üblich. Hinsichtlich OSA wird darauf hingewiesen, dass mehr als 12 Millionen amerikanische Erwachsene obstruktive Schlafapnoe haben. Es ist eine Krankheit, bei der das Einatmen wiederholt, aber kurz beim Schlafen unterbrochen wird. Obstruktive Schlafapnoe tritt auf, wenn die Muskeln hinter dem Hals bzw. Rachen bzw. der Kehle dabei versagen, den Luftweg offen zu halten, was das (Ein-)Atmen erschwert. Es tritt häufiger auf bei Personen, die übergewichtig sind, kann aber jeden betreffen. Beispielsweise können kleine Kinder obstruktive Schlafapnoe aufgrund von vergrößertem Mandelgewebe in ihrem Rachen bzw. Hals haben. Bei denjenigen mit OSA kollabiert der Luftweg oder wird während des Schlafs blockiert. Dies führt zu flachem (Ein-)Atmen oder Pausen beim (Ein-)Atmen, was zu einem unterbrochenen Schlaf und geringen Blutsauerstoffpegeln führt. OSA wird üblicherweise auch von Schnarchen begleitet. Dies wird als Syndrom des beschränkten oberen Atemweges (Upper Airway Restrictive Syndrom, UARS) bezeichnet und kann auch aufgrund von medizinischen Indikationen auftreten, beispielsweise abweichende bzw. geneigte Scheidewand, große Nasenmuschel, enger Gaumen, langer weicher Gaumen etc. Dieser Umstand wird als der gleiche betrachtet wie OSA und wird ähnlich diagnostiziert und behandelt. Schlafbruxismus (Zähneknirschen im Schlaf) ist eine andere Schlafkrankheit, die gemeinsam mit OSA bei der Mehrheit der Patienten auftritt. Es ist ein kräftiges von Seite zu Seite, von vorne nach hinten oder vertikales Verkrampfen und Entkrampfen des Unterkiefers. Dies kann bei allen Altersgruppen beobachtet werden.
  • Einige Patienten mit obstruktiver oder anderen Typen von Schlafapnoe können von einem chirurgischen Eingriff bzw. einer Operation profitieren. Die Art des chirurgischen Eingriffs hängt von der Ursache der Schlafapnoe ab. Beispiele für übliche Typen von chirurgischen Eingriffen bei Schlafapnoe enthalten das Entfernen der Mandeln und Nasenpolypen, wenn diese Organe den Luftweg blockieren. Dies kann insbesondere bei Kindern hilfreich sein. Bei fortgeschrittenen, nicht reagierenden Fällen kann der Unterkiefer gebrochen und verlängert werden, um die Zunge aus dem Bereich des Rachens bzw. Hals bzw. der Kehle zu bewegen. Ein anderer chirurgischer Eingriff umfasst das Anordnen einen kleinen Lochs und Rohrs in der Luftröhre, wodurch ein Luftfluss durch das Rohr in die Lungen hervorgerufen wird. Dies wird bei schweren Fällen von Schlafapnoe ausgeführt. In weiteren Fällen kann das Gaumenzäpfchen bzw. die Uvula (das Gewebe, das in der Mitte hinten im Rachen nach unten hängt) und Teile des Gaumens bzw. des Dachs der Mundhöhle hinten am Rachen entfernt werden.
  • Eine andere übliche Behandlung von Schlafapnoe, die keinen invasiven chirurgischen Eingriff erfordert, wird dauerhafter Überdruck im Luftweg (Continuous Positive Airway Pressure; CPAP) genannt. Bei dieser Behandlung trägt der Patient während des Schlafs eine spezielle Maske über Nase und Mund (oder führt sie in die Nase ein). Die Maske hält den Luftweg des Trägers durch Erhöhen des Drucks der Luft offen, die vom Träger eingeatmet wird. Solche Masken decken allerdings einen großen Bereich des Gesichts und des Kopfes ab, sind in der Regel unbequem, können eine Leckage aufweisen und können abfallen, wodurch die Wirksamkeit verringert wird. Sie behandeln keinen Schlafbruxismus.
  • Ferner wurden Vorrichtungen des Stands der Technik entworfen, um bei obstruktiver Schlafapnoe zu helfen. US-Patent 5,427,117 A , erteilt an Thronton et al., offenbart eine dentale Vorrichtung, die einstellbare obere und untere bogenförmige Einsätze enthält. Die Vorrichtung weist einen oberen Bogen und einen unteren Bogen mit einem einstellbaren Stab auf, der vom oberen Bogen absteht und den unteren Bogen berührt, so dass der Unterkiefer des Benutzers relativ zum Oberkiefer nach vorne gezogen wird. Der in dieser Druckschrift gezeigte Stab ist für das Eingreifen bzw. Einhängen in den unteren Bogen ausgebildet, so dass der Mund des Benutzers nicht weiter als ein vorbestimmter Betrag geöffnet werden kann, wenn der Stab in Eingriff steht.
  • Eine weitere Vorrichtung wurde im US-Patent 5,829,441 A , erteilt an Kidd et al., beschrieben, das eine dentale Vorrichtung zur Unterkieferverlängerung zeigt, die einstellbare obere und untere Bogeneinsätze umfasst. Der obere und der untere Bogeneinsatz umfassen jeweils einen U-förmigen Einsatzkörper, der an oberen und unteren Zähnen angebracht wird. Die Vorrichtung wird eingestellt, um selektiv ein Verlängern des Unterkiefers des Benutzers hervorzurufen, wenn der Mund geschlossen ist. Der obere und untere Einsatz passen mit einem zugehörigen Haken zusammen, der vorne an der Vorrichtung angeordnet ist.
  • US-Patent 6,766,802 B1 , erteilt an Keropian et al., offenbart eine Anwendung bzw. Vorrichtung, welche die Innenseite der oberen Zähne lediglich mit einem offenen Gaumen abdeckt, ähnlich wie bei einer oberen Zahnkorrekturspange. Diese Vorrichtung weist ferner einen Rückhaltedraht auf, um die vorderen Zähne an Ort zu halten oder um solche Zähne nach hinten zu bewegen, und einen erhabenen Streifen, der sich von einer Schneidezahnspitze (Bisskante) von zentralen Schneidezähnen erstreckt, um die hinteren Zähnen zu separieren und die Zunge unten zu halten.
  • Das DE 20 2012 006 293 U1 offenbart eine interorale Schnarch-Therapie-Vorrichtung zur Vorverlagerung des Unterkiefers eines Patienten relativ zum Oberkiefer und zur Erweiterung des hinteren Rachenraums mit einer mit zumindest einem Teil der Zähne des Oberkiefers verbindbar ausgebildeten Oberkieferschiene und mit einer mit zumindest einem Teil der Zähne des Unterkiefers verbindbar ausgebildeten Unterkieferschiene, wobei eine Schiene wenigstens eine erste Führungsfläche und die andere Schiene wenigstens eine zweite Führungsfläche aufweist und wobei die Schienen derart ausgebildet sind, dass bei einem Absinken des Unterkiefers die erste Führungsfläche an der zweiten Führungsfläche entlang gleitet und wobei die gleitenden Führungsflächen beim Absinken des Unterkiefers eine anteriore Verschiebung des Unterkiefers bewirkt. Die Führungsfläche ist an einem Führungsstab ausgebildet, der an der Oberkieferschiene befestigt ist.
  • Die US 6,604,527 B1 , die WO 2011/146419 A1 und die US 2011/025934 A1 beschreiben orale Vorrichtungen mit einem Flansch, der sich vom unteren Einsatz erstreckt.
  • Während es viele unterschiedliche Arten von Versuchen gibt, die mit OSA verbundenen Probleme zu lösen, gibt es somit immer noch Raum für Verbesserungen. Es gibt einen Bedarf auf dem Gebiet, Vorrichtungen zu finden, die wenig aufdringlich, möglichst komfortabel, einfach zu gebrauchen und höchst effizient sind.
  • Überblick über die offenbarte Technologie
  • Es ist daher Aufgabe der offenbarten Technologie, eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Benutzung der Vorrichtung bereitzustellen, um obstruktive Schlafapnoe und Schlafbruxismus zu verhindern.
  • Es ist eine weitere Aufgabe, eine derartige Vorrichtung bereitzustellen, die den Unterkiefer während des Schlafens vorne hält, um das Zurückfallen der Zunge zu verhindern.
  • Die Aufgabe der Erfindung wird durch eine zweiteilige Anwendungsvorrichtung nach Anspruch 1 gelöst.
  • In einer Ausführungsform der offenbarten Technologie, werden separate obere und untere Einsätze einer Rückhaltevorrichtung verwendet, die dazu eingerichtet sind, dass sie an jeweiligen oberen und unteren Zähne anliegen oder angeordnet sind. Der obere Einsatz weist wenigstens zwei Anbringungsbereiche mit nebeneinander liegenden äußeren, inneren und unteren Abschnitten auf, die dazu eingerichtet sind, an entsprechenden Abschnitten der oberen Zähne anzuliegen. Jeder derartige äußere Abschnitt von jedem Anbringungsbereich des oberen Einsatzes weist einen im Wesentlichen flachen vorderen Abschnitt auf, der eine vordere Fläche des Anbringungsbereichs definiert. Dieser im Wesentlichen flache vordere Abschnitt ist üblicherweise senkrecht zu der Ebene der äußeren Seite des Anbringungsbereichs und bildet darauf eine Ecke. Der untere Einsatz weist wenigstens zwei Anbringungsbereiche mit nebeneinander liegenden äußeren, inneren und oberen Abschnitten auf, die dazu eingerichtet sind, an entsprechenden Abschnitten von unteren Zähnen anzuliegen. Ein Flansch, der sich von jeder der beiden derartigen Anbringungsbereiche des unteren Einsatzes erstreckt, verläuft weg von den unteren Zähnen, und die Vorderseite eines jeden Flansch definiert ein vorderstes Ende von jedem Anbringungsbereich. Bei Ausführungsformen der offenbarten Technologie ist/sind der/die Flansch(e) dazu eingerichtet, an dem im Wesentlichen senkrechten Abschnitt des Anbringungsbereichs bzw. der Anbringungsbereiche des oberen Einsatzes anzuliegen, und wenn der Flansch auf derartige Weise anliegt, und die Einsätze getragen werden/an den unteren Zähnen anliegen, werden diese Zähne nach vorne gezwungen relativ zu einer Ruheposition der Zähne. Hieraus folgt, dass die Zunge vorne gehalten wird verglichen mit ihrer Ruheposition.
  • In Ausführungsformen der offenbarten Technologie sind die untere Seite des Anbringungsbereichs des oberen Einsatzes und die obere Seite des Anbringungsbereichs des unteren Einsatzes dazu eingerichtet, dass sie entlang ihrer Länge aneinander anliegen, wobei sie über entsprechende nebeneinander liegende Seiten einer Mehrzahl von Zähnen verlaufen. Bei einer Ausführungsform der offenbarten Technologie erstreckt sich der Flansch vom unteren Einsatz schräg bzw. diagonal nach oben zur Außenseite des oberen Einsatzes. Eine derartige Schräge oder ein derartiger Winkel der Erstreckung des Flansches kann zwischen 60 und 80 Grad bezogen auf die Länge des Anbringungsbereichs liegen, der sich über die nebeneinander liegenden Seiten der mehreren Zähne erstreckt.
  • Die zum flachen Abschnitt des oberen Einsatzes rechtwinklige Seite bildet ferner die Seite eines einstellbaren Blocks. Der einstellbare Flansch (z. B. Block 132/142) weist ferner eine einstellbare Längsbefestigung auf, die den einstellbaren Block einstellbar an einem hinteren Abschnitt (definiert als Abschnitt hinter dem einstellbaren Block) des Anbringungsbereichs des oberen Einsatzes befestigt, so dass der einstellbare Block näher zu dem hinteren Abschnitt mittels der einstellbaren Längsbefestigung beweglich ist. Die einstellbare Längsbefestigung kann eine Schraube sein, die durch Einführen eines Drahtschlüssels drehbar ist.
  • Der Flansch kann sowohl am einstellbaren Block als auch am im Wesentlichen flachen vorderen Abschnitt des oberen Einsatzes anliegen, wenn von einem Benutzer getragen. Ferner können bei jedem Einsatz die Anbringungsbereiche durch einen Draht miteinander verbunden sein, der dazu eingerichtet ist, an den Vorderseiten von Zähnen anzuliegen, die zwischen den Anbringungsbereichen liegen, und die Anbringungsbereiche können, wenn ein solcher Draht verwendet wird, als die Abschnitte definiert werden, die dazu eingerichtet sind, über die hintere Zähne bzw. Backenzähne zu passen und mit dem Draht verbunden zu sein. Diese Drähte dienen im getragenen Zustand dazu, das Bewegen bzw. Verschieben der Vorderzähne zu minimieren.
  • Bei einem Verfahren zur Behandlung von obstruktiver Schlafapnoe mit einer zweiteiligen oralen Anwendung bzw. Vorrichtung, wird ein unterer Einsatz der oralen Anwendung mit einer inneren Fläche, die an unteren Zähnen anliegt, und mit einer zur inneren Fläche entgegengesetzten äußeren Fläche angelegt, wobei die äußere Fläche ferner zwei sich von der äußeren Fläche nach oben erstreckende Flansche aufweist. Es wird auch ein oberer Einsatz der oralen Anwendung mit einer inneren Fläche, die an oberen Zähnen anliegt, und mit einer zur inneren Fläche entgegengesetzten äußeren Fläche angelegt, wobei die äußere Fläche im Wesentlichen eben ist und durch eine Fläche unterbrochen wird, die zur im Wesentlichen ebenen Fläche im Wesentlichen senkrecht ist. Dann werden die beiden Flansche des unteren Einsatzes in Anlage an die im Wesentlichen senkrechte Fläche der äußeren Fläche des oberen Einsatzes gebracht. Dies führt bei einer Ausführungsform der offenbarten Technologie dazu, dass bezogen auf eine Ruheposition der Zähne die unteren Zähne vor den oberen Zähnen gehalten werden. Bei einer Ausführungsform der offenbarten Technologie schläft der Träger der zweiteiligen oralen Anwendung bzw. Vorrichtung mit im Mund an seinen/ihren Zähnen angelegten oraler Anwendung.
  • Bei einer weiteren Ausführungsform der offenbarten Technologie, weist eine zweiteilige orale Anwendungsvorrichtung zur Behandlung von obstruktiver Schlafapnoe einen unteren Einsatz mit einer inneren Fläche, die an unteren Zähnen anliegt, und mit einer zur inneren Fläche entgegengesetzten äußeren Fläche auf, wobei die äußere Fläche ferner zwei Flansche aufweist, die sich von der äußeren Fläche nach oben erstrecken. Ein oberer Einsatz der oralen Anwendung bzw. Vorrichtung weist eine innere Fläche, die an oberen Zähnen anliegt, und eine zur inneren Fläche entgegengesetzte äußere Fläche auf, wobei die äußere Fläche im Wesentlichen eben ist und von einer Fläche unterbrochen ist, die im Wesentlichen senkrecht zur im Wesentlichen ebenen Fläche ist. Die zwei Flansche liegen jeweils an einer der im Wesentlichen senkrechten Flächen der äußeren Fläche des oberen Einsatzes an. Ein derartiges Anliegen in Ausführungsformen der offenbarten Technologie führt dazu, dass relativ zur Ruhestellung der Zähne die unteren Zähne vor den oberen Zähnen gehalten werden.
  • Kurzbeschreibung der Figuren
  • 1 zeigt eine perspektivische Darstellung von unten eines oberen Einsatzes und eine perspektivische Ansicht von oben eines unteren Einsatzes, um zu zeigen, wie die beiden Einsätze bei einer Ausführungsform der offenbarten Technologie zusammen.
  • 2 zeigt eine perspektivische Darstellung des unteren Einsatzes der 1 von oben.
  • 3 zeigt eine perspektivische Ansicht des oberen Einsatzes der 1 von unten.
  • 4 zeigt eine seitliche Aufrissdarstellung der aneinander anliegenden Einsätze der 1.
  • 5 zeigt eine seitliche Aufrissdarstellung des unteren Einsatzes der 1.
  • 6 zeigt eine seitliche Aufrissdarstellung des oberen Einsatzes der 1.
  • 7 zeigt eine frontale und seitliche Ansicht Aufrissdarstellung des unteren Einsatzes der 1.
  • 8 zeigt eine Draufsicht auf den oberen Einsatz der 1.
  • Detaillierte Beschreibung von Ausführungsformen der offenbarten Technologie
  • Es wird hier eine Schlafapnoe-Vorrichtung mit unterem und oberem Einsatz sowie ein Verfahren zu deren Nutzung offenbart. Jeder Einsatz ist dazu eingerichtet, an jeweiligen oberen und unteren Zähnen zurückgehalten zu werden, wobei der untere Einsatz zwei Flansche aufweist, die sich von einer im Wesentlichen ebenen Seite des unteren Einsatzes, die zu der an den Zähnen anliegenden Seite entgegengesetzt ist, nach oben erstrecken. So erstrecken sich die Flansche beim Tragen zum oberen Einsatz hin. Der obere Einsatz hat entsprechende flache Bereiche auf jeder Seite, die sich in die äußere (bezogen auf die Zähne) Ebene des Einsatzes schneiden. Die Flansche liegen somit an derartigen flachen Bereichen an der äußeren Seite des oberen Einsatzes an, drücken den unteren Einsatz und daher die unteren Zähne und die Zunge nach vorne. Ein Träger kann dann schlafen, wobei er die Einsätze trägt, um die Obstruktion des Luftwegs durch die Zunge während des Schlafens zu vermeiden. Die Beläge, welche die Zähne abdecken, stellen eine Beißfläche bereit, die sich von derjenigen eines Normalbisses unterscheidet. Dies kann dazu verwendet werden, Schlafbruxismus gleichzeitig mit einer OSA-Behandlung zu behandeln. Die gegenüberliegenden Flächen bieten eine stabile, flache Bissfläche, um den Schlafbruxismus zu behandeln. Diese Flächen können verändert und verfeinert werden, um eine für die Muskeln ausgeglichene Position bereitzustellen, was Schlafbruxismus vermeidet.
  • Ausführungsformen der offenbarten Technologie werden mit Blick auf die vorangehende Beschreibung der Figuren besser ersichtlich. Bevor sich mit den Figuren befasst wird, wird darauf hingewiesen, dass „zuoberst”, „zuunterst”, „unter” bzw. „tiefer”, „ober” bzw. „höher”, „vorne” und „hinten” Richtungsbegriffe sind bezogen auf die typische Anordnung der Einsätze der oralen Anwendung relativ zueinander und ihrer Ausrichtung in einem Mund. Demzufolge passt der „obere Einsatz” auf die oberen Zähne, der „untere Einsatz” passt auf die unteren Zähne, „vorne” bezieht sich auf die Seite nahe an der Vorderseite des Mundes, usw.
  • 1 zeigt eine perspektivische Ansicht eines oberen Einsatzes von unten und eine perspektivische Ansicht eines unteren Einsatzes von oben, um zu zeigen, wie die beiden Einsätze bei einer Ausführungsform der offenbarten Technologie zusammen passen. Die orale Anwendung weist zwei unterschiedliche Teile auf, und zwar einen separaten oberen Einsatz 100 und einen unteren Einsatz 200. Der obere Einsatz weist zwei Anbringungsbereiche 140 und 130 auf (siehe auch 3), wobei der Anbringungsbereich 130 auf einer gegenüberliegenden Seite des Anbringungsbereich 140 liegt. Jeder Anbringungsbereich 130 und 140 ist dazu eingerichtet und auch definiert als ein Abschnitt, der einen Anbringungsbereich umfasst und an allen Molaren und Premolaren anliegt. In Ausführungsformen liegt der Anbringungsbereich an mehreren Zähnen an deren äußeren, inneren und unteren Abschnitten an. Ein Verbindungsstück, beispielsweise ein Draht 110 (der in den Ausführungsbeispielen aus Edelstahl hergestellt ist) und/oder eine Platte 120 (der in Ausführungsformen aus gegossenem Chrom-Kobalt hergestellt ist), verbindet sie beiden Anbringungsbereiche 130 und 140 und erstreckt sich durch die Anbringungsbereich 130 und 140, um zusätzliche Stabilität hinzuzufügen.
  • Wie in 1 gezeigt ist, dienen der Draht und Anbringungs-/Endbereiche (130 und 140), die Kugelhaken oder Bügel, sowie die Drahtschleife 112 dazu, den oberen Einsatz an den oberen Zähnen 300 in einer fixierten Stellung relativ zu den Zähnen zu positionieren. Verglichen mit früheren aus dem Stand der Technik bekannten Rückhaltevorrichtungen kann bei Ausführungsformen der offenbarten Technologie dieser obere Einsatz lockerer und komfortabler sein, da der untere Einsatz 200 gegen den oberen Einsatz gedrückt wird. Dies erhöht die Zustimmung durch Komfort.
  • Immer noch unter Bezugnahme auf den oberen Einsatz 100 umfasst der Anbringungsbereich ferner eine Lücke 144 und einen im Wesentlichen flachen vorderen Abschnitt/einstellbaren Flansch bzw. Block 142. Der Begriff „im Wesentlichen” wird definiert als „entsprechend dem, was ein durchschnittlicher Betrachter so nennen würde”. Daher ist „im Wesentlichen flach” definiert als das, was eine durchschnittliche Person „flach” oder innerhalb einer Toleranz von 5% geometrisch flach bzw. eben nennen würde. Der vordere Abschnitt/einstellbare Flansch bzw. Block 142 umfasst einen im Wesentlichen senkrechten Abschnitt (d. h. festgelegt als senkrecht zu der Ebene des Anbringungsstück, von dem sich der vordere Abschnitt erstreckt). Ein solcher im Wesentlichen senkrechter Abschnitt kann sich auf einer vorderen und hinteren Seite des vorderen Flansch bzw. Blocks 142 befinden, wobei die Lücke 144 auf einer Seite und ein Anlagebereich auf der anderen Seite davon gebildet wird. In Ausführungsformen der offenbarten Technologie ist der vordere Abschnitt 142 somit dazu eingerichtet, am unteren Einsatz 200 anzuliegen, wobei er zur vorderen Seite des vorderen Abschnitts drückt. Die hintere Seite des vorderen Abschnitts 142 ist zu einer Lücke gerichtet, welche mittels einer Schraube, einer Klammer, eines Drahts mit einem Schlüssel zum Drehen oder mittels eines anderen Befestigungsmechanismus geöffnet oder geschlossen werden kann, um den Abstand zwischen einem hintersten Abschnitt des Einsatzes zu einem vordersten Abschnitt einstellen zu können.
  • Es wird nun unter weiterer Betrachtung der 1 auf den unteren Einsatz Bezug genommen. Der untere Einsatz weist wenigstens zwei Anbringungsbereiche 230 und 240 auf, die in der gleichen Weise definiert sind wie die Anbringungsbereiche 130 und 140 des oberen Einsatzes, außer dass sie dazu eingerichtet sind, an unteren Zähnen 310 anzuliegen mit nebeneinander liegenden äußeren, inneren und oberen Abschnitten, die dazu eingerichtet sind, an entsprechenden Abschnitten von unteren Zähnen anzuliegen. Ein zentraler Bereich 220, der zwischen den Anbringungsbereichen liegt, verbindet die beiden Anbringungsbereiche und kann einen Draht 210 und/oder ein Einsatzstück 220 aus durchgehenden Chromkobalt, einem anderen Metall oder andersartig gebildet aufweisen. Ferner weist der untere Einsatz 200 einen Flansch 232 und 242 auf, die sich von den jeweiligen der zwei Anbringungsbereichen 230 und 240 des unteren Einsatzes 200 im Wesentlichen weg von den unteren Zähnen erstrecken. D. h., dass sich die Flansche 232 und 242 zum oberen Einsatz hin erstrecken. Jeder Flansch 232 und 242 ist identisch in einer Ausführungsform der offenbarten Technologie und weist in Ausführungsformen ein gegossenes Chromkobalt-Netz auf, das sich in ihn hinein erstreckt. Ferner kann jeder Einsatz eine Symmetrieachse zwischen seiner rechten und linken Seite aufweisen.
  • Es wird weiterhin auf die Flansche 232 und 242 Bezug genommen, wobei jede vordere und hintere Seite geneigt ist, aber nicht notwendigerweise mit dem gleichen Maß. Wie in den Figuren gezeigt ist, sind die vorderen Seiten der Flansche 232 und 242 stärker geneigt als die hinteren Seiten. Die hintere Seite eines jeden Flansch ist dazu eingerichtet, an einer entsprechenden vorderen Seite eines vorderen Abschnitts/einstellbaren Flansches bzw. Blocks 132 oder 142 des oberen Einsatzes 100 anzuliegen. In Ausführungsformen liegt ein Winkel der Erstreckung von einem oder beiden Flansche 132 und/oder 142 zwischen 60 und 80 Grad bezogen auf die Länge des Anbringungsbereichs, die sich über die benachbarten Seiten einer Mehrzahl unterer Zähne erstreckt. Dieser Winkel kann 90 Grad, 85 Grad, 80 Grad, 75 Grad, 70 Grad, 65 Grad, 60 Grad oder 55 Grad betragen. Im Sinne der Offenbarung wird jeder Erstreckungswinkel zwischen einschließlich 45 und 85 Grad als „schräg” bzw. „diagonal” erachtet, und der Erstreckungswinkel kann entweder durch den vorderseitigen Winkel oder den rückseitigen Winkel von einem oder beiden Flanschen 132 und/oder 142 definiert werden.
  • Jetzt wird zu 4 gewechselt. Diese Figur zeigt eine seitliche Aufrissdarstellung der aneinander anliegenden Einsätze der 1. Die vordere Seite (die Seite am nächsten zur Mundöffnung) liegt in dieser Figur rechts, wobei die sich hintere Seite links befindet. Hier weist der Flansch 232, der sich von der (im Wesentlichen) ebenen Fläche oben auf dem Rest des unteren Einsatzes 200 nach oben erstreckt, eine hintere Seite des Flansches auf, die an einer vorderen Seite des vorderen Abschnitts, Blocks bzw. Flanges 132 des oberen Einsatzes 100 anliegt. Auf der gegenüberliegenden Seite liegt der Flansch 242 an der vorderen Seite des vorderen Abschnitts, Blocks bzw. Flanges 142 des oberen Einsatzes an.
  • Es ist anzumerken, dass die rückhaltenden Einsätze derart ausgerichtet sind, dass sich der untere Einsatz 200 vor dem oberen Einsatz 100 befindet, wie in 4 dargestellt ist. Die Flansche 232 und 242 liegen an äußeren Seiten (die von den Zähnen weg weisen) der Anbringungsbereiche 130 und 140, was das nach vorne Drücken bzw. Stoßen der unteren Zähne relativ zu den oberen Zähnen, die nach hinten gedrückt bzw. gestoßen werden, hervorruft. Dies bewirkt, dass der Unterkiefer von seiner Ruheposition aus und von seiner Position nach vorne gehalten wird, die es erlauben würde, die oberen und unteren Zähne einer Person zu schließen, so dass die oberen und unteren Zähne oder die meisten von ihnen sich berühren würden. Ferner wird durch das Drücken des Unterkiefers relativ zum Oberkiefer die Zunge nach vorne gehalten. Bei obstruktiver Schlafapnoe fällt die Zunge nach hinten, was den Luftdurchtritt vom Mund in den Rachen bzw. Hals behindert. Durch das Halten des Kiefers nach vorne, und damit der Zunge nach vorne, wird das Fallen der Zunge nach hinten verhindert. Die Zunge wird über die unteren Zähne und die vordere Seite des unteren Einsatzes 200 zu der oder auf die Unterlippe nach vorne gedrückt. Die Vorrichtung ist im vorderen Bereich offen, so dass es der Zunge möglich ist, ohne Einschränkungen vorne zu liegen. Dies bewegt die Zunge weiter nach vorne aus dem Rachen- bzw. Hals-Bereich.
  • 2 zeigt eine perspektivische Ansicht von oben des unteren Einsatzes der 1. Dies ist die Seite des unteren Einsatzes 200, die am oberen Einsatz 100 anliegt. Die Flansche 232 und 242 sind auf beiden Seiten dargestellt, ebenso die Position der unteren Zähne 100. Unten bezogen auf den Mund entspricht in dieser Figur auch unten.
  • 3 zeigt eine perspektivische Darstellung von unten des oberen Einsatzes der 1. Dies ist die Seite des oberen Einsatzes 100, die am unteren Einsatz 200 anliegt. Oben in dieser Figur entspricht unten im Mund, wenn eingesetzt, wobei man die oberen Zähne 300 von unten sieht. Die Anbringungsbereiche 130 und 140 sind zusammen mit den vorderen Abschnitten 132 und 142 dargestellt.
  • 5 zeigt eine seitliche Aufrissdarstellung des unteren Einsatzes der 1. 6 zeigt eine umgekehrte seitliche Aufrissdarstellung des oberen Einsatzes der 1. 7 zeigt eine frontale Aufrissdarstellung von hinten des unteren Einsatzes der 1. 8 zeigt eine Ansicht von oben auf den oberen Einsatz der 1.
  • Bei einem Verfahren zur Behandlung von obstruktiver Schlafapnoe mit einer zweiteiligen oralen Anwendung, bei der die oben beschriebene Vorrichtung verwendet wird, wird der untere Einsatz 200 mit einer inneren Fläche, die an unteren Zähnen 310 anliegt, und eine zur inneren Fläche entgegengesetzte äußere Fläche, die zwei Flansche 232 und 242 aufweist, die sich von der äußeren Fläche nach oben erstrecken. Man legt (davor oder danach) auch den oberen Einsatz 100 an, wobei dieser Einsatz eine innere Fläche, die an den oberen Zähnen 300 anliegt, und eine zur inneren Fläche entgegengesetzte äußere Fläche aufweist, wobei die äußere Fläche im Wesentlichen eben ist und durch eine Fläche unterbrochen ist, die im Wesentlichen senkrecht zur im Wesentlichen ebenen Fläche ist und die den in den Figuren mit 132 und 142 gekennzeichneten Bereich bildet. Dann bringt man jeden der beiden Flansche 232 und 242 in Anlage an die im Wesentlichen rechtwinklige Fläche des vorderen Bereichs 142 auf der äußeren Seite des oberen Einsatzes 100. Dieses Anliegen des oberen Einsatzes am unteren Einsatz führt dazu, dass die unteren Zähne vor den oberen Zähnen bezogen auf eine Ruheposition der Zähne gehalten sind. Man schläft dann mit der Anwendung an den Zähnen.
  • Es wird eine Schlafapnoe-Vorrichtung mit einen unteren und einen oberen Einsatz sowie ein Verfahren zu deren Benutzung offenbart. Jeder Einsatz ist dazu eingerichtet, an jeweiligen oberen und unteren Zähnen gehalten zu werden, wobei der untere Einsatz zwei Flansche aufweist, die sich von einer im Wesentlichen ebenen Seite des unteren Einsatzes auf einer entgegengesetzten Seite zu der Seite nach oben erstrecken, die an den Zähnen anliegt. Wenn sie getragen wird, erstrecken sich somit die Flansche zum oberen Einsatz. Der obere Einsatz weist auf jeder seiner Seiten entsprechende flache Bereiche auf, die in die äußere (bezogen auf die Zähne) Ebene schneiden. Die Flansche liegen somit an solchen flachen Bereichen der äußeren Seite des oberen Einsatzes an, wobei der untere Einsatz und somit die unteren Zähne und die Zunge nach vorne gedrückt werden. Ein Träger kann dann schlafen und dabei die Einsätze tragen, wobei die Obstruktion der Luftwege durch die Zunge beim Schlafen verhindert ist.

Claims (5)

  1. Zweiteilige orale Anwendungsvorrichtung (100, 200) zum Behandeln von obstruktiver Schlafapnoe, umfassend: einen unteren Einsatz (200) der oralen Anwendungsvorrichtung mit einer im Gebrauchszustand zahnzugewandten Fläche, die an unteren Zähnen (310) anliegt, und mit einer zur zahnzugewandten Fläche entgegengesetzten zahnabgewandten Fläche, wobei die zahnabgewandte Fläche ferner zwei von der zahnabgewandten Fläche nach oben verlaufende Flansche (232, 242) umfasst; einen oberen Einsatz (100) der oralen Anwendungsvorrichtung mit Anbringungsbereichen (130, 140), die je eine an oberen Zähnen (300) im Gebrauchszustand anliegende zahnzugewandten Fläche und eine zur zahnzugewandten Fläche entgegengesetzten zahnabgewandte Fläche aufweisen, wobei die Anwendungsbereiche (130, 140) nur an Molaren und Prämolaren anliegen, wobei der obere Einsatz Flansche (132, 134) an einer bukkalen Fläche des Anbringungsbereichs mit einer im Wesentlichen zum koronalen Bereich des Anbringungsbereichs (130, 140) rechtwinkligen Fläche aufweist; wobei jeder der beiden Flansche (232, 242) des unteren Einsatzes im Gebrauchszustand jeweils an der im Wesentlichen rechtwinkligen Fläche des Flansches (132, 142) des oberen Einsatzes (100) anliegt, wobei sich die Flansche (232, 242) des unteren Einsatzes (200) von einem vorderen Bereich des unteren Einsatzes (200) schräg nach oben zu einem hinteren, distalen Bereich der Außenseite des oberen Einsatzes (100) erstrecken, dadurch gekennzeichnet, dass die Anbringungsbereiche (130, 140) mit einem Draht (110), der im Gebrauchszustand labial der Schneidezähne angeordnet ist, und einer Platte (120) aus Chrom-Kobalt verbunden sind, die im Gebrauchszustand palatinal und kranial der Schneidezähne angeordnet ist.
  2. Vorrichtung (100, 200) nach Anspruch 1, wobei das Anliegen der Flansche (132, 134, 232, 242) das Verlagern der unteren Zähne (310) vor den oberen Zähnen (300) bezogen auf eine Ruheposition der Zähne aufgrund der Stellung der Flansche (132, 142, 232, 242) des oberen und unteren Einsatzes (100, 200) bewirkt.
  3. Vorrichtung (100, 200) nach Anspruch 1, wobei der Flansch (132, 142) des oberen Einsatzes (100) an einem im Gebrauchszustand im Wesentlichen rechtwinkligen Abschnitt (134, 144) der bukkalen Fläche des oberen Einsatzes (100) anliegt.
  4. Vorrichtung (100, 200) nach Anspruch 1, wobei die Flansche (132, 134) des oberen Einsatzes (100) in Längsrichtung des Anbringungsbereichs (130, 140) einstellbar verschiebbar sind.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 2 und 4, wobei, wenn der obere Einsatz (100) und der untere Einsatz (200) getragen werden, die Zunge verglichen mit deren Ruhestellung nach vorne geschoben werden.
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