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Kanülenvorrichtung zur Entnahme von Rückenmarksflüssigkeiten (Liquor) Download PDF

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Abstract

Kanülenvorrichtung zur Entnahme von Rückenmarksflü, die an einem freien Ende 4 scharf geschliffen ist und mit ihrem anderen Ende mit einem Verbindungsteil verbunden ist. Die Spinalkanüle 2 weist unmittelbar hinter ihrem scharf geschliffenen freien Ende 4 eine seitliche Öffnung auf. Das Verbindungsteil ist wenigstens teilweise durchsichtig und weist eine Kanüle mit einem von der Spinalkanüle 2 abgewandten, mit einer Spitze versehenen Ende auf, auf dem eine rückschiebbare Schutzkappe 28 angeordnet ist, die bei Aufsetzen eines Anschlussteils durchstochen und zurückgeschoben wird, bei Entfernen des Anschlussteils sich jedoch wieder vorbewegt und die Kanüle verschließt. Durch die erfindungsgemäße Kombination ist ein System zur kontaminationsfreien Entnahme von Rückenmarksflüssigkeit gebildet.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Kanülenvorrichtung zur Entnahme von Rückenmarksflüssigkeit (Liquor), die eine dünne Spinalkanüle aufweist, die an einem freien Ende scharf geschliffen ist und mit ihrem anderen Ende fest mit einem Verbindungsteil verbunden ist, wobei die Spinalkanüle (2) unmittelbar hinter ihrem scharf geschliffenen freien Ende (4) eine seitliche Öffnung aufweist, und das Verbindungsteil wenigstens teilweise durchsichtig ist.
  • Kanülenvorrichtungen der betreffenden Art sind allgemein bekannt und dienen in der Neurologie dazu, dem Patienten zu diagnostischen Zwecken Rückenmarksflüssigkeit (Liquor) zu entnehmen. Zur diagnostischen Differenzierung wird diese Rückenmarksflüssigkeit in drei Fraktionen entnommen, die dann getrennt untersucht werden. Die bekannten Kanülenvorrichtungen weisen eine dünne Spinalkanüle auf, mit der der Spinalraum, der die Rückenmarksflüssigkeit enthält, anpunktiert wird. Wenn der Spinalraum erreicht ist, tropft der Liquor aus der Spinalkanüle ab. Dann werden die ersten Tropfen in einer kleinen Küvette aufgefangen. Danach wird die Küvette gewechselt, und die nächsten Tropfen werden aufgefangen, und danach wird die Küvette noch einmal gewechselt, um die letzte Fraktion des Liquors aufzufangen.
  • Diese Handhabung ist umständlich und führt häufig dazu, daß der untersuchende Arzt mit dem Liquor des Patienten in Berührung kommt. Aus hygienischen Gründen ist es üblich, bei der Prozedur Handschuhe zu tragen, aber dennoch wäre es wünschenswert, die Kontamination der Handschuhe oder gar der Hände des untersuchenden Arztes zu vermeiden.
  • Diese Kontamination ist deshalb so gefährlich, weil bei der neuen Variante der Kreutzfeld-Jacob-Erkrankung der Liquor außerordentlich infektiös ist. Es sind Infektionen beschrieben worden, die allein durch Hautkontakt mit dem Liquor verursacht worden sind. Bereits durch kleine, nicht wahrnehmbare Hautverletzungen, z. B. in den Nagelfalzen, kann es zu solchen Infektionen kommen. Da diese Krankheit bis heute nicht heilbar ist und unweigerlich zum Tode führt, sind Schutzmaßnahmen dringend indiziert.
  • Ähnliche Infektionsgefahren bestehen auch bei der Entnahme venösen oder arteriellen Blutes. Für diese Anwendungen haben sich inzwischen Systeme durchgesetzt, die die Kontamination des behandelnden Arztes mit dem Blut sicher vermeiden. Bei einem bekannten System weist die Kanüle an ihrem ihrer Spitze abgewandten Ende ein Verbindungsteil, häufig Sicherheitskonnektor genannt, auf, in dem sich eine Aufnahmeöffnung zum Ankoppeln einer Küvette befindet. Die Kanüle ragt mit ihrem der Spitze abgewandten Ende in diesen Innenraum, indem dieses Ende durch eine rückschiebbare Schutzkappe abgedeckt wird. Beim Ankoppeln einer speziellen Küvette, die an ihrem Eingang durch eine durchstechbare Membran verschlossen ist, wird diese Membran durch das hintere Ende der Kanüle durchstochen und dabei die Schutzkappe über die Kanüle zurückgeschoben, so daß Blut in die Küvette eintreten kann. Wird dann die Küvette abgenommen, so dehnt sich die Schutzkappe wieder über das hin tere Ende der Kanüle aus und verschließt diese somit. In gleicher Weise können dann eine weitere oder mehrere Küvetten angeschlossen werden, so daß mehrere Proben nacheinander entnommen werden können.
  • Aus verschiedenen Gründen sind derartige kontaminationssichere Systeme (Sicherheitsküvetten) für die Entnahme von Rückenmarksflüssigkeit nicht einsetzbar. Dies hat folgende Gründe:
    • 1. Alle heute üblichen Spinalkanülen haben im Inneren ihres Lumens einen Mandrin, der das Lumen der Spinalkanüle verschließt. Dies hat den Sinn, daß dadurch verhindert wird, daß Gewebe, z. B. Fettzellen, bei der Punktion in die Kanüle eindringen und dadurch der Rückfluß der Rückenmarksflüssigkeit, die nur unter sehr geringem Druck steht, nicht erfolgt.
    • 2. Die Sicherheitskonnektoren für die Sicherheitsküvetten sind im Ruhezustand, das heißt ohne angeschlossene Küvette, dicht. Es kann also, wenn unter Herausnahme des Mandrins ein solcher Sicherheitskonnektor auf die Spinalkanüle aufgesetzt würde, keine Rückenmarksflüssigkeit austreten, da der Druck, unter dem diese steht, nicht in der Lage ist, das Luftpolster in der Kanüle soweit zu komprimieren, daß die Flüssigkeitssäule im Ansatz der Kanüle sichtbar wird.
  • EP 0 682 954 B1 beschreibt eine Spinalkanüle, die eine dünne Kanüle mit einer Stechspitze, die an ihrem freien Ende scharf angeschliffen ist, aufweist, die mit einer Öffnung versehen ist und deren hinterer Endabschnitt in einem einstückigen, aus klarsichtigem Kunststoff bestehenden Griffteil befestigt ist. Im Inneren des transparenten Griffteils befindet sich zwischen zwei Flanschteilen eine Liquor-Kontrollkammer, mittels derer bei der Spinalpunktion der Liquor-Rückfluß kontrolliert werden kann. An dem der Stechspitze gegen überliegenden Seite des Griffteils ist ein zylindrischer Ansatz mit einer Luer-Steckbohrung zur formschlüssigen Aufnahme des Luer-Steckkonus einer Medikamentenspitze vorgesehen. Außerdem ist diese Spinalkanüle mit einem Mandrin versehen, der durch den hohlen Griffteil hindurch in die Kanüle einführbar ist, und zwar so weit, daß durch das vordere Ende des Mandrins die Öffnung an die Stechspitze verschlossen werden kann.
  • DE 42 26 476 C1 beschreibt eine Kanüle mit einem Durchgangskanal und einem zylindrischen, starren Kanülenrohr, dessen angeschliffene Spitze auf eine Mittelachse gekrümmt ist. Die Spitze weist ganz vorne einen Facettenschliff und unmittelbar danach einen Grundschliff auf, wo auch der Durchgangskanal mündet.
  • DE 101 42 450 C1 beschreibt eine Vorrichtung zum Zusammenführen einer in einem ersten Behältnis aufgenommenen flüssigen Komponente und einer in einem zweiten Behältnis aufgenommenen festen oder flüssigen Komponente unter sterilen Bedingungen. Dazu weist die Vorrichtung einen ersten zylindrischen Hohlkörper zur Aufnahme des ersten Behältnisses im Bereich dessen Verschlusses und einen zweiten zylindrischen Hohlkörper zur Aufnahme des zweiten Behältnisses im Bereich dessen Verschlusses auf. Der erste Hohlkörper dient der verschiebbaren Aufnahme eines topfförmigen Kanülenträgers und ist in den zweiten Hohlkörper einsteckbar. Der topfförmige Kanülenträger nimmt im Bereich seines Bodenabschnittes fest eine zentrale, axial gerichtete Transferkanüle auf, die mit spitzen Enden versehen ist. Nachdem das erste Behältnis in den Hohlkörper und das zweite Behältnis in den Hohlkörper eingesetzt sind, werden die beiden Behältnisse aufeinander zugedrückt, bis zunächst die Kanüle des in seiner Position verbleibenden Kanülenträgers den Verschluß des Behältnisses durchsticht und danach – bei weiterem Zusammendrücken – das andere Ende der Kanüle den Verschluß des Behältnisses durchsticht, so daß die beiden Behältnisse über die Kanüle verbunden sind.
  • DE 203 11 868 U1 beschreibt ein geschlossenes passives Aderlaß-, Ascites-, Pleura-, Lumbalpunktionssystem (mit Rücklaufsicherung) zur kontaminationsfreien Entnahme und Entsorgung von Körperflüssigkeiten (Blut, Liquor, Ascitesflüssigkeit, Pleuraex-/-transsudat).
  • Eine aus EP 0 359 987 A2 bekannte Stahlkanüle für die Spinal- und Periduralanästhesie besteht im wesentlichen aus einem geraden zylindrischen Rohr aus Stahl, an dessen vorderem Ende eine Einstechspitze ausgebildet ist und deren hinteres Ende an einer Griffhülse aus transparentem Material befestigt ist. Die Griffhülse ist konzentrisch von einem konisch nach hinten erweiterten Hohlraum durchsetzt, der aus zwei koaxial aufeinanderfolgenden konischen Abschnitten unterschiedlicher Öffnungsweite zusammengesetzt ist. Der hintere konische Abschnitt endet offen und an seinem Rand ist die Griffhülse mit radial nach außen gerichteten Ansätzen versehen, die als Verriegelungelemente für das Kupplungsteil einer Spritze dienen. In dem Rohr ist ein zylindrischer Rohrkanal vorhanden, der vorne an einer seitwärts gerichteten Öffnung und hinten an einem zentralen Durchlaß mündet. Die Einstechspitze kann eine konvex gekrümmte Wandseite aufweisen, die mit der gegenüberliegenden geraden Wandseite die seitliche Öffnung begrenzt, welche mit einer hinteren Schneide und einem in einer Spitze endenden lancettförmigen vorderen Einstechteil mit Facettenschliff versehen ist. Es ist jedoch auch möglich, daß ein zylindrisches gerades Rohr an seinem vorderen Endabschnitt dünner ausgebildet und von einer als geschlossener spitzer Kegel gestalte teten Einstechspitze abgeschlossen ist. Unmittelbar hinter dem Kegel kann sich in der Rohrwand eine Öffnung mit kreisförmigem oder quadratischem Querschnitt befinden. In beiden Fällen jedoch steckt in dem Rohr und der Griffhülse konzentrisch ein Mandrin aus Stahl. Der Mandrin hat kreisförmigen Querschnitt und seine Dicke ist so bemessen, daß er den verengten Rohrkanal-Endabschnitt umfangsmäßig annähernd ausfüllt. Die Spitze des Mandrins ist so geschliffen, daß sie das Schliffauge der Öffnung absatzfrei ausfüllt.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kanülenvorrichtung, kurz ein Punktionsbesteck, für die Entnahme von Rückenmarksflüssigkeit zu schaffen, das vollständig kontaminationssicher ist und gleichzeitig eine einfache Punktion und ein leichtes Erkennen des Liquorrückflusses zuläßt.
  • Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 angegebene Lehre gelöst.
  • Der Grundgedanke der erfindungsgemäßen Lehre besteht darin, eine Spinalkanüle ohne Mandrin mit einem geeigneten Sicherheitskonnektor zu kombinieren. Erfindungsgemäß weist die Spinalkanüle ein seitliches Loch auf und ist vorzugsweise an der Spitze bleistiftförmig (Pencilpoint) angeschliffen. Durch diese Kombination entsteht ein System zur kontaminationsfreien Entnahme von Rückenmarksflüssigkeit.
  • Solange die Kanüle an ihrem hinteren Ende durch die Schutzkappe dicht ist, kann keine Rückenmarksflüssigkeit austreten oder auch nur in das Verbindungsteil fließen, da sie von der eingeschlossenen Luftsäule daran gehindert wird.
  • Damit der Rückfluß für den Arzt sichtbar wird, muß eine Öffnung der Kanüle an ihrem Ende erfolgen, und zwar so, daß dies kontaminationssicher ist. Hierzu muß die Schutzkappe durchstochen werden, und zwar entweder durch Aufsetzen einer Küvette oder aber eines entsprechendes Entlüftungsteils.
  • Gemäß Anspruch 4 besteht das Verbindungsteil aus einem ersten und einem zweiten Teil, die über eine konische Zapfen-/Aufnahmeöffnung miteinander verbunden sind, wobei das zweite Teil einen Sicherheitsadapter zum Anschluß einer Küvette bildet. Der Sicherheitsadapter weist an seinem einen Ende den konischen Zapfen und an seinem anderen Ende eine weibliche Bajonettaufnahme auf, in die das entsprechende Gegenbajonett einer Sicherheitsküvette eingerastet werden kann. Im Inneren dieser Bajonettaufnahme befindet sich eine scharf geschliffene Kanüle, die dazu geeignet ist, die Schutzkappe und den Verschlußstopfen der Sicherheitsküvette zu penetrieren. Diese Kanüle ist geschützt durch eine kondomartige Silikon- oder Gummikappe, so daß sie im Ruhezustand, d. h. ohne angekoppelte Küvette dicht ist.
  • Im einzelnen weist das Verbindungsteil gemäß Anspruch 4 ein erstes Teil 8 auf, das an einem Ende den konischen Zapfen zum Einsetzen in die konische Aufnahmeöffnung und an seinem anderen Ende eine Öffnung zur Aufnahme des Anschlußteils einer Küvette aufweist. Außerdem ist ein zweites Teil vorgesehen, das ein Ende aufweist, das statt einer Küvette in die Aufnahmeöffnung für eine Küvette in dem ersten Teil einsetzbar ist und einen Hohlraum aufweist, der durch eine Membran verschlossen ist, die nur für Luft und nicht für Rückenmarksflüssigkeit durchlässig ist und bei Einsetzen des zweiten Teils durch eine kurze Kanüle durchstochen wird, die von dem konischen Zapfen in den Bereich der Aufnahmeöffnung ragt und an ihrem von dem konischen Zapfen abgewandten Ende eine scharfe Spitze aufweist, die die Membran beim Aufsetzen des zweiten Teils auf das erste Hilfsteil durchsticht. Der Hohlraum vermeidet den Aufbau eines Luftgegendrucks in der Spinalkanüle und dem Hohlraum, in dessen Bereich das Verbindungsteil wenigstens teilweise durchsichtig ist, so daß im Ergebnis der Ausfluß von Liquor und Eintritt in den Hohlraum nicht behindert ist und so durch Beobachtung des Hohlraums für den behandelnden Arzt feststellbar ist, daß er den Liquorraum getroffen hat. Der Hohlraum kann sich auch in dem ersten Teil des Verbindungsteiles befinden.
  • Anhand der Zeichnung soll die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
  • 1 zeigt das Ausführungsbeispiel der Erfindung in Gesamtdarstellung im Schnitt,
  • 2 zeigt einen vergrößerten Ausschnitt innerhalb eines Kreises A in 1,
  • 3 entspricht im wesentlichen der 2 und verdeutlicht die Funktion des zweiten Teils des Verbindungsteils,
  • 4 zeigt eine Abwandlung der 3.
  • Die in 1 im Schnitt gezeichnete Kanülenvorrichtung weist eine Spinalkanüle 2 auf, deren freies Ende 4 scharf geschliffen ist, die insgesamt durch ein Rohr 6 geschützt ist, das auf ein Teil 8 aufgesteckt ist, von der das hintere Ende der Spinalkanüle 2 gehalten ist. Das Teil 8 weist eine konische Aufnahmeöffnung 10 auf, in die ein konischer Zapfen 12 eines zweiten Teils 14 eingesteckt ist, das eine Aufnahmeöffnung 16 aufweist, in die ein Entlüftungsteil 19 eingesteckt ist, das hinten durch eine Membran 21 verschlossen ist, die für Luft, aber nicht für Liquor durchlässig ist. Die in einem mit A bezeichneten Kreis liegenden Teile der Kanülenvorrichtung sind vergrößert in 2 gezeigt, wobei das Entlüftungsteil 19 durch eine übliche Küvette 20 ersetzt ist.
  • Aus 2 ist ersichtlich, daß die übliche Küvette 20 einen Hohlraum 22 aufweist, der durch eine Membran 24 verschlossen ist.
  • In dem konischen Zapfen 12 befindet sich eine kurze Kanüle 26, die in die Aufnahmeöffnung 16 ragt und dort durch eine Schutzkappe 28 abgedeckt ist. Das der Membran 24 zugewandte Ende der kurzen Kanüle 26 weist eine scharfe Spitze 30 auf.
  • Das Teil 8 besteht aus durchsichtigem Material, kann aber auch ein durchsichtiges Fenster aufweisen, so daß ein in dem Verbindungsteil 8 vorgesehener Hohlraum 32 und darin eintretender Liquor beobachtet werden kann.
  • In der in 2 dargestellten Lage ist die Kanülenvorrichtung noch nicht zur Entnahme von Liquor geeignet. Um diese Kanülenvorrichtung in die Gebrauchsstellung zu bringen, wird die Küvette 20 mit ihrem Ende 18 in die Aufnahmeöffnung 16 geschoben, wodurch die scharfe Spitze 30 der kurzen Kanüle 26 zunächst das vordere Ende der Schutzkappe 28 und dann die Membran 24 durchsticht mit dem Ergebnis, daß das Innere der Spinalkanüle 2 über den Hohlraum 32 in dem Teil 8, die Aufnahmeöffnung 10 und das Innere der kurzen Kanüle 26 mit dem Hohlraum 22 der Küvette 20 in Verbindung steht, wie das in 3 gezeigt ist. Die Schutzkappe 28, die aus elastischem Material besteht, hat sich dabei auf die kurze Kanüle 26 aufgeschoben, wie das aus 3 ersichtlich ist.
  • In der in 3 gezeigten Lage ist die Kanülenvorrichtung zu einer Rückenmarkspunktion vorbereitet. Bei der Punktion beobachtet der behandelnde Arzt den Hohlraum 32 und erkennt durch Eintreten von Liquor in diesen Hohlraum 32, daß seine Punktion erfolgreich ist. Ist dies der Fall, so zieht er den Kolben der Küvette 20 zurück, in die dann Liquor eintritt. Beim Abziehen der Küvette 20 wird das freie Ende der kurzen Kanüle 26 durch die Schutzkappe 28 wieder verschlossen, wonach wieder eine zweite oder eine dritte Küvette aufsetzbar sind, um mehrere Teile von Liquor zu entnehmen.
  • 4 entspricht im wesentlichen 3, wobei jedoch lediglich die in der Darstellung unteren Teile geschnitten dargestellt sind. Der Unterschied zu 3 besteht darin, daß das Teil 8 eine seitliche Öffnung 34 aufweist, die durch ein Filter 36 verschlossen ist, das Luft austreten läßt, bei Flüssigkeitsbenetzung aber keine Luft eintreten läßt.

Claims (9)

  1. Kanülenvorrichtung zur Entnahme von Rückenmarksflüssigkeit (Liquor), mit einer dünnen Spinalkanüle (2), die an einem freien Ende (4) scharf geschliffen ist und mit ihrem anderen Ende mit einem Verbindungsteil verbunden ist, wobei die Spinalkanüle (2) unmittelbar hinter ihrem scharf geschliffenen freien Ende (4) eine seitliche Öffnung aufweist, und das Verbindungsteil wenigstens teilweise durchsichtig ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungsteil eine Kanäle mit einem von der Spinalkanüle (2) abgewandten, mit einer Spitze versehenen Ende aufweist, auf dem eine rückschiebbare Schutzkappe (28) angeordnet ist, die bei Aufsetzen eines Anschlußteils durchstochen und zurückgeschoben wird, bei Entfernen des Anschlußteils sich jedoch wieder vorbewegt und die Kanüle verschließt.
  2. Kanülenvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mit der Schutzkappe (28) versehene Kanüle durch das hintere Ende der Spinalkanüle (2) gebildet ist.
  3. Kanülenvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich in dem Verbindungsteil ein Hohlraum befindet.
  4. Kanülenvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, daß das Verbindungsteil aus einem ersten Teil (8) besteht, mit dem das dem freien Ende (4) der Spinalkanüle (2) abgewandte Ende der Spinalkanüle (2) fest verbunden ist und eine konische Aufnahmeöffnung (10) zur dichten Aufnahme eines komplementär zu der Aufnahmeöffnung (10) geformten konischen Zapfens (12) eines zweiten Teils (14) des Verbindungsteils aufweist, in dem sich eine Aufnahmeöffnung (16) für eine Küvette (20) befindet, die auf der der Schutzkappe (28) zugewandten Seite durch eine Membran (24) verschlossen ist, die bei Einsetzen der Küvette (20) das Durchstechen der rückschiebbaren Schutzkappe (28) bewirkt.
  5. Kanülenvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich ein Hohlraum (32) in dem ersten Teil (8) oder dem zweiten Teil (14) des Verbindungsteils befindet.
  6. Kanülenvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Teil (8) des Verbindungsteils durchsichtig ist oder wenigstens ein Sichtfenster aufweist.
  7. Kanülenvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich in dem ersten Teil (8) des Verbindungsteils eine seitliche Öffnung (34) befindet, die durch ein Filter (36) verschlossen ist, das Luft austreten läßt, bei Flüssigkeitsbenetzung aber keine Luft eintreten läßt.
  8. Kanülenvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Teil (14) des Verbindungsteils wenigstens teilweise durchsichtig ist.
  9. Kanülenvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Entlüftungsteil (19) vorgesehen ist, das anstelle einer Küvette (20) in die Aufnahmeöffnung (16) einsetzbar ist, das an seinem Ende durch eine Membran (21) verschlossen ist, die für Luft, aber nicht für Liquor durchlässig ist.
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