DE4134655C2 - Medizinisches Einstichinstrument - Google Patents

Medizinisches Einstichinstrument

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B17/00Surgical instruments, devices or methods, e.g. tourniquets
    • A61B17/34Trocars; Puncturing needles
    • A61B17/3417Details of tips or shafts, e.g. grooves, expandable, bendable; Multiple coaxial sliding cannulas, e.g. for dilating

Description

Die Erfindung geht aus von einem medizinischen Einstichinstru­ ment mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1, wie es aus der US 4 565 545 bekannt ist.
Medizinische Einstichinstrumente ("atraumatische Kanü­ len") sollen das Gewebe, in das sie eintreten, möglichst wenig schädigen, um eine schnelle Verheilung zu ermögli­ chen. Dies ist einmal bei Punktionen von Adern, insbe­ sondere jedoch bei Punktionen der Dura, der harten Hirn­ haut, die sich unter anderem im Spinalkanal befindet, wichtig, jedoch auch bei allen anderen Kanülen er­ wünscht.
Insbesondere bei lumbalen Dura-Punktionen, bei denen Li­ quor cerebrospinalis, die Hirnflüssigkeit, entnommen wird, oder Medikamente oder Kontrastmittel injiziert werden, kann ein Dura-Leck verursacht werden, was zu schweren oder lang anhaltenden Kopfschmerzen aufgrund des Druckabfalls durchs die Stichlochdrainage führen kann. Diese Komplikation kann sogar stationäre Behand­ lungsbedürftigkeit bedingen.
Bei Verwendung eines - kostengünstiger herzustellenden - aus Kunststoff gefertigten Schafts stellt sich das Pro­ blem, daß die bei dem Eindringen in hartes Gewebe auf diesen ausgeübte Reibungskraft zur Bildung von Verwer­ fungen seines Materials führen kann, wodurch die Gefahr der Schädigung des Gewebes erhöht wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes Einstichinstrument (atraumatische Kanüle) derart weiterzubilden, daß eine Verwerfung des Schafts bei dem Eindringen in hartes Gewebe vermieden wird.
Gelöst wird diese Aufgabe bei einem Einstichinstrument der eingangs genannten Art erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale. Die Unteransprüche geben vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung an.
Die Kanüle eignet sich aufgrund ihrer Eigenschaften, durch die sie auch ganz besonders Nerven und Blutgefäße nur in geringstem Maß verletzt, insbesondere auch zur Regionalanästhesie. Dabei kommt der erfindungsgemäßen Kanüle auch die Möglichkeit, Wirkstoffe exakt zu appli­ zieren, sehr zugute.
Das Gewebe wird von der Kanüle nicht geschnitten oder ruptuiert, sondern auseinandergedrängt, wie es z. B. auch bei Akupunktur-Nadeln erfolgt. Nach Rückzug der Kanüle kann es sich praktisch unverletzt wieder aneinanderfü­ gen.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer Zeichnung beschrieben. Dabei zeigt die einzige Figur ein Ausfüh­ rungsbeispiel der Erfindung in einer Längsschnittdar­ stellung.
Die Kanüle besteht aus einem Schaft 10, in dem ein Man­ drin 12 gleitend gelagert ist. Die Spitze des Mandrins 12 ragt in der gezeigten Stellung, in der der Mandrin 12 voll in den Schaft 10 eingeführt ist, über den Schaft 10 hinaus.
Die Spitze des Mandrins 12 ist im - zeichnerisch wieder­ gebenen - Längsschnitt - beidseitig konkav, also nach innen eingebuchtet, ausgebildet, wobei der Anschliff des Mandrins 12 stufenlos direkt auf dem Schaft 10 seine Fortsetzung findet.
Im Bereich seiner Spitze ist der Mandrin 12 mit einem gestuft verjüngten Abschnitt 14 versehen, der Innenquer­ schnitt des Schafts 10 ist mit einem entsprechend ge­ stuft verjüngten Abschnitt 16 versehen. Bei dem Einbrin­ gen der Kanüle in das Gewebe wird der Druck auf den Man­ drin 12 aufgebracht, dessen gestuft verjüngter Abschnitt 14 dabei gegen den gestuft verjüngten Abschnitt 16 des Schafts 10 stößt und diesen "mitzieht" und dabei unter Vermeidung von Verwerfungen seines Materials streckt.

Claims (4)

1. Medizinisches Einstichinstrument mit einem zylin­ drischen Schaft (10) und einem in dem Schaft (10) ge­ führten, mit einer Spitze versehenen Mandrin (12), des­ sen Außendurchmesser dem Innendurchmesser des Schaftes (10) entspricht, wobei der Mandrin (12) über das Ende des Schaftes (10) hinausragt, wenn er ganz in den Schaft (10) eingeführt ist, und der Außenquerschnitt des Mandrins (12) und der Innenquerschnitt des Schafts (10) im Bereich der Spitze des Schafts (10) verjüngt ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Ausbildung des Schaftes aus Kunststoff der Anschliff des Mandrins stufenlos direkt auf dem Schaft seine Fortsetzung findet und der Schaft sowie der Mandrin mit gestuft verjüngten Abschnitten (14, 16) versehen sind.
2. Medizinisches Einstichinstrument nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spitze des Mandrins (12) im Längsschnitt beidseitig konkav ausgebildet ist.
3. Medizinisches Einstichinstrument nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaft (10) innen und/oder außen mit einem Gleit­ mittel beschichtet ist.
4. Medizinisches Einstichinstrument nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaft (10) aus Polytetrafluoräthylen gefertigt ist.
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