DE1017397B - Scheibenegge - Google Patents
ScheibeneggeInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01B—SOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
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Description
DEUTSCHES
kl. 45 a 43
INTERNAT. KL. A Ol 1»
PATENTAMT
F10682lII/45a
ANMELDETAG: 22. DEZEMBER 1952
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 10. OKTOBER 1957
Die Erfindung betrifft eine Scheibenegge, vorzugsweise,
aber nicht ausschließlich, eine solche für Arbeiten in Busch und Moor.
Die erfindungsgemäße Egge soll so eingerichtet sein, daß die Scheibensätze mit ihren inneren Enden bei
jeder gegenseitigen Winkeleinstellung beieinanderbleiben, wenn sie den Boden an beiden Seiten auswärtsfördern
; d. h. die entgegengesetzten seitlichen Komponenten der axial gerichteten Stöße des Bodenwiderstandes
sollen sich ausgleichen, ohne daß man zu diesem Zweck besondere Einstellungen vornehmen
muß. Unter der gegenseitigen Winkelstellung der Scheibensätze ist die Einstellung idieser Scheibensätze
um eine senkrechte Achse zu verstehen.. Die obenerwähnte
Stellung der Egge, .bei der sie.den Boden
beiderseits nach außen fördert, ist im. folgenden kurz als Auswärtsstellung bezeichnet.
Weiter soll durch die Erfindung erreicht werden, daß die Scheibensätze in Auswärtsstellung mit ihren
inneren Enden auch bei jeder der möglichen Kipplagen beieinanderbleiben, ohne daß es notwendig ist,
zum Ausgleich der entgegengesetzten seitlichen Komponenten der Bodenstöße besondere Einstellungen
vorzunehmen. Als Kipplage ist die Schwenkung der Scheibensätze um eine ungefähr waagerechte Achse
bezeichnet.
Die Scheibensätze sollen durch Schwenken von der Auswärtsstellung in eine Einwärtsstellung gebracht
werden können, d. h. in eine Stellung, bei der sie den Boden nach innen zusammenscharren; dies soll durch
geeignete Bauweise der die Scheibensätze tragenden Arme erreicht werden. Diese Arme sollen innerhalb
gewisser Grenzen seitlich einstellbar sein; man soll sie auswechseln und umkehren können, und dieselben
Verbindungsteile zwischen diesen Armen und den Scheibensätzen sollen sowohl bei der Einwärtsstellung
als auch bei der Auswärtsstellung benutzbar sein.
Die umstellbare Egge soll sich an einen Schlepper anhängen lassen und die Umstellung zwischen Einwärtsarbeit
und Auswärtsarbeit ■ soll leicht und bequem
ohne Anhängen vom Schlepper möglich sein.:
Es ist bereits bekannt, dietsenkrechte Schwenkachse für die Scheibensätze bei ,Scheibeneggen hinter die
Rotationsachse der Scheiben zu legen. Es gibt auch Konstruktionen, bei denen die Puffer an den inneren
Enden der beiden Scheibensätze in jeder Winkelstellung miteinander in Berührung bleiben. Als
Schwenklager für die Scheibenträger wurden bereits scharnierartige Beschläge - am Hauptrahmen verwendet,
die senkrechte Achsen haben.
Nach der Erfindung soll eine Scheibenegge zum Anhängen an einen Schlepper mit einem Paar
Scheibensätze, die sich beide um Querachsen drehen können und so aufgehängt sind, daß sie um eine un-Scheibenegge
Anmelder:
Harry Ferguson Inc.,
Detroit, Mich. (V. St. A.)
Vertreter: Dipl.-Ing. F. Thieleke, Patentanwalt,
Braunschweig, Wendentorwall 11
Beanspruchte Priorität: V. St v. Amerika vom 2. Januar 1952
Herman Gustave Klemm, Birmingham, Mich.,
und Guy Francis Gardner, Dearborn, Midi. (V. St. A.),
sind als Erfinder genannt worden
gefähr senkrechte Achse geschwenkt werden können, so ausgeführt sein, daß der Winkel der Scheibensätze
zur Fahrtrichtung vom Fahrersitz des Schleppers aus mittels zweier Stellarme, die vertauschbar und umkehrbar
sind und an eine Stellwelle im Traggestell der Scheibensätze wahlweise entweder nahe der Mitte
oder nahe den Enden dieser Welle angesetzt werden können, veränderbar ist, wobei die Stellarme mit den
Scheibensätzen durch Stellstangen verbunden sind und die Stellarme gegenüber der Fahrtrichtung so aus
der Mittelebene angelenkt sind, daß bei ihrer Umkehrung trotz der Verlagerung der Drehachse der
Scheibensätze in der Fahrtrichtung dieselben Stellarme sowohl für Auswärtsarbeit als für Einwärtsarbeit
benutzbar sind.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel des: Erfindungsgegenstandes.
Fig. 1 ■ zeigt schaubildlich die an einen Schlepper
angebaute, Scheibenegge, mit nach auswärts gerichteten konkaven Flächen der Scheiben;
Fig. 2 zeigt das Gerät in der gleichen Scheiben-Stellung
an1 dem Schlepper von hinten, wobei die
inneren Enden der Scheibensätze gesenkt sind:
Fig. 3 zeigt im Schaubild das am Schlepper angebaute Gerät von links bei gleicher Einstellung wie
nach Fig. 1;
Fig. 4 ist eine Hinteransicht, ähnlich wie Fig. 2, wobei jedoch die Scheibensätze seitlich voneinander
entfernt und mit nach einwärts gerichteten konkaven Flächen der Scheiben stehen, so wie es zum Einwärtsarbeiten
notwendig ist;
709 700/45
Fig. 5 zeigt in größerem Maßstab eine vordere Teilansicht
des Gerätes allein mit nach auswärts gerichteten konkaven Scheibenflächen;
Fig. 6 zeigt in der Seitenansicht das Gerät, bei dem die vorderen Teile längs einer Fläche gemäß der Linie
6-6 in Fig. 5 weggelassen sind;
Fig. 7 zeigt das Gerät und das hintere Ende des Schleppers, wobei die Scheibensätze in gleicher Richtung
eingestellt sind, also wie bei Fig. 5, aber in Draufsicht;
Fig. 8 zeigt im Schnitt mit größerem Maßstab den Handhebel, mit dem der Fahrer des Schleppers die
Winkeleinstellung der Scheibensätze bewirken kann.
Als Schlepper ist ein Leichtschlepper bekannter Bauart angenommen. Dieser Schlepper T hat ein Paar
unterer Zuglenker 10, die nebeneinanderliegend nach
vorn sich einander nähern. Diese Lenker 10 sind hinten am Schleppergehäuse unterhalb und etwas vor der
nicht im einzelnen gezeichneten Hinterachse angelenkt und können durch einen hydraulischen Geräteheber
bekannter Art vom Schlepper gleichmäßig angehoben werden. In der Mitte über den beiden unteren Zuglenkern
10 ist ein oberer Drucklenker 11 angebracht, der an einer Steuerstange 12 des hinteren Schlepperendes
angelenkt ist. Diese Steuerstange 12 dient dazu, den hydraulischen Geräteheber zu steuern.
Die gezeichnete Scheibenegge 15 ist für schwere Arbeiten bestimmt. Sie wird hinten an den Schlepper
T angebaut. Die Egge 15 hat ein Hauptgestell 16 mit lösbaren Anhängevorrichtungen für die unteren
Zuglenker 10 und den oberen Drucklenker 11 des Schleppers. An dem Hauptgestell 16 ist ein Paar umkehrbarer
Scheibensätze 18, 19 aufgehängt. Jeder dieser Scheibensätze 18, 19 weist eine Reihe von
Eggenscheiben 20 auf. Im gezeichneten Beispiel sind Zackenscheiben angenommen. Die Scheiben 20 sind
abwechselnd mit Abstandsstücken 21 auf Scheibenwellen 22 nebeneinander aufgereiht. Jede Scheibenwelle
22 kann am Innenende des Scheibensatzes einen Puffer 24 tragen, so daß die gewölbten Seiten der
Puffer gegeneinander gerichtet sind. Jeder der Scheibensätze 18 und 19' ist in einem Paar von Drucklagern
25,26 gelagert, die durch Verbindungs- und Einstellstücke an dem Hauptrahmen 16 aufgehängt
sind. Außerdem trägt der Hauptrahmen vor dem Schwerpunkt des gesamten Gerätes einen Gewichtskasten 28. Bei dem gezeichneten Beispiel ist dieser
Gewichtskasten 28 eine flache Mulde, die aus lagermäßigen
Bandeisen zu einem starren Ganzen zusammengeschweißt ist.
Der Hauptrahmen 16 ist einfach, kräftig und regelmäßig
gebaut. Sein Hauptstück ist ein quer liegender Zugbalken 29, vorzugsweise mit rechteckigem Querschnitt.
Dieser Zugbalken 29 ist so angeordnet, daß seine besondere Querschnittsform ein möglichst hohes
Widerstandsmoment gegen die Biegungskräfte ergibt, die in der Zugrichtung auftreten. An dem Zugbalken
29 sind durch Schweißverbindungen 30 ein Paar nach vorn gerichteter seitlicher Zuglaschen 31 angebracht
(Fig. 3, 5 und 7). Die Züglaschen haben beispielsweise Anhängebolzen 32 an ihren vorderen Enden, mit denen
sie an die Hinterenden der unteren Zuglenker 10 des Schleppers angehängt werden können. In seinem mittleren
Teil trägt der Zugbalken 29 außerdem ein Paar schräg aufwärts gerichteter Druckstreben 33, die an
dem Balken 29 durch Schweißverbindungen 34 starr befestigt sind. Die Druckstreben 33 liegen bei der gezeichneten
Konstruktion verhältnismäßig nahe nebeneinander und haben oben in einer Richtung liegende
Löcher zum Aufnehmen eines Durchsteckbolzens 35, der die Druckstreben mit dem oberen Drucklenker 11
des Schleppers verbindet. Der Gewichtskasten 28 ist an den Zuglaschen 31 durch Stützen 36 befestigt und
liegt zwischen diesen Zuglaschen 31. Wie Fig. 7 erkennen läßt, wird der Gewichtskasten nach vorn
schmaler, damit die unteren Zuglenker 10 neben ihm Platz haben und damit man trotzdem hinreichend Belastung
vor dem Schwerpunkt des Gerätes aufbringen kann.
Aus der Art der beschriebenen Anhängung am Schlepper geht hervor, daß die Egge 15 durch einen
selbsttätigen hydraulischen Geräteheber des Schleppers T in Höhenrichtung verstellt werden kann. Eine
selbsttätige .hydraulische Steuereinrichtung bewegt, unter dem Einfluß des oberen Lenkers 11, die unteren
Lenker 10 und den oberen Lenker 11 nach oben oder unten, so daß die vom Schlepper auf das Gerät übertragene
Zugkraft konstant gehalten wird.
Damit man die Scheibensätze 18, 19 in ihrer Winkelstellung, Neigung und seitlichen Lage einstellen
und verschiedene dieser Einstellungen miteinander verbinden kann, hängen die Scheibensätze 18,19
an dem Hauptrahmen 16 durch eine seitlich am Hauptrahmen verschiebbare allseitig gelenkige Verbindung.
Zu diesem Zweck trägt der Hauptrahmen 16 ein Paar gleichartiger Scharniere 38, 39 (Fig. 1, 4
und 6). Jedes dieser Scharniere trägt einen gegabelten Scheibenhalter 40, der gelenkig angebracht ist. In dem
unteren gegabelten Ende des Scheibenhalters 40 ist je eine Buchse 41 mit einem Bolzen 42 drehbar gelagert
(Fig. 6). Jede dieser Buchsen 41 ist mit dem benachbarten Drucklager 25 und 26 durch einen U-förmigen
Bügel 44 verbunden. Infolge der soeben beschriebenen Bauweise kann jeder der Scheibensätze zum Einstellen
des Bodendruckes um eine etwa waagerechte Achse gekippt werden und läßt sich außerdem um eine etwa
senkrechte Achse x-x in der Winkellage einstellen. Das seitliche Verschieben der Scheibensätze 18, 19
längs des Zugbalkens 29 für die Arbeit nach innen oder nach außen wird durch ein Paar einstellbarer
Klemmstücke 45 ermöglicht, die mit Schrauben so an einem der Scharniere 38,39 angebracht sind, daß sie
den Zugbalken 29 umfassen.
Die Kippung der Scheibensätze 18, 19 zum Erzeugen des Druckes ist leicht möglich, ohne daß dadurch
die Winkeleinstellung gestört wird, wobei die Scheibensätze entweder in Auswärtsstellung gemäß
Fig. 1 oder 2 oder in Einwärtsstellung gemäß Fig. 4 liegen können. Dies wird bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel
dadurch bewirkt, daß zwischen je einem Ende jedes Scheibensatzes 18,19 und dem zugehörigen
Scharnier 38 oder 39 eine bewegliche Gestängeverbindung von veränderlicher Länge eingeschaltet
ist. An jedem der Scharniere 38, 39 ist nämlich ein Druckarm 48 gelagert. Dieser Druckarm trägt
an seinem einen Ende in Abstand voneinander Augen 49, die wechselweise zwischen in entsprechendem Abstand
liegende Augen 50 des Scharnieres passen. Der aufrecht stehende Scharnierzapfen 51 des Scheibenträgers
40 dient als Gelenkzapfen für den Druckarm 48. Oben über einem der Augen 49 des Druckarmes
48 ist ein Haltering 52 an dem Scharnierbolzen 51 angebracht. Am freien Ende jedes Druckarmes 48 sitzt
ein Paar von Platten 54 (Fig. 1, 2 und 7). Jede dieser Platten hat mehrere fluchtende Lochpaare 55, so daß
man nach Wahl in je ein Paar dieser Löcher einen Einsteckbolzen 56 stecken kann. Durch diesen Einsteckbolzen
56 ist an dem Druckarm 48 eine schräg nach unten gehende Druckstange 58 angelenkt. Das
untere Ende dieser Druckstange 58 ist durch einen
Bolzen 59 an einen Lappen 60 angelenkt, der von einer Platte 61 aufwärts ragt. Diese Platte ist z. B. durch
einen U-förmigen Bügel mit Gewindeenden 62 an dem Drucklager 25 des benachbarten Scheibensatzes angeklemmt.
Durch die so beschriebene Verbindung kann jeder der Scheibensätze 18,19 in den gewünschten Winkel
eingestellt werden, nämlich gewöhnlich dann, wenn ein Graben hergestellt werden soll. Zu diesem Zweck
braucht man nur das obere Ende der Druckstange 58 ι ο in dem passenden Lochpaar 55 des Druckarmes 48
mittels des Bolzens 56 zu befestigen.
Eine besondere Einrichtung des Gerätes 15 ermöglicht es, daß der Schlepperfahrer nach Bedarf bequem
den Winkel der Scheibensätze 18,19 zur Fahrtrichtung
verstellen kann, ohne vom Fahrersitz abzusteigen. Zu diesem Zweck ist an dem Hauptgestell 16
eine Einstellwelle 64 etwas vor dem Zugbalken 29 gelagert (Fig. 1, 2, 5 und 7). Dazu dienen mehrere in
einer Reihe liegende Lager 65, 66. Die äußeren Lager 65 sind an Stützen 68 angebracht, die, nach vorn ragend,
mit Schweißverbindungen 69 an dem Zugbalken 29 befestigt sind. Die inneren Lager 66 sind im Mittelteil
an den nach vorn ragenden Zuglaschen 31 angebracht. An die Einstellwelle 64 sind zwei spiegelbildlieh
gleiche, nach unten gehende Stellarme 70, 71 starr angeklemmt, lassen sich jedoch auf dieser Welle verschieben,
abnehmen, auswechseln und umkehren. Damit die Stellarme 70, 71 den Biegungsbeanspruchungen
in beiden Richtungen standhalten, sind sie vorzugsweise mit T-förmigem Querschnitt ausgeführt.
Die unteren Enden der Stellarme 70, 71 sind von der Mittellinie des Gerätes nach außen gebogen und tragen
je eine Gabel 72. Jede dieser Anschlußgabeln 72 hat in einer Linie liegende Löcher zur Aufnahme eines
Gelenkbolzens 74 (Fig. S, 6 und 7). Ein Paar spiegelbildlich gleicher Stellstangen 75, 76 ist durch die Gelenkbolzen
74 an diesen Gabeln 72 der Stellarme 70,71 angelenkt. Die Stellstangen 75,76 gehen von den Stellarmen
70 oder 71 nach hinten und sind dort durch ein Gelenk mit der Platte 61 des benachbarten Drucklagers
25 eines Scheibensatzes verbunden.
Zu diesem Zweck ist das Hinterende jeder Stellstange nach unten gebogen und durch ein Loch der
Platte 61 gesteckt, wo es durch einen Vorstecker 78 festgehalten wird (Fig. 5). Durch die soeben beschriebene
Gestängeverbindung können durch Drehen der Einstellwelle 64 in deren Lagern 65, 66 nach der einen
oder anderen Richtung der Winkelstellungen der Scheibensätze 18,19 um senkrechte Achsen geändert
werden. Damit der Schlepperfahrer die Einstellwelle 64 vom Fahrersitz aus drehen kann, ist an dieser Einstellwelle
64 ein schräg nach vorn gehender Handhebel 79 angebracht (Fig. 3, 6 und 8). Dieser Handhebel 79
ist aus einem Unterteil 80 und einem Handgriff 81 zusammengesetzt, die durch Schrauben 82 verbunden
sind. Der Handhebel 79, die Einstellwelle 64 und damit die Scheibensätze 18, 19 können in verschiedenen
Winkellagen durch Einrasten des Handhebels 79 festgehalten werden.
Die Rastvorrichtung besteht bei dem gezeichneten Beispiel aus einem Zahnbogen 84, der an dem Zugbalken
29 zwischen zwei Lappen 85 angelenkt ist (Fig. 1) und eine federbelastete Sperrklinke 86 festhält,
die mit der Führung 88 an dem Handhebel 79 angebracht ist (Fig. 8). Die Führung 88 und der
Unterteil 80 des Handhebels 79 haben übereinstimmende Schlitze 89, 90, in denen sich die Sperrklinke
so bewegen kann, daß sie in die Einschnitte des Zahnbogens 84 eingreift. Die Sperrklinke 86 kann durch
einen Klinkenhebel 91 bewegt werden, der nahe dem oberen Ende des Handhebels 79 angebracht ist und
mit der Sperrklinke 86 durch eine Zugstange 92 verbunden ist. Der obere Teil der Führung 88 für die
Sperrklinke ist an dem Hebel 79 mit den Schrauben 82 befestigt, die gleichzeitig die Teile 80 und 81 zusammenhalten.
Das untere Ende der Führung 88 hat von dem Unterteil 80 des Hebels einen gewissen Abstand,
so daß der Zahnbogen dazwischen paßt, und ist an dem Unterteil 80 mit einer Schraube 94 befestigt,
die eine Abstandsbuchse 95 trägt.
Damit die'mechanische Verbindung zwischen der
Einstellwelle 64 und den Scheibensätzen sowohl für Auswärtsarbeiten als auch für Einwärtsarbeiten möglich
ist, sind die Stellarme 70, 71 an ihren unteren Enden aus der Ebene Y-Y der S teil welle 64 um einen
Winkel @ abgebogen. Bei der gezeichneten Konstruktion geht die Ebene Y-Y durch diagonal einander
gegenüberliegende Ecken des quadratischen Querschnitts der Welle 64. Daraus ergibt sich, daß durch
Abnehmen der Stellarme 70, 71 aus ihrer einwärts arbeitenden Stellung an der Welle 64 (Fig. 1 und 2)
und durch Anbringen der vertauschten Stellarme an den Enden dieser Welle (Fig. 4) sich auch die Lage
der Stellarme gemäß Fig. 6 umkehrt, so daß ihre nach unten gehenden Enden auf der entgegengesetzten Seite
mit einem Winkel(H) aus der Ebene Y-Y herausragen. Somit ändert sich durch das Austauschen und Umkehren
der winkligen Stellarme 70, 71 die Lage ihrer nach unten gehenden Enden um den doppelten Betrag
des Abbiegungswinkels. Dieser Winkelbetrag reicht gerade aus, um die Versetzung A-B der Scheibenachsen
auszugleichen. Daher kann man die Stellarme 70, 71 und die Stellstangen 75, 76 sowohl für die Einwärtsarbeit
als auch für die Auswärtsarbeit der Scheibensätze benutzen. In der letztgenannten Stellung
nach Fig. 4 werden diese Teile an den Lappen 60 angebracht, die nun an den nach außen gerichteten
Enden der Scheibensätze liegen.
Bei der Vorrichtung zur Druck erzeugenden Kippung der Scheibensätze 18,19 ist dafür gesorgt, daß
die inneren Enden der Scheibensätze während des ganzen Bereiches der Kippung bei Auswärtsarbeit
miteinander in Berührung bleiben. Das ist einfach dadurch erreicht, daß die seitliche Verschiebung der
Scheibensätze infolge des Kippens auf einen vernachlässigbar kleinen Betrag herabgesetzt ist. Dies ergibt
sich durch die Anordnung des Lagerzapfens 42 verhältnismäßig nahe an der Scheibenwelle 22, wodurch
die seitliche Verschiebung vernachlässigbar klein wird, sowie dadurch, daß wegen der besonderen Form
der Puffer 24 und wegen des Spieles der Aufhängeteile die Puffer über den gesamten Kippbereich in Berührung
bleiben. Es ist dazu nicht notwendig, die Scharniere 38,39 längs dem Zugbalken 29 zu verschieben.
Claims (2)
1. Scheibenegge zum Anhängen an einen Schlepper, mit einem Paar Scheibensätze, die sich beide
um Querachsen drehen können und so aufgehängt sind, daß sie um eine ungefähr senkrechte Achse
geschwenkt werden können, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel der Scheibensätze (18, 19)
zur Fahrtrichtung vom Fahrersitz des Schleppers aus mittels zweier Stellarme (70, 71), die vertauschbar
und umkehrbar sind und an eine Stellwelle (64) im Traggestell der Scheibensätze wahlweise
entweder nahe der Mitte oder nahe den Enden dieser Welle angesetzt werden können, ver-
änderbar ist, wobei die Stellarme mit den
Scheibensätzen (18,19) durch Stellstangen (75,76) verbunden sind und die Stellarme gegenüber der
Fahrtrichtung so aus der Mittelebene (Y-Y, Fig. 6) angelenkt sind, daß bei ihrer Umkehrung trotz der
Verlagerung der Drehachse (22) der Scheibensätze in der Fahrtrichtung (zwischen A und B,
Fig. 6) dieselben Stellarme (70, 71) sowohl für Auswärtsarbeit wie für Einwärtsarbeit benutzbar
sind.
2. Scheibenegge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheibensätze (18,19) um
Gelenke mit annähernd waagerechter Längsdreh-
achse (42) kippfähig einstellbar sind, zu welchem Zweck verlängerbare Druckstangen (58) vorgesehen
sind, die am Hauptgestell (16) drehbar gelagerte Druckarme (48) für die Scheibensätze mit
den Drucklagern (25, 26) der Scheibensätze verbinden und die Scheibensätze in der gewählten
Kipplage feststellen.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 63 028;
USA.-Patentschriften Nr. 2 233 665, 2 271 713,
306 127, 2 331 738, 2 339 124, 2 351 168, 2 477 001. französische Patentschrift Nr. 670 270.
Deutsche Patentschrift Nr. 63 028;
USA.-Patentschriften Nr. 2 233 665, 2 271 713,
306 127, 2 331 738, 2 339 124, 2 351 168, 2 477 001. französische Patentschrift Nr. 670 270.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US1017397XA | 1952-01-02 | 1952-01-02 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1017397B true DE1017397B (de) | 1957-10-10 |
Family
ID=22286152
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF10682A Pending DE1017397B (de) | 1952-01-02 | 1952-12-22 | Scheibenegge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1017397B (de) |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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