DE101704C - - Google Patents

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DE101704C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A21BAKING; EDIBLE DOUGHS
    • A21BBAKERS' OVENS; MACHINES OR EQUIPMENT FOR BAKING
    • A21B5/00Baking apparatus for special goods; Other baking apparatus
    • A21B5/02Apparatus for baking hollow articles, waffles, pastry, biscuits, or the like

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Table Devices Or Equipment (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Als Backschüsseln, d. h. Gefä'fse, in welchen man den Brotteig gähren und Form annehmen lä'fst, wurden bisher theils geflochtene Körbe, theils Gefä'fse aus geprefstem Holzstoff, theils Schüsseln aus Blech verwendet. Bei den beiden erstgenannten Arten ist die Haltbarkeit begrenzt, weil die Schüsseln zwecks Herausschüttens des Brotlaibes jedesmal umgewendet und mit der Kante aufgeschlagen werden, weil sie auch viel herumgeworfen werden. Dieser Nachtheil haftet besonders den Schüsseln aus Holzstoff an, zumal bei dem fortwährenden Wechsel zwischen Wärme und Kälte, zwischen Feuchtigkeit und Trockenheit. Die geflochtenen Körbe sind schwer zu reinigen, und es setzen sich in den Geflechtsmaschen Teig und Schmutz, ja sogar Ungeziefer fest. Dieser Vorwurf trifft auch die Holzstoffgefäfse, sobald sie durch die oben erwähnten Einflüsse rissig werden. Den Blechschüsseln haftet aufserdem der wichtige Nachtheil an, dafs man die Laibe nicht unversehrt herausbringt. Der Grund hierfür ist der, dafs die Streumittel, welche das Ankleben des Teiges verhindern sollen, an den glatten Wandungen nicht haften. Im Weiteren lassen auch die glatten Wandungen, denen sich der aufgehende Teig dicht anschmiegt, die Luft und die beim Gährprocefs gebildete Kohlensäure nicht, entweichen. Diesen beiden Uebelständen suchte man durch gewellte Blechwandungen (vergl. D. R. P. Nr. 74985) abzuhelfen, doch soll nach Ansicht des Erfinders durch diese Wellung das Hinabrieseln der Streumittel und das daraus folgende Anhaften des Teiges nicht verhindert werden, wie andererseits die gewellten Wandungen auch nicht die Luft und Kohlensäume entweichen lassen, da der Teig beim Aufgehen einfach in die Wellenthäler hineingehen soll.
Durch die vorliegende Erfindung sollen diese Uebelstände beseitigt werden, und zwar dadurch, dafs die an sich glatten, aus Blech hergestellten ßackschüsseln eine rauhe Auskleidung erhalten. Diese Auskleidung soll dem Streumittel Gelegenheit zum Ablagern und Haften bieten; die rauhe Fläche soll das. dichte Anlegen des Teiges verhindern und die Luft bezw. Kohlensäure entweichen lassen, sie soll wärmeisolirend wirken, aber in keiner Weise ein gründliches Reinigen hindern.
Die Auskleidung besteht aus einem körnigen Stoff, welcher mit einem Bindemittel aufgetragen wird. Dies kann entweder j. durch Anstreichen oder Auftragen allein, oder 2. durch Auftragen und nachfolgendesEinbrennen (Emailliren) geschehen.
1. Beim blofsen Anstreichen oder Auftragen kann man in zweierlei Weise verfahren:
a) Man kann die körnige Masse, welche vorzugsweise Holzmehl (feinere Sägespähne) oder ein Gries von Buchweizen oder anderem Getreide, oder aber auch irgend ein anderer, der Gesundheit nicht nachtheiliger, organischer oder anorganischer Stoff sein kann, mit dem Bindemittel zu einem Brei anrühren und diesen wie Oelfarbe wiederholt aufstreichen und trocknen lassen. Als Bindemittel eignen sich vor allem der sogenannte Emaillack des Handels (welcher aber mit wirklichem einzubrennenden Email nichts zu thun hat), dann auch Wasser-
glas und ungiftige Firnisse, sofern sie sich nach dem Trocknen dem Brotteig gegenüber neutral verhalten.
" b) Besser verfährt man in der Weise, dafs man zunächst das Bindemittel (wiederum am besten1 Emaillack) aufstreicht, halb erstarren bezw: trocknen läfst und nun die körnige Masse aufschüttet, gegebenenfalls auch etwas eindrückt. Auf diese Weise kommt das Bindemittel kaum an die Oberfläche, deren Körnung in diesem Falle eine vollkommene ist. Zweck , mäfsig wird auch hierbei nach dem Erstarren einer ersten Schicht eine zweite in gleicher Weise aufgetragen.
2. Wird aber als Bindemittel ein Emailflufs benutzt, wie er zum Emailliren blecherner Geschirre ganz allgemein gebraucht wird, so müssen natürlich die oben unter a) genannten organischen Stoffe aufser Betracht bleiben und können nur anorganische Stoffe benutzt werden, welche der Hitze des Einbrennens widerstehen. Beispielsweise würden sich Quarzkörner oder anderes zerkleinertes Gestein eignen. Diese anorganischen Körner kann man entweder mit dem Emailbrei zusammenrühren und das Gemisch auftragen, oder man kann die Körner auf das für sich aufgetragene, halbgetrocknete Email aufschütten und eindrücken. In jedem dieser beiden Fälle wird der Ueberzug in der beim Emailliren bekannten Weise eingebrannt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Backschüssel aus Blech, gekennzeichnet durch eine rauhe Auskleidung, welche aus einem körnigen Stoff mit einem Bindemittel besteht, zum Zweck, dem Streumittel Gelegenheit zum Ablagern an den Wandungen zu geben, das dichte Anlegen des Teiges zu verhindern und die Wärmeleitungsfähigkeit der Wandungen herabzumindern.
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