DE101645C - - Google Patents
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- DE101645C DE101645C DENDAT101645D DE101645DA DE101645C DE 101645 C DE101645 C DE 101645C DE NDAT101645 D DENDAT101645 D DE NDAT101645D DE 101645D A DE101645D A DE 101645DA DE 101645 C DE101645 C DE 101645C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F04—POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
- F04F—PUMPING OF FLUID BY DIRECT CONTACT OF ANOTHER FLUID OR BY USING INERTIA OF FLUID TO BE PUMPED; SIPHONS
- F04F7/00—Pumps displacing fluids by using inertia thereof, e.g. by generating vibrations therein
- F04F7/02—Hydraulic rams
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Self-Closing Valves And Venting Or Aerating Valves (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die bekannten hydraulischen Widder arbeiten nur eine gewisse Zeit lang gut, indem
sie bald anfangen, eine immer kleiner werdende Wassermenge zu fördern und schliefslich vollständig
zum Stillstand kommen. Die Ursache hiervon ist darin zu suchen,, dafs die im
Windkessel eingeschlossene Luft, unter deren Einwirkung das Wasser hochgetrieben wird,
mit dem Wasser in kleinen Mengen mechanisch fortgeführt wird und deshalb an Menge
immer abnimmt.
Der also vorher von der Luft eingenommene Raum im Windkessel füllt sich demnach all mälig
mit Wasser, und ist der Windkessel ganz gefüllt, so hört die Thätigkeit des Widders
überhaupt auf.
Dieser Uebelstand zeigt sich namentlich bei Widderanlagen mit sehr hohem Gefalle der
Triebleitung.
So z. B. mufs ein Widder, der bei 15 m
Gefälle getrieben wird, alle drei Tage vollständig entleert und sein Windkessel mit
frischer Luft gefüllt werden.
Während nun die Vortheile einer Widderanlage gegenüber anderen Wasserzuleitungen
und Pumpenanlagen darin bestehen und bestehen sollen, dafs die Widder gar keine oder
wenigstens sehr wenig Wartung erfordern, ist also bei derartigen Anlagen die Wartung
wieder in verhältnifsmäfsig hohem Mafse nöthig und um so lästiger und zeitraubender, je
weiter der Widder von der Wohnung entfernt liegt.
Um den angeführten Uebelständen abzuhelfen und dem Windkessel die verbrauchte
bezw. mit dem Wasser abgeführte Luft selbstthätig wieder zuzuführen, sind von den Fachleuten
bereits verschiedene Vorschläge und Versuche gemacht worden, deren bekanntester darin gipfelt, in der Triebleitung kurz vor
dem Widder ein möglichst kleines Luftloch anzubringen, durch welches jedesmal bei der
rückgängigen Bewegung der Wassersäule etwas Luft angesaugt werden soll, um die Luftmenge
im Windkessel fortwährend zu ergänzen.
Diese Einrichtung hat sich aber ebensowenig wie alle anderen auf die Dauer als praktisch
brauchbar erwiesen.
Vorliegende, auf beiliegender Zeichnung dargestellte Erfindung hilft nun den angeführten
Uebelständen ab und bietet die Möglichkeit, eine Widderanlage ohne Aufsicht beliebig
lange Zeit vollkommen selbstständig arbeiten zu lassen, nachdem man nur zu Beginn des
Betriebes die Anlage kurze Zeit beobachtet und eine nothwendige Regulirung vorgenommen
hat.
Auf der Zeichnung stellt Fig. 1 den eigentlichen Widder, d. h. Luftkessel nebst Druck-
und Sperrventil dar, während Fig. 2, 3 und 4 die an dem Widder vom Erfinder angebrachten
Vorrichtungen in vergröfsertem Mafsstabe, also im Detail zeigen.
In die Triebleitung A der Widderanlage ist kurz vor dem Widderkörper B, auf dem der
Luftkessel C steht, eine Vorrichtung D angebracht, welche dazu dient, selbstthätig Luft
anzusaugen und dem Windkessel C zuzuführen. Diese Vorrichtung D ist in Fig. 2 und 3 in
zwei verschiedenen Ausführungsformen dargestellt, von denen die nach Fig. 2 sich mehr
für kleine Widder, und hohes Gefalle, diejenige
nach Fig. 3 mehr für gröfsere Widder und geringeres Gefälle eignet.
Beide Vorrichtungen bestehen in einem zwischen den Widderkörper B und das nächst
anschliefsende Rohr der Triebleitung A eingeschalteten Stutzen A1, dessen Hauptbohrung
die Fortsetzung der Rohrleitung A bildet, während nach oben hin von derselben eine
verhältnifsmäfsig enge, schräg von dem Widderkörper B aufwärts und rückwärts gerichtete
Bohrung abgeht, die ihre Fortsetzung in einem Rohr b findet, dessen freies Ende einen Ventilsitz
c bildet, in welchem das Luftventil d liegt.
Die Einrichtung des Ventils ist derart, dafs die Wassersäule bei ihrem Vorstofs jedesmal
das Ventilchen lüftet und dadurch Luft von aufsen ansaugt, während sich beim Rückstofs
das Ventilchen schliefst.
Bei der Anordnung nach Fig. 2 erfolgt das Oeffnen des Ventils lediglich durch das Saugen
des Wassers, während das Schliefsen desselben nicht nur durch den Rückstofs, sondern auch
durch sein Eigengewicht bewirkt wird, wogegen bei der Anordnung der Fig. 3 das Oeffnen des Ventils durch sein Eigengewicht
begünstigt wird, dagegen der Schlufs desselben nur durch den Rückstofs erfolgt. Die bei
dem Oeffnen des Ventils angesaugte Luft vermischt sich mit dem Wasser und wird mit
diesem dem Windkessel zugeführt, wo sie sich dann abscheidet und sammelt.
Da nun bei zu grofser Luftzuführung, welche ja durch das Ventil möglicherweise erfolgen
könnte, der Widder zum Stillstand kommen würde, so ist es nothwendig, die Luftzuführung
genau zu regeln und einzustellen, was durch Regelung und Einstellung des Ventils erfolgt.
Als Ventil d ist zu diesem Zwecke ein abgestumpfter Kegel gewählt, an dessen Kopf
ein als Führung dienender Schaft sich anschliefst, welcher in ein Gewindeende übergeht.
Letzteres trägt eine Schraubenmutter e. Je nachdem nun diese Mutter weiter oder
weniger weit auf dem Gewindeende des Ventils d abwärts geschraubt wird oder nicht, ändert
sich der Hub des Ventils. Hierdurch kann man also die Luftzuführung bezw. die Luftergänzung im Windkessel C ganz genau
dem Luftverbrauch entsprechend reguliren und einstellen.
Um die Vorgänge im Innern des Windkessels beobachten zu können, kann man, wie in
Fig. ι durch strichpunktirte Linien dargestellt, ein Wasserstandsglas anbringen. Der ferner
am Windkessel C angebrachte Apparat E ist in Fig. 4 in gröfserem Mafsstabe dargestellt
und dient dazu, den Wasserstand normal zu erhalten, im Falle durch die Vorrichtung D
zu viel Luft dem Windkessel zugeführt würde.
Diese Vorrichtung wird, wie Fig. 1 zeigt, in der Höhe des für den Widder bezw. den
Luftkessel C erwünschten normalen Wasser-, Standes angebracht, etwa auf zwei Drittel der
Höhe des Windkessels, und besteht in einem Wasserablaufstutzen mit verhä'ltnifsmäfsig enger
Bohrung f, deren Auslaufweite durch mehr oder weniger tiefes Hineinschrauben der mit
kegelförmiger Spitze versehenen Regulirschraube g beliebig verengt oder vergröfsert
werden kann.
Die Schraube g wird so eingestellt, dafs für gewöhnlich das Wasser aus dem Innern des
Luftkessels in kleinen Tropfen austritt, was auf die Thätigkeit und die Wirkung des
Widders keinerlei merklichen Einflufs übt.
Sammelt sich nun zu viel Luft an, so sinkt der Wasserspiegel bis unter die Höhe dieses
Ventilchens, worauf dieses die überflüssige Luft wieder entweichen läfst.
Um dabei im Windkessel eine möglichst grofse Luftmenge zu erzielen, ist es bei dieser
Einrichtung zweckmä'fsig, das Sperrventil F des Widders entsprechend zu belasten, wenn
man mit hohem Gefälle zu rechnen hat. Infolge dessen arbeitet dann zwar der Widder
etwas langsamer, sein Wasserverbrauch ist dann jedoch höher und die Reaction heftiger und
damit auch die Leistung eine entsprechend gröfsere.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Hydraulischer Widder, dadurch gekennzeichnet, dafs sowohl dicht vor dem Widderkörper (B) in., der Triebleitung (A) eine bei jedem Vorstofs der Wassersäule in Thätigkeit tretende Luftansaugevorrichtung (D) angeordnet ist, bestehend aus einer schräg von der Rohrleitung (A) nach oben gehenden engen Bohrung (a) mit an dieser sich anschliefsendem, am Ende einen Ventilsitz (c) für ein Ventilchen (d) bildendem Rohr (b), als auch am Windkessel (C) auf der Höhe des gewünschten normalen Wasserstandes eine Ausgleichvorrichtung (E) zum Ablassen etwa überflüssig durch (D) angesaugter Luft vorhanden ist, bestehend aus einem engen Austropfrohr (f) mit einer dessen Mündungsquerschnitt durch eine kegelförmige Spitze mehr oder weniger verengenden, also regelnden Schraube (g).Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE101645C true DE101645C (de) |
Family
ID=372327
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT101645D Active DE101645C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE101645C (de) |
-
0
- DE DENDAT101645D patent/DE101645C/de active Active
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