DE1007C - Auslaugeapparat mit Vorrichtung zum Oeffnen, Schliefsen und Abdichten der beweglichen Filterböden - Google Patents
Auslaugeapparat mit Vorrichtung zum Oeffnen, Schliefsen und Abdichten der beweglichen FilterbödenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D11/00—Solvent extraction
- B01D11/02—Solvent extraction of solids
- B01D11/0215—Solid material in other stationary receptacles
- B01D11/0253—Fluidised bed of solid materials
- B01D11/0257—Fluidised bed of solid materials using mixing mechanisms, e.g. stirrers, jets
-
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- B01D11/028—Flow sheets
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- Extraction Or Liquid Replacement (AREA)
Description
1877.
WEGELIN & HÜBNER in HALLE a. S.
Auslaugeapparat mit Vorrichtung zum Oeffhen, Schließen und Abdichten der beweglichen
Filterböden.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 9. October 1877 ab.
Der Apparat empfiehlt sich namentlich für die Auslaugung bezw. Auswaschung solcher
Massen, welche infolge ihrer physikalischen Eigenschaften sich durch andere Manipulationen
nur unvollkommen oder doch nur mit Aufwand sehr bedeutender Quantitäten Aussüfseflüssigkeiten
auslaugen oder auswaschen lassen. Bei dem von uns erfundenen Auslauge - Apparate
reicht die geringste Quantität Flüssigkeit aus (theoretisch dieselbe Menge, wie die der auszu-,
laugenden Masse), indem dieselbe ganz gleichmäfsig von unten nach oben steigt und die zu
entfernende Flüssigkeit vor sich herdrängt.
Durch Anwendung mehrerer Auslauge-Apparate,
einer sogen. Auslauge^Batterie, ist man im Stande, selbst schwächere Laugen bezw. Salzoder
Säurelösungen bis zum Sättigungspunkte zu concentriren, indem man die Aulaugeflüssigkeit,
nachdem sie den ersten Apparat passirt hat, noch durch einen zweiten, dritten u. s. w.
drückt. Die Apparate werden aus dem für die zur Verwendung kommende Flüssigkeit geeignetsten
Material gefertigt.
Beschreibung des Auslauge-Apparates. Der Auslauge - Apparat, durch beiliegende
Zeichnung erläutert (Fig. 1 Ansicht, Fig. 2 Längsschnitt, Fig. 3 obere Ansicht, Fig. 4 Filter und
Filterboden, Fig. 5 Vorderansicht zweier miteinander combinirter Apparate, Fig. 6 Seitenansicht,
Fig. 7 obere Ansicht), besteht im wesentlichen aus einem cylindrischen Gefäfse α aus
entsprechendem Metalle mit sauber abgedrehten Endflantschen, welches, von drei Säulen ί getragen,
auf einer passenden Sohlplatte ruht. An diesem Gefäfse ist ein Mannloch D zum Einfüllen
der auszulaugenden Substanzen, sowie ein Hahn/ zum Ablassen der ausgelaugten Massen
angebracht. Das Gefäfs ist oben und unten durch Deckel B B0, welche mit gelochten Blechen Zi1 A0
(Fig. 4) und Filtertüchern überzogen sind, geschlossen. Diese Deckel werden durch einen
sehr einfachen Mechanismus gehoben und gesenkt bezw. gegen das Gefäfs geprefst, wodurch
eine vollständige Abdichtung des Apparates bewerkstelligt wird. Der Mechanismus zum Heben
und Drücken der Deckel besteht aus den beiden starken Hebeln H H0, welche beim unteren
Deckel ihren Stützpunkt in einer der drei oben erwähnten Säulen und beim oberen Deckel
durch eine Stütze erhalten,. während die anderen Enden der Hebel Muttern m m0 mit rechtem
bezw. linkem Gewinde aufnehmen, durch welche eine Spindel S1 welche vermittelst eines
Handrades r gedreht wird, geht. Die Spindel ist ebenfalls mit rechtem bezw. linkem Gewinde
versehen.
Der Angriff der Hebel geschieht genau in der Mitte der Deckel, welche letztere aufserdem
noch durch Führungsstifte geführt werden, um ein Ausweichen der Deckel in senkrechter
Richtung zu vermeiden. Der vorbeschriebene Mechanismus gestattet durch ein einfaches
Drehen des Handrades mit der Schraubenspindel die beiden Deckel in entgegengesetzter Richtung
von dem Gefäfse abzuheben, um, wenn solches nöthig ist, die Filtertücher oder die gelochten
Bleche zu erneuern bezw. auszuwechseln. Vermittelst dieser Schraubenspindel mit Handrad
ist man' ebenfalls im Stande, die beiden Deckel so fest gegen das Gefäfs zu pressen, dafs dadurch
eine vollständige Abdichtung erzielt wird, und weitere Vejbindungsschrauben entbehrlich
sind, wodurch viel Zeit bei der Handhabung des Apparates gespart wird. An den beiden
Deckeln sind die nöthigen Hähne für das Ein- und Auslassen der Flüssigkeit angebracht, und
zwar treten die letzteren am unteren Deckel ein, gehen aufwärts steigend durch den Apparat
und treten am oberen Deckel wieder aus.
Um die auszulaugenden Massen gehörig aufzurühren, ist ein Rührwerk R in dem Apparate
angebracht, dessen verticale Axe durch den oberen Deckel geht, in welchem dieselbe vermittelst
Stopfbuchse abgedichtet ist.
Der Betrieb des Rührwerkes geschieht durch konische Räder K K0 oder einen anderen
passenden Mechanismus (Fig. 5).
Wirkungsweise des Auslauge-Apparates. Nachdem die auszulaugenden Massen durch
das Mannloch D in den Apparat geschafft sind und das Mannloch wieder geschlossen ist, wird
die Auslaugefiüssigkeit durch Oeffnen des entsprechenden Hahnes χ (Fig. 2) in den unteren
Deckelraum B0 gelassen, dringt durch das ge-
lochte Blech und das Filtertuch, und steigt vollständig gleichmäfsig durch die durch das Rührwerk
aufgerührten Massen aufwärts, sich mit den in denselben enthaltenen Laugen oder Salzen etc. nach und nach sättigend, und tritt
durch das am oberen Deckel befindliche Filtertuch und gelochte Blech in den oberen Deckelraum
B. Alle festen Bestandteile werden natürlich durch das Filtertuch zurückgehalten
und bleiben innerhalb des Gefäfses zurück, so dafs nur absolut klare Flüssigkeit in den oberen
Deckelraum B tritt, welche letztere dann, wenn nur ein Apparat in Anwendung ist, durch einen
entsprechenden Hahn / weiter geleitet werden kann (Fig. 5, 6 und 7).
Sind mehrere Apparate in Anwendung, was sich namentlich da empfiehlt, wo es sich um
eine möglichst weitgehende Concentration von Flüssigkeiten bei dem möglichst geringsten Aufwand
derselben handelt, so wird die Auslaugeflüssigkeit, nachdem sie den ersten Apparat
passirt hat, durch eine Rohrverbindung e, von
dem oberen Deckelraum B des ersten Apparates / nach dem unteren Deckelraum B0 des
zweiten Apparates II gedrückt, durchsteigt denselben aufwärts und kann event, noch in einen
dritten und vierten Apparat geleitet werden.
Bei der Anwendung mehrerer Auslauge-Apparate (sogen. Auslauge-Batterien) ist aufserdem
noch die Anordnung getroffen, dafs, nachdem der erste Apparat ausgelaugt ist, dieser durch
die Hähne χ und / (Fig. 6) abgestellt bezw. ausgeschaltet werden kann, um entleert zu werden,
ohne dafs die übrigen Apparate in ihrer continuirlichen Function beeinträchtigt werden.
Die Entleerung geschieht in der Weise, dafs man den Hahn/ öffnet und die Massen in ein
passendes Gefäfs ablaufen läfst, oder im Falle dieselben von der sie begleitenden Flüssigkeit
befreit werden sollen, indem man sie vermittelst Dampf oder comprimirter Luft, welche durch
den Hahn g am oberen Deckel eingelassen wird, durch eine Filterpresse drückt. Nach erneuerter
Füllung mit Masse wird der Apparat durch Oeffnen der entsprechenden Hähne wieder
in die Batterie eingeschaltet, und zwar in der Weise, dafs derselbe als letzter Apparat fungirt,
wodurch die bereits in den anderen Apparaten ziemlich angereicherte Auslaugeflüssigkeit vollends
concentrirt wird.
In dieser Weise werden die einzelnen Apparate nacheinander entleert und wieder gefüllt,
und jeder derselben sofort wieder in die Batterie in der vorbeschriebenen Weise eingeschaltet, so
dafs die Batterie in ihrer continuirlichen Function nicht beeinträchtigt wird.
Es ist einleuchtend, dafs man infolge dieser Anordnung im Stande ist, erstens mit dem geringsten
Quantum Auslaugeflüssigkeit das gröfstmögliche Quantum Masse oder Niederschläge vollkommen auszulaugen, und zweitens, dafs
man durch diese Anordnung die in den Massen enthaltenen Salze, Laugen etc. in einem sehr
concentrirten Zustande erhält, wie dies auf eine andere Art mit gleicher Sicherheit und
Leichtigkeit nicht zu erreichen ist.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Das durch zwei Siebboden, welche mit Filtertüchern überzogen sind, geschlossene Gefäfs, in welchem die Auslaugung unter Druck und Luftverschlufs stattfindet.
- 2. Der Mechanismus zum Verschliefsen (Abdichten) und Oeffnen des Auslaugegefäfses, bestehend aus den beiden Hebeln H H0 in Verbindung mit einer Schraubenspindel mit rechtem und linkem Gewinde, welche durch das Handrad r gedreht wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1007T | 1877-10-08 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1007C true DE1007C (de) |
Family
ID=70976412
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1007DA Expired - Lifetime DE1007C (de) | 1877-10-08 | 1877-10-08 | Auslaugeapparat mit Vorrichtung zum Oeffnen, Schliefsen und Abdichten der beweglichen Filterböden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1007C (de) |
-
1877
- 1877-10-08 DE DE1007DA patent/DE1007C/de not_active Expired - Lifetime
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